Garten

Fragen und Antworten zum Thema Pflaster, Zäune & Co.

Das Wohnglück-Team gibt Ihnen die richtigen Antworten, Ratschläge und Tipps rund um den wichtigsten Ort der Welt: Ihr Zuhause. Bitte beachten Sie, dass die Vorschläge nur unverbindlich sein können, da unsere Experten die geschilderten Sachverhalte nicht vor Ort überprüfen konnten und sich somit ausschließlich auf Ihre Beschreibung stützen.

Beim Neubau unseres Senkgartens haben wir uns für Vulkan-Tuff aus Italien entschieden. Wie ich jetzt nach der Tauphase gesehen habe, reißen teilweise die oberen Mauer-Abdecksteine und der Mauerstein bröselt ab! Soll ich, um das zu verhindern, den Tuffstein imprägnieren? Wenn ja, welches Mittel würden Sie uns empfehlen?

Tuff ist aus der Aufschichtung von Aschen aus Vulkanausbrüchen entstanden. Die sich überlagernden Ascheschichten haben sich im Laufe von Jahrhunderten zu einem festen Gestein verfestigt. Laut internationaler wissenschaftlicher Definition muss Tuff aus  mindestens 75% vulkanischer Asche bestehen. Durch die vulkanischen Gaseinschlüsse ist Tuff in der Regel sehr porös. Tuff wird als „Weichgestein“ bezeichnet und lässt sich daher leicht bearbeiten.


Aufgrund dieser Eigenschaften, Porosität und mangelnde Härte, ist Tuff besonders anfällig für Witterungseinflüsse. Besonders Feuchtigkeit und Frost tragen zur Verwitterung bei. Es ist daher sinnvoll, verbaute Tuffsteine gegen Feuchtigkeit zu imprägnieren. Das kann mit Fassaden-Imprägnierungen auf Basis von Silanen, Siloxan oder Soiliconaten geschehen, Die wasserbasierten Produkte dringen tief in die Poren des Untergrundes ein und bilden an der Oberfläche Siliconharz. Dieser „diffusionsoffene“  Werkstoff schützt vor eindringendem Wasser, lässt aber die in den Poren befindliche Feuchtigkeit als Wasserdampf nach außen diffundieren. Da die Siliconharz-Imprägnierung durch das Sonnenlicht mehr oder weniger schnell abgebaut wird, sollte sie in regelmäßigen Zeitabständen wiederholt werden.


Erlauben Sie uns noch einen zusätzlichen Hinweis: Tuff sollte nicht mit Zementmörtel verarbeitet werden. Zementmörtel ist zu hart und spröde und kaum diffusionsoffen. Tuff sollt immer mit reinem „Trassmörtel“ verarbeitet werden, nicht mit Trass-Zementmischungen.


Trassmörtel  besteht aus  fein gemahlenem „Trass“, Kalk und Zuschlagstoffen  (Sand).  Trass ist ein feingemahlenes Gestein vulkanischen Ursprungs (z. B. Tuff, Vulkanasche) und besteht überwiegend aus Kieselsäure und Tonerde. Trassmörtel ist ein uralter Baustoff, den die Römer bereits vor 2000 Jahren in Ihren Bauten, Aquädukten und Hafenanlagen verwendet haben. Im Mittelalter gingen Kenntnisse und Erfahrungen mit diesem Baustoff verloren. Die Eigenschaften von Trass werden als „puzzolanisch“ bezeichnet. Das heißt, in fein verteilter Form bildet Trass mit Kalk positive  Eigenschaften:

  • Widerstandsfähiger als Kalk- oder Zementputz
  • keine Kalkausblühungen am Mauerwerk
  • geeignet für die Sanierung von feuchtem und salzgeschädigtem Mauerwerk
  • erhöhte Festigkeit
  • erhöhte Wasserabdichtung bei ungehinderter Wasserdampf-Durchlässigkeit
  • geringe Rissneigung durch hohe Elastizität. 

Trassmörtel wird zumeist als Mauermörtel und zum Verfugen von Naturstein eingesetzt, darüber hinaus in der Denkmalpflege und bei der Altbausanierung. Trassmörtel darf nur bei Außentemperaturen über +5°C verarbeitet werden. Da der Mörtel sehr langsam aushärtet, ist er vor Austrocknung und ungünstigen Witterungseinflüssen wie Frost, Zugluft, direkter Sonneneinstrahlung und direkter Schlagregeneinwirkung zu schützen.

