Energie sparen

Fragen und Antworten zum Thema Heizung

Das Wohnglück-Team gibt Ihnen die richtigen Antworten, Ratschläge und Tipps rund um den wichtigsten Ort der Welt: Ihr Zuhause. Bitte beachten Sie, dass die Vorschläge nur unverbindlich sein können, da unsere Experten die geschilderten Sachverhalte nicht vor Ort überprüfen konnten und sich somit ausschließlich auf Ihre Beschreibung stützen.

Wie und womit lassen sich Dehnungsfugen an Lagertanks für zB Heizöl abdichten?

Im Zusammenhang mit den Erkenntnissen über Umweltbelastungen und über in der Vergangenheit gemachte Fehler, werden heute besondere Anforderungen an die Verfugung im Bereich der Lagerung von wassergefährdenden Stoffen, z. B. Heizöl, gestellt. Es muss verhindert werden, dass im Falle eines Schadens Heizöl ins Erdreich gelangt.

Für die zum Einsatz vorgesehenen Dichtstoffe sind daher besondere Qualitätseigenschaften und Verarbeitungsanweisungen vorgeschrieben, die vom Hersteller belegt werden müssen.

Diese speziellen Dichtstoffe sind uns leider nicht bekannt. Wir möchten Ihnen raten, sich vom Sachverständigen beraten zu lassen. Er kann Ihnen sicherlich zugelassene Produkte nachweisen.

Möglicherweise kann Ihnen auch der zuständige Fachverband die entsprechenden Hinweise geben. Wenden Sie sich daher direkt an den

  • IVD Industrieverband Dichtstoffe e. V.

Scheibenstraße 49

40479 Düsseldorf

E-mail: info@ivd.de

Internet: www.ivd.de

oder www.abdichten.de

Ist es notwendig eine Fußbodenheizung nach längerer Zeit durchzuspülen?

Der Kunststoff, aus dem die Heizungsrohre von Fußbodenheizungen bestehen, ist – wie viele andere Kunststoff-Sorten auch - sauerstoffdurchlässig. Der geschlossene Heizkreislauf wird fortwährend mit neuem Sauerstoff angereichert. Dadurch wird die Verschlammung und Korrosion beschleunigt, von denen alle Metallteile der Anlage befallen werden. Besonders gefährdet ist der Heizkessel wegen der höheren Temperaturen. Es lagern sich Korrosionsrückstände ab; sie verursachen Funktionsstörungen an Armaturen und Ventilen.

Um den durch die Verschlammung verursachten Wärmeverlust auszugleichen werden dann oftmals die Heizkurven höher eingestellt. Vorlauftemperaturen von 60°C sind dabei keine Seltenheit. Diese Wassertemperaturen sind für die meisten Rohrtypen zu hoch. Das Abdampfen der Kunststoff-Stabilisatoren wird weiter beschleunigt. Die Rohre verspröden und werden oft bereits nach wenigen Jahren undicht.

Das Grundproblem wird in vielen Fällen durch unsachgemäßen Umgang und Verarbeitung verstärkt. Viele Rohre werden bereits mit Fabrikationsfehlern installiert. Die Rohre sind empfindlich gegen UV-Licht und wurden oftmals vor dem Einbau unsachgemäß gelagert und dem Sonnenlicht ausgesetzt. Die Kunststoff-Stabilisatoren sind dann bereits vor dem Einbau zerstört.

Zum Verschluss des Rohrsystems kommt es, wenn versucht wird, eine Verschlammung allein durch eine Druckspülung zu bereinigen. Das System wird durch sauerstoffhaltiges Wasser und Luft zusätzlich belastet.

Der Zustand, in dem sich die Fußbodenheizung befindet, ist von außen nicht zu erkennen und zu beurteilen. Die Sanierung sollte nur nach einer sorgfältigen Wasseranalyse durchgeführt werden. Dabei ist es erforderlich, eine ausreichende Anzahl von Parametern anzuwenden, um eine sichere und genaue Auskunft über den Versprödungsgrad der Kunststoffrohre zu erhalten. Aus einer solchen Untersuchung sind bereits wichtige objektspezifische Erkenntnisse zu gewinnen.

Die Wasseranalyse kann natürlich keine Informationen über die Verlegetechnik und mögliche Installationsfehler geben. Um diese zu erhalten, muss eine Wärmebildkamera eingesetzt werden, mit welcher der genaue Verlauf der Heizungsrohre aufgezeigt werden kann. Bei stark verschlammten Heizkreisläufen lässt sich auf diese Weise genau die Stelle ermitteln, wo die Verschlammung beginnt.

Mit einer frühzeitigen Zustandsanalyse kann man den Sanierungsbedarf rechtzeitig feststellen. Dadurch lassen sich ganz erheblichen Kosten und der riesige Aufwand für einen Totalersatz des Heizungssystems vermeiden. Bei einer fachgerechten Sanierung werden die Rohre zunächst gereinigt und getrocknet und anschließend mit Epoxydharz Innen neu beschichtet.

Der Stromverbrauch meiner Nachtspeicher-Heizung steigt, obwohl ich immer weniger heize. Woran kann das liegen und gibt es Alternativen?

Die Vorteile günstiger Stromtarife für Nachtspeicher-Heizungen haben sich spätestens seit 2007 relativiert. Sie wurden bis dahin dadurch begründet, dass die Stromerzeuger das Ziel hatten, ihre Kraftwerke während des gesamten Tages gleichmäßig auszulasten. Mit günstigen Strompreisen sollte ein Anreiz geschaffen werden, auch nachts zu heizen.

Zuerst wurde 1999 die Stromsteuer eingeführt, die auch auf Nachtstrom bezahlt werden musste. Seit 2007 sind die Steuersätze für Tag- und Nachtstrom gleich.

Die Einführung flexibel arbeitender „Mittellastkraftwerke“ und eine effizientere Steuerung der Stromverteilung hat dazu geführt, dass eine Reihe von Stromversorgern keine Nachtstromtarife mehr anbieten.

Die im Laufe der letzten 30 Jahre erfolgte erhebliche Steigerung der Energiekosten und der Abbau der Nachtsromtarife hat dazu geführt, dass Nachtspeicher-Heizungen ihre Wirtschaftlichkeit gegenüber konventionellen Heizungen verloren haben. Mittlerweile ist die teuerste Art zu heizen die mit elektrischer Energie. Der Nutzungsgrad ist erheblich geringer als der von Öl- oder Gasheizungen. Die Energie-Einsparverordnung 2002 (EnEv) hat für den Wirkungsgrad der verschiedenen Energiearten sogen. „Anlagen-Aufwandzahlen“ festgelegt:

  • Erdgas 1,39

  • Heizöl 1,47

  • Elektrizität 3,09.

Das bedeutet, dass der Aufwand, der zur Beheizung von Wohnräumen erforderlich ist, bei elektrischer Energie doppelt so hoch ist wie bei der Verwendung von Heizöl. Der Einsatz von Erdgas ist sogar noch vorteilhafter.

Es ist daher sinnvoll, darüber nachzudenken, durch welche Art der Beheizung eine Nachtspeicher-Heizungen zu ersetzen ist. Generell bieten sich folgende Heizsysteme an:

  • Gasheizung (mit und ohne Unterstützung durch Solarwärme)

  • Ölheizung (mit und ohne Unterstützung durch Solarwärme)

  • Pellet-Heizung (mit und ohne Unterstützung durch Solarwärme)

  • Erdwärme.

Ganz gleich, für welches System Sie sich entscheiden: Alle Heizungen werden mit Warmwasser betrieben, so dass ein völlig neues Heizwasser-Rohrsystem installiert werden muss. Die dafür erforderlichen Kupferrohre haben einen geringen Querschnitt, so dass nur vergleichsweise kleine Löcher in Decken und Wände gebohrt werden müssen.

Der Einbau einer neuen Heizungsanlage ist mit erheblichen Kosten verbunden. Bis August 2010 zahlte die KfW-Bank für die Entsorgung eines Nachtspeicher-Heizkörpers einen Zuschuss von 200 €. Diese Maßnahme ist leider ausgelaufen. Dagegen können Sie für die Anschaffung einer neuen Heizungsanlage Fördergelder und zinsgünstige Kredite erhalten.

Die Entscheidung für eine neue Heizungsanlage ist sicherlich nicht einfach. Um mit der zukünftigen Anlage Heizenergie zu sparen, sollte in alle Überlegungen und Berechnungen das gesamte Haus/die gesamte Wohnung mit allen seinen Bauteilen einbezogen werden:

  1. Größe und Wohnfläche des Hauses/der Wohnung,

  2. Aufbau und Wärmedämmung der Außenwände,

  3. Zustand der Fenster,

  4. Ausbauzustand und Wärmedämmung des Daches oder des Dachgeschosses,

  5. Wärmedämmung des Hauses gegenüber dem Keller.

Für einen Laien wird es kaum möglich sein, alle technischen und bauphysikalischen Faktoren zu bewerten, um danach die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dazu kommt, dass es eine große Anzahl unterschiedlicher Fördermöglichkeiten gibt, und dass die Möglichkeit besteht, verschiedene Programme miteinander zu kombinieren.

Es ist daher sinnvoll, dass Sie sich beraten lassen bevor Sie eine Maßnahme beginnen, Handwerker beauftragen oder sich für ein bestimmtes Produkt (Heizung, Solaranlage usw.) entscheiden. Wir möchten Ihnen empfehlen, einen unabhängigen Energieberater mit der Begutachtung Ihres Hauses/ Ihrer Wohnung zu beauftragen.

Viele Eigentümer verlassen sich auf den Rat ihrer Heizungsfirma, anderer Handwerker, der Werbung durch die Industrie oder vertrauen guten Freunden und Kollegen. Allerdings haben die wenigsten davon ein umfassendes Konzept. Sie sehen nur ihr eigenes Gewerk und nicht das Haus oder die Wohnung als Ganzes. Zudem sind viele ortsansässige Handwerker auf ein bestimmtes Produkt oder einen bestimmten Hersteller eingeschworen.

Deshalb ist es ganz wichtig, eine neutrale und umfassende Beratung über sämtliche auf dem Markt befindliche Produkte und innovative Lösungen zu bekommen. Darüber hinaus sind die wenigsten „Energieberater im Handwerk“ vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zertifiziert. Das ist aber die Voraussetzung dafür, dass die Kosten der Beratung vom Bafa bezuschusst werden (siehe unten).

Allerdings ist die Bezeichnung „Energieberater“ leider nicht geschützt und auch nicht an spezielle Qualifikationen gebunden. In der Regel haben neutrale und unabhängige Energieberater ein technisches Studium absolviert, oftmals sind es aber auch Handwerksmeister, Techniker, Vertreter oder Schornsteinfeger mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation. Genau so wichtig wie die Ausbildung ist die in der Praxis erworbene Erfahrung, wie das komplexe System Haus funktioniert.

Der Energieberater muss unabhängig und neutral gegenüber Unternehmen sein, die Produkte wie Heizungen, Wärmepumpen oder Solaranlagen herstellen oder anbieten.

Relative Sicherheit gibt Ihnen die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) herausgegebene Beraterliste. Wer auf dieser Liste aufgeführt ist, muss unabhängig sein und einen Lehrgang für Energieberatung absolviert haben. Anschriften von Energieberatern nach Postleitzahlen sortiert erhalten Sie im Internet unter www.bafa.de oder per Telefon unter: (0 61 96) 90 82 62.

Allerdings verrät auch die Bafa-Liste nicht, ob der Energieberater z. B. ein Architekt ist und sich daher besonders für Planungsaufgaben eignet, oder ob es sich um einen Heizungsfachmann handelt, der auf Haustechnik spezialisiert ist. Aus diesem Grund sollten Sie den in Aussicht genommenen Energieberater nach Referenzen und Arbeitsschwerpunkten fragen, bevor Sie ihn mit der Untersuchung Ihres Hauses/Ihrer Wohnung beauftragen.

Nachdem der Energieberater Ihr Haus/Ihre Wohnung genau untersucht hat, bekommen Sie einen Bericht. Darin wird der „Ist-Zustand“ des kompletten Hauses, der Wohnung ausführlich analysiert. Der Energieberater schlägt mehrere Varianten für eine Modernisierung der Heizung vor und rechnet Kosten und die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Varianten durch. Zusätzlich gibt er Ihnen Auskunft darüber, welche Fördermittel Sie erhalten können. Diese Beratung ist absolut unverbindlich. sie verpflichtet Sie zu nichts und lässt Ihnen jeden Spielraum. Sie können freiwillig entscheiden, ob und welche Maßnahmen Sie durchführen möchten.

