Energie sparen

Fragen und Antworten zum Thema Strom & Wasser

Das Wohnglück-Team gibt Ihnen die richtigen Antworten, Ratschläge und Tipps rund um den wichtigsten Ort der Welt: Ihr Zuhause. Bitte beachten Sie, dass die Vorschläge nur unverbindlich sein können, da unsere Experten die geschilderten Sachverhalte nicht vor Ort überprüfen konnten und sich somit ausschließlich auf Ihre Beschreibung stützen.

Ich habe von einer Warmwasserbereitung mit "bifaltechnik" gehört, bei der Strom aus einer Solaranlage für die Warmwasserbereitung genutzt wird. Können Sie mir dazu näheres sagen?

Die „bifaltechnik“ zur Warmwasser-Bereitung ist uns nicht bekannt. Um Wasser mit Solarstrom zu erwärmen gibt es zurzeit zwei unterschiedliche Methoden:

1. Betrieb einer Warmwasser-Wärmepumpe
Die Warmwasser-Wärmepumpe nutz die Abluft von Keller- und Hauswirtschaftsräumen als Wärmequelle. Mittels Wärmetauscher wir der Umgebungsluft Wärme entzogen und an das Wasser im Trinkwasserspeicher abgegeben. Die dafür erforderliche elektrische Energie liefert die Solaranlage. Bis zu 7 Monate im Jahr kann die Wärmepumpe komplett mit kostenlosem Solarstrom betrieben werden. In sonnenreichen Zeiten, wenn viel Solarstrom erzeugt wird, kann das Wasser bis auf 60°C erwärmt werden. Je höher die Wassertemperatur im Speicher ist, desto länger steht warmes Wasser zu Verfügung, auch wenn die Sonne nicht scheint. Denn es dauert einige Zeit, bis das Wasser im Speicher abkühlt. 

Da die maximale Stromausbeute in die Sommermonaten fällt, während der Strombedarf in der kalten Jahreszeit am höchsten ist eine völlig Unabhängigkeit  nicht möglich und dem Speicher muss Wärme aus die Heizungsanlage oder anderen Energieträgern zugeführt werden.

2. Direkte Erwärmung des Brauchwassers mit elektrischen Heizstäben
Die mit Strom aus der Solaranlage betriebenen  Heizstäbe werden in den Trinkwasserspeicher eingebaut und wirken wie überdimensionierte Tauchsieder. Auch bei dieser Methode ist ebenfalls der Wechsel der Jahreszeiten zu bedenken, wie das oben bereits ausgeführt wird.

Wir möchten Ihnen empfehlen, sich von einem Fachmann beraten zu lassen.

Wir haben 2009 eine Photovoltaik-Anlage mit 4.100 kWP installiert, beziehen seit etwa drei Jahren selbst Strom und liefern nur die Überschüsse ab. Gibt es Speichergeräte, die man an bereits bestehende Anlagen anschließen kann? Gibt es Zuschüsse? Wie ist das Preisniveau bei unserer Größenordnung?

Solarstrom zu speichern ist bisher noch sehr teuer. Ein Speichergerät für ein Einfamilienhaus kostest je nach Leistung zurzeit ab ca. 6.000 € bis ca. 15.000 €.  Diese Anschaffungskosten lassen sich nicht pauschal vergleichen. Eine allgemeine Marktübersicht in Form eines Gerätetests ist daher nicht sinnvoll. Analog zur Entwicklung im Autobau gibt es noch keine endgültige Lösung, da alles von den Batterien (Akkus) abhängig ist.

Der einzige aussagekräftige und vergleichbare Wert ist der Preis pro gespeicherte Kilowattstunde.

Um diesen Wert zu ermitteln, müssen folgende Faktoren berücksichtigt werden:

• Entwicklung der Strompreise allgemein,

• Alter der Solaranlage,

• Höhe der Einspeisevergütung, 

• Größe und Leistung der Photovoltaik-Anlage, 

• nutzbare Speicherkapazität des Stromspeichers,

• Lebensdauer des Stromspeichers; sie sollte mindestens 20 Jahre betragen,

• maximale Entladeleistung,

• Anzahl der Vollzyklen,

• Lastprofil des Haushalts.

Für Betreiber älterer Solaranlagen, die noch eine Einspeisevergütung von 30 Cent/kWh und mehr bekommen, ist das Speichern und der anschließende Selbstverbrauch von Solarstrom wirtschaftlich nicht sinnvoll. Denn der selbst erzeugte und selbst verbrauchte Strom ist teurer als zugekaufter Haushaltsstrom.

