Wohnen

Fragen und Antworten zum Thema Boden & Wände

Das Wohnglück-Team gibt Ihnen die richtigen Antworten, Ratschläge und Tipps rund um den wichtigsten Ort der Welt: Ihr Zuhause. Bitte beachten Sie, dass die Vorschläge nur unverbindlich sein können, da unsere Experten die geschilderten Sachverhalte nicht vor Ort überprüfen konnten und sich somit ausschließlich auf Ihre Beschreibung stützen.

Mein Sohn hat ein Zimmer in einem Altbau bezogen. Eine Leichtbauwand trennt sein Zimmer von der Nachbarwohnung, in der es oft sehr laut zugeht. Wir möchten in eigener Regie eine Maßnahme treffen, um diese Geräuschbelästigung zu minimieren. Mit welcheen einfachen Hilfsmitteln können wir effektiv die Wand schallisolieren?

Die Verbesserung der Schalldämmung zur Nachbarwohnung ist mit „einfachen Hilfsmitteln“ kaum zu erreichen. Die Leichtbau-Trennwand nimmt alle Geräusche (Schallwellen) der Gegenseite auf. Sie schwingt wie eine Membran oder wie ein Trommelfell und setzt auf diese Weise auch die Luft im Zimmer Ihres Sohnes in Schwingungen. Eine Verbesserung der Situation ist nur dadurch zu erreichen, dass vor die bestehende Trennwand eine zweite Wand in Trockenbauweise zu gesetzt wird – eine sogenenannte „Vorsatzschale“. Deren Konstruktion müsste, wenn sie die Schallübermittlung wirksam verhindern soll, wie folgt durchgeführt werden:

Im Abstand von mindestens 5 cm wird vor der Wand ein Gerüst aus Holzständern von 4 x 6 cm oder besser aus 6 cm breiten Metallprofilen errichtet. Um eine Übertragung von Körperschall zu verhindern, muss diese Konstruktion schalltechnisch von den umgebenden Bauteilen - wie Decke, Wände und Fußboden - abgekoppelt werden. Das wird dadurch erreicht, dass zwischen Ständern und umgebenden Bauteilen jeweils lückenlos ein Streifen Filz (z. B. Rigips-Anschlussdichtung) oder Mineralwolle gelegt wird. Das Ziel muss sein, dass kein Teil der Ständer-Konstruktion an keiner Stelle direkten Kontakt mit Decke, Wänden und Fußboden hat. Eine Befestigung mit wenigen Schrauben erfolgt nur unter der Decke und auf dem Fußboden.

Zwischen den Ständern werden dann mehrere Lagen Holzweichfaser-Dämmplatten angebracht, bis eine Gesamtdicke von 6 cm erreicht ist. Die Dämmplatten müssen so angebracht werden, dass der Abstand zur Wand an allen Stellen eingehalten wird und so ein Luftzwischenraum von 5 cm hergestellt wird. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Platten absolut lückenlos eingebaut werden, es dürfen keinerlei Ritzen oder Fugen übrig bleiben. Selbst kleinste, nur 1 mm breite Ritzen können die Schalldämmung der gesamten Wand zunichtemachen.

Holzweichfaser-Dämmplatten haben aufgrund ihres großen Eigengewichtes sehr gute schalldämmende Eigenschaften. Dämm-Materialien, die zur Wärmedämmung verwendet werden, wie z. B. Polystyrol  (Styropor) oder Mineralwolle, sind sehr leicht und daher zur Schalldämmung nicht geeignet !

Der Abschluss zum Raum wird durch zwei Lagen Gipsfaserplatten, jede 15 mm dick, hergestellt. Dabei sollte die zweite Lage der Platten so verlegt werden, dass sich deren Fugen in der Mitte zwischen den Fugen der ersten Lage befinden. Durch das Gewicht der zwei Lagen Gipsfaserplatten und zusätzlich durch diese Art der Verlegung wird erreicht, dass die Oberfläche nicht wie eine Membran schwingen und Schallwellen weiterleiten kann. Auch diese beiden Lagen Gipsfaserplatten dürfen nicht dicht an Wände, Decke und Fußboden anschließen. Zwischen ihnen muss umlaufend ein Spalt von 1 cm Breite offen bleiben, der zum Schluss mit elastischer Acryl-Dichtungsmasse (kein Silicon!) verschlossen wird.

Nur die exakte und sorgfältige Ausführung dieser Trennwand in allen Einzelheiten garantiert eine zuverlässige Schalldämmung:
1.    Schalltechnische Abkopplung der Ständer-Konstruktion.
2.    Verwendung von Holzweichfaser-Dämmplatten als Auskleidung. Dämmstoffe, die zur Wärmedämmung verwendet werden, sind zur Schalldämmung nicht geeignet!
3.    Verwendung von Gipsfaserplatten anstelle von OSB- oder Spanplatten.
4.    Plattendicke von 15 mm.
5.    Versetzte und zweilagige Montage der Platten.
6.    Eine umlaufende offene Fuge. 

Angeblich gibt es eine Wandfarbe, die Schadstoffe in der Luft neutralisieren soll. Stimmt das, gibt es so etwas wirklich?

Wandfarben, die Schadstoffe in der Raumluft neutralisieren können, sind unseren Fachleuten nicht bekannt. Von Zeit zu Zeit tauchen immer mal wieder Berichte oder Werbeaussagen über Farben auf, denen außerordentliche Eigenschaften zugeschrieben werden. Diese sind aber bald wieder vom Markt verschwunden.

Es gibt nur zwei Anstrich-Typen, die einen gewissen Einfluss auf das Raumklima haben:

    1.    Wandfarben für Allergiker, die völlig frei von Schadstoffen sind
    2.    Innen-Silikatfarbe

Silikatfarben haben die gute Eigenschaft, den Vorgang des Feuchtigkeitsaustausches (Atmung) der Wände - im Gegensatz zu anderen Farben - in keiner Weise zu behindern. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann Feuchtigkeit von der Wand aufgenommen werden und später, wenn die Luftfeuchtigkeit geringer geworden ist, wieder an die Raumluft abgegeben werden.

Das Bindemittel von Innen-Silikatfarbe besteht aus Wasserglas. Dieses geht mit den Kalk- und Zementbestandteilen des Putzes eine feste chemische Verbindung ein, es verkieselt. Das bedeutet, das Innen-Silikatfarben ihre Pufferfunktion nur dann erfüllen können, wenn sie auf neu verputztem Untergrund aufgebracht wurden. Da  Silikatfarben kaum organische Bestandteile enthalten, sind sie ökologisch unbedenklich. Aufgrund ihrer Zusammensetzung sind sie stark alkalisch und behindern aus diesem Grund weitgehend die Bildung von Schimmel.  Silikatfarben lassen sich immer wieder mit dem gleichen Werkstoff überstreichen.

Ich möchte anstatt Fliesen Parkettboden. Kann ich den Fliesenboden aussparteln und darauf Parkett verlegen? Besteht die Gefahr, dass zwischen den Böden Feuchtigkeit entsteht?

Das Ausspachteln nur der Fugen des Fliesen-Fußboden wird vermutlich nicht ausreichen, da in der Regel die Oberfläche jeder einzelnen Fliese in sich nicht planeben ist, so dass die gesamte Fläche egalisiert werden muss. Dazu kommt die Frage der Haftung einer Ausgleichsmasse. Hier kann es je nach Fliesentyp Oberflächen geben, die eine absolut porenfreie Glasur haben, auf der eine Haftung kaum dauerhaft ist.

Die heute angebotenen Parkett- und Laminat-Beläge werden alle lose (schwimmend) im „Klickverfahren“ verlegt. Diese Klickverbindungen erfordern einen absolut ebenen und festen Untergrund, da einzelne Elemente sonst durchfedern und die Verbindungen sich lösen.

Je wärmer die Raumluft, desto höher ist die Luftfeuchtigkeit, denn warme Luft kann mehr Feuchtigkeit binden als kalte. Wenn nun warme Luft auf den kalten ungedämmten Fußboden trifft, bildet sich Kondenswasser (Schwitzwasser), das mit einem feinen Schleier die Oberfläche überzieht und daher kaum wahrnehmbar ist. Gefährlicher wirkt das Kondenswasser, das sich seitlich in den Fugen zwischen Belag und kalter Wand bildet. Dieses zieht zwischen den lose verlegten Belag und den Fliesen-Fußboden. Und da es hier nur schwer abtrocknen kann, wird sich bald Schimmel bilden.

Wie reinigt man einen Parkettboden, ohne ihn abschleifen zu müssen?

Die richtige Methode zu Reinigung eines Parkett-Fußboden ist von der Oberflächenbeschichtung abhängig. Je nachdem, ob diese versiegelt (lackiert), geölt oder gewachst wurde, muss verschieden gereinigt werden.

Reinigung von versiegeltem (lackierten) Parkett:

  • Grundreinigung mit einem Spezial-Reiniger (Grundreiniger/Wachsentferner usw.) der dem Wischwasser je nach Vorschrift zugesetzt wird.

  • Damit die Fugen nicht aufquellen, darf nur feucht gewischt werden. Wasserpfützen sind zu vermeiden.

  • Grobe Verunreinigungen wie z. B. schwarzer Schuhabrieb und Krusten von Pflegemitteln kann man mit einem mit Terpentin-Ersatz getränktem Lappen vorsichtig beseitigen.

Reinigung von geölten oder gewachsten Fußböden:

  • Fußböden nur mit Mob/Besen/Staubsauger reinigen,

 

  • falls erforderlich, nur nebelfecht wischen, niemals klar nachwischen,

  • dem Wischwasser nur vom Hersteller der Überzüge empfohlene Wischpflege zusetzen, verwenden Sie keine Neutralseife oder Spülmittel, auch keine Microfaser-Wischtücher, da diese die geölte/gewachste Oberfläche zerstören.

  • Kratzer lassen sich auf einem Holzfußboden niemals ganz vermeiden. Wer einen echten Holzfußboden möchte, muss mit Kratzern leben können. Trotzdem kann man versuchen etwas dagegen zu unternehmen:

Kratzer, hartnäckige (Wasser-)Flecken mit feinem Schleifpapier oder Schleifvlies leicht anschleifen, Fußboden-Öl oder –Wachs auf einen fusselfreien Lappen geben und damit die Schadstellen ausbessern, indem das Material leicht einpoliert wird.

Zum Schluss ein wichtiger Hinweis: Alle hier gemachten Angaben sind allgemeine Vorschläge. Da am Markt eine Vielzahl von Produkten angeboten werden, kann es vorkommen, dass Hersteller für die Verarbeitung Ihrer Produkte abweichende Anweisungen geben. Aus diesem Grund sollte immer die Gebrauchsanweisung aufmerksam gelesen werden!

Wir haben vor zwanzig Jahren Terracottafliesen verbaut. Nach und nach haben sich ein paar „Löcher“ aufgetan, die anfänglich als „Luftblasen“ zu identifizieren waren. Gibt es eine Füllmasse, um die Leerräume zu flicken und welches Pflegemittel für den Alltag würden Fachleute empfehlen?

Ursprünglich sind mit der Bezeichnung „Terracotta“ die toskanischen Tonziegelplatten gemeint, die aus der Region südlich von Florenz kommen. Geschützt ist diese Bezeichnung nicht. Daher kommt Terracotta oft aus anderen Ländern, z. B. aus Spanien. Nur „Cotto“ bezeichnet Tonziegelplatten italienischer Herkunft.

Die offenporigen Tonziegelplatten fühlen sich vergleichsweise warm an, da in den Scherben eingeschlossene Luftblasen die Körperwärme nicht sofort ableiten. Die offenporige und unglasierte Oberfläche hat aber zur Folge, dass sie trotz einer aufgebrachten Wachsschicht (Versiegelung) sehr empfindlich gegen Schmutz bleibt. Kenner sind der Ansicht, dass Terracotta-Böden „leben“ und mit der Zeit eine – wenn auch ungleichmäßige – Patina bekommen. Wer keine Flecken auf dem Boden ertragen kann, sollte sich deshalb nicht für Terracotta entscheiden. Das ist auch der Grund, warum dieser Tonziegel-Belag in der Regel für Küche und Bad kaum geeignet ist.

Da bei Terracotta die Glasurschicht fehlt, ist die Oberfläche auch empfindlich gegen mechanische Belastungen und Beschädigungen. Kratzer sind einfach unvermeidbar. Wenn man harte Gegenstände fallen lässt, muss man damit rechnen, dass einzelne Tonziegel-Platten zerbrechen oder splittern. Wie der Begriff „Tonziegel“ sagt, haben Terracotta-Platten mehr Gemeinsamkeiten mit normalen Mauerziegeln als mit Fliesen und Steinzeugplatten. Löcher können Sie mit „Bastel- oder Töpferton, terracotta-farbig“ ausfüllen. Sie erhalten diesen Ton auch „luftrocknend“ in Bastelgeschäften oder im Internet.

Leider gibt es keine Möglichkeit, stark verschmutzte Terracottaböden abzuschleifen oder zu „entwachsen“. Vermutlich helfen nur heißes Wasser, Seife, eine scharfe Bürste und viel Handarbeit. Gebäudereiniger benutzen oftmals Reinigungsmaschinen mit rotierenden Bürsten. Damit könnte man eine Grundreinigung weniger „schweißtreibend“ durchführen. Eine Garantie für eine absolut gleichmäßige und saubere Terracotta-Oberfläche kann jedoch niemand abgeben. Eine wie auch immer ausgeführte „Versiegelung“ der Oberfläche ist leider nicht möglich.

Für die Pflege von Terracotta-Fußböden sind uns keine speziellen Mittel bekannt. Wir nennen Ihnen nachstehend einige Anbieter von Pflegemittel für Natursteinböden, die vermutlich auch den Bereich Terracotta abdecken. Die Produkte dieser Firmen können Sie hauptsächlich in Fliesenfachgeschäften oder Natursteinbetrieben  erhalten (Fachgeschäfte/Fachhandwerksbetriebe). Da der Einsatz der Pflegemittel grundsätzlich eine ausführliche Beratung voraussetzt, werden Sie vermutlich diese Produkte in Baumärkten nicht erhalten können. Die aufgeführten Hersteller beraten Sie in der Regel telefonisch und weisen Ihnen Bezugsquellen nach.

Alpin-Chemie GmbH
Hindelanger Straße 29
87527 Sonthofen
Telefon: (0 83 21) 66 89 0
www.alpin-chemie.de


Lithofin Produkte GmbH
Postfach 11 34
73240 Wendlingen
Telefon: (0 70 24) 94 03 0
www.lithofin.de


MÖLLER-CHEMIE  Steinpflegemittel GmbH
Ziegeltaslstraße 2
93346 Ihrlerstein
Telefon: (0 94 41) 17 69 40
Beratungstelefon für Verbraucher: (0 18 05) 6 63 55 37
www.moeller-chemie.de


Patina Fala Beizmittel GmbH
Keferloher Straße 14 a
85540  Haar beim München
Telefon: (0 89) 4 30 10 07
www.patina.fala.de

Wir haben unsere Holzdielenboden aus Lärche vor 15 Jahren abschleifen und versiegeln lassen. Danach haben sich leider zwischen einigen Brettern starke Spalten ergeben. Wie können wir diese Fugen sachgerecht schließen?

Grundsätzlich ist es kaum möglich, die Fugen zwischen den Dielen eines Holzfußbodens dauerhaft zu verschließen. Ganz gleich, welchen Werkstoff Sie nehmen (Spachtelmasse, Holzkitt usw.) alles löst sich im Laufe der Zeit wieder. Die Ursachen dafür sind:

•    Das starke Ausdehnungs- und Schwundverhalten des Holzes („Holz arbeitet!“)
•    Das Durchfedern der Dielen beim Begehen
•    Schmutz, Lack- und Pflegemittelrest verhindern die langfristige Haftung
•    Eindringen von Wasser bei der Feuchtpflege

Trotzdem sollten Sie einen Versuch wagen: Mischen Sie Holzmehl – keine Sägespäne! – mit weißem Tischlerleim (z. B. Ponal) zu einer dicken Spachtelmasse. Damit füllen Sie die Risse aus. Während der Verarbeitung „übergeschmiertes“ Material muss mit einem feuchten Lappen/Schwamm sofort aufgewischt werden. Die Fugen müssen vor dem Einbringen der Spachtelmasse ausgekratzt und so weit wie möglich von Schmutz befreit werden.
Es ist dies eine einfache Methode, die Fugen zu verschließen, die man leicht wiederholen kann.

Gibt es eine Möglichkeit, Fliesen wie Parkettboden abzuschleifen und neu zu lackieren?

Vermutlich kann Ihnen die Beratung durch einen Hersteller von Spezialprodukten zum Reinigen, Schützen und Pflegen von Fußböden aus Keramik-Fliesen, Naturstein usw. weiterhelfen. Die Produkte dieser Firmen können Sie hauptsächlich in Fliesenfachgeschäften oder Natursteinbetrieben  erhalten (Fachgeschäfte/Fachhandwerksbetriebe). Da der Einsatz der Pflegemittel grundsätzlich eine ausführliche Beratung voraussetzt, werden Sie vermutlich diese Produkte in Baumärkten nicht erhalten können. Die hier aufgeführten Hersteller beraten Sie in der Regel telefonisch und weisen Ihnen Bezugsquellen nach:

Alpin-Chemie GmbH
Hindelanger Straße 29 – 87527 Sonthofen
Telefon:  (0 83 21)  66 89 0
F ax :   (0 83 21)  66 89 99
E-mail:    info@alpin-chemie.de

Internet:  www.alpin-chemie.de


Lithofin Produkte GmbH
Postfach 11 34
73240 Wendlingen
Telefon:   (0 70 24)  94 03 0
F ax :    (0 70 24)  94 30 40

Internet:   www.lithofin.de


MÖLLER-CHEMIE  Steinpflegemittel GmbH
Ziegeltaslstraße 2
93346 Ihrlerstein
Telefon:   (0 94 41)  17 69 40
Fax :    (0 94 41)  17 69  4 99
Beratungstelefon für Verbraucher: (01805) 663 55 37

E-mail:   
mail@moeller-chemie.de
Interent:  www.moeller-chemie.de
 


Patina Fala Beizmittel GmbH
Keferloher Straße 14 a
85540 Haar bei München
Telefon:   (0 89)  4 30 10 07
F ax :    (0 89)  4 39 47 03

E-Mail: info@patina-fala.de
Internet: www.patina.fala.de

Wir würden gern unsere holzvertäfelte Decke renovieren und dadurch aufhellen. Welche Möglichkeiten gibt es, auch in Bezug Farben?

Naturbelassenes Holz dunkelt nach. Das ist ein natürlicher Prozess, der sich durch keinerlei Maßnahmen aufhalten oder rückgängig machen lässt. Ein Anstrich mit einem farblosen Lack oder einer farblosen Lasur fördert das Nachdunkeln noch zusätzlich. Selbst wenn es gelänge, durch Abschleifen, Abbeizen oder Bleichen die Holzoberfläche aufzuhellen, würde nach einer gewissen Zeit der Prozess des Nachdunkelns wieder einsetzen.
Es ist dringend davon abzuraten, die Holzoberfläche mit einer Holzlasur (ganz gleich ob in weiß oder in einem hellen Farbton) zu streichen. Die Wirkung einer Lasur besteht darin, dass der ursprüngliche Holzuntergrund durch die Lasurschicht hindurchscheint. Das bedeutet, dass ein stark nachgedunkelter Holzuntergrund immer den Endfarbton des Lasuranstrichs bestimmt. Eine Aufhellung ist damit nicht zu erreichen.
Eine echte Alternative besteht darin, Holz- und Deckenverkleidungen mit einem deckenden weißen Anstrich aufzuhellen. Für diesen Zweck empfehlen wir eine Schnellrenovier- oder Isolierfarbe,  mattweiß, lösemittelhaltig (nicht wasserverdünnbar!)
Mit dieser Farbe erzielen Sie schnell und einfach gute Ergebnisse. Es ist keine spezielle Grundierung oder Vorstreichfarbe erforderlich. Schon mit zwei Anstrichen erreichen Sie ein zufriedenstellendes Ergebnis. Die Farbe trocknet schnell und spannungsfrei auf, ohne später abzuplatzen. Sie lässt sich einfach mit einer kurzflorigen Rolle verstreichen und bildet eine gleichmäßige tuchmatte Oberfläche.
Da Holz bekanntlich kein „toter“ Baustoff ist und ständig „arbeitet“, besteht allerdings, wie bei allen nachträglichen Holzanstrichen, die Gefahr, dass im Laufe der Zeit einzelne Fugen aufreißen können und der alte dunkle Untergrund durchscheint. Diese Stellen lassen sich jedoch mit einem schmalen Pinsel leicht überstreichen, ohne dass Ansätze erkennbar sind. Es empfiehlt sich daher nach Abschluss der Anstricharbeiten, einen kleinen Rest Farbe ein einem gut verschließbaren (Marmeladen-)Glas aufzubewahren.
Wir empfehlen Ihnen bewusst eine lösemittelhaltige Type, da Sie nur mit dieser ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen können. Bei einem Anstrich mit wasserverdünnbarer Farbe würden sich die Holzfasern aufstellen und eine raue Oberfläche bilden. Wir empfehlen Ihnen daher „Dupa-Inn“ von Caparol.
Nach der Anwendung von „Dupa-Inn“ kommt es in der Anfangsphase zum Abdunsten der Lösemittel. Das kann zur Geruchsbelästigung führen. Nach Ausdunsten der Lösemittel verbleibt oftmals noch ein leichter Geruch von Pflanzenölen. Dieser systembedingte Ölgeruch ist in den ersten 14 Tagen wahrnehmbar und klingt mit zunehmender Aushärtung der Pflanzenöle ab. Durch regelmäßige Lüftung kann dieser Zeitraum verkürzt werden. „Dupa-Inn“ lässt sich mit Universal-Abtönfarben (MIXOL) abtönen. Es können jedoch nur Pastell-Farbtöne erreicht werden. „Dupa-Inn“ erhalten Sie nur im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft)  – im Baumarkt vermutlich nicht.

Der Boden unseres Hauses ist mit Feinsteinzeug-Fliesen ausgelegt. Obwohl ich den Boden nach Bedarf immer wieder wische, habe ich in letzter Zeit bemerkt, dass sich Flecken bilden, die beim wischen nicht weggehen. Was kann ich tun, damit es nicht noch schlimmer wird?

Ohne genaue Kenntnis ihrer Feinsteinzeug-Fliesen können wir Ihnen leider keine verbindliche Auskunft geben. So wäre es z. B. wichtig zu wissen, ob die Fliesen säurefest sind. Dann könnten sie mit Essigreiniger und verdünntem Zementschleier-Entferner behandelt werden. Andernfalls müssten Sie einen säurefreien Grundreiniger verwenden.

Wir möchten Ihnen folgende Arbeitsweise vorschlagen:
1.    Grundreinigung
2.    Imprägnierung mit einem Spezial-Produkt
3.    Laufende Pflege mit „Wischpflege“ oder „Glanzpflege“.

Nachstehend finden Sie die Adressen von Herstellern, die Spezialprodukten zum Reinigen, Schützen und Pflegen von Fußböden aus Keramik-Fliesen, Naturstein usw. herstellen und anbieten.

