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Fragen und Antworten zum Thema Balkon & Terrasse

Das Wohnglück-Team gibt Ihnen die richtigen Antworten, Ratschläge und Tipps rund um den wichtigsten Ort der Welt: Ihr Zuhause. Bitte beachten Sie, dass die Vorschläge nur unverbindlich sein können, da unsere Experten die geschilderten Sachverhalte nicht vor Ort überprüfen konnten und sich somit ausschließlich auf Ihre Beschreibung stützen.

Meine Außentreppe aus Granit ist bei Nässe und Schnee sehr glatt. Wie kann ich das verhindern?

Die Oberfläche von poliertem Granit ist absolut porenfrei und äußerst hart. Dadurch wird die Haftung von Beschichtungen jeglicher Art verhindert. Rein theoretisch besteht die Möglichkeit, die Granitoberfläche mit Säuren oder durch Sandstrahlen aufzurauen. Allerdings sind diese Verfahren nicht ausreichend. Die Poren setzen sich bei Eis und Schnee sofort zu. und es ist genau so glatt wie zuvor. Leider gibt es keine Technik, die Granit-Oberfläche rutschsicher zu machen.

Eine Verbesserung könnte man nur dadurch erreichen, dass man die Stufen mit rutschsicheren Gummimatten belegt. In verschiedenen Baumärkten werden derartige Matten angeboten, die mit selbstklebenden Streifen auf dem Untergrund befestigt werden sollen. Leider klappt das nicht immer, - bei starker Feuchtigkeit lösen sie sich oftmals wieder. Dann bliebe als längerfristige Lösung nur die Möglichkeit, die Matten auf dem Untergrund mit rostfreien Schrauben zu befestigen; dazu ist es allerdings erforderlich, wenige kleine Löcher in den Granit zu bohren (Steinbohrer) und Dübel einzusetzen.

Außerhalb des Winters könnte man die Gummimatten entfernen und die Dübellöcher mit einem Kunststoff-Stopfen verschließen.

Ich möchte meinen mit Fliesen belegten Balkonfußboden mittels einer Beschichtung (Kunststoff oder flüssige Teichfolie) abdichten. Ist das möglich?

Die Sanierung maroder Fliesen-Beläge auf Balkonen mit Kunststoffbeschichtungen ist sicherlich theoretisch möglich. Grundsätzlich ist jedoch folgendes zu beachten:
•    Voraussetzung für eine Beschichtung ist allerdings, dass sämtliche Fliesen – ohne Ausnahme - noch fest mit dem Untergrund verbunden sind. Es darf keine Feuchtigkeit im Untergrund vorhanden sein (vorher Feuchtigkeitsmessung in den Fugen machen!).
•    Auf hochglänzenden Fliesen-Oberseiten kann es Haftungsprobleme geben. Einige Hersteller empfehlen, die Fliesen anzuschleifen.
•    Bei der Wahl einer Kunststoffbeschichtung ist darauf zu achten, dass sie beständig gegen mechanische Beanspruchungen ist. Andernfalls können spitze Absätze und Metallfüße von Balkonmöbeln (z. B. Rohre ohne Kunststoffkappen) sehr schnell die Kunststoffoberfläche zerstören.
•    Flüssig(Teich)Folie ist zur Beschichtung von Fußböden nicht geeignet, da der getrocknete Film weich, elastisch und daher nicht trittfest ist.
•    Alle Produkte der organischen Chemie – und das sind Kunststoffe – werden im Laufe der Zeit durch das ultraviolette Sonnenlicht zerstört, die Oberfläche wird spröde und morsch. Bei farblosen Beschichtungen läuft dieser Vorgang sehr schnell ab. Nach ca. 3 Jahren beginnt hier die „Verwitterung“. Farbige Kunststoffbeschichtungen halten einige Jahre länger.  Es gibt jedoch Anbieter, die eine längere Lebensdauer garantieren.
•    Mit im Handel erhältlichen farblosen „Imprägnierungen“ können zwar die Fugen vorläufig „abgedichtet“ werden. Das unterschiedliche Ausdehnungs- und Schwundverhalten der einzelnen Baustoffe (Fliesen/Fugenmörtel) wird nicht verhindert. Die spätere Bildung von Haarrissen kann durch eine Imprägnierung nicht unterbunden werden.

Unsere Terrasse ist jetzt 10 Jahre alt und die Fugen wurden mit der Zeit immer tiefer. Gibt es eine Möglichkeit, diese Fugen wieder aufzufüllen, um die Terrasse wieder ebenerdig zu machen?