Was viele Bauherren nicht wissen: Der Energieberater kann nicht nur Maßnahmen empfehlen, er kann – die entsprechende Qualifikation vorausgesetzt – zusätzlich die fachgerechte Ausführung der Modernisierungsmaßnahmen überwachen. Auf diese Weise können Fehler, die immer wieder auftreten, noch während der Bauphase behoben werden.

Nur die von „zertifizierten Energieberatern“ durchgeführte „Vor-Ort-Beratung“ wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gefördert. Die ausführliche Beratung kann für ein Einfamilienhaus bis zu 750 € kosten (bei Einzelwohnungen weniger), jedoch übernimmt das Bafa davon 300 €, bei Häusern mit drei Wohnungen 360 €. Macht der Berater eine thermografische Untersuchung (Wärmebild), wird diese zusätzlich mit 100 € bezuschusst; gibt er auch Hinweise zum Stromsparen, kommen noch einmal 50 € dazu. Der gesamte Förderbetrag ist jedoch auf 50% der Beratungskosten begrenzt.

Alle Zuschüsse beantragt der Berater. Sie werden an ihn gezahlt, und er gibt die Zuschüsse an Sie weiter. Auf der Abrechnung der Beratungskosten muss der Zuschuss für den Auftraggeber sichtbar und nachprüfbar aufgeführt werden.

Die Anschrift des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle lautet:

Frankfurter Straße 29 – 31, 65760 Eschborn/Ts., Telefon: (0 61 96) 9 08 – 0

internet: www.bafa.de

Lohnt es sich eigentlich, Sonnenstrom zu speichern und selbst zu verbrauchen? Wie lassen sich Kosten und Nutzen berechnen?

Der Vergleich von Anschaffungskosten und Leistung von solaren Stromspeichern ist derzeit noch sehr schwierig. Analog zur Entwicklung im Autobau gibt es noch keine endgültige Lösung, da alles von den Batterien (Akkus) abhängig ist.

Der einzige aussagekräftige und vergleichbare Wert ist der Preis pro gespeicherte Kilowattstunde.
Um diesen Wert zu ermitteln müssen folgende Faktoren berücksichtigt werden:
•    Entwicklung der Strompreise allgemein,
•    Höhe der Einspeisevergütung,
•    Größe und Leistung der Photovoltaik-Anlage,
•    nutzbare Speicherkapazität des Stromspeichers,
•    Lebensdauer des Stromspeichers, sie sollte mindestens 20 Jahre betragen.
•    maximale Entladeleistung,
•    Anzahl der Vollzyklen,
•    Lastprofil des Haushalts.

Ob und wann sich das Speichern von Solarstrom rechnet hängt allein von diesen Faktoren ab. Nur ein neutraler ausgebildeter Solarfachmann kann diese bewerten und den Preis pro gespeicherte Kilowattstunde berechnen.

Geeignete Fachleute und weitere Informationen finden Sie unter:
•    www.solarwirtschaft.de
•    www.solarserver.de
•    www.solaranlagen-portal.de
•    www.bves.de

Das Bundeswirtschaftsministerium hat das Förderprogramm für Solarstrombatterien  jetzt neu aufgelegt. Die Kfw-Bank bietet zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse an. Die Konditionen können Sie unter www.kfw.de erfahren.


Ich überlege, auf eine Elektroheizung umzustellen. Zum Verbrauch bzw zu den laufenden Kosten können zwei von mir angefragte Anbieter aber keine Angaben machen. Haben Sie Erfahrungen mit Elektroheizungen oder sehen Sie eine andere Möglichkeit?

Der Vorteil einer Elektro-Heizung besteht darin, dass die Zuleitung zu jedem einzelnen Heizkörper nur aus einem einzigen vergleichsweise dünnen Kabel besteht. Dem steht allerdings ein erheblicher Nachteil gegenüber:

Die teuerste Art zu heizen ist die mit elektrischer Energie. Der Nutzungsgrad ist wesentlich geringer als der von Öl- oder Gasheizungen. Die Energie-Einsparverordnung 2002 (EnEv), die ab Februar 2002 zu beachten ist, hat für den Wirkungsgrad der verschiedenen Energiearten sogen. „Anlagen-Aufwandzahlen“ festgelegt:
•    Erdgas            1,39
•    Heizöl             1,47
•    Elektrizität      3,09
Das bedeutet, dass der Aufwand, der zur Beheizung von Wohnräumen erforderlich ist, bei elektrischer Energie doppelt so hoch ist wie bei der Verwendung von Heizöl. Der Einsatz von Erdgas ist sogar noch vorteilhafter.

Möglicherweise lohnt sich die Nutzung einer Elektro-Heizung nur, wenn die Wohnung einen hohen Standard der Wärmedämmung aufweist:
•    Sehr gute Wärmedämmung der Außenwände
•    Hochgedämmte Fenster mit 3-fach Isolierglas

Wir möchten Ihnen empfehlen, sich von einem unabhängigen Energieberater beraten zu lassen. Nur er ist in der Lage, eine neutrale, umfassende Beratung durchzuführen und über sämtliche auf dem Markt befindliche Produkte und innovative Lösungen zu informieren. Längst nicht alle „Energieberater im Handwerk“ sind vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zertifiziert oder sind in der „Dena-Liste“ der Deutschen Energiespar-Agentur (www.energie-effizienz-experten.de) aufgeführt.
Leider ist die Bezeichnung „Energieberater“ nicht geschützt und auch nicht an spezielle Qualifikationen gebunden. Jedermann kann sich „Energieberater“ nennen. Das hat zur Folge, dass eine große Zahl von Scharlatanen Verbrauchern Qualifikationen vorgaukelt, die nicht vorhanden sind. Sie erstellen Sanierungsprogramme, die wertlos sind und kassieren dafür große Honorare, die durch nichts gerechtfertigt sind. Neutrale und unabhängige Energieberater haben in der Regel ein technisches Studium absolviert, oftmals sind es aber auch Handwerksmeister, Techniker oder Schornsteinfeger mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation. Genauso wichtig wie die Ausbildung ist die in der Praxis erworbene Erfahrung, wie das komplexe System „Haus/Eigentumswohnung “ funktioniert.

Der Energieberater muss unabhängig und neutral gegenüber Unternehmen sein, die Produkte wie Heizungen, Wärmepumpen, Solaranlagen, Fenster oder Dämmsysteme herstellen oder anbieten.
Relative Sicherheit gibt Ihnen daher die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) herausgegebene Beraterliste. Darüber hinaus gibt es die „Dena-Liste“ der Deutschen Energiespar-Agentur (Dena). (www.energie-effizienz-experten.de). Wer auf einer dieser Listen aufgeführt ist, muss unabhängig sein und einen Lehrgang für Energieberatung absolviert haben.

Seit dem 01. Juni 2013 gewährt die KfW-Bank nur dann Kredite und Zinszuschüsse, wenn für die Planung oder die Begleitung einer energetischen Maßnahme ein bei der KfW-Bank zertifizierter Energieberater tätig wird. Es werden nur noch Energieberater akzeptiert, die in der Datenbank www.energie-effizienz-experten.de aufgeführt sind. Sanierungen, die ein Experte begleitet, der nicht in der Datenbank aufgeführt ist, werden nicht mehr gefördert.

Allerdings verrät auch die Experten-Listen nicht, ob der Energieberater z. B. ein Architekt ist und sich daher besonders für Planungsaufgaben eignet, oder ob es sich um einen Heizungsfachmann handelt, der auf Haustechnik spezialisiert ist. Aus diesem Grund sollten Sie mit dem in Aussicht genommenen Energieberater ein unverbindliches Vorgespräch führen. Fragen Sie ihn nach seiner Qualifizierung,  nach Referenzen und Arbeitsschwerpunkten,  bevor Sie ihn mit der Untersuchung Ihres Hauses/Ihrer Wohnung beauftragen.

Nachdem der durch die KfW-Bank zertifizierte Energieberater Ihr Haus/Ihre Wohnung genau untersucht hat, bekommen Sie einen Bericht. Darin wird der „Ist-Zustand“ des kompletten Hauses/der Wohnung ausführlich analysiert. Der Energieberater schlägt mehrere Varianten für eine Modernisierung und Verbesserung vor und rechnet Kosten und die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Varianten durch. Zusätzlich gibt er Ihnen Auskunft darüber, welche Fördermittel Sie erhalten können. Diese Beratung ist absolut unverbindlich. sie verpflichtet Sie zu nichts und lässt Ihnen jeden Spielraum. Sie können freiwillig entscheiden, ob und welche Maßnahmen Sie durchführen möchten.

Nur die durch von der KfW-Bank zertifizierten Energieberatern durchgeführte „Vor-Ort-Beratung“ wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gefördert. Die ausführliche Beratung kann für ein Einfamilienhaus bis zu 750 € kosten, jedoch übernimmt das Bafa davon 400 €, bei Häusern mit drei Wohnungen 360 €. Der Förderbetrag ist jedoch auf 50% der Beratungskosten begrenzt.
Alle Zuschüsse beantragt der Berater. Sie werden an ihn gezahlt, und er gibt die Zuschüsse an Sie weiter. Auf der Abrechnung der Beratungskosten muss der Zuschuss für den Auftraggeber sichtbar und nachprüfbar aufgeführt werden.

Die Anschrift  des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle lautet:
Frankfurter Straße 29 – 31
5760 Eschborn/Ts.
Telefon:  (0 61 96)  9 08 – 0
Internet:  www.bafa.de

Mein Heizungstechniker hat mir bei der letzten Wartung empfohlen, meine Heizanlage zu erneuern. Kann ich nur Teile der Anlage tauschen, oder sollte ich eine neue Heizanlage einbauen lassen?

Das ist pauschal schwer zu beantworten. Der komplette Heizungstausch ist für Hausbesitzer eine kostspielige Investition. Doch oft sind viele Komponenten der Heizung, zum Beispiel Kessel und Steuerungselektronik, noch in Ordnung. Dann ist es sinnvoll, nur den Brenner zu tauschen, der einen höheren Verschleiß hat. Wichtig ist es, sich für modernste Technologie zu entscheiden, z. B. für hocheffiziente Blaubrenner. Diese sind ausgereift, sehr zuverlässig und äußerst sparsam im Verbrauch – besonders die modulierend arbeitenden Modelle.

Kann ich den Stromanbieter bei einer Nachtspeicherheizung wechseln, wenn sowohl der HT als auch der NT über einen Zähler laufen?

Da die Stromzähler dem Elektrizitäts-Versorger gehören, kann dieser auch darüber bestimmen. Bei Tagstrom hat der Gesetzgeber die erforderlichen Vorschriften erlassen für den die Wechsel zu einem anderen Anbieter. Diese Wechselmöglichkeit und der damit verbundene Wettbewerb wird von der Elektrizitäts-Wirtschaft natürlich nicht gern gesehen. Da es für den Bezug von Nachtstrom keine gesetzlichen Vorgaben gibt, haben die Stromanbieter kein Interesse, einen Anbieter-Wechsel zuzulassen. Das Bundeskartellamt untersucht daher die Verhältnisse am Strom-Markt.

Durch den ständig zunehmenden Ausbau der Windenergie findet jedoch – auch von der Elektrizitäts-Wirtschaft - eine neue Bewertung des Einsatzes von Nachtspeicher-Heizungen statt. Schon jetzt erreicht der Anteil von Windenergie in „Schwachlastzeiten“ so hohe Werte, dass die Energie im Inland kaum noch absetzbar ist. Es werden daher dringend Speicher gesucht, die den Energie-Überschuss aufnehmen. Wärmespeicher, das sind Nachtspeicher-Heizungen und Warmwasser-Bereiter, stellen daher die einfachste und billigste Form der Energiespeicherung dar. Die zurzeit am Netz angeschlossenen 1,4 Millionen Nachtspeicherheizungen genügen, um ein Pumpspeicherwerk mit 10 Gigawatt Leistung zu ersetzen.

Diese Speicherfunktion der Heizungen ist aber nur unter folgenden Voraussetzungen gegeben:

  • Das Netz der Überlandleitungen muss so weit ausgebaut werden, dass Strom aus Windenergie überall verfügbar ist.

 

  • Die noch heute an feste Zeiten gebundene Aufheizung muss durch intelligente Steuerung und durch ein entsprechendes „Lastmanagement“ ersetzt werden.

Bis diese Bedingungen erfüllt werden, wird sicherlich noch einige Zeit verstreichen.

