Wohnen

Fragen und Antworten zum Thema Bad & Wellness

Das Wohnglück-Team gibt Ihnen die richtigen Antworten, Ratschläge und Tipps rund um den wichtigsten Ort der Welt: Ihr Zuhause. Bitte beachten Sie, dass die Vorschläge nur unverbindlich sein können, da unsere Experten die geschilderten Sachverhalte nicht vor Ort überprüfen konnten und sich somit ausschließlich auf Ihre Beschreibung stützen.

Ich baue aktuell ein neues Bad im Obergeschoss meines Hauses ein. Zwei Wände grenzen an die Zimmer und sind neu erstellte Trockenbauwände mit Ständerwerrk und werden noch mit Gipsfaserplatten doppelt beplankt. Dachschräge und Decke werden mit einer Dampfsperre versehen. Müssen die beiden Trockenbauwände ebenfalls mit Dampfsperre versehen werden?

Da es sich bei den fraglichen Trockenbau-Wänden um Innenwände handelt, ist eine Dampfsperre nicht erforderlich.

Wir renovieren unser Bad und lassen den Putz neu aufbauen. Muss der Putz erst einige Zeit frei liegen bevor der Maler darauf Silikatfarbe auftragen kann?

Bei neuem Putz beträgt die Karenzzeit mindestens 27 Tage. Auf altem Putz kann sofort weitergearbeitet werden. Wichtig für die ausreichende Haftung von Innen-Silikatfarben ist, dass der Untergrund weitgehend frei ist von Kleber- und Lackresten.

Gibt es im Obergeschoss eines Hauses keine Möglichkeit, eine barrierefreie, ebenerdige Dusche zu installieren? Mir wurde gesagt, dass das nicht geht, egal welches Abflussprinzip oder welche Duschtasse man verwendet.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass für die Duschwanne einer ebenerdigen barrierefreien Dusche eine Vertiefung von 50 mm in der vollen Größe der Duschwanne im Fußboden hergestellt werden muss. Das ist bei einer Holzbalkendecke nur zwischen den Balken möglich.

Bei einer Betondecke müsste diese Vertiefung aus dem Estrich bzw. aus der Oberfläche der Betondecke herausgestemmt werden.

Das größte Problem stellt nach unserer Auffassung die Abwasserleitung dar. Bei einer Holzbalkendecke wird in der Regel zwischen den Balken ausreichend Platz dafür vorhanden sein. Allerdings kann die Leitung nur parallel zu den Balken verlegt werden. Aus statischen Gründen dürfen die Balken nicht angeschnitten werden.

Schwieriger ist die Abwasserführung in einer Betondecke. Dafür müsste ein ausreichend großer Schlitz hergestellt werden. Ob das bei einer vorhandenen Betondecke überhaupt möglich ist, lässt sich nur vor Ort beurteilen.

In meiner Eigentumswohnung gab es vor einem Jahr einen Wasserschaden in der Dusche. Eine beauftragte Firma stellte Schimmel im Lüftungsschacht und hinter den Fliesen fest. Mein Mieter kürzte daraufhin die Miete, weil er glaubt, nun gesundheitliche Schäden in Kauf nehmen zu müssen. Kann ich mit einfachen Mitteln den Duschraum auf Schadstoffe überprüfen lassen?

Die Beurteilung der Schimmelbildung im Bad Ihres Mieters ist äußerst schwierig. Bei kaum einem Thema kommen so viel Emotionen, Falschbeurteilungen und Vorurteile ins Spiel. Wenn wir Ihre Email genau interpretieren, dann kann es durchaus möglich sein, dass die Ursache für die Schimmelbildung nicht im Wasserschaden zu suchen ist.

Die Erwähnung von einem "Lüftungsschacht" bringt uns auf den Gedanken, dass es sich um ein "innenliegendes Bad" handeln könnte, dass über kein Fenster verfügt. In diesen Bädern ist die Lüftung, der Luftaustausch, d. h. das Abführen von Luftfeuchtigkeit und das Zuführen von frischer, trockener Luft so gering, dass sich viel Kondenswasser (Schwitzwasser) bildet, was Schimmelbildung zwangsläufig zur Folge hat.

Eine weitere Ungereimtheit ist, dass Schimmel "hinter den Fliesen" auftritt. Wenn Fliesen fest auf einer Wand verklebt sind, kann sich dahinter kein Schimmel bilden. War die von Ihnen "beauftragte Firma" wirklich kompetent oder wollte man durch eine Falschbeurteilung einen neuen Auftrag genieren?

Ihre Situation ist wirklich verfahren, zumal Ihr Mieter die Miete kürzt – möglicherweise unberechtigt. Eine hieb- und stichfeste Beurteilung der Schimmelbildung kann nur durch einen "öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen" erfolgen. Ein solcher Fachmann, der über alle bauphysikalischen und technischen Kenntnisse verfügt, wird Ihnen sicherlich helfen können. Da die Bezeichnung „Sachverständiger“ nicht geschützt ist, sollte man immer einen öffentlich bestellten und vereidigten, d. h., einen bei Gericht zugelassenen Sachverständigen beauftragen.

Anschriften von öffentlich bestellten und vereidigen Sachverständigen erhalten Sie bei der für Ihren Wohnort zuständigen Industrie- und Handelskammer. Im Internet unter: www.svv.ihk.de. Dabei ist es wichtig, dass Sie das Fachgebiet, in dem der Sachverständige tätig sein soll, genau beschreiben, z. B.: Schimmelbildung.

Abschließend möchten wir Ihnen einen Überblick darüber geben, wie das Umwelt-Bundesamt in seinem Ratgeber von 2006 Schimmelbildung und die Folgen für die menschliche Gesundheit beurteilt:

Schimmelpilze sind ein natürlicher Teil unserer belebten Umwelt. Ihre Sporen sind fast überall zu finden, in der freien Natur und auch in Innenräumen. Sie sind normalerweise harmlos. Trotzdem können Sie unterschiedliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben:

Allergische Wirkung:
Die allergische Wirkung von Schimmelpilzen ist abhängig von der Disposition (Vererbung, Gesundheitszustand, Vorschädigungen usw.) In Deutschland sind nur ca. 5% der Bevölkerung allergisch gegenüber Schimmelpilzen. Bei Schimmelbildung in Innenräumen können bis zu 200 unterschiedliche Schimmelpilzarten auftreten. Eine vom Arzt bestätigte Allergie ist nicht in jedem Fall auf einen durch Feuchtigkeit verursachten Schimmelbefall zurückzuführen.

Toxische Wirkung:
Schimmelpilze produzieren giftige Stoffwechselprodukte. Die finden sich besonders auf verdorbenen/ verschimmelten Nahrungsmitteln, und daran denkt jeder, wenn von "giftigem Schimmel" die Rede ist. Bei einer durch Feuchtigkeit hervorgerufenen Schimmelbildung werden nur geringe Mengen giftiger Pilzsporen durch die Atmung aufgenommen. In keiner Studie konnte bislang festgestellt werden, ab
welcher Konzentration an Schimmelpilzen in der Luft mit gesundheitlich negativen Auswirkungen gerechnet werden muss. Allgemein gültige Grenzwerte für den Schimmelbefall gibt es nicht.

Infektiöse Wirkung:
Die infektiöse Wirkung von Schimmelpilzen ist ebenfalls von der Disposition des betreffenden Menschen abhängig.

Generell ist zu sagen, dass es wegen der großen Vielzahl an Schimmelpilzarten (bis 200 verschiedene Arten) nicht möglich ist, eine Einteilung in gesundheitlich besonders kritische und unproblematische vorzunehmen. Allgemein gültige Grenzwerte für den Schimmelbefall gibt es nicht.

Aus diesem Grund sollten Aussagen von sogen. „Experten“ mit großer Vorsicht beurteilt werden.
Die Bildung von Schimmel ist eher ein hygienisches Problem. Schon allein aus diesem Grund müssen die Ursachen für die Schimmelbildung und der Schimmelbefall selbst beseitigt werden.

Die Bildung von Schimmel ist eher ein hygienisches Problem, ein Problem der Sauberkeit. Schon allein aus diesem Grund müssen die Ursachen für die Schimmelbildung und der Schimmelbefall selbst beseitigt werden. Schimmelpilze benötigen für ihr Wachstum viel Feuchtigkeit. In einer trockenen Umgebung kann es zu keinem Schimmelbefall kommen.

Wie bekomme ich Fliesenfugen ohne Zerstörungen freigelegt?

Morsche Fliesenfugen lassen sich mit einem spitzen und scharfen Werkzeug (Schraubendreher) auskratzen. Das ist allerdings eine mühselige Arbeit. Leichter geht es mit einem Feinbohrschleifer oder einem „Multifunktionswerkzeug“ (z. B. Dremel) zusammen mit einem Schleif- oder Fräsaufsatz.

Die Fliesenfugen an der unteren Duschwand sind mit der Zeit ausgeschwemmt und teilweise nicht mehr mit Fugenmaterial ausgefugt. Auf der gegenüberliegenden Wandseite bildet sich seit einiger Zeit ein Wasserfleck. Was kann ich nun dagegen tun?

Das Vermorschen und Ausschwemmen von Fliesenfugen in Duschen wird in der Regel durch säurehaltige Reinigungsmittel verursacht:

Alle zementhaltigen Baustoffe – und das sind auch Fugenmörtel – sind alkalisch. Bei einer ständigen Belastung mit Säuren aller Art, - z. B. bei ständiger Reinigung mit säurehaltigen Reinigern, - wird die Alkalität neutralisiert oder aufgehoben, was zu einer Vermorschung des Mörtels führt.

Die bekanntesten säurehaltigen Reiniger sind Essigreiniger. Mittlerweile sind aber auch Reiniger mit Zitronen- oder Weinsäure am Markt. Grundsätzlich sollten Sie auf Warnhinweise auf der Rückseite der jeweiligen Verpackungen achten. Ein (liegendes) Andreaskreuz auf orangefarbenem Grund mit dem Zusatz „REIZEND“ zeigt an, dass säurehaltige Inhaltsstoffe verarbeitet wurden.

Bei nicht kalkhaltigem Wasser ist die Verwendung von säurehaltigen Reinigern überzogen. Es gibt so viele neutrale Reiniger, die man stattdessen verwenden kann. Oftmals genügt schon ein Zusatz von Spülmittel zum Wasser, um dessen Reinigungsfähigkeit erheblich zu verbessern.

Flecken von kalkhaltigem Wasser lassen sich natürlich mit säurehaltigen Reinigern am einfachsten entfernen. Wenn sich deren Verwendung gelegentlich nicht vermeiden lässt, muss sofort mit klarem Wasser + Spülmittel nachgewaschen werden. Mit Scheuermilch oder ähnlichen Produkten kann man ebenfalls gute Ergebnisse erzielen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Fliesen im unmittelbaren Nassbereich von Dusche, Badewanne oder Waschbecken nach jedem Gebrauch gut abzutrocknen. Auf größeren Flächen, wie in der Dusche, können Abstreifer mit Gummilippe sehr hilfreich sein.

Zur Sanierung der Duschwände empfiehlt es sich, den morschem Fugenmörtel gründlich aus den Fugen der Fliesen zu entfernen und diese anschließend neu zu verfugen.

Unser Bad muss grunderneuert werden. Wie kann die Außenwand innen wärmegedämmt werden?

Bei allen Arbeiten in Bädern ist die hohe Luftfeuchtigkeit zu beachten, die sich – schon allein durch die erhöhte Raumtemperatur - bildet.

Bei allen Planungen sollte man ein physikalisches Gesetz beachten, welches besagt:
Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte.

Das bedeutet z. B.:
•    10°C warme Luft kann pro m³   9,4 g Wasser aufnehmen,
•    20°C warme Luft kann pro m³ 17,3 g Wasser aufnehmen,
•    25°C warme Luft kann pro m³ 23,0 g Wasser aufnehmen.