Bei Solaranlagen, die zwischen dem 01.01.2009 und 31.03.2012 installiert wurden, ist die gestaffelte Eigenverbrauchsvergütung zu beachten. Ob bei diesen Anlagen eine Strom-Speicherung wirtschaftlich sinnvoll ist, kann nur ein Solarfachmann beantworten.

Für Solaranlagen, die nach dem 01.04.2012 installiert wurden, kann eine Stromspeicherung wirtschaftlich sinnvoll sein. 

Bei neu geplanten Solaranlagen empfiehlt sich die Anschaffung eines Stromspeichers, da dieser u. a. Steuerungselemente enthält, die jede Anlage ohnehin benötigt.

Ein ganz wichtiger Gesichtspunkt bei der Anschaffung eines Solarstromspeichers ist die Sicherheit. Bei den Lithium-Ionen-Batterien gibt es zahlreiche Varianten und damit auch große Qualitätsunterschiede. Zusätzlich kommt es auch auf die Qualität der technischen Ausführung an, z. B. auf die Steuerungselemente und Schutzvorrichtungen gegen Kurzschlüsse, Überladung und Überhitzung. Bei Überladung oder Kurzschluss kann es zu einer Explosion mit erheblichen Folgen kommen. So hat z. B. vor einiger Zeit die Explosion eines einzigen relativ kleinen Pedelec-Akkus ein Fahrradgeschäft völlig zerstört. Daher sollte bei der Anschaffung eines Solarspeichers darauf geachtet werden, dass dieser in Deutschland hergestellt und nach deutschen Vorschriften zertifiziert wurde. Auf ausländische Prüfsiegel sollte man sich nicht verlassen. (vdi)

Ob und wann sich das Speichern von Solarstrom rechnet hängt allein von den oben aufgeführten Faktoren ab. Nur ein neutraler, ausgebildeter Solarfachmann kann diese bewerten und den Preis pro gespeicherte Kilowattstunde berechnen.

Geeignete Fachleute und weitere Informationen finden Sie unter:

www.solarwirtschaft.de

www.solarserver.de

www.solaranlagen-portal.de

www.bves.de

Das KfW-Programm zur Förderung von Solarstrom-Speichern läuft Ende 2018 aus. Höchste Zeit für Interessierte, sich um Angebote und Ausführung zu kümmern. Zum zinsgünstigsten Kredit gibt die KfW einen Tilgungszuschuss, der 10% der förderfähigen Kosten beträgt. Ob sich die Beantragung der Förderung lohnt, ist allerdings ein Rechenbeispiel, denn mit dem Fördergeld sind auch Einschränkungen verbunden: Die Einspeiseleistung der Photovoltaik-Anlage muss auf 50% gesenkt werden, den restlichen Strom müssen die Hausbesitzer selbst verbrauchen. Die Förderung gibt es nur, wenn die KfW den entsprechenden Antrag vorab genehmigt hat. Eine eingehende Beratung ist auch unter diesem Gesichtspunkt wichtig. (VPB)

Was kann man tun wenn im Fertighaus plötzlich unangenehme Gerüche auftreten?

Ohne Ihr Fertighaus und dessen Zustand genau zu kennen, ist es kaum möglich, Ihnen einen konkreten Rat zur Beseitigung der „üblen Gerüche“ zu geben. Besonders bei der Sanierung älterer Fertighäuser ist große Sorgfalt geboten, und es sollte immer auf die spezielle hersteller-bezogene Konstruktion des Hauses geachtet werden, die bei jedem Hersteller und oftmals bei jedem Typ verschieden ist. Massive Eingriffe in die Substanz, der Einbau oder die Verwendung fremder (moderner !?) Baumaterialien oder Werkstoffe können gefährliche Auswirkungen auf das Haus haben.

Sanierungsmaßnahmen oder Reparaturen sollten daher nur von Handwerksbetrieben durchgeführt werden, die sich mit den speziellen bauphysikalischen Eigenschaften von Fertighäusern auskennen. Da alle Fertighaus-Hersteller Service- und Kundendienst-Abteilungen unterhalten, empfiehlt es sich, den ursprünglichen Hersteller mit der Sanierung oder Reparatur zu beauftragen. Falls jedoch dieser nicht mehr existiert, sind auch die meisten anderen Fertighaus-Hersteller in der Lage, die erforderlichen Arbeiten sachgerecht auszuführen.