Die Fugen Ihres Terrassen-Belages können Sie mit einem Zementmörtel auffüllen. Vorher sollten Sie die Fugen mit einem Werkzeug auskratzen und einer Drahtbürste ausreiben, um Schmutz und lose morsche Mörtelteil zu entfernen. Wichtig ist, immer einen feuchten Schwamm parat zu haben, um verschmierten Mörtel vor dem Antrocknen von den einzelnen Steinen zu entfernen.

Wie lassen sich Balkon- und Terrassenboden dauerhaft mit Holz belegen?

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, einen dauerhaften Holzbelag für Balkon oder Terrasse herzustellen, wenn dafür die geeigneten Hölzer verwendet und richtig verarbeitet werden.

Einheimische Hölzer: Hier ist Kiefernholz geeignet, aber nur, wenn es „kesseldruck-imprägniert“ ist, d. h., wenn es in einem speziellen Verfahren mit einem Holzschutzsalz getränkt wurde (erkennbar an der leicht grünlichen Farbe der Holzoberfläche, die sich im Laufe der Zeit verliert).

Lärchenholz weist einen starken Gehalt an Harz auf. Es ist von sich aus wetterfest und pilzresistent und benötigt daher keine Imprägnierung. Allerdings treten an seiner Oberfläche oft sogen. Harzausfüsse („Harzgallen“) auf. Ein weiteres Kennzeichen von Lärchenholz: Es ist sehr astreich und verwindet sich sehr stark. Bauteile mit großen Abmessungen sind daher aus Lärchenholz nur schwer herzustellen.

Widerstandsfähiger als Kiefern- und Lärchenholz ist das Holz der Douglasie (= Oregon Pine) aufgrund seines großen Harzgehalts. Bei der Anwendung dieser aus Nordamerika stammenden Holzart ist allerdings ebenfalls mit Harzausflüssen zu rechnen.

Seit einiger Zeit wird für den Außenbereich sogen. „Thermoholz“ angeboten. Das ist ein Holz, das durch Wärmebehandlung ohne chemische Zusätze witterungsbeständig gemacht wurde. Es gibt verschiedene Verfahren: Erhitzen im Wasserbad, im Ölbad oder in heißem Wasserdampf. In allen Fällen wird das Holz je nach Verfahren auf Temperaturen zwischen 180° bis 240°C erhitzt und danach abgekühlt und getrocknet. Bei diesem Prozess tritt eine gleichmäßig dunkle Verfärbung ein. Die Wechselwirkung mit Wasser (Quellen und Schwinden) und die Aufnahmefähigkeit von Feuchtigkeit wird dadurch vermindert, desgleichen die biologische Abbaubarkeit und damit besonders der Befall mit holzzerstörenden Pilzen. „Thermoholz“ ist besonders hart und formstabil, kann aber bei großer Belastung brechen, da es durch die Wärmebehandlung seine Elastizität weitgehend verloren hat. Allerdings sind seine Eigenschaften sehr stark von der behandelten Holzart und vom eingesetzten Verfahren abhängig.

In wie weit dieses Verfahren anderen überlegen ist, muss sich erst noch zeigen. Fachleute vertreten nach wie vor die Auffassung, dass auch bei „Thermoholz“ die Grundsätze des „konstruktiven Holzschutzes“ (siehe unten) beachtet werden müssen, damit eine ausreichende Haltbarkeit gewährleistet ist.

Tropische Hölzer: Folgende Holzarten sind für den Außenbereich gut geeignet:

  • Azobe = Bongossi,

 

  • Bangkirai = Balan,

  • Bilinga,

  • Afzelia = Merbau,

  • T e a k.

Diese tropischen Hölzer sind wetterbeständig und benötigen wegen ihrer ihnen eigenen Holzinhaltsstoffe keinerlei Imprägnierung. Allerdings kann es bei diesen Hölzern gelegentlich dazu kommen, dass die Holzinhaltsstoffe (Gerbsäure) durch Regenwasser ausgewaschen werden, was zu Verfärbungen führen kann. Das hat jedoch keinen Einfluss auf die Haltbarkeit.

Tropenholz aus Farmen hat nicht die gleiche Haltbarkeit und Festigkeit wie „wildgewachsene“ Hölzer.

Das liegt daran, dass in Farmen (Plantagen) nur schnellwachsende Baumsorten angepflanzt werden, damit das Holz bereits nach kurzer Zeit geschlagen werden kann.

Wir möchten Ihnen als Alternative Tropenholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft empfehlen, das am „FSC“-Gütesiegel zu erkennen ist. Dieses Siegel ist nach Auskunft der Naturschutzverbände international am glaubwürdigsten.