In meinem mit roten Betonsteinen gepflasterten Hof befinden sich unregelmäßig weise kreisrunde Flecken. Woher kommen diese und wie kann ich diese entfernen?

Bei den kreisrunden weißen Flecken auf Ihrem roten Betonpflaster handelt es sich vermutlich um Salzausblühungen (Salpeter). Beton ist nicht so fest und unverwüstlich, wie das landläufig immer angenommen wird. 


Einige Jahre nach Fertigstellung tritt im Außenbereich eine Veränderung des Gefüges ein. Es kann Wasser durch feinste, kaum sichtbare  Risse in den Beton eindringen. Die alkalischen Bestandteile werden gelöst, es bilden sich Laugen, welche mit den Zuschlagstoffen wie Sand, Kies usw. reagieren. Dadurch bilden sich Salze, die auf der Oberfläche auskristallisieren.


Man kann diese Ausblühungen mit „Zementschleier-Entferner“ beseitigen, den es in Baumärkten zu kaufen gibt. Bei der Verarbeitung ist die Gebrauchsanleitung zu beachten.

Haben Sie einen Tipp, wie Zaunsäulen vor dem Streichen mit Spezialfarbe gründlich gereinigt werden können? Aktuell befinden sich noch leichte Putzreste und Farbschlieren des vorherigen Anstrichs drauf. Abschleifen mit Flex und Schleifscheibe hat nicht das gewünschte Ergebnis gebracht und vor dem Streichen sollte der Beton doch "sauber" sein, oder?

Wir möchten dazu wie folgt Stellung nehmen:

• Säubern Sie die Betonpfähle "so gut es geht" am besten mit einer rotierenden Drahtbürste als Aufsatz auf eine Flex.

• Festsitzende Putz- und Anstrichreste müssen nicht vollständig entfernt werden, sie können überstrichen werden.

• Es empfiehlt sich, vor dem ersten Anstrich, die Pfähle mit einem lösemittelhaltigen Tiefgrund zu grundieren. Wasserverdünnbarer Tiefgrund ist nicht geeignet.

Wir haben mehrere Zaunsäulen aus Beton, diese waren bis vor kurzem verputzt. Wegen eines neuen Zaunes und Schäden am Putz haben wir diesen nun abgehauen. Wie bzw. womit entfernt man Farb- bzw. Putzreste am Beton am besten? Welche Alternativen gäbe es zum Verputzen?

Dringend möchten wir Ihnen davon abraten, Ihre Betonpfähle ungeschützt zu lassen. Beton ist zwar der Inbegriff für Haltbarkeit und Stabilität, aber er kann seine Funktion nur dann erfüllen, wenn seine Oberfläche wirksam und ausreichend geschützt ist. Wir möchten Ihnen das wie folgt erklären:

Zement und alle daraus hergestellten Baustoffe und Bauteile, wie z. B. Beton, sind sehr stark alkalisch. Alkalität ist ein sehr wirkungsvoller Korrosionsschutz. Dadurch ist der im Beton lückenlos eingebettete Bewehrungsstahl dauerhaft geschützt und kann nicht verrosten.

Der durch die veränderten Umweltbedingungen sauer gewordene Regen verursacht nun eine Veränderung der Betonoberfläche, eine "Betonkorrosion". Die Alkalität nimmt ab oder wird ganz neutralisiert. Das hat zur Folge, dass das Gefüge des Betons morsch wird, und Feuchtigkeit eindringen kann. Wenn der eingebettete Bewehrungsstahl dicht an der Oberfläche liegt, bewirkt die eingedrungene Feuchtigkeit, dass der Bewehrungsstahl rostet. Da eine Rostbildung immer eine erhebliche Volumenvergrößerung bewirkt, wird der morsche Beton auseinandergetrieben. An diesen Stellen kann weitere Feuchtigkeit eindringen, die "Aufweichung" des Betons und die Korrosion des Stahls setzen sich fort.