Wenn man davon ausgeht, dass der Rauminhalt eines Bades ungefähr 30 m³ beträgt, dann werden
•    bei einer Raumtemperatur von 10°C ca. 286 g Wasser gebunden,
•    bei einer Raumtemperatur von 20°C ca. 519 g Wasser,
•    bei einer Raumtemperatur von 25°C ca. 690 g Wasser!


Das hat zur Folge, dass in jedem Fall mindestens ½ Liter Wasser allein in der Raumluft gebunden ist.

Die von Ihnen eingebaute Wärmedämmung, bestehend aus 2 cm dicken Polystyrol-Platten, ist bei weitem nicht ausreichend. Die Dämmstoffdicke muss mindestens 8 cm betragen. Bei der geringen
Wärmedämmung schlägt sich die Luftfeuchtigkeit als Kondenswasser als unsichtbarer Film auf der Wandoberfläche nieder. Diese ständige Feuchtigkeitsbelastung kriecht, wenn keine Dampfsperre vorhanden ist, durch alle Fugen und Nähte und führt zu einer schleichenden Durchfeuchtung aller Bauteile.

Beim Aufbau einer wirksamen bauphysikalisch korrekten Innendämmung sind daher folgende Faktoren zu berücksichtigen:
1. Ausreichende Wärmedämmung, mindestens 8 cm dick.
2. Abschluss der Wärmedämmung mit einer Dampfsperre.
3. Montage der Innendämmung ohne Luftzwischenraum direkt auf der Wand.

Zu Punkt 1:
Am einfachsten lässt sich eine Innendämmung als „Vorsatzschale“ in Leichtbauweise herstellen. Eine Vorsatzschale besteht aus einer zweiten Wand, die von innen her gegen die Außenwand gesetzt wird. Der Aufbau einer bauphysikalisch einwandfreien Vorsatzschale sollte wie folgt geschehen:

Auf die Wände werden 8 cm dicke Holz- oder Metallständer gedübelt. Die Zwischenräume müssen lückenlos mit 8 cm dicken Mineralwolle-Matten oder Polystyrol-Platten ausgefüllt werden. Konstruktionsbedingte Ritzen und Fugen, die sich nicht vermeiden lassen, müssen mit Montageschaum ausgefüllt werden.

Zu Punkt 2:
Die gesamte Wärmedämmung wird anschließend mit einer Spezialfolie als Dampfsperre verschlossen. Dabei ist zu beachten, dass alle Nähte und die Anschlüsse an den anschließenden Wänden, an Decke und Fußboden sowie an Fenstern und durchgeführten Rohren sorgfältig luftdicht abgeschlossen werden. Das muss mit einem Spezial-Klebeband oder mit einem Butyl-Kautschuk-Kleber aus der Kartusche geschehen. Einfaches doppelseitig klebendes Teppichband ist dafür nicht geeignet, weil es nicht alterungsbeständig ist. Dabei ist zu beachten, dass selbstklebende Bänder auf rauem Holz oder auf Putzoberflächen nur kurze Zeit haften.

Für diese Anschlüsse gibt es spezielle Kartuschenkleber. Die Abdichtungen können aber auch mechanisch mit einem Kompriband und einer zusätzlichen Anpressleiste dauerhaft hergestellt werden. Alle Klebestellen müssen absolut staubfrei sein. Rohre und Kabeldurchführungen sind mit Gummimanschetten am sichersten abzudichten. Zum Schluss kann die gedämmte Fläche mit Gipskarton–, Gipsfaserplatten oder Profilholz verschlossen werden.     

Zu Punkt 3:   
Ganz gleich, mit welchem Dämm-Material die Innendämmung hergestellt wird, der Dämmstoff muss an jeder Stelle vollflächigen Kontakt mit dem Untergrund haben. Ein Luftzwischenraum zwischen Wärmedämmung und Wand muss in jedem Fall vermieden werden. Oftmals besteht die Auffassung, das Dämm-Material auf einer Lattung anzubringen, um einen Luftzwischenraum (Hohlraum) zur Entlüftung oder als zusätzliche Wärmedämmung zu schaffen. Diese Vorstellung ist bauphysikalisch falsch. In einem solchen Hohlraum kann sich leicht Kondenswasser bilden, das zu einer Durchfeuchtung von Wand und Innendämmung führen kann.

Alternative:
Bei den hier aufgeführten Dämm-Maßnahmen ist jedoch zu bedenken, dass eine Innendämmung mit Polystyrol oder Mineralwolle sehr aufwändig ist, da deren Oberflächen jeweils mit einer Dampfsperre absolut luftdicht abgeschlossen werden müssen. Das hat zur Folge, dass neben dem konstruktiven Aufwand eine vollständige Versiegelung der Wand stattfindet. Als Alternative schlagen wir eine Innendämmung mit Kalzium-Silikat-Platten vor.

Kalzium-Silikat-Platten sind ein neu entwickeltes Dämm-Material zur Isolierung gegen Kälte und seit ungefähr 8 Jahren im Handel.

Kalzium-Silikat-Platten bestehen überwiegend aus Kalk und feinem Sand mit geringen Zelluloseanteilen. Sie sind daher als ökologisch unbedenklich einzustufen. Sie sind abweisend gegen Wasser (in flüssiger Form). Trotzdem haben sie eine sehr gute Wasserdampf-Durchlässigkeit, so dass die „Atmung“ der Wände, auf denen Kalzium-Silikat-Platten angebracht werden, in keiner Weise behindert wird.

Kalzium-Silikat-Platten sind unbrennbar (Brandklasse A1), leicht von Gewicht, zug- und druckfest. Sie sind formstabil und unterliegen keinen Ausdehnungsschwankungen. Sie haben eine sehr gute Dämmwirkung, die auf der mikroporösen Struktur beruhen, das heißt, es sind unendlich viele kleine Luftblasen in diesem Material eingeschlossen. Kalzium-Silikat-Platten haben eine ähnliche Isolierwirkung wie Polystyrol (Styropor) oder Mineralwolle. Die Wärmeleitfähigkeit beträgt je nach Fabrikat 0,045 – 0,06 W/mK.

Kalzium-Silikat-Platten werden – je nach Hersteller -  in unterschiedlichen Formaten und Dicken von 10 – 100 mm angeboten. Um eine ausreichende Wärmedämmung zu erreichen muss in der Regel eine Dämmstoffdicke von mindestens 5 cm eingebaut werden. Oftmals wird es daher erforderlich sein, mehrere dünnere Platten vollflächig aufeinander zu kleben.

Kalzium-Silikat-Platten haben eine positive Wirkung auf das Raumklima. Sie wirken als „Feuchtigkeits-Puffer“. Sie können im Raum befindliche überschüssige Luftfeuchtigkeit aufnehmen und diese später bei gesunkener Luftfeuchtigkeit nach vernünftiger Lüftung dosiert wieder an die Umgebung abgeben. Aus diesem Grund dürfen Wärmedämmungen, die mit Kalzium-Silikat-Platten hergestellt werden, nicht mit einer Dampfsperre abgeschlossen werden. Bei diesem Vorgang der „Feuchtigkeits-Abpufferung“ behalten Kalzium-Silikat-Platten stets eine trockene Oberfläche. Dadurch werden die Wachstumsbedingungen für Schimmelpilze stark eingeschränkt. Unterstützt wird dieser Effekt zusätzlich durch die Alkalität der Plattenoberfläche.

Kalzium-Silikat-Platten werden mit einem speziellen Klebemörtel befestigt. Sie müssen an jeder Stelle vollflächigen Kontakt mit dem Untergrund haben. Hohlstellen und Unebenheiten sind vorher mit Klebemörtel auszugleichen. Größere Platten können zusätzlich mit Tellerdübeln gesichert werden. Kleinteilige Platten können mit einem Leichtputz überzogen werden, in den ein Armierungsgewebe eingebettet ist. Bei großformatigen Platten, reicht es aus, die Plattenstöße glatt zu schleifen. Alle Werkstoffe wie Klebemörtel und Leichtputz müssen vom Hersteller der Platten zugelassen sein. Bei systemfremden Werkstoffen erlischt die Garantie.

Kalzium-Silikat-Platten können ihre guten Eigenschaften aber nur dann entfalten, wenn ihre Oberfläche ebenfalls diffusionsoffen (d. h. atmungsaktiv) gestaltet wird. Als Anstrich sind daher Innen-Silikatfarben zu empfehlen, da diese gleichfalls eine ungehinderte Wasserdampf-Durchlässigkeit zulassen. Außerdem gehen Silikatfarben mit den Kalkbestandteilen der Platten oder des Leichtputzes eine chemische Verbindung ein, sie verkieseln mit ihnen. Innen-Silikatfarben lassen sich mit dem gleichen Material immer wieder überstreichen. Überstrichene Rauhfaser-Tapeten sowie Kunststoff- oder Vliestapeten sind nicht geeignet.

Wir wollen unser deckenhoch gefliestes Bad sanieren. Können auf den Fliesen Putze aufgetragen werden? Wie können wir auch in Zukunft Probleme mit Schimmelbildung vermeiden?

Zur Verbesserung des Raumklimas in Ihrem Bad empfiehlt es sich, die Wasserdampf-Aufnahmefähigkeit der Wände und der Decke – die oftmals als „Atmung“ bezeichnet wird – zu verbessern. Das bedeutet, diese Flächen müssen in den Zustand versetzt werden, bei hoher Luftfeuchtigkeit einen Teil davon aufzunehmen, um sie später wieder abgeben zu können. Daher sollten die mit Fliesen belegten Flächen auf ein Mindestmaß reduziert und nur auf die Teile beschränkt werden, die unmittelbar im Spritzwasserbereich liegen.

Von den freiliegenden Decken- und Wandflächen müssen alle Wandbeschichtungen. Raufasertapeten, Dispersions- (Binder-) Farben oder Latexanstriche restlos und rückstandsfrei bis auf den Putz entfernt werden. Stattdessen empfehlen wir einen Anstrich mit Innen-Silikatfarbe. Diese hat die gute Eigenschaft, den Vorgang der Wasserdampf-Durchlässigkeit (Atmung) der oberen Putzschichten von Wänden und Decken – im Gegensatz zu anderen Farben – in keiner Weise zu behindern. Ihr Bindemittel besteht aus Wasserglas. Dieses geht mit den Kalk- und Zementbestandteilen des Putzes eine feste chemische Verbindung ein, es verkieselt. Da Silikatfarben kaum organische Bestandteile enthalten, sind sie ökologisch unbedenklich. Aufgrund ihrer Zusammensetzung sind sie stark alkalisch und behindern aus diesem Grund die Bildung von Schimmel. Silikatfarben lassen sich immer wieder mit dem gleichen Werkstoff überstreichen.

Bitte beachten Sie zur Verarbeitung von Silikatfarben folgenden Hinweis: Das Bindemittel dieser Farbe besteht aus Wasserglas, das ätzend auf alle glasierten Oberflächen wie Kacheln, Fliesen, Glas und Spiegel wirkt. (Das ist auch der Grund dafür, dass sich Silikatfarbe so intensiv mit dem Kalk oder Zement des Untergrundes verbindet).  Alle glasierten Oberflächen sollten daher vor der Verarbeitung sorgfältig mit Folie wasserfest abgedeckt werden. Evt. Fleckenmüssen sofort noch im nassen Zustand mit viel Wasser entfernt werden. Eingetrocknete Flecken hinterlassen Ätzspuren, die später nicht mehr zu beseitigen sind!

Für die als überflüssig angesehenen Fliesenflächen, gibt es leider keine Lösung. Zwar gibt es einen Hersteller, der Putze anbietet, die auf Fliesen haften. Da es sich hierbei aber um Kunststoffputze handelt, kann eine Wasserdampf-Aufnahme nicht stattfinden. Wir möchten daher empfehlen, die überflüssigen Fliesen abzuschlagen und den Untergrund mit einem Kalkputz zu egalisieren. Zementputze eignen sich nicht, da deren Wasserdampf-Aufnahmefähigkeit eingeschränkt ist.

Wenn Ihnen der Aufwand, alte Anstriche und Fliesen zu entfernen, zu groß ist, können wir Ihnen folgende Alternative anbieten: Die Verkleidung dieser Flächen mit ca. 2 cm dicken Kalzium-Silikat-Platten.

