Staatliche Förderung für die Wärmedämmung: So kommen Sie an den Zuschuss der KfW
Energie sparen

Staatliche Förderung für die Wärmedämmung: So kommen Sie an den Zuschuss der KfW

Die richtige Dämmung spart Energie und Geld. Wer beim Dämmen die staatliche Förderung der KfW nutzt, spart sogar noch mehr. Wir erklären, wie Sie die Förderung für die Wärmedämmung nutzen

Foto: Ben Schonewille/iStock

Die staatliche KfW-Bankengruppe unter­stützt den Neubau von energieeffizienten Häusern und energetische Sanierungen mit zinsgünstigen Darlehen, häufig in Verbindung mit Tilgungszuschüssen. Für Sanierungen ist alternativ ein direkter ­Investitionszuschuss möglich.

Inhaltsübersicht

• Förderprogramme der KfW
• Energieeffizient sanieren
• KfW-Zuschüsse für sanierte Effizienzhäuser
• Energieeffizient sanieren - Ergänzungskredit

Die Förderprogamme der KfW für energieffizientes sanieren

Die Fördermaßnahmen sind in folgenden Programmen gebündelt:

Energieeffizient Sanieren (Programmnummern 151, 152, 430); 

Energieeffizient Sanieren – Ergän­zungs­­kredit (Programmnummer 167);

Grundsätzlich gilt: Je besser der erreichte energetische Standard, desto ­höher die Förderung. Den Förderstandards der KfW liegt das so genannte KfW-Effizienzhaus zugrunde, das auf der ­Basis der Energie­ein­sparverordnung (EnEV) ­definiert ist. 

Maßgeblich für das Förder­niveau ist die Zahl hinter dem ­Effizienzhaus; sie gibt an, wie hoch der Primärenergie­bedarf (Qp) im Verhält­nis zu den bis Ende 2015 geltenden Anfor­derungen nach der Ener­gie­ein­spar­ver­ordnung an einen Neubau ist. Außerdem müssen bestimmte Dämmstandards ­eingehalten werden. In den verschiedenen Effizienz­klassen darf daher ein bestimmter Transmissionswärme­koeffizient (Ht) nicht überschritten werden; er gibt den ­durchschnittlichen Wärmeverlust über die ­Gebäudehülle an.

Die Förderung erfolgt über zinsgünstige Darlehen oder Investitionszuschüsse. Die ­Zinssätze der KfW-Kredite liegen unter dem jeweiligen Marktniveau. Die aktuellen Konditionen und die detaillierten Förderkonditio­nen kann man online abrufen oder bei der KfW tele­fonisch ­erfragen. Die Darlehen haben meist Lauf­zeiten von zehn, 20 oder 30 Jahren, eine Zins­bin­dung von zehn Jahren sowie, je nach Laufzeit, ein bis fünf ­tilgungsfreie Anlauf­jahre.
Für Sanierer und Bauherren gibt es zudem Tilgungszuschüsse, die sich nach dem erreichten energetischen Standard des sanierten Hauses richten. Alternativ können ­Sanierer, die keinen Kredit benötigen, einen direkten ­Zuschuss erhalten. 

Die Beantragung und Auszahlung der Darlehen erfolgt über die Banken vor Ort; die Zuschüsse müssen direkt bei der KfW beantragt werden. Beides muss vor Beginn der Maßnahme erfolgen.

Voraussetzungen für die Förderung sind die Durchführung der Maßnahmen durch ein Fachunternehmen Foto: Ingo Bartussek/AdobeStock

Energieffizient sanieren

Die Förderprogramme 151, 152 und 430 unterstützen Maßnahmen zur Energie­einsparung und zur Minderung des CO2-Ausstoßes bei be­ste­henden Wohngebäuden (Bauantrag oder Bau­anzeige vor dem 31.1.2002). Gefördert werden alle Sanierungsmaß­nahmen (zum Beispiel Dämmung, Heizungs­erneuerung, Fensteraustausch, Einbau einer kontrollierten Wohnungslüftung), die ein Wohn­gebäude zum KfW-Effizienzhaus machen. Auch der Ersterwerb einer ­sanierten ­Immobilie wird unterstützt. 

Folgende Niveaus werden gefördert: 

• KfW-Effizienzhaus 55 

• KfW-Effizienzhaus 70 

• KfW-Effizienzhaus 85 

• KfW-Effizienzhaus 100 

• KfW-Effizienzhaus 115 

• KfW-Effizienzhaus Denkmal

Voraussetzungen für die Förderung sind die Durchführung der Maßnahmen durch ein Fachunternehmen des Bauhandwerks sowie die Ein­haltung der technischen Mindestanfor­derungen für das Programm. 