Darüber hinaus kann Ihnen der

  • Bundesverband Deutscher Fertigbau, BDF

Flutgraben 2, 53604 Bad Honnef

Telefon: (0 22 24) 93 77 – 0

F A X : (0 22 24) 93 77 - 77

Internet: www.bdf-ev.de

E-Mail : info@bdf-ev.de

qualifizierte Fachkräfte oder Betriebe nachweisen.

Dazu gehört z. B. als Service-Betrieb das Tochterunternehmen eines großen Fertighaus-Herstellers. Dort hat man sich besonders auf die Sanierung und den Umbau von Fertighäusern spezialisiert:

  • ok Bauservice GmbH

An den Flachsrotten 2 - 31020 Salzhemmendorf

Telefon: (0 51 53) 80 37 – 0

Internet: www.ok-bauservice.de

E-Mail : info@ok-bauservice.de

ok-Bauservice GmbH verfügt über Niederlassungen in den gesamten Bundesrepublik.

Ist es sinnvoll, Wasserfilter beispielsweise an der Dusche anzubringen?

Die Härte des Trinkwassers hängt von dem Gehalt an Kalzium- und Magnesium-Verbindungen ab. Je höher er ist, desto härter ist das Wasser. Im Februar 2007 beschloss der Bundestag die Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittel-Gesetzes (WRMG). Darin werden u. a. die Härtebereiche an europäische Standards angepasst. Statt der bisherigen Kennzeichnung mit „Grad deutscher Härte = °dH“, erfolgt die Angabe der Wasserhärte nun in „Millimol Kalziumkarbonat je Liter“. Die zuvor mit den Ziffern 1, 2 ,3 + 4 gekennzeichneten Wasserhärten werden nun durch die Begriffe „weich“, „mittel“ und „hart“ dargestellt. „Hartes Wasser“ umfasst dabei die alten Härtegrade 3 + 4.

Überblick über die neuen Härtebereiche:

weich“: weniger als 1,5 Millimol Kalziumkarbonat je Liter – entspricht 8,4°dH.

mittel“: 1,5 – 2,5 Millimol Kalziumkarbonat je Liter – entspricht 8,4 bis 14°dH.

hart“: mehr als 2,5 Millimol Kalziumkarbonat je Liter – entspricht mehr als 14°dH.

Wenn Trinkwasser stark kalkhaltig ist, kommt es bei Wassertemperaturen über 50°C zu Ablagerungen (Kesselstein-Bildung) auf den Heizstäben von Wasch- und Spülmaschinen, in Heißwasser- und Kaffeebereitern und in der Warmwasser-Hausversorgung. Durch diese Kalkablagerungen können die Geräte auf Dauer zerstört werden, weil sich die Heizstäbe zu stark erhitzen. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass Spülmaschinen und neuere Waschmaschinen ohnehin mit Enthärtungsanlagen ausgerüstet sind. Ärgerlich ist ganz besonders, wenn sich die Rohre der Warmwasser-Versorgung zusetzen. Ganz davon abgesehen, ärgert man sich immer wieder über die Flecken, die kalkhaltiges Wasser auf Armaturen und Fliesen, auf Kunststoff- und Glasabdeckungen hervorruft.

Um diese unangenehmen Erscheinungen zu verhindern oder abzumildern, werden Geräte zur „Enthärtung“ des Wassers angeboten. Mit großem Werbeaufwand werden besonders solche Geräte propagiert, die auf physikalischer Basis (mit Permanent- oder Elektromagneten, mit versch. elektrischen Impulsen oder mit elektrischen/elektrostatischen Feldern) arbeiten. Immer wieder werden wir nach der Wirksamkeit solcher Geräte gefragt.

Grundsätzlich ist dazu zu sagen, dass – soweit bekannt – von diesen Geräten keinerlei unerwünschte Nebenwirkungen für die Gesundheit, Umwelt und die nachgeschaltete Hausinstallation ausgehen. Die Frage, ob diese Geräte tatsächlich Kalkablagerungen verhindern können, haben in der Vergangenheit eine Reihe von Institutionen untersucht:

  • Engler-Bunte-Institut des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) an der Universität Karlsruhe,

  • Stiftung Warentest, Berlin,

  • Österreichischer Verein des Gas- und Wasserfaches,

  • Eidgenöss. Materialprüfamt (EMPA), Zürich/Schweiz,

  • Österr. Verbraucherzeitschrift „Konsument“.