Kalzium-Silikat-Platten sind ein neu entwickeltes Ausbau-Material, das nicht nur zur Wärmedämmung eingesetzt wird. Diese Platten sind unbrennbar (Brandklasse A1), leicht von Gewicht, zug- und druckfest. Sie sind formstabil und unterliegen keinen Ausdehnungs-schwankungen. Sie haben eine mikroporöse Struktur, d. h., es sind unendlich viele kleine Luftblasen in diesem Material eingeschlossen.

Kalzium-Silikat-Platten bestehen überwiegend aus Kalk und feinem Sand mit geringen Zelluloseanteilen. Sie sind daher als ökologisch unbedenklich einzustufen. Sie sind abweisend gegen Wasser in flüssiger Form. Trotzdem haben sie eine sehr gute Wasserdampf-Aufnahme-Fähigkeit, so dass die „Atmung“ der Wände, auf denen Kalzium-Silikat-Platten angebracht werden, in keiner Weise behindert wird. Aus diesem Grund wirken sie als „Feuchtigkeits-Puffer“. Sie können im Raum befindliche überschüssige Luftfeuchtigkeit aufnehmen und diese später bei wechselndem Raumklima und vernünftiger Lüftung dosiert wieder an die Raumluft abgeben.

Kalzium-Silikat-Platten behalten bei diesem Vorgang der „Feuchtigkeits-Abpufferung“ stets eine trockene Oberfläche. Dadurch werden die Wachstumsbedingungen für Schimmelpilze stark eingeschränkt. Unterstützt wird dieser Effekt zusätzlich durch die Alkalität der Platten. Sie können ihre guten Eigenschaften aber nur dann entfalten, wenn ihre Oberfläche ebenfalls diffusionsoffen (d. h. atmungsaktiv) gestaltet wird. Als Anstrich sind daher Innen-Silikatfarben zu empfehlen, da diese ebenfalls eine ungehinderte Wasserdampf-Durchlässigkeit zulassen. Außerdem gehen Silikatfarben mit den Kalkbestandteilen der Platten eine chemische Verbindung ein, sie verkieseln mit ihnen. Innen-Silikatfarben lassen sich mit dem gleichen Material immer wieder überstreichen (siehe oben!).

Kalzium-Silikat-Platten müssen direkt auf dem Untergrund verklebt werden. Die Montage auf einer Lattung, um einen Luftzwischenraum zu schaffen, ist bauphysikalisch nicht in Ordnung und fördert die Bildung von Kondenswasser Zwischenraum.

Uns bereiten Wassertropfen an der Unterseite der Duschwanne und an den Verstrebungen zwischen den Stützen Sorgen. Die Stützen zeigen bereits Rost. Können wir die Tropfen ignorieren oder könnte der Abfluß undicht sein?

Kondenswasser kann sich nur bilden, wenn der Hohlraum unter der Duschwanne nicht luft- oder wasserdicht abgeschlossen ist. Da die Aufmauerung der Wanne diese Bedingungen in der Regel erfüllt, gehen wir davon aus, dass die Abdichtung der Wannenränder im Laufe der Zeit durchlässig geworden ist.

Möglicherweise fehlt auch die Abdichtung mit „Kompriband“. Grundsätzlich ist es erforderlich, die Duschwanne bereits beim Einbau gegenüber den umgebenden Bauteilen mit einem „Kompriband“ (vorkomprimierten geschlossenporigen Schaumstoff-Abdichtungsband) abzudichten. Und erst nach dem Einbau und der Verlegung der Fliesen wird dann die verbleibende Fuge mit einer „neutral-vernetzten“  Silicon-Dichtmassen verschlossen.

Sauer-vernetzte Silicon-Dichtmasse (Essig-Geruch!) sind nicht geeignet. Die Abdichtung mit „Kompriband“ wird häufig „vergessen“ oder als nicht erforderlich angesehen.

In unserem Bad musste die Armatur ausgetauscht werden. Es entstand ein Fliesenschaden für dessen Reparatur der Fliesenleger 13 Fliesen benötigt. Leider konnten wir trotz intensiver Bemühungen nur 6 Ersatzfliesen beschaffen. Wie könnten wir weiter vorgehen?

Zur Lösung Ihres „Fliesenproblems“ möchten wir Ihnen zwei Möglichkeiten vorschlagen, einen Kompromiss und eine Radikallösung.

1. Lackieren der unbelegten Flächen im Fliesenfarbton
Die unbelegten Flächen mit Feinspachtel auf das Niveau der angrenzenden Fliesen bringen. Spachtel nach dem Trocken schleifen. Zement-haltige Spachtel können erst nach mindestens 27 Tagen bearbeitet werden. Grundierung mit Tiefgrund, 1. Anstrich mit Vorstreichfarbe, anschließend 2 Anstriche mit hochglänzender Lackfarbe (lösemittelhaltig). Wasserverdünnbare Lacke sind nicht geeignet, sie quellen bei Feuchtigkeitseinwirkung auf. Lackfarben im Farbton der Fliesen können sie im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft) erhalten. Es gibt dort Farb-Mischautomaten, die Lackfarben genau im Farbton einer Musterfliese abtönen.

2. Belegen der gesamten Wand mit neuen Fliesen
Ohne den vorhandenen Fliesenbelag zu entfernen, besteht die Möglichkeit, neue Fliesen auf die vorhandenen alten zu kleben. Das ist eine ausgereifte und bewährte Technik, für die es entsprechende Spezialkleber gibt. Voraussetzung ist allerdings, dass der alte Belag absolut fest sitzt und dass er keine Risse oder andere Fehler (Abplatzungen) aufweist. Die unbelegten Flächen müssen ausgespachtelt werden (siehe oben). Praktischerweise sollte man darauf achten, dass ein anderes Fliesenformat als vorher verwendet wird oder dass zumindest die Anordnung der neuen Fliesen so erfolgt, dass nicht Fuge auf Fuge liegt.

Wie kann man abgenutzte Fliesen und die Badewanne "verschönern", ohne sie komplett auszutauschen?

F l i e s e n:

Es ist durchaus möglich, neue Fliesen auf einen vorhandenen alten Fliesenbelag – sowohl an den Wänden als auch auf dem Fußboden – zu kleben. Das ist eine ausgereifte und bewährte Technik, für die es entsprechende Spezialkleber gibt. Voraussetzung ist allerdings, dass der alte Belag absolut fest sitzt und dass er keine Risse oder andere Fehler (Abplatzungen) aufweist. Praktischerweise sollte man darauf achten, dass ein anderes Fliesenformat als vorher verwendet wird oder dass zumindest die Anordnung der neuen Fliesen so erfolgt, dass nicht Fuge auf Fuge liegt.

Daneben besteht die Möglichkeit, die Fliesen zu überstreichen:

Kunststoff-Beschichtungen für Fliesen sind schon seit über 20 Jahren im Handel erhältlich. Da diese Werkstoffe schon über so lange Zeit verwendet werden, liegen auch entsprechende Erfahrungen vor. Diese besagen, dass derartige Beschichtungen einen rein dekorativen Charakter haben. In Problembereichen, in Duschen, rund um Badewannen und Waschbecken ist ihre Haltbarkeit begrenzt. Dazu kommt noch, dass die Oberfläche der Kunststoff-Beschichtung sehr empfindlich ist gegen Reinigungsmittel aller Art. Sie darf nur mit klarem Wasser + Spülmittel gesäubert werden. Wasserflecken sind sofort abzutrocknen, damit es keine Kalkflecken gibt, die später kaum zu entfernen sind.

Neuerdings haben zwei Hersteller zusätzlich Spachtelmassen oder Glattbeschichtungen entwickelt, mit denen Fliesenfugen soweit ausgeglichen werden können, dass eine einheitlich glatte Fläche auf alten Fliesenbelägen geschaffen werden kann. Darauf lassen sich dann viele dekorative Techniken zur Wandgestaltung ausführen.

Beschichtungen für Fliesen gibt es von mehreren Herstellern. Bitte beachten Sie bei der Anwendung die Verarbeitungsanleitung, die jeder Packung beigefügt ist.

In Baumärkten finden Sie in der Regel das Produkt „MOLTO-Fliesenbeschichtung“, Hersteller:

  • ICI Paints Deco GmbH

Postfach 10 02 05 - 40702 H i l d e n

Telefon: (0 21 03) 2 05 – 8 00

internet: www.ici-paints.de

Im Farbenfachhandel finden Sie die Produkte der Firma:

  • Paul Jaeger GmbH & Co KG. – Lackfabrik

Siemensstraße 6 - 71696 Möglingen

Telefon: (0 71 41) 24 44 – 0

F A X : (0 71 41) 24 44 – 55

internet: www.jaegerlacke.de

e-mail: jaegerlacke@t-online.de

Sie liefert neben Badenwannen- und Fliesenlack einen Universal Fliesen- und Glättespachtel zum Glätten von Fliesenflächen.

Im Direktversand an Endverbraucher liefert die Firma

  • COELAN Flüssigkunststoffe GmbH & Co.

Boschstraße 14 – 16, 48653 Coesfeld,

Telefon-Nr.: (0 25 42) 9 20 – 0

F A X: (0 25 42) 9 20 – 4

internet: www.coelan.de

e-mail: coelan@coelan.de

Die Firma

  • ultrament GmbH Co. KG

Müllerstraße 8 - 46242 Bottrop

Hotline: (0 20 41) 69 09 – 39

Internet: www.ultramentde

E-Mail : info@ultrament.de

hat ein komplettes System zu Beschichtung von Fliesen entwickelt, mit dem sich eine Reihe von Gestaltungsmöglichkeiten verwirklichen lassen; so sind u. a. Glattbeschichtungen in vielen Farbtönen auch als Effektlasuren möglich. Weiter kann man mit diesem System erstmals Fliesenoberflächen mit Dekorputzen versehen. (Bezugsquellen für Endverbraucher können Sie im Internet erfahren.)

Badewanne:

Eine schadhafte oder unansehnlich gewordenen Badewanne muss nicht unbedingt komplett ausgetauscht werden. Das „Wanne in Wanne“-System hat sich in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt. Bei dieser Methode wird ein passender Einsatz aus Sanitär-Acryl in die alte Wanne eingesetzt. Spezialisten haben mehr als 100 verschiedene Modelle und Farben zur Verfügung, so dass ein exakt passender Einsatz eingebaut werden kann. Der hochwertige Wanneneinsatz wird mit nur geringem Platzverlust auf einem Spezial-Schaumbett direkt in die alte Wanne eingefügt. Ab- und Überlauf wird montiert und der Wannenrand mit einer dauerelastischen Silicon-Dichtmasse abgedichtet.

Das Sanitär-Acryl des neuen Wanneneinsatz ist allerdings nicht so robust wie eine Emaille-Oberfläche. Scheuernde Reinigungsmittel, die feinen Sand, Bimsmehl oder Ähnliches enthalten sollten nicht verwendet werden. Auch bei Essigreinigern ist Vorsicht geboten. Als Reinigungsmittel sollte nur Wasser + Spülmittel verwendet werden. Bei kalkhaltigem Wasser empfiehlt es sich, die Wanne nach jeder Benutzung sofort auszutrocknen, damit sich keine Kalkflecken bilden können. Sollte sich die Benutzung von Kalkentfernen nicht vermeiden lassen, muss sofort kräftig nachgespült werden.

Die „Wanne in Wanne“-Technik wird von vielen Betrieben angeboten, so dass auch auf diesem Gebiet ein Verdrängungswettbewerb stattfindet. Das hat zur Folge, das oftmals minderwertige Wanneneinsätze eingebaut werden. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass die Materialstärke sehr viel geringer ist als bei hochwertigem Sanitär-Acryl. Ganz schlimm ist es, wenn anstelle von Sanitär-Acryl Einsätze aus Hart-PVC eingebaut werden. Dieser Kunststoff ist aufgrund seiner Material-Eigenschaft eigentlich nicht für Wanneneinsätze geeignet.