Das bedeutet, dass im Augenblick die Vorteile der Windenergie noch nicht nutzbar sind. Dazu kommt noch eine Standortproblem, denn Windanlagen sind im Gegensatz zu Norddeutschland in Süddeutschland kaum im Betrieb

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, erst einmal abzuwarten wie sich die Situation auf dem Strom-Markt entwickelt. Es könnte allerdings sein, dass selbst bei Bereitstellung ausreichender Windenergie in Ihrem Bereich der Strompreis nicht sinken wird. Die ganz erheblichen Investitionen in neue Stromtrassen und in die Steuerungsgeräte werden den Strompreis eher ansteigen lassen. Es ist daher sinnvoll, schon heute darüber nachzudenken, auf welche Weise Heizenergie zusätzlich eingespart werden kann. Möglicherweise sind Aufwendungen für die Verbesserung der Wärmedämmung, für eine zusätzliche Solaranlage, für gedämmte Fenster usw. geringer, als für den Einbau einer kompletten neuen Heizungsanlage.

Wie wirkt sich der Wechsel von einer Gasetagenheizung zu einem Brennwertgerät auf den Schornstein aus?

Wenn öl- oder gasbefeuerte Heizungsanlagen ausgetauscht werden, muss in der Regel auch der Querschnitt des Schornsteins verringert werden. Die Begründung dafür lautet wie folgt:

Die Umstellung der Heizung, die Absenkung der Kesseltemperaturen bis auf 35°C, hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den ursprünglichen alten Schornstein. In der Regel muss dabei der Querschnitt des Schornsteins verringert werden. Brauchte man früher groß dimensionierte Schornsteine, damit die heißen Rauchgase abziehen konnten, müssen heute die Querschnitte klein sein, damit überhaupt ein Unterdruck entsteht. Schließt man einen Niedertemperatur-Kessel oder aber einen Brennwertkessel an einen alten Schornstein an, erreichen dort die Abgase nur eine geringe Strömungsgeschwindigkeit. Sie kühlen sich noch im Schornstein ab und schlagen sich an dessen Wänden nieder und durchfeuchten sie. Das hat zur Folge, dass der Schornstein „versottet“, d. h., das schmutzige, schwefelhaltige, braungefärbte Kondenswasser dringt durch die Wände des Schornsteins und verursacht dort hässliche braune Flecken. Aus diesem Grund ist parallel zur Modernisierung der Heizung in den meisten Fällen auch eine Sanierung des Schornsteins erforderlich. Nach Absprache mit dem zuständigen Schornsteinfeger-Meister müssen die vorhandenen gemauerten Züge mit einer neuen feuchtigkeitsbeständigen Abgasleitung ausgekleidet werden, die den Durchmesser verkleinert, den Unterdruck erhöht und das Mauerwerk vor den aggressiven Bestandteilen der Abgase schützt. Weil der Einbau eines neuen Abgasrohres in den vorhandenen Schornstein zumeist vom Dach aus geschieht, muss diese Arbeit in der Regel von Schornsteinbauern durchgeführt werden. Es gibt jedoch auch Heizungsbaufirmen, die zumindest Edelstahlrohre einziehen können.

Der am meisten verwendete Werkstoff ist Edelstahl. Er kommt seit mehr als 25 Jahren in der Abgastechnik zum Einsatz. Das Material hat sich durch seine Korrosionsbeständigkeit und die damit verbundene Langlebigkeit bewährt. Weitere Vorteile sind ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und ein geringer Platzbedarf. Einwandige Edelstahlrohre können in einen vorhandenen Schornstein dank Stecksystem ohne großen Aufwand eingelassen und montiert werden. Das geringe Gewicht und die Einsteckmuffen erleichtern und beschleunigen den Arbeitsablauf. Bei der Montage werden die Rohre auf dem Dach zusammengesteckt und mittels Schlaufen und Seil im Schornstein herabgelassen.

Das dünne Material erwärmt sich schnell und sorgt für einen guten Zug im Schornstein. Edelstahl-systeme weisen eine hohe Temperaturbeständigkeit auf und sind daher für alle Regelfeuerstätten zugelassen. Auch ein späterer Wechsel des Brennstoffs und des damit verbundenen Heizkessels stellt kein Problem dar.

Ob die oben beschriebene Veränderung des Schornsteins auch in Ihrem Fall erforderlich ist, lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen. In Ihrem Fall ist es richtig und wichtig, das der zuständige Schornsteinfeger den Schornstein überprüft. Er allein kann die erforderlichen Hinweise geben.

Welche Fußbodenbeläge können auf einer Fußbodenheizung verlegt werden?

Auf einer Fußbodenheizung können fast alle hochwertigen Fußbodenbeläge verlegt werden. Wichtig ist die Beachtung des Wärmedurchlasswiderstands, der nicht mehr als 0,15 m²K/W betragen sollte. Die Werte für keramische und Natursteinböden liegen erheblich darunter. Sie sind daher für Fußbodenheizungen besonders gut geeignet.

Alle anderen Belagstypen, wie Teppichboden, Kork, Holz oder Holzwerkstoff (Laminat), leiten die Wärme vergleichsweise schlecht. Sie können davon ausgehen, dass es keinen merkbaren Unterschied zwischen einem Teppichbelag und Laminat gibt.

Hier sollten Sie vor dem Kauf unbedingt darauf achten, dass der Wärmedurchlasswiderstand von 0,15 m²K/W nicht überschritten wird. Es wurden mehrschichtige Holzbeläge, Parkett- und Laminat-Typen entwickelt, die speziell zur Verlegung auf Fußbodenheizungen geeignet sind. Nur solche Beläge, die ausdrücklich vom Hersteller dafür zugelassen sind, sollten auf Fußbodenheizungen verlegt werden. Achten Sie zusätzlich darauf, dass der Wärmedurchlasswiderstand (siehe oben!) auf der Verkaufspackung angegeben ist und zusätzlich die Zulassung für Fußbodenheizungen nach DIN 4725 + DIN 44576. Angaben wie: „Fußbodenheizung sollte nur als Zusatzheizung verwendet werden“ reichen nicht aus!

Mit welcher Lebensdauer kann man bei Fußbodenheizungen und Wasserrohren rechnen? Was führt zur Funktionsuntüchtigkeit dieser Installationen und wie saniert man sie?

Niemand kann die Lebensdauer von Installationen jeder Art beurteilen oder vorhersagen. Das gilt ganz besonders für Fußbodenheizungen. Der Kunststoff, aus dem deren Heizungsrohre bestehen, ist – wie viele anderer Kunststoff-Sorten auch - sauerstoffdurchlässig. Der geschlossene Heizkreislauf wird fortwährend mit neuem Sauerstoff angereichert. Dadurch wird die Verschlammung und Korrosion beschleunigt, von denen alle Metallteile der Anlage befallen werden. Besonders gefährdet ist der Heizkessel wegen der höheren Temperaturen. Es lagern sich Korrosionsrückstände ab; sie verursachen Funktionsstörungen an Armaturen und Ventilen.

Um den durch die Verschlammung verursachten Wärmeverlust auszugleichen werden die Heizkurven höher eingestellt. Vorlauftemperaturen von 60°C sind dabei keine Seltenheit. Diese Wasser-temperaturen sind für die meisten Rohrtypen zu hoch. Das Abdampfen der Kunststoff-Stabilisatoren wird weiter beschleunigt. Die Rohre verspröden und werden oft bereits nach wenigen Jahren undicht.

Das Grundproblem wird in vielen Fällen durch unsachgemäßen Umgang und Verarbeitung verstärkt. Viele Rohre werden bereits mit Fabrikationsfehlern installiert. Die Rohre sind empfindlich gegen UV-Licht und wurden oftmals vor dem Einbau unsachgemäß gelagert und dem Sonnenlicht ausgesetzt. Die Kunststoff-Stabilisatoren sind dann bereits vor dem Einbau zerstört.

Zum Verschluss des Rohrsystems kommt es, wenn versucht wird, eine Verschlammung allein durch eine Druckspülung zu bereinigen. Das System wird durch sauerstoffhaltiges Wasser und Luft zusätzlich belastet.

Der Zustand, in dem sich die Fußbodenheizung befindet, ist von außen nicht zu erkennen und zu beurteilen. Die Sanierung sollte nur nach einer sorgfältigen Wasseranalyse durchgeführt werden. Dabei ist es erforderlich, eine ausreichende Anzahl von Parametern anzuwenden, um eine sichere und genaue Auskunft über den Versprödungsgrad der Kunststoffrohre zu erhalten. Aus einer solchen Untersuchung sind bereits wichtige objektspezifische Erkenntnisse zu gewinnen.

Die Wasseranalyse kann natürlich keine Informationen über die Verlegetechnik und mögliche Installationsfehler geben. Um diese zu erhalten, muss eine Wärmebildkamera eingesetzt werden, mit welcher der genaue Verlauf der Heizungsrohre aufgezeigt werden kann. Bei stark verschlammten Heizkreisläufen lässt sich auf diese Weise genau die Stelle ermitteln, wo die Verschlammung beginnt.

Mit einer frühzeitigen Zustandsanalyse kann man den Sanierungsbedarf rechtzeitig feststellen.Dadurch lassen sich ganz erheblichen Kosten und der riesige Aufwand für einen Totalersatz des Heizungssystems vermeiden. Bei einer fachgerechten Sanierung werden die Rohre zunächst gereinigt und getrocknet und anschließend mit Epoxydharz neu beschichtet.

Sanierungssysteme für Fußbodenheizungen werden u. a. angeboten von

  • Dipl. Ing. Werner N ä f, LSE-System AG

Park Rohrbühl, Sielegggstraße 23, CH 8833 Wollerau

Internet: www.lse-system.com + www.hat-system.com

E-mail: werner.naef@lse-system.com

Für die Systeme dieses Anbieters liegen viele internationale Prüfzeugnisse vor, u. a. auch von der Universität Bonn, im Auftrag des DVGW (Deutscher Verband des Gas- und Wasserfaches).

In der Bundesrepublik wird das Schweizer Sanierungssystem von folgender Firma angeboten:

  • TGA-ROHRINNENSANIERUNG AG

Melli-Beese-Str. 19, 90768 Fürth

Telefon: (09 11) 32 25 55-0

FAX: (09 11) 32 25 55-55

Internet: www.tag-rohrinnensanierung.de

E-mail: zentrale@rohrinnensanierung.de

Ein ähnlich wirkendes Sanierungssysteme hat die Firma BoCoGa entwickelt. Beratung und Vertrieb erfolgt durch die Firma:

  • WBV Westdeutscher Bindegarn Vertrieb Eselgrimm GmbH & Co. KG

Abteilung: Sanitärprodukte

Wiedenbrücker Straße 3 - 59302 Oelde/Westf.

Telefon: (0 25 22) 79 – 0

F A X : (0 25 22) 69 89

Internet: www.wbv-worldwide.com

E-Mail: info@wbv-worldwide.com

Eine technische Beurteilung der genannten Sanierungssysteme kann unsere Leserberatung nicht leisten, zumal die Sanierungs-Produkte durch Vertragspartner verarbeitet werden, deren Arbeitsweise wir nicht überprüfen und beurteilen können.

Die hier genannten Firmen bieten ebenfalls Abdichtungstechniken für Warmwasser-Heizungen und Trinkwasser-Leitungen an.

Schalldämmung

Natürlich ist es sinnvoll, den Estrich zur Schall-Entkopplung entlang der Wand aufzuschneiden. Um die Rohre der Fußbodenheizung nicht zu beschädigen empfiehlt sich der Einsatz einer Wärmebild-Kamera. Aussagefähige Bilder sind allerdings nur bei entsprechenden Temperatur-Differenzen möglich, d. h., während der Heizperiode.

Geräusche aus Wasser- und Heizungsrohren sind vielfältig. In der Regel treten sie bei fließendem Wasser auf, schon allein durch Richtungsänderungen oder durch Querschnittverengungen der Rohre. Aber auch durch schnelles Öffnen und Schließen von Armaturen oder einfach nur durch Luftverwirbelungen beim Abfließen können Schwingungen entstehen, die sich auf die umgebenden Bauteile übertragen.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass sich der Schall in Festkörpern (sog. Körperschall) mit sehr geringer Dämpfung und damit über große Distanzen ausbreiten kann. Hierzu gehören ganz besonders die Rohrleitungen selbst sowie Wände und Decken des Gebäudes. Die Übertragung der Schallwellen an die Luft (Luftschall), d. h. die Umwandlung in akustisch wahrnehmbare Geräusche, erfolgt vor allem an großen Flächen, wie z. B. an Wänden oder Decken.

Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Schallübertragung besteht darin, die Rohrleitungen vom Baukörper akustisch entkoppelt zu installieren. Dazu ist es erforderlich, die Rohre in Befestigungsschellen mit Gummieinlage zu montieren. Ganz besondere Sorgfalt ist auf die fachgerechte Ausführung von Wand- und Deckendurchführungen zu legen. Um die Übertragung von Körperschall von der Wand/Decke auf die Rohrleitung und umgekehrt zu verhindern, darf es in keinem Fall zu einer Schallbrücke, zu einer direkten Berührung von Rohrleitung und Baukörper, kommen. Um das zu verhindern, gibt es spezielle Manschetten, die um die Rohre gelegt werden.

Nicht fachgerecht ausgeführte Durchführungen oder Befestigungen sind in der Regel die Ursache für Knackgeräusche. Wenn eine Rohrleitung starr mit dem Baukörper verbunden ist, kann es infolge der Wärmeausdehnung zu ruckartigen Bewegungen der Rohrleitung kommen.

Neben den Geräuschen, die sich in andere Bauteile übertragen, sollten auch die Fließgeräusche eingedämmt werden, die direkt aus den Rohren abstrahlen. Das kann man sehr gut mit den Rohrschalen aus Schaumkunststoff erreichen, die auch zur Wärmedämmung eingesetzt werden. Daneben gibt es im Sanitärgroßhandel spezielle Schalldämm-Matten, die aus einer Kombination von Dampfsperre, Schwerfolie (zur Dämmung des Luftschalls) und einer Schaumstoffschicht (zur Dämmung von Körperschall) bestehen

Besonders bei älteren Wasserleitungen treten häufig Klopfgeräusche auf.

Die Ursache liegt oftmals darin, dass die Dichtungen der Ventile (Wasserhähne, Zapfstellen) verschlissen sind. Die Dichtungsscheiben sitzen nicht mehr fest. Immer dann wenn Wasser entnommen wird, gerät die Scheibe durch die Wasserströmung ins Schwingen. Wenn nun diese Bewegungen der Scheibe in einem ungünstigen Verhältnis zur Fließgeschwindigkeit des Wassers geraten, bauen sich im Wasserrohr durch lange Strecken – oft bis zum Zähler - Schwingungen auf, die zum Vibrieren der Rohre und damit zu Klopfgeräuschen führen können.

Es empfiehlt sich daher, alle Wasserzapfstellen und Ventile von einem Installateur überprüfen zu lassen. Möglichweise müssen eine Reihe von Ventilen oder deren Dichtungen ausgetauscht werden.

Sicherlich gibt es Architekten und Planer, die mit Innensanierungen Erfahrung haben. Anschriften erhalten Sie bei der für Ihr Bundesland zuständigen Architektenkammer. Es ist jedoch sehr wichtig, mit in Aussichtig genommenen Planer ein ausführliches Vorgespräch zu vereinbaren und um Referenzen zu bitten.

Ist es sinnvoll einen oft benutzten Nachtspeicherofen durch Marmorheizplatten zu ersetzen?

Bei Marmorheizplatten ist folgendes zu bedenken. Die teuerste Art zu heizen ist die mit elektrischer Energie. Der Nutzungsgrad ist erheblich geringer als der von Öl- oder Gasheizungen. Die Energie-Einsparverordnung 2002 (EnEv) hat für den Wirkungsgrad der verschiedenen Energiearten sogen. „Anlagen-Aufwandzahlen“ festgelegt:

  • Erdgas 1,39

  • Heizöl 1,47

  • Elektrizität 3,09.

Das bedeutet, dass der Aufwand, der zur Beheizung von Wohnräumen erforderlich ist, bei elektrischer Energie doppelt so hoch und so teuer ist wie bei der Verwendung von Heizöl. Der Einsatz von Erdgas ist sogar noch vorteilhafter. - Man sollte also nur gelegentlich (z. B. in der Übergangszeit) mit Elektrizität zu heizen.

Im Augenblick erscheint es nicht sinnvoll die Nachtspeicheröfen zu ersetzen. Durch den ständig zunehmenden Ausbau der Windenergie findet jedoch – auch von der Elektrizitäts-Wirtschaft - eine neue Bewertung des Einsatzes von Nachtspeicher-Heizungen statt. Schon jetzt erreicht der Anteil von Windenergie in „Schwachlastzeiten“ so hohe Werte, dass die Energie im Inland kaum noch absetzbar ist. Es werden daher dringend Speicher gesucht, die den Energie-Überschuss aufnehmen. Wärmespeicher, das sind Nachtspeicher-Heizungen und Warmwasser-Bereiter, stellen daher die einfachste und billigste Form der Energiespeicherung dar. Die zurzeit am Netz angeschlossenen 1,4 Millionen Nachtspeicherheizungen genügen, um ein Pumpspeicherwerk mit 10 Gigawatt Leistung zu ersetzen.

Diese Speicherfunktion der Heizungen ist aber nur unter folgenden Voraussetzungen gegeben:

  • Das Netz der Überlandleitungen muss so weit ausgebaut werden, dass Strom aus Windenergie überall verfügbar ist.

 

  • Die noch heute an feste Zeiten gebundene Aufheizung muss durch intelligente Steuerung und durch ein entsprechendes „Lastmanagement“ ersetzt werden.

Bis diese Bedingungen erfüllt werden, wird sicherlich noch einige Zeit verstreichen.

Das bedeutet, dass im Augenblick die Vorteile der Windenergie noch nicht nutzbar sind. Dazu kommt noch eine Standortproblem, denn Windanlagen sind im Gegensatz zu Norddeutschland in Süddeutschland kaum im Betrieb

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, erst einmal abzuwarten wie sich die Situation auf dem Strom-Markt entwickelt. Es könnte allerdings sein, dass selbst bei Bereitstellung ausreichender Windenergie in Ihrem Bereich der Strompreis nicht sinken wird. Die ganz erheblichen Investitionen in neue Stromtrassen und in die Steuerungsgeräte werden den Strompreis eher ansteigen lassen. Es ist daher sinnvoll, schon heute darüber nachzudenken, auf welche Weise Heizenergie zusätzlich eingespart werden kann. Möglicherweise sind Aufwendungen für die Verbesserung der Wärmedämmung, für eine zusätzliche Solaranlage, für gedämmte Fenster usw. geringer, als für den Einbau einer kompletten neuen Heizungsanlage.

Was ist beim Einbau einer Fußbodenheizung zu beachten?

Da der Zustand des Unterbaus aus der Ferne nicht zu beurteilen ist, möchten wir Ihnen zwei Varianten des Fußboden-Aufbaus vorschlagen:

1. Tragfähiger und gleichmäßiger Untergrund:

  • Auf einer Schicht Feinkies wird eine ca. 5 cm dicke Schicht Magerbeton ausgebracht und glatt verstrichen.

2. Nicht tragfähiger Untergrund:

  • Auf einer Schicht Feinkies wird eine bewehrte ca. 10 – 12 cm dicke Betonplatte gegossen.

Nach einer ausreichenden Trocknungszeit des Betons kann der weitere Aufbau wie folgt vorgenommen werden:

    1. Herstellung einer Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit. Diese kann aus folgenden Werkstoffen hergestellt werden:

      • Bitumenbahnen,

 

      • Kaltklebende Bitumen-Dichtungsbahnen,

      • Kunststoff- und Elastomer-Dichtungsbahnen,

      • Kunststoffmodifizierte Bitumen-Dickbeschichtungen,

      • Asphaltmastix.

Die fertiggestellten Abdichtungen sind während der weiteren Bauarbeiten vor mechanischer Beschädigungen zu schützen.

    1. Auf dem so vorbereiteten Untergrund werden Platten aus extrudiertem Polystyrol (Styrodur) in einer Mindestdicke von 8 cm als Wärmedämmung pressgestoßen und ohne Fugen verlegt. Gleichzeitig werden ringsherum an den Wänden Randstreifen aus Polystyrol befestigt, die eine Entkopplung des nach-folgenden Estrichs und des Fußbodenbelags bewirken sollen.

    2. Herstellen eines Zementestrichs. Vor dessen Einbringen muss die gesamte Fläche mit einer stabilen Polyäthylenfolie ausgelegt werden, um zu verhindern, dass flüssige Estrichbestandteile in die Fugen der Wärmedämmung laufen.

    3. An dieser Stelle kann eine Fußbodenheizung eingebaut werden. Dann muss die unter Punkt 4 aufgeführte Folie als Dampfsperre ausgeführt werden.

    4. Als Fußbodenbelag möchten auf einer Fußbodenheizung möchten wir Fliesen oder keramische Platten empfehlen.

Wie saniert man eine Fußbodenheizung?

Der Kunststoff, aus dem die Heizungsrohre von Fußbodenheizungen bestehen, ist – wie viele andere Kunststoff-Sorten auch - sauerstoffdurchlässig. Der geschlossene Heizkreislauf wird fortwährend mit neuem Sauerstoff angereichert. Dadurch wird die Verschlammung und Korrosion beschleunigt, von denen alle Metallteile der Anlage befallen werden. Besonders gefährdet ist der Heizkessel wegen der höheren Temperaturen. Es lagern sich Korrosionsrückstände ab; sie verursachen Funktionsstörungen an Armaturen und Ventilen.

Um den durch die Verschlammung verursachten Wärmeverlust auszugleichen werden die Heizkurven höher eingestellt. Vorlauftemperaturen von 60°C sind dabei keine Seltenheit. Diese Wasser-temperaturen sind für die meisten Rohrtypen zu hoch. Das Abdampfen der Kunststoff-Stabilisatoren wird weiter beschleunigt. Die Rohre verspröden und werden oft bereits nach wenigen Jahren undicht.

Das Grundproblem wird in vielen Fällen durch unsachgemäßen Umgang und Verarbeitung verstärkt. Viele Rohre werden bereits mit Fabrikationsfehlern installiert. Die Rohre sind empfindlich gegen UV-Licht und wurden oftmals vor dem Einbau unsachgemäß gelagert und dem Sonnenlicht ausgesetzt. Die Kunststoff-Stabilisatoren sind dann bereits vor dem Einbau zerstört.

Zum Verschluss des Rohrsystems kommt es, wenn versucht wird, eine Verschlammung allein durch eine Druckspülung zu bereinigen. Das System wird durch sauerstoffhaltiges Wasser und Luft zusätzlich belastet.

Der Zustand, in dem sich die Fußbodenheizung befindet, ist von außen nicht zu erkennen und zu beurteilen. Die Sanierung sollte nur nach einer sorgfältigen Wasseranalyse durchgeführt werden. Dabei ist es erforderlich, eine ausreichende Anzahl von Parametern anzuwenden, um eine sichere und genaue Auskunft über den Versprödungsgrad der Kunststoffrohre zu erhalten. Aus einer solchen Untersuchung sind bereits wichtige objektspezifische Erkenntnisse zu gewinnen.

Die Wasseranalyse kann natürlich keine Informationen über die Verlegetechnik und mögliche Installationsfehler geben. Um diese zu erhalten, muss eine Wärmebildkamera eingesetzt werden, mit welcher der genaue Verlauf der Heizungsrohre aufgezeigt werden kann. Bei stark verschlammten Heizkreisläufen lässt sich auf diese Weise genau die Stelle ermitteln, wo die Verschlammung beginnt.

Mit einer frühzeitigen Zustandsanalyse kann man den Sanierungsbedarf rechtzeitig feststellen. Dadurch lassen sich ganz erheblichen Kosten und der riesige Aufwand für einen Totalersatz des Heizungssystems vermeiden. Bei einer fachgerechten Sanierung werden die Rohre zunächst gereinigt und getrocknet und anschließend mit Epoxydharz neu beschichtet.

Sanierungssysteme für Fußbodenheizungen werden u. a. angeboten von

  • Dipl. Ing. Werner N ä f, LSE-System AG

Park Rohrbühl, Sielegggstraße 23, CH 8833 Wollerau

Internet: www.lse-system.com + www.hat-system.com

E-mail: werner.naef@lse-system.com

Für die Systeme dieses Anbieters liegen viele internationale Prüfzeugnisse vor, u. a. auch von der Universität Bonn, im Auftrag des DVGW (Deutscher Verband des Gas- und Wasserfaches).

In der Bundesrepublik wird das Schweizer Sanierungssystem von folgender Firma angeboten:

  • TGA-ROHRINNENSANIERUNG AG

Melli-Beese-Str. 19, 90768 Fürth

Telefon: (09 11) 32 25 55-0

FAX: (09 11) 32 25 55-55

Internet: www.tag-rohrinnensanierung.de

E-mail: zentrale@rohrinnensanierung.de

Ein ähnlich wirkendes Sanierungssystem hat die Firma BoCoGa entwickelt. Beratung und Vertrieb erfolgt durch die Firma:

  • WBV Westdeutscher Bindegarn Vertrieb Eselgrimm GmbH & Co. KG

Abteilung: Sanitärprodukte

Wiedenbrücker Straße 3 - 59302 Oelde/Westf.