Dabei wurde in umfangreichen Tests und Versuchsreihen festgestellt, dass ein großer Teil der Geräte, die auf physikalischer Basis arbeiten, so gut wie wirkungslos sind und keinerlei Einfluss auf den Kalkgehalt des Wassers haben.

Einige Hersteller haben ihre Geräte einer Sicherheitsprüfung bei renommierten Institutionen, z. B. dem TÜV (GS-Zeichen) oder dem VDE, unterzogen. Diese Prüfzeichen besagen lediglich, dass die Geräte so konstruiert sind, dass von ihrem Betrieb keine Gefahren ausgehen. Das Zeichen „DIN ISO 9002“ bestätigt nur, dass der Hersteller gewisse Qualitätsstandards einhält. Über die Wirksamkeit der Kalkabscheidung geben diese Prüfzeichen keinerlei Hinweise.

Da entsprechende Prüfnormen nicht existieren und nur in wenigen Fällen naturwissenschaftlich nachvollziehbare Grundlagen für die Wirksamkeit vorhanden sind, besitzt auch die Mehrheit der Geräte zur physikalischen/elektrischen Wasserbehandlung kein >DIN/DVGW-Prüf-zeichen<. Nur allein dieses Prüfzeichen garantiert eine zuverlässige Wirksamkeit und eine hygienisch einwandfreie Arbeitsweise.

Zu den oben beschriebenen Geräten gibt es folgende Alternativen, es handelt sich dabei jedoch um Großgeräte, die in der Regel im Keller direkt hinter dem Hausanschluss montiert werden.

Ionenaustauscher

Diese Geräte können erwiesenermaßen Kalk und Magnesium aus dem Wasser entfernen. Sie werden im Abstand von wenigen Tagen mit Kochsalz (Natriumchlorid) regeneriert. Für diese Anlagen bestehen seit 1989 Prüfnormen und Einbauvorschriften, die strenge Anforderungen an geeignete Anlagen stellen (DVGW-DIN-Prüfzeichen).

Das Ende der Wirkungsdauer der Geräte ist schwer zu kontrollieren, die Austauschermasse kann verkeimen. Aus diesem Grund müssen Ionenaustauscher ständig überprüft, gewartet und neu eingesellt werden, auch damit es nicht zu einer erhöhten Kochsalz-Konzentration im Trinkwasser kommt, was für die Zubereitung von Babynahrung und natriumarmer Diät unerwünscht ist. Das Bundesgesundheitsamt und Umweltbundesamt empfehlen daher, den Einsatz von Ionenaustauschern in privaten Haushalten möglichst zu vermeiden.

D o s i e r g e r ä t e

Diese Geräte setzen dem Wasser gesundheitlich unbedenkliche Phosphat- und Silikatlösungen zu. Wie beim Phosphatzusatz in Waschmitteln, der eine ähnliche Funktion hat, muss man die Dosiermenge genau der Wasserhärte, der häufig schwankenden Wasserbeschaffenheit und dem Wasserverbrauch anpassen. Das erfordert die richtige Auswahl und eine ständige fachmännische Überprüfung, Einstellung und Wartung der Anlage. Für Wartung und Chemikalien entstehen Betriebskosten von ca. € 100 – 200 pro Jahr.

Bei sehr hoher Wasserhärte ist dieses Verfahren ungeeignet, weil die zugesetzte Phosphatmenge zu hoch werden würde. Die von diesen Geräten ausgehende Umweltbelastung sollte dadurch gemindert werden, dass nur das in die Warmwasser-Installation und in die Waschmaschine fließende Wasser behandelt wird. Die Behandlung von Kaltwasser ist in der Regel bei allen Geräten überflüssig. – Dazu kommt noch ein weiterer Gesichtspunkt: Phosphatdosierungen können bei Temperaturen höher als 60°C und längerer Verweildauer des Wassers zu Schlammablagerungen führen. Da unser Trinkwasser generell nicht steril ist, können diese Ablagerungen einen Nährboden zur Vermehrung der darin enthaltenen Mikro-Organismen bilden. Im schlimmsten Fall kann es die Bildung von Legionellen fördern. Darum auch an dieser Stelle noch einmal ein Hinweis auf das DVGW-DIN-Prüfzeichen. Nur dieses Prüfzeichen garantiert, dass die Anlage nicht nur eine wirksame Enthärtung bietet, sondern auch hygienisch einwandfrei arbeitet. Die Installation sollte nur ein beim Wasserversorger eingetragener Installateur vornehmen, mit dem Sie auch einen Wartungsvertrag abschließen sollten.