Für einen Laien ist es natürlich nicht einfach, die Seriosität eines Anbieters zu beurteilen. Trotzdem gibt es einige Kriterien, die Aufschluss darüber geben können:

  • Vorsicht vor Billig-Angeboten, sogen. „Schnäppchen“.

  • Abrechnung nur aufgrund einer korrekte Rechnung.

  • Die Forderung nach einer Vorauszahlungen vor Arbeitsbeginn ist unseriös und sollte nicht geleistet werden.

  • Ein Angebot, die Mehrwert-Steuer zu erlassen, wenn sofort bar ohne Quittung gezahlt wird, ist unseriös.

  • Garantiezusagen über die 2-jährige gesetzliche Gewährleistung hinaus sind ebenfalls unseriös und rechtlich nicht haltbar.

  • Lassen Sie sich vor Auftragserteilung Referenzen geben und erkundigen Sie sich telefonisch, ob die Kunden mit der Einsatzwanne zufrieden sind.

Daneben besteht noch die Möglichkeit, eine alte Badewanne mit einer Kunststoff –Beschichtung aufzufrischen:

Kunststoff-Beschichtungen für emaillierte Stahlbadewannen gibt es schon seit vielen Jahren. Neuerdings kann man auch unansehnlich gewordene Acryl-Wannen mit einer Beschichtung verschönern.

Alle Badewannen-Beschichtungen müssen sehr sorgfältig ausgeführt werden, wenn sie halten sollen. Die Kunststoffschicht ist sehr empfindlich gegen Kratzer jeder Art sowie gegen Reinigungsmittel, die feinen Sand, Bimsmehl oder Ähnliches enthalten. Auch bei Essigreinigern ist Vorsicht geboten. Als Reinigungsmittel ist nur Wasser + Spülmittel geeignet. Bei stark kalkhaltigem Wasser empfiehlt es sich, die Wanne nach jeder Benutzung sofort auszutrocknen, damit sich keine Kalkflecken bilden können.

Badewannen-Beschichtungen für Stahl- und Acryl-Wannen liefert die Firma

Paul Jaeger GmbH & Co KG. – Lackfabrik

Siemensstraße 6 - 71696 Möglingen

Telefon: (0 71 41) 24 44 – 0

F A X : (0 71 41) 24 44 – 55

internet: www.jaegerlacke.de

e-mail: jaegerlacke@t-online.de

Die Produkte der Firma Jaeger finden Endverbraucher im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufs-enossenschaft).

Wie lässt sich das Raumklima im Badezimmer verbessern, d.h. weniger Luftfeuchtigkeit, Wasserdampf und Schimmelbildung, etc.?

Zur Verbesserung des Raumklimas in Ihrem Bad möchten wir Ihnen folgende Maßnahmen vorschlagen:

  1. Herabsetzung der Luftfeuchtigkeit,

  2. Wasserdampf-Aufnahmefähigkeit der Wände und der Decke („Atmung“)

  3. und eine ausreichende Wärmedämmung.

Das können Sie durch folgende Maßnahmen erreichen:

Zu 1: Die mit Feuchtigkeit gesättigte warme Luft darf sich nicht für längere Zeit an Decken und Wänden als Kondenswasser niederschlagen. Sie sollte möglichst schnell und vollständig nach außen abtransportiert und durch kalte trockene Luft ersetzt werden. Grundlage aller Überlegungen ist ein physikalisches Gesetzt, welches besagt, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte. Das bedeutet z.B.:

  • 10°C warme Luft kann pro m³ 9,4 g Wasser aufnehmen,

  • 20°C warme Luft kann pro m³ 17,3 g Wasser aufnehmen.

Dieser Luftwechsel kann nur dann wirksam geschehen, wenn nach jedem Gebrauch des Bades oder der Dusche Durchzug gemacht wird, wenn während der Heizperiode Fenster und Türen, möglichst in der gesamten Wohnung, 10 – 15 Minuten lang geöffnet werden. Die sogen. „Stoßlüftung“ nur durch weites Öffnen des Badezimmer-Fensters oder seine Kippstellung bewirken nichts.

Zu 2: Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Wasserdampf-Aufnahmefähigkeit der Wände und der Decke, die oftmals als „Atmung“ bezeichnet wird. Das bedeutet, diese Flächen müssen in den Zustand versetzt werden, bei hoher Luftfeuchtigkeit einen Teil davon aufzunehmen, um sie später wieder abgeben zu können. Daher sollten die mit Fliesen belegten Flächen auf ein Mindestmaß reduziert und nur auf die Teile beschränkt werden, die unmittelbar im Spritz-wasserbereich liegen.

Zu 3: Selbstverständlich lässt sich die Wärmedämmung des Bades auf der Innenseite der Außenwände mit den bekannten Dämm-Materialien wie Polystyrol, Styrodur oder Mineralwolle ausführen. Allerdings erfordert deren Verwendung den Einbau absolut luftdichter Dampfsperren. Damit würde die im Bad so wichtige Wasserdampf-Aufnahme-fähigkeit der Wände und der Decke völlig unmöglich gemacht. Um beide Forderungen nach Wasserdampf-Durchlässigkeit und Wärmedämmung von Wänden und Decke miteinander verbinden zu können, möchten wir Ihnen als Dämm-Material Kalzium-Silikat-Platten vorschlagen.

Kalzium-Silikat-Platten sind ein neu entwickeltes Dämm-Material zur Isolierung gegen Kälte und seit ungefähr 6 Jahren im Handel. Sie sind unbrennbar (Brandklasse A1), leicht von Gewicht, zug- und druckfest. Sie sind formstabil und unterliegen keinen Ausdehnungs-schwankungen. Diese Platten haben eine sehr gute Dämmwirkung. Ihre Wärmeleitfähigkeit beträgt 0,05 W/mK, die auf der mikroporösen Struktur beruht, d. h., es sind unendlich viele kleine Luftblasen in diesem Material eingeschlossen. Kalzium-Silikat-Platten haben eine ähnliche Isolierwirkung wie Polystyrol oder Mineralwolle. Eine ausreichende Dämmwirkung ist allerdings nur mit einer genügend starken Dämmstoff-Dicke zu erreichen, die nicht unter 3 cm liegen sollte – besser ist eine Dicke von 5 cm!

Kalzium-Silikat-Platten bestehen überwiegend aus Kalk und feinem Sand mit geringen Zelluloseanteilen. Sie sind daher als ökologisch unbedenklich einzustufen. Sie sind abweisend gegen Wasser in flüssiger Form. Trotzdem haben sie eine sehr gute Wasserdampf-Durchlässigkeit , so dass die „Atmung“ der Wände, auf denen Kalzium-Silikat-Platten angebracht werden, in keiner Weise behindert wird. Aus diesem Grund wirken sie als „Feuchtigkeits-Puffer“. Sie können im Raum befindliche überschüssige Luftfeuchtigkeit aufnehmen und diese später bei wechselndem Raumklima und vernünftiger Lüftung dosiert wieder an die Raumluft abgeben. Aus diesem Grund dürfen Wärmedämmungen, die mit Kalzium-Silikat-Platten hergestellt werden, nicht mit einer Dampfsperre abgeschlossen werden.

Kalzium-Silikat-Platten behalten bei diesem Vorgang der „Feuchtigkeits-Abpufferung“ stets eine trockene Oberfläche. Dadurch werden die Wachstumsbedingungen für Schimmelpilze stark eingeschränkt. Unterstützt wird dieser Effekt zusätzlich durch die Alkalität der Platten. Sie können ihre guten Eigenschaften aber nur dann entfalten, wenn ihre Oberfläche ebenfalls diffusionsoffen (d. h. atmungsaktiv) gestaltet wird. Als Anstrich sind daher Innen-Silikatfarben zu empfehlen, da diese ebenfalls eine ungehinderte Wasserdampf-Durchlässigkeit zulassen. Außerdem gehen Silikatfarben mit den Kalkbestandteilen der Platten eine chemische Verbindung ein, sie verkieseln mit ihnen. Innen-Silikatfarben lassen sich mit dem gleichen Material immer wieder überstreichen . – Wenn erforderlich, können Flächen, die im Spritzwasserbereich liegen, durchaus mit Fliesen beklebt werden.

Bitte beachten Sie zur Verarbeitung von Silikatfarben folgenden Hinweis: Das Bindemittel dieser Farbe besteht aus Wasserglas, das ätzend auf alle glasierten Oberflächen wie Kacheln, Fliesen, Glas und Spiegel wirkt. (Das ist auch der Grund dafür, dass sich Silikatfarbe so intensiv mit dem Kalk oder Zement des Untergrundes verbindet). Alle glasierten Oberflächen sollten daher vor der Verarbeitung sorgfältig mit Folie wasserfest abgedeckt werden. Evt. Fleckenmüssen sofort noch im nassen Zustand mit viel Wasser entfernt werden. Eingetrocknete Flecken hinterlassen Ätzspuren, die später nicht mehr zu beseitigen sind!

Innen-Silikatfarben erhalten Sie vermutlich nicht in Baumärkten sondern nur im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft).

Kalzium-Silikat-Platten müssen direkt auf dem Untergrund verklebt werden. Die Montage auf einer Lattung, um einen Luftzwischenraum zu schaffen, ist bauphysikalisch nicht in Ordnung und fördert die Bildung von Kondenswasser in diesem Bereich.

Wie entfernt man Kalk von Fliesen im Badezimmer?

Im Gegensatz zu der hartgebrannten Oberfläche der Fliesen, sind die Fugen poröser und nehmen mehr Feuchtigkeit auf. Die Behandlung mit Salz und Essig greift zusätzlich die Substanz des Fugenmörtels an. Dazu kommt, dass in der Regel die Fugen gegenüber der Fliesenoberfläche leicht vertieft sind. Da alles hat zur Folge, dass die Fliesenfugen länger feucht bleiben. Das stark kalkhaltige Wasser in Ihrer Gegend fördert die Bildung von Rückständen, wenn die Feuchtigkeit nur langsam abtrocknet.

Die einzige Möglichkeit, diese unschönen Erscheinungen zu verhindern, besteht darin, den Fliesen-Fußboden in beispielsweise Ihrer Dusche nach jedem Gebrauch trocken zu reiben. Mit alten oft gewaschenen Frotteehandtüchern erreichen Sie die besten Ergebnisse.

Was ist bei der Verkleidung und beim Anstrich des Badezimmers zu beachten?

Die in Bädern hohe Luftfeuchtigkeit wird sich an Decken und Wänden niederschlagen ohne schnell abtrocknen zu können. Das könnte sehr bald zu Schimmelbildung führen. Eine Lüftung nur durch ein gekipptes Fenster ist nicht ausreichend. Es müsste nach jedem Duschgang Durchzug gemacht werden mit einem komplett geöffneten Fenster und der weit offenen Tür. Eine deutliche Verbesserung des Raumklimas ist dadurch zu erreichen, dass Decke und Wände in den Zustand versetzt werden, dass sie überschüssige Luftfeuchtigkeit aufnehmen und später wieder abgeben können („atmende“ Flächen).

Voraussetzung ist allerdings, dass Wände und Decken mit einem Kalkputz (keinem Zementputz) überzogen und anschließend mit einer Innen-Silikatfarbe überstrichen werden. Nur die Flächen, die unmittelbar im Spritzwasserbereich liegen sollten mit einem wasserfesten Belag, Fliesen oder dergl. versehen werden.

Silikatfarben haben die gute Eigenschaft, den Vorgang des Feuchtigkeitsaustausches (Atmung) der Wände - im Gegensatz zu anderen Farben - in keiner Weise zu behindern. Ihr Bindemittel besteht aus Wasserglas. Dieses geht mit den Kalk- und Zementbestandteilen des Putzes eine feste chemische Verbindung ein, es verkieselt. Da Silikatfarben kaum organische Bestandteile enthalten, sind sie ökologisch unbedenklich. Aufgrund ihrer Zusammensetzung sind sie stark alkalisch und behindern aus diesem Grund weitgehend die Bildung von Schimmel. Silikatfarben lassen sich immer wieder mit dem gleichen Werkstoff überstreichen.