Die Produkte dieser Firmen können Sie hauptsächlich in Fliesenfachgeschäften oder Natursteinbetrieben  erhalten (Fachgeschäfte/Fachhandwerksbetriebe). Da der Einsatz der Pflegemittel grundsätzlich eine ausführliche Beratung voraussetzt, werden Sie vermutlich diese Produkte in Baumärkten nicht erhalten können. Die aufgeführten Hersteller beraten Sie in der Regel telefonisch und weisen Ihnen Bezugsquellen nach.

Alpin-Chemie GmbH
Hindelanger Straße 29
87527 Sonthofen
Telefon: (0 83 21)  66 89 0
F ax : (0 83 21)  66 89 99
E-Mail: info@alpin-chemie.de
Internet: www.alpin-chemie.de

Lithofin Produkte GmbH
Postfach 11 34
73240 Wendlingen
Telefon: (0 70 24)  94 03 0
F ax : (0 70 24)  94 30 40
Internet: www.lithofin.de

MÖLLER-CHEMIE  Steinpflegemittel GmbH.
Ziegeltaslstraße 2
93346 Ihrlerstein
Telefon: (0 94 41)  17 69 40
F ax : (0 94 41)  17 69  4 99
Beratungstelefon für Verbraucher:  (0 18 05)  6 63 55 37
E-Mail: mail@moeller-chemie.de
Interent: www.moeller-chemie.de

Patina Fala Beizmittel GmbH.
Keferloher Straße 14 a
85540  Haar beim München
Telefon: (0 89)  4 30 10 07
F ax : (0 89)  4 39 47 03
E-Mail: info@patina-fala.de
Internet: www.patina.fala.de

Wir haben in unserem Wohnbereich dunkle Fliesen aus Feinstein. Der Handwerker, der den Boden verlegte, riet mir mit Essig zu putzen, was ich bisher noch nicht ausprobiert habe, auch weil ich durch die Säureeinwirkung bleibende Schäden erwarte. Haben Sie einen Tipp?

Einen Reinigungsversuch mit verdünntem Essig sollten Sie ruhig wagen. Sie sollten aber zuerst an einigen (nicht im Blickfeld liegenden) Fliesen einen Versuch machen. Möglicherweise kann Ihnen die Verbraucherberatung eines Pflegemittelherstellers weiterhelfen, wenn Ihnen das putzen  mit Essig zu unsicher ist. Unter www.dr-schutz.com finden Sie weitere Informationen.

Im Urlaub habe ich ein Bad gesehen, dessen Wände statt mit Fliesen mit Bodenbelag vollflächig beklebt war. Dadurch gab es keine lästigen Fugen und das Bad sah sehr elegant aus. Gibt es hierzu Erfahrungen, welche Beläge mit welchem Kleber verwendet werden können? Wo liegen die Schwierigkeiten?

Es ist durchaus möglich, an den Innenwänden einer Dusche statt Fliesen einen Fußbodenbelag anzubringen. Dabei ist folgendes zu beachten:

Wahl des Belages: Es sollten nur Kunststoff-(PVC/Vinyl)Beläge in Bahnen verlegt werden, die eine möglichst glatte, kaum profilierte Oberfläche haben. Das erleichtert die laufende Reinigung. Außerdem ist das Abdichten der Fugen sicherer herzustellen.

Untergrund: Vorhandene Fliesen sollte man nicht überdecken, da sich erfahrungsgemäß das Fugenbild im Laufe der Zeit abzeichnet. Eine geputzte Wandfläche muss fest und tragfähig sein, sie muss mit Tiefgrund vorgestrichen werden.

Der Belag kann mit einem handelsüblichen Fußbodenbelag-Kleber angebracht werden. Dabei wird der Kleber gleichmäßig mit einem Zahnspachtel auf die Wand aufgetragen, der Belag in das Kleberbett eingedrückt und fest angerieben.
Nach einer Trockenzeit von einigen Tagen können die Nähte oben, an den Seiten und am Duschbecken  mit Silicon-Dichtmasse, farblos abgedichtet werden. Dabei ist mit ganz besonderer Sorgfalt gerade im unteren Bereich vorzugehen, damit keine Feuchtigkeit hinter dem Belag einziehen kann. In den senkrechten Ecken werden Winkelprofile aus Aluminium (Baumarkt) ebenfalls mit Silicon-Dichtmasse eingeklebt.

Ganz besondere Sorgfalt erfordern die Rohrdurchgänge von Wasserhahn und Dusche. Diese müssen mit den im Sanitärbereich üblichen Kappen abgedichtet werden. Nur die Fugen zwischen Wand und Kappe können jeweils mit Silicon-Dichtmasse abgedichtet werden, denn diese darf nur im Millimeter-Bereich aufgetragen werden.   Das Abdichten größerer Fugen, von Zwischenräumen und Fehlstellen mit Silicon-Dichtmasse ist nicht möglich da diese im Laufe der Zeit schrumpft.

Wir möchten auf bestehenden Steinfliesen einen Laminatboden mit elektrischer Fußbodenheizung verlegen. Der darunter befindliche Kellerraum ist unbeheizt. Eine Trittschalldämmung wäre nicht zwingend erforderlich, so dass das Hauptaugenmerk auf der Wärmedämmung liegt. Wie könnte sich der Aufbau hinsichtlich Wärmedämmung unter der Fußbodenheizung darstellen? Im Raum hätten wir etwa 5-6 cm Luft nach oben.

Die Dicke des Dämm-Materials unter Fußbodenheizungen ist vom Gesamtaufbau und der Lage des Fußbodens im Gebäude abhängig. Die Mindest-Dämmstoffdicke die nicht unterschritten werden sollte, beträgt:

bei einem darunter liegendem beheiztem Raum: 
- Verwendung von Polystyrol-Hartschaum: 30 mmm                  
- Verwendung von Polyurethan-Hartschaum: 25 mm
 
bei darunter liegendem unbeheiztem oder bei nur teilweise beheiztem Raum:
- Verwendung von Polystyrol-Hartschaum: 50 mmm                  
- Verwendung von Polyurethan-Hartschaum: 40 mm

Vor dem Einbringen des Dämm-Materials muss der Untergrund mit einer Dampfsperre ausgelegt werden. Die Nähte sind mit Spezial-Klebeband luftdicht zu verkleben!
 
Bei der Auswahl und Verlegung des Laminat-Belages sind folgende Bedingungen zu beachten: Die Verlegung von Bodenbelägen aus Holz oder Holzwerkstoffen (Parkett, Massivholz-Dielen, Laminat) auf Fußbodenheizungen ist nicht ganz unproblematisch. Wie allgemein bekannt ist, „arbeitet“ Holz, d. h., es dehnt sich aus, schwindet, und es verwindet sich unter dem direkten Einfluss von Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen. Dazu kommt noch, dass Holz und Holzwerkstoffe schlechte Wärmeleiter sind, also gut gegen Kälte/Wärme abschirmen. Das bedeutet, dass bei der Verlegung auf einer Fußbodenheizung (im Vergleich z. B. zu Fliesen) die Wärmeabgabe aus dem Untergrund verzögert wird; die automatische Steuerung der Heizung reagiert nur noch langsam auf z. B. Sonneneinstrahlung oder auf die Fremdwärme, die durch eine größere Personenzahl eingebracht wird.
 
Außerdem bewirkt die Erhöhung des thermischen Widerstandes einen Energiemehr- verbrauch von bis zu 13%.  Es sollten nur Fußbodenbeläge verlegt werden, deren „Wärme-durchlasswiderstand“ den Wert von 0,015 m²k/W nicht übersteigt.
 
Aufgrund der großen Verbreitung von Fußbodenheizungen und den Wünschen zur Verlegung von Holz-Fußböden haben viele Hersteller nach Wegen gesucht, die oben aufgeführten Probleme zu lösen: Es wurden mehrschichtige Holzbeläge, Parkett- und Laminat-Typen entwickelt, die speziell zur Verlegung auf Fußbodenheizungen geeignet sind. Nur solche Beläge, die ausdrücklich vom Hersteller dafür zugelassen sind, sollten auf Fußbodenheizungen verlegt werden. Achten Sie zusätzlich darauf, dass der Wärmedurchlasswiderstand (siehe oben!) auf der Verkaufspackung angegeben ist und zusätzlich die Zulassung für Fußbodenheizungen nach DIN 4725 + DIN 44576.  Angaben wie: „Fußbodenheizung sollte nur als Zusatz-heizung verwendet werden“  reichen nicht aus!
 
In welcher Weise Holzbeläge auf Fußbodenheizungen verlegt werden sollten, hängt von der Herstellervorschrift ab. Je nach Angabe ist eine „Schwimmende Verlegung“ oder ein vollflächiges Verkleben (mit einem für Fußbodenheizungen geeigneten Kleber) möglich. Dabei ist zu beachten, dass es nachträglich aufgrund der oben aufgeführten speziellen Eigenschaften von Holz und durch raumklimatische Verhältnisse (Wechsel der Luftfeuchtigkeit) während der Heizperiode zur Fugenbildung kommen kann. Bei einer „Schwimmenden Verlegung“ dehnt sich und schwindet der Boden insgesamt. Aus diesem Grund ist darauf zu achten, dass an den umlaufenden Wänden ausreichende Dehnungsfugen vorhanden sind. Bei einer Verklebung erfolgt der Dehn- und Schwundprozess elementweise. Dabei können sich größere Fugen bilden, die im allgemeinen gleichmäßig verteilt sind. Sie stellen keinen Qualitätsmangel dar und müssen toleriert werden. Dabei spielt auch die Holzart eine Rolle. Je weicher ein Holz ist, desto mehr kann es sich ausdehnen und schwinden. Eiche, Kirsche, Nussbaum, Merbau oder Bambus sind daher besser geeignet als weiche Hölzer.
 
Beim Betrieb der Fußbodenheizung ist zu beachten dass die Temperatur nicht mehr als 30°C betragen darf.

Wie kann man abgenutzte Fliesen und die Badewanne "verschönern", ohne sie komplett auszutauschen?

F l i e s e n:

Es ist durchaus möglich, neue Fliesen auf einen vorhandenen alten Fliesenbelag – sowohl an den Wänden als auch auf dem Fußboden – zu kleben. Das ist eine ausgereifte und bewährte Technik, für die es entsprechende Spezialkleber gibt. Voraussetzung ist allerdings, dass der alte Belag absolut fest sitzt und dass er keine Risse oder andere Fehler (Abplatzungen) aufweist. Praktischerweise sollte man darauf achten, dass ein anderes Fliesenformat als vorher verwendet wird oder dass zumindest die Anordnung der neuen Fliesen so erfolgt, dass nicht Fuge auf Fuge liegt.

Daneben besteht die Möglichkeit, die Fliesen zu überstreichen:

Kunststoff-Beschichtungen für Fliesen sind schon seit über 20 Jahren im Handel erhältlich. Da diese Werkstoffe schon über so lange Zeit verwendet werden, liegen auch entsprechende Erfahrungen vor. Diese besagen, dass derartige Beschichtungen einen rein dekorativen Charakter haben. In Problembereichen, in Duschen, rund um Badewannen und Waschbecken ist ihre Haltbarkeit begrenzt. Dazu kommt noch, dass die Oberfläche der Kunststoff-Beschichtung sehr empfindlich ist gegen Reinigungsmittel aller Art. Sie darf nur mit klarem Wasser + Spülmittel gesäubert werden. Wasserflecken sind sofort abzutrocknen, damit es keine Kalkflecken gibt, die später kaum zu entfernen sind.

Neuerdings haben zwei Hersteller zusätzlich Spachtelmassen oder Glattbeschichtungen entwickelt, mit denen Fliesenfugen soweit ausgeglichen werden können, dass eine einheitlich glatte Fläche auf alten Fliesenbelägen geschaffen werden kann. Darauf lassen sich dann viele dekorative Techniken zur Wandgestaltung ausführen.

Beschichtungen für Fliesen gibt es von mehreren Herstellern. Bitte beachten Sie bei der Anwendung die Verarbeitungsanleitung, die jeder Packung beigefügt ist.

In Baumärkten finden Sie in der Regel das Produkt „MOLTO-Fliesenbeschichtung“, Hersteller:

  • ICI Paints Deco GmbH

Postfach 10 02 05 - 40702 H i l d e n

Telefon: (0 21 03) 2 05 – 8 00

internet: www.ici-paints.de

Im Farbenfachhandel finden Sie die Produkte der Firma:

  • Paul Jaeger GmbH & Co KG. – Lackfabrik

Siemensstraße 6 - 71696 Möglingen

Telefon: (0 71 41) 24 44 – 0

F A X : (0 71 41) 24 44 – 55

internet: www.jaegerlacke.de

e-mail: jaegerlacke@t-online.de

Sie liefert neben Badenwannen- und Fliesenlack einen Universal Fliesen- und Glättespachtel zum Glätten von Fliesenflächen.

Im Direktversand an Endverbraucher liefert die Firma

  • COELAN Flüssigkunststoffe GmbH & Co.

Boschstraße 14 – 16, 48653 Coesfeld,

Telefon-Nr.: (0 25 42) 9 20 – 0

F A X: (0 25 42) 9 20 – 4

internet: www.coelan.de

e-mail: coelan@coelan.de

Die Firma

  • ultrament GmbH Co. KG

Müllerstraße 8 - 46242 Bottrop

Hotline: (0 20 41) 69 09 – 39

Internet: www.ultramentde

E-Mail : info@ultrament.de

hat ein komplettes System zu Beschichtung von Fliesen entwickelt, mit dem sich eine Reihe von Gestaltungsmöglichkeiten verwirklichen lassen; so sind u. a. Glattbeschichtungen in vielen Farbtönen auch als Effektlasuren möglich. Weiter kann man mit diesem System erstmals Fliesenoberflächen mit Dekorputzen versehen. (Bezugsquellen für Endverbraucher können Sie im Internet erfahren.)

Badewanne:

Eine schadhafte oder unansehnlich gewordenen Badewanne muss nicht unbedingt komplett ausgetauscht werden. Das „Wanne in Wanne“-System hat sich in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt. Bei dieser Methode wird ein passender Einsatz aus Sanitär-Acryl in die alte Wanne eingesetzt. Spezialisten haben mehr als 100 verschiedene Modelle und Farben zur Verfügung, so dass ein exakt passender Einsatz eingebaut werden kann. Der hochwertige Wanneneinsatz wird mit nur geringem Platzverlust auf einem Spezial-Schaumbett direkt in die alte Wanne eingefügt. Ab- und Überlauf wird montiert und der Wannenrand mit einer dauerelastischen Silicon-Dichtmasse abgedichtet.

Das Sanitär-Acryl des neuen Wanneneinsatz ist allerdings nicht so robust wie eine Emaille-Oberfläche. Scheuernde Reinigungsmittel, die feinen Sand, Bimsmehl oder Ähnliches enthalten sollten nicht verwendet werden. Auch bei Essigreinigern ist Vorsicht geboten. Als Reinigungsmittel sollte nur Wasser + Spülmittel verwendet werden. Bei kalkhaltigem Wasser empfiehlt es sich, die Wanne nach jeder Benutzung sofort auszutrocknen, damit sich keine Kalkflecken bilden können. Sollte sich die Benutzung von Kalkentfernen nicht vermeiden lassen, muss sofort kräftig nachgespült werden.

Die „Wanne in Wanne“-Technik wird von vielen Betrieben angeboten, so dass auch auf diesem Gebiet ein Verdrängungswettbewerb stattfindet. Das hat zur Folge, das oftmals minderwertige Wanneneinsätze eingebaut werden. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass die Materialstärke sehr viel geringer ist als bei hochwertigem Sanitär-Acryl. Ganz schlimm ist es, wenn anstelle von Sanitär-Acryl Einsätze aus Hart-PVC eingebaut werden. Dieser Kunststoff ist aufgrund seiner Material-Eigenschaft eigentlich nicht für Wanneneinsätze geeignet.

Für einen Laien ist es natürlich nicht einfach, die Seriosität eines Anbieters zu beurteilen. Trotzdem gibt es einige Kriterien, die Aufschluss darüber geben können:

  • Vorsicht vor Billig-Angeboten, sogen. „Schnäppchen“.

  • Abrechnung nur aufgrund einer korrekte Rechnung.

  • Die Forderung nach einer Vorauszahlungen vor Arbeitsbeginn ist unseriös und sollte nicht geleistet werden.

  • Ein Angebot, die Mehrwert-Steuer zu erlassen, wenn sofort bar ohne Quittung gezahlt wird, ist unseriös.

  • Garantiezusagen über die 2-jährige gesetzliche Gewährleistung hinaus sind ebenfalls unseriös und rechtlich nicht haltbar.

  • Lassen Sie sich vor Auftragserteilung Referenzen geben und erkundigen Sie sich telefonisch, ob die Kunden mit der Einsatzwanne zufrieden sind.

Daneben besteht noch die Möglichkeit, eine alte Badewanne mit einer Kunststoff –Beschichtung aufzufrischen:

Kunststoff-Beschichtungen für emaillierte Stahlbadewannen gibt es schon seit vielen Jahren. Neuerdings kann man auch unansehnlich gewordene Acryl-Wannen mit einer Beschichtung verschönern.

Alle Badewannen-Beschichtungen müssen sehr sorgfältig ausgeführt werden, wenn sie halten sollen. Die Kunststoffschicht ist sehr empfindlich gegen Kratzer jeder Art sowie gegen Reinigungsmittel, die feinen Sand, Bimsmehl oder Ähnliches enthalten. Auch bei Essigreinigern ist Vorsicht geboten. Als Reinigungsmittel ist nur Wasser + Spülmittel geeignet. Bei stark kalkhaltigem Wasser empfiehlt es sich, die Wanne nach jeder Benutzung sofort auszutrocknen, damit sich keine Kalkflecken bilden können.

Badewannen-Beschichtungen für Stahl- und Acryl-Wannen liefert die Firma

Paul Jaeger GmbH & Co KG. – Lackfabrik

Siemensstraße 6 - 71696 Möglingen

Telefon: (0 71 41) 24 44 – 0

F A X : (0 71 41) 24 44 – 55

internet: www.jaegerlacke.de

e-mail: jaegerlacke@t-online.de

Die Produkte der Firma Jaeger finden Endverbraucher im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufs-enossenschaft).

Wie kann man seinen Holzfußboden von Holzwurmbefall befreien?

Wir möchten hier noch einmal unsere Leserberatung vom 20. 12. 2010 zitieren, der wir nichts hinzufügen können, da alle Fakten weiterhin gültig sind:

„Insekten sind, - wie auch Holz - Bestandteile des Naturkreislaufs. Wenn im Wald aus totem Holz mithilfe von Pilzen und Insekten Humus gemacht wird, finden wir das in Ordnung. Wenn verbautes Holz, das ja ebenfalls nicht mehr lebt, von Insekten befallen wird, sind wir damit nicht einverstanden.

Holzwürmern sind die Larven des „Nagekäfers“ und des „Hausbocks“. Umgangssprachlich macht man keinen Unterschied und nennt ihr Auftreten „Holzwurm-Befall“. Sie nisten sich zumeist in Holz im Innenbereich und in Möbeln ein. Die kreisrunden oder ovalen Löcher und die Ansammlung von Bohrmehl sind ein eindeutiges Zeichen für den Befall.

Nur tropische Hölzer wie z. B. Teak werden selten vom Holzwurm befallen. Wir sind jedoch der Meinung, dass es nicht erforderlich sein wird, den Holz-Fußboden auszutauschen. Aufgrund Ihrer Schilderung vermuten wir, dass eines oder mehrere der alten Möbelstücke befallen sind und quasi als „Holzwurm-Mutterschiff“ dienen. Möglicherweise wohnen Sie auch in einem älteren Haus, in dem hölzerne Bauteile befallen sind.

Ob die Möbel befallen sind, können sie ganz einfach feststellen, indem Sie die Möbel vollflächig auf Zeitungspapier stellen. Nach ca. 4 Wochen klopfen Sie ganz kräftig an die Möbel und untersuchen, ob Bohrmehl auf dem Zeitungspapier zu finden ist, wir vermuten, dass Sie fündig werden.

Nun kommt es darauf an, den Holzwurm wirkungsvoll zu bekämpfen. Dazu eignet sich am besten das chemische Verfahren durch geeignete Holzschutzmittel (Holzwurmtod). Diese speziellen Holzschutzmittel waren lange Zeit in Verruf geraten, weil sie giftige Wirkstoffe enthielten, die auch für Mensch und Tier (Wirbeltiere) schädlich waren. Nach dem Verbot dieser Wirkstoffe wurden neue entwickelt, die nur für Insekten schädlich sind. Sie greifen in den Häutungsvorgang der Insekten ein und verhindern damit deren Verpuppung, bevor sich ein vermehrungsfähiger Käfer entwickeln kann. Da bei sachgemäßem Einbringen des Holzschutzmittels (siehe unten!) sich dieses im Holz anreichert, wirkt es auch vorbeugend gegen einen Neubefall.

Die Bekämpfung des „Holzwurms“ in Möbeln und auch im Holz-Fußboden kann sehr erfolgreich durchgeführt werden, wenn das Holzschutzmittel mit einer Injektionsspritze (Einwegspritze) durch die Ausfluglöcher tief in die Fraßgänge eingebracht wird. Die Oberfläche wird nicht fleckig. Die Löcher werden nach der Behandlung mit Holzkitt oder Wachs verschlossen. Ein Anstreichen der Holzoberfläche mit dem Holzschutzmittel hat keine Wirkung.

Wir sind sicher, dass es Ihnen durch eine sorgfältige Bekämpfung gelingen wird, den Holzwurmbefall restlos zu beseitigen. Geeignete Holzschutzmittel (Holzwurmtod) werden sie kaum in Baumärkten finden. Wenden Sie sich an den Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft).“

Wie kann man eine getäfelte Decke aufhellen?

Wie Sie schon selbst erkannt haben, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, Ihre getäfelte Decke „aufzuhellen“:

  1. Anstrich

  2. Montage einer Verkleidung aus Gipskartonplatten.

Zu 1: Für diesen Zweck empfehlen wir eine

  • Schnellrenovier- oder Isolierfarbe, mattweiß,

lösemittelhaltig (nicht wasserverdünnbar!)

Mit dieser Farbe erzielen Sie schnell und einfach gute Ergebnisse. Es ist keine spezielle Grundierung oder Vorstreichfarbe erforderlich. Oftmals erreichen Sie bereits mit einem satten Anstrich ein zufriedenstellendes Ergebnis. Die Farbe trocknet schnell und spannungsfrei auf, ohne später abzuplatzen, sie ist scheuerbeständig. Sie lässt sich einfach mit einer kurzflorigen Rolle verstreichen und bildet eine gleichmäßige tuchmatte Oberfläche. Allerdings besteht die Gefahr – und das haben sich auch richtig erkannt – dass die Fugen aufreißen und der dunkle Untergrund erscheint. Die empfohlene „Schnellrenovier- und Isolierfarbe“ hat allerdings den Vorteil, dass man derartige Partien nachstreichen kann, ohne dass das auffällt.

Wir empfehlen Ihnen bewusst eine lösemittelhaltige Type, da Sie nur mit dieser ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen können. Bei einem Anstrich mit wasserverdünnbarer Farbe würden sich die Holzfasern aufstellen und eine raue Oberfläche bilden. Wir empfehlen Ihnen daher

  • Dupa-Inn“ von Caparol.

Nach der Anwendung von „Dupa-Inn kommt es in der Anfangsphase zum Abdunsten der Lösemittel. Das kann zur Geruchsbelästigung führen. Nach Ausdunsten der Lösemittel verbleibt oftmals noch ein leichter Geruch von Pflanzenölen. Dieser systembedingte Ölgeruch ist in den ersten 14 Tagen wahrnehmbar und klingt mit zunehmender Aushärtung der Pflanzenöle ab. Durch regelmäßige Lüftung kann dieser Zeitraum verkürzt werden.