Grundsätzlich bedürfen alle Holzbeläge einer laufenden Pflege. Da sich auf ihnen zwangsläufig ein grüner Algenbelag bildet und oftmals zwischen den Fugen Moos entsteht, sollte man jährlich einmal im Frühjahr den hölzernen Boden mit einer Sodalösung oder mit einem Algen- und Moosentferner (es gibt unbedenkliche, ungiftige Produkte!) reinigen. Holzhändler und die Fachabteilungen der Baumärkte bieten auch spezielle Reinigungsmittel für Holz an. Trotzdem wird es oftmals erforderlich sein, zusätzlich einen Hochdruck-Reiniger einzusetzen, um die Fugen gründlich säubern zu können. Schrubber und Bürste tun es bei kleinen Flächen auch.

Um die Haltbarkeit zu erhöhen, sollten Beläge aus Kiefernholz und Douglasie zusätzlich – zumindest auf der Oberfläche – mit einem farblosen Holzschutzmittel (keine Lasur!) eingestrichen werden. Um die Schwarzfärbung durch Bläuepilze zu verhindern, empfiehlt sich als erster Anstrich eine Imprägnierung mit Bläueschutzgrund.

Ganz wichtig ist bei Holzbelägen, dass sie nicht in einer zusammenhängenden Fläche verarbeitet werden. Es sollten immer ausreichend breite Fugen zwischen den einzelnen Hölzern, Dielen oder Latten vorhanden sein, durch die das Wasser nach unten ablaufen kann. Das heißt, Lattenroste oder fertige Holzfliesen (Holzhandel, Baumarkt) sind ideal. Das Gefälle des Balkon- oder Terrassen-Bodens sollte mindestens 2% betragen.

Beim Verlegen ist darauf zu achten, dass diese Holzelemente keinen direkten Kontakt mit dem Untergrund oder dem Erdboden haben. Die Unterseiten dürfen nicht ständig auf dem feuchten Untergrund liegen. Der Abstand mindestens 5 cm betragen. Man muss dem Holz die Möglichkeit geben, auch auf der Unterseite abtrocknen zu können. Das erhöht die Lebensdauer beträchtlich. Bei Beachtung dieser Vorschläge und einer jährlichen Reinigung der Oberfläche können hölzerne Balkon- oder Terrassenbeläge eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren erreichen.

Um Holzböden von Terrassen vor direktem Erdkontakt zu schützen, gibt es neuerdings sogen. „Fundament-Steine“ aus Beton. In den Steinen befinden sich Aussparungen, in welche die Traglatten der Unterkonstruktion fest eingepasst werden können (Hersteller: Brinkmann System-Beton, Bezugsquellen: Baumarkt oder Baustoff-Großhandel). Oftmals genügt es auch, hartgebrannte Klinker, Fliesen o. ä. zu verwenden

Zum Schluss noch folgender Hinweis: Zur Montage außen verbauter Hölzern sollten immer rostbeständige Schrauben und Nägel aus V2A-Stahl verwendet werden. Dabei ist zu bedenken, dass V2A-Stahl allerdings nicht säurebeständig ist. Bei der Montage von tropischen Hölzern, die viel Gerbsäure enthalten, empfiehlt es sich daher, Schrauben aus säurebeständigem V4A-Stahl zu verwenden.

Seit ca. 4 Jahren werden als Bodenbeläge für Balkone und Terrassen Holz/Kunststoff-Dielen unter den Bezeichnungen: „Wetterholz, Megawood, Terraza, KOVALEX“ angeboten. Es handelt sich dabei in der Regel um stranggepresste Dielen, bestehend aus ca. 70 – 80% Holzspänen und 20 – 30% Kunststoff. Die Dielen sind braun eingefärbt und haben eine geriffelte Oberfläche. Sie haben je nach Fabrikat verschiedene Nut- und Feder-Kanten, damit sie zu einer zusammenhängenden Fläche zusammengesteckt werden können.

Der Vorteil dieser Holz/Kunststoff-Dielen besteht darin, dass sie feuchtigkeitsbeständig sind. Sie werden zum Teil mit den Lagerhölzern verschraubt oder mit speziellen Klammern befestigt.

Die Vorteile sind: Geringer Pflegeaufwand,

witterungsbeständig ohne Anstrich oder Imprägnierung,

riss- und splitterfrei.

Die Nachteile sind: Das Aussehen weicht vom Naturholz ab,

großes Ausdehnungs- und Schwundverhalten,

hoher Preis (ca. 80 – 90 €/qm).