Nach neusten Forschungen erfolgt parallel – auch ohne "Sauren Regen" - zusätzlich eine Alterung des ungeschützten Betons, an der ebenfalls Feuchtigkeit beteiligt ist: Fünf bis zehn Jahre nach Fertigstellung kann Wasser durch feinste, kaum sichtbare Risse in den Beton eindringen. Die alkalischen Bestandteile werden gelöst, es bilden sich Laugen, welche mit den Zuschlagstoffen wie Sand, Kies usw. reagieren. Dies hat wiederum eine Zunahme des Volumens zur Folge, verbunden mit einer vermehrten Einlagerung von Wasser und einer weiteren Bildung von Laugen. Diese sich immer weiter entwickelnden Vorgänge führen zu einer Vermorschung des Betons und der Beeinträchtigung seiner Stabilität. Bauwerke aus ungeschütztem Beton (z. B. Brücken, Sichtbeton) verlieren im Laufe der Zeit ihre Standfestigkeit.

Um diese Vorgänge zu vermeiden, sollten Betonoberflächen nicht nur vor Feuchtigkeit, sondern auch vor dem Eindringen von Wasserdampf geschützt werden. Sogen. "atmungsaktive" wasserdampf-durchlässige Anstriche (wie z. B. Fassadenfarben) bieten daher keinen ausreichenden Betonschutz. Um die geschilderten Prozesse zu stoppen, ist ein zweimaliger Anstrich mit einer "gasdichten" Spezialfarbe erforderlich, die kein CO² durchlässt. Sie erhalten diese Spezialfarben zur „Betonsanierung“ im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft).

Gibt es preiswerte Sichtblenden für mehr Privatsphäre zwischen Nachbargrundstücken?

Am preiswertesten und am einfachsten zu installieren sind Flechtzäune aus:

  • Bambus,

  • Schilfrohr

  • Weidengeflecht.

Weiter gibt es in Baumärkten eine große Auswahl an Lamellen-Zäunen aus Holz.

Aus allen diesen Materialien lassen sich schnell und einfach wirksame Sichtblenden herstellen.

Kann man feuchte Mauern selbst sanieren?

Erlauben Sie uns an dieser Stelle einen Hinweis zum Thema: „Selber machen“:

In Baumärkten werden eine Vielzahl von Werkstoffen angeboten, die eine erfolgreiche Mauertrockenlegung versprechen. Die Sanierung feuchter Mauern verlangt aber mehr als viele Hersteller versprechen können. So ist es nicht damit getan, ein Abdichtmittel samt Trichter oder einen Sack Sanierputz zu kaufen. Abgesehen davon, dass man erst feststellen muss, welcher Werkstoff geeignet ist, um die Schäden zu beseitigen, verlangt die Verarbeitung der einzelnen Produkte oft mehr Kenntnisse als es die Verarbeitungsanleitung beschreibt. Werden die speziellen Werkstoffe, die nicht gerade billig sind, nicht sach- und fachgerecht angewendet, hat die Sanierungsmaßnahme keinen Erfolg und die Investition war umsonst. Es gibt keine Universal-Werkstoffe, mit denen man „Aufsteigende Feuchtigkeit“ bekämpfen kann. Nach den Erkenntnissen namhafter Baufachleute sind z. B. drucklose Mauerwerks-Injektionen, d. h., das Einfüllen von Injektionsflüssigkeiten mit Trichtern, in den meisten Fällen wirkungslos. Wir möchten Ihnen dringend raten, die Schadensanalyse durch einen Fachmann vornehmen zu lassen.

Denn die Sache ist kompliziert. Es gibt eine große Zahl verschiedener Injektionsverfahren. Diese müssen auf den Durchfeuchtungsgrad und die Größe der Poren des Mauerwerks genau abgestimmt werden. Dazu ist es erforderlich, dass ein Baufachmann (Bausachverständiger) durch Probebohrungen eine genaue Analyse vornimmt. Feuchtemessungen auf der Wandoberfläche sind absolut untauglich. Sie geben keine Auskunft über die Situation innerhalb der Mauer.

Erst nach den Ergebnissen der Bohrproben kann der Typ des Injektionsmittels – porenverstopfend oder wasserabweisend - ermittelt werden und ob es drucklos oder unter Druck eingebracht werden muss. Zusätzlich muss geklärt werden, ob vorbereitende Maßnahmen, wie Verfestigung oder Trocknung des Mauerwerks, notwendig sind.

Eine wichtige Informationsquelle sind die Merkblätter der

Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege eV., Edelsbergstraße 8, 80686 München, Telefon: (0 89) 57 86 97 27,

e-mail: wta@wta.de, Internet: www.wta.de.