„Dupa-Inn“ erhalten Sie nur im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufs-genossenschaft) – im Baumarkt vermutlich nicht.

Zu 2: Als Alternative bietet sich die Deckenverkleidung mit Gipskartonplatten an. Ob diese auf der Täfelung montiert werden soll, oder ob diese vorher entfernt werden muss, kann nur eine Prüfung vor Ort durch einen Innenausbau-Fachmann ergeben.

Wie kann man die Fugen von Holzdielen verschließen, um diese vor Schmutzablagerungen zu schützen?

Das Ausfüllen der Fugen zwischen den Eichendielen Ihres Fußbodens mit „Flüssigem Holz“, Spachtelmasse oder ähnlichen Produkten bringt kein zufriedenstellendes Ergebnis. Aufgrund des Ausdehnungs- und Schwundverhaltens der einzelnen Dielen würden die Fugen bald wieder aufreißen. Die einzige erfolgversprechende Methode ist das Ausfüllen der Fugen mit passgenauen Leisten aus Hartholz, die zusätzliche verleimt werden müssten.

Für den Schutz der Dielen empfehlen wir Ihnen die Beschichtung mit einem speziellen Fußboden-Öl oder Wachs. Diese Fußboden-Wachse sind genau so flüssig wie das Fußboden-Öl und lassen sich auch in gleicher Weise verarbeiten. Die Fußboden-Öle bestehen aus Pflanzenölen wie Leinöl und andere natürlichen Ölen und Naturharzen. Die Fußboden-Wachse bestehen aus Bienenwachs und hartem Pflanzenwachs, oftmals kombiniert mit Pflanzenölen und Naturharzen.

Grundvoraussetzung für das Ölen oder Wachsen Holz-Fußböden ist eine glatt geschliffene Oberfläche. Alte Fußböden müssen so total abgeschliffenen werden, dass deren Oberflächen völlig frei sind von irgendwelchen Rückständen, alten Farbschichten usw. Die Verarbeitung sollte wie folgt durchgeführt werden:

  • Der letzte Holzschliff sollte nicht mit zu feinem Schleifpapier durchgeführt werden. Ideal ist eine 80er Körnung. Beim Schleifen ist unbedingt auf ein gleichmäßiges Schleifbild zu achten.

  • Nach dem letzten Feinschliff: Fußboden staubfrei absaugen, auf optimale Raumtemperatur (+18-22°C) achten, Raum gut lüften, Stoßlüftung, keine Durchzug!

  • 1. Auftrag: Das Fußboden-Öl/-Wachs ist mit einem geeigneten Werkzeug (Rolle, Fußboden-Bürste) satt auf dem Boden aufzutragen. Material nicht in vorhandene Fugen sickern lassen.

  • Fußboden-Öl oder Wachs ca. 15 – 20 Minuten einziehen lassen.

  • Anschließend muss das Material eingearbeitet werden. Mit einer Einscheiben-Maschine (Filzpad- oder Schlingenteppichrest-Scheibe) gleichmäßig verteilen und ins Holz einarbeiten. Falls eine solche Maschine nicht zur Verfügung steht, kann man sehr gut einen sogen. „Bohnerblock“ verwenden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, einen Ziegelstein oder einen entsprechend großen Holzklotz mit Schleifvlies zu bespannen und das Öl in den Untergrund einzureiben. (Schleifvlies erhalten Sie im Farben-Fach- oder Großhandel)

  • Fußboden-Öl oder Wachs ca. 15 – 20 Minuten einziehen lassen.

  • Der Fußboden sollte schließlich satt getränkt/feucht sein aber nicht nass glänzen. Verbleibende Überschüsse/Pfützen mit einem saugfähigen Lappen aufnehmen, damit sich keine Glanzflecken bilden. Beachten sie bitte die unterschiedliche Saugfähigkeit der einzelnen Dielen.

  • Die spätere Gebrauchstüchtigkeit und die Glätte der geölten Holzoberfläche hängt ganz allein davon ab, wie tief das Öl ins Holz eingearbeitet wurde.

  • Bearbeitete Fläche 8 – 12 Stunden trocknen lassen (optimal +18 - 22°C und gute Belüftung).

  • 2. Auftrag: Da angeschnittene Holzfasern die Eigenschaft haben, sich aufzustellen, wenn sie mit Flüssigkeiten in Berührung kommen, kann es erforderlich sein, nach Trocknung des ersten Materialauftrags, einen Zwischenschliff vorzunehmen.

  • Anschließend erfolgt ein erneuter Materialauftrag, wie oben beschrieben, nur sparsamer. Das gilt ganz besonders für die Verwendung von Fußboden-Wachs. Je sparsamer der Wachsauftrag, desto widerstandsfähiger ist die Wachsschicht. Es dürfen sich keine kratzempfindlichen Schichten bilden!

  • Sollten einige Holzpartien wider Erwarten noch saugen, nur dort nass in nass Material nacharbeiten. Die gesamte Fläche anschließend nur leicht überreiben – nicht einarbeiten! Auf diese Weise erhält die Oberfläche einen gleichmäßigen Glanzgrad.

  • Anschließend den Boden 8 – 12 Stunden trocknen lassen. Frühestens nach 8 Tagen sind die aufgetragenen Fußboden-Öle oder Wachse ausreichend abgebunden, dass sie uneingeschränkt genutzt werden können.

  • Achtung, unbedingt beachten: Nach Beendigung der Arbeiten dürfen ölgetränkte Lappen nicht ohne weiteres im Hausmüll entsorgt werden. Es besteht die Gefahr der Selbstentzündung! Aus diesem Grund ist es erforderlich vor der Entsorgung, den Lappen gründlich mit Wasser zu tränken.

Zum Schluss ein wichtiger Hinweis: Alle hier gemachten Angaben sind allgemeine und unverbindliche Vorschläge. Da am Markt eine Vielzahl von Produkten angeboten werden, kann es vorkommen, dass Hersteller für die Verarbeitung Ihrer Produkte abweichende Anweisungen geben. Aus diesem Grund sollte immer die Gebrauchsanweisung aufmerksam gelesen werden!

Wie schleift und versiegelt man einen Korkboden?

Kork wird immer als ein sehr sympathisches Material empfunden – warm vom Aussehen und Fühlen – mit einer als angenehm empfundenen Elastizität. Darüber hinaus ist Kork umweltfreundlich; - ein nachwachsender Rohstoff. Die Rinde der Korkeiche lässt sich alle 8 – 10 Jahre schälen, ohne dass der Baum Schaden nimmt.

Neben dem bekannten Einsatz als Flaschenkorken erfreuen sich Wand- und Fußbodenbeläge aus Kork großer Beliebtheit. Zur Herstellung von Fußbodenbelägen aus Kork ist folgendes zu sagen:

Aussehen: Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Typen: Decorkork und Presskork.

Decorkork wird wie folgt gewonnen: Die beim Schälen der Korkeiche gewonnene Rinde wird in gleichmäßig große Stücke zerteilt, die unter Hitze und Druck zu Blöcken gepresst werden. Daraus werden Platten und Furniere geschnitten, die anschließend weiter zu Fußboden- oder Wandbelägen verarbeitet werden. Die unterschiedlichen Muster entstehen aus verschiedenen Sortierungen der verpressten Rindenstücke.

Presskork wird wie folgt hergestellt: Die bei der Verarbeitung von Korkrinde anfallenden kleineren Stücke werden zu verschieden großen Granulatkörnungen vermahlen und dann ebenfalls zu Blöcken verpresst und in Platten aufgeschnitten.

Kork-Fußbodenbeläge: Zur Herstellung verschiedener Arten von Fußbodenbelägen werden sowohl Decorkork als auch Presskork verwendet.

  • Homogene Beläge sind Platten, die aus einem Block Presskork geschnitten wurden. Sie bestehen durchgehend aus dem gleichen Material und sind 4, 6 oder 8 mm dick.

  • Teilhomogene Beläge bestehen aus einer Unterlage aus Presskork, auf die als Laufschicht ein 2 – 3 mm dickes Furnier aus Decorkork geklebt wurde.

Beide Belagstypen werden auf dem Unterboden fest verklebt. Dafür wurden umweltfreundliche und lösemittelfreie Kleber entwickelt.

  • Kork-Parkett: Hier wird auf eine Trägerplatte aus Holzwerkstoff eine Laufschicht von 2,8 – 3,5 mm Dicke aus Decor- oder Presskork geklebt. Als Gegenzug ist auf der Rückseite eine 1,8 – 2,0 mm dicke Schicht Presskork verleimt. Dieses Kork-Parkett gibt es mit Nut- und Federkanten, die bei der „schwimmenden Verlegung“ verleimt werden müssen. Als neuste Entwicklung wird auch Kork-Parkett mit „Klickverschluss“ angeboten, dessen einzelne Elemente ohne Leim nur noch zusammengesteckt werden müssen.

Bei jenen Kork-Beläge, deren Laufschicht nur ca. 3 mm dick ist, besteht die Gefahr, dass diese Schicht besonders bei maschinellem Schleifen, beschädigt wird. Ohne Risiko lassen sich also nur homogene Korkbeläge schleifen, die durchgehend aus dem gleichen Material bestehen.

Oberflächenbehandlung: Da Natur-Korkoberflächen gering strapazierfähig und fleck-anfällig sind, müssen sie entsprechend geschützt werden. Dazu gibt es verschiedene Verfahren:

  1. Versiegeln mit lösemittelhaltigem PUR-Lack. Das ist eine Methode für stark strapazierte Beläge, die zusätzlichen Feuchtigkeits-Belastungen ausgesetzt sind.

  2. Versiegeln mit einem lösmittelfreien „Wasserlack“.

  3. Oberflächenbehandlung mit umweltfreundlichen Naturharz-Produkten. Einige bekannte Hersteller liefern erprobte Systeme für die Korkbehandlung.

  4. Oberflächenbehandlung mit Spezial-Hartwachsen oder –Ölen.

Beachten Sie bitte die Gebrauchsanleitungen und Verarbeitungshinweise der einzelnen Produkte!

Wie kann man eine Holzverkleidung aufhellen?

Um die Holzdecken aufzuhellen, möchten wir dringend davon abraten, deren Ooberflächen mit einer Holzlasur (ganz gleich ob in weiß oder in einem hellen Farbton) zu streichen. Die Wirkung einer Lasur besteht darin, dass der ursprüngliche Holzuntergrund durch die Lasurschicht hindurchscheint. Das bedeutet, dass ein stark nachgedunkelter Holzuntergrund immer den Endfarbton des Lasuranstrichs bestimmt. Eine Aufhellung ist damit nicht zu erreichen.

Eine echte Alternative besteht darin, Holz- und Deckenverkleidungen mit einem deckenden weißen Anstrich aufzuhellen. Für diesen Zweck empfehlen wir eine

  • Schnellrenovier- oder Isolierfarbe, mattweiß,

lösemittelhaltig (nicht wasserverdünnbar!)

Mit dieser Farbe erzielen Sie schnell und einfach gute Ergebnisse. Es ist keine spezielle Grundierung oder Vorstreichfarbe erforderlich. Schon mit zwei Anstrichen erreichen Sie ein zufriedenstellendes Ergebnis. Die Farbe trocknet schnell und spannungsfrei auf, ohne später abzuplatzen. Sie lässt sich einfach mit einer kurzflorigen Rolle verstreichen und bildet eine gleichmäßige tuchmatte Oberfläche.

Da Holz bekanntlich kein „toter“ Baustoff ist und ständig „arbeitet“, besteht allerdings, wie bei allen nachträglichen Holzanstrichen, die Gefahr, dass im Laufe der Zeit einzelne Fugen aufreißen können und der alte dunkle Untergrund durchscheint. Diese Stellen lassen sich jedoch mit einem schmalen Pinsel leicht überstreichen, ohne dass Ansätze erkennbar sind. Es empfiehlt sich daher nach Abschluss der Anstricharbeiten, einen kleinen Rest Farbe ein einem gut verschließbaren (Marmeladen-)Glas aufzubewahren.

Wir empfehlen Ihnen bewusst eine lösemittelhaltige Type, da Sie nur mit dieser ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen können. Bei einem Anstrich mit wasserverdünnbarer Farbe würden sich die Holzfasern aufstellen und eine raue Oberfläche bilden. Wir empfehlen Ihnen daher

  • Dupa-Inn“ von Caparol.

Nach der Anwendung von „Duap-Inn kommt es in der Anfangsphase zum Abdunsten der Lösemittel. Das kann zur Geruchsbelästigung führen. Nach Ausdunsten der Lösemittel verbleibt oftmals noch ein leichter Geruch von Pflanzenölen. Dieser systembedingte Ölgeruch ist in den ersten 14 Tagen wahrnehmbar und klingt mit zunehmender Aushärtung der Pflanzenöle ab. Durch regelmäßige Lüftung kann dieser Zeitraum verkürzt werden.

„Dupa-Inn“ erhalten Sie nur im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufs-genossenschaft) – im Baumarkt vermutlich nicht.

Wie saniert man Kork-Fußbodenbelag?

Es gibt verschiedene Typen von Kork-Fußbodenbelägen. Zu deren Herstellung sowohl Decorkork als auch Presskork verwendet.

  • Homogene Beläge sind Platten, die aus einem Block Presskork geschnitten wurden. Sie bestehen durchgehend aus dem gleichen Material und sind 4, 6 oder 8 mm dick.

  • Teilhomogene Beläge bestehen aus einer Unterlage aus Presskork, auf die als Laufschicht ein 2 – 3 mm dickes Furnier aus Decorkork geklebt wurde.

Beide Belagstypen werden auf dem Unterboden fest verklebt.

Wenn Ihr Kork-Fußbodenbelag zu den „Teilhomogenen Belägen“ gehört, ist eine vorsichtige Sanierung der Schäden möglich:

  • Leichte Unebenheiten lassen sich im vorsichten Handschliff egalisieren.

  • Bei größeren Beschädigungen wird aus der Laufschicht die schadhafte Stelle mit einem scharfen Messer herausgeschnitten und ein unbeschädigtes Stück eingepasst.

Spachtelmassen, die nach dem Austrocknen die Elastizität von Kork haben, gibt es nicht, so dass diese Methode nicht durchführbar ist.

Wenn es Ihnen gelingt, die beschädigte Oberfläche eines „Teilhomogenen Belages“ zu sanieren, dann können Sie darauf nur Beläge verwenden, die lose verlegt werden können, da jede Verklebung die Elastizität und Abfederung nach unten erheblich einschränkt. Es kommen daher nur Parkett, Laminat oder Linoleum/Vinyl auf Trägerplatte infrage. Diese Beläge müssen alle lose (schwimmend) verlegt werden.

  • Kork-Parkett: Hier wird auf eine Trägerplatte aus Holzwerkstoff eine Laufschicht von 2,8 – 3,5 mm Dicke aus Decor- oder Presskork geklebt. Als Gegenzug ist auf der Rückseite eine 1,8 – 2,0 mm dicke Schicht Presskork verleimt. Dieses Kork-Parkett gibt es mit Nut- und Federkanten, die bei der „schwimmenden Verlegung“ verleimt werden müssen. Als neuste Entwicklung wird auch Kork-Parkett mit „Klickverschluss“ angeboten, dessen einzelne Elemente ohne Leim nur noch zusammengesteckt werden müssen.

Aufgrund der dünnen Laufschicht ist eine wie oben beschriebene Sanierung bei dieser Belagstype sicherlich möglich aber nicht sinnvoll. Die dünne Korkschicht hat weder wärmedämmende noch schalldämmende Eigenschaften. Das „weiche Gehen“ wird bezweifelt.

In meinem Neubau hat sich hinter den Fußleisten, die mit Montagekleber am Putz befestigt wurden, Schimmel gebildet. Wie kann man dagegen vorgehen?

Bauteile wie Fußleisten werden in der Regel nicht vollflächig verklebt. Der Montagekleber wird aus der Kartusche in „Würsten“ oder „Wülsten“ auf die Rückseiten der Leisten aufgebracht die dann anschließend mehr oder minder kräftig an die Wand gedrückt werden. Bei dieser Montagemethode werden immer Bereiche nicht mit Kleber benetzt, das heißt es bleiben zwischen Leiste und Wand feine Ritzen und Spalten offen.

Hier tritt jetzt der sogen. „Kapillar-Effekt“ auf. Die feinen Ritzen und Spalten saugen aufgrund der Adhäsionskraft Feuchtigkeit aus der Luft auf und halten diese fest. Feuchtigkeit, die nicht abtrocknen kann, ist ein idealer Nährboden für Schimmel.

Um Schimmelbildung an dieser Stelle zu verhindern, ist es ratsam, die Fußleiste durch Schrauben anzubringen, mit denen man einen größeren und gleichmäßigen Anpressdruck erreichen und die Ritzen- und Spaltenbildung vermeiden kann. Eine Alternative könnte darin bestehen, dass direkt unter der Oberkante der Fußleiste ein durchgehender Wulst Montagekleber aufgebracht wird, der wie eine Abdichtung wirkt.

Kann man die Stufen einer alten Holztreppe austauschen und breitere Stufen einsetzen?

Die Verbreiterung von Treppenstufen ist nur möglich, wenn die gesamte Geometrie der Treppe geändert wird. Das heißt: Der Anstieg ändert sich, die Treppenwangen müssten ausgetauscht werden. Das hätte vermutlich zusätzlich auch eine Vergrößerung der Deckenöffnung zur Folge.

Sie können das ganz einfach erkennen, wenn Sie eine Zeichnung im Maßstab 1:10 machen, welche die Treppenstufen in einer Ebene (auf dem Papier) abbildet. Es zeigt sich ganz klar, dass jede Vergrößerung der Stufen eine Vergrößerung des Raumbedarfs zur Folge hat. Oder, legen Sie ganz einfach je ein Stück feste Pappe in der gewünschten Größe auf zwei Stufen und sie werden ganz schnell merken, dass eine Vergrößerung nicht praktikabel ist.

Selbstverständlich sollten sie versuchen, mindestens auf einer Seite, ein Geländer in der gesamten Länge der Treppe anzubringen.

Ist es möglich, Korkboden, der sich aufrgrund unterschiedlicher Lichteinwirkungen verfärbt hat, zu streichen?

Von einem Anstrich Ihres Korkfußbodens möchten wir dringend abraten. Kork hat – wie bekannt - eine sehr große Elastizität. Es gibt keine Farbe welche die gleiche Elastizität aufweist und zusätzlich noch so widerstandsfähig ist, dass man darauf herumlaufen kann.

Ein zusätzliches Problem ist die Haftung eines Anstrichs auf dem Kork-Untergrund. Möglicherweise ist die Korkoberfläche versiegelt, geölt oder gewachst. Auf solchen Flächen kann kein Anstrich langfristig haften.

Den Effekt der Verfärbung hätten Sie voraussehen können. Es ist allgemein bekannt, dass Holz unter dem Einfluss von Sonnenlicht nachdunkelt; und Kork ist ja nichts weiter als Baumrinde, also auch eine Art Holz. Wir möchten Ihnen empfehlen, einfach abzuwarten, bis die jetzt hellen Stellen durch die natürliche Lichteinwirkung dunkler werden. Mit einem wie auch immer gearteten Anstrich bekommen Sie nur Ärger.

Welche Fußbodenbeläge können auf einer Fußbodenheizung verlegt werden?

Auf einer Fußbodenheizung können fast alle hochwertigen Fußbodenbeläge verlegt werden. Wichtig ist die Beachtung des Wärmedurchlasswiderstands, der nicht mehr als 0,15 m²K/W betragen sollte. Die Werte für keramische und Natursteinböden liegen erheblich darunter. Sie sind daher für Fußbodenheizungen besonders gut geeignet.

Alle anderen Belagstypen, wie Teppichboden, Kork, Holz oder Holzwerkstoff (Laminat), leiten die Wärme vergleichsweise schlecht. Sie können davon ausgehen, dass es keinen merkbaren Unterschied zwischen einem Teppichbelag und Laminat gibt.

Hier sollten Sie vor dem Kauf unbedingt darauf achten, dass der Wärmedurchlasswiderstand von 0,15 m²K/W nicht überschritten wird. Es wurden mehrschichtige Holzbeläge, Parkett- und Laminat-Typen entwickelt, die speziell zur Verlegung auf Fußbodenheizungen geeignet sind. Nur solche Beläge, die ausdrücklich vom Hersteller dafür zugelassen sind, sollten auf Fußbodenheizungen verlegt werden. Achten Sie zusätzlich darauf, dass der Wärmedurchlasswiderstand (siehe oben!) auf der Verkaufspackung angegeben ist und zusätzlich die Zulassung für Fußbodenheizungen nach DIN 4725 + DIN 44576. Angaben wie: „Fußbodenheizung sollte nur als Zusatzheizung verwendet werden“ reichen nicht aus!

Wodurch können in kürzlich sanierten Häusern Rissbildungen entstehen?

Vermutlich ist die Ursache für die Rissbildungen im Haus statisch bedingt. In Ihrem Haus ist Bewegung, die sich in den Rissen manifestiert. Diese Tatsache wird beispielsweise durch Rissbildungen in Fliesen unterstrichen. An den Wänden können Sie die Risse versuchen zu kaschieren, in dem Sie die Risse auskratzen ausspachteln und mit einem breiten Streifen Glasfaser- und Kunststoff-Gewebe überkleben. Anschließend kann neu geputzt werden. Mit Dichtungsmassen gleich welcher Art werden Sie keinen Erfolg haben.

Rissbildungen im Bereiche von Holzplatten und Abflussrohren beruhen oft auf dem unterschiedlichen Ausdehnungs- und Schwundverhalten von Holz, Putz und Mauerwerk. Verfärbungen deuten daraufhin, dass sich im Bereich des Abwasserrohres Schwitzwasser auf der Wand bildet. Aus diesem Grund sollte das Rohr mit Mineralwolle oder Montageschaum isoliert werden.

Bei einer Generalsanierung empfiehlt sich, nach dem Entfernen des Materials (zB. Rauputz), die Wände ganzflächig mit einem Glasfasergewebe (Schwedengewebe) zu bekleben und mit Innen-Silikatfarbe zu streichen. Das Gewebe gibt es in vielen verschiedenen dekorativen Mustern im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft).

Warum werden oft nur noch MDF oder HDF-Platten als Trägermaterial angeboten?

Die Technologie, MDF- oder HDF-Platten als Unterbau zu entwickeln, resultierte aus der stürmischen Entwicklung von Laminat. Hier hat man in den vergangenen 15 Jahren so viel Erfahrung gesammelt, dass das MDF- oder HDF-Trägermaterial in einer Vielzahl von Fußbodenbelägen mit Erfolg verwendet wird, z. B. für: Fertig-Parkett, Kork, Linoleum, Teppichboden, Vinylbeläge, Natursteine usw. Dazu beigetragen hat u. a. die Entwicklung der Klick-Verschlüsse und die Ausrüstung einiger Belagstypen gegen Feuchtigkeit, so dass diese auch in Feuchträumen, Küchen und Bädern verlegt werden können.

Wie strapazierfähig ist mein Laminatboden?

Nach der neusten europäischen Norm für Laminatböden (EN 13329) gibt es sechs Beanspruchungsklassen, die nach Ziffern unterschieden werden. Auf der Verpackung werden diese mit Bildsymbolen wie folgt gekennzeichnet.