Dazu noch eine Ergänzung: Auch die Holz/Kunststoff-Dielen verwittern langfristig. Alle Erzeugnisse der organischen Chemie – und das sind die Kunststoffe – werden im Laufe der Zeit durch die ultravioletten Strahlen des Sonnenlichtes zerstört. Es findet eine schleichende Verwitterung statt, die sich darin zeigt, dass die ursprünglich glatte Oberfläche matt wird. Ein weiterer unangenehmer Effekt besteht darin, dass sich viele Kunststoffe – besonders bei starker Erwärmung – elektrostatisch aufladen und Staub und Schmutz anziehen, der dann in die Oberfläche förmlich eingebrannt wird.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf „stabverleimte“ Terrassendielen. Es steht außer Frage, dass „stabverleimte“ Holzelemente witterungsbeständig sind. Bei der Verwendung als Terrassendielen ist jedoch folgendes zu bedenken. Da Holz ein natürlicher Werkstoff ist, gleicht kein Stück dem anderen, selbst wenn es aus dem gleichen Stamm geschnitten wurde. Holz hat ein ausgeprägtes Schwind- und Ausdehnungsverhalten je nach Einwirkung von Wärme/Kälte, Feuchtigkeit/Trockenheit. Das bedeutet dass jedes kleine Einzelstück Holz in einem „stabverleimten“ Element, sich ein wenig anders verhält als seine benachbarten Holzteile und als die Leimfuge dazwischen.

Das kann zur Folge haben, dass „stabverleimte“ Holzoberflächen, die ständig der Witterung ausgesetzt sind im Laufe der Zeit die einheitlich glatte Oberfläche verlieren.

Auf welchem Untergrund sollten Fliesen und Platten auf einer Terrasse verlegt werden?

Wenn Fliesen und Platten auf Balkonen und Terrassen in Mörtel verlegt werden, treten sehr oft Frostschäden auf. Um das zu verhindern wir die Verlegung von Fliesen und Platten in „Stelzlagern“ empfohlen. Das sind Kunststoff-Füße, die unter den Platten jeweils dort eingebaut werden, wo die Ecken von 4 Platten zusammenstoßen. Dadurch wird erreicht, dass eine gleichmäßige Fugenbreite entsteht und die Platten nicht direkt auf der Abdeckung liegen. So kann das Regenwasser durch die Fugen auf die Unterseite gelangen und dort im Zwischenraum zwischen Plattenbelag und Folienabdeckung ungehindert ablaufen. Diese Art der Verlegung ist seit Jahrzehnten erprobt und bewährt, - der Plattenbelag liegt fest und sicher. Feuchtigkeits- und Frostschäden können normalerweise nicht mehr auftreten.

Diese Art der Verlegung ist aber nur dann möglich, wenn der Untergrund aus einer Balkonplatte oder einem glatten tragfähigen und frostbeständigem Estrich besteht, die mit einer Flachdach-Abdeckung aus Dachfolie abgedichtet sind. Außerdem muss ein Gefälle von mindestens von 2% (2 cm auf 1 m Länge) vorhanden sein, damit das Regenwasser ablaufen kann.

Mit welcher Methode kann man einen Balkon ohne zu hohen Aufwand sanieren?

Wir möchten Ihnen empfehlen, Ihren Balkonbelag aus Fliesen, Steinzeug- oder Betonplatten lose in „Stelzlagern“ zu verlegen. „Stelzlager“ sind Kunststoff-Füße, die unter den Platten jeweils dort eingebaut werden, wo die Ecken von 4 Platten zusammenstoßen. Dadurch wird erreicht, dass eine gleichmäßige Fugenbreite entsteht und die Platten nicht direkt auf der Abdeckung liegen. So kann das Regenwasser durch die Fugen auf die Unterseite gelangen und dort im Zwischenraum zwischen Plattenbelag und Folienabdeckung ungehindert ablaufen. Diese Art der Verlegung ist seit Jahrzehnten erprobt und bewährt, - der Plattenbelag liegt fest und sicher.

Wie kann die Holzunterkonstruktion eines Balkons aus Mörtelbett und Steinplatten aufgrund von Wasserkontakt faulen? Wie kann man das Problem beheben?

Da Holz ein großes Ausdehnungs- und Schwundverhalten hat („Holz arbeitet“) ist eine Kombination mit starrem und hartem Zementmörtel unsinnig. Sie führt schnell zur Rissbildung.

Für die Sanierung diese Balkons möchten wir Ihnen folgenden Vorschlag machen:

  • Entfernen aller Teile des Belages bis auf die Grundplatte

  • Prüfen der Profilhölzer auf Schäden.