Diese Merkblätter sind ein anerkanntes Regelwerk der Bautechnik. Im Merkblatt 4-4-96/D, „Mauerwerksinjektionen gegen kapillare Feuchtigkeit“ werden Hinweise für erforderliche Voruntersuchungen gegeben, um die jeweilige Schadensursache zu ermitteln und bautechnische Fehler aufzudecken. Das Merkblatt erläutert die Wirkungsweisen der Injektionsmittel und deren anwendungstechnische Grundsätze. Weiter werden die erforderlichen flankierenden Maßnahmen und die Qualitätskontrolle des jeweils angewandten Injektionsverfahrens beschrieben.

Welche Farbe kann man zum Anstreichen von Asbestplatten verwenden?

Zum Anstrich von Asbestplatten empfehlen wir:

  • CONSOLAN-Wetterschutzfarbe.

CONSOLAN hat sich als Anstrich auf asbesthaltigen Untergründen bewährt. Diese Farbe gibt es in vielen verschiedenen Farbtönen, sie ist wasserverdünnbar und sollte daher nur bei trockenem warmen Wetter auf einem trockenem Untergrund verstrichen oder gerollt (Heizkörper-Roller) werden. Ein zweimaliger Anstrich ist ausreichend. Sie erhalten CONSOLAN in vielen Bau- oder Farbenmärkten oder im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufgenossenschaft).

Wie erneuert man eine zerfallende Mauer aus Naturschiefer?

Zur Sanierung und zum Neu-Ausfugen Ihrer Naturschiefer-Mauer möchten wir Ihnen Trassmörtel empfehlen. Diesen Mörtel haben schon vor 2000 Jahren die Römer beim Bau ihrer Gebäude, Tempel und Aquädukte verwendet. Das Wissen um diesen Baustoff ist nur einige hundert Jahre verloren gegangen.

In der sehr ungleichmäßigen Naturschiefer-Mauer ist aufgrund der unterschiedlichen Steingröße immer Bewegung. Zementmörtel ist sehr hart und unelastisch, er kann das unter-schiedliche Ausdehnungs- und Schwundverhalten der einzelnen Steine nicht auffangen und es kommt zu Riss-Schäden, Abplatzungen usw. Trassmörtel ist dagegen elastisch und aus diesem Grund ganz besonders als Mauermörtel für Natursteinmauerwerk geeignet.

Trassmörtel hat folgende vorteilhafte Eigenschaften:

  • Er ist widerstandsfähiger als Kalk- oder Zementmörtel.

  • Er ist geeignet für die Sanierung von feuchtem und salzgeschädigtem Mauerwerk.

  • Er besitzt eine erhöhte Dichtigkeit durch Porenverschluss.

  • Er hat eine geringe Rissneigung wegen hoher Elastizität.

Trassmörtel erhalten in der Regel nur im Baustoff-Großhandel.

Was ist bei der Verlegung von Terassen-Platten zu beachten?

Für die fachgerechte Verlegung von Terrassen-Platten sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen: Der Unterbau muss tragfähig und wasserdurchlässig sein. Wie aufwändig der Unterbau hergestellt werden muss hängt von der späteren Belastung und den Ansprüchen an die Maßhaltigkeit (Absinken der Platten) ab. Die fachgerechte Verlegung erfordert zwei Schichten:

  1. Der eigentliche Unterbau besteht aus ca. 30 cm Grobkies, Schotter oder Recycling-Material, das jeweils lagenweise eingebracht und mit einem Rüttler verdichtet wird, um spätere Setzungen zu vermeiden.

  2. Darauf wird die Bettung aus einer 5 – 8 cm dicken Schicht aus Splitt oder Sand eingebracht in der die Terrassen-Platten verlegt werden.

Auch bei diesem „fachgerechten“ Aufbau ist davon auszugehen, dass die Fugen im Laufe der Zeit verstopfen und die Entwässungsleistung zurückgeht.

Als Alternative möchten wir Ihnen den nachfolgend dargestellten Terrassen-Aufbau empfehlen, der frostbeständig ist und eine funktionierende Wasserableitung bietet:

Herstellung einer Beton-Bodenplatte, die ein ausreichendes Gefälle zum Wasserablauf haben sollte ( 2% = 2 cm auf 1 m Länge!) Darauf wird eine Flachdach-Abdeckung aus Dachfolie aufgebracht. Damit sich an den überlappenden Nähten das abfließende Regenwasser nicht staut, müssen die Bahnen in Richtung des Gefälles und nicht quer dazu verlegt werden.