  • Wohnen, Haussymbol, Ziffer 21: Geringe Nutzung im Wohnbereich, z. B. Schlaf- oder Gästezimmer.

 

  • Wohnen, Haussymbol, Ziffer 22: Mäßige Nutzung im Wohnbereich, z. B. Wohn- und Esszimmer, Innenflure.

  • Wohnen, Haussymbol, Ziffer 23: Starke Nutzung im Wohnbereich, z. B. Treppenhaus, Eingangsflure.

  • Gewerbe, Fabriksymbol, Ziffer 31: Geringe Nutzung im Gewerblichen Bereich, z. B. Hotelzimmer, Konferenzräume, Kleinbüros.

  • Gewerbe, Fabriksymbol, Ziffer 32: Mäßige Nutzung im Gewerblichen Bereich, z. B. Büros, Kindergärten, Boutiquen, Warteräume.

  • Gewerbe, Fabriksymbol, Ziffer 33: Starke Nutzung im Gewerblichen Bereich, z. B. Schulen, Kaufhäuser, Großraumbüros usw.

Für den normalen Einsatz empfiehlt sich die Beanspruchungsklasse 23/31. Rollstuhlfest ist nur die Beanspruchungsklasse 33.

Sicherheit beim Kauf bieten noch zusätzlich das RAL-Gütezeichen der Gütegemeinschaft „Laminat-Fußboden e. V.“ und das EPLF-Logo der europäischen Laminathersteller.

Wie saniert man eine alte Sandsteinmauer im Wohnbereich, die zusätzlich Salpeterausblühungen vorweist?

Die Sandsteinmauer im Wohnbereich können Sie mit folgenden Werkstoffen imprägnieren und die Oberfläche festigen:

  • Silikonharz farblos

  • Siloxane farblos.

Sie erhalten diese Produkte im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft) oder Baustoff-Großhandel, nicht in Baumärkten.

Das Auftreten von Salzausblühungen (Salpeter) und weißen Schleiern ist immer ein Zeichen dafür, dass sich Feuchtigkeit im Mauerwerk befindet. Diese drängt zum Verdunsten an die Außenseite. Bei diesem Vorgang werden Salze, die aus Mörtel und Steinen herausgelöst wurden, an die Oberfläche transportiert, wo sie auskristallisieren. Das Salz der Ausblühungen ist gesundheitlich unbedenklich.

Es müssen also an irgendeiner Stelle des Hauses Lecks vorliegen, durch die Wasser in das Mauerwerk eindringen kann. Anders sind die Salzausblühungen nicht zu erklären.

Um die Ausblühungen zu verhindern, müssen Sie also versuchen, diese Fehlstelle(n) aufzuspüren und sie abzudichten. Die Salzausblühungen und weiße Schleier lassen sich mit „Zementschleier-Entferner“ beseitigen. Diese Arbeiten sollten vor der oben besprochenen Imprägnierung erfolgen.

Ein gesundheitlich unbedenkliches Mittel um Schimmel wirksam und zuverlässig abzutöten ist reiner Alkohol (Brennspiritus). Allerdings reicht es nicht aus, die befallenen Flächen oder Teile damit nur leicht zu benetzen (einsprühen). Der Alkohol muss satt aufgetragen werden und längere Zeit einwirken. Dabei ist zu beachten, dass dabei Alkoholdämpfe entstehen, die hoch explosiv sind. Aus diesem Grund muss bei offenen Fenstern (Durchzug) gearbeitet werden. Selbstverständlich darf dabei auch nicht geraucht werden (Explosionsgefahr!).

Essig oder Essigreinigern sind zum Abtöten von Schimmelpilzen nicht geeignet. Man erreicht mit ihnen zwar gute Reinigungsergebnisse, sie schaffen jedoch wieder günstige Lebensbedingungen für die überwiegend säureliebenden Schimmelpilze.

Grundsätzlich ist jedoch folgende Tatsache zu beachten: Es gibt kein Mittel, dass Schimmel auf Dauer abtötet. Grundvoraussetzung für eine dauerhafte Neutralisierung ist die Abwesenheit von Feuchtigkeit. Nur in einer ausreichend trockenen Umgebung können Schimmelpilze nicht überleben.

Kann man ohne Bedenken neue Kalzium-Silikat-Platten auf alte Gipskartonplatten kleben?

Unter der Voraussetzung, dass die alten Gipskartonplatten fest sitzen, können Sie unbedenklich Kalzium-Silikat-Platten darauf verkleben. Das erfolgt am sichersten vollflächig mit einem Dispersions-Baukleber. Der Untergrund sollte vorher sicherheitshalber mit einem Tiefgrund (lösemittelhaltig) grundiert werden. Wenn möglich (Platzbedarf) sollte die Plattendicke allerdings 15 – 20 mm betragen.

Ist das Halten von Katzen o.ä. ein Problem bei Boden aus Holzdielen? Kann man mit Lasierungen oder Dichtungsmasse Abhilfe schaffen?

Wenn Sie die Holzfußböden Ihrer Wohnung „katzenfest“ machen möchten, sollten Sie Folgendes beachten:

Urin und Mageninhalt von Katzen sind aggressiv und würden eine – auch mehrfache – Lasierung angreifen. Nur eine zwei- bis dreifache Beschichtung mit farblosem Polyurethan-Lack wäre ausreichend widerstandsfähig. Dazu wäre es aber erforderlich, die Holzfußböden restlos bis aufs blanke Holz abzuschleifen. Nur dann ist eine Haltbarkeit gegeben.

Um die Haftung einer Dichtungsmasse zu gewährleisten, müssen die Fugen zwischen den Dielen bis aufs rohe Holz restlos von Schmutz, Bohnerwachsresten, Farben usw. befreit werden und die Fugen gleichfalls mit dem Lack ausgestrichen werden. Selbst wenn das gelingt, gibt es für die Haltbarkeit keine Garantie, denn in einem Holzfußboden ist immer Bewegung, die Dielen federn beim Darüberlaufen, außerdem hat Holz ein großes Ausdehnungs- und Schwundverhalten („Holz arbeitet“).

Ich möchte die Farbe der Fliesen in meinem Haus, die über einer Fußbodenheizung liegen, ändern. Geht dies ohne die Fliesen komplett auszutauschen und eventuell die Heizung zu beschädigen?

Leider gibt es keine Möglichkeit, den Farbton der Fliesen auf Ihrer Fußbodenheizung zu verändern. Die einzige Möglichkeit, eine Veränderung zu schaffen, besteht darin, neue Fliesen auf die alten zu kleben.

Das ist eine ausgereifte und bewährte Technik, für die es entsprechende Spezialkleber gibt. Voraussetzung ist allerdings, dass der alte Belag absolut fest sitzt und dass er keine Risse oder andere Fehler (Abplatzungen) aufweist. Praktischerweise sollte man darauf achten, dass ein anderes Fliesenformat als vorher verwendet wird oder dass zumindest die Anordnung der neuen Fliesen so erfolgt, dass nicht Fuge auf Fuge liegt. Die Wärmeabgabe der Fußboden-heizung wird dadurch nicht eingeschränkt. Es erfolgt nur eine Zeit-Verzögerung in der Aufwärmphase.

Wie lässt sich eine Treppe aus Betonwerksteinplatten neu gestalten?

Die einzige Möglichkeit, das Aussehen des Fußbodens Ihrer Treppe zu verbessern, ist, ihn mit einem Vinyl-Fußbodenbelag zu bekleben. Dieser Fußbodenbelag wird in vielen verschiedenen Dessins und Farben angeboten. Der Belag ist strapazierfähig, trotzdem relativ dünn und trägt nicht stark auf. Allerdings erfordert er, bedingt durch die geringe Dicke, einen absolut glatten Untergrund. Das bedeutet, dass die vorhandenen Betonwerksteinplatten absolut plan verlegt sein müssen. Hervorstehende Fugen oder Ecken würden sich sonst im Vinylbelag abzeichnen. Vermutlich wird es erforderlich sein, in jedem Fall die Fugen mit einer Spezialspachtelmasse zu egalisieren und auszufüllen.

Wie entfernt man Kalk von Fliesen im Badezimmer?

Im Gegensatz zu der hartgebrannten Oberfläche der Fliesen, sind die Fugen poröser und nehmen mehr Feuchtigkeit auf. Die Behandlung mit Salz und Essig greift zusätzlich die Substanz des Fugenmörtels an. Dazu kommt, dass in der Regel die Fugen gegenüber der Fliesenoberfläche leicht vertieft sind. Da alles hat zur Folge, dass die Fliesenfugen länger feucht bleiben. Das stark kalkhaltige Wasser in Ihrer Gegend fördert die Bildung von Rückständen, wenn die Feuchtigkeit nur langsam abtrocknet.

Die einzige Möglichkeit, diese unschönen Erscheinungen zu verhindern, besteht darin, den Fliesen-Fußboden in beispielsweise Ihrer Dusche nach jedem Gebrauch trocken zu reiben. Mit alten oft gewaschenen Frotteehandtüchern erreichen Sie die besten Ergebnisse.

Lassen sich Vinyl-Fußbodenbeläge auf Teppich oder Fliesen verlegen?

Vinyl-Fußbodenbeläge erfordern wegen ihrer geringen Dicke einen festen und absolut glatten Untergrund. Aus diesem Grund ist die Verlegung auf vorhandenem Teppichboden oder auf Fliesen nicht möglich.

Der Teppichboden muss restlos entfernt werden. Anschließend sollte der Untergrund/Estrich so weit geschliffen werden, bis alle Klebstoffreste vollständig beseitigt wurden und eine absolut glatte Fläche entsteht.

Bei Fliesen taucht das Problem auf, dass sich die Fugen durchdrücken und sich auf der Vinyl-Oberfläche abzeichnen. Ob sich die Fliesenoberfläche mit einer Spezial-Spachtelmasse egalisieren lässt, kann ohne genaue Kenntnis des Fliesen-Fußbodens nicht beantwortet werden.

Ich habe einen alten Teppichboden von meinen Holzdielen entfernt und möchte diese nun streichen, was ist zu beachten?

Die Voraussetzung für einen Anstrich Ihres Holzdielen-Fußbodens ist die totale Entfernung aller Kleberreste - und eine saubere einheitliche Holzoberfläche. Das ist nur durch Abschleifen zu erreichen. Hierfür werden in jedem Fall drei verschiedene Schleifmaschinen benötigt:

  • eine Walzenschleifmaschine,

  • eine Randschleifmaschine und

  • eine Tellerschleifmaschine.

Alle Maschinen sollten über einen Staubsack verfügen. Diese Maschinen kann man im Baumarkt oder bei einem Maschinen-Verleih ausleihen.

Achten Sie darauf, dass Sie für alle drei Maschinentypen immer ausreichend Schleif-Bänder und –Scheiben zur Verfügung haben, das heißt, von jeder Körnung mindestens je 3 Stück.

Bevor Sie man mit dem Schleifen beginnt, müssen folgende Vorarbeiten ausgeführt werden:

  1. Entfernen der Fußleisten mit allen Nägeln oder Schrauben; die umlaufenden Wände müssen ganz glatt sein.

  2. Alle Nagelköpfe im Fußboden müssen mit einem „Versenker“ mehrere Millimeter tief in das Holz eingetrieben werden.

Andernfalls zerstören hervorstehende Nagel- oder Schraubenköpfe das Schleifmaterial.

Der erste Schleifgang erfolgt diagonal zu den Dielen mit der Walzenschleifmaschine und Schleifpapier Körnung 40. Durch diesen Schleifgang sollen „geschüsselte“ Dielen egalisiert und tiefe Kratzer und Gebrauchsspuren beseitigt werden. Zum Entfernen der Kleberreste ist die Verwendung von Schleifpapier Körnung 24 erforderlich.

Nach jedem Schleifgang mit der Walzenschleifmaschine müssen die Randbereiche mit der Rand-schleifmaschine und Schleifpapier der gleichen Körnung bearbeitet werden.

Bei allen Schleifgängen ist darauf zu achten, dass zügig gearbeitet wird. Sobald man an einer Stelle etwas länger verharrt, schleift man eine Vertiefung ins Holz.

Anschließend erfolgen je zwei weitere Schleifgänge mit Schleifpapier der Körnungen 60 und 100, jetzt in Richtung der Holzdielen.

Da Walzen- und Randschleifmaschinen unterschiedliche Schleifbilder hinterlassen, muss die gesamte Fläche zum Abschluss mit der Tellerschleifmaschine und einem Schleifgitter Körnung 120 angeglichen werden. Danach muss der Fußboden gründlich abgesaugt werden. Anschließend kann die Oberflächenbehandlung erfolgen.

Für den Anstrich sind nur lösemittelhaltige Lackfarben oder Klarlacke geeignet. Wasserverdünnbare

Farben erreichen nicht die erforderliche Härte und laufen sich schnell ab. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, den Fußboden anzustreichen:

  1. Farbige Anstriche mit Kunstharz-Lackfarben hoch- oder seidenglänzend, im gewünschtem Farbton.

  2. Farblose Anstriche mit einem Klarlack auf der Basis von Polyurthan-Harz.

Der Anstrichaufbau sollte wie folgt geschehen:

  1. Grundierung mit „Nitro-Sperrgrund“ farblos

  2. Erster Anstrich mit Lackfarbe oder Klarlack verdünnt mit 10% Terpentin-Ersatz

  3. Zweiter Anstrich unverdünnt.

Die aufgeführten Produkte werden Sie vermutlich in Baumärkten nicht finden. Lassen Sie sich im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft) beraten.

Nachfolgend möchten wir Ihnen noch folgende Alternative darstellen:

Sie können den Fußboden auch mit einem speziellen farblosen Fußboden-Öl oder Wachs behandeln. Diese Fußboden-Wachse sind genau so flüssig wie das Fußboden-Öl und lassen sich auch in gleicher Weise verarbeiten. Die Fußboden-Öle bestehen aus Pflanzenölen wie Leinöl und andere natürlichen Ölen und Naturharzen. Die Fußboden-Wachse bestehen aus Bienenwachs und hartem Pflanzenwachs, oftmals kombiniert mit Pflanzenölen und Naturharzen.

Grundvoraussetzung für das Ölen oder Wachsen Holz-Fußböden ist eine glatt geschliffene Oberfläche. Alte Fußböden müssen so total abgeschliffenen werden, dass deren Oberflächen völlig frei sind von irgendwelchen Rückständen, alten Farbschichten usw. Die Verarbeitung sollte wie folgt durchgeführt werden:

  • Der letzte Holzschliff sollte nicht mit zu feinem Schleifpapier durchgeführt werden. Ideal ist eine 80er Körnung. Beim Schleifen ist unbedingt auf ein gleichmäßiges Schleifbild zu achten.

 

  • Nach dem letzten Feinschliff: Fußboden staubfrei absaugen, auf optimale Raumtemperatur (+18-22°C) achten, Raum gut lüften, Stoßlüftung, keine Durchzug!

  • 1. Auftrag: Das Fußboden-Öl/-Wachs ist mit einem geeigneten Werkzeug (Rolle, Fußboden-Bürste) satt auf dem Boden aufzutragen. Material nicht in vorhandene Fugen sickern lassen.

  • Fußboden-Öl oder Wachs ca. 15 – 20 Minuten einziehen lassen.

  • Anschließend muss das Material eingearbeitet werden. Mit einer Einscheiben-Maschine (Filzpad- oder Schlingenteppichrest-Scheibe) gleichmäßig verteilen und ins Holz einarbeiten. Falls eine solche Maschine nicht zur Verfügung steht, kann man sehr gut einen sogen. „Bohnerblock“ verwenden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, einen Ziegelstein oder einen entsprechend großen Holzklotz mit Schleifvlies zu bespannen und das Öl in den Untergrund einzureiben. (Schleifvlies erhalten Sie im Farben-Fach- oder Großhandel)

  • Bei stark saugenden Böden muss möglicherweise weiteres Material nass in nass zugegeben werden. Bei größeren Flächen kann Teamarbeit die Arbeit erleichtern: Einer trägt Material auf, der andere arbeitet es ein.

  • Der Fußboden sollte schließlich satt getränkt/feucht sein aber nicht nass glänzen. Verbleibende Überschüsse/Pfützen mit einem saugfähigen Lappen aufnehmen, damit sich keine Glanzflecken bilden. Beachten sie bitte, dass Nadelholz (Weichholz) eine unterschiedliche Saugfähigkeit hat. Die weichen Jahresringe nehmen das Material besser auf als die harten.

  • Die spätere Gebrauchstüchtigkeit und die Glätte der geölten Holzoberfläche hängt ganz allein davon ab, wie tief das Öl ins Holz eingearbeitet wurde.

  • Bearbeitete Fläche 8 – 12 Stunden trocknen lassen (optimal +18 - 22°C und gute Belüftung).

  • Auftrag: Da angeschnittene Holzfasern die Eigenschaft haben, sich aufzustellen, wenn sie mit Flüssigkeiten in Berührung kommen, kann es erforderlich sein, nach Trocknung des ersten Materialauftrags, einen Zwischenschliff vorzunehmen.

  • Anschließend erfolgt ein erneuter Materialauftrag, wie oben beschrieben, nur sparsamer. Das gilt ganz besonders für die Verwendung von Fußboden-Wachs. Je sparsamer der Wachsauftrag, desto widerstandsfähiger ist die Wachsschicht. Es dürfen sich keine kratzempfindlichen Schichten bilden!

  • Sollten einige Holzpartien wider Erwarten noch saugen, nur dort nass in nass Material nacharbeiten. Die gesamte Fläche anschließend nur leicht überreiben – nicht einarbeiten! Auf diese Weise erhält die Oberfläche einen gleichmäßigen Glanzgrad.

  • Anschließend den Boden 8 – 12 Stunden trocknen lassen. Frühestens nach 8 Tagen sind die aufgetragenen Fußboden-Öle oder Wachse ausreichend abgebunden, dass sie uneingeschränkt genutzt werden können.

  • Achtung, unbedingt beachten: Nach Beendigung der Arbeiten dürfen ölgetränkte Lappen nicht ohne weiteres im Hausmüll entsorgt werden. Es besteht die Gefahr der Selbstentzündung! Aus diesem Grund ist es erforderlich vor der Entsorgung, den Lappen gründlich mit Wasser zu tränken.

Pflege von geölten oder gewachsten Fußböden:

  • Fußböden nur mit Mob/Besen/Staubsauger reinigen.

  • Falls erforderlich, nur nebelfecht wischen, niemals klar nachwischen.

  • Dem Wischwasser nur vom Hersteller der Überzüge empfohlene Wischpflege zusetzen; verwenden Sie keine Neutralseife oder Spülmittel, auch keine Microfaser-Wischtücher, da diese die geölte/gewachste Oberfläche angreifen.

  • Kratzer, hartnäckige (Wasser-)Flecken mit feinem Schleifpapier oder Schleifvlies leicht anschleifen, Fußboden-Öl oder –Wachs auf einen fusselfreien Lappen geben und die Schadstellen ausbessern, indem das Material leicht einpoliert wird.

Zum Schluss ein wichtiger Hinweis: Alle hier gemachten Angaben sind allgemeine Vorschläge. Da am Markt eine Vielzahl von Produkten angeboten werden, kann es vorkommen, dass Hersteller für die Verarbeitung Ihrer Produkte abweichende Anweisungen geben. Aus diesem Grund sollte immer die Gebrauchsanweisung aufmerksam gelesen werden!

Was lässt sich gegen knarrendes Holz tun?

In der Regel vibrieren Holzdielen und Spanplatten beim Darüberlaufen, wenn Sie direkt als Fußbodenbelag oder als Träger für Teppichboden usw. verwendet werden. Diese ständigen Schwingungen führen dazu, dass Nägel sich lockern oder sogar hochziehen. Der Belag ist nicht mehr fest mit der Balkenlage verbunden und wenn sich Holz auf Holz reiben gibt es Geräusche.

In der Größe richtig gewählte Schrauben lockern sich in der Regel nicht. Trotzdem kann es vorkommen, dass auch bei verschraubten Dielen oder Spanplatten Knarrgeräusche entstehen und zwar immer dann, wenn die Belagsdicke zu gering gewählt wird oder der Balkenabstand zu groß ist und die Beläge „durchwippen“.

Ganz wichtig ist auch zu wissen, dass man zwischen Balken und Holzbelag immer einen 5 mm dicken Streifen aus Presskork (oder eine Lage Mineralwolle) legen sollte um das direkte Reiben von Holz auf Holz und damit Knarrgeräusche zu vermeiden.

Ob in Ihrem Fall das zusätzliche Verschrauben eine Verbesserung bringen wird, lässt sich aus der Ferne nicht beantworten. Aber einen Versuch ist es immer wert.

Lässt sich Schimmel mit rein biologischen Mitteln wirksam bekämpfen?

Nachdem die Ursachen für die Schimmelbildung (Feuchtigkeit) beseitigt wurden, kommt es darauf an, den Schimmel wirksam abzutöten. Das kann man mit einem Pilzgift (Fungicid) machen. Aus gesundheitlichen Gründen ist das jedoch nicht zu empfehlen. Ein weiteres wirksames Mittel ist reiner Alkohol (Brennspiritus), der Pilzsporen ebenfalls zuverlässig abtötet. Allerdings reicht es nicht aus, die befallenen Flächen oder Teile damit nur leicht zu benetzen (einsprühen). Der Alkohol muss satt aufgetragen werden und längere Zeit einwirken. Dabei ist zu beachten, dass dabei Alkoholdämpfe entstehen, die hoch explosiv sind. Aus diesem Grund muss bei offenen Fenstern (Durchzug) gearbeitet werden. Selbstverständlich darf dabei auch nicht geraucht werden (Explosionsgefahr !).

Reiner Alkohol (z. B. Brennspiritus), chemische Bezeichnung Ethanol, entsteht auf natürlichem Wege durch die Vergärung zuckerhaltiger Früchte und/oder Biomasse (z. B. Bioethanol)

Essig oder Essigreinigern sind zum Abtöten von Schimmelpilzen nicht geeignet. Man erreicht mit ihnen zwar gute Reinigungsergebnisse, sie schaffen jedoch wieder günstige Lebensbedingungen für die überwiegend säureliebenden Schimmelpilze.

Grundsätzlich ist jedoch folgende Tatsache zu beachten: Es gibt kein Mittel, dass Schimmel auf Dauer abtötet. Grundvoraussetzung für eine dauerhafte Neutralisierung ist die Abwesenheit von Feuchtigkeit. Nur in einer ausreichend trockenen Umgebung können Schimmelpilze nicht überleben.

Kann man einfach so neuen Bodenbelag aus Holz auf einer Fußbodenheizung verlegen?

Die Verlegung von Bodenbelägen aus Holz oder Holzwerkstoffen (Parkett, Massivholz-Dielen, Laminat) auf Fußbodenheizungen ist nicht ganz unproblematisch. Wie allgemein bekannt ist, „arbeitet“ Holz, d. h., es dehnt sich aus, schwindet, und es verwindet sich unter dem direkten Einfluss von Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen. Dazu kommt noch, dass Holz und Holzwerkstoffe schlechte Wärmeleiter sind, also gut gegen Kälte/Wärme abschirmen. Das bedeutet, dass bei der Verlegung auf einer Fußbodenheizung (im Vergleich z. B. zu Fliesen) die Wärmeabgabe aus dem Untergrund verzögert wird; die automatische Steuerung der Heizung reagiert nur noch langsam auf z. B. Sonneneinstrahlung oder auf die Fremdwärme, die durch eine größere Personenzahl eingebracht wird.

