Energie sparen

Der Energieausweis

Was ist der Energieausweis, wann benötige ich ihn und wie wird er gelesen? Eine Übersicht

Foto: Lev Dolgachov

Der Gebäudeenergieausweis, der erstmals in der EnEV 2002 thematisiert wurde, ist als Instrument zur Kontrolle von Neubauten und Bestandsimmobilien in den letzten Jahren immer weiter gestärkt worden. Der Ausweis wird aktuell unter anderem benötigt:

1 zur Baufertigstellung eines Neubaus

2 bei einer Sanierung oder größeren Erweiterung

...wenn eine energetische Bilanzierung des Gebäudes notwendig ist

3 bei Verkauf oder Vermietung von Gebäuden oder Teilen davon

Energieausweise werden grundsätzlich für ein gesamtes Gebäude ausgestellt. Diese werden anhand der ermittelten energetischen Qualität in Energieeffizienzklassen von A+ bis H eingeteilt. Liegt ein Energieausweis mit Effizienzklasse vor, muss diese Einstufung auch in Immobilienanzeigen veröffentlicht werden. Es ist jetzt Pflicht, dass potentiellen Mietern oder Käufern zum Zeitpunkt der Besichtigung ein Energieausweis vorgelegt wird.

Foto: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie www.bmwi.de

Im Wesentlichen gibt der Gebäude-Energieausweis Auskunft über die Primärenergie, den Transmissionswärmeverlust und die CO2-Belastung – also den tatsächlichen Verbrauch sowie die Umweltbelastung bezogen auf Wohn- und Nutzfläche und berechnet für ein Jahr. Zudem finden sich am Ende des Ausweises die Modernisierungsempfehlungen des Passaustellers.

Es gibt zwei Varianten

Der Verbrauchsausweis beschäftigt sich mit der tatsächlich verbrauchten Energiemenge pro Jahr, was bei unterschiedlicher Anzahl von Nutzern durchaus irreführend sein kann.

Der Bedarfsausweis gibt hingegen Auskunft darüber, wie effizient ein Gebäude wirklich ist. Hierfür werden Informationen zum energetischen Zustand des Gebäudes und seiner Bauteile gesammelt, aus denen dann die „Güteklasse“ des Hauses bestimmt werden kann. Er ist daher der Aussagekräftigere der Beiden, da er die tatsächlichen Energie-Werte des Hauses wiedergibt.

Wer benötigt was?

Bei Neubauten ist der Bedarfsausweis nötig, ebenso bei Wohngebäuden mit bis zu vier Wohnungen deren Baujahr vor 1977 liegt. Wahlfreiheit gibt es für Wohngebäude, die mittlerweile saniert wurden und mindestens dem Stand der ersten Wärmeschutzverordnung entsprechen sowie für alle Wohngebäude, die 1978 oder später errichtet wurden.

Aussteller und Adressen

Zwar bedarf es für die Ausstellung des Energieausweises keiner staatlichen Institution, doch sollte man schon genau wissen, wer das Haus unter die Lupe nimmt. Zugelassen sind nämlich nur bestimmte Berufsgruppen, die eine Zulassung erworben haben. Dazu gehören zum Beispiel Bauingenieure, Architekten und Schornsteinfeger. Es gibt jedoch auch speziell ausgebildete Energieberater.

Die passenden Berater findet man sehr leicht im Internet. Hier bieten sich folgende Plattformen an:

www.dena.de – Hier sucht man mit Hilfe der eigenen Postleitzahl nach Experten in der Umgebung

www.energie-fachberater.de – Experten nach Postleitzahlen und bestimmten Fachgebieten

www.energiepass-aussteller-verzeichnis.de – Auch hier wird man mit der Postleitzahl schnell und bundesweit fündig

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