Physikalische Wasseraufbereitung:

Hier gibt es auch kleinere Geräte, die direkt vor der jeweiligen Zapfstelle angeschlossen werden. Viele dieser Geräte arbeiten in der Regel mit magnetischen oder elektrischen Feldern. Sie sind an den Drahtspulen zu erkennen, die um die Wasserrohre gewickelt sind. Deren elektromagnetische Felder sollen den Verkalkungsprozess von der Rohrwand weg ins fließende Wasser verlagern und diese frei halten. Durch diesen Vorgang bilden sich angeblich Mikrokristalle aus Kalk, die in der Schwebe bleiben und mit dem fließenden Wasser fortgeschwemmt werden. Leider funktioniert dieses Prinzip nicht in jedem Fall, wie die "STIFTUNG WARENTEST" schon mehrmals festgestellt hat.

In allen wirksamen Geräten wird dagegen das Leitungswasser direkt an unterschiedlich strom-führenden Elektroden vorbeigeführt. Nur dadurch bilden sich im Wasser sehr kleine Kalkkristalle, die weggespült werden. Auf diese Weise wird die unerwünschte Kristallisierung des Kalks an den Rohrwänden um mindestens 80% verringert. Nur diese Geräte besitzen ein Prüfzeichen der DVGW (siehe oben!).

Eine jeweils aktuelle Liste der vom DVGW geprüften Kalkschutzgeräten finden Sie im Internet unter: www.dvgw-cert.com in der Rubrik: Produkte Wasser, Verzeichnisse.

Über Geräte, die zusätzlich oder für sich allein genommen Chlor ausfiltern, liegen uns keine Informationen vor. Auch hier finden Sie unter der oben genannten Internet-Adresse die gewünschten Angaben. Anlagen die sowohl Kalk entfernen als auch Chlor filtern sind vermutlich so dimensioniert, dass sie nur im Keller in der Nähe des Hausanschlusses angebracht werden können.

Woher weiß ich, ob das Rohrmaterial der Trinkwasserleitungen meines Hauses unbedenklich ist?

Alle in Deutschland verwendeten Rohrmaterialien müssen ein Prüfzeichen des Engler-Bunte-Institut des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) an der Universität Karlsruhe, aufweisen. Dieses Prüfzeichen bescheinigt u. a. die Unbedenklichkeit in Bezug auf Schadstoff-Abgabe. Zusätzlich sollten Sie sich folgende Tatsache vor Augen halten: Viel wichtiger als die wenigen Meter Rohrleitung in Ihrem Haus, ist der Zustand des kilometerlangen Trinkwassernetzes Ihres Wasserversorgers. Hier werden bereits seit vielen Jahren nur noch Kunststoffrohrleitungen verlegt, weil diese erhebliche Vorteile in der Unterhaltung und Pflege haben. Trotzdem möchten wir Ihnen zusätzlich noch folgenden Hinweis geben. In vielen Armaturen (Wasserhähne) sind noch immer ganz geringe Spuren von Blei enthalten. Es empfiehlt sich daher, vor jedem Gebrauch etwas Wasser ablaufen zu lassen.

Mit welcher Lebensdauer kann man bei Fußbodenheizungen und Wasserrohren rechnen? Was führt zur Funktionsuntüchtigkeit dieser Installationen und wie saniert man sie?

Niemand kann die Lebensdauer von Installationen jeder Art beurteilen oder vorhersagen. Das gilt ganz besonders für Fußbodenheizungen. Der Kunststoff, aus dem deren Heizungsrohre bestehen, ist – wie viele anderer Kunststoff-Sorten auch - sauerstoffdurchlässig. Der geschlossene Heizkreislauf wird fortwährend mit neuem Sauerstoff angereichert. Dadurch wird die Verschlammung und Korrosion beschleunigt, von denen alle Metallteile der Anlage befallen werden. Besonders gefährdet ist der Heizkessel wegen der höheren Temperaturen. Es lagern sich Korrosionsrückstände ab; sie verursachen Funktionsstörungen an Armaturen und Ventilen.