Außerdem bewirkt die Erhöhung des thermischen Widerstandes einen Energiemehr- verbrauch von bis zu 13%. Es sollten nur Fußbodenbeläge verlegt werden, deren „Wärme-durchlasswiderstand“ den Wert von 0,015 m²k/W nicht übersteigt.

Aufgrund der großen Verbreitung von Fußbodenheizungen und den Wünschen zur Verlegung von Holz-Fußböden haben viele Hersteller nach Wegen gesucht, die oben aufgeführten Probleme zu lösen:

Es wurden mehrschichtige Holzbeläge, Parkett- und Laminat-Typen entwickelt, die speziell zur Verlegung auf Fußbodenheizungen geeignet sind. Nur solche Beläge, die ausdrücklich vom Hersteller dafür zugelassen sind, sollten auf Fußbodenheizungen verlegt werden. Achten Sie zusätzlich darauf, dass der Wärmedurchlasswiderstand (siehe oben!) auf der Verkaufspackung angegeben ist und zusätzlich die Zulassung für Fußbodenheizungen nach DIN 4725 + DIN 44576. Angaben wie: „Fußbodenheizung sollte nur als Zusatz-heizung verwendet werden“ reichen nicht aus!

In welcher Weise Holzbeläge auf Fußbodenheizungen verlegt werden sollten, hängt von der Herstellervorschrift ab. Je nach Angabe ist eine „Schwimmende Verlegung“ oder ein vollflächiges Verkleben (mit einem für Fußbodenheizungen geeigneten Kleber) möglich. Dabei ist zu beachten, dass es nachträglich aufgrund der oben aufgeführten speziellen Eigenschaften von Holz und durch raumklimatische Verhältnisse (Wechsel der Luftfeuchtigkeit) während der Heizperiode zur Fugenbildung kommen kann. Bei einer „Schwimmenden Verlegung“ dehnt sich und schwindet der Boden insgesamt. Aus diesem Grund ist darauf zu achten, dass an den umlaufenden Wänden ausreichende Dehnungsfugen vorhanden sind. Bei einer Verklebung erfolgt der Dehn- und Schwundprozess elementweise. Dabei können sich größere Fugen bilden, die im Allgemeinen gleichmäßig verteilt sind. Sie stellen keinen Qualitätsmangel dar und müssen toleriert werden. Dabei spielt auch die Holzart eine Rolle. Je weicher ein Holz ist, desto mehr kann es sich ausdehnen und schwinden. Eiche, Kirsche, Nussbaum, Merbau oder Bambus sind daher besser geeignet als weiche Hölzer.

Auch an die Heizungsanlagen müssen gewisse Anforderungen gestellt werden: Die Temperatur der Estrich-Oberfläche ohne Belag sollte höchstens 30°C betragen, und die Möglichkeit des langsamen gleichmäßigen Aufheizens muss gegeben sein. Diese Eigenschaften sind in der Regel nur bei neu zu planenden Anlagen herzustellen. Es ist darauf zu achten, dass die Vorschriften des Herstellers genau beachtet werden. Vor Beginn der Verlegearbeiten ist bei neuen Anlagen ein ordnungsgemäßes Auf- und Abheizen durchzuführen und darüber ein Protokoll zu erstellen. Aus diesem Grund sollten Holz-Fußböden nicht auf älteren bestehenden Anlagen verlegt werden.

Was ist bei der Verkleidung von Wänden und beim Schutz vor Luftfeuchigkeit wichtig?

In allen bewohnten Räumen bildet sich Luftfeuchtigkeit. Jeder Mensch gibt im Laufe des Tages 2 Liter Wasser über die Atmung und die Haut an seine Umgebung ab. Dazu kommt noch die Luftfeuchtigkeit, die beim Duschen, Kochen, Waschen usw. entsteht. Auf diese Weise können in einem 4-Personen-Haushalt im Laufe eines Tages 12 – 15 Liter Wasser von der Raumluft aufgenommen werden.

Bei allen Überlegungen ist ein physikalisches Gesetz zu berücksichtigen, welches besagt:

>Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte.<

Das bedeutet z. B.:

  • 10°C warme Luft kann pro m³ 9,4 g Wasser aufnehmen,

  • 20°C warme Luft kann pro m³ 17,3 g Wasser aufnehmen.

Wenn man davon ausgeht, dass der Rauminhalt eines „normalen“ Raumes ungefähr 40 m³ beträgt, dann werden

  • bei einer Raumtemperatur von 10°C ca. 376 g Wasser gebunden,

  • bei einer Raumtemperatur von 20°C dagegen ca. 692 g Wasser.

Der in der Raumluft gebundene Wasserdampf hat das Bestreben, von der warmen Seite - also von innen - nach außen zu wandern. Wenn nun besonders während der Heizperiode warme Luft durch die Fugen der Holzverkleidung ungehindert in den Luftzwischenraum einwandern kann, – diesen Vorgang nennt man Diffusion, - kühlt sie dort ab, und die in ihr enthaltene Feuchtigkeit kondensiert aus. Wenn dieses Kondenswasser nicht oder nur langsam abtrocknen kann, kann es zu Schimmelbildung kommen.

Auch die Verkleidung kann diesen Vorgang nicht aufhalten, denn, selbst wenn das Metrial verspachtelt ist, können sich an den Wand- und Deckenanschlüssen feine Fugen, bilden, durch die Luftfeuchtigkeit in die Wand eindringen kann. Der Anbau einer Dampfsperre kann hier Abhilfe schaffen.

Dabei ist auf folgende Einzelheiten zu achten:

Die Nähte und die Anschlüsse an Wänden, Kaminen, durchgeführten Rohren und Leitungen usw. müssen sorgfältig luftdicht mit einem Spezial-Klebeband oder mit Butyl-Kautschuk verschlossen werden. Einfaches doppelseitiges Klebeband, Teppich-Klebeband o. Ä. ist dafür ungeeignet, weil es nicht alterungsbeständig ist. Dabei ist zu beachten, dass selbstklebende Bänder auf rauem Holz und Putzoberflächen nur kurze Zeit haften. Für diese Anschlüsse gibt es spezielle Kartuschenkleber, sie können aber auch mechanisch mit einem Kompriband und einer zusätzlichen Anpressleiste dauerhaft hergestellt werden. Alle Klebestellen müssen absolut staubfrei sein. Rohre und Kabeldurchführungen sind mit Gummimanschetten am sichersten abzudichten.

Lässt sich ein neuer Bodenbelag auf altem Teppichboden verlegen?

Angenommen, die Verlegung eines neuen Fußbodenbelages auf Ihrem vorhandenen Teppichboden wäre möglich, dann kämen allerdings nur Beläge wie Fertig-Parkett oder Laminat infrage, da nur diese „schwimmend“, d. h. ohne Verkleben verlegt werden können. Ein neuer Teppichboden müsste verklebt werden und das ist auf einem vorhandenen nicht möglich.

Allerdings ist von der Verlegung von Fertig-Parkett oder Laminat auf einem älteren Teppichboden dringend abzuraten. Erfahrungsgemäß hat die Rückseiten-Beschichtung (Schaumrücken) des Teppichbodens nur eine begrenzte Lebensdauer, oftmals altert sie schneller als die Lauffläche. Durch Weichmacher-Wanderung findet im Laufe der Zeit eine Versprödung statt. Das bedeutet, je älter der Teppichboden ist, desto geringer ist die Gewähr für eine ausreichende Stabilität der Rückseite. Da dieser Prozess nicht gleichmäßig abläuft, werden anfangs nur begrenzte Stellen davon betroffen, es kommt zu einer „Nesterbildung“. An diesen Stellen würde der Parkett/Laminat-Boden dann hohl liegen. Es besteht dann die Gefahr, dass die Fugen an diesen Stellen auseinandergehen.

Dazu kommt noch ein zusätzlicher Gesichtspunkt: Die einzelnen Elemente von Fertig-Parkett und Laminat werden durch sogen. „Klicksysteme“ so miteinander verbunden, dass sie nur noch zusammengesteckt werden müssen. Die Festigkeit dieser Verbindung hängt ganz entscheidend davon ab, dass die einzelnen Elemente fest, ohne nachzugeben, auf dem Untergrund aufliegen. Das ist jedoch nicht der Fall, wenn Laminat auf einem vorhandenen älteren Teppichboden verlegt wurde (s. oben).

Bei der Verlegung im Erdgeschoss kann der Fall eintreten, dass die ursprünglich diffusionsoffene Teppichboden-Konstruktion durch das Abdecken mit einem fast wasserdampfdichten Belag (Laminat oder Parkett) zu schimmeln beginnt und unangenehme Gerüche verbreitet.

Die Holzdecke in meiner Küche soll gestrichen werden. Wie erziele ich das bestmögliche Ergebnis?

In der Regel wird jeder Fachmann von einem Anstrich der Holzdecke in Ihrer Küche abraten. Die in der Umgebungsluft mitgeführten Öl- und Fettreste haben sich im Laufe der Zeit auf der ungeschützten Oberfläche abgelagert und sind ins Holz eingezogen. Das wird ganz besonders im Bereich des Herdes der Fall sein. Auf diesem so kontaminierten Untergrund haftet in der Regel keine Anstrichfarbe dauerhaft.

Wir können uns jedoch vorstellen, dass die Möglichkeit besteht, mit einer Spezial-Farbe ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen. Unser Vorschlag ist jedoch völlig unverbindlich, wir können keine Gewähr für das Gelingen übernehmen.

Arbeitsvorschlag:

  1. Intensives Abwaschen der Decke mit einem Fettlöser (Drogerie-Markt)

  2. Nach einer Trockenzeit von ca. 10 Tagen Schleifen der Holzdecke mit Schleifpapier (Körnung 100), der Nuten mit Stahlwolle. Begründung: Durch die Feuchtigkeit beim Abwaschen haben sich Holzfasern aufgestellt. Die dadurch raue Oberfläche muss wieder glatt geschliffen werden.

  3. Anstrich mit Einschicht-Absperrfarbe Dupa-Inn No 1 von Caparol.

Mit dieser lösemittelhaltigen Farbe kann man in der Regel schnell und einfach gute Ergebnisse erzielen. Es ist keine spezielle Grundierung oder Vorstreichfarbe erforderlich. Oftmals erreichen Sie bereits mit einem satten Anstrich ein zufriedenstellendes Ergebnis. Die Farbe trocknet schnell und spannungsfrei auf, ohne später abzuplatzen, sie ist scheuerbeständig. Sie lässt sich einfach mit einer kurzflorigen Rolle verstreichen und bildet eine gleichmäßige tuchmatte Oberfläche.

Ein „offenporiger“ Anstrich ist mit Dupa-Inn nicht zu erreichen. In Ihrem Fall haben die Öl- und Fettreste die Holzporen bereits verstopft. Auch eine Reinigung, wie oben empfohlen, kann nur oberflächlichen Schmutz beseitigen, nicht jedoch die Holzporen von Fett befreien. Vermutlich werden sich die Stoßfugen nach einiger Zeit abzeichnen. Dagegen gibt es kein Mittel. Es empfiehlt, sich nach Beendigung der Anstricharbeiten einen Rest Dupa-In in luftdicht schließenden Behältern (Dosen, Marmeladengläser) aufzubewahren und damit die Fugen nach Bedarf auszubessern.

Nach der Anwendung von „Dupa-Inn kommt es in der Anfangsphase zum Abdunsten der Lösemittel. Das kann zur Geruchsbelästigung führen. Nach Ausdunsten der Lösemittel verbleibt oftmals noch ein leichter Geruch von Pflanzenölen. Dieser systembedingte Ölgeruch ist in den ersten 14 Tagen wahrnehmbar und klingt mit zunehmender Aushärtung der Pflanzenöle ab. Durch regelmäßige Lüftung kann dieser Zeitraum verkürzt werden.

„Dupa-Inn“ erhalten Sie nur im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufs-genossenschaft) – im Baumarkt vermutlich nicht.

Mit welchem Material können abgesplitterte Glasbausteine ausgebessert werden, wenn man sie nicht austauschen möchte?

Eine Reparatur-Werkstatt für Autoglas, die es heute überall gibt, wir Ihnen sicherlich einen Werkstoff empfehlen, mit dem Sie die Fehlstellen in Ihren Glasbausteinen ausbessern können. Von der Verwendung von weißem Mörtel oder Beton möchten wir abraten, da keine ausreichende Haftung gegeben ist.

Was ist bei der Verlegung von Laminat oder Fertig-Parkett zu beachten?

Von der Verwendung eines älteren vorhandenen Teppichbodens als Trittschall-Dämmung unter Laminat oder Fertig-Parkett ist dringend abzuraten. Erfahrungsgemäß hat die Rückseiten-Beschichtung (Schaumrücken) des Teppichbodens nur eine begrenzte Lebensdauer, oftmals altert sie schneller als die Lauffläche. Durch Weichmacher-Wanderung findet im Laufe der Zeit eine Versprödung statt. Das bedeutet, je älter der Teppichboden ist, desto geringer ist die Gewähr für eine ausreichende Stabilität der Rückseite. Da dieser Prozess nicht gleichmäßig abläuft, werden anfangs nur begrenzte Stellen davon betroffen, es kommt zu einer „Nesterbildung“. An diesen Stellen würde der Laminat-/Fertig-Parkett-Boden dann hohl liegen. Es besteht dann die Gefahr, dass die Laminat-Fugen an diesen Stellen auseinandergehen.

Dazu kommt noch ein zusätzlicher Gesichtspunkt: In der Regel werden Laminat- und Fertig-Parkett-Elemente durch sogen. „Klicksysteme“ so miteinander verbunden werden, dass sie nur noch zusammengesteckt werden müssen. Die Festigkeit dieser Verbindung und die Vermeidung von Knarrgeräuschden hängt ganz entscheidend davon ab, dass die einzelnen Elemente fest, ohne nachzugeben, auf dem Untergrund aufliegen. Das ist jedoch nicht der Fall, wenn Laminat/Parkett auf einem vorhandenen Teppichboden verlegt wurde (. s. oben).

Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Trittschall-Dämmung: Die harte verschleißfeste Oberfläche, verbunden mit den harten stabilen Trägerplatten + Gegenzug ergibt ein kompaktes Laminat-Element, das Schall sehr gut weiterleitet. In der Anfangszeit des Laminats gab es echte Lärmbelästigung beim Darüberlaufen, besonders mit harten Schuhen. Der Trittschall wurde in darunter liegende Räume weitergeleitet. Auch im Raum selbst stellten sich unangenehme Hallgeräusche ein. Man hat zunächst versucht, durch das Unterlegen von Trittschall-Dämmungen dieses Problem aus der Welt zu schaffen.

Heute besitzen viele Laminat-Sorten eine „integrierte“ Trittschall-Dämmung, welche die Lärmbelastung um die Hälfte reduzieren soll. Allerdings ist zu beachten, dass diese „integrierte Trittschall-Dämmung“ nur die Lärmbelastung im Raum selbst reduziert. Dieses funktioniert jedoch nicht bei allen Laminat-Sorten mit Trittschall-Dämmung!

Um eine Schalldämmung gegenüber darunter liegenden Räumen zu gewährleisten, muss zuerst beim Verlegen darauf geachtet werden, dass der Laminat-Fußboden nicht direkt an die umlaufenden Wände anstößt, sondern dass eine offene Fuge mindestens 15 mm Breite bleibt. Auf diese Weise wird die Übertragung von Körperschall durch die Wände verhindert. Mit sogen. „Verlegefedern“ oder mit Distanzkeilen, die bei der Montage zwischen Wand und Paneel geschoben werden, erreicht man den notwendigen Abstand. Weiter ist es erforderlich, unter dem Laminat-Fußboden eine zusätzliche Trittschall-Dämmung herzustellen. Die oftmals angebotenen nur wenige Millimeter dicken Schaumstoffbahnen erzielen keine ausreichende Wirkung. Die beste Dämmwirkung wird mit mindestens 5 mm dicken Presskorkmatten erzielt.

Wie lässt sich haftender Fliesenkleber entfernen?

Fliesen können in Mörtel verlegt oder im „Dünnbettverfahren“ verklebt worden sein. Ein „Mörtelbett“ ist nur durch einen Neuputz zu egalisieren. Beim Dünnbettverfahren kommt es darauf an, soviel Kleber wie möglich zu entfernen. Möglicherweise kann hier ein „Flexschleifer“ (Rundschleifer) hilfreich sein. Anschließend kann ein Glätten mit Wandspachtel ausreichen.

Beim Entfernen der Fliesen gibt es keine Alternative zu Hammer und Meißel.

Wie lässt sich hartnäckiger Teppichkleber entfernen?

Da es eine Vielzahl von Teppichklebern gibt, die alle unterschiedliche Zusammensetzungen haben, ist es kaum möglich ein Patentrezept zur Entfernung zu empfehlen. Möglicherweise kann Ihnen folgende Arbeitsweise helfen:

Grundsätzlich möchten wir vor dem Einsatz von Schleifgeräten warnen, da deren Reibung zur Erwärmung des Untergrundes führt mit der Folge, dass Klebstoffreste weich werden und das Schleifmaterial verkleben. Wir möchten Ihnen statt dessen empfehlen, zuerst mit Ziehklinge oder Glasscherben zu versuchen so viel wie möglich vom Kleber zu entfernen und erst zum Schluss die Holzoberfläche zu schleifen. Um unschöne Schleifspuren im Holz zu vermeiden muss immer in Richtung der Holzfasern geschliffen werden. Als Schleifgeräte sind nur „Schwingschleifer“ geeignet, deren Platte linear schwingt. Andernfalls ergeben sich Schleifspuren die beim späteren Lackieren unangenehm auffallen.

Wie repariere ich die Fugen eines Natursteinsockels?

Zur Sanierung der Fugen Ihres Natursteinsockels empfehlen wir Ihnen „Trassmörtel“.

Trassmörtel besteht aus fein gemahlenem „Trass“, Kalk und Zuschlagstoffen (Sand). Trass ist ein feingemahlenes Gestein vulkanischen Ursprungs (z. B. Tuff, Vulkanasche) und besteht überwiegend aus Kieselsäure und Tonerde. Trassmörtel ist ein uralter Baustoff, den die Römer bereits vor 2000 Jahren in Ihren Bauten, Aquädukten und Hafenanlagen verwendet haben. Im Mittelalter gingen Kenntnisse und Erfahrungen mit diesem Baustoff verloren.

Die Eigenschaften von Trass werden als „puzzolanisch“ bezeichnet. Das heißt, in fein verteilter Form bildet Trass mit Kalk positive Eigenschaften:

  • Widerstandsfähiger als Kalk- oder Zementputz,

  • keine Kalkausblühungen am Mauerwerk,

  • geeignet für die Sanierung von feuchtem und salzgeschädigtem Mauerwerk,

  • erhöhte Festigkeit,

  • erhöhte Wasserabdichtung bei ungehinderter Wasserdampf-Durchlässigkeit,

  • geringe Rissneigung durch hohe Elastizität.

Trassmörtel wird zumeist als Mauermörtel und zum Verfugen von Naturstein eingesetzt, darüber hinaus in der Denkmalpflege und bei der Altbausanierung.

Trassmörtel darf nur bei Außentemperaturen über +5°C verarbeitet werden. Da der Mörtel sehr langsam aushärtet, ist er vor Austrocknung und ungünstigen Witterungseinflüssen wie Frost, Zugluft, direkter Sonneneinstrahlung und direkter Schlagregeneinwirkung zu schützen. Es ist ausreichend, die losen Teile des Fugenmörtels zu entfernen und die Fugen vor dem Einbringen des Mörtels vorzunässen.

Wie entscheide ich mich für einen Fußbodenbelag?

Laminat:

Laminat ist sehr beliebt und erfolgreich. Kein anderer Fußbodenbelag hat in den letzten Jahren eine ähnlich rasante Entwicklung durchgemacht und sogar dem Fertigparkett den Rang abgelaufen. Aber Vorsicht, auch Laminat hat seine Tücken und ist nicht für jeden Verwendungszweck geeignet. „Hart im Nehmen“, „verschleißfest“, extrem kratzfest“, „umweltfreundlich“, „pflegleicht“ „und preisgünstig“ mit diesen Attributen wird für Laminat geworben. Laminatböden sind Imitate, die Parkett und Echtholzböden so täuschend echt nachahmen, dass man schon genauer hinschauen muss, um sie von echtem Holz zu unterscheiden. Der wesentliche Unterschied zu Fertigparkett besteht darin, dass dieses eine mindestens 2 mm dicke Nutzschicht aus echtem Holz aufweist.

Dagegen besteht die Laminat-Oberfläche nur aus einem Papier mit einer Fotoreproduktion von echtem Holz, die mit farblosem Kunststoff auf eine Trägerplatte verpresst wird. Qualitativ minderwertige Laminate bieten nur ein einziges Dekor, das sich auf jeder einzelnen Diele (Paneele) wiederholt. In verlegtem Zustand wirken diese Böden dann langweilig und leblos, - das Laminat ist auf den ersten Blick als solches zu erkennen. Die Hersteller guter Qualitäten bieten ihre Dielen (Paneele) in bis zu zehn verschiedenen Dekoren an, was später zu einem lebhaften und authentischen Holzbild führt. Legen Sie daher beim Kauf einfach mehrere Dielen nebeneinander und vergleichen Sie die Dekore. Neben Holzdekoren sind auch Reproduktionen anderer Oberflächen, wie Marmor, Granit, Terrazzo oder Phantasiedekore möglich.

Um zu verstehen, was beim Kauf zu beachten ist, ist es ratsam, sich mit der Technologie und der Verarbeitung von Laminat vertraut zu machen:

Grundsätzlich bestehen Laminatböden aus drei Schichten:

  • Nutzschicht (Overlay) aus farblosem Kunststoff und Dekorschicht aus einem mit einem Holzdekor bedruckten Hartpapier.

  • Trägerplatte. Sie ist das Kernstück des Laminatbodens. Sie kann aus MDF, („mitteldichten“) oder aus HDF („hochdichten“) Holzfaserplatten bestehen. Für Laminatböden sind HDF-Platten wesentlich besser geeignet, weil sie härter und damit druckfester sind. Sie sind zusätzlich aufgrund ihrer dichten Struktur weniger anfällig für ein feuchtebedingtes Quellen und Schwinden. Beim Kauf sollte man daher immer danach fragen, ob die Trägerplatte aus MDF oder HDF-Platten besteht.

  • Gegenzug. Besteht ebenfalls aus einer dünnen Kunststoff-Schicht, die verhindern soll, dass sich die Trägerplatte durch das Verpressen mit der Nutzschicht verzieht.

Zwei Ausführungen haben sich durchgesetzt: DPL und HPL-Laminat.

Die Bezeichnung DPL steht für „Direkt verpresstes Laminat“. Bei dessen Herstellung wird das Overlay mit der Trägerplatte und dem Gegenzug in einem Arbeitsgang verpresst. DPL-Laminat ist nicht so stark belastbar wie das nachfolgend beschriebene HPL-Laminat.

Die Bezeichnung HPL steht für „Hochdruck-verpresstes Laminat“. Bei dessen Herstellung wird zunächst das Dekorpapier zusammen mit der farblosen Kunststoffschicht (Overlay) mit einem kunststoff-getränkten speziellen Kraftpapier zu einer Einheit verpresst. Diese wird dann im zweiten Schritt mit der Trägerplatte verleimt und diese anschließend mit dem Gegenzug. Aus diesem Verfahren ergibt sich eine höhere Belastbarkeit der Oberfläche.