Bitte beachten Sie zur Verarbeitung von Silikatfarben folgenden Hinweis: Das Bindemittel dieser Farbe besteht aus Wasserglas, das ätzend auf alle glasierten Oberflächen wie Kacheln, Fliesen, Glas und Spiegel wirkt. (Das ist auch der Grund dafür, dass sich Silikatfarbe so intensiv mit dem Kalk oder Zement des Untergrundes verbindet). Alle glasierten Oberflächen – besonders auch Fenster - sollten daher vor der Verarbeitung sorgfältig mit Folie wasserfest abgedeckt werden. Evt. Flecken müssen sofort noch im nassen Zustand mit viel Wasser entfernt werden. Eingetrocknete Flecken hinterlassen Ätzspuren, die später nicht mehr zu beseitigen sind!

Möglicherweise ist in alten Häusern die Beschaffenheit von Decken und Wänden so schlecht, dass ein Neuputz nur mit großem Aufwand herzustellen ist. In diesem Fall empfiehlt sich die Verkleidung mit Kalzium-Silikat-Platten.

Kalzium-Silikat-Platten sind ein neu entwickeltes Dämm-Material zur Isolierung gegen Kälte und seit ungefähr 8 Jahren im Handel. Diese Platten bestehen überwiegend aus Kalk und feinem Sand mit geringen Zelluloseanteilen. Sie sind daher als ökologisch unbedenklich einzustufen. Sie sind abweisend gegen Wasser (in flüssiger Form). Trotzdem haben sie eine sehr gute Wasserdampf-Durchlässigkeit, so dass die „Atmung“ der Wände, auf denen Kalzium-Silikat-Platten angebracht werden, in keiner Weise behindert wird.

Kalzium-Silikat-Platten sind unbrennbar (Brandklasse A1), leicht von Gewicht, zug- und druckfest. Sie sind formstabil und unterliegen keinen Ausdehnungsschwankungen. Sie haben eine sehr gute Dämmwirkung, die auf der mikroporösen Struktur beruhen, das heißt, es sind unendlich viele kleine Luftblasen in diesem Material eingeschlossen. Kalzium-Silikat-Platten haben eine ähnliche Isolierwirkung wie Polystyrol (Styropor) oder Mineralwolle. Die Wärmeleitfähigkeit beträgt je nach Fabrikat 0,045 – 0,06 W/mK.

Kalzium-Silikat-Platten werden – je nach Hersteller - in unterschiedlichen Formaten und Dicken von 10 – 100 mm angeboten. In Ihrem Fall ist eine Materialstärke von 30 mm ausreichend.

Kalzium-Silikat-Platten haben eine positive Wirkung auf das Raumklima. Sie wirken als „Feuchtigkeits-Puffer“. Sie können im Raum befindliche überschüssige Luftfeuchtigkeit aufnehmen und diese später bei gesunkener Luftfeuchtigkeit nach vernünftiger Lüftung dosiert wieder an die Umgebung abgeben. Aus diesem Grund dürfen Wärmedämmungen, die mit Kalzium-Silikat-Platten hergestellt werden, nicht mit einer Dampfsperre abgeschlossen werden. Bei diesem Vorgang der „Feuchtigkeits-Abpufferung“ behalten Kalzium-Silikat-Platten stets eine trockene Oberfläche. Dadurch werden die Wachstumsbedingungen für Schimmelpilze stark eingeschränkt. Unterstützt wird dieser Effekt zusätzlich durch die Alkalität der Plattenoberfläche.

Kalzium-Silikat-Platten werden mit einem speziellen Klebemörtel befestigt. Sie müssen an jeder Stelle vollflächigen Kontakt mit dem Untergrund haben. Hohlstellen und Unebenheiten sind vorher mit Klebemörtel auszugleichen. Größere Platten können zusätzlich mit Tellerdübeln gesichert werden. Kleinteilige Platten können mit einem Leichtputz überzogen werden, in den ein Armierungsgewebe eingebettet ist. Bei großformatigen Platten, reicht es aus, die Plattenstöße glatt zu schleifen.

Kalzium-Silikat-Platten lassen sich aber auch auf einer Lattung vor der Wand mit nicht rostenden Schrauben befestigen.

Kalzium-Silikat-Platten können ihre guten Eigenschaften aber nur dann entfalten, wenn ihre Oberfläche ebenfalls diffusionsoffen (d. h. atmungsaktiv) gestaltet wird. Als Anstrich sind daher Innen-Silikatfarben zu empfehlen, da diese gleichfalls eine ungehinderte Wasserdampf-Durchlässigkeit zulassen. Außerdem gehen Silikatfarben mit den Kalkbestandteilen der Platten oder des Leichtputzes eine chemische Verbindung ein, sie verkieseln mit ihnen. Innen-Silikatfarben lassen sich mit dem gleichen Material immer wieder überstreichen.

Was ist beim Verputzen und Anstreichen von Badezimmerwänden zu beachten?

Ein weiterer wichtiger Faktor für das Raumklima – besonders bei innenliegenden Bädern - ist die Wasserdampf-Aufnahmefähigkeit der Wände und der Decke, die oftmals als „Atmung“ bezeichnet wird. Das bedeutet, diese Flächen müssen in den Zustand versetzt werden, bei hoher Luftfeuchtigkeit einen Teil davon aufzunehmen, um sie später wieder abgeben zu können.

Daher ist es sinnvoll einen reinen Kalkputz einzusetzen - ohne jeden Zementanteil – da nur dieser eine große Wasserdampf-Aufnahmefähigkeit besitzt. Zusammen mit einem Deckanstrich aus Innen-Silikatfarbe, wird die oben beschriebene Pufferwirkung erreicht. Innen-Silikatfarbe hat die gute Eigenschaft, den Vorgang der Wasserdampf-Durchlässigkeit (Atmung) der oberen Putzschichten von Wänden und Decken – im Gegensatz zu anderen Farben – in keiner Weise zu behindern. Ihr Bindemittel besteht aus Wasserglas. Dieses geht mit den Kalk- und Zementbestandteilen des Putzes eine feste chemische Verbindung ein, es verkieselt. Da Silikatfarben kaum organische Bestandteile enthalten, sind sie ökologisch unbedenklich. Aufgrund ihrer Zusammensetzung sind sie stark alkalisch und behindern auch aus diesem Grund die Bildung von Schimmel. Innen-Silikatfarben lassen sich immer wieder mit dem gleichen Werkstoff überstreichen.

Wichtig ist, dass die mit Fliesen belegten Flächen auf ein Mindestmaß reduziert und nur auf die Teile beschränkt werden, die unmittelbar im Spritzwasserbereich liegen.

Bitte beachten Sie zur Verarbeitung von Silikatfarben folgenden Hinweis: Das Bindemittel dieser Farbe besteht aus Wasserglas, das ätzend auf alle glasierten Oberflächen wie Kacheln, Fliesen, Glas und Spiegel wirkt. (Das ist auch der Grund dafür, dass sich Silikatfarbe so intensiv mit dem Kalk oder Zement des Untergrundes verbindet). Alle glasierten Oberflächen – besonders auch Fenster - sollten daher vor der Verarbeitung sorgfältig mit Folie wasserfest abgedeckt werden. Evt. Flecken müssen sofort noch im nassen Zustand mit viel Wasser entfernt werden. Eingetrocknete Flecken hinterlassen Ätzspuren, die später nicht mehr zu beseitigen sind!

Innen-Silikatfarben erhalten Sie vermutlich nicht in Baummärkten, Bezugsquellen sind der Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft)

Erlauben Sie uns zum Schluss einen Hinweis auf die Be- und Entlüftung Ihres Bades. Der in Ihrem Bad eingebaute Abluft-Ventilator kann nur dann wirksam arbeiten, wenn in gleicher Weise für ausreichende Zuluft gesorgt wird.

Welche Größe sollte ein Badezimmer haben?

Die Anforderungen an barrierefreie Wohngrundrisse sind in der DIN 18015, Teil 1 + 2, festgelegt. Aus urheberrechtlichen Gründen stehen uns die DIN-Normen grundsätzlich nicht zur Verfügung. Wir können Ihnen aber einige wesentliche Angaben machen, aus denen Sie Gesamtgröße annähernd errechnen können:

  • Mindestfläche WC: 3,2 m² allgemein

5,4 m² für Rollstuhlbenutzer

  • Mindestfläche Dusche: desgl.

  • Mindestfläche Badewanne: 4,9 m² allgemein

6,5 m² für Rollstuhlbenutzer

  • Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten: je 1,20 x 1,20 m allgemein

Je 1,50 x 1,50 m für Rollstuhlbenutzer.

Weitergehende Angaben können sie von folgenden Institutionen erhalten:

In über 130 Städten und Gemeinden gibt es Beratungsstellen für „Wohnungsanpassung“, d. h. für behinderten- und altersgerechtes Wohnen, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Aber auch wenn keine solche Beratungsstelle in Ihrer Nähe ist, können Ihnen weiterhelfen:

  • das Sozialamt Ihrer Gemeinde oder Ihres Landkreises,

  • das Wohnungsamt Ihrer Gemeinde oder Ihres Landkreise,

  • eine Sozialstation in Ihrer Gemeinde.

Adressen von Wohnberatungsstellen in Bundesländern und umfassende Informationen können Sie anfordern vom:

Sozialwissenschaftlichen

Forschungs- und Beratungsinstitut

Behrenskamp 5 E - 33611 Bielefeld

Telefon: (05 21) 98 25 56 64

internet www.wohnungsanpassung.de

Darüber hinaus geben noch weitere bundesweit tätige Institutionen Informationenen zur „Wohnungsanpassung“ und behinderten- und altersgerechtes Wohnen an. (Sie bieten allerdings keine persönliche Wohnberatung an):

Bundesministerium

für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen

Robert-Schumann-Platz 1 - B o n n

Telefon: (02 28) 3 00 – 0

F A X : (02 28) 3 00 - 34 28

Arbeitsgemeinschaft Wohnberatung e. V. (AGW)

Postfach 70 05 - 53070 B o n n

Telefon: (02 28) 26 40 11

internet: www.agw.de

Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)

-Wilhelmine-Lübke-Stiftung e. V.-

An der Pauluskirche 3 - 50677 K ö l n

Telefon: (02 21) 93 18 47 – 0

internet: www.kda.de/wohnen

Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung

Stiftung Hospital – c/o Wohnberatungsstelle

Hospitalstraße 35 – 37, 66606 St. Wendel

Telefon: (0 68 51) 8 90 81 82

F A X : (0 68 51) 8 90 85 55

e-mail: info@wohnungsanpassung.de

Lassen sich Fliesen lackieren?

Kunststoff-Beschichtungen für Fliesen sind schon seit über 20 Jahren im Handel erhältlich. Da diese Werkstoffe schon über so lange Zeit verwendet werden, liegen auch entsprechende Erfahrungen vor. Diese besagen, dass derartige Beschichtungen einen rein dekorativen Charakter haben. In Problembereichen, in Duschen, rund um Badewannen und Waschbecken ist ihre Haltbarkeit begrenzt. Dazu kommt noch, dass die Oberfläche der Kunststoff-Beschichtung sehr empfindlich ist gegen Reinigungsmittel aller Art. Sie darf nur mit klarem Wasser + Spülmittel gesäubert werden. Wasserflecken sind sofort abzutrocknen, damit es keine Kalkflecken gibt, die später kaum zu entfernen sind.

Neuerdings haben zwei Hersteller zusätzlich Spachtelmassen oder Glattbeschichtungen entwickelt, mit denen Fliesenfugen soweit ausgeglichen werden können, dass eine einheitlich glatte Fläche auf alten Fliesenbelägen geschaffen werden kann. Darauf lassen sich dann viele dekorative Techniken zur Wandgestaltung ausführen.

Beschichtungen für Fliesen gibt es von mehreren Herstellern. Bitte beachten Sie bei der Anwendung die Verarbeitungsanleitung, die jeder Packung beigefügt ist.