Um den durch die Verschlammung verursachten Wärmeverlust auszugleichen werden die Heizkurven höher eingestellt. Vorlauftemperaturen von 60°C sind dabei keine Seltenheit. Diese Wasser-temperaturen sind für die meisten Rohrtypen zu hoch. Das Abdampfen der Kunststoff-Stabilisatoren wird weiter beschleunigt. Die Rohre verspröden und werden oft bereits nach wenigen Jahren undicht.

Das Grundproblem wird in vielen Fällen durch unsachgemäßen Umgang und Verarbeitung verstärkt. Viele Rohre werden bereits mit Fabrikationsfehlern installiert. Die Rohre sind empfindlich gegen UV-Licht und wurden oftmals vor dem Einbau unsachgemäß gelagert und dem Sonnenlicht ausgesetzt. Die Kunststoff-Stabilisatoren sind dann bereits vor dem Einbau zerstört.

Zum Verschluss des Rohrsystems kommt es, wenn versucht wird, eine Verschlammung allein durch eine Druckspülung zu bereinigen. Das System wird durch sauerstoffhaltiges Wasser und Luft zusätzlich belastet.

Der Zustand, in dem sich die Fußbodenheizung befindet, ist von außen nicht zu erkennen und zu beurteilen. Die Sanierung sollte nur nach einer sorgfältigen Wasseranalyse durchgeführt werden. Dabei ist es erforderlich, eine ausreichende Anzahl von Parametern anzuwenden, um eine sichere und genaue Auskunft über den Versprödungsgrad der Kunststoffrohre zu erhalten. Aus einer solchen Untersuchung sind bereits wichtige objektspezifische Erkenntnisse zu gewinnen.

Die Wasseranalyse kann natürlich keine Informationen über die Verlegetechnik und mögliche Installationsfehler geben. Um diese zu erhalten, muss eine Wärmebildkamera eingesetzt werden, mit welcher der genaue Verlauf der Heizungsrohre aufgezeigt werden kann. Bei stark verschlammten Heizkreisläufen lässt sich auf diese Weise genau die Stelle ermitteln, wo die Verschlammung beginnt.

Mit einer frühzeitigen Zustandsanalyse kann man den Sanierungsbedarf rechtzeitig feststellen.Dadurch lassen sich ganz erheblichen Kosten und der riesige Aufwand für einen Totalersatz des Heizungssystems vermeiden. Bei einer fachgerechten Sanierung werden die Rohre zunächst gereinigt und getrocknet und anschließend mit Epoxydharz neu beschichtet.

Sanierungssysteme für Fußbodenheizungen werden u. a. angeboten von

  • Dipl. Ing. Werner N ä f, LSE-System AG

Park Rohrbühl, Sielegggstraße 23, CH 8833 Wollerau

Internet: www.lse-system.com + www.hat-system.com

E-mail: werner.naef@lse-system.com

Für die Systeme dieses Anbieters liegen viele internationale Prüfzeugnisse vor, u. a. auch von der Universität Bonn, im Auftrag des DVGW (Deutscher Verband des Gas- und Wasserfaches).

In der Bundesrepublik wird das Schweizer Sanierungssystem von folgender Firma angeboten:

  • TGA-ROHRINNENSANIERUNG AG

Melli-Beese-Str. 19, 90768 Fürth

Telefon: (09 11) 32 25 55-0

FAX: (09 11) 32 25 55-55

Internet: www.tag-rohrinnensanierung.de

E-mail: zentrale@rohrinnensanierung.de

Ein ähnlich wirkendes Sanierungssysteme hat die Firma BoCoGa entwickelt. Beratung und Vertrieb erfolgt durch die Firma:

  • WBV Westdeutscher Bindegarn Vertrieb Eselgrimm GmbH & Co. KG

Abteilung: Sanitärprodukte

Wiedenbrücker Straße 3 - 59302 Oelde/Westf.

Telefon: (0 25 22) 79 – 0

F A X : (0 25 22) 69 89

Internet: www.wbv-worldwide.com

E-Mail: info@wbv-worldwide.com

Eine technische Beurteilung der genannten Sanierungssysteme kann unsere Leserberatung nicht leisten, zumal die Sanierungs-Produkte durch Vertragspartner verarbeitet werden, deren Arbeitsweise wir nicht überprüfen und beurteilen können.

Die hier genannten Firmen bieten ebenfalls Abdichtungstechniken für Warmwasser-Heizungen und Trinkwasser-Leitungen an.