Telefon: (0 25 22) 79 – 0

F A X : (0 25 22) 69 89

Internet: www.wbv-worldwide.com

E-Mail: info@wbv-worldwide.com

Eine technische Beurteilung der genannten Sanierungssysteme kann unsere Leserberatung nicht leisten, zumal die Sanierungs-Produkte durch Vertragspartner verarbeitet werden, deren Arbeitsweise wir nicht überprüfen und beurteilen können.

Was sind Unterschiede, Vor- und Nachteile von Infrarotheizungen und Nachtspeicherheizungen?

Infrarot-Heizgeräte wirken dadurch, dass die von ihnen ausgehende Infrarotstrahlung nicht die Raumluft erwärmt. Ihre Wirkung beruht darauf, dass Infrarotstrahlung auf feste Körper wie Möbel, Decken und Wände auftrifft und diese erwärmt. Auch die menschliche Haut wird auf Weise erwärmt, wenn sich Menschen im Bereich der Infrarotstrahlung aufhalten

Im Gegensatz dazu erwärmen Öfen, Heizkörper und Speicherheizungen die Raumluft und schaffen ein behagliches Raumklima.

Infrarot-Heizgeräte werden in der Regel mit Elektrizität betrieben.

Immer wieder werben Hersteller für elektrische Heizgeräte. Im Angebot sind Heizlüfter, Ölradiatoren, Keramikheizer, Infrarotheizer, „Wärmewellen“, „Glaspanels“ und Quarzstrahler. In Kleinanzeigen, Postwurfsendungen, in Baumärkten und bei Discountern sowie im Internet wird mit der angeblichen Energie-Effizienz dieser Heizgeräte geworben. Als weitere Vorteile werden extreme Einsparungen und/oder die angebliche saubere Technik ohne Ruß und Rauch herausgestellt.

Vor diesen Aussagen warnt die STIFTUNG WARENTEST und stellt klar:

  • Eine Kilowattstunde (Heiz-)Energie kostet mit Öl oder Gas etwa 7 - 9 Cent, mit Holzpellets durchschnittlich 6 Cent und mit Strom zum Normaltarif etwa 27 Cent. Das heißt: Das Heizen mit Strom ist mehr als dreimal teurer als mit Öl, Gas oder Holzpellets.

  • Eine Elektroheizung produziert zwar im eigenen Haus keine Abgase. Die fallen jedoch bei der Stromerzeugung im Kraftwerk an und belasten dort die Umwelt schwer.

Nun zur Thematik der Nachtspeicher-Heizungen:

Um die Auslastung der Elektrizitätswerke möglichst konstant zu halten, werden seit vielen Jahren Nachtspeicher-Heizungen gezielt eingesetzt. Durch entsprechende Rundsteuersignale werden sie so aktiviert, dass sie in der Regel nachts zwischen 22 und 6 Uhr nachgeladen werden.

Durch die Einführung der Energie-Einsparverordnung 2002 wurde eine neue Bewertung der Raumheizung durch Elektrizität vorgenommen. Diese besagt, dass der Aufwand zur Beheizung von Wohnräumen durch elektrische Energie dreimal so hoch ist wie bei der Verwendung von Heizöl oder Erdgas. (Siehe oben). Dazu kommt noch, dass auch die Frage der Nachtauslastung von Elektrizitätswerken nicht mehr im Vordergrund steht. Das hat dazu geführt, dass einige Elektrizitätsversorger ihre bisher günstigen Tarife für Nachtstrom erheblich angehoben haben. Daher wird in der Energie-Einsparverordnung angestrebt, alle Nachtspeicher-Heizungen innerhalb der nächsten 10 Jahre auszutauschen.

Allerdings findet durch den ständig zunehmenden Ausbau der Windenergie eine neue Bewertung des Einsatzes von Nachtspeicher-Heizungen statt. Schon jetzt erreicht der Anteil von Windenergie in „Schwachlastzeiten“ so hohe Werte, dass die Energie im Inland kaum noch absetzbar ist. Es werden daher dringend Speicher gesucht, die den Energie-Überschuss aufnehmen. Wärmespeicher, das sind Nachtspeicher-Heizungen und Warmwasser-Bereiter, stellen daher die einfachste und billigste Form der Energiespeicherung dar. Allerdings unter folgenden Voraussetzungen:

  • Das Netz der Überlandleitungen muss so weit ausgebaut werden, dass Strom aus Windenergie überall verfügbar ist.

  • Die noch heute an feste Zeiten gebundene Aufheizung muss durch intelligente Steuerung und durch ein entsprechendes „Lastmanagement“ ersetzt werden.

Bis diese Bedingungen erfüllt werden, wird sicherlich noch einige Zeit verstreichen.

Das bedeutet in Ihrem Fall, dass Sie im Augenblick die Vorteile der Windenergie noch nicht nutzen können, zumal Windanlagen im Gegensatz zu Norddeutschland in Süddeutschland kaum im Betrieb sind.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, erst einmal abzuwarten wies ich die Situation auf dem Strom-Markt entwickelt. Es könnte allerdings sein, dass selbst bei Bereitstellung ausreichender Windenergie in Ihrem Bereich der Strompreis nicht sinken wird. Die ganz erheblichen Investitionen in neue Stromtrassen und in die Steuerungsgeräte werden den Strompreis eher ansteigen lassen. Es ist daher sinnvoll, schon heute darüber nachzudenken, auf welche Weise Heizenergie eingespart werden kann. Möglicherweise sind Aufwendungen für die Verbesserung der Wärmedämmung, für eine zusätzliche Solaranlage, für gedämmte Fenster usw. geringer, als der Austausch der Nachtspeicher-Öfen. Zu diesem Thema möchten wir Ihnen folgende Anregung geben:

Gebäudesanierungen zur Verbesserung des Energieverbrauchs fallen nach einer Umfrage des Verbraucherzentrale-Bundesverbandes weniger effektiv aus als zu erreichen wäre. Ganz gleich, ob neue Fenster eingebaut wurden, die Wärmedämmung verbessert, neue Heizungsanlagen eingebaut, eine Solaranlage installiert wurde, - die erwünschte Energieeinsparung wurde in vielen Fällen nicht erreicht. Bei einem Viertel der Befragten stellten sich die gewünschten Ersparnisse gar nicht ein. Bei einem weiteren Viertel fallen sie so klein aus, dass sich die Investitionen frühestens in 25 Jahren rechnen werden.

Der Grund liegt darin, dass nur wenige Hausbesitzer vor der Sanierung eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen. Dass eine gute Beratung der Schlüssel zum Erfolg energetischer Sanierungsmaßnahmen ist, zeigt unter anderem folgendes Ergebnis der Umfrage: Bei Haubesitzern, die auf eine Beratung verzichtet hatten, lag die Energieeinsparung im Durchschnitt bei 16%. Wer dagegen die Beratung eines unabhängigen Energieberaters in Anspruch genommen hatte, erreichte eine Einsparung von durchschnittlich 27%. Allerdings kamen nur 3% aller Sanierer auf eine Energieeinsparung von 50%.

Bevor Sie eine Maßnahme beginnen, Handwerker beauftragen oder sich für ein bestimmtes Produkt (Infrarot-Heizung, Wärmedämmung, Fenster usw.) entscheiden, möchten wir Ihnen dringend raten, einen unabhängigen Energieberater mit der Begutachtung Ihres Hauses zu beauftragen.

Viele Eigentümer verlassen sich auf den Rat ihrer Heizungsfirma, ihres Maurers, Malers/Putzers, Fensterbauers oder vertrauen guten Freunden und Kollegen. Allerdings haben die wenigsten davon ein umfassendes Konzept. Sie sehen nur ihr eigenes Gewerk und nicht das Haus als Ganzes. Zudem sind viele ortsansässige Handwerker auf ein bestimmtes Produkt oder einen bestimmten Hersteller eingeschworen.

Deshalb ist es ganz wichtig, eine neutrale, umfassende Beratung über sämtliche auf dem Markt befindliche Produkte und innovative Lösungen zu bekommen. Längst nicht alle „Energieberater im Handwerk“ sind vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zertifiziert oder sind in der „Dena-Liste“ der Deutschen Energiespar-Agentur aufgeführt.

Denn leider ist die Bezeichnung „Energieberater“ nicht geschützt und auch nicht an spezielle Qualifikationen gebunden. Jedermann kann sich „Energieberater“ nennen. Das hat zur Folge, dass eine große Zahl von Scharlatanen Hausbesitzern Qualifikationen vorgaukelt, die nicht vorhanden sind. Sie erstellen Sanierungsprogramme, die wertlos sind und kassieren dafür große Honorare, die durch nichts gerechtfertigt sind. Neutrale und unabhängige Energieberater haben in der Regel ein technisches Studium absolviert, oftmals sind es aber auch Handwerksmeister, Techniker oder Schornsteinfeger mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation. Genau so wichtig wie die Ausbildung ist die in der Praxis erworbene Erfahrung, wie das komplexe System „H a u s“ funktioniert.

Der Energieberater muss unabhängig und neutral gegenüber Unternehmen sein, die Produkte wie Heizungen, Wärmepumpen, Solaranlagen, Fenster oder Dämmsysteme herstellen oder anbieten.

Relative Sicherheit gibt Ihnen die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) herausgegebene Beraterliste. Darüber hinaus gibt es die „Dena-Liste“ der Deutschen Energiespar-Agentur (Dena). Wer auf einer dieser Listen aufgeführt ist, muss unabhängig sein und einen Lehrgang für Energieberatung absolviert haben.

Anschriften von Energieberatern nach Postleitzahlen sortiert erhalten Sie im Internet unter www.bafa.de, per Telefon unter: (0 61 96) 90 82 62

oder bei der Dena unter www.zukunft-haus.info/experten.

Nur die Zertifizierung durch BAFA oder Dena ist die Voraussetzung dafür, dass die Kosten der Beratung bezuschusst und Fördermittel gezahlt werden.

Allerdings verrät auch die Bafa- oder Dena-Liste nicht, ob der Energieberater z. B. ein Architekt ist und sich daher besonders für Planungsaufgaben eignet, oder ob es sich um einen Heizungsfachmann handelt, der auf Haustechnik spezialisiert ist. Aus diesem Grund sollten Sie mit dem in Aussicht genommenen Energieberater ein unverbindliches Vorgespräch führen. Fragen Sie ihn nach seiner Qualifizierung, nach Referenzen und Arbeitsschwerpunkten, bevor Sie ihn mit der Untersuchung Ihres Hauses beauftragen.

Nachdem der Energieberater Ihr Haus genau untersucht hat, bekommen Sie einen Bericht. Darin wird der „Ist-Zustand“ des kompletten Hauses/der Wohnung ausführlich analysiert. Der Energieberater schlägt mehrere Varianten für eine Modernisierung und Verbesserung vor und rechnet Kosten und die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Varianten durch. Zusätzlich gibt er Ihnen Auskunft darüber, welche Fördermittel Sie erhalten können. Diese Beratung ist absolut unverbindlich. sie verpflichtet Sie zu nichts und lässt Ihnen jeden Spielraum. Sie können freiwillig entscheiden, ob und welche Maßnahmen Sie durchführen möchten.

Nur die von „zertifizierten Energieberatern“ durchgeführte „Vor-Ort-Beratung“ wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gefördert. Die ausführliche Beratung kann für ein Einfamilienhaus bis zu 750 € kosten, jedoch übernimmt das Bafa davon 300 €, bei Häusern mit drei Wohnungen 360 €. Macht der Berater eine thermografische Untersuchung (Wärmebild), wird diese zusätzlich mit 100 € bezuschusst; gibt er auch Hinweise zum Stromsparen, kommen noch einmal 50 € dazu. Der gesamte Förderbetrag ist jedoch auf 50% der Beratungskosten begrenzt.

Alle Zuschüsse beantragt der Berater. Sie werden an ihn gezahlt, und er gibt die Zuschüsse an Sie weiter. Auf der Abrechnung der Beratungskosten muss der Zuschuss für den Auftraggeber sichtbar und nachprüfbar aufgeführt werden.

Die Anschrift des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle lautet:

Frankfurter Straße 29 – 31, 65760 Eschborn/Ts., Telefon: (0 61 96) 9 08 – 0

internet: www.bafa.de

Woher weiß ich, ob ich mit Bioöl heizen kann?

