Garten

Fragen und Antworten zum Thema Gärten & Pflanzen

Das Wohnglück-Team gibt Ihnen die richtigen Antworten, Ratschläge und Tipps rund um den wichtigsten Ort der Welt: Ihr Zuhause. Bitte beachten Sie, dass die Vorschläge nur unverbindlich sein können, da unsere Experten die geschilderten Sachverhalte nicht vor Ort überprüfen konnten und sich somit ausschließlich auf Ihre Beschreibung stützen.

Die Strangfalzziegel unseres Hauses sind bis auf Stellen unterhalb der Kupferverwahrung des Kamins vermoost. Hat das auf diesem Dach gesammelte Regenwasser negativen Einfluss beim Blumengießen?

Zur Vermeidung von Moosbildung auf Dächern werden seit einigen Jahren Kupferelemente in unterschiedlichster Form angeboten, die auf der Dachoberfläche angebracht werden.

• Das können einfache Blechstreifen sein,
• Folien aber auch gelochte Blechelemente, Gitterfolien (Streckmetall),
• Elemente in Form von Dachziegeln, Biberschwänzen oder Firstziegeln,
• Sowie Firsthauben, die direkt auf dem First befestigt werden.

Die Reinigungswirkung beruht darauf, dass das Regenwasser zusammen mit Bestandteilen der Luft eine chemische Reaktion mit dem Kupfer eingeht. Es bilden sich Kupfersalze, die, im Wasser gelöst, den Grünbewuchs des Daches abtöten.

Die giftigen Kupfersalze werden durch das Regenwasser so stark verdünnt, dass die Wirkung nur über etwa 10 Dachpfannen-Reihen anhält. Die Wirkung der Kupferelemente ist daher von deren Verteilung auf dem Dach abhängig.

Trotz der Verdünnung sollte das Regenwasser von diesem Dach nicht als Gießwasser im Garten verwendet werden, aber man kann es unbedenklich in die Kanalisation ableiten.


Bei der Montage ist zu beachten, dass es bei direktem Kontakt zwischen den Kupferelementen mit Bauteilen aus fremden Metallen (wie Stahl, Zink und Aluminium) zu Wechselwirkungen kommen kann. Die Kupfersalze können elektrochemische Reaktionen auslösen, die z. B. bei Zinkdachrinnen zu Lochfraß führen.

Die Montage von Kupferelementen auf ausreichend geneigten Dächern hat keinen Einfluss auf die Haltbarkeit der Dachsteine oder Dachziegel.

Seit vielen Jahren verwende ich das Regenwasser aus meiner Kupferdachrinne zum Gartengießen. Ist das Wasser wegen des Metallkontaktes zum Gießen geeignet?

Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung nimmt im „fbr-wasserspiegel“ zu der von Ihnen gestellten Frage wie folgt Stellung:

• Dachrinnen aus Metall (z. B. Kupfer, Zink) sind für die Qualität des Regenwassers sowohl im Haus als auch im Garten unerheblich, da die Kontaktzeit des abfließenden Wassers mit dem Material der Dachrinne so gering ist, dass ein Anreicherung von Metall-Ionen nicht nachweisbar ist.

Anders ist die Situation zu beurteilen, wenn Kupferelemente zur Moosbeseitigung auf Dächern angebracht werden. Sie sind erheblich größer als die Flächen, die in den Dachrinnen Kontakt mit Regenwasser haben. Außerdem wird durch eine entsprechende Oberflächengestaltung der Elemente erreicht, dass die Benetzung durch das Regenwasser länger anhält, so dass sich erst dadurch die giftigen Kupfersalze bilden können.

Unser Rasen muss auf einer Fläche von 300 m² erneuert werden. Wir wollen dabei Rollrasen verwenden. Was ist dabei zu beachten?