Schalldämmung

Natürlich ist es sinnvoll, den Estrich zur Schall-Entkopplung entlang der Wand aufzuschneiden. Um die Rohre der Fußbodenheizung nicht zu beschädigen empfiehlt sich der Einsatz einer Wärmebild-Kamera. Aussagefähige Bilder sind allerdings nur bei entsprechenden Temperatur-Differenzen möglich, d. h., während der Heizperiode.

Geräusche aus Wasser- und Heizungsrohren sind vielfältig. In der Regel treten sie bei fließendem Wasser auf, schon allein durch Richtungsänderungen oder durch Querschnittverengungen der Rohre. Aber auch durch schnelles Öffnen und Schließen von Armaturen oder einfach nur durch Luftverwirbelungen beim Abfließen können Schwingungen entstehen, die sich auf die umgebenden Bauteile übertragen.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass sich der Schall in Festkörpern (sog. Körperschall) mit sehr geringer Dämpfung und damit über große Distanzen ausbreiten kann. Hierzu gehören ganz besonders die Rohrleitungen selbst sowie Wände und Decken des Gebäudes. Die Übertragung der Schallwellen an die Luft (Luftschall), d. h. die Umwandlung in akustisch wahrnehmbare Geräusche, erfolgt vor allem an großen Flächen, wie z. B. an Wänden oder Decken.

Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Schallübertragung besteht darin, die Rohrleitungen vom Baukörper akustisch entkoppelt zu installieren. Dazu ist es erforderlich, die Rohre in Befestigungsschellen mit Gummieinlage zu montieren. Ganz besondere Sorgfalt ist auf die fachgerechte Ausführung von Wand- und Deckendurchführungen zu legen. Um die Übertragung von Körperschall von der Wand/Decke auf die Rohrleitung und umgekehrt zu verhindern, darf es in keinem Fall zu einer Schallbrücke, zu einer direkten Berührung von Rohrleitung und Baukörper, kommen. Um das zu verhindern, gibt es spezielle Manschetten, die um die Rohre gelegt werden.

Nicht fachgerecht ausgeführte Durchführungen oder Befestigungen sind in der Regel die Ursache für Knackgeräusche. Wenn eine Rohrleitung starr mit dem Baukörper verbunden ist, kann es infolge der Wärmeausdehnung zu ruckartigen Bewegungen der Rohrleitung kommen.

Neben den Geräuschen, die sich in andere Bauteile übertragen, sollten auch die Fließgeräusche eingedämmt werden, die direkt aus den Rohren abstrahlen. Das kann man sehr gut mit den Rohrschalen aus Schaumkunststoff erreichen, die auch zur Wärmedämmung eingesetzt werden. Daneben gibt es im Sanitärgroßhandel spezielle Schalldämm-Matten, die aus einer Kombination von Dampfsperre, Schwerfolie (zur Dämmung des Luftschalls) und einer Schaumstoffschicht (zur Dämmung von Körperschall) bestehen

Besonders bei älteren Wasserleitungen treten häufig Klopfgeräusche auf.

Die Ursache liegt oftmals darin, dass die Dichtungen der Ventile (Wasserhähne, Zapfstellen) verschlissen sind. Die Dichtungsscheiben sitzen nicht mehr fest. Immer dann wenn Wasser entnommen wird, gerät die Scheibe durch die Wasserströmung ins Schwingen. Wenn nun diese Bewegungen der Scheibe in einem ungünstigen Verhältnis zur Fließgeschwindigkeit des Wassers geraten, bauen sich im Wasserrohr durch lange Strecken – oft bis zum Zähler - Schwingungen auf, die zum Vibrieren der Rohre und damit zu Klopfgeräuschen führen können.

Es empfiehlt sich daher, alle Wasserzapfstellen und Ventile von einem Installateur überprüfen zu lassen. Möglichweise müssen eine Reihe von Ventilen oder deren Dichtungen ausgetauscht werden.

Sicherlich gibt es Architekten und Planer, die mit Innensanierungen Erfahrung haben. Anschriften erhalten Sie bei der für Ihr Bundesland zuständigen Architektenkammer. Es ist jedoch sehr wichtig, mit in Aussichtig genommenen Planer ein ausführliches Vorgespräch zu vereinbaren und um Referenzen zu bitten.

Gibt es Fördermittel für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage?

Die große Anzahl unterschiedlicher Fördermöglichkeiten sowie die Möglichkeit, verschiedene Programme miteinander zu kombinieren, hat zur Folge, dass wir in vielen Fällen nur ungefähre Angaben machen können. Bitte beachten Sie, dass Fördermittel immer nur vor Beginn eine Maßnahme beantragt werden können.