Bio-Heizöl mit einem Anteil 10% Pflanzenölen kann, soweit wir das feststellen konnten, ohne Probleme in herkömmlichen Heizungsanlagen verwendet werden, ohne dass diese umgerüstet werden müssen.

Über die Lagerung liegen allerdings noch keine abschließenden Erfahrungen vor. Bisher wird davon ausgegangen, dass Bio-Heizöl 10 wie normales Heizöl lagerfähig ist. Es gibt allerdings eine Empfehlung die lautet, dass vor Befüllung mit Bio-Heizöl die Lagertanks vollständig entleert und gesäubert werden sollten.

An wen kann man sich wenden, um bei der Erneuerung der Heizung konkret beraten zu werden?

In der Vergangenheit wurde der Austausch einer Heizungsanlage ohne Berücksichtigung der energetischen Situation des Hauses – einfach „Alt gegen Neu“ – durchgeführt, ohne die Tatsache zu beachten, dass der Heizenergieverbrauch nicht nur von der Heizungsanlage selbst sondern von den örtlichen Verhältnissen abhängig ist. Aussagen oder Empfehlungen von Heizungsanlagen, deren Leistung und Energieverbrauch sind jedoch nur möglich, wenn genaue Angaben über die energetische Situation des gesamten Hauses in allen Einzelheiten vorliegen.

  • Größe und Wohnfläche des Hauses
  • Aufbau und Wärmedämmung der Außenwände
  • Zustand der Fenster
  • Ausbauzustand und Wärmedämmung des Daches oder des Dachgeschosses
  • Wärmedämmung des Hauses gegenüber dem Keller
  • Art der Warmwasser-Versorgung

In der Vergangenheit wurden Heizungsanlagen stark überdimensioniert eingebaut, wodurch viel Heizenergieverbrauch verbraucht wurde. Um das für die Zukunft zu vermeiden, sollte vor dem Einbau einer neue Heizung genau überlegt werden, welche Kesselleistung tatsächlich erforderlich ist, und ob durch Verbesserung der Wärmedämmung, durch den Einbau neuer Fenster usw. die Heizleistung und damit der Heizenergieverbrauch gesenkt werden kann.

Aus diesem Grunde empfiehlt es ich, bevor Sie eine Maßnahme beginnen oder sich für ein bestimmtes Produkt entscheiden, einen unabhängigen Energieberater mit der Begutachtung Ihres Hauses/Ihrer Wohnung zu beauftragen. Viele Eigentümer verlassen sich auf den Rat ihrer Heizungsfirma oder vertrauen guten Freunden und Kollegen. Allerdings haben die wenigsten davon ein umfassendes Konzept. Sie sehen nur ihr eigenes Gewerk und nicht das Haus als Ganzes. Zudem sind viele ortsansässige Handwerker auf ein bestimmtes Produkt oder einen bestimmten Hersteller eingeschworen. Deshalb ist es ganz wichtig, eine neutrale, umfassende Beratung über sämtliche auf dem Markt befindliche Produkte und innovative Lösungen zu bekommen. Längst nicht alle „Energieberater im Handwerk“ sind vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zertifiziert oder sind in der „Dena-Liste“ der Deutschen Energiespar-Agentur (www.energie-effizienz-experten.de) aufgeführt.

Seit dem 01. Juni 2013 gewährt die KfW-Bank nur dann Kredite und Zinszuschüsse, wenn für die Planung oder die Begleitung einer energetischen Maßnahme ein bei der KfW-Bank zertifizierter Energieberater tätig wird. Es werden nur noch Energieberater akzeptiert, die in der Datenbank www.energie-effizienz-experten.de aufgeführt sind. Sanierungen, die ein Experte begleitet, der nicht in der Datenbank aufgeführt ist, werden nicht mehr gefördert.

Allerdings verrät auch die Experten-Listen nicht, ob der Energieberater z. B. ein Architekt ist und sich daher besonders für Planungsaufgaben eignet, oder ob es sich um einen Heizungsfachmann handelt, der auf Haustechnik spezialisiert ist. Aus diesem Grund sollten Sie mit dem in Aussicht genommenen Energieberater ein unverbindliches Vorgespräch führen. Fragen Sie ihn nach seiner Qualifizierung, nach Referenzen und Arbeitsschwerpunkten, bevor Sie ihn mit der Untersuchung Ihres Hauses/Ihrer Wohnung beauftragen.

Nachdem der durch die KfW-Bank zertifizierte Energieberater Ihr Haus/Ihre Wohnung genau untersucht hat, bekommen Sie einen Bericht. Darin wird der „Ist-Zustand“ des kompletten Hauses/der Wohnung ausführlich analysiert. Der Energieberater schlägt mehrere Varianten für eine Modernisierung und Verbesserung vor und rechnet Kosten und die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Varianten durch. Zusätzlich gibt er Ihnen Auskunft darüber, welche Fördermittel Sie erhalten können. Diese Beratung ist absolut unverbindlich. sie verpflichtet Sie zu nichts und lässt Ihnen jeden Spielraum. Sie können freiwillig entscheiden, ob und welche Maßnahmen Sie durchführen möchten.

Was viele Bauherren nicht wissen: Der Energieberater kann nicht nur Maßnahmen empfehlen, er kann – die entsprechende Qualifikation vorausgesetzt – zusätzlich die fachgerechte Ausführung der Modernisierungsmaßnahmen überwachen. Auf diese Weise können Fehler, die immer wieder auftreten, noch während der Bauphase behoben werden.

Nur die von der KfW-Bank zertifizierten Energieberatern durchgeführte „Vor-Ort-Beratung“ wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gefördert. Die ausführliche Beratung kann für ein Einfamilienhaus bis zu 750 € kosten, jedoch übernimmt das Bafa davon 400 €, bei Häusern mit drei Wohnungen 360 €. Macht der Berater eine thermografische Untersuchung (Wärmebild), wird diese zusätzlich mit 100 € bezuschusst; gibt er auch Hinweise zum Stromsparen, kommen noch einmal 50 € dazu. Der gesamte Förderbetrag ist jedoch auf 50% der Beratungskosten begrenzt. Alle Zuschüsse beantragt der Berater. Sie werden an ihn gezahlt, und er gibt die Zuschüsse an Sie weiter. Auf der Abrechnung der Beratungskosten muss der Zuschuss für den Auftraggeber sichtbar und nachprüfbar aufgeführt werden.

Die Anschrift des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle lautet:
Frankfurter Straße 29 – 31
65760 Eschborn/Ts.
Telefon: (0 61 96) 9 08 – 0
www.bafa.de

Wenn Sie zunächst eine Einschätzung haben möchten, ob Ihr Haus zu viel Energie verbraucht, wenden Sie sich an die nächst gelegene Verbraucher-Zentrale (VZ). In mehr als 400 Orten beraten erfahrene Fachleute zur Energie-Einsparung und zum Einsatz erneuerbarer Energien in privaten Wohngebäuden. In der Regel werden folgende Themen besprochen:

  • Haustechnik (z. B. Heizungsanlagen, Regeltechnik/Steuerung, Wärmepumpen, Lüftungsanlagen)
  • Baulicher Wärmeschutz (z. B. Wärmedämmung, Dämm-Materialien, Dämmstoffdicken, Wärme-/Kältebrücken)
  • Stromverbrauch (z. B. Haushaltsgeräte, Stand-by, Kennzeichnung des Energieverbrauchs)

Die Beratung findet nach einer Terminabsprache in der jeweiligen Beratungsstelle statt. Zu diesem Gespräch sollten Sie – soweit vorhanden – schriftliche Unterlagen mitbringen, die es dem Berater erleichtern, schnell einen Überblick zu erhalten:

  • Baupläne des Hauses /der Wohnung
  • das Schornsteinfegerprotokoll der letzten Überprüfung Ihrer Heizung
  • alle Energiekosten-Abrechnungen der letzten Jahre (die Rechnungen für Heizöl, Gas, Fernwärme oder Strom)
  • eventuell aussagekräftige Fotos spezieller Einzelheiten (z. B. das zu dämmende Dach, Fußboden des Dachbodens, Partien mit Schimmelbildung)

Für diese qualifizierte Beratung hat der Ratsuchende einen Kostenbeitrag von 20 € zu zahlen. Der weitaus größere Anteil der weiteren Kosten wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) getragen. Zunächst wird versucht, die Beratung in der Beratungsstelle der Verbraucher-Zentrale (VZ) durchzuführen. Für den Fall, dass sich die Energie-Situation sich dort nicht abschließen klären lässt, kann ein Ortstermin vereinbart werden, bei dem ein Fachmann, das Haus/die Wohnung in Augenschein nimmt und anschließend eine individuelle Lösung dafür ausarbeitet. Für einen solchen Ortstermin wird ein Eigenanteil von 45 € berechnet, der vom Bafa erheblich bezuschusst wird.

Die Kessel von Gas-Brennwertthermen haben verschiedene Leistungen. Wie entscheidet man sich für eine?

Immer wieder erreichen uns Anfragen, in denen wir um Beurteilung und Empfehlung von Heizungs-anlagen gebeten werden. Ganz davon abgesehen, dass es uns unmöglich ist, alle am Markt angebotenen Produkte genau zu kennen, ist deren Anwendung oder Einbau jeweils von den örtlichen Verhältnissen abhängig, die uns ebenfalls unbekannt sind. Aussagen über Heizungsanlagen, deren Leistung und Energieverbrauch sind jedoch nur möglich, wenn genaue Angaben über die energetische Situation des Hauses in allen Einzelheiten vorliegen.

  1. Größe und Wohnfläche des Hauses,

  2. Aufbau und Wärmedämmung der Außenwände,

  3. Zustand der Fenster,

  4. Ausbauzustand und Wärmedämmung des Daches oder des Dachgeschosses,

  5. Wärmedämmung des Hauses gegenüber dem Keller,

  6. Art der Warmwasser-Versorgung.

In der Vergangenheit wurden Heizungsanlagen stark überdimensioniert angeboten und eingebaut, wodurch viel Heizenergieverbrauch verbraucht wurde. Um das für die Zukunft zu vermeiden, sollte vor dem Einbau einer neue Heizung genau überlegt werden, welche Kesselleistung tatsächlich erforderlich ist, und ob durch Verbesserung der Wärmedämmung, durch den Einbau neuer Fenster usw. die Heizleistung und damit der Heizenergieverbrauch gesenkt werden kann.

Aus diesem Grunde empfiehlt es ich, bevor Sie eine Maßnahme beginnen, Handwerker beauftragen oder sich für ein bestimmtes Produkt entscheiden, einen unabhängigen Energieberater mit der Begutachtung Ihres Hauses zu beauftragen. Viele Eigentümer verlassen sich auf den Rat ihrer Heizungsfirma oder vertrauen guten Freunden und Kollegen. Allerdings haben die wenigsten davon ein umfassendes Konzept. Sie sehen nur ihr eigenes Gewerk und nicht das Haus als Ganzes. Zudem sind viele ortsansässige Heizungsfirmen auf ein bestimmtes Produkt oder einen bestimmten Hersteller eingeschworen.

Deshalb ist es ganz wichtig, eine neutrale, umfassende Beratung über sämtliche auf dem Markt befindliche Produkte und innovative Lösungen zu bekommen. Längst nicht alle „Energieberater im Handwerk“ sind vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zertifiziert oder sind in der „Dena-Liste“ der Deutschen Energiespar-Agentur (www.energie-effizienz-experten.de) aufgeführt.

Denn leider ist die Bezeichnung „Energieberater“ nicht geschützt und auch nicht an spezielle Qualifikationen gebunden. Jedermann kann sich „Energieberater“ nennen. Das hat zur Folge, dass eine große Zahl von Scharlatanen Hausbesitzern Qualifikationen vorgaukelt, die nicht vorhanden sind. Sie erstellen Sanierungsprogramme, die wertlos sind und kassieren dafür große Honorare, die durch nichts gerechtfertigt sind. Neutrale und unabhängige Energieberater haben in der Regel ein technisches Studium absolviert, oftmals sind es aber auch Handwerksmeister, Techniker oder Schornsteinfeger mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation. Genauso wichtig wie die Ausbildung ist die in der Praxis erworbene Erfahrung, wie das komplexe System „H a u s“ funktioniert.

Der Energieberater muss unabhängig und neutral gegenüber Unternehmen sein, die Produkte wie Heizungen, Wärmepumpen, Solaranlagen, Fenster oder Dämmsysteme herstellen oder anbieten.