Zur Verlegung von Rollrasen können wir Ihnen folgende Hinweise geben:

Auswahl der Rasensorten
Die Wahl der richtigen Rasensorte muss gut überlegt sein. Abhängig von der Verwendung, der Bodenqualität, den Lichtverhältnissen (Schatten!) und dem Pflegeaufwand gibt es verschiedene Rasenqualitäten:
• Zierrasen: Ist wenig belastbar und erfordert viel zeitaufwendige Pflege.
• Sport- und Spielrasen: Ist strapazierfähig, auf ihm können Familien mit Kindern und Hunden toben.
• Schattenrasen: Wächst auch ohne viel Licht und ist widerstandsfähiger gegen Moos und Unkraut.

Vorbereitung:
• Der vorhandene Altrasen wird mit der Schaufel flach abgetragen.
• Die nun freie Fläche wird durch Umgraben tiefgründig gelockert. Bei diesem Arbeitsgang müssen Steine und Wurzelreste sorgfältig entfernt werden. Dabei ist besonders auf die Wurzelfortsätze von Giersch, Schachtelhalm, Quecke oder Huflattich zu achten.
• Bei schweren, lehmhaltigen Böden empfiehlt es sich, Sand einzuarbeiten (1 - 3 m³ pro 100 m²), um die Drainagefähigkeit zu verbessern. Bei leichten sandigen Böden empfiehlt es sich, Humus (Kompost vom Grünschnitt-Sammelplatz) einzuarbeiten.
• Danach wird der Boden so lange abgeharkt, bis eine ebene Fläche ohne Bodenwellen oder Senken entstanden ist. Um Unebenheiten auszugleichen, kann die Fläche mit einem 3 m langen Brett abgezogen werden.
• Abschließend erfolgt die Verdichtung der planierten Fläche mit einer Walze oder durch Festtreten mithilfe von Trittbrettern.
• Die Fläche sollte nun nach Möglichkeit ein bis zwei Wochen ruhen und öfter gewässert werden. Der Boden setzt sich, und eventuelle Unebenheiten können noch nachträglich ausgebessert werden.
Verlegen des Rollrasens:
• Der Fertigrasen muss gleich am Tag der Lieferung verlegt werden.
• Es empfiehlt sich, vor der Verlegung "Starterdünger" einzuarbeiten. Er wird mit der Hand gleichmäßig verstreut und anschließend oberflächlich eingeharkt.
• Der so vorbereitete Boden muss unmittelbar vor dem Verlegen noch einmal 1 - 2 cm tief geharkt werden.
• Die Verlegung sollte nach Möglichkeit an einer geraden Kante beginnen. Die einzelnen Bahnen müssen nahtlos aneinander und kreuzweise versetzt verlegt werden. Überlappungen können mit einem langen Messer mit Wellenschliff gekürzt werden.
• Um Trittspuren zu vermeiden, empfiehlt es sich, auf dem bereits verlegten Rassen Bretter auszulegen.
• Die fertig verlegte Fläche wird zum Schluss vorsichtig diagonal zu den Kanten  angewalzt, damit der Rasen einen guten Kontakt zum Erdreich bekommt.
• Nach Fertigstellung der Rasenfläche muss bis zum Anwachsen eine ausgiebige und durchdringende Wässerung erfolgen (ca. 15 - 20 Liter pro m²). Rollrasen und Erdreich müssen immer feucht sein.
• Nach rund 2 - 4 Wochen sind (je nach Witterung) die Rasensonden mit dem Erdreich verwachsen. In diesem Fall kann die Bewässerung langsam auf ein normales Maß zurück gefahren werden. In der Regel reichen nun bei Trockenheit wöchentlich  1 - 2 reichliche Bewässerungen aus.

Die Preise für Rollrasen sind sehr verschieden, so dass wir leider keine brauchbaren Angaben machen können.

Wie erzeugt man im Sommer ausreichend Schatten für den Wintergarten?

Ein nach Süden oder Südwesten ausgerichteter Wintergarten ist im Sommer ohne Beschattung und eine ausreichende, wirksame Lüftung überhaupt nicht zum dauernden Aufenthalt von Mensch, Tier und Pflanzen geeignet.