  • Auswechseln schadhafter Profilhölzer oder der gesamten Platte.

  • Belegen der Platte mit wasserfester Span- oder OSB-Platte, 25 mm stark.

  • Abdichten mit zwei Lagen Dachfolie (siehe oben).

  • Verlegen von Holz/Kunststoff-Dielen

Seit ca. 4 Jahren werden als Bodenbeläge für Balkone und Terrassen Holz/Kunststoff-Dielen unter den Bezeichnungen: „Wetterholz, Megawood, Terraza, KOVALEX“ angeboten. Es handelt sich dabei in der Regel um stranggepresste Dielen, bestehend aus ca. 70 – 80% Holzspänen und 20 – 30% Kunststoff.

Die Dielen sind braun eingefärbt und haben eine geriffelte Oberfläche. Sie haben je nach Fabrikat verschiedene Nut- und Feder-Kanten, damit sie zu einer zusammenhängenden Fläche zusammengesteckt werden können.

Der Vorteil dieser Holz/Kunststoff-Dielen besteht darin, dass sie feuchtigkeitsbeständig sind. Sie werden in der Regel auf Lagerhölzern verschraubt oder mit speziellen Klammern befestigt.

Die Vorteile sind: Geringer Pflegeaufwand,

witterungsbeständig ohne Anstrich oder Imprägnierung,

riss- und splitterfrei.

Die Nachteile sind: Das Aussehen weicht vom Naturholz ab,

großes Ausdehnungs- und Schwundverhalten,

hoher Preis (ca. 80 – 90 €/qm).

Dazu noch eine Ergänzung: Auch die Holz/Kunststoff-Dielen verwittern langfristig. Alle Erzeugnisse der organischen Chemie – und das sind die Kunststoffe – werden im Laufe der Zeit durch die ultravioletten Strahlen des Sonnenlichtes zerstört. Es findet eine schleichende Verwitterung statt, die sich darin zeigt, dass die ursprünglich glatte Oberfläche matt wird. Ein weiterer unangenehmer Effekt besteht darin, dass sich viele Kunststoffe – besonders bei starker Erwärmung – elektrostatisch aufladen und Staub und Schmutz anziehen, der dann in die Oberfläche förmlich eingebrannt wird.

Wie dichtet man einen Balkon ab?

Wenn man bei großflächigen Balkonen oder Terrassen sicher gehen will, empfehlen wir folgenden Fußboden-Aufbau:

  1. Ausreichendes Gefälle mindestens 2% = 2 cm auf 1 m Länge).

  2. Wasserdichte, möglichst mehrlagige Flachdach-Abdeckung aus Dachfolie. Verlegung der Bahnen in Richtung des Gefälles und nicht quer dazu, damit sich das abfließende Regenwasser nicht staut.

  3. Die Anschlüsse der Dachfolie am Haus oder an umgebenden Mauern sollten so hoch geführt werden, dass die Oberkante ca. 5 cm über dem späteren Balkon-Fußboden liegt. Die Folienkanten werden mit einer Spezialschiene an das Mauerwerk gedübelt, und die Oberkante sollte mit Silicon-Dichtungsmasse abgedichtet werden.

Danach kann der eigentliche Bodenbelag aus frostbeständigen Fliesen, Steinzeug- oder Betonplatten lose in „Stelzlagern“ verlegt werden. „Stelzlager“ sind Kunststoff-Füße, die unter den Platten jeweils dort eingebaut werden, wo die Ecken von 4 Platten zusammenstoßen.

Dadurch wird erreicht, dass eine gleichmäßige Fugenbreite entsteht und die Platten nicht direkt auf der Abdeckung liegen. So kann das Regenwasser durch die Fugen auf die Unterseite gelangen und dort im Zwischenraum zwischen Plattenbelag und Folienabdeckung ungehindert ablaufen. Diese Art der Verlegung ist seit Jahrzehnten erprobt und bewährt, - der Plattenbelag liegt fest und sicher. Feuchtigkeits- und Frostschäden können normalerweise nicht mehr auftreten.

Welche Holzbodenbeläge eignen sich für eine Terasse?

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, einen dauerhaften Holzbelag für die Terrasse herzustellen, wenn dafür die geeigneten Hölzer verwendet und richtig verarbeitet werden.

Einheimische Hölzer: Hier ist Kiefernholz geeignet, aber nur, wenn es „kesseldruck-imprägniert“ ist, d. h., wenn es in einem speziellen Verfahren mit einem Holzschutzsalz getränkt wurde (erkennbar an der leicht grünlichen Farbe der Holzoberfläche, die sich im Laufe der Zeit verliert).