Laminatböden verzeihen viele Missgeschicke im Haushalt. Sie sind druck- und stoßfest, auch die Absätze von Stöckelschuhen können ihnen in der Regel nichts anhaben. Weitgehend unempfindlich sind sie gegen Zigarettenglut und Flecken. Selbst Filzstifte und Kugelschreiber oder Nagellack lassen sich von der Oberfläche entfernen. Viele Sorten sind zudem UV-lichtbeständig und teilweise schwer entflammbar. Aber trotz der Unverwüstlichkeit dieses Bodenbelages muss man bedenken, dass die Oberfläche von Laminat nicht sehr kratzfest ist. Daher geben die Hersteller auch keine Garantie auf Kratzer – sie sehen diese als Folge normalen Gebrauchs. Schmutz unter den Schuhsohlen wirkt wie Schmirgel. Daher sollte man im Flurbereich oder in Räumen, die direkt in einen Garten führen, nur Laminatsorten verlegen, die der höchsten Beanspruchungsklasse angehören. Weiter ist zu bedenken, dass die Kunststoffoberfläche anfällig für elektrostatische Aufladung ist, so dass man sich leicht einen elektrischen Schlag holen kann.

Trotz der hohen Oberflächenhärte ist bei einer Beschädigung der Nutzschicht guter Rat teuer. Eine Reparatur der Schadstelle ist kaum möglich. Bei punktförmigen Schäden müssen ganze Paneele ausgewechselt werden. Bei flächigen Beschädigungen ist ein Abschleifen wie beim Parkett nicht möglich.

Wasser ist für Laminat noch immer der Feind Nummer 1. Die Schwachstellen sind immer die Fugen zwischen den einzelnen Dielen (Paneelen), denn hier besteht die Gefahr, dass Feuchtigkeit eindringt und die Trägerplatte zum Aufquellen bringt. Aus diesem Grund darf bei der laufenden Pflege nur „nebelfeucht“ gewischt werden. Verschüttete Flüssigkeiten müssen sofort aufgewischt werden. Die Hersteller haben versucht, durch Imprägnierung der Kanten und Verwendung quellarmer Trägerplatten Laminatböden weniger nässeempfindlich zu machen. Selbst diese Laminat-Sorten sind für Feuchträume wie Bad, Dusche, WC usw. nicht geeignet. Es sei denn, die Kanten werden von einem Fachbetrieb mit wasserbeständigem Leim verklebt und zusätzlich der gesamte Boden vollflächig mit dem Untergrund verklebt.

In der Regel wird Laminat lose (schwimmend) verlegt. Damit die Elemente zusammenhalten, mussten ursprünglich in den Fugen Nut und Feder miteinander verleimt werden. Durch die Entwicklung verschiedener „Klicksysteme“ können heute die Elemente durch einfaches Zusammenstecken fest miteinander verbunden werden. Allerdings gibt es große Unterschiede in der Festigkeit der Klickverbindungen. Oftmals lösen sie sich allein schon durch das Hin- und Herrollen mit Bürostühlen. Außerdem ist ein fester, planebener Untergrund erforderlich, damit die Elemente beim Darübergehen nicht durchfedern und die Klickverbindungen nicht aufgehen.

Die harte verschleißfeste Oberfläche, verbunden mit den harten stabilen Trägerplatten + Gegenzug ergibt ein kompaktes Laminat-Element, das Schall sehr gut weiterleitet. In der Anfangszeit des Laminats gab es echte Lärmbelästigung beim Darüberlaufen, besonders mit harten Schuhen. Der Trittschall wurde in darunter liegende Räume weitergeleitet. Auch im Raum selbst stellten sich unangenehme Hallgeräusche ein. Man hat zunächst versucht, durch das Unterlegen von Trittschall-Dämmungen dieses Problem aus der Welt zu schaffen.

Heute besitzen viele Laminat-Sorten eine „integrierte“ Trittschall-Dämmung, welche die Lärmbelastung um die Hälfte reduzieren soll. Allerdings ist zu beachten, dass diese „integrierte Trittschall-Dämmung“ nur die Lärmbelastung im Raum selbst reduziert. Dieses funktioniert jedoch nicht bei allen Laminat-Sorten mit Trittschall-Dämmung!

Um eine Schalldämmung gegenüber darunter liegenden Räumen zu gewährleisten, muss zuerst beim Verlegen darauf geachtet werden, dass der Laminat-Fußboden nicht direkt an die umlaufenden Wände anstößt, sondern dass eine offene Fuge von 10 – 20 mm Breite bleibt. Auf diese Weise wird die Übertragung von Körperschall durch die Wände verhindert. Mit sogen. „Verlegefedern“ oder mit Distanzkeilen, die bei der Montage zwischen Wand und Paneel geschoben werden, erreicht man den notwendigen Abstand. Weiter ist es erforderlich, unter dem Laminat-Fußboden eine zusätzliche Trittschall-Dämmung herzustellen. Die oftmals angebotenen nur wenige Millimeter dicken Schaumstoffbahnen erzielen keine ausreichende Wirkung. Die beste Dämmwirkung wird mit mindestens 5 mm dicken Presskorkmatten erzielt.

Vinyl-/Design-Fußbodenbeläge

Vinyl- oder Design-Fußbodenbeläge haben in den letzten Jahren aufgrund ihres attraktiven Aussehens eine immer größere Verbreitung gefunden. Die Vielfalt der Muster ist riesig. Auf den ersten Blick sieht die Oberfläche aus wie echtes Holz, wie Stein, Fliesen, Terrakotta, Marmor, Naturstein, Mosaik oder Terrazzo. Manche Muster treten reliefartig hervor.

Dazu kommt, dass diese Beläge strapazierfähig, feuchtigkeitsbeständig, fettbeständig und pflegeleicht sind. Ein weiterer Vorteil besteht in der. bei einigen Typen, geringe Dicke von 2 – 3 mm, das ist ideal für Renovierungen.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass Vinyl-/Design-Fußboden hauptsächlich aus dem Kunststoff Polyvinylchlorid (Abkürzung PVC) bestehen. PVC-Beläge gibt es seit über 60 Jahre. Sie waren in Verruf gekommen, da sie gesundheitsgefährdende Weichmacher oder auch z. T. Asbest enthielten.

Die Hersteller der heutigen Vinyl-/Design-Fußbodenbeläge haben sich bemüht diese Weichmacher durch andere ungefährliche Typen zu ersetzen. Daneben wurden Design-Fußbodenbeläge entwickelt, die nicht aus PVC, sondern aus Bio-Polyurethan bestehen.

Vinyl-/Design-Fußbodenbeläge sind wie folgt aufgebaut:

  1. Farblose Oberflächenvergütung aus Polyurethan

  2. PVC-Oberfläche mit Fotodruck

  3. PVC-Träger mit einem Kern aus Glasfaser.

    1. Variante: Träger aus Holzwerkstoff (Gesamtdicke ca. 6 mm)

Vinyl-/Design-Fußbodenbeläge erfordern einen absolut glatten und ebenen Untergrund, da sich andernfalls Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche anzeichnen. Die Beläge müssen vollflächig verklebt werden, es gibt auch Typen, die selbstklebend ausgerüstet sind. Vinyl-Design-Fußbodenbeläge auf Holzwerkstoff-Trägern können lose (schwimmend) verlegt. Die einzelnen Elemente werden durch „Klick-Verbindungen“ wie bei Laminat zusammen-gehalten.

Vinyl-/Design-Fußbodenbeläge dämpfen Geräusche, die beim Darüberlaufen im Raum selbst entstehen. Eine Schalldämmung gegenüber darunter liegende Räume ist nur schwer herzustellen.

Lindura

Aus den Angaben der Hersteller geht hervor, dass dieser Belag ähnlich wie eine Echtholz-Parkett aufgebaut ist mit dem Unterschied, dass die Oberfläche aus einer Schicht „Wood-Powder“ besteht, die besonders widerstandsfähig ist, deren Zusammensetzung aber nicht bekannt gegeben wird.

Ich habe eine Fußbodenheizung mit Fließen, möchte den Fußboden aber mit Laminat oder Vinyl. Was ist zu beachten?

Die Verlegung von Bodenbelägen aus Holz oder Holzwerkstoffen (Parkett, Massivholz-Dielen, Laminat) auf Fußbodenheizungen ist nicht ganz unproblematisch. Wie allgemein bekannt ist, „arbeitet“ Holz, d. h., es dehnt sich aus, schwindet, und es verwindet sich unter dem direkten Einfluss von Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen. Dazu kommt noch, dass Holz und Holzwerkstoffe schlechte Wärmeleiter sind, also gut gegen Kälte/Wärme abschirmen. Das bedeutet, dass bei der Verlegung auf einer Fußbodenheizung (im Vergleich z. B. zu Fliesen) die Wärmeabgabe aus dem Untergrund verzögert wird; die automatische Steuerung der Heizung reagiert nur noch langsam auf z. B. Sonneneinstrahlung oder auf die Fremdwärme, die durch eine größere Personenzahl eingebracht wird.

Bei der Verlegung auf einem vorhandene Fliesenbelag ist folgendes zu beachten: Zur sicheren Verlegung von Laminat ist ein absolut glatter und planebener Untergrund erforderlich, andernfalls können die Klickverbindungen zwischen den einzelnen Elementen bei Belastung aufplatzen. Da Fliesen-Fußböden niemals absolut planeben sind müsste die Oberfläche vor Verlegung der Laminat-Elemente gespachtelt werden. Man muss allerdings davon ausgehen, dass eine solche Spachtelung der thermischen Belastung nicht standhält.

Grundsätzlich ist zur Verlegung von Laminat auf Fußbodenheizungen folgendes zu sagen:

Außerdem bewirkt die Erhöhung des thermischen Widerstandes einen Energiemehr- verbrauch von bis zu 13%. Es sollten nur Fußbodenbeläge verlegt werden, deren „Wärme-durchlasswiderstand“ den Wert von 0,015 m²k/W nicht übersteigt.

Aufgrund der großen Verbreitung von Fußbodenheizungen und den Wünschen zur Verlegung von Holz-Fußböden haben viele Hersteller nach Wegen gesucht, die oben aufgeführten Probleme zu lösen:

Es wurden mehrschichtige Holzbeläge, Parkett- und Laminat-Typen entwickelt, die speziell zur Verlegung auf Fußbodenheizungen geeignet sind. Nur solche Beläge, die ausdrücklich vom Hersteller dafür zugelassen sind, sollten auf Fußbodenheizungen verlegt werden. Achten Sie zusätzlich darauf, dass der Wärmedurchlasswiderstand (siehe oben!) auf der Verkaufspackung angegeben ist und zusätzlich die Zulassung für Fußbodenheizungen nach DIN 4725 + DIN 44576. Angaben wie: „Fußbodenheizung sollte nur als Zusatz-heizung verwendet werden“ reichen nicht aus!

In welcher Weise Holzbeläge auf Fußbodenheizungen verlegt werden sollten, hängt von der Herstellervorschrift ab. Je nach Angabe ist eine „Schwimmende Verlegung“ oder ein vollflächiges Verkleben (mit einem für Fußbodenheizungen geeigneten Kleber) möglich. Dabei ist zu beachten, dass es nachträglich aufgrund der oben aufgeführten speziellen Eigenschaften von Holz und durch raumklimatische Verhältnisse (Wechsel der Luftfeuchtigkeit) während der Heizperiode zur Fugenbildung kommen kann. Bei einer „Schwimmenden Verlegung“ dehnt sich und schwindet der Boden insgesamt. Aus diesem Grund ist darauf zu achten, dass an den umlaufenden Wänden ausreichende Dehnungsfugen vorhanden sind. Bei einer Verklebung erfolgt der Dehn- und Schwundprozess elementweise. Dabei können sich größere Fugen bilden, die im allgemeinen gleichmäßig verteilt sind. Sie stellen keinen Qualitätsmangel dar und müssen toleriert werden. Dabei spielt auch die Holzart eine Rolle. Je weicher ein Holz ist, desto mehr kann es sich ausdehnen und schwinden. Eiche, Kirsche, Nussbaum, Merbau oder Bambus sind daher besser geeignet als weiche Hölzer.

Auch an die Heizungsanlagen müssen gewisse Anforderungen gestellt werden: Die Vorlauf-temperatur sollte höchstens 30°C betragen, und die Möglichkeit des langsamen gleichmäßigen Aufheizens muss gegeben sein. Diese Eigenschaften sind in der Regel nur bei neu zu planenden Anlagen herzustellen. Es ist darauf zu achten, dass die Vorschriften des Herstellers genau beachtet werden. Vor Beginn der Verlegearbeiten ist bei neuen Anlagen ein ordnungsgemäßes Auf- und Abheizen durchzuführen und darüber ein Protokoll zu erstellen. Aus diesem Grund sollten Holz-Fußböden nicht auf älteren bestehenden Anlagen verlegt werden.

Vinyl-Beläge sind für Fußbodenheizungen nicht geeignet. Vinyl-Beläge ist die verharmloste Umschreibung für PVC (Polyvinylchlorid). PVC ist thermoplastisch, d. h. es dehnt sich bei Wärme stark aus und zieht sich bei Kälte zusammen. Diese Eigenschaft macht Vinyl-Beläge ungeeignet für Fußbodenheizungen.

Kann ich auf einen hölzernen Unterbau einen Belag aus Vinyl oder Laminat legen? Sind diese Materialien so dicht, dass sie zu Schäden am Holz führen?

Es ist grundsätzlich möglich, auf einem Holzfußboden alle Arten von Fußbodenbelägen zu verlegen, vorausgesetzt der Untergrund ist entsprechend tragfähig und vorbereitet. Die Haltbarkeit eines Holzfußbodens ist nicht vom Fußbodenbelag abhängig. Die Vorstellung der Belag müsse „atmen“ und an das „Holz müsse Luft kommen“ ist falsch.

Die Ursache für das Vermodern eines Holzfußbodens liegt darin, dass der Zwischenraum zwischen Fußboden und Erdreich nicht ausreichend belüftet ist. Da der Fußboden in bewohnten Räumen warm ist, bildet sich auf der kalten Unterseite Kondens-/Schwitzwasser und wenn das nicht abtrocknen kann setzt ein langsamer Fäulnisprozess ein.

Abhilfe ist u. a. dadurch zu schaffen, dass der Zwischenraum zwischen Fußboden und Erdreich ausreichend belüftet wird. Das heißt, in den Außenwänden müssen mehrere ausreichend große Lüftungsöffnungen angebracht werden, möglichst an gegenüber liegenden Seiten, damit eine wirksame Luftzirkulation erreicht wird.

Eine weitere Maßnahme wäre eine ausreichende Wärmedämmung auf der gesamten Unterseite des Fußbodens, die auch die Balken mit einbezieht. Man kann die Wärmedämmung auch auf der Oberseite des Fußbodens anbringen. Das würde jedoch bedeuten, dass sich wegen der dafür erforderlichen Dämmstoffdicke das Niveau des Fußboden um ca. 8 cm erhöhen würde.

Wir beabsichtigen, eine Fußbodenheizung einzubauen, mit einem Parkett-Oberbelag. Das Kriterium: Die Fertig-Fußbodenhöhe sollte 70 mm nicht überschreiten, da die Fußbodenhöhe im Treppenhaus bis zur Haustüre ein Fixmaß ist und nicht erhöht werden kann. Welche Gesamtaufbaukonstruktion ab Rohfußboden können Sie uns empfehlen?

Gern möchten wir Ihnen eine konkrete Antwort auf Ihre Anfrage geben. Ohne genaue Kenntnis des Fußboden-Aufbaus ist uns das leider nicht möglich. So ist z. B die ausreichende Wärmedämmung ein entscheidender Faktor, damit die Wärme nicht in den Untergrund abwandert. Die Dicke des Dämm-Materials unter Fußbodenheizungen ist vom Gesamtaufbau und der Lage des Fußbodens im Gebäude abhängig. Die Mindest-Dämmstoffdicke die nicht unterschritten werden sollte, beträgt:
bei Verwendung von Polystyrol-Hartschaum
• bei darunter liegendem beheiztem Raum: 30 mm
• bei darunter liegendem unbeheiztem oder bei nur teilweise beheiztem Raum (z. B. Keller): 50 mm
bei Verwendung von Polyurethan-Hartschaum
• bei darunter liegendem beheiztem Raum: 25 mm
• bei darunter liegendem unbeheiztem oder bei nur teilweise beheiztem Raum (z. B. Keller): 40 mm          

Vor dem Einbringen des Dämm-Materials muss der Untergrund mit einer Dampfsperre ausgelegt werden. Die Nähte sind mit Spezial-Klebeband luftdicht zu verkleben! Auch an die Heizungsanlagen müssen gewisse Anforderungen gestellt werden: Die Vorlauftemperatur sollte höchstens 30°C betragen, und die Möglichkeit des langsamen gleichmäßigen Aufheizens muss gegeben sein. Diese Eigenschaften sind in der Regel nur bei neu zu planenden Anlagen herzustellen. Es ist darauf zu achten, dass die Vorschriften des Herstellers genau beachtet werden.

Zusätzlich möchten wir Ihnen folgende Informationen geben: Die Verlegung von Bodenbelägen aus Holz oder Holzwerkstoffen (Parkett, Massivholz-Dielen, Laminat) auf Fußbodenheizungen ist nicht ganz unproblematisch. Wie allgemein bekannt ist, „arbeitet“ Holz, d. h., es dehnt sich aus, schwindet, und es verwindet sich unter dem direkten Einfluss von Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen. Dazu kommt noch, dass Holz und Holzwerkstoffe schlechte Wärmeleiter sind, also gut gegen Kälte/Wärme abschirmen. Das bedeutet, dass bei der Verlegung auf einer Fußbodenheizung (im Vergleich z. B. zu Fliesen) die Wärmeabgabe aus dem Untergrund verzögert wird; die automatische Steuerung der Heizung reagiert nur noch langsam auf z. B. Sonneneinstrahlung oder auf die Fremdwärme, die durch eine größere Personenzahl eingebracht wird. Außerdem bewirkt die Erhöhung des thermischen Widerstandes einen Energiemehrverbrauch von bis zu 13%.  Es sollten nur Fußbodenbeläge verlegt werden, deren „Wärme-durchlasswiderstand“ den Wert von 0,015 m²k/W nicht übersteigt. Aufgrund der großen Verbreitung von Fußbodenheizungen und den Wünschen zur Verlegung von Holz-Fußböden haben viele Hersteller nach Wegen gesucht, die oben aufgeführten Probleme zu lösen: Es wurden mehrschichtige Holzbeläge, Parkett- und Laminat-Typen entwickelt, die speziell zur Verlegung auf Fußbodenheizungen geeignet sind. Nur solche Beläge, die ausdrücklich vom Hersteller dafür zugelassen sind, sollten auf Fußbodenheizungen verlegt werden. Achten Sie zusätzlich darauf, dass der Wärmedurchlasswiderstand (siehe oben!) auf der Verkaufspackung angegeben ist und zusätzlich die Zulassung für Fußbodenheizungen nach DIN 4725 + DIN 44576.  Angaben wie: „Fußbodenheizung sollte nur als Zusatzheizung verwendet werden“ reichen nicht aus!

In welcher Weise Holzbeläge auf Fußbodenheizungen verlegt werden sollten, hängt von der Herstellervorschrift ab. Je nach Angabe ist eine „Schwimmende Verlegung“ oder ein vollflächiges Verkleben (mit einem für Fußbodenheizungen geeigneten Kleber) möglich. Dabei ist zu beachten, dass es nachträglich aufgrund der oben aufgeführten speziellen Eigenschaften von Holz und durch raumklimatische Verhältnisse (Wechsel der Luftfeuchtigkeit) während der Heizperiode zur Fugenbildung kommen kann. Bei einer „schwimmenden Verlegung“ dehnt sich und schwindet der Boden insgesamt. Aus diesem Grund ist darauf zu achten, dass an den umlaufenden Wänden ausreichende Dehnungsfugen vorhanden sind. Bei einer Verklebung erfolgt der Dehn- und Schwundprozess elementweise. Dabei können sich größere Fugen bilden, die im allgemeinen gleichmäßig verteilt sind. Sie stellen keinen Qualitätsmangel dar und müssen toleriert werden. Dabei spielt auch die Holzart eine Rolle. Je weicher ein Holz ist, desto mehr kann es sich ausdehnen und schwinden. Eiche, Kirsche, Nussbaum, Merbau oder Bambus sind daher besser geeignet als weiche Hölzer. Voraussetzung dafür, dass die positiven Eigenschaften der Fußbodenheizung uneingeschränkt  nutzbar sind, ist die Beachtung der Besonderheiten bei der Planung und Ausführung und die Wahl geeigneter Bodenbeläge. Wertvolle Hinweise und Informationen zu diesem Thema finden Sie in den Merkblättern, die vom Bundesverband Flächenheizung e.V. herausgegeben werden und die Sie dort anfordern können:
Bundesverband Flächenheizungen e. V.
Hochstraße 113,  58095  H a g e n
Telefon:  (0 23 31)  20 08 50
F ax : (0 23 31) 20 80 40
E-Mail: flaechenheizung@t-online.de
Internet: www.flaechenheizung.de

Wir haben im gesamten Küchen, Wohn-und Essbereich einen neuen Boden: hochwertiges, schwimmend verlegtes Dielen-Klick-Parkett. Nun mussten wir feststellen, dass sich der Boden in der Küche an einer Stelle um mindestens 5 Millimeter vom Boden abhebt. Außderdem hat er an mehreren Stellen schon Risse. Wie kann das sein?

Erlauben Sie uns etwas Grundsätzliches zu diesem Thema zu sagen: In Anlehnung an die weit verbreitete Verlegetechnik von Laminat haben nun auch die Parkett-Hersteller das leimlose Verlegeverfahren mit unterschiedlichen Klick-Verbindungen entwickelt. Grundsätzlich kann man zwei verschiedene Verbindungstechniken unterscheiden: Das Einschubverfahren und das Einschwenkverfahren. In beiden Fällen weisen die Kanten der Parkett-Elemente statt Nut und Feder spezielle, in die Trägerschicht gefräste Profilierungen auf, die zusammengeschoben einrasten und eine feste Verbindung herstellen.

Bei der Verlegung hat der Verzicht auf die Verleimung einige Vorteile, z. B. bei der Ausrichtung der ersten Elementreihen und durch die sofortige Begehbarkeit der frisch verlegten Fläche. Auch wenn die Verlegung ganzer Elemente in der freien Fläche einfach und schnell geht, ist das Einpassen an Türzargen, unter Heizkörpern und an Rohrdurchführungen nicht ganz einfach. Weiter muss man auch ganz klar feststellen, dass die Fugen nicht mehr wasserdicht verschlossen sind, was die Empfindlichkeit gegen Feuchtigkeit erheblich erhöht. Daher ist es sehr fraglich, ob dieser Parkett-Typ als Fußbodenbelag für Küchen geeignet ist, da hier doch eine erhebliche Belastung von (Luft)-feuchtigkeit auftritt.

Weiter ist zu beachten, dass jeder lose verlegte Holzfußboden niemals absolut starr und fest liegt, ein klein wenig „arbeitet“ er immer. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, keine schweren Möbel, Einbauschränke usw. auf diese Böden zu stellen. Sie könnten das Ausdehnungs- und Schwundverhalten erheblich einschränken, so dass es davor zu Aufwölbungen der lose verlegten Parkett-Elemente kommen kann.