Relative Sicherheit gibt Ihnen die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) herausgegebene Beraterliste. Darüber hinaus gibt es die „Dena-Liste“ der Deutschen Energiespar-Agentur (Dena). (www.energie-effizienz-experten.de). Wer auf einer dieser Listen aufgeführt ist, muss unabhängig sein und einen Lehrgang für Energieberatung absolviert haben.

Seit dem 01. Juni 2013 gewährt die KfW-Bank nur dann Kredite und Zinszuschüsse, wenn für die Planung oder die Begleitung einer energetischen Maßnahme ein bei der KfW-Bank zertifizierter Energieberater tätig wird. Es werden nur noch Energieberater akzeptiert, die in der Datenbank www.energie-effizienz-experten.de aufgeführt sind.

Sanierungen, die ein Experte begleitet, der nicht in der Datenbank aufgeführt ist, werden nicht mehr gefördert.

Allerdings verrät auch die Experten-Listen nicht, ob der Energieberater z. B. ein Architekt ist und sich daher besonders für Planungsaufgaben eignet, oder ob es sich um einen Heizungsfachmann handelt, der auf Haustechnik spezialisiert ist. Aus diesem Grund sollten Sie mit dem in Aussicht genommenen Energieberater ein unverbindliches Vorgespräch führen. Fragen Sie ihn nach seiner Qualifizierung, nach Referenzen und Arbeitsschwerpunkten, bevor Sie ihn mit der Untersuchung Ihres Hauses beauftragen.

Nachdem der durch die KfW-Bank zertifizierte Energieberater Ihr Haus genau untersucht hat, bekommen Sie einen Bericht. Darin wird der „Ist-Zustand“ des kompletten Hauses ausführlich analysiert. Der Energieberater schlägt mehrere Varianten für eine Modernisierung und Verbesserung vor und rechnet Kosten und die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Varianten durch. Zusätzlich gibt er Ihnen Auskunft darüber, welche Fördermittel Sie erhalten können. Diese Beratung ist absolut unverbindlich. sie verpflichtet Sie zu nichts und lässt Ihnen jeden Spielraum. Sie können freiwillig entscheiden, ob und welche Maßnahmen Sie durchführen möchten.

Was viele Bauherren nicht wissen: Der Energieberater kann nicht nur Maßnahmen empfehlen, er kann – die entsprechende Qualifikation vorausgesetzt – zusätzlich die fachgerechte Ausführung der Modernisierungsmaßnahmen überwachen. Auf diese Weise können Fehler, die immer wieder auftreten, noch während der Bauphase behoben werden.

Nur die von der KfW-Bank zertifizierten Energieberatern durchgeführte „Vor-Ort-Beratung“ wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gefördert. Die ausführliche Beratung kann für ein Einfamilienhaus bis zu 750 € kosten, jedoch übernimmt das Bafa davon 400 €, bei Häusern mit drei Wohnungen 360 €. Macht der Berater eine thermografische Untersuchung (Wärmebild), wird diese zusätzlich mit 100 € bezuschusst; gibt er auch Hinweise zum Stromsparen, kommen noch einmal 50 € dazu. Der gesamte Förderbetrag ist jedoch auf 50% der Beratungskosten begrenzt.

Alle Zuschüsse beantragt der Berater. Sie werden an ihn gezahlt, und er gibt die Zuschüsse an Sie weiter. Auf der Abrechnung der Beratungskosten muss der Zuschuss für den Auftraggeber sichtbar und nachprüfbar aufgeführt werden.

Die Anschrift des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle lautet:

Frankfurter Straße 29 – 31, 65760 Eschborn/Ts., Telefon: (0 61 96) 9 08 – 0

internet: www.bafa.de

Kann man den Lärm einer Wärmepumpe dämmen?

Schallwellen breiten sich von ihrer Quelle nach allen Seiten sternförmig aus. In Ihrem Fall erreichen sie nicht nur direkt Ihren Nachbarn sondern sie werden am eigenen Haus von Dachüberständen, Terrassen usw. reflektiert, der gleiche Vorgang geschieht auch am Haus des Nachbarn. Aus diesem Grund ist es unmöglich, Schallwellen, die von der Wärmepumpe ausgehen, in irgendeiner „einzufangen“ oder abzuschwächen.

Die einzige Möglichkeit, die wir sehen, ist beim Hersteller der Wärmepumpe anzufragen, ob es Geräte gibt, deren Geräuschpegel niedriger ist.

Unsere Wohnung wird mit einer elektrischen Nachtstrom-Fußbodenheizung beheizt. Noch liegt darauf Teppichboden, wir würden diesen aber gern durch Parkett ersetzen. Ist dann mit einem erhöhten Stromverbrauch zu rechnen?

Die Verlegung von Bodenbelägen aus Holz oder Holzwerkstoffen (Parkett, Massivholz-Dielen, Laminat) auf Fußbodenheizungen ist nicht ganz unproblematisch. Wie allgemein bekannt ist, „arbeitet“ Holz, d. h., es dehnt sich aus, schwindet, und es verwindet sich unter dem direkten Einfluss von Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen. Dazu kommt noch, dass Holz und Holzwerkstoffe schlechte Wärmeleiter sind, also gut gegen Kälte/Wärme abschirmen. Das bedeutet, dass bei der Verlegung auf einer Fußbodenheizung (im Vergleich z. B. zu Fliesen) die Wärmeabgabe aus dem Untergrund verzögert wird; die automatische Steuerung der Heizung reagiert nur noch langsam auf z. B. Sonneneinstrahlung oder auf die Fremdwärme, die durch eine größere Personenzahl eingebracht wird. Außerdem bewirkt die Erhöhung des thermischen Widerstandes einen Energiemehr- verbrauch von bis zu 13%.  Es sollten nur Fußbodenbeläge verlegt werden, deren „Wärme-durchlasswiderstand“ den Wert von 0,015 m²k/W nicht übersteigt.

Aufgrund der großen Verbreitung von Fußbodenheizungen und den Wünschen zur Verlegung von Holz-Fußböden haben viele Hersteller nach Wegen gesucht, die oben aufgeführten Probleme zu lösen. Es wurden mehrschichtige Holzbeläge, Parkett- und Laminat-Typen entwickelt, die speziell zur Verlegung auf Fußbodenheizungen geeignet sind. Nur solche Beläge, die ausdrücklich vom Hersteller dafür zugelassen sind, sollten auf Fußbodenheizungen verlegt werden. Achten Sie zusätzlich darauf, dass der Wärmedurchlasswiderstand (siehe oben!) auf der Verkaufspackung angegeben ist und zusätzlich die Zulassung für Fußbodenheizungen nach DIN 4725 + DIN 44576.  Angaben wie: „Fußbodenheizung sollte nur als Zusatzheizung verwendet werden“  reichen nicht aus!

In welcher Weise Holzbeläge auf Fußbodenheizungen verlegt werden sollten, hängt von der Herstellervorschrift ab. Je nach Angabe ist eine „Schwimmende Verlegung“ oder ein vollflächiges Verkleben (mit einem für Fußbodenheizungen geeigneten Kleber) möglich. Dabei ist zu beachten, dass es nachträglich aufgrund der oben aufgeführten speziellen Eigenschaften von Holz und durch raumklimatische Verhältnisse (Wechsel der Luftfeuchtigkeit) während der Heizperiode zur Fugenbildung kommen kann. Bei einer „Schwimmenden Verlegung“ dehnt sich und schwindet der Boden insgesamt. Aus diesem Grund ist darauf zu achten, dass an den umlaufenden Wänden ausreichende Dehnungsfugen vorhanden sind. Bei einer Verklebung erfolgt der Dehn- und Schwundprozess elementweise. Dabei können sich größere Fugen bilden, die im Allgemeinen gleichmäßig verteilt sind. Sie stellen keinen Qualitätsmangel dar und müssen toleriert werden. Dabei spielt auch die Holzart eine Rolle. Je weicher ein Holz ist, desto mehr kann es sich ausdehnen und schwinden. Eiche, Kirsche, Nussbaum, Merbau oder Bambus sind daher besser geeignet als weiche Hölzer.

Auch an die Heizungsanlagen müssen gewisse Anforderungen gestellt werden: Die Temperatur der Estrich-Oberfläche ohne Belag sollte höchstens 30°C betragen, und die Möglichkeit des langsamen gleichmäßigen Aufheizens muss gegeben sein. Diese Eigenschaften sind in der Regel nur bei neu zu planenden Anlagen herzustellen. Es ist darauf zu achten, dass die Vorschriften des Herstellers genau beachtet werden. Vor Beginn der Verlegearbeiten ist bei neuen Anlagen ein ordnungsgemäßes Auf- und Abheizen durchzuführen und darüber ein Protokoll zu erstellen. Aus diesem Grund sollten Holz-Fußböden nicht auf älteren bestehenden Anlagen verlegt werden.

Wie kann ich die Geräuschbildung in meinen Heizkörpern stoppen?

Moderne Heizungen werden aus Gründen der Energieeinsparung mit niedrigen Temperaturen betrieben. Das Heizwasser wird nur auf 30 – 40°C (Vorlauftemperatur) erwärmt. Um eine ausreichende Heizleistung zu erreichen, sind daher entsprechend große Heizkörper erforderlich. Je größer die Heizfläche ist, desto niedriger kann die Vorlauftemperatur sein.

Wenn nun in einer bestehenden Heizungsanlage der alte Heizkessel durch einen neuen, modernen Niedrigtemperatur-Heizkessel ersetzt wird, ist die Vorlauftemperatur – die Temperatur des Heizwassers – erheblich geringer als die, mit der die Anlage vor dem Umbau betrieben wurde. Die vorhandenen, auf die höhere Heizwasser-Temperatur abgestimmten Heizkörper sind eigentlich für die niedrigere Wassertemperatur zu klein. Es wird also eine geringere Heizleistung erzielt. Um diesen Zustand auszugleichen und die Heizleistung zu verbessern, werden leistungsfähige, schnell laufende Umwälzpumpen eingebaut, die einen schnelleren Transport (Zirkulation) des Heizwassers bewirken.

In vielen Fällen hat das allerdings zur Folge, dass der schnellere Wassertransport zu einer Geräuschbildung führt. Im besten Fall tritt nur ein leichtes Rauschen auf. Wenn es jedoch im Rohrnetz zu Verengungen an Rohrkrümmungen oder an Ventilen kommt, können sich Wasserwirbel bilden, die sich unangenehm bemerkbar machen.

Um diese unangenehmen Erscheinungen zu verhindern oder einzudämmen, ist eine sorgfältige Auswahl bzw. Einstellung der Umwälzpumpe erforderlich. Die beste Wirkung erzielt man mit einer stufenlos-differenzdruckgeregelten elektronischen Pumpe, durch deren Betrieb noch zusätzlich Stromkosten im Wert von bis zu € 50 jährlich eingespart werden können.

Bekomme ich vom Staat einen Zuschuss für eine neue Gas-Therme? Wie kann ich diesen beantragen?

Die große Anzahl unterschiedlicher Fördermöglichkeiten sowie die Möglichkeit, verschiedene Programme miteinander zu kombinieren, hat zur Folge, dass wir keine genauen Angaben machen können. Die genauen Bedingungen sind den Bafa-Formblättern und der jeweiligen Förderrichtlinie zu entnehmen (Anschrift. „Bafa“ siehe unten).

Darüber hinaus können weitere Zuschüsse auch von Städten, Gemeinden, Landkreisen und vom jeweiligen Bundesland kommen. Da sich diese Programme laufend ändern, können Sie sich über Datenbanken im Internet über die verschiedensten Maßnahmen und Fördermittel informieren, welche in Ihrem Postleitzahlbezirk zur Verfügung stehen:

Zum Abschluss die wichtigsten Anschriften:

  • Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

Frankfurter Straße 29 – 31, 65760 Eschborn/Ts.

Telefon: (0 61 96) 9 08 – 0

internet: www.bafa.de

  • KfW – Bank

Palmengartenstraße 5 – 9, 60325 Frankfurt/Main

Telefon: (0 18 01) 33 55 77

internet: www.kfw.de

Kreditanträge können bei jeder Bank oder Sparkasse gestellt werden. Diese leitet den Antrag an die KfW-Bank weiter und sorgt für die Abwicklung.

Die Rückzahlung der Darlehen erfolgt in vierteljährlichen Raten. Das erste Jahr ist tilgungsfrei. Je nach Laufzeit kann die Tilgung für maximal 2 bis 5 Jahre ausgesetzt werden. Vorzeitige Rückzahlung und Sondertilgungen sind möglich. Es sind die bankenüblichen Sicherheiten zu stellen.