Lärchenholz weist einen starken Gehalt an Harz auf. Es ist von sich aus wetterfest und pilzresistent und benötigt daher keine Imprägnierung. Allerdings treten an seiner Oberfläche oft sogen. Harzausfüsse („Harzgallen“) auf. Ein weiteres Kennzeichen von Lärchenholz: Es ist sehr astreich und verwindet sich sehr stark. Bauteile mit großen Abmessungen sind daher aus Lärchenholz nur schwer herzustellen.

Widerstandsfähiger als Kiefern- und Lärchenholz ist das Holz der Douglasie (= Oregon Pine) aufgrund seines großen Harzgehalts. Bei der Anwendung dieser aus Nordamerika stammenden Holzart ist allerdings ebenfalls mit Harzausflüssen zu rechnen.

Seit einiger Zeit wird für den Außenbereich sogen. „Thermoholz“ angeboten. Das ist ein Holz, das durch Wärmebehandlung ohne chemische Zusätze witterungsbeständig gemacht wurde. Es gibt verschiedene Verfahren: Erhitzen im Wasserbad, im Ölbad oder in heißem Wasserdampf. In allen Fällen wird das Holz je nach Verfahren auf Temperaturen zwischen 180° bis 240°C erhitzt und danach abgekühlt und getrocknet. Bei diesem Prozess tritt eine gleichmäßig dunkle Verfärbung ein. Die Wechselwirkung mit Wasser (Quellen und Schwinden) und die Aufnahmefähigkeit von Feuchtigkeit wird dadurch vermindert, desgleichen die biologische Abbaubarkeit und damit besonders der Befall mit holzzerstörenden Pilzen. „Thermoholz“ ist besonders hart und formstabil, kann aber bei großer Belastung brechen, da es durch die Wärmebehandlung seine Elastizität weitgehend verloren hat. Allerdings sind seine Eigenschaften sehr stark von der behandelten Holzart und vom eingesetzten Verfahren abhängig.

In wie weit dieses Verfahren anderen überlegen ist, muss sich erst noch zeigen. Fachleute vertreten nach wie vor die Auffassung, dass auch bei „Thermoholz“ die Grundsätze des „konstruktiven Holzschutzes“ (siehe unten) beachtet werden müssen, damit eine ausreichende Haltbarkeit gewährleistet ist.

Tropische Hölzer: Folgende Holzarten sind für den Außenbereich gut geeignet:

  • Azobe = Bongossi,

 

  • Bangkirai = Balan,

  • Bilinga,

  • Afzelia = Merbau,

  • T e a k.

Diese tropischen Hölzer sind wetterbeständig und benötigen wegen ihrer ihnen eigenen Holzinhaltsstoffe keinerlei Imprägnierung. Allerdings kann es bei diesen Hölzern gelegentlich dazu kommen, dass die Holzinhaltsstoffe (Gerbsäure) durch Regenwasser ausgewaschen werden, was jedoch keinen Einfluss auf die Haltbarkeit hat.

Tropenholz aus Farmen hat nicht die gleiche Haltbarkeit und Festigkeit wie „wildgewachsene“ Hölzer.

Das liegt daran, dass in Farmen (Plantagen) nur schnellwachsende Baumsorten angepflanzt werden, damit das Holz bereits nach kurzer Zeit geschlagen werden kann.

Wir möchten Ihnen als Alternative Tropenholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft empfehlen, das am „FSC“-Gütesiegel zu erkennen ist. Dieses Siegel ist nach Auskunft der Naturschutzverbände international am glaubwürdigsten.

Grundsätzlich bedürfen alle Holzbeläge einer laufenden Pflege. Da sich auf ihnen zwangsläufig ein grüner Algenbelag bildet und oftmals zwischen den Fugen Moos entsteht, sollte man jährlich einmal im Frühjahr den hölzernen Boden mit einer Sodalösung oder mit einem Algen- und Moosentferner (es gibt unbedenkliche, ungiftige Produkte!) reinigen. Holzhändler und die Fachabteilungen der Baumärkte bieten auch spezielle Reinigungsmittel für Holz an. Trotzdem wird es oftmals erforderlich sein, zusätzlich einen Hochdruck-Reiniger einzusetzen, um die Fugen gründlich säubern zu können. Schrubber und Bürste tun es bei kleinen Flächen auch.

Um die Haltbarkeit zu erhöhen, sollten Beläge aus Kiefernholz und Douglasie zusätzlich – zumindest auf der Oberfläche – mit einem farblosen Holzschutzmittel (keine Lasur!!!!!!!!) eingestrichen werden. Um die Schwarzfärbung durch Bläuepilze zu verhindern, empfiehlt sich als erster Anstrich eine Imprägnierung mit Bläueschutzgrund.

