Bauen & Modernisieren

Fragen und Antworten zum Thema Sicherheit & Technik

Das Wohnglück-Team gibt Ihnen die richtigen Antworten, Ratschläge und Tipps rund um den wichtigsten Ort der Welt: Ihr Zuhause. Bitte beachten Sie, dass die Vorschläge nur unverbindlich sein können, da unsere Experten die geschilderten Sachverhalte nicht vor Ort überprüfen konnten und sich somit ausschließlich auf Ihre Beschreibung stützen.

Ich möchte eine neue Schließ- und Sprechanlage mit Fingerabdrucksensor installieren lassen. Von einer Fachfirma wurde mir aber geraten, lieber ein Schloss mit Code einbauen zu lassen. Was raten Sie?

Aus unserer Sicht gibt es bei Schlössern mit Fingerabdruck-Sensoren normalerweise keine Probleme. Da in der Regel mehreren Familienangehörigen Einlass gewährt werden soll, sollte ein leistungsfähiger „Fingerprintöffner“ für jeden Berechtigten Fingerabdrücke speichern.  Damit haben Sie die Möglichkeit, für jede Person zwei Abdrücke zu speichern für je einen Finger der linken oder rechten Hand oder sogar mehr. Daneben gibt es Systeme, die „abgenommene Fingerabdrücke“ auf Klebeband o. ä. von einem echten „lebenden“  Abdruck unterscheiden können. Es gibt also ausgereifte Sicherungssysteme. Deren Wirksamkeit und Qualität ist allerdings vom Anschaffungspreis abhängig.

Wie kann man eine Galerie (offenen Raum) sicherer machen?

Wir möchten Ihnen zwei grundsätzliche Wege aufzeigen, wie die fragliche Galerie „absturzsicher“ gemacht werden kann.

  1. Montage eines Geländers:

Variante 1: Geländer aus runden Eisen-Stäben mit einem Handlauf aus Flacheisen, im Farbton weiß lackiert. Das Geländer sollte mindestens 90 cm hoch sein und die Eisenstäbe senkrecht in einem Abstand von höchstes 12 cm angebracht werden. (Kindersicherung).

Von waagerechte angebrachten Stäben, wie man sie heute oft sieht, müssen wir abraten, da diese Kindern zum Klettern anreizen.

Variante 2: Ein Geländer aus Sicherheitsglas. Als Grundgerüst wird eine Konstruktion aus Stahl oder Aluminium errichtet, deren Felder mit Glasplatten verschlossen werden. Auch hier ist eine Mindesthöhe von 90 cm erforderlich.

  1. Erstellung einer „Stahlharfe“

In der gesamten Öffnung werden von der Decke bis zum Fußboden runde Eisenstäbe im Abstand von ebenfalls höchstens 12 cm angebracht. Die gesamte Konstruktion kann in der Mitte in der Höhe der rechten Wand mit einem waagerechten Flacheisen stabilisiert werden. Weiß lackiert ergibt das ein interessantes Bild.

Woher weiß ich, ob in meinem Haus ein Feuerlöscher vorhanden sein muss?

Eine gesetzliche Grundlage, in der für alle Bereiche bundesweit geregelt ist, wo und wie viele Feuerlöscher bereitgehalten werden müssen, gibt es nicht. Da die Bauordnungen der einzelnen Bundesländer unterschiedlich sind, kann es durchaus vorkommen, dass einzelne Länder abweichende Vorschriften erlassen haben. Daneben gibt es verschiedene Sondervorschriften, welche Feuerlöscher vorschreiben.

Für Heizungen und sonstige Feuerstätten, besonders in Wohnhäusern, ist nach der Feuerungs-verordnung (FeuV) kein Feuerlöscher gesetzlich vorgeschrieben. Bei einer Lagerung von mehr als 5.000 Liter Heizöl ist ein vorschriftsmäßiger Lagerraum erforderlich. Wird darin Heizöl gelagert sind keine Feuerlöscher vorgeschrieben. Bei geringerer Lagermenge – auch außerhalb eines Lagerraumes – gibt es ebenfalls keine Vorschriften mehr.

Bitte beachten Sie: Auch wenn die Feuerungsverordnung (FeuV) bundesamtlich erlassen wurde, liegt die Durchführung bei den einzelnen Bundesländern, die durchaus Abweichungen enthalten können.

Ein zusätzliches Thema ist die Auswirkung auf die Feuerversicherung. Hier kann durchaus das Bereithalten eines Feuerlöschers in den Versicherungsbedingungen vorgeschrieben sein.