Zusätzlich muss besonderes Augenmerk auf die Anschlüsse am Haus gerichtet werden. Die Anschlüsse am Haus oder an umgebenden Mauern sollten so hoch geführt werden, dass die Oberkante ca. 5 cm über dem späteren Balkon-Fußboden liegt. Die Folienkanten werden mit einer Spezialschiene an das Mauerwerk gedübelt, und die Oberkante sollte mit Silicon-Dichtungsmasse abgedichtet werden.

Auf den so vorbereiteten Untergrund kann der eigentliche Bodenbelag aus frostbeständigen Fliesen, Steinzeug- oder Betonplatten lose in „Stelzlagern“ verlegt werden. „Stelzlager“ sind Kunststoff-Füße, die unter den Platten jeweils dort eingebaut werden, wo die Ecken von 4 Platten zusammenstoßen. Dadurch wird erreicht, dass eine gleichmäßige Fugenbreite entsteht und die Platten nicht direkt auf der Abdeckung liegen. So kann das Regenwasser durch die Fugen auf die Unterseite gelangen und dort im Zwischenraum zwischen Plattenbelag und Folienabdeckung ungehindert ablaufen. Diese Art der Verlegung ist seit Jahrzehnten erprobt und bewährt, - der Plattenbelag liegt fest und sicher. Feuchtigkeits- und Frostschäden können normalerweise nicht mehr auftreten.

Lassen sich Feinsteinzeugplatten auf Splitt verlegen?

Von einer Verlegung von Feinsteinzeugplatten in Splitt möchten wir Ihnen abraten. Es kann bei unzureichender Verdichtung der Drainageschicht und bei ungleichmäßiger Belastung des Belages zum Absinken einzelner Platten kommen, einzelne Ecken und Kanten können hervorstehen, andere absinken mit der Folge, dass Regenwasser an diesen Stellen in Pfützen stehen bleibt.

Bei einem fachgerechten Einbau der Platten müssen die Fugen offen bleiben, damit das Regenwasser nach unten abziehen kann. Allerdings wird die Entwässerungsleistung nach kurzer Zeit bis zum völligen Versagen zurückgehen. Durch den Schmutzeintrag im Fugenbereich weil Laub, Blüten und andere organische Stoffe, die nicht abtransportiert werden, die Fugen verstopfen. Das hat zur Folge, dass sich sehr bald Moospolster bilden.

Das lässt sich auch bauphysikalisch begründen: Wenn man die europäische Norm EN ISO 12958 „Bestimmung des Wasserableitvermögens in der Ebene“ auf Drainageschichten aus Kies oder Splitt überträgt, wie sie bei Balkon- oder Terrassenflächen mit einer typischen Neigung von 1,5 – 2% eingesetzt werden, ergeben sich sehr schlechte Werte.

Wie lässt sich eine beschädigte Sandsteinmauer sanieren?

Folgende Methoden bieten sich beispielsweise zur Sanierung einer Sandsteinmauer an:

  1. Ersetzen der geschädigten Steine durch Granit,

  2. Ersetzen der geschädigten Steine durch hartgebrannte säurefeste Klinker.

Da Granit in der Regel nur in grauen Farbtönen zu erhalten ist, bieten sich Klinker an, die in ihrem rotbraunen Farbton besser zur übrigen Fassade passen und auch leichter zu verarbeiten sind.

Zum Mauern und Verfugen empfehlen wir „Trassputz“, der besonders für Sanierungsarbeiten geeignet und sehr widerstandsfähig ist.

Anstatt die Markierungen eines Parkplatzes zu streichen, können auch Markierungsnägel eingebohrt werden. Was ist dabei zu beachten?

In der Regel sind die Befestigungsstifte von Markierungsnägeln 60 mm lang. Um eine ausreichende Haftung zu erreichen, sollte die Asphaltschicht mindestens gleich dick sein. Wichtig erscheint uns darauf hinzuweisen, dass die Haltbarkeit der Markierungsnägel davon anhängig ist, in welcher Weise sie überfahren werden. Das sollte vorsichtig und ausgeglichen geschehen. Im Winter besteht die Gefahr, dass die Nägel beim Schneeräumen mit einem Schieber ausgehebelt werden. Aus diesem Grund sollte nur gefegt werden.