Ganz wichtig ist bei Holzbelägen, dass sie nicht in einer zusammenhängenden Fläche verarbeitet werden. Es sollten immer ausreichend breite Fugen zwischen den einzelnen Hölzern, Brettern oder Latten vorhanden sein, durch die das Wasser nach unten ablaufen kann. Das heißt, Lattenroste oder fertige Holzfliesen (Holzhandel, Baumarkt) sind ideal. Das Gefälle des Balkon- oder Terrassen-Bodens sollte mindestens 2% betragen.

Beim Verlegen ist darauf zu achten, dass diese Holzelemente keinen direkten Kontakt mit dem Untergrund oder dem Erdboden haben. Man sollte immer Stelzlager unterlegen. Das sind Kunststoff-Füße, die immer dort eingebaut werden, wo die Ecken von 4 quadratischen Platten zusammenstoßen. Oftmals genügt es auch, hartgebrannte Klinker, Fliesen o. ä. zu verwenden. Diese Unterlagen haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Unterseiten der Holzbeläge nicht ständig auf dem feuchten Untergrund liegen.

Um Holzböden von Terrassen vor direktem Erdkontakt zu schützen, gibt es neuerdings sogen. „Fundament-Steine“ aus Beton. In den Steinen befinden sich Aussparungen, in welche die Traglatten der Unterkonstruktion fest eingepasst werden können (Hersteller: Brinkmann System-Beton, Bezugsquellen: Baumarkt oder Baustoff-Großhandel).

Der Abstand zum Untergrund sollte mindestens 3 cm betragen. Man muss dem Holz die Möglichkeit geben, auch auf der Unterseite abtrocknen zu können. Das erhöht die Lebensdauer beträchtlich. Bei Beachtung dieser Vorschläge und einer jährlichen Reinigung der Oberfläche können hölzerne Balkon- oder Terrassenbeläge eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren erreichen.

Zum Schluss noch folgender Hinweis: Zur Montage außen verbauter Hölzern sollten immer rostbeständige Schrauben und Nägel aus V2A-Stahl verwendet werden. Dabei ist zu bedenken, dass V2A-Stahl allerdings nicht säurebeständig ist. Bei der Montage von tropischen Hölzern, die viel Gerbsäure enthalten, empfiehlt es sich daher, Schrauben aus säurebeständigem V4A-Stahl zu verwenden.

Unter Der Bezeichnung „WPC-Terrassendielen“ (Wood-Plastic-Composite) werden seit einigen Jahren für Balkone und Terrassen Holz/Kunststoff-Dielen unter den Bezeichnungen: „Wetterholz, Megawood, Terraza, KOVALEX“ angeboten. Es handelt sich dabei in der Regel um stranggepresste Dielen. Sie bestehen aus ca. 50% - 60% Holzfasern und 40% - 50% aus Kunststoff mit je nach Fabrikat wechselnden Anteilen. Die Dielen sind braun oder grau eingefärbt und haben eine geriffelte Oberfläche. Sie haben je nach Fabrikat verschiedene Nut- und Feder-Kanten, damit sie zu einer zusammenhängenden Fläche zusammengesteckt werden können.

Der Vorteil dieser Holz/Kunststoff-Dielen besteht darin, dass Ihre Oberfläche feuchtigkeitsbeständig ist. Sie werden auf Konstruktionsbalken aus dem gleichen Material verschraubt oder mit speziellen Klammern befestigt.

Die Vorteile sind: Im Gegensatz zu Holz ein geringerer Pflegeaufwand,

witterungsbeständig ohne Anstrich oder Imprägnierung,

riss- und splitterfrei.

Die Nachteile sind: Das Aussehen weicht vom Naturholz ab,

hoher Preis (ca. 80 – 90 €/qm),

Geringere Bruchfestigkeit als Massiv-Holz

Dazu noch eine Ergänzung: Langzeitstudien in den USA haben gezeigt, dass auch die Holz/Kunststoff-Dielen langfristig verwittern. Alle Erzeugnisse der organischen Chemie – und das sind die Kunststoffe – werden im Laufe der Zeit durch die ultravioletten Strahlen des Sonnenlichtes zerstört. Es findet eine schleichende Verwitterung statt, die sich darin zeigt, dass die ursprünglich glatte Oberfläche matt und rau wird. Ein weiterer unangenehmer Effekt besteht darin, dass sich viele Kunststoffe – besonders bei starker Erwärmung – elektrostatisch aufladen und Staub und Schmutz anziehen, der dann in die Oberfläche förmlich eingebrannt wird.