In Baumärkten finden Sie in der Regel das Produkt „MOLTO-Fliesenbeschichtung“, Hersteller:

  • ICI Paints Deco GmbH

Postfach 10 02 05 - 40702 H i l d e n

Telefon: (0 21 03) 2 05 – 8 00

internet: www.ici-paints.de

Im Farbenfachhandel finden Sie die Produkte der Firma:

  • Paul Jaeger GmbH & Co KG. – Lackfabrik

Siemensstraße 6 - 71696 Möglingen

Telefon: (0 71 41) 24 44 – 0

F A X : (0 71 41) 24 44 – 55

internet: www.jaegerlacke.de

e-mail: jaegerlacke@t-online.de

Sie liefert neben Badenwannen- und Fliesenlack einen Universal Fliesen- und Glättespachtel zum Glätten von Fliesenflächen.

Im Direktversand an Endverbraucher liefert die Firma

  • COELAN Flüssigkunststoffe GmbH & Co.

Boschstraße 14 – 16, 48653 Coesfeld,

Telefon-Nr.: (0 25 42) 9 20 – 0

F A X: (0 25 42) 9 20 – 4

internet: www.coelan.de

e-mail: coelan@coelan.de

Die Firma

  • ultrament GmbH Co. KG

Müllerstraße 8 - 46242 Bottrop

Hotline: (0 20 41) 69 09 – 39

Internet: www.ultramentde

E-Mail : info@ultrament.de

hat ein komplettes System zu Beschichtung von Fliesen entwickelt, mit dem sich eine Reihe von Gestaltungsmöglichkeiten verwirklichen lassen; so sind u. a. Glattbeschichtungen in vielen Farbtönen auch als Effektlasuren möglich. Weiter kann man mit diesem System erstmals Fliesenoberflächen mit Dekorputzen versehen. (Bezugsquellen für Endverbraucher können Sie im Internet erfahren.)

Neben der Beschichtung alter Fliesen besteht noch die Möglichkeit, neue Fliesen auf einen vorhandenen alten Fliesenbelag – sowohl an den Wänden als auch auf dem Fußboden – zu kleben. Das ist eine ausgereifte und bewährte Technik, für die es entsprechende Spezial-kleber gibt. Voraussetzung ist allerdings, dass der alte Belag absolut fest sitzt und dass er keine Risse oder andere Fehler (Abplatzungen) aufweist. Praktischerweise sollte man darauf achten, dass ein anderes Fliesenformat als vorher verwendet wird oder dass zumindest die Anordnung der neuen Fliesen so erfolgt, dass nicht Fuge auf Fuge liegt.

Wie beugt man Schimmelbildung im Bad vor?

Das Problem ist eindeutig die nicht ausreichende und falsche Art der Lüftung nach jedem Gebrauch. Die mit Feuchtigkeit gesättigte warme Luft darf nicht die Möglichkeit haben, sich an Decken und Wänden als Kondenswasser niederzuschlagen. Sie muss vollständig nach außen abtransportiert werden und durch kalte und trockene Luft ersetzt werden. Grundlage aller Überlegungen ist ein physikalisches Gesetzt, welches besagt, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte. Das bedeutet z.B.:

  • 10°C warme Luft kann pro m³ 9,4 g Wasser aufnehmen,

  • 20°C warme Luft kann pro m³ 17,3 g Wasser aufnehmen.

Der Abtransport der warmen und feuchten Luft kann nur dann wirksam geschehen, wenn Durchzug gemacht wird, wenn während der Heizperiode Fenster und Türen, möglichst in der ganzen Wohnung, 10 – 15 Minuten lang geöffnet werden. Die sogen. „Stoßlüftung“ nur durch weites Öffnen des Fensters oder eine Kippstellung bewirken nichts.

Genauso wichtig wie die Lüftung ist die „Atmung“ von Decken und Wänden. Das bedeutet, diese Flächen müssen in den Zustand versetzt werden, in dem sie zu Zeiten hoher Luftfeuchtigkeit einen Teil davon aufnehmen, um sie später wieder abgeben zu können. Das bedeutet Reduzieren der mit Fliesen belegten Flächen auf ein Minimum und nur auf die Teile, die direkt einer Spritzwasserbelastung ausgesetzt sind.

In unserer Gästetoilette sind die Fliesen von Wand und Boden mit Acryl abgedichtet. Die Fugen sehen aber nach dem Putzen von Woche zu Woche schmutziger aus, auch nach dem Wischen wird es nicht besser. Was können wir dagegen tun?

Die Verwendung von Acryl-Dichtmasse als Dichtmassen an Fliesen und Fußböden ist nicht fachgerecht. Acryl-Dichtmassen sind nicht wasserbeständig und verschmutzen leicht wegen ihrer porigen Oberfläche. Fachgerechte Abdichtung ist in diesen Bereichen nur mit Silicon-Dichtmassen möglich.

Zur Verschmutzung der Fugen ist folgendes zu sagen: Es ist grundsätzlich ratsam, Fugen zwischen Wand- und Fußbodenfliesen in Feuchträumen mit einer Dichtmasse zu verschließen, deren Farbton nicht so unempfindlich gegen Schmutz ist. Es empfiehlt sich dunkelgraue oder dunkelbraune Farbtöne zu wählen.

Sollte tatsächlich in Ihrer Gästetoilette eine Acryl-Dichtmasse verarbeitet worden sein, dann besteht die Möglichkeit nach einer gründlichen Reinigung der Fugen mit Wurzelbürste und Seife, diese mit einer wasserverdünnbaren Acrylfarbe in einem dunklen Farbton (d’grau oder d‘braun) überzustreichen. Allerdings wird man die Fugenfarbe gelegentlich ausbessern müssen. Wenn die fraglichen Fugen tatsächlich mit Silicon-Dichtmasse abgedichtet wurden, besteht nur die Möglichkeit, die Dichtmasse restlos zu entfernen. und diese durch Typen in einem dunklen Farbton z. B. d’grau oder d’braun zu ersetzen. Silicon-Dichtmasse lassen sich nicht überstreichen.

Kann man glatte Bodenfliesen rutschfest machen?

Es gibt theoretisch drei Techniken, die Oberfläche von Fliesen, Keramischen Platten und Natursteinböden nachträglich rutschhemmend auszurüsten:

  1. Ätzen oder Feinstrahlen, so dass eine raue Oberfläche entsteht.

  2. Beschichten mit einem Kunststoff-Überzug mit feinem Granulat.

  3. Selbstklebende Antirrutsch-Streifen mit rauer Oberfläche.

Zu 1 ist zu sagen, dass die Glasur von keramischen Boden-Fliesen in der Regel beim Aufrauen beschädigt wird..

Zu 2 ist zu sagen, dass die Einwirkung durch warmes Wasser und die mechanische Belastung beim Darübergehen eine langfristige Haftung der Beschichtung nicht zulässt.

Zu 3 ist zu sagen, dass das Bekleben mit Antirutsch-Streifen am wirksamsten ist.

Wichtig ist, zu beachten, dass sich die Poren oder Vertiefungen bei allen Techniken im Laufe der Zeit durch Seifenreste zusetzen und der Antirutsch-Effekt wirkungslos wird.

Die Fugen der Platten in meiner Dusche zeigen kleine Risse. Womit kann ich sie überstreichen, wenn ich keine neuen Platten darüber legen möchte?

Kunststoff-Beschichtungen für Fliesen sind schon seit über 20 Jahren im Handel erhältlich. Da diese Werkstoffe schon über so lange Zeit verwendet werden, liegen auch entsprechende Erfahrungen vor. Diese besagen, dass derartige Beschichtungen einen rein dekorativen Charakter haben. In Problembereichen, in Duschen, rund um Badewannen und Waschbecken ist ihre Haltbarkeit begrenzt. Dazu kommt noch, dass die Oberfläche der Kunststoff-Beschichtung sehr empfindlich ist gegen Reinigungsmittel aller Art. Sie darf nur mit klarem Wasser + Spülmittel gesäubert werden. Wasserflecken sind sofort abzutrocknen, damit es keine Kalkflecken gibt, die später kaum zu entfernen sind.

Beschichtungen für Fliesen gibt es von mehreren Herstellern. Bitte beachten Sie bei der Anwendung die Verarbeitungsanleitung, die jeder Packung beigefügt ist.

In Baumärkten finden Sie in der Regel das Produkt „MOLTO-Fliesenbeschichtung“, Hersteller:

  • ICI Paints Deco GmbH

Postfach 10 02 05 - 40702 H i l d e n

Telefon: (0 21 03) 2 05 – 8 00

internet: www.ici-paints.de

Im Farbenfachhandel finden Sie die Produkte der Firma:

  • Paul Jaeger GmbH & Co KG. – Lackfabrik

Siemensstraße 6 - 71696 Möglingen

Telefon: (0 71 41) 24 44 – 0

F A X : (0 71 41) 24 44 – 55

internet: www.jaegerlacke.de

e-mail: jaegerlacke@t-online.de

Sie liefert neben Badenwannen- und Fliesenlack einen Universal Fliesen- und Glättespachtel zum Glätten von Fliesenflächen.

Im Direktversand an Endverbraucher liefert die Firma

  • COELAN Flüssigkunststoffe GmbH & Co.

Boschstraße 14 – 16, 48653 Coesfeld,

Telefon-Nr.: (0 25 42) 9 20 – 0

F A X: (0 25 42) 9 20 – 4

internet: www.coelan.de

e-mail: coelan@coelan.de

Ich möchte meine Badewannenumrandung neu mit Silikon ausspritzen. Wie bekomme ich das alte Silikon am besten aus den Fugen?

Unansehnlich gewordene Silikonmasse lässt sich meist nur mechanisch entfernen. Mit einem scharfen Messer kann man die Stränge an den Flanken herausschneiden. Rückstände lassen sich mit einem Silikon-Entferner aus dem Baumarkt beseitigen.

Wie man Kondenswasser vermeidet

Wir wollen unser Bad renovieren. Die Wände sollen deckenhoch verfliest, die Decke soll mit Kunststoff-Paneelen verkleidet werden. Doch wie ist das mit Kondenswasser hinter der Deckenverkleidung?

Muss ich besondere Maßnahmen gegen dieses Wasser treffen?


Hier die Antwort:

Wenn Sie einen automatischen, zeitgesteuerten Entlüfter einbauen, der sich nach dem Duschen oder Baden selbständig einschaltet, haben Sie kein Problem mit der Feuchtigkeit hinter den Paneelen.

Besser wäre es allerdings, die Fliesen nur bis zur Türhöhe zu verkleben und eine hinterlüftete Holzdecke auf einer Lattung einzuziehen. Dabei muss rund um die Holzdecke ein Abstand von sechs Millimeter zur Wand gelassen werden, damit die Luft hinter dem Holz durchströmen kann - so wird es nicht nass.

Die Fliesen in unserer Dusche sind durch Kalkablagerungen stumpf geworden. Was lässt sich dagegen unternehmen?

Nur mit säurehaltigen Haushaltsentkalkern können Sie die Ablagerungen auflösen. Das Problem ist, dass diese Präparate sehr dünn sind, an der Wand herunterlaufen und nicht lange genug einwirken können. Unser Tipp: Streichen Sie die Fliesen zunächst dünn mit Entkalker ein und "tapezieren" sie dann mit Haushaltspapier. Dieses tränken Sie nun satt mit Entkalker, den Sie circa ein bis zwei Stunden einwirken lassen. Danach gründlich mit Wasser und Spülmittel (kein Essigreiniger!) nachwaschen.

Wir möchten im Bad die Fliesen überstreichen. Ist ein solcher Anstrich haltbar?

Die Haltbarkeit von Kunststoffbeschichtungen für Fliesen hängt wesentlich von der sorgfältigen Verarbeitung ab. Grundsätzlich haben solche Beschichtungen vor allem dekorativen Charakter, und ihre Haltbarkeit insbesondere in Duschen sowie rund um Wannen und Waschbecken ist begrenzt. Die Oberfläche ist zudem sehr empfindlich gegen Reinigungmittel.

Geht von Infrarotarmaturen eine erhöhte Gefahr eines Legionellenbefalls aus, da der Wasserdurchlauf insgesamt niedriger ist?

