Dach & Fassade

Die richtige Dachdeckung

Ein Dach über dem Kopf zu haben bedeutet Schutz und Sicherheit. Materialien für die Dacheindeckung, die Wind und Wetter trotzen sollen, müssen langlebig und robust sein. Form und Farbe der Dachziegel prägen zudem auch die Optik des Hauses

Foto: Imagebroker/Helmut Meyer zur Capellen

Dach gegen Smog: Die Clima-Life-Dachsteine von Nelskamp bauen schädliche Stickoxide ab Foto: Nelskamp

Der rote Ziegel aus Ton ist noch immer der Klassiker auf deutschen Dächern. Die bei höchsten Temperaturen gebrannten Dachziegel haben eine sehr lange Lebensdauer und sind absolut feuerfest. Wenn sie im Laufe der Jahrzehnte altern und Patina ansetzen, verleiht das dem Dach erst richtig Charakter. Tondachziegel gibt es in vielen Formen, flach oder gebogen, und längst auch nicht mehr nur in Rot. Bei durchgefärbten Ziegeln in Naturtönen von Ocker bis Braun werden dem Ton vor der Verarbeitung Mineralien beigemischt. Noch bunter wird es durch farbige Oberflächenschichten, so genannte Engobierungen und Glasuren, die vor dem Brennen aufgebracht werden. 

Aber Achtung: Nicht alles, was möglich ist, passt zum Haus und in die Umgebung. Damit die Dachlandschaften nicht zu bunt werden, setzen die Bebauungspläne der Kreativität in vielen Orten Grenzen und regeln, welche Farben bei der Dachein­deckung zugelassen sind.

Traditionell und edel: Altdeutsche Deckung mit Schiefer Foto: Ratscheck

Klassiker: flacher Dachstein in Rot Foto: Eternit

Dachziegel und Dachsteine halten mehrere Jahrzehnte

Weit verbreitet sind auch Betondach­steine. Sie bestehen aus Sand, Wasser und Zement und sind äußer­lich kaum von Ton­ziegeln zu un­ter­schei­den. Durch Bei­mi­schung von Pig­men­ten sind unterschiedliche Farben möglich. Dachsteine halten etwa 50 bis 70 Jahre und sind damit nicht ganz so langlebig wie Ziegel, dafür aber etwas preiswerter. Durch neue, glatte Oberflächen sind moderne Dachsteine nicht mehr so anfällig für den Befall durch Moos und Algen wie früher.

Eine hochwertige Alternative zu Dachziegeln und Dachsteinen ist eine Dacheindeckung aus Schiefer. Der Naturstein ist besonders robust und wirkt dank seiner tiefschwarzen strukturierten Oberfläche sehr edel. Schieferdächer sind deutlich teurer als Dachziegel und -steine.

Ein Solarmodul ersetzt bei diesem System sechs Dachsteine Foto: Braas

Dachziegel mit integrierten Solarzellen

Das gilt auch für Metalldächer, die vor allem in der modernen Einfamilienhaus-Architektur verbreitet sind. Eindeckungen aus Kupfer, Aluminium und Zink haben ein wesentlich geringeres Gewicht als Dachziegel und können in den unterschiedlichsten Formen verarbeitet werden. Sie sind auch für Dächer mit sehr geringer Neigung gut geeignet.

Bei Solardächern produzieren die in die Dachfläche eingebetteten Photovoltaik­module nicht nur Strom, sondern übernehmen auch den Wetterschutz. Eine optisch attraktive Variante sind Solardachziegel mit integrierten Solarzellen, die sich harmonisch in die Dachfläche einfügen.

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