Unsere Souterrain-Wohnung ist sehr fußkalt, die Heizkosten sind hoch. Kann eine Fußbodenheizung Abhilfe schaffen?

Die Ursache für die Kälte in Ihrer Wohnung liegt ganz einfach darin, dass eine ausreichende, wirksame Wärmedämmung fehlt. Der Fußboden ist gegenüber dem Untergrund nicht ausreichend gedämmt. Selbst wenn es gelänge, auf dem vorhandenen Estrich eine Fußbodenheizung zu installieren, würde deren Wirkung verpuffen, da die Wärme in den ungedämmten Untergrund abwandert.

Nach den Empfehlungen des Bundesverbands Flächenheizungen erfordert eine Fußbodenheizung in Ihrem Fall den Einbau einer Wärmedämmung aus 50 Millimeter dickem extrudiertem Polystyrol (Styrodur).

Ich möchte einen alten Boden aus Fichtendielen weiß kalken. Was muss ich dabei beachten?

Die Technik, Holzfußböden weiß zu „kalken“, kommt aus Skandinavien. Sie können dafür entweder weiße Holzfußbodenseife oder weißes Fußbodenöl (Coloröl) verwenden. Der spezielle Effekt von gekalktem Holz wird nur dann wirksam, wenn die Seife oder das Öl so dünn aufgetragen wird, dass das Faserbild erhalten bleibt. Da die Einfärbung relativ dünnschichtig erfolgt, ist sie nicht sehr widerstandsfähig. Es empfiehlt sich daher, die laufende Pfl ege immer mit der ursprünglichen weißen Fußbodenseife bzw. dem weißen Öl vorzunehmen und damit die abgetretenen Stellen nachzufärben.

Wir haben in der Küche unter dem PVC einen alten Dielenboden. Der sieht noch gut aus, hat aber bis zu 6 mm breite Fugen. Kann man die mit Fugenkitt verschließen?

Fugen mit einer Breite von 6 mm lassen sich nicht mit Holzkitt oder Fugenmasse verschließen. Wir empfehlen Ihnen, stattdessen in Größe und Dicke geeignete Holzstücke vorsichtig in die Fugen einzutreiben. Die Seiten dieser Holzstücke sollten Sie vorher mit Holzleim bestreichen.

Nach dem Entfernen eines alten PVC-Belags sind viele hartnäckige Klebstoffreste am Betonboden haften geblieben? Kann ich darüber jetzt Bodenfliesen im Dünnbettverfahren verlegen?

Gerade beim Dünnbett-Verfahren ist es zwingend erforderlich, einen glatten, ebenen und rückstandsfreien Untergrund zuhaben, da der dünn aufgetragene Kleber keine Rückstände ausgleichen kann. Versuchen Sie daher, die Kleberrückstände erst aufzuweichen und dann mit einem Spachtel abzuschieben. Zum Abschluss ist es ratsam, die Fläche mit Korund-Schleifpapier zu glätten.

Haben Sie einen Tipp, wie wir Raufasertapete von einer mit Rigipsplatten verkleideten Wand entfernen können?

Wir empfehlen folgendes Vorgehen:
1. Reiben Sie die Tapetenoberfläche mit grobem Schleifpapier leicht auf, damit danach die Feuchtigkeit gut eindringen kann.
2. Streichen Sie die Raufasertapete mit normalem Tapetenkleister (sieben Liter Wasser für 125 Gramm Kleister) satt ein, vor allem an Kanten und Ecken.
3. Betten Sie eine dünne Abdeckfolie in die Kleisterschicht ein. Achten Sie auch hier besonders auf Ecken und Kanten, damit an diesen Stellen keine Luft an den Kleister kommt.
4. Nach spätestens 24 Stunden können Sie die Folie abziehen. Die Feuchtigkeit aus dem Kleister hat die Raufasertapete gut durchgeweicht, so dass sie sich entweder leicht abziehen oder mit einem Spachtel abschieben lässt.

Die Wände um unseren Kachelofen sind stark verrußt. Was lässt sich dagegen tun?

Die Verschmutzung kann zwei Ursachen haben. 1. Falls die Türen nicht dicht schließen, können Verbrennungsgase austreten, die Ruß mit sich führen. Ein Ofenbauer sollte die Tür überprüfen. 2. Durch die Strahlungswärme wird eine Luftumwälzung hervorgerufen. Der dadurch aufgewirbelte Staub kann sich an den Wänden ablagern. Sie sollten daher versuchen, Staub im Bereich des Kamins soweit wie möglich zu vermeiden. Die verschmutzten Wände überstreichen Sie am besten mit einer lösemittelhaltigen, nicht wasserverdünnbaren Schnellrenovier- oder Isolierfarbe.

Ich modernisiere gerade ein altes Haus und plane, eine Fußbodenheizung zu verlegen. Welche Bodenbeläge sind dafür geeignet?

Auf einer Fußbodenheizung können fast alle hochwertigen Fußbodenbeläge verlegt werden. Wichtig ist die Beachtung des Wärmedurchlasswiderstands, der nicht mehr als 0,15 m2 K/W betragen sollte. Die Werte für keramische und Natursteinböden liegen erheblich darunter. Sie sind daher besonders gut geeignet. Teppichboden, Kork, Holz oder Laminat leiten die Wärme hingegen vergleichsweise schlecht. Hier sollten Sie daher besonders darauf achten, dass der genannte Wärmedurchlasswiderstand nicht überschritten wird. Dieser Wert ist im Übrigen auch bei Trittschalldämmungen zu beachten. Bei höheren Werten reagiert die Fußbodenheizung zu träge, und der Energieverbrauch kann sich deutlich erhöhen.

Ich möchte die Ritzen in meinem alten Dielenboden ausspachteln. Sollte der Boden dazu vorher abgeschliffen werden?

Beim Ausspachteln der Fugen eines Dielen-Fußbodens lässt es sich nie ganz vermeiden, dass Spachtelmasse übergeschmiert wird. Daher ist es sinnvoll, zuerst die Fugen auszufüllen und danach zu schleifen. Wichtig ist allerdings, dass die Spachtelmasse vor dem Schleifen ein paar Tage lang aushärtet.

Ich möchte einen Korkfußboden auf einer doppelten Schicht Fliesen verlegen. Lässt sich der Untergrund glatt spachteln, damit das möglich ist?

Ausgleichsmassen oder Spachtel für Fußböden haften nur auf porenhaltigen Untergründen wie Zementanstrich oder Holz, aber nicht auf glasierten Fliesenoberflächen. Wenn man diese Flächen glätten möchte, müssen sie zuvor mit einem speziellen Haftgrund vorgestrichen werden.

Außerdem benötigt man eine spezielle, kunststoffgebundene Spachtelmasse. Ob es überhaupt möglich ist, auf einer doppelten Lage Fliesen einen neuen Boden zu verlegen, sollten Sie von einem Fachmann vor Ort prüfen lassen.

Über unserer Fußbodenheizung liegen Korkplatten. Wir möchten jetzt aber einen Laminatfußboden verlegen. Ist es sinnvoll, die alten Korkplatten unter dem Laminat als Trittschalldämmung liegen zu lassen?

Aus zwei Gründen sollten Sie den Korkbelag unbedingt vorher entfernen. Zum einen würde die Korkschicht den Wärmedurchlasswiderstand erhöhen und die Aufheizung des Bodenbelags damit erheblich verzögern. Sollte der Korkboden nicht mehr ganz intakt sein, besteht zum anderen die Gefahr, dass die Stabilität der Klickverbindungen der Laminatelemente beeinträchtigt wird. Bei der Auswahl des Laminats sollten Sie unbedingt darauf achten, dass dieses nach DIN 4725 und DIN 44576 für Fußbodenheizungen zugelassen ist. Der Wärmedurchlasswiderstand sollte 0,015 m²k/W nicht übersteigen.

In unserem mit Teppichboden ausgelegten Wohnzimmer „knarzt“ der Fußboden plötzlich an einer Stelle. Kann das mit dem Estrich zusammenhängen?

Das „Knarzen“ im Fußboden deutet darauf hin, dass der Estrich in dem betroffenen Bereich nachgibt. In der Regel ist darunter eine Lage Polystyrol eingebaut. Dieses hat sich vermutlich zersetzt. Die genaue Ursache wird nur ein Fußboden- oder Estrichleger feststellen können. Für eine genauere Untersuchung wird es dann auch erforderlich sein, den Teppichboden zu entfernen.

Unser Haus ist nicht unterkellert. Der Fußboden ist durchgehend mit Fliesen verlegt. Wir möchten darauf einen neuen Holzboden verlegen. Unter den Bodendielen sollen die Heizungsrohre verlaufen.

Von einer direkten Verlegung eines Holzbodens auf den Fliesen möchten wir Ihnen abraten, weil ausreichend Platz vorhanden sein muss, um Heizungsrohre und Wärmedämmung unter den Dielen zu verlegen. Letztere empfiehlt sich, weil Ihr Haus nicht unterkellert ist. Folgenden (groben) Fuß bodenaufbau würden wir empfehlen: Vor Beginn der Arbeiten an den umlaufenden Wänden einen Streifen Mineralwolle befestigen, gegen den später alle Fußbodenteile stoßen. Auf den Fliesenboden eine stabile Polyäthylenfolie als Dampfsperre auslegen.

Dann ca. sechs bis acht Millimeter hohe Kanthölzer als Träger des Dielenbodens einsetzen und die Zwischenräume mit Mineralwolle lückenlos ausfüllen. Zum Schluss können die Fußbodendielen angebracht werden. Sie müssen mit den Kanthölzern verschraubt und dürfen nicht genagelt werden.

Wir haben in einem Zimmer eine China-Grastapete. Kann man diese mit Dispersionsfarbe überstreichen?

Grastapeten sind sehr empfindlich gegen Feuchtigkeit. Bei Überstreichen mit wasserhaltiger Farbe (Dispresionsfarbe) würden sich sofort die aufgeklebten Gräser ablösen. Zusätzlich käme es schnell zur Auflösung des Papierträgers. Problemlos überstreichen können Sie diese Art Tapete mit Schnellreovier- oder Isolierfarbe, mattweiß, lösemittelhaltig (nicht wasserverdünnbar). Bei dieser Farbe ist keine Grundierung erforderlich. Sie lässt sich mit einer kurzflorigen Rolle verstreichen.

Unsere altrosafarbene Tapete hat im Laufe von sechs Jahren durch Sonneneinwirkung einen starken Gelbstick bekommen. Auf welche Gütesiegel sollten wir beim nächsten Kauf achten?

Leider gibt es für Tapeten kein verbindliches Gütesiegel. Der von Ihnen geschilderte Effekt ist bei den heutigen Druckverfahren und Druckfarben jedoch kaum vorstellbar. Möglicherweise handelt es sich um Importwaren. Etwas, das Qualität dokumentiert, ist das RAL-Gütezeichen – allerdings nur in Deutschland, denn das Gütesiegel gilt nicht weltweit.

Um den Trittschall aus der Wohnung über mir zu verringern, möchte ich eine Zwischendecke in mein Schlafzimmer einziehen. Welche Konstruktion empfehlen Sie dafür?

Um einen wirksamen Schallschutz zu gewährleisten, muss der Abstand der Zwischendecke von der eigentlichen Zimmerdecke mindestens 30 Zentimeter betragen. Mit einer derartigen Konstruktion wird die gewünschte Schalldämmung sowohl durch die "biegeweiche" Beplankung als auch durch 15 Zentimeter dicke Mineralwollematten erreicht. Diese werden flächendeckend und lückenlos auf der Oberseite der Beplankung verlegt. Die Unterkonstruktion für die Beplankung kann aus Holzlatten, aber auch aus speziellen Metallprofilen bestehen. Um Schallbrücken zu vermeiden, muss die Zwischendecke mit einem federnden Anhängersystem aufgehängt werden. Auch die Beplankung darf - damit keine Schallbrücke entsteht - an keiner Stelle an die umlaufenden Wände stoßen. Es muss überall eine einen Zentimeter breite Fuge offen bleiben, die dann mit Mineralwolle abgedeckt wird.

"In unserem Wohnzimmer haben wir zwei Wände mit grobem Rauputz. Haben Sie Tipps, wie sich die Wände schnell und einfach neu gestalten lassen?"

Die schnellste und einfachste Möglichkeit, die mit Rauputz versehenen Wände zu verändern, besteht darin, Gipskartonplatten anzubringen. Eine Alternative wäre es, den Rauputz mit einem Zellulose-Füllspachtel auszugleichen.

"Wir haben im gesamten Erdgeschoss Bodenfliesen mit ursprünglich hellgrauen Zementfugen. Diese sind nun vor allem in der Küche, im Flur und im Esszimmer fast schwarz geworden. Wie kann ich sie wieder hell bekommen?"

Fugenmassen sind niemals ganz glatt, sondern immer etwas rau. Da sie sich zudem beim Trocknen zusammenziehen, liegt ihre Oberfläche etwas tiefer als die der Fliesen. Beides zusammen bewirkt, dass besonders auf stark beanspruchten Fußböden Schmutz hängen bleibt, der kaum restlos zu entfernen ist. Deshalb sollte für die Fugenmasse auf dem Boden immer eine Farbe gewählt werden, die wenig schmutzempfindlich ist. Dauerhaft werden Sie eine Verbesserung der Optik nur erreichen, wenn Sie die Fliesen ganz neu verfugen. Dazu müssen Sie die vorhandene Fugenmasse vorher aber restlos entfernen.

"Wir renovieren ein 1930 erbautes Haus, bei dem das Wohnzimmer nicht unterkellert ist. Wir möchten einen neuen Bodenaufbau einbringen, der die Feuchtigkeit abhält, und dann Laminat verlegen. Die alten Lagerbretter sind unten angefault. Welche Möglichkeiten gibt es?"

Den Unterbau sollten eine Schicht Feinkies und Beton bilden. Ist der alte Untergrund tragfähig und gleichmäßig, reicht eine etwa fünf Zentimeter dicke Schicht Magerbeton, andernfalls sollten Sie eine bewehrte, zehn Zentimeter dicke Betonplatte gießen. Auf dem gut ausgetrockneten Beton müssen Sie dann eine Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit anbringen (zum Beispiel aus Bitumen- oder Kunststoffdichtungsbahnen oder aus Asphaltmastix). Auf diesen Untergrund kommen zur Wärmedämmung Platten aus extrudiertem Polystyrol (Styrodur) in einer Mindeststärke von zwölf Zentimetern. Darauf verlegen Sie eine stabile Polyäthylenfolie und bringen einen Zementestrich ein. Alternativ können Sie auch Trockenbau-Estrichelemente verwenden. Auf diesem Untergrund lassen sich dann alle bekannten Fußbodenbeläge verlegen.

Ich möchte meine Betontreppe mit Holz verkleiden. Kann ich dafür Leimholzplatten verwenden?

Leimholzplatten sind sehr stabil und verziehen sich nicht. Sie sind deshalb als Belag für die Treppenstufen grundsätzlich geeignet. Hat Ihre Treppe eine glatte Oberfläche, können Sie die Platten mit Holzkleber aus der Kartusche befestigen. Der Klebstoff sollte in einer Breite von etwa fünf Millimetern im Zickzackmuster aufgetragen werden. Drücken Sie die Stufe fest an (am besten draufstellen) und beschweren Sie sie anschließend rund 24 Stunden, zum Beispiel mit schweren Steinen. Ist die Betonoberfläche nicht sehr glatt, sollten Sie die Stufen mit je vier Schrauben befestigen. Als Trittschalldämmung legen Sie in diesem Fall fünf Millimeter Presskork oder eine Schaumgummiplatte zwischen Holzbelag und Beton.

Den alten Teppichboden in unserer Wohnung möchten wir durch Laminat oder Parkett ersetzen. Im Fachhandel haben wir unterschiedliche Aussagen zu der Frage bekommen, ob wir den Teppichboden entfernen müssen oder ob er als Schallschutz liegen bleiben sollte.

Die Meinungen hierzu sind in der Tat geteilt. Wir raten von der Verwendung eines vorhandenen Teppichbodens als Trittschalldämmung unter Laminat oder Parkett ab, vor allem wenn dieser bereits älter ist. Die Rückseitenbeschichtung des Teppichbodens altert nämlich meist schneller als die Lauffläche. Der Schaumrücken wird spröde und beginnt, sich an einzelnen Stellen aufzulösen. Hier würde der neue Boden dann "hohl" liegen, und es bestünde die Gefahr, dass die Fugen an diesen Stellen auseinandergehen. Als wirksame und haltbare Trittschalldämmung empfiehlt sich stattdessen zum Beispiel eine Korkbahn von mindestens fünf Millimetern Dicke.

"Der Flur in unserer Wohnung ist sehr schmal, so dass man mit Taschen oder Rucksäcken selbst bei größter Vorsicht immer wieder an die Wand kommt, die dadurch leicht verschmutzt. Die Wand ist mit Raufaser tapeziert und weiß gestrichen. Können Sie eine Alternative empfehlen?"

Sie können die Wände mit einem Glasfasergewebe bekleben, das es in vielen Dessins gibt. Vorher sollten Sie die Raufaser restlos entfernen. Das Gewebe streichen Sie dann mit einer seiden- oder hochglänzenden Latexfarbe, die nach etwa zehn Tagen ihre maximale Festigkeit erreicht. Die Oberfläche ist dann stoßfest und absolut scheuerbeständig.

Wir haben eine Holztreppe, die mit Stufenmatten belegt ist. Mein Problem: Wenn ich unten mit dem Staubputzen fertig bin, kann ich fünf Minuten später oben wieder anfangen. Dafür gibts keine Lösung, oder?

Vermutlich haben die Stufen eine Kunststoffbeschichtung, die sich elektrostatisch auflädt. Da die Fasern der Matten ebenfalls aus Kunststoff bestehen, entsteht beim Laufen Reibungselektrizität, durch die Staub angezogen wird. Probieren Sie, die lackierten Flächen mit einer antistatischen Möbelpolitur einzureiben. Wenn Sie die Matten ersetzen möchten, empfiehlt es sich, Modelle aus Naturfasern zu verwenden.

Um den Parkettboden vor unserem Kaminofen zu schützen, suchen wir eine geeignete Platte. Am besten würde uns Glas gefallen. Ist das ein geeignetes Material?

Eine normale Glasscheibe ist zum Schutz des Fußbodens gegen herausfallende Glut nicht geeignet, da sie nicht hitzebeständig ist. Sie würde zerspringen, wenn glühende Asche oder Holzteile darauf fallen. Nur ein spezielles Borsilikatglas ist für diesen Zweck geeignet. Häufig werden auch Platten aus Stahlblech verwendet. Egal für welches Material Sie sich entscheiden, achten Sie auf jeden Fall darauf, dass die Platte groß genug ist.

Unser Esszimmer hat eine sehr schlechte Akustik. Sind mehrere Leute im Raum, hallt es stark. Das Zimmer hat Bodenfliesen und ist nicht tapeziert, sondern verputzt.

Die schlechte Akustik hat ihre Ursachen darin, dass alle großen Flächen (Fußboden, Betondecke, Fenster) aus hartem Material bestehen und daher die Schallwellen zurückwerfen. Um das zu verhindern, müssen diese Flächen so hergerichtet werden, dass die Schallreflexion eingeschränkt wird. Mit großen Teppichen und breiten Gardinenschals oder Akustikplatten unter der Decke und an ausgewählten Wandpartien lässt sich das sehr gut erreichen.

Ich möchte unsere Wohnung auf Schadstoffe und Schimmelpilze untersuchen lassen. Wer führt so etwas durch?

Adressen von Fachleuten erhalten Sie bei folgenden Institutionen:

  • Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute, Telefon (05044) 975 75, Internet: www.agoef.de
  • Berufsverband deutscher Baubiologen, Telefon 0800 200 10 07, Internet: www.baubiologie.net

Manche Belastungen, zum Beispiel die durch Schimmelpilze, kann man mit Teströhrchen, die man an ein Speziallabor schickt, auch selbst feststellen. Erhältlich sind die Tests in vielen Apotheken oder bei der Stiftung Warentest. Infos dazu gibt es per Faxabruf (01805 88 76 83 09) oder unter www.test.de/analysen.

Auf unserem gewachsten und geölten Parkett zeichnen sich immer mehr Streifen ab. Wahrscheinlich sind sie beim „strümpfigen“ Rutschen unserer Kinder entstanden. Mit einem Reinigungsmittel des Herstellers ließen sie sich nicht entfernen. Was kann ich tun?

Wenn Ihre Kinder auf Strümpfen übers Parkett rutschen, entsteht eine erhebliche Reibungswärme, welche die Oberflächenbeschichtung aus Wachs und Öl weich macht. Zudem wirkt das Kunstfasergewebe der Strümpfe stark abschleifend. Deshalb sollten geölte/gewachste Fußböden auch nie mit Mikrofaserwischtüchern gereinigt werden. Um die Streifen zu entfernen, werden Sie die Parkett-Oberfläche wohl neu ölen beziehungsweise wachsen müssen.

Die Decke und zum Teil auch die Wände meiner Wohnung bestehen aus Rigipsplatten. Nun bilden sich an den Stoßstellen mehr und mehr Risse. Wie kann ich diese dauerhaft beseitigen?

Vermutlich ist die Verarbeitung der Stöße und Fugen beim Anbringen der Platten mangelhaft ausgeführt worden, zum Beispiel weil kein Fugenband eingearbeitet wurde. Folgenden Vorschlag haben wir zur Sanierung:

  • Entfernen aller losen Teile der Fugenmasse durch Auskratzen und Abschleifen.
  • Grundieren dieser Bereiche mit lösemittelhaltigem (nicht wasserverdünnbarem!) Tiefgrund.
  • Verschließen der Fugen mit einem Zellulose-Füllspachtel (kein Gips!).
  • Überkleben der Fugen mit einem Armierungsgewebe aus Kunststoff mittels eines Dispersionsklebers.
  • Nach dem Trocknen glatt spachteln.
Ist es möglich, einen PVC-Boden zu fliesen? Falls nicht: Wie lässt sich der verklebte Boden am besten entfernen?

Auf einem PVC-Boden kann man grundsätzlich keine Fliesen verlegen, ganz gleich, wie fest er mit dem Untergrund verbunden ist. Zum Entfernen des PVC-Belags hat sich folgende Methode bewährt: Versuchen Sie zunächst, mithilfe eines Malerspachtels am Rand einen kleinen Teil des Belags zu lösen. Danach müssen Sie den Fußbodenkleber mit einer Heißluftpistole erweichen, so dass nach und nach weitere Teile abgezogen werden können.

Ich möchte die mit Reibeputz versehenen Wände meiner Wohnung mit Raufaser übertapezieren. Ist das möglich?

Rein technisch ist Ihr Vorhaben durchführbar. Um zu halten, müsste die Tapete allerdings sehr gut durchweichen. Das hätte zur Folge, dass sich die Struktur des Putzes durch die Tapete durchdrückt. Wenn Sie dies vermeiden wollen, ist folgendes Vorgehen zu empfehlen:

  • Abreiben der Putzoberfläche mit einer Drahtbürste
  • Überspachteln und Glätten der gesamten Fläche mit einem Zellulosefüllspachtel
  • nach dem Trocknen: Grundieren der gesamten Fläche mit einem wasserverdünnbaren Putzgrund
  • Tapezieren mit Raufaser
Wir möchten im Essbereich eine Wandverkleidung anbringen. Die Wände sind mit Rigips verkleidet. Müssen wir darauf zunächst eine Lattung anbringen?