Nein, Legionellen sind mikroskopisch kleine Bakterien, die durch Einatmen von fein versprühtem Wasser, z. B. beim Duschen, eine atypische Lungenentzündung verursachen können. Legionellen vermehren sich am stärksten, wenn sie bei Temperaturen zwischen 35 und 50 °C lange Zeit in Wasserleitungen und im Warmwasserspeicher verweilen können. Wird laufend warmes Wasser entnommen und der Speicher regelmäßig, etwa einmal pro Woche, auf mindestens 60 °C aufgeheizt (meist automatisch mit Hilfe der Heizregelung), sterben eventuell vorhandene Legionellen ab.

Um den Ablauf unserer 20 Jahre alten Badewanne haben sich Roststellen gebildet. Wie kann man diese beseitigen?

Die einzige und zumindest einigermaßen dauerhafte Möglichkeit ist, die Roststellen mit weißer Lackfarbe „auszutupfen”. Wichtig ist, dass der eigentliche Rost mit Stahlwolle völlig entfernt wird. Danach wird die Schadstelle zweimal mit Rostschutzgrundierung (Primer) dünn vorbereitet. Zum Schluss kann die Grundierung mit weißer, hochglänzender Lackfarbe abgedeckt werden. Zwischen jedem Arbeitsgang sollte eine Trocknungszeit von 24 Stunden eingehalten werden. Für diese Arbeiten sind nur lösungsmittelhaltige Farben geeignet.

In meiner Stahlblechbadewanne kühlt das Wasser immer sehr schnell ab. Gibt es eine Möglichkeit, etwas dagegen zu tun?

Ihrer Badewanne fehlt eine ausreichende und wirksame Wärmedämmung. Diese nachträglich herzustellen ist nicht ganz einfach. Sie sollten versuchen, den unter der Wanne befindlichen Hohlraum mit Mineralwolle auszufüllen. Jede Wanne verfügt über eine Revisionsklappe. Von hier aus können Sie so viel Mineralwolle wie möglich einbringen und den Hohlraum damit fest ausstopfen. Über die Revisionsklappe erreichen Sie meist nur einen Teil des Hohlraums.

Wenn es Ihnen gelingt, an der entgegengesetzten Seite der Wannenverkleidung vorsichtig eine Fliese herauszulösen, haben Sie die Möglichkeit, von hier aus den anderen Teil des Hohlraums zu erreichen und mit Dämm-Material auszufüllen. Die Fliese können Sie danach wieder festkleben. Mit dieser Vorgehensweise erreichen Sie zwar keine komplette Wärmedämmung, aber die Situation wird sicher deutlich verbessern.

Gibt es eine Möglichkeit, feine Haarrisse in weißen Keramikfliesen auf dem Fußboden auszubessern?

Haarrisse auf der Oberfläche von Fliesen stellen eine Beschädigung der Oberflächenglasur dar. Es gibt leider keine Möglichkeit, die Originalglasur durch irgendein anderes Material zu ersetzen. Kein Kunststoff ist so hart wie die Glasur selbst. Außerdem wäre auf der glasierten Oberfläche auch kaum eine ausreichende Haftung zu erreichen.

Mein Badezimmer ist vom Vorbesitzer in Braun und Beige gekachelt worden. Am liebsten würde ich alles erneuern, ich habe aber gehört, dass die Fliesen auch gestrichen werden können. Ist das tatsächlich möglich?

Fliesen lassen sich durchaus sowohl an der Wand als auch auf dem Fußboden mit einem farbigen Kunststoff überziehen. Beispielsweise stellt die Firma Coelan derartige Werkstoffe her. Man kann aber auch auf vorhandene, fest sitzende Fliesen neue verlegen, ohne die alten entfernen zu müssen. Fragen Sie am besten einen Fliesenlegermeister.

Wir möchten unser Bad renovieren. Können wir dafür die alten Fliesen überkleben?

Neben dem Entfernen alter Fliesen besteht auch die Möglichkeit, neue Fliesen auf einen vorhandenen Fliesenbelag zu kleben. Das ist an den Wänden wie auf dem Fußboden möglich. Für diese bewährte Technik gibt es Spezialkleber. Voraussetzung ist, dass der alte Belag noch absolut fest sitzt und dass er keine Risse oder Abplatzungen aufweist. Am besten verwendet man ein anderes Fliesenformat als vorher oder ordnet die Fliesen anders an, damit nicht Fuge auf Fuge liegt.

In meinem Bad habe ich eine 30 Jahre alte Duschwand aus Glasbausteinen. In zwei übereinander liegenden Steinen haben sich kleine Risse gebildet, in die Wasser eindringt. Können Sie mir einen Tipp geben, wie ich die Steine aus dem Verbund lösen und neue einfügen kann?

Nach unseren Erfahrungen wird es kaum möglich sein, einzelne Glasbausteine herauszulösen, ohne dass die gesamte Wand beschädigt wird. Zum einen sind Glasbausteine nicht im laufenden Verbund verbaut, das heißt, die senkrechten Fugen setzen sich ohne Unterbrechung durch alle Lagen fort; wenn ein Stein herausgelöst wird, besteht die Gefahr, dass auch die darüber liegenden Steine einbrechen. Zum anderen deuten die Risse darauf hin, dass Spannungen in der Wand auftreten. Wenn ein oder zwei Steine herausgenommen werden, können die Spannungen zu weiteren Schäden an der Wand führen. Und schließlich scheint es fraglich, ob Sie nach 30 Jahren noch exakt passende neue Glasbausteine bekommen.

Vor fünf Jahren haben wir eine neue Dusche eingebaut und unser Bad neu gefliest. Inzwischen haben sich rund um die Dusche in den Fugen hässliche Krusten gebildet, die sich wie Salz anfühlen. Woran kann das liegen?

Das Auftreten von Salzausblühungen (Salpeter) ist immer ein Zeichen dafür, dass sich Feuchtigkeit im jeweiligen Bauteil befindet. Diese drängt zum Verdunsten an die Oberfläche und transportiert dabei Salze mit nach außen, die aus Mörtel oder Steinen herausgelöst wurden. Woher die Feuchtigkeit kommt, können wir aus der Ferne natürlich nicht feststellen. Häufig liegt die Ursache aber darin, dass die Fugen undicht geworden sind. Um die Ausblühungen zu verhindern, müssen Sie diese Fehlerstellen aufspüren und ausbessern. Beseitigen lässt sich der Salpeter mit Zementschleier-Entferner. Gehen Sie dabei vorsichtig vor und tragen Sie Schutzkleidung (Handschuhe, Brille).

In der Dusche hat sich, speziell an den Silikonfugen, Schimmel gebildet. Ich habe schon alles probiert - Essigreiniger, Backpulver, Schimmelentferner. Was kann ich sonst noch tun?

Wenn der Schimmelbefall noch nicht weit fortgeschritten ist und sich erst einige dunkle Flecken gebildet haben, können diese meist noch entfernt werden. Am wirkungsvollsten lassen sich Schimmelpilzsporen mit reinem Alkohol (Brennspiritus) abtöten (anschließend gut mit Wasser nachspülen).
Ist die Schimmelbildung weiter fortgeschritten, hat sich also auch das Innere der Dichtungsmasse bereits verfärbt, kann eine dauerhafte Lösung nur durch das komplette Entfernen und ein erneutes Verfugen mit einer "neutral vernetzten" Silicon-Dichtungsmasse erreicht werden. Die wichtigste Maßnahme, um neue Schimmelbildung zu verhindern, ist das Reinigen und Abtrocknen der Dusche nach jedem Gebrauch - denn die Grundvoraussetzung für Schimmel ist Feuchtigkeit, die nicht austrocknet.

Unser Bad ist bis zur Decke gefliest. Darüber bildet sich immer wieder Schimmel. Lässt sich das verhindern, wenn man an der Decke einen Baumwollputz anbringt, der die Feuchtigkeit gut aufnimmt?

Schimmel bildet sich dort, wo ein ständiges Angebot an Feuchtigkeit vorherrscht, wo Wand- oder Deckenpartien immer feucht sind und nur selten abtrocknen können. Das ist mit Sicherheit im Bereich Ihrer Dusche der Fall. Mit einem Baumwollputz oder einer Holz- oder Kunststoffverkleidung ist dies nicht zu verhindern. Schimmel wird auch auf diesen Untergründen immer wieder auftreten, wenn nicht das Raumklima verbessert und die Ursache der Feuchtigkeitsbelastung beseitigt wird. Das ist nur durch eine regelmäßige, ausreichende Lüftung sowie eine Verbesserung der Wasserdampf-Durchlässigkeit von Wänden und Decken zu erreichen. Für die nicht gefliesten Flächen sollten Sie am besten einen Kalkputz verwenden, der mit einer Innen-Silikatfarbe gestrichen wird.

Die Oberfläche unserer weißen Stahlgussbadewanne ist sehr stumpf geworden. Ist es empfehlenswert, sie beschichten zu lassen?

Das ist ohne Weiteres möglich. Kunststoffbeschichtungen für emaillierte Stahlbadewannen gibt es schon seit vielen Jahren. Neuerdings kann man auch unansehnlich gewordene Acrylwannen mit einer Beschichtung verschönern. Damit die Beschichtung hält, muss sie sehr sorgfältig ausgeführt werden. Die Kunststoffschicht ist zudem sehr empfindlich gegen Kratzer jeder Art sowie gegen Reinigungsmittel, die Sand, Bimsmehl oder ähnliches enthalten. Auch bei Essigreinigern ist Vorsicht geboten. Als Reinigungsmittel sollten Sie daher nur Wasser und Spülmittel verwenden.

Wir haben vor, die Fliesen in unserem Bad zu erneuern. Muss ich die alten dafür zuvor entfernen?

Neben dem totalen Entfernen der alten Fliesen gibt es noch die Möglichkeit, neue Fliesen auf einen vorhandenen alten Fliesenbelag zu kleben - sowohl an den Wänden als auch auf dem Fußboden. Das ist eine bewährte Technik, für die es Spezialkleber gibt. Voraussetzung ist, dass der alte Belag absolut fest sitzt und keine Risse oder andere Beschädigungen aufweist. Praktischerweise sollte man ein anderes Fliesenformat verwenden als vorher oder zumindest darauf achten, dass die neuen Fliesen nicht Fuge auf Fuge mit den alten verlegt werden.

Auf der Silikonfuge zwischen unserer Badewanne und der gefliesten Wand haben sich schwarze Flecken gebildet, die sich nicht entfernen lassen. Kann man sie eventuell überstreichen?

Bei den schwarzen Flecken handelt es sich mit Sicherheit um Schimmel. Leider gibt es keine Möglichkeit, diese Flecken abzudecken. Auf Silikonfugenmassen haften weder Farben noch andere Abdeckwerkstoffe. Sie werden das Silikon daher auskratzen und erneuern müssen. Um dauerhaft Schimmelbildung zu vermeiden, sollte man als Silikondichtmasse nur spezielle Markenfabrikate für den Sanitärbereich verwenden, die der DIN 18545 entsprechen. Außerdem ist es ratsam, die Fuge zwischen Wanne und Wand nach jedem Gebrauch abzutrocknen.

Bei unserer alten Badewanne blättert die Renovierlackierung, die sie einmal erhalten hat, ab. Was können wir tun, um die Wanne zu erneuern, ohne die umliegenden schönen Fliesen zu beschädigen?

Neben einer Beschichtung besteht die Möglichkeit, einen Einsatz aus Acryl-Kunststoff in Ihre Badewanne einzubauen. Diese „Wanne in Wanne“-Technik wird fast überall angeboten. Allerdings sollten Sie bedenken, dass jeder Wannenersatz aus Kunststoff besteht und generell nicht die gleiche Härte hat wie die Oberfläche einer echt emaillierten Stahlwanne. Die Acryl-Einsätze sind daher recht empfindlich gegen Kratzer jeglicher Art sowie gegen bestimmte Reinigungsmittel.