Die genauen Bedingungen sind den Bafa-Formblättern und der jeweiligen Förderrichtlinie zu entnehmen (Anschrift. „Bafa“ siehe unten). Darüber hinaus können weitere Zuschüsse auch von Städten, Gemeinden, Landkreisen und vom jeweiligen Bundesland kommen. Da sich diese Programme laufend ändern, können Sie sich über Datenbanken im Internet über die verschiedensten Maßnahmen und Fördermittel informieren, welche in Ihrem Postleitzahlbezirk zur Verfügung stehen:

Zum Abschluss die wichtigsten Anschriften:

  • Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

Frankfurter Straße 29 – 31, 65760 Eschborn/Ts.

Telefon: (0 61 96) 9 08 – 0

internet: www.bafa.de

  • KfW – Bank

Palmengartenstraße 5 – 9, 60325 Frankfurt/Main

Telefon: (0 18 01) 33 55 77

internet: www.kfw.de

Lohnt sich der Einbau eines Speichergerätes für eine Phovoltaikanlage mit Eigenstromnutzung?

Solarstrom zu speichern ist bisher noch sehr teuer. Ein Speichergerät für ein Einfamilienhaus kostest je nach Leistung zurzeit ab ca. 6.000 € bis ca. 15.000 €. Diese Anschaffungskosten lassen sich nicht pauschal vergleichen. Der einzige aussagekräftige Wert ist der Preis pro

gespeicherte Kilowattstunde.

Um diesen Wert zu ermitteln müssen folgende Faktoren berücksichtigt werden:

  • Entwicklung der Strompreise allgemein,

  • Höhe der Einspeisevergütung,

  • Größe und Leistung der Photovoltaik-Anlage,

  • nutzbare Speicherkapazität des Stromspeichers,

  • Lebensdauer des Stromspeichers,

  • maximale Entladeleistung,

  • Anzahl der Vollzyklen,

  • Lastprofil des Haushalts.

Ob und wann sich das Speichern von Solarstrom rechnet hängt von diesen Faktoren ab. Nur ein neutraler ausgebildeter Solarfachmann kann diese bewerten und den Preis pro gespeicherte Kilowattstunde berechnen.

Geeignete Fachleute und weitere Informationen finden Sie unter:

 

Da wir eine Solaranlage haben, möchten wir unsere Waschmaschine an die Warmwasserleitung anschließen. Ist das eine sinnvolle Idee?

Grundsätzlich ist das möglich und auch sehr sinnvoll, da Sie das Wasser dann nicht mit teurem Strom erwärmen müssen. Allerdings können „normale“ Wasch- und Spülmaschinen nicht an die Warmwasserversorgung angeschlossen werden, weil die Temperatursteuerung der Geräte nicht darauf eingerichtet ist. Einige Hersteller bietenaber Geräte mit einem besonderen Warmwasser-Anschluss an.

In unserer Sauna im Keller muss der Durchlauferhitzer für die Dusche ersetzt werden. Was halten Sie davon, einen Boiler mit Warmwasserspeicher einzubauen?

Wir empfehlen einen elektronisch geregelten Durchlauferhitzer, da dieser weniger Strom benötigt. Der Grund: Er arbeitet unabhängig vom Wasserdruck und erkennt die durchlaufende Wassermenge, die er präzise aufheizt, um die voreingestellte Temperatur zu erreichen. Es gibt praktisch keine Anlaufzeit. Das warme Wasser steht sehr schnell und so lange wie nötig zur Verfügung. Das spart Strom und erhöht den Duschkomfort.

Wie hoch wird eigentlich die Temperatur im Brauchwasserspeicher eingestellt, damit man besonders energiesparsam wirtschaften kann?

Für den täglichen Gebrauch genügt es, dass an der Zapfstelle die Wassertemperatur bei 42-45 Grad Celsius liegt.

Um das zu erreichen, ist im praktischen Betrieb das Wasser im Speicher 45-50 Grad Celsius warm. Aus gesundheitlichen Gründen sollte das Wasser jedoch mindestens einmal am Tag auf 60 Grad Celsius aufgeheizt werden, damit sich keine Krankheitskeime im Wasser halten können. Temperaturen über 60 Grad Celsius sind auf Dauer nicht notwendig. Sparmöglichkeiten bestehen auch, wenn die Zirkulation in den Nachtstunden abgestellt wird.

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