In meinem Schrebergarten wurde am Zaun noch Wellasbest verbaut. Kann man diesen streichen?

Zum Anstrich von Asbestplatten empfehlen wir CONSOLAN-Wetterschutzfarbe. CONSOLAN hat sich als Anstrich auf asbesthaltigen Untergründen bewährt. Diese Farbe gibt es in vielen verschiedenen Farbtönen, sie ist wasserverdünnbar  und sollte daher nur bei trockenem warmen Wetter auf einem trockenem Untergrund verstrichen oder gerollt (Heizkörper-Roller) werden. Ein zweimaliger Anstrich ist ausreichend. Sie erhalten CONSOLAN in vielen Bau- oder Farbenmärkten oder im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufgenossenschaft).

Die Fugen des Pflasters in meinem Garten werden immer wieder von Unkraut bewachsen, welches nur mühsam zu entfernen ist. Gibt es eine Alternative zur Sanierung?

Leider gibt es keine wirksame Methode, den Bewuchs von Pflanzen, Unkraut usw. dauerhaft zu verhindern. Immer wieder wird Schmutz und Erde in die Fugen geschwemmt, sie setzen sich auf dem Basaltsand ab und bilden einen ausreichenden Wurzelgrund.

Auch sogen. „Versiegelungen“ sind nicht von Dauer. In den einzelnen Steinen ist immer Bewegung. Zum einen durch das natürliche Ausdehnungs- und Schwundverhalten bei Wärme/Kälte oder beim Darüberfahren mit dem Auto. Durch diese Vorgänge wir es in den versiegelten Fugen immer feinste Risse geben, in die durch die Kapillarkräfte Wasser eingezogen wird. Dieses dehnt sich bei Frost aufgrund der Volumenvergrößerung aus und treibt die Fugen auseinander, sodass Schmutz und Erde wieder eingeschwemmt werden und die Bildung von Pflanzen und Unkraut beginnt erneut.

Möglicherweise können Sie die Fugen mit einem sogen. „Unkrautvernichter“ behandeln. In in Gartenmärkten, Gartencenter oder Baumärkten werden verschiedene Fabrikate angeboten.

Was hilft bei Flecken auf dem Pflaster?

Es ist durchaus möglich, Linoleum abschleifen und neu versiegeln zu lassen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Belag absolut plan verlegt und absolut fest verklebt wurde. In der Regel ist das nur in „Objekten“ der Fall. Im Privatbereich wurde Linoleum seit den 1960er-Jahren durch PVC und Teppichböden verdrängt. Hauptsächlich waren es PVC-Beläge, die mit ihrer „jaspierten“ Oberfläche von Laien mit Linoleum verwechselt wurden. Im Privatbereich wurde Linoleum nur noch sehr selten verlegt, oftmals noch auf gespachtelten Holz-Fußböden, und wenn auf Estrich verlegt wurde, ist es fraglich, ob der damals verwendete „Sulfit-Ablaugekleber“ noch standfest ist. Wir empfehlen daher Flechten-, Algen und Grünbelagsentferner, über deren spezielle Wirkung man sich im Fachhandel beraten lassen kann.

Wir möchten im Garten eine Schallschutzwand aufstellen, da wir sehr laute Nachbarn haben. Wie lässt sich das umsetzen?

Schallwellen breiten sich gleichmäßig nach allen Seiten aus. Deshalb lassen sie sich in Wohngebieten auch durch Schallschutzwände nicht einfach abfangen. Sie überspringen diese Hindernisse und werden von den Dächern und oberen Stockwerken der Nachbargebäude reflektiert, auch in den Bereich hinter einer Schallschutzwand. Um das zu verhindern, müsste die Wand vier bis fünf Meter hoch sein und sich über die gesamte Grundstücksgrenze erstrecken. Ein solches Bauwerk werden Sie kaum errichten wollen, und eine Baugenehmigung würden Sie dafür wohl auch nicht erhalten. Probieren Sie es stattdessen mit grünen Schutzwänden. Denn Lärm, den man nicht sieht, empfindet man weniger stark.

In meinem Garten steht eine fünf Meter lange und 2,50 Meter hohe, mit Keramikklinkern verblendete Sichtschutzmauer aus Hohlblocksteinen. Die Fugen der oberen Klinkerrollschicht sind leider undicht geworden, und durch eindringendes Wasser sind kleine Sprünge entstanden. Wie kann ich ein weiteres Eindringen von Wasser verhindern?