Die Maßnahmen und das ­angestrebte energetische Niveau müssen bei der Antragstellung von einem ­Sachverständigen bestätigt werden. Das gilt auch für die planmäßige Durchführung nach Abschluss der Arbei­ten. Bei der ­Sanierung zum Effizienzhaus 55, zum ­Effizienzhaus Denkmal oder von denkmalgeschützten Gebäuden zu einem Effizienzhaus ist eine Fachplanung und Baubegleitung durch einen Sachverständigen vorgeschrieben.

Einzelmaßnahmen: Wird keines der energetischen Niveaus erreicht, können eine oder mehrere der folgenden energe­tischen Maßnahmen gefördert werden, sofern ­bestimmte, relativ ­anspruchsvolle Mindestanforderungen ­erfüllt werden:

• Wärmedämmung von Wänden;

• Wärmedämmung von Dachflächen und Geschoss­decken;

• Austausch von Fenstern und Außentüren;

• Erneuerung/Einbau einer Lüftungs­anlage;

• Erneuerung der Heizungsanlage; 

• Optimierung der Wärmeverteilung bei bestehenden Heizungsanlagen.

Zusatzförderung APEE: Erhöhte Zu­schüs­se aus dem „Anreizprogramm ­Ener­gieeffizienz“ (APEE) gibt es für Hausbesitzer, die ihre ­Heizung austauschen oder eine Lüftungsanlage einbauen. 

Heizungspaket: Gefördert wird die Erneuerung der Heizungsanlage mit einem förderfähigen Wärmeerzeuger in Kombi­nation mit einer darauf abgestimmten Optimierung der Wärmevertei­lung. Voraussetzung ist, dass ein Wärme­erzeuger auf Basis fossiler Energien (z. B. Gas oder Öl) außer Betrieb genommen wird, der nicht auf Brennwerttechnik basiert und der nicht der gesetzlichen Austauschpflicht nach § 10 EnEV unterliegt. (siehe dazu auch unseren Artikel zur Heizungsförderung)

Lüftungspaket: Gefördert wird die Erneuerung oder der erstmalige Einbau einer förderfähigen Lüftungsanlage (Zu- und Ab­luft­anlage mit Wärmerückgewinnung) in Verbindung mit mindestens einer förderfähigen Maßnahme zur Verbesserung der Energieeffizienz an der Gebäudehülle (zum Beispiel Dämmung der Wände, Erneuerung der Fenster)

KfW-Zuschüsse für sanierte Effizienzhäuser

Programm „Energieeffizient Sanieren“

Das Programm „Energieeffizient Sanieren“ gibt es als Zuschuss- und Kredit­variante. Sanierer haben die Wahl, ob sie ein Darlehen mit Tilgungszuschuss oder einen direkten Zuschuss zu den Investitionskosten in Anspruch nehmen möchten.

Kredit (Programm 151): Pro Wohneinheit kann man bei der ­Sa­nierung zum KfW-Effizienzhaus ein Dar­lehen von maximal 100.000 Euro ­erhalten. Für Einzel­maßnahmen (­Programm 152) wird ein Darlehen von ­maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit gewährt. Im September 2018 lag der Effektivzins für die Darlehen bei 0,75 Prozent.
Zusätzlich zu den zinsgünstigen Krediten wird den Sanierern ein Teil der Darlehensschuld erlassen. Die Höhe dieses Tilgungszuschusses richtet sich nach dem erreichten Standard und beträgt zwischen 7,5 und 27,5 Prozent der Darlehenssumme. 
• 
Hier geht es direkt zur passenden KfW-Förderseite
• Merkblatt der KfW zum Download

Investitionszuschuss (Programm 430): Alternativ zu einem Darlehen gibt es ­einen direkten Zuschuss zu den förderfähigen Kosten von maximal 100.000 Euro bzw. 50.000 Euro (Einzelmaßnahmen). Die Höhe des Zuschusses richtet sich ebenfalls nach dem ­erreichten energetischen Standard und beträgt zwischen zehn und 30 Prozent der förderfähigen Kosten, kann also bis zu 30.000 Euro betragen
• Hier geht es direkt zur passenden KfW-Förderseite
• Merkblatt der KfW zum Download

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