Für die Beschattung gibt es unterschiedlichste Systeme und Möglichkeiten. Außen-beschattungen sind wirksamer als Innenschattierungen, da sie bereits einen Teil der Wärme-strahlung abhalten. Allerdings erfordern sie konstruktiv aufwendige und teure Lösungen, aus wetter-, sturmfesten und UV-beständigen Materialien. Innen besteht die Möglichkeit mit (Thermo-)Folien, Vorhängen, Gewebebahnen aus Stoff oder Kunststoff, Markisen, Rollos usw. in hellen Farbtönen eine wirksame Verschattung zu erreichen.

Um eine ausreichende Be- und Entlüftung zu erreichen, ist es erforderlich, dass entsprechend große Zu- und Abluft-Öffnungen vorhanden sind. Wie groß diese Öffnungen insgesamt mindestens sein sollten, lässt sich für kleinere Wintergärten wie folgt berechnen:

  • Berechnungsgrundlage ist die Grundfläche des Wintergartens:

1/6 (ca. 17%) dieser Fläche sollten in der Außenhülle des Wintergartens zu öffnen sein, davon wieder 1/3 (ca. 5% bezogen auf die Grundfläche) als Zuluft-Öffnungen im unteren Bereich und 2/3 (ca. 10% bezogen auf die Grundfläche) an der höchsten Stelle als Abluft-Öffnungen. Um eine ausreichende Luftumwälzung zu erreichen, sollte der Höhenunterschied zwischen Zuluft- und Abluftöffnungen möglichst mehr als zwei Meter betragen.

Bei größeren Wintergärten (mehr als 20 m² Grundfläche) wird eine ausreichende Lüftung nur durch eine Lüftungsanlage zu erreichen sein.

Wie lassen sich Efeuwurzeln aus Putz entfernen?

Die Haftwurzeln von Efeu verkrallen sich derartig fest mit dem Untergrund, dass sie nur mechanisch durch intensives Kratzen, Schaben und Schleifen zu entfernen sind. Es gibt leider keine anderen „Hilfsmittel“, mit denen man die Rückstände der Fassaden-Begrünung beseitigen kann.

Ganz dringend möchten wir vor einem „Abflammen“ der Fassaden-Oberfläche warnen. Ganz davon abgesehen, dass es leicht zu einem Übergreifen der Flammen auf brennbare Bauteile (Fenster, Dachkästen usw.) kommen kann, wird der Fassadenputz durch die hohen Temperaturen angegriffen und vermorscht.

Das mechanische Entfernen sollte sehr sorgfältig und gründlich geschehen, damit alle Reste vollständig von der Fassadenoberfläche entfernt werden. Wenn das nicht geschieht, zeichnen sich Reste auf jedem neuen Anstrich ab, - sie „bluten“ durch.

Leider gibt es auch keinen Isolieranstrich, mit dem man evtl. zurückgebliebene Reste dauerhaft abdecken könnte.

Ist Regenwasser, das über eine Kupferdachrinne abgeleitet wird, zur Gartenbewässerung geeignet?

Das Regenwasser lässt sich unbedenklich verwenden. Die Kontaktzeit mit dem Metall der Dachrinne ist so gering, dass eine Anreicherung von Metall-Ionen nicht nachweisbar ist. Auch die Schmutzschicht in den Dachrinnen setzt den Kontakt von Regenwasser und Kupfer herab. Anders sieht es bei Dächern mit Kupferelementen zur Algen- und Moosbekämpfung aus. Hier sollte das Regenwasser nicht als Gießwasser im Garten genutzt werden.

Bei unserem Buchs werden nach dem Schneiden die Blätter immer braun. Kann das an der Schere liegen?

Eine gute Buchsbaumschere muss scharf sein. Dass die Blätter nach dem Schnitt braun werden, hat aber in der Regel nichts mit dem Schnittwerkzeug zu tun. Ursache können zum einen Erfrierungen sein. Daher sollte man den Buchs nicht vor April, in kälteren Gegenden erst im Mai in Form bringen. Ein zweiter Schnitt folgt am besten im September.

Grundsätzlich sollte man den Buchs nicht bei starker Sonne schneiden, da die Schnittstellen sonst „verbrennen“ können. Damit sich die verdeckten Blätter an das direkte Tageslicht gewöhnen können, sollte man den Buchs nach dem Schnitt ein paar Tage abdecken.

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