Zuschüsse müssen direkt bei der KfW beantragt werden

Beachten Sie bitte, dass Fördermittel, Zuschüsse und Zinsverbilligungen niemals nachträglich gewährt werden. Alle Anträge müssen vor Beginn der jeweiligen Maßnahme gestellt werden.

Einige Fördermittel sind an die Bedingung geknüpft, dass die Arbeiten von Fachleuten aus-geführt werden. Ein entsprechender Nachweis (Handwerker-Rechnung) ist der Förderstelle vorzulegen. Während das Bafa Eigenleistungen unter Auflagen akzeptiert, lehnt die KfW–Bank diese ab

Wir möchten einen Raum durch einen Schrank teilen, der dann eine Schiebetür als Verbindung hat. Eine Seite des Raumes wird beheizt sein, die andere nicht. Ist das ein Problem?

Gegen Ihren Vorschlag ist nichts einzuwenden, wenn auf beiden Seiten des Schranks die gleiche Temperatur herrscht. Wenn nur eine Raumseite beheizt wird, strebt der in der Raumluft gebundene Wasserdampf – gerade in der Heizperiode – von der warmen zur kalten Seite. Im Schrank wird die Luft abkühlen und die in ihr enthaltene Feuchtigkeit auskondensieren und zu einer Durchfeuchtung von Schrank und eventuellem Dämmmaterial führen.

Eine bauphysikalisch korrekte Trennung erreicht man nur durch eine massive Wand mit dicht schließender Tür.

Wir planen eine Umrüstung unserer Ölheizung auf Pellets. Ist es sinnvoll, den Stahlerdtank als Pelletslagerraum zu nutzen?

Die Umwidmung von Außen-Heizöltanks in Pelletslager hat sich nicht bewährt. Ausschlaggebend sind folgende Faktoren: Der Tank muss gründlich gesäubert und von allen Ölrückständen befreit werden. Die Erdabdeckung muss in allen Bereichen über 40 Zentimeter betragen, andernfalls bildet sich an der Verschlusskappe Kondenswasser, was zur Durchfeuchtung der Pellets führt. Es muss eine Einstiegsöffnung vorhanden sein, um Störungen an der Entnahmetechnik beseitigen zu können. Diese Öffnung und die Durchführung für Entnahme- und Luftschlauch sowie Steuerkabel müssen absolut wasserdicht ausgeführt werden.

Unser Haus wird mit Nachtspeicheröfen aus dem Jahr 1986 beheizt. Ist es sinnvoll, die alten Öfen gegen neue auszutauschen, um Heizkosten zu sparen?

Strom ist die bei Weitem teuerste Energie, ganz gleich, welches Heizgerät verwendet wird. Deshalb ist es grundsätzlich ratsam, über den Austausch der Elektroöfen gegen ein modernes, effizienteres Heizsystem nachzudenken und dabei auch die Unterstützung durch eine thermische Solaranlage einzuplanen.

Für eine solche Modernisierung können Sie in vielen Fällen Fördermittel der KfW und bei Einbindung erneuerbarer Energien weitere staatliche Zuschüsse nutzen. Bevor Sie einen Handwerker beauftragen oder sich für ein bestimmtes Produkt entscheiden, sollten Sie einen unabhängigen Energieberater mit der Begutachtung Ihres Hauses beauftragen.

In meinem 2006 fertiggestellten Haus wird der Heizkörper im Bad nie richtig warm. Woran kann das liegen?

Das sagen unsere Experten: Vermutlich ist an Ihrer Heizungsanlage der sogenannte hydraulische Abgleich gar nicht oder nur unzureichend vorgenommen worden. Dieser sorgt für die bedarfsgerechte, gleichmäßige Verteilung des Heizwassers. Sie wird dadurch erreicht, dass der Durchfluss bei den Heizkörpern, die nahe an der Pumpe liegen, reduziert und mit zunehmender Entfernung immer weniger gedrosselt wird. Geregelt wird dies durch die Voreinstellung der Thermostatventile und der Rücklaufverschraubungen an den einzelnen Heizkörpern. Ein sorgfältig durchgeführter hydraulischer Abgleich kann bis zu zehn Prozent Heizenergie einsparen. Sie sollten von Ihrem Heizungsbauer verlangen, einen solchen Abgleich vorzunehmen.

Kann ich den Schlauch des Wäschetrockners in den Kamin ableiten?

Eindringlich möchten wir Sie davor warnen, den Wäschetrockner an den Kamin anzuschließen. Schornsteine sind darauf ausgelegt, heiße Verbrennungsgase abzuleiten. Der Zug würde aber niemals ausreichen, um den entstehenden Wasserdampf abzuleiten. Der Schornstein würde daher sehr schnell durchfeuchten. Wenn an den Schornstein noch Feuerstätten angeschlossen sind, ist der Anschluss des Wäschetrockners zudem baupolizeilich verboten.

Ich habe gelesen, dass neue Heizungspumpen viel Strom sparen. Bringt das so viel, dass sich ein Austausch lohnt?

Ungeregelte Heizungspumpen, wie sie bis vor wenigen Jahren Standard waren, sind in der Tat oft der größte Stromverbraucher im Haus. Mit einer modernen Pumpe kann man die Stromkosten um rund 80 Prozent senken und in einem Einfamilienhaus etwa 90 Euro im Jahr sparen. Ist die alte Pumpe defekt, sollten Sie auf jeden Fall ein neues Gerät der Energieeffizienzklasse A wählen. Aber auch wenn die alte Pumpe noch funktioniert, haben sich die Anschaffungs- und Installationskosten von etwa 400 Euro für eine neue Pumpe meist schon nach wenigen Jahren amortisiert.

Unser Haus ist 30 Jahre alt und nicht unterkellert. Unter dem Estrich liegt nur eine acht Millimeter dicke Filzbitumenmatte. Es ist immer etwas fußkalt. Ist es möglich, mit einem Specksteinofen im Flur für ausreichende Wärme zu sorgen, wenn die Türen zu den anderen Räumen offen stehen? Lässt die Strahlungswärme die Fußkälte vergessen?

Mit einem einzelnen Kaminofen werden Sie die Heizprobleme in Ihrem Haus nicht lösen. Warme Luft steigt nach oben, unter die Zimmerdecke. Da die Türöffnungen in der Regel nicht bis dorthin reichen, ist die Verteilung der warmen Luft in verschiedene Räume nur schwer möglich. Die vom Ofen ausgehende Strahlungswärme macht sich lediglich im unmittelbaren Umfeld des Ofens bemerkbar - gegen kalte Füße im Wohnzimmer wird sie nur wenig helfen können. Vermutlich ist die gesamte Wärmedämmung Ihres Hauses bei weitem nicht ausreichend. Sie sollten daher einen unabhängigen Energieberater mit der Begutachtung Ihres Hauses beauftragen.

Ich beabsichtige, meine alte Ölheizung gegen eine neue mit Brennwerttechnik auszutau-schen. Welche Umbauten sind dafür an unserem alten Schornstein erforderlich?

Die Umstellung der Heizung auf Brennwerttechnik hat eine starke Absenkung der Kessel- und Abgastemperaturen zur Folge. Da die nun erheblich kälteren Abgase an den Innenseiten der Schornsteinzüge kondensieren und der Schornstein dadurch versotten würde, muss der Querschnitt des Schornsteins verringert werden. Die vorhandenen gemauerten Züge werden dazu in der Regel mit einer feuchtigkeitsbeständigen Abgasleitung ausgekleidet, deren Rohre aus Kunststoff, Edelstahl, Aluminium oder Keramik bestehen können. Oft wird auch eine neue außenliegende Abgasleitung aus einem dieser Materialien installiert. Der alte Schornstein kann dann zum Beispiel noch für einen Kamin oder einen Kachelofen genutzt werden.

Welche Heizleistung sollte ein Kaminofen haben, damit es ausreichend warm wird?

Einer der häufigsten Fehler ist der Kauf eines zu groß dimensionierten Kaminofens. In diesem Fall muss man das Feuer ständig drosseln, was beispielsweise schnell zu beschlagenen Sichtscheiben führt. Als Faustregel gilt: ein Kilowatt Nennwärmeleistung pro zehn Qudratmeter Wohnraum. Selbst kleinere Kaminöfen sind damit eigentlich für ein normales Wohnzimmer schon überdimensioniert. Allerdings kann der genannte Wert auch nur ein grober Anhaltspunkt sein, da die genaue Abstimmung letztlich von den Dämmwerten des Hauses abhängt. Im Zweifel lassen Sie sich beraten, zum Beispiel von Ihrem Schornsteinfeger.

Für den Einbau einer neuen Heizung haben wir zwei Angebote mit unterschiedlichen Empfehlungen. Wer kann uns weiterhelfen?

Bevor Sie sich für ein bestimmtes Produkt entscheiden, sollten Sie einen unabhängigen Energieberater mit der Begutachtung Ihres Hauses beauftragen. Leider ist die Bezeichnung „Energieberater“ nicht geschützt und auch nicht an spezielle Qualifikationen gebunden. Neutrale und unabhängige Energieberater haben in der Regel ein technisches Studium absolviert, oftmals sind es aber auch Handwerksmeister, Techniker oder Schornsteinfeger mit entsprechender Zusatzqualifikation. Der Energieberater muss unabhängig und neutral gegenüber Unternehmen sein, die Produkte wie Heizkessel, Gasthermen o. Ä. herstellen. Relative Sicherheit geben Ihnen die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (www.bafa.de) und von der Deutschen Energie-Agentur (www.energie-effizienz-experten.de) herausgegebenen Listen.

Ist es richtig, dass neue Gas-Brennwertheizungen nicht mehr vom Schornsteinfeger überprüft werden müssen?

Das stimmt so nicht ganz. Auch bei Brennwertgeräten werden die Abgaswege weiterhin kontrolliert. Anfang 2010 ist allerdings eine neue, bundesweit einheitliche Kehr- und Überprüfungsordnung in Kraft getreten, die vorsieht, dass Brennwertgeräte, die mit Gas oder schwefelarmem Heizöl betrieben werden, seltener Besuch vom Schornsteinfeger bekommen. Die Überprüfung dieser Geräte erfolgt nicht mehr jährlich, sondern nur noch alle zwei Jahre. Bei Geräten mit einer intelligenten Brennerregelung nimmt der Schornsteinfeger die Inspektion sogar nur alle drei Jahre vor.

Ich habe gehört, dass sich mit automatischen Heizkörperentlüftern Heizkosten sparen lassen. Trifft das zu?

Auch wenn Heizkörperentlüfter automatisch arbeiten sollten, würde damit kaum eine Energieeinsparung zu erreichen sein. Vermutlich verwechseln Sie das Entlüften mit dem hydraulischen Abgleich, der zu Energieeinsparungen auch bei bestehenden Heizungsanlagen führt. Ein solcher hydraulischer Abgleich sorgt für die bedarfsgerechte, gleichmäßige Verteilung des Heizwassers. So wird gewährleistet, dass jeder Heizkörper genau die Heizwassermenge bekommt, die seiner Leistung entspricht. Der Abgleich wird vom Fachhandwerker durch die korrekte Einstellung der Strangulierungsventile und Heizungsverschraubungen vorgenommen. Zusätzlich kann eine drehzahlgeregelte Umwälzpumpe eingebaut werden.

Ich möchte einige Löcher in Wandfliesen „unkenntlich“ machen. Welche Möglichkeiten gibt es dafür?

Eine perfekte Lösung gibt es kaum. Versuchen Sie am besten, die Löcher mit Polyester-Spachtel (Auto-Spachtel) auszufüllen. Die gehärtete Oberfläche wird dann vorsichtig glatt geschliffen und anschließend mit einer lösemittelhaltigen (nicht wasserverdünnbaren) Lackfarbe im Farbton der Fliesen ausgetupft. Die Oberflächenhärte der Originalglasur wird sich allerdings nicht wiederherstellen lassen.

Ich möchte meine alte Gastherme gegen eine Infrarotheizung austauschen. Was halten Sie davon?

Der Begriff Infrarotheizung macht skeptisch. Grundsätzlich gibt nämlich jede Art von Heizung, ganz gleich wie sie betrieben wird, Wärme in Form von unsichtbarer Strahlung ab, deren Wellenlängen im Spektrum jenseits von Rot liegen. Jede Heizung ist also auch eine Infrarotheizung. Wenn Ihnen etwas ganz Normales als etwas Besonderes angeboten wird, ist daher Vorsicht angesagt. Am besten lassen Sie sich bei einem unabhängigen Energieberater umfassend informieren.

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