In unserer Dusche haben die Fugen Risse und sind nicht mehr ganz dicht. Müssen wir sie komplett auskratzen, oder reicht es, wenn wir neue Fugenmasse darüberstreichen?

Um die Fugen Ihrer Dusche zu sanieren, wird es erforderlich sein, die morsche Fugenmasse vollständig und restlos zu entfernen. Erst nach dem gründlichen Säubern können die Fugen neu ausgefüllt werden. Verursacht wird die Rissbildung bei Fliesenfugen übrigens oft durch die Verwendung von säurehaltigen Reinigern. Essigreiniger oder solche mit Zitronensäure greifen den alkalischen, zementhaltigen Fliesenmörtel an und führen zu einer „Vermorschung“.

Lässt sich eine bodengleiche Dusche überall einbauen?

Beim Einbau einer bodengleichen Dusche spielt die Konstruktion der Decke eine entscheidende Rolle. Bei einer ausreichend dicken Betondecke plus Estrich lassen sich Ablauf und Duschfläche gut unterbringen. Anders sieht es aus, wenn der Estrich zu dünn ist. Bei Balkendecken lassen sich bodengleiche Duschen nur einbauen, wenn der Abfluss parallel zu den Balken verläuft und die Höhe der Balken groß genug ist. Für solche schwierigen Untergründe gibt es spezielle Duschelemente, die allerdings eine Niveauerhöhung von circa zwei Zentimetern bedingen.

Ich möchte im Bad keine Fliesen. Welche Farben und Putze eignen sich stattdessen?

Die Flächen im Spritzwasserbereich können Sie mit scheuerfester hochglänzender Latexfarbe streichen. Die übrigen Wände sollten bei hoher Luftfeuchtigkeit einen Teil aufnehmen und später wieder abgeben können. Wir empfehlen Silikatfarbe oder Silikatputz. Sie beeinträchtigen die Wasserdampfdurchlässigkeit der oberen Putzschichten in keiner Weise. Da sie stark alkalisch sind, behindern sie zudem die Schimmelbildung.

Wir wollen unterm Dach eine Duschwanne auf einer Holzbalkendecke einbauen. Was kann man tun, um den Schall etwas zu dämmen?

Legen Sie unter die Duschwanne eine 15 bis 20 Millimeter dicke Platte aus Zellgummi, das ist ein geschlossenporiges Schaum- oder Moosgummi. Schalldämmende Spezial-Mineralwollmatten aus dem Baustoff-Großhandel sind eine andere Möglichkeit. Das Material muss feuchtigkeitsbeständig sein, da sich auf der Unterseite der Duschwanne Kondens-/ Schwitzwasser bilden kann.

Was kann ich ohne Gift gegen Silberfische und Kellerasseln tun?

Bei Silberfischen reicht es oft schon, Ritzen und Fugen im Bad trocken zu halten. Die Tiere sind übrigens nicht nur harmlos, sie fressen auch Hausstaubmilben. Gegen Kellerasseln helfen Fliegengitter vor den Kellerfenstern und Barrieren aus gestreutem Backpulver vor Türschwellen und Fenstersimsen. Versteckmöglichkeiten der lichtscheuen Tiere sollten beseitigt werden. Silberfische wie Kellerasseln benötigen eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit; gutes Lüften ist daher bei Bekämpfung sehr wirksam.

Wir möchten unser Bad altersgerecht umgestalten. Stimmt es, dass es dafür Fördermittel gibt?

Für altersgerechte Umbaumaßnahmen können Sie von der KfW-Förderbank ein zinsgünstiges Darlehen oder einen Zuschuss erhalten. Die maximale Darlehenshöhe beträgt 50.000 Euro pro Wohneinheit. Benötigen Sie kein Darlehen, können Sie ab einer Investition von 6.000 Euro einen Zuschuss von fünf Prozent beantragen (maximal 2.500 Euro je Wohneinheit).

Gefördert werden alle Maßnahmen, die Barrieren in Haus und Wohnung reduzieren oder entfernen. Dazu gehören zum Beispiel die Beseitigung oder Überbrückung von Stufen, die Verbreiterung von Türöffnungen oder der Einbau bodengleicher Duschen im Bad. Die Förderung ist unabhängig vom Alter des Hauseigentümers. Ausführliche Infos gibt es bei der KfW, Tel. (01801) 33 55 77, www.kfw-foerderbank.de.

Unsere Badecke zeigt mal wieder schwarze Stellen. Welche Farbe empfehlen Sie, um Schimmelbildung künftig zu vermeiden?

Es gibt keine Farbe, mit der Sie die Schimmelbildung in Ihrem Bad dauerhaft verhüten können. Es gibt zwar Farben, denen Pilzgifte beigemischt sind, aber auch deren Wirkung nimmt im Laufe der Zeit ab. Zudem sollte man diese Farben aus gesundheitlichen Gründen nicht in Innenräumen einsetzen. Um Schimmelbildung zu vermeiden, müssen die Ursachen dafür beseitigt werden. Das sind 1. eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, 2. eine unzureichende Wasserdampfaufnahmefähigkeit der Wände und der Decke und 3. eine nicht ausreichende Wärmedämmung, denn die warme und feuchte Raumluft schlägt sich auf kalten Flächen als Kondenswasser nieder.

Seit wir im Badezimmer ein neues Waschbecken eingebaut haben, gibt es dort ständig einen sehr unangenehmen, penetranten Geruch. Welche Gründe kann das haben?

Die starke Geruchsbildung deutet darauf hin, dass beim Anschluss des Waschbeckens die Abwasserleitung vor dem Geruchsverschluss (Syphon) beschädigt oder eine Muffe nicht ausreichend abgedichtet wurde. Das muss aber nicht unbedingt am Einbau liegen: Ältere Syphons funktionieren im Laufe der Zeit häufig nicht mehr richtig. Das ist meist darauf zurückzuführen, dass die Abwasserleitung nicht mehr vollständig durchlässig ist. Sie sollten diese daher vom Keller bis zum Dach vom Fachmann überprüfen lassen. Bis dahin sollten Sie regelmäßig etwas Wasser ins Becken laufen lassen, damit der Syphon immer mit Wasser gefüllt ist.

Wir möchten in unserem Haus einen Raum zu einem zusätzlichen Badezimmer umbauen. Die untere Hälfte der Wände ist mit Lackfarbe gestrichen, die die obere mit weißer Farbe. Kann man die Wände darüber fliesen? Oder muss man den Lack entfernen?

Der Lack muss ab, damit der Fliesenkleber auf dem Untergrund einen festen Halt bekommt. Am besten geht dies mit einer Drahtbürste, die in die Bohrmaschine gespannt wird. Bei der Arbeit unbedingt eine Schutzbrille aufsetzen! Die weiße Farbe über dem Lack kann mit einem Schwamm abgewaschen werden. Putzstellen, die sich mit der Farbe gelöst haben, müssen mit einem Reparaturmörtel ausgespachtelt werden - dann können Sie die Fliesen verkleben.

Wir bewohnen im elterlichen Einfamilienhaus das Dachgeschoss - haben kein Bad, nur eine Toilette. Wohnfläche für den Einbau eines Badezimmers ist nicht vorhanden.Nun unsere Idee: Das Bad könnte in den Spitzboden eingebaut werden. Kann man so etwas realisieren? Wer macht Planungsvorschläge?

Die Idee ist nicht schlecht, die Planung vermutlich etwas kompliziert, Sie brauchen einen Fachmann. Lassen Sie sich am besten von einem Badausstatter (Branchen-Telefonbuch) beraten, der einen kompletten Badeinbau mit allen Gewerken (Strom, Wasser, Heizung, Fliesenarbeiten usw.) anbietet.

Einige Badausstatter arbeiten mit einem Zeichencomputer, der Ihnen Grundrisse, Ansichten und Perspektiven Ihres zukünftigen Bades zeigt, so dass sie gut mitplanen können.

Wir möchten endlich unser 20 Jahre altes Badezimmer renovieren. Es ist raumhoch mit Riemchenfliesen verkleidet. Wir möchten nun aber gern die Wände verputzen und Fliesen nur noch rund um die Wand und um das Waschbecken belassen.Unsere Frage: Kann man auf die Fliesen Putz auftragen? Oder ist es besser, Gipskartonplatten auf die Fliesen zu kleben und darauf zu verputzen?

Fliesen kann man nicht einfach überputzen, weil die glasierte Oberfläche dem Wandputz keinen Halt bietet. Wenn Sie die Wände verputzen wollen, sollten Sie die Fliesen vollständig entfernen. So können die Wände auch wieder Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben, was dem Raumklima bekommt.

Bei der Montage von Gipskartonplatten können diese nur auf einem Lattengerüst verlegt werden, um dahinter eine ausreichende Luftzirkulation zu ermöglichen. In diesem Fall brauchen sie nicht alle Fliesen abzunehmen, es genügt, jede vierte Fliese herauszuschlagen, um die Aufnahmemöglichkeit von Luftfeuchtigkeit durch die Wand zu ermöglichen.

Leider wird es wohl kaum gelingen, bei einem Putzauftrag auf Gipskartonplatten die Stöße dauerhaft zu überbrücken - irgendwann wird es Risse geben. Deshalb sollten Sie ernsthaft überlegen, die Fliesen abzunehmen und die Wand direkt zu verputzen.

Wir möchten das Schlafzimmer zum Badezimmer umbauen. Seit zwei Jahren liegt hier Fertigparkett, das wollen wir eigentlich belassen.Wie kann man es behandeln, damit es im feuchten Bad keinen Schaden erleidet? Der Gipser sagt, dass der Betongips an den Wänden durch Kalk-Zement ersetzt werden muss, weil Betongips unter den Fliesen fault. Stimmt das?

Fertigparkett ist für ein Badezimmer nicht geeignet. Das Material arbeitet bei den hohen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen, es kommt zum Hochwölben der Bahnen und zur Rissbildung in den Fugen. Ersetzen Sie das Fertigparkett evtl. durch einen Laminat- oder Korkboden, der macht Ihnen keine Schwierigkeiten.

Ihr Gipser hat recht. Der Betongips muss entfernt, dafür ein Kalk-Zement-Putz aufgebracht werden. Oder Gipskartonplatten für Feuchträume - aber auch hier muss erst der alte Gips weg.

Kunststoffgewebe ja oder nein?


Wir wollen unser Badezimmer in Eigenarbeit neu gestalten - dazu gehört auch, dass alles neu gefliest wird. Muss man den Badewannenträger (Hartschaumform) vor dem Verfliesen mit einem Kunststoffgewebe überbrücken? Muss der Verputz (ca. zehn Jahre alter Zement-Kalkmörtel) mit einem Haft- bzw. Isoliermittel eingestrichen werden?

Hier die Antwort:

Es ist sinnvoll, den glatten Hartschaumkern mit einem Kunststoffgewebe zu versehen, damit sich der Fliesenkleber besser verkrallen kann und die Fliesen besser halten. Den Verputz sollten Sie auf jeden Fall mit einem Haftgrund einstreichen. Der vorhandene Anstrich muss vorher abgewaschen oder abgekratzt werden. Nur so entsteht ein tragfähiger Untergrund für Fliesen.

Wir würden in unserem Bad lieber eine Tapete als Fliesen an die Wand bringen. Verträgt sich das mit der Feuchtigkeit?

Das sagen unsere Experten: Es ist durchaus möglich, auch die im Spritzwasserbereich eines Bades liegenden Wandflächen mit einer Glasgewebetapete zu bekleben. Wenn diese anschließend mit einer Hochglanz-Latexfarbe oder einer wasserverdünnbaren Lackfarbe überstrichen wird, erhalten Sie eine absolut scheuerbeständige Wandfläche. Die Glasgewebetapete kann aber nur unmittelbar auf die Wand und nicht über alte, unansehnlich gewordene Fliesen geklebt werden. Allerdings werden die Wände auf diese Art total abgeschlossen, so dass es zu Kondenswasserbildung kommen kann. Aus diesem Grund sollte man die Verwendung auf das unbedingt notwendige Maß beschränken und das Bad nach jedem Gebrauch ausreichend lüften.

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