Energie sparen

Strom sparen leicht gemacht

Um Strom zu sparen, sollte man erst einmal wissen, wo er hauptsächlich verbraucht wird. Das zeigen wir Ihnen – und geben noch weitere Tipps zum Thema Stromeffizienz

Foto: iStock

Wo im Haushalt bleibt der Strom?“ Diese Frage stellte Ende 2015 die EnergieAgentur.NRW, das nach eigener Aussage „unabhängige Kompetenzzentrum des Landes NRW für Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz“. Zur Beantwortung wurden, selbstverständlich anonym, die Verbrauchsprofile von über 522.000 Haushalten ausgewertet. Das Ergebnis: Der Stromverbrauch ist abhängig von zwei Faktoren – der Ausstattung des Haushalts und der Haushaltsgröße.

Ausstattung

Einer der signifikantesten Unterschiede beim Stromverbrauch eines Haushalts ist die Frage, wie das Wasser erwärmt wird. Kommt dabei ein elektrischer Durchlauferhitzer zum Einsatz, ist der Anteil am Gesamtverbrauch enorm. Bei allen untersuchten Ein- bis Fünf-Personen-Haushalten mit elektrischer Warmwasser­bereitung macht dieser Posten fast ein Drittel der Gesamtkosten aus. Nimmt man alle Haushalte zusammen (also auch die ohne Durchlauferhitzer), so steht der Punkt „Warmwasser“ in der Verbrauchsparade des prozentualen Anteils am Gesamtstromverbrauch immerhin noch an Platz 2 (siehe Grafik). Die Energieagentur rechnet dabei vor, dass eine fünfköpfige Familie ohne Durchlauferhitzer im Jahr durchschnittlich 2.000 Kilowattstunden weniger verbraucht. Bei einem Strompreis von 29 Cent/kWh entspräche das einer Ersparnis von 580 Euro.

 

Grafik: EnergieAgentur.NRW

Haushaltsgröße

Wo der Strom verbraucht wird, das entscheidet sich auch über die Zusammensetzung des Haushalts. Als Großverbraucher kommen bei einem Vier-Personen-Haushalt vor allem die Bereiche „Trocknen“ (mit 7,9 Prozent am Gesamtstromverbrauch) und Spülen (6,2 Prozent) zum Tragen. Bei Singles schlagen diese nur mit 2,2 beziehungsweise 2,3 Prozent zu Buche, während bei Einzelpersonen besonders das „Büro“, also die Informationselektronik wie Computer und Drucker, einen hohen Kostenanteil ausmacht.

Rebound-Effekte

Interessanterweise konnte die Studie einen oft zitierten Effekt widerlegen. Danach werden die Einsparpotentiale durch effizientere Geräte im Bereich der Unterhaltungs- und Informationselektronik durch immer größere Modelle und ihre längere Nutzung wieder aufgefressen. Dem ist wohl nicht so. Im Gegenteil: Im Vergleich von 2011 zu 2015 ist der Stromverbrauch anteilig zurückgegangen.

Was allerdings (noch) zugelegt hat, ist der Verbrauch im Bereich „Andere“. Hier werden verschiedene Kleingeräte für den Garten, aber auch Staubsauger und Klimageräte zusammengefasst. Die Ausstattung damit wird immer größer, die Effizienz der Geräte aber nicht. Hier gibt es also noch eine Menge Sparpotential für alle, die sich fragen, wo der Strom eigentlich bleibt.

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