Bei der Verarbeitung ist der „konstruktiven Feuchteschutz“ zu beachten. Die Balkon- oder Terrassen-oberfläche muss ein ausreichendes Gefälle von mindesten 2% (2 cm auf 1 lfm) haben. Der Kontakt mit stehendem Wasser ist zu vermeiden. Es muss für eine gute Hinterlüftung des WPC-Belages gesorgt werden. Ein Kontakt mit dem Erdreich ist zu vermeiden.

Was ist beim Fußbodenaufbau von Balkon und Terrasse zu beachten?

Wenn man bei großflächigen Balkonen oder Terrassen sicher gehen will, empfehlen wir folgenden Fußboden-Aufbau:

  1. Ausreichendes Gefälle mindestens 2% = 2 cm auf 1 m Länge).

  2. Wasserdichte, möglichst mehrlagige Flachdach-Abdeckung aus Dachfolie. Verlegung der Bahnen in Richtung des Gefälles und nicht quer dazu, damit sich das abfließende Regenwasser sich nicht an den Nähten staut.

  3. Die Anschlüsse der Dachfolie am Haus oder an umgebenden Mauern sollten so hoch geführt werden, dass die Oberkante ca. 5 cm über dem späteren Balkon-Fußboden liegt. Die Folienkanten werden mit einer Spezialschiene an das Mauerwerk gedübelt, und die Oberkante sollte mit Silicon-Dichtungsmasse abgedichtet werden.

Danach kann der eigentliche Bodenbelag aus frostbeständigen Fliesen, Steinzeug- oder Betonplatten - aber auch Holzfliesen und Holzroste - lose in „Stelzlagern“ verlegt werden. „Stelzlager“ sind Kunststoff-Füße, die unter den Platten jeweils dort eingebaut werden, wo die Ecken von 4 Platten zusammenstoßen. Dadurch wird erreicht, dass eine gleichmäßige Fugenbreite entsteht und die Platten nicht direkt auf der Abdeckung liegen. So kann das Regenwasser durch die Fugen auf die Unterseite gelangen und dort im Zwischenraum zwischen Plattenbelag und Folienabdeckung ungehindert ablaufen. Diese Art der Verlegung ist seit Jahrzehnten erprobt und bewährt, - der Plattenbelag liegt fest und sicher. Feuchtigkeits- und Frostschäden können normalerweise nicht mehr auftreten.

Ein entscheidender Faktor für die Haltbarkeit des gesamten Balkonaufbaus besteht darin, die Stützen für das Geländer so zu befestigen, dass die Flachdach-Abdeckung nicht beschädigt wird. Dazu wird es erforderlich sein, die Stützen seitlich an der Kante oder besser an der Unterseite der Betonplatte anzubringen.

Zur Sanierung maroder Balkone wurden von verschiedenen Herstellern unterschiedliche Systeme entwickelt, mit denen die Probleme der Wasserableitung, der Frostschäden, der Kanten-Abdichtung und der Regenrinnen elegant gelöst wurden.

Durch die Verwendung spezieller Drainage- und Entkopplungsmatten fällt dabei die Aufbauhöhe des Balkonbelages nur gering aus. Einige Hersteller bieten verschiedene Systeme an, die sich an die jeweilige örtliche Bausituation anpassen lassen.

Einige Hersteller weisen auch Anschriften von Verarbeitern nach, so dass sichergestellt ist, dass die hochwertigen Werkstoffe fachgerecht verarbeitet werden.

Nachstehend übermitteln wir Ihnen die Anschriften einiger Hersteller. Wir möchten Ihnen empfehlen, Unterlagen direkt dort anzufordern.:

  • GUTJAHR Innovative Bausysteme GmbH

Philipp-Reiss-Straße 5 – 7, 64404 Bickenbach/Bergstr.

Telefon: (0 62 57) 93 06 – 0

F A X : (0 62 57) 16 11

  • Schlüter-System KG

Schmölestraße 7 - 58640 Iserlohn

Telefon: (0 23 71) 9 71 – 0

F A X : (0 23 71) 9 71 – 11

e-mail: info@schlueter.de

internet: www.schlueter.de

  • Schramm GmbH & Co Design KG

Hommelmühle 1 - 36381 Schlüchtern-Gundhelm

Telefon: (0 66 64) 91 93 63

F A X : (0 66 64) 91 93 64

internet: www.schramm-balkon-design.de

e-mail: info@schramm-balkon-design.de

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