Da die Wände aus Gipskartonplatten bestehen, haben sie eine absolut glatte und ebene Oberfläche. Daher ist es nicht erforderlich, zur Befestigung der Wandverkleidung eine Lattung aufzubringen. Sie können die Paneele mit einem Montagekleber aus der Kartusche direkt befestigen.

Beim Bau unseres Hauses vor 23 Jahren haben wir die Estrichböden im Keller mit grauer Betonfarbe gestrichen. Jetzt möchten wir darauf Fliesen verlegen. Was müssen wir dabei beachten?

Grundsätzlich ist es gut möglich, Fliesen auf einem gestrichenen Estrich zu verlegen. Verwenden Sie dafür Kleber, mit dem man auch neue Fliesen auf bereits vorhandenen verlegt. Problematisch könnte eventuell die nach 23 Jahren nicht mehr ausreichende Haftung des alten Anstrichs auf dem Untergrund sein. Um dem vorzubeugen, empfiehlt es sich, den Fußboden vorher gründlich mit einem Heißwasserhochdruckreiniger zu säubern, um alle morschen Anstrichteile gründlich zu entfernen. Vor dem Verlegen der neuen Fließen muss der Boden dann ausreichend austrocknen.

Die Holztreppe in meinem Haus sieht aufgrund ihres Alters und zweier Umbauten nicht mehr sehr schön aus. Wie kann ich die Treppe am besten wieder herrichten? Mit Teppich belegen möchte ich sie nicht.

Wir empfehlen Ihnen, die Treppe mit einem hochwertigen Klarlack neu zu lackieren. Die fachgerechte Durchführung dieser Renovierung ist allerdings recht arbeitsaufwendig. Voraussetzung ist zunächst die restlose Entfernung alter Anstrichschichten. Die Stufen und Wangen müssen sorgfältig geschliffen werden. Das darf nur in Richtung der Holzfasern geschehen, da ansonsten das Faserbild zerstört wird. Vor der eigentlichen Lackierung ist eine Grundierung mit verdünntem Lack erforderlich.

Anschließend sollten Sie die Oberfläche nochmals mit feinem Schleifpapier glätten und abstauben, bevor die zweimalige Schlussbeschichtung erfolgt. Damit die Treppe während der Renovierung begehbar bleibt, sollten Sie immer abwechselnd nur jeweils eine Stufe lackieren und die anderen erst bearbeiten, wenn der Lack trocken ist.

Kurz nach dem Neuanstrich einer Glasfasertapete zeigen sich dunkle Stellen, und sogar die Mauersteine zeichnen sich ab. Es handelt sich um eine nicht isolierte Außenwand.

Dispersions- und Latexfarben sind thermoplastisch. Bei Wärme wird ihr Anstrichfilm weich, bei Kälte hart. Dies ist verbunden mit einer elektrostatischen Aufladung, wodurch Staub- und Schmutz angezogen wird. Hinzu kommt die unzureichende Wärmedämmung. Die warme Luft, die Staub und Schmutz mit sich führt, schlägt sich an den kälteren Stellen als Kondensfeuchtigkeit nieder. Da die Mörtelfugen in der Regel kälter sind als die Mauersteine, zeichnen sich auch hier die Schmutzablagerungen ab. Zu ändern ist dies nur durch eine ausreichende Wärmedämmung.

Wir möchten über unseren alten, fest verklebten Teppichboden Laminat verlegen, haben aber Bedenken wegen der Verschmutzung dieses alten Bodens. Was empfehlen Sie?

Von der Verwendung eines älteren Teppichbodens unter Laminat raten wir ab. Die Verschmutzung stellt nicht das Problem dar, sondern der Schaumrücken des Teppichbodens. Dieser altert oft schneller als die Lauffläche; es findet eine Versprödung statt, die nicht gleichmäßig verläuft. Dadurch kommt es zu hohlen Stellen, und es besteht die Gefahr, dass die Laminatfugen dort auseinandergehen. Das gilt besonders im Falle der heute üblichen Klicksysteme, deren Festigkeit entscheidend davon abhängt, dass die einzelnen Elemente fest und ohne nachzugeben auf dem Untergrund aufliegen. Sie sollten deshalb nach Möglichkeit die Mühe in Kauf nehmen, den Teppichboden restlos zu entfernen. Vor der Verlegung muss der Untergrund eventuell noch gespachtelt werden. Zur Trittschalldämmung empfiehlt sich eine mindestens fünf Millimeter dicke Korkbahn.

Unser Haus ist mit tief genarbten, besandeten Klinkern verkleidet. Diese sind auf der Wetterseite unansehnlich geworden. Wie lässt sich das künftig verhindern?

Die Ursache für die Verschmutzung ist die Oberflächenbeschaffenheit der Klinker. In den Vertiefungen kann die eingedrungene Feuchtigkeit schlecht abtrocknen. Das sind ideale Bedingungen für die Ansiedlung von Algen und Pilzen. Verhindern lässt sich das nur durch konstruktive Änderungen, welche die Fassade vor Feuchtigkeit schützen. Dazu gehören beispielsweise die Verbreiterung des Dachüberstands, der Einbau breiterer Fensterbänke und die Verbesserung der Wasserableitung von Balkonen und Gebäudevorsprüngen.

Wir möchten ein neues Bad einrichten und würden dieses gern mit Holzdielen auslegen. Ist ein solcher Boden fürs Bad geeignet?

Wir raten davon ab, das Bad mit einem Holzdielen-Fußboden auszustatten. Selbst wenn Sie darauf achten, dass kaum Wasser auf den Fußboden gelangt, wird das Holz wegen der Luftfeuchtigkeit fast zwangsläufig Feuchtigkeit über die Fugen aufnehmen.

Wenn Sie dennoch einen massiven Holzboden wünschen, kommen nur Dielen aus Douglasie oder Esche infrage. Eine andere Möglichkeit sind Landhausdielen, also Fertigparkett in Dielenform. Zum Schutz gegen Feuchtigkeit ist auf jeden Fall ein spezieller Fußboden-Aufbau erforderlich.

Ich möchte über Fliesen mit Fußbodenheizung Laminat verlegen. Ist das möglich?

Das Verlegen von Parkett und Laminat auf Fußbodenheizungen ist nicht unproblematisch. Nicht nur, weil Holz arbeitet, sondern vor allem, weil es ein schlechter Wärmeleiter ist. Die Heizung reagiert langsamer und hat einen höheren Energiebedarf. Wegen der großen Nachfrage wurden aber spezielle Parkett- und Laminattypen entwickelt, die auch für Fußbodenheizungen geeignet sind. Nur solche vom Hersteller ausdrücklich zugelassenen Beläge sollten auf Fußbodenheizungen verlegt werden. Achten Sie darauf, dass der Wärmedurchlasswiderstand auf der Packung angegeben ist (der Wert sollte 0,015m2k/W nicht übersteigen) und der Bodenbelag für Fußbodenheizungen nach DIN 4725 und DIN 44576 zugelassen ist.

Die Wände in unserem Bad sind mit Korkplatten beklebt. Wir möchten das Bad jetzt fliesen. Kann man die Fliesen direkt auf den Kork kleben, oder müssen die alten Platten erst weg?

Alte Korkplatten sind kein geeigneter Untergrund für Fliesen. Wir raten Ihnen daher, die alten Platten restlos zu entfernen. Das gilt auch für die Klebereste. Da Fliesen nur noch im Dünnbettverfahren verlegt – oder besser: verklebt – werden, ist ein absolut glatter und tragfähiger Untergrund erforderlich.

Wir möchten den Fußboden in unserer Erdgeschosswohnung in einem Zimmer um etwa zwei Zentimeter anheben. Können wir zu diesem Zweck auf dem Estrich Spanplatten verlegen?

Ist die Wohnung unterkellert, so ist das grundsätzlich möglich. Zum Schutz vor Feuchtigkeit sollten Sie den Boden zunächst mit einer stabilen Polyäthylenfolie auslegen. Darauf können Sie dann die Spanplatten mit Nut und Feder schwimmend verlegen. Achten Sie dabei auf versetzte Stöße und vermeiden Sie Kreuzfugen. An allen vier Seiten sollte ein Abstand von 15 Millimetern zur Wand eingehalten werden. Diese Fugen müssen auch bei der späteren Verlegung des Bodenbelags offen bleiben. Man kann sie abschließend mit Mineralwolle ausstopfen.

Ist die Wohnung nicht unterkellert, müssen Sie die Polyäthylenfolie durch eine echte Dampfsperre ersetzen, da sonst die Gefahr besteht, dass sich Kondenswasser bildet.

Mein Sohn hatte an den Holzpaneelen seines Zimmers mit Teppichklebeband eine Tafel befestigt. Haben Sie einen Tipp, wie wir das Klebeband jetzt wieder entfernen können?

Reste von Klebebändern können Sie vorsichtig mit Wärme entfer-nen. Richten Sie einen Fön darauf, bis die Reste weich werden und mit einem Messer abgeschoben werden können. Aber Vorsicht, damit der Untergrund nicht beschädigt wird. Verbleibende Klebstoffrückstände lassen sich anschließend mit Feuerzeug- oder Waschbenzin entfernen. Andere Lösungsmittel könnten den Untergrund beschädigen.

In meinem Garten habe ich einen Schuppen. Auf den Betonfußboden möchte ich Fliesen kleben. Da der Boden im Winter immer feucht ist, befürchte ich, dass die aufgeklebten Fliesen wieder abspringen können. Haben Sie einen Rat, wie sich das verhindern lässt?

Wir können Ihnen nur davon abraten, im Schuppen Fliesen zu verlegen. Bei der Feuchtigkeit auf dem Fußboden handelt es sich um Kondenswasserbildung. Bei Sonnenerwärmung erwärmt sich auch die Luft und schlägt sich als Kondenswasser auf dem kalten Fußboden nieder. Dies wird sich auch wieder einstellen, wenn Sie den Fußboden mit Fliesen belegt haben. Das Kondenswasser kann in die Fugen zwischen den Fliesen eindringen. Denn Fliesen, Kleber und Mörtel haben ein unterschiedliches Ausdehnungsverhalten bei Wärme und Kälte, so dass sich zwangsläufig feine Haarrisse zuerst im Fugenbereich bilden werden, in die das Kondenswasser tief einzieht. Bei Frost werden dann früher oder später zunächst die Fugen aufbrechen, später wird der Belag abplatzen.

Wir haben eine Fußbodenheizung und möchten die alten Fliesen herausreißen. Was müssen wir beachten?

Auf Fußbodenheizungen verlegte Fliesen müssen sehr vorsichtig entfernt werden, damit der Heizestrich nicht beschädigt wird. Fliesenleger verfügen über geeignete Werkzeuge dafür. Es gibt auch die Möglichkeit, auf den alten Fliesen neue zu verlegen, ohne die Heizleistung zu beeinträchtigen.Voraussetzung ist, dass der alte Fliesenbelag intakt ist.

Wir haben einen Boden aus weiß geöltem Ahornfertigparkett. Da der helle Boden sehr empfindlich ist, möchten wir ihn nachdunkeln. Gibt es dafür eine einfache Möglichkeit?

Eine Einfärbung ist nur möglich, wenn die Poren der Holzoberfläche noch frei und offen sind. Durch das Auftragen des Öls sind die Holzporen bei Ihrem Parkett bereits geschlossen, so dass Ihnen nur die Möglichkeit bleibt, es abzuschleifen. Voraussetzung dafür ist, dass die Nutzschicht mindestens vier Millimeter dick ist. Nach dem Schleifen können Sie die Holzoberfläche mit einer Holzbeize färben (nicht mit einer Lasur!) und sie anschließend neu ölen oder wachsen.

Unser Haus ist 50 Jahre alt und hat in allen Räumen einen genagelten Dielenfußboden. Inzwischen quietscht und knarrt es beim Gehen immer mehr. Was lässt sich dagegen tun?

Um das Knarren des Fußbodens zu beseitigen, hilft es oft, jede einzelne Diele nachzunageln. Die Nägel müssten also alle noch einmal mit einem Schlag ins Holz hineingetrieben werden. Zusätzlich sollten Sie jede Diele mit jeweils zwei 50-Millimeter-Schrauben pro Balkenlage fest mit der Unterlage verbinden.

Vom Balkon über uns fallen immer wieder Geranienblüten auf die Steinfliesen unseres Balkons und hinterlassen dort hässliche Flecken. Haben Sie einen Tipp, wie sich diese beseitigen lassen?

Probieren Sie es mit folgendem Vorschlag: Legen Sie auf die eingetrockneten Blütenblätter einen nassen Lappen, der mit Wasser und Spülmittel getränkt ist. Nach einer Einwirkzeit von 20 bis 30 Minuten können Sie den Fleck mit der rauen Seite eines Spülschwamms entfernen. Das geht umso leichter, je glatter die Oberfläche der Fliesen ist.

Wir möchten unsere neue Küche nicht verfliesen, sondern tapezieren oder verputzen. Gibt es Möglichkeiten, Tapete und Putz vor Schmutz und Feuchtigkeit zu schützen?

Technisch ist das überhaupt kein Problem: Es gibt sowohl abwaschbare und feuchtigkeitsbeständige Tapeten als auch Latexanstriche. Allerdings sollten Sie beachten, dass bei Verwendung dieser Werkstoffe die Wasserdampfdurchlässigkeit der Wandoberflächen auf der Strecke bleibt, die Wände können nicht mehr "atmen". Für das Raumklima und zur Verhinderung von Kondenswasserbildung ist es aber recht wichtig, dass die Wände die Fähigkeit behalten, Wasserdampf aufzunehmen, um ihn später wieder an die Raumluft abzugeben. Diese Pufferwirkung ist nur mit "normalen" Papiertapeten oder Innen-Silikatfarben erreichbar.

Die Holztreppe ins Obergeschoss unseres Siedlungshauses (Baujahr 1936) ist komplett mit Teppich beklebt. Ich möchte die Stufen mit einer neuen Auflage versehen, würde mir aber gern die Arbeit sparen, den Teppich abzukratzen. Welche Möglichkeiten gibt es?

Ohne ein Entfernen des alten Teppichs wird es leider nicht gehen. Die Grundbedingung für eine dauerhafte und wirksame Sanierung der Treppe ist, dass der alte Teppichbelag und auch die Kleberreste vollständig entfernt werden. Das ist keine schöne Arbeit, aber sie lässt sich durch eine Heißluftpistole etwas erleichtern. Zur anschließenden Renovierung gibt es verschiedene Programme, die mit Laminat oder Parkett arbeiten. In gut sortierten Fachmärkten finden sich in der Regel entsprechende Angebote.

Von unserer alten Holztreppe möchten wir den Öl-Firnis-Lack entfernen. Die Versuche mit Abbeizen und Abschleifen waren unbefriedigend. Wozu raten Sie uns?

Alte Lackfarben mit Bindemitteln auf der Basis von Leinöl oder Holzöl werden von "modernen" Abbeizern auf Lösemittelbasis nicht ausreichend aufgelöst. Sie sollten daher Abbeizer auf der Basis von Ätznatron einsetzen. Diese entfernen zuverlässig Naturharzfarben und -lacke und sind als "Tempo Abbeizpaste", "Abbeizer mit der Krähe" und "Scheidel Abbeizsalbe" im Farbenfach- oder Großhandel erhältlich.

Wir möchten die Wohnung im Obergeschoss vermieten, vorher aber etwas gegen den Trittschall tun. Wie macht man das?

Wenn die Lärmbelästigung von oben kommt, bieten sich zwei Möglichkeiten an, sie einzudämmen. Am wirksamsten ist eine ausreichende Trittschalldämmung des Fußbodens im oberen Stockwerk, denn damit wird die Ursache gründlich beseitigt.

Kommt das nicht infrage (zum Beispiel in Mehrfamilienhäusern), ist die Montage einer abgehängten Decke möglich. Diese sollte von der eigentlichen Decke einen Abstand von mindestens 30 Zentimetern haben. Eine ausreichende Raumhöhe ist daher Voraussetzung dafür.

In unserem Hausflur tritt Salpeter aus. Was kann man dagegen tun? Gibt es zum Beispiel einen geeigneten Spezialputz?

Das Auftreten von Salzausblühungen (Salpeter) ist immer ein Zeichen dafür, dass sich Feuchtigkeit im Mauerwerk befindet, die zum Verdunsten an die Außenseite drängt. Dabei werden Salze aus Mörtel und Steinen herausgelöst und an die Oberfläche transportiert. Es müssen also irgendwo im Haus schadhafte Stellen vorliegen, durch die Wasser in das Mauerwerk eindringen kann. Um die Ausblühungen zu verhindern, müssen Sie versuchen, diese Fehlstelle(n) aufzuspüren und abzudichten. Wenn das nicht gelingt, kommt es immer wieder zu Ausblühungen. In dem Fall könnten Sie die Wand eventuell mit einer Vorsatzschale verkleiden.

Im Bad unseres Fertighauses schwingt der Spanplattenboden so, dass die Fliesen immer wieder reißen. Wir würden gern PVC darüberlegen. Gibt es dazu Erfahrungswerte?

Bevor Sie einen PVC-Belag über die Fliesen legen, müssten diese erst mit einer Spezialspachtelmasse ausgeglichen werden. Der PVC-Boden müsste dann fest verklebt werden. Allerdings würde das die Schadensursache nicht beseitigen. Vermutlich würde sich der Belag daher nach kurzer Zeit vom Untergrund lösen und Blasen werfen. Auch die Nähte könnten aufplatzen. Wir raten daher zu einer Grundsanierung des Fußbodens, am besten durch die Herstellerfirma Ihres Fertighauses.

Der schöne alte Dielenboden in meinem Haus hat teilweise recht breite Ritzen. Haben Sie einen Vorschlag, wie sich diese füllen lassen?

Es gibt eine relativ einfache Methode dafür: Fertigen Sie eine dicke Spachtelmasse aus Sägemehl und Holzleim. Der Brei muss so dick sein, dass Sie ihn gerade noch mit einem Malerspachtel oder mit einem breiten Messer in die Fugen drücken können. Mit einem feuchten Lappen können Sie übergeschmierte Spachtelmasse entfernen und die Oberfläche glätten. Vor Beginn der Arbeit sollten Sie die Fugen gut auskratzen, um losen Schmutz zu entfernen.

Gibt es geeignete Farben, mit denen man hochwertige Textiltapeten überstreichen kann?

Mit einer üblichen wasserverdünnbaren Dispersionsfarbe wird das in der Regel nicht möglich sein. Um sicher zu gehen, sollten Sie daher eine lösemittelhaltige (nicht wasserverdünnbare) Schnellrenovier- oder Isolierfarbe verwenden. Diese ist einfach zu verarbeiten und trocknet schnell und spannnungsfrei auf, ohne dass die Textiltapete später abplatzt oder sich Falten oder Beulen bilden. Allerdings gibt es die Farbe nur in Weiß. Mit Universal-Abtönfarben können Sie zarte Pastelltöne herstellen. Die Schnellrenovierfarben dürften Sie nicht im Baumarkt erhalten, sondern nur im Farbenfach- oder Großhandel.

Auf den Mosaikfliesen in unserem Flur möchten wir gern vier Millimeter dicke Korkplatten verlegen. Ist das empfehlenswert?

Gegen Ihr Vorhaben ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Da die Platten nur vier Millimeter dick sind, muss jedoch der Untergrund vorher glatt gespachtelt werden, da sich sonst die Fugen des Untergrunds auf der Korkoberfläche abzeichnen würden. Grundieren Sie dafür die gla-sierte Oberfläche der Mosaikfliesen zunächst mit einem Haftgrund. Darauf können Sie dann eine Spezial-Ausgleichsmasse auftragen. Ist diese getrocknet, muss sie eventuell noch glatt geschliffen werden. Anschließend gut abstauben! Danach können darauf die Korkplatten verlegt werden. Diese sollten zuvor mindestens drei Tage ausgepackt in der Wohnung gelagert werden, damit sie sich an das Raumklima angleichen können.

Wir möchten die alten Holzdielen in unserem Haus abschleifen. Welche Werkzeuge braucht man dafür?

Zum Abschleifen von Holzfußböden benötigen Sie in jedem Fall drei verschiedene Schleifmaschinen: eine Walzenschleifmaschine zum Bearbeiten der großen Flächen, eine Randschleifmaschine zum Abschleifen des Bodens in den Wand- und Türbereichen und an ähnlichen Stellen sowie eine Tellerschleifmaschine zum abschließenden Angleichen der unterschiedlichen Schleifbilder. Alle Maschinen sollten über einen Schleifsack verfügen. Sie lassen sich in vielen Baumärkten ausleihen. Achten Sie darauf, dass Sie für alle Typen genügend Schleifbänder und -scheiben zur Verfügung haben, von jeder Körnung jeweils mindestens drei Stück.

Wir haben eine mit Kiefernholz belegte Betontreppe. Im Holz sind eine Reihe von Dellen und Kratzern entstanden. Gibt es spezielle Versiegelungen, mit denen sich das verhindern lässt?

Für Treppenstufen sollte grundsätzlich Hartholz wie Buche oder Eiche verwendet werden. Auch ein harter Lack würde auf einem weichen Holz keinen ausreichenden Schutz gewährleisten. Bei Punktbelastung (zum Beispiel durch spitze Absätze) würde die Lackschicht regelrecht „durchgestanzt“ werden. Sie sollten die vorhandenen Holzstufen daher am besten mit Elementen aus Fertigparkett oder Industrielaminat (Beanspruchungsgruppe 32 oder 33) belegen.

In meiner neuen Wohnung liegt Laminatfußboden. An einigen Stellen, vor allem zwischen den Türen, wölbt sich dieser. Woran kann das liegen?

Vermutlich wurde das Laminat ohne ausreichende Ausdehnungsfuge verlegt. Da alle Holzwerkstoffe ein starkes Ausdehnungs- und Schwundverhalten zeigen, muss Holzboden grundsätzlich so verlegt werden, dass zwischen den Wänden und dem Fußbodenbelag eine Fuge von 15 bis 20 Millimetern Breite offen bleibt. Das gilt auch für den Abstand zu den Türzargen. Die offene Fuge wird anschließend so mit einer Fußleiste abgedeckt, dass das „Arbeiten“ des Laminats nicht eingeschränkt wird.

Für unsere finnische Sauna auf dem Dachboden brauchen wir noch einen Boden. Was empfehlen Sie?

Wir raten Ihnen, den Fußboden aus 20 Millimeter dicken Fichtenholzdielen mit Nut und Feder herzustellen. Die Dielen sollten auf drei bis fünf Zentimeter dicken Kanthölzern mit nicht rostenden Schrauben befestigt werden, so dass ein Luftzwischenraum zwischen Dachboden- und Sauna-Fußboden entsteht. Das ist erforderlich, damit Schwitzwasser abtrocknen kann, das sich dort eventuell bildet.

Wir möchten den Fußboden im Erdgeschoss erneuern. Sollten wir bei dieser Gelegenheit auch das Sand-Erde-Gemisch unter dem alten Holzboden ersetzen?

Es ist sinnvoll, das Sand-Erde-Gemisch unter Ihrem Erdgeschoss-Fußboden durch ein Dämm-Granulat zu ersetzen. Am besten verwenden Sie dafür ein gegen Feuchtigkeit imprägniertes Material. Bei einer ausreichenden Schichtdicke ist mit einer erheblichen Verbesserung der Wärmedämmung zu rechnen – damit wird der Boden auch deutlich „fußwärmer“.

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