Einen dauerhaften Schutz vor Wasser- und Frostschäden können Sie nur durch eine fugenlose Abdeckung der Mauer erreichen - zum Beispiel aus Zink- oder Kupferblech. Der Aufwand ist allerdings verhältnismäßig hoch. Einfacher wäre es, die Oberkante mit großformatigen (Wasch-)Betonplatten abzudecken. Dann wären zwar im Abstand von etwa einem Meter immer noch Fugen vorhanden; das wäre aber besser, als wenn es zehn bis zwölf Fugen pro Meter gäbe. In jedem Fall sollte die Abdeckung an beiden Seiten etwa sechs bis acht Zentimeter überstehen, damit das Regenwasser nicht auf der Maueroberfläche hinabläuft.

Wir beabsichtigen, einen neuen Gartenzaun aus Metall anzuschaffen. Welches Material würden Sie uns empfehlen?

Grundsätzlich ist Edelstahl der haltbarste Werkstoff. Er kann nicht rosten, ständige Feuchtigkeit und Tausalz hinterlassen keine Spuren. Bei allen anderen -Beschichtungen wie Verzinkung, Pulverbeschichtung und Lackierung muss man davon ausgehen, dass bei der Montage der Zaunelemente Schäden an der Oberfläche auftreten können. Kritisch sind vor allem Bereiche wie Sägeschnittstellen, Bohrlöcher und Befestigungselemente.

Wir haben unseren Hof vor Jahren mit grobem Pflaster belegt. Inzwischen sind viele Steine mit grauen Flecken überzogen, wahrscheinlich einer Art Moos. Was kann man dagegen tun?

Bei den grauen Flecken auf den Pflastersteinen handelt es sich um Flechten. Ihre Entstehung wird durch die zunehmend feuchte Witterung und die milden Winter begünstigt. Vermutlich kann auch das Regenwasser auf Ihrem Hof nicht schnell genug abfließen. Entfernen lassen sich die Flechten nur mechanisch durch Abkratzen oder den vorsichtigen Gebrauch eines Hochdruckreinigers. Zusätzlich kann man einen Algen- oder Grünbelagentferner einsetzen. Es gibt in diesem Bereich einige umweltfreundliche, biologisch abbaubare Produkte.

Auf unserer mit roten Verbundsteinen belegten Terrasse haben sich hellgraue Flecken gebildet. Sie lassen sich auch mit einem Hochdruckreiniger nicht mehr entfernen. Gibt es ein anderes Mittel dagegen?

Bei den Flecken handelt es sich vermutlich um Algen. Diese lassen sich in der Regel nur mechanisch entfernen, also durch Abkratzen oder eben mit einem Hochdruckreiniger. Hat sich der Bewuchs zu stark im porigen Untergrund festgesetzt, bleiben diese Methoden eventuell erfolglos. In diesem Fall sollten Sie es mit einem Algen- oder Grünbelagentferner versuchen. Hier gibt es im Fachhandel verschiedene umweltfreundliche, biologisch abbaubare Produkte.

Zu meiner Haustür führt eine Treppe aus glattem Granitstein. Im Winter bildet sich darauf oft Glatteis. Wie kann ich mich dagegen schützen?

Die Frage nach einer rutschfesten Ausrüstung für eine glatte Granittreppe ist recht häufig, eine Patentlösung gibt es aber leider nicht. Die Verlegung einer genoppten Gummimatte ist die einzige Möglichkeit, die Treppe rutschsicher zu machen - dafür müssen die Matten aber dauerhaft befestigt werden. Da es dafür keinen geeigneten Kleber gibt, bleibt nur der Weg, Löcher zu bohren, Dübel einzusetzen und die Matten festzuschrauben. Möglicherweise können Sie die Matten in den eis- und schneefreien Jahreszeiten entfernen.

Wie man den neuen Boden verlegt


Wir haben Betonsteinplatten auf der Terrasse unseres Reihenhauses ausgelegt. Und nun, nach erst 5 Jahren, sind diese Platten überall um 5 cm abgesackt. Sie gefallen uns auch nicht mehr. Da die Terrasse jetzt überdacht ist, würden wir gern Fliesen verlegen.

Müssen wir dazu in jedem Fall eine Betonplatte gießen, oder gibt es auch andere Möglichkeiten? Vielleicht kann man ja die alten Platten unter dem neuen Belag lassen.

Hier die Antwort:

Vermutlich sind die Betonplatten abgesackt, weil der Untergrund nicht richtig festgerüttelt wurde. Wenn Sie jetzt Fliesen verlegen wollen, müssten Sie die alten Platten entfernen, eine Betonsohle bauen - was sehr teuer und sehr arbeitsaufwendig ist. Und auch dann ist die Freude nicht garantiert. Die unterschiedlichen Temperaturen lassen nämlich auch frostsichere Fliesen gern platzen.

Am besten wäre es, neue Betonplatten auf die alten Platten zu verlegen. Schütten Sie eine Sandschicht auf, in welche die neuen Platten verlegt werden. Im Bau-Fachhandel gibt es sehr schöne Pflastersteine, auch solche, die man in Mustern verlegen kann. Eine andere Alternative sind Holzroste, die Sie im Holzfachhandel bekommen. Sie können auf die alten Betonplatten verlegt werden.

Wann die Gerbsäure der Eiche unschädlich ist

Wir wollen einen Zaun bauen. Er soll aus senkrechten Eichenpfosten und waagrechten Kieferbrettern bestehen. Unseres Wissens vertragen sich jedoch beide Holzarten nicht. Die Gerbsäure der Eiche zersetzt an der Kontaktstelle das Kiefernholz. Stimmt das?


Hier die Antwort:

Nur unbehandelte Hölzer vertragen sich nicht. Sobald beide Hölzer behandelt sind, schadet die Gerbsäure der Eiche der Kiefer nicht. Trotzdem ist es ein konstruktiver Holzschutz, wenn Sie beide Hölzer trennen. Kleine Gummistücke unter den Schrauben reichen schon aus.

In einem der letzten Hefte haben wir einen Sichtschutzzaun aus Weidenruten gesehen. Solch einen Zaun möchten wir als Begrenzung zwischen zwei Reihenhäusern einsetzen. Könnten Sie uns sagen, wie man den Zaun baut und pflegt?

Weidenruten kann man sich bei einem Korbflechter, bei einer Gemeindeverwaltung, die Kopfweiden schneidet, usw. besorgen. Die Ruten werden mit dem dickeren Ende 15-30 cm tief in die Erde gesteckt und so zusammengeflochten, dass die unteren Flechtruten auch noch in die Erde gesteckt werden können.Am besten setzt man so einen Zaun im Frühling, man muss dann darauf achten, dass er am Fuß nicht austrocknet.

Die Ruten bilden in der Erde Wurzeln und treiben meist schon im folgenden Jahr Blätter und neue Triebe. Diese Triebe flicht man in den Zaun oder man schneidet sie ab - je nachdem, wie dicht man den Zaun haben möchte. Wenn dieser Zaun einmal richtig eingewachsen ist, braucht er kaum noch Pflege, nur ab und zu einen Formschnitt. Im Herbst verlieren die Weiden das Laub, aber dann sieht der Zaun auch interessant aus.

Ich möchte meine nicht überdachte Terrasse mit einem Holzboden belegen. Im Baumarkt habe ich hochbelastbare, temperaturunempfindliche Arbeitsplatten aus stabverleimter Buche entdeckt, die mir optisch hervorragend gefallen. Ist dieser Belag auch für die Terrasse geeignet?

Die Verwendung stabverleimter Buchenplatten ist für den Außenbereich nicht geeignet. Die Buche ist nicht resistent gegen holzzerstörende Insekten und Pilze. Außerdem reagiert eine solche stabverleimte Massivholzplatte ausgeprägt auf Holzfeuchteänderungen, was ein starkes Quellen und Verwölben der Platte zu Folge haben würde.Selbst eine Dickschichtlasur wird nicht dauerhaft Erfolg bringen, da diese durch Begehen des Belags mechanischem Abrieb unterliegt und den zu erwartenden ausgeprägten Formänderungen der Platte nicht standhält. Am besten verwenden Sie Massivholzbohlen aus geeigneten einheimischen Holzarten. Dazu gehören neben holzschutzimprägnierten Kiefernhölzern unbehandelte Massivhölzer aus splintfreier Douglasie, Lärche, Eiche und Robinie. Weitere Hinweise finden Sie in der Schrift "Holz im Außenbereich", die Sie unter www.publikationen.infoholz.de (holzbau handbuch, Reihe 1) kostenlos bestellen können.

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