Um Gewissheit über das Bereithalten eines Feuerlöschers zu erhalten, empfiehlt es ich

  • das für Sie zustände Bauamt zu befragen,

  • die Police Ihrer Feuerversicherung zu überprüfen oder direkten Kontakt mit der Versicherung aufzunehmen.

Sind Rauchmelder Pflicht?

Bis 2014 hatten alle Bundesländer - bis auf Sachsen, Brandenburg und Berlin – Gesetze erlassen, welche die Montage von Rauchmeldern vorschreiben, allerdings mit unterschiedlichen Vorschriften:

Berlin, Brandenburg, Sachsen:

  • Keine gesetzliche Pflicht zum Einbau von Rauchmeldern.

Baden-Württemberg, Hessen, Schleswig-Holstein, Hamburg:

  • Einbaupflicht für Neubauten, Umbauten und Bestandsbauten

  • Wartung durch Bewohner/Mieter

Mecklenburg-Vorpommern:

  • Einbaupflicht für Neubauten, Umbauten und Bestandsbauten

  • Einbaupflicht und Wartung durch Bewohner/Mieter

Rheinland-Pfalz:

  • Einbaupflicht für Neubauten, Umbauten und Bestandsbauten

  • Wartung nicht geregelt

Thüringen:

  • Einbaupflicht für Neu- und Umbauten

  • Bestandsbauten müssen bis Ende 2018 nachgerüstet werden

  • Wartung nicht geregelt

Bayern:

  • Einbaupflicht für Neu- und Umbauten

  • Bestandsbauten müssen bis Ende 2017 nachgerüstet werden.

  • Wartung durch Bewohner/Mieter

Nordrhein-Westfalen:

  • Einbaupflicht für Neu- und Umbauten

  • Bestandsbauten müssen bis Ende 2016 nachgerüstet werden

  • Wartung durch Bewohner/Mieter

Bremen, Niedersachsen:

  • Einbaupflicht für Neu- und Umbauten

  • Bestandsbauten müssen bis Ende 2015 nachgerüstet werden

  • Wartung durch Bewohner/Mieter

Sachsen-Anhalt:

  • Einbaupflicht für Neu- und Umbauten

  • Bestandsbauten müssen bis Ende 2015 nachgerüstet werden

  • Wartung nicht geregelt

In Bundesländern in denen Einbau und Wartung nicht gesetzlich geregelt sind. ist in der Regel der Bauherr bzw. Eigentümer/Vermieter des Hauses oder der Wohnung verantwortlich.

Die Wartung von Rauchmeldern ist in der DIN 14676 geregelt. Die Öffnungen des Rauchmelders müssen frei von Staub und Schmutz sein. Ein Probealarm ist auszulösen. Wenn erforderlich müssen die Batterien ausgewechselt werden.

Wer gesetzlich für die Wartung und Prüfung verantwortlich ist, haftet wenn Rauchmelder im Brandfall nicht betriebsbereit sind. Es sei denn, er kann die jährliche Prüfung nachweisen. Aus diesem Grund sollten Mieter, die durch einen Klausel im Mietvertrag für die Wartung zuständig sind, diese nicht selbst vornehmen, sondern einen Techniker damit beauftragen. Denn wer bei der Wartung und Prüfung der Rauchmelder Fehler macht, haftet für mögliche Brandschäden.

Erfahrungen, wie sich Gebäudeversicherungen im Schadensfall verhalten, liegen uns bis jetzt nicht vor. Es empfiehlt sich, bei der jeweiligen Versicherung eine Auskunft bzgl. der Rauchmelder einzuholen.

Wo sind Steckdosen und Verkleidungen im historischen Stil erhältlich?

Als Alternative zu den Ihnen vorliegenden Katalogen und Preislisten möchten wir Ihnen das Angebot aus dem Handel mit Historischen Baustoffen vorschlagen. Wir haben zwei Anbieter

gefunden, die auch elektrisches Installationsmaterial im Sortiment haben:

  • Kreislauf – Historische Baustoffe, Dipl. Ing. Wolfgang Bloos

Dettinger Str. 91 - 73230 Kirchheim unter Teck

Telefon: (0 70 21) 95 85 55

Internet: www.historische-baustoffe-kreislauf.de

E-mail: anfrage@historische-baustoffe-kreislauf.de

  • Antje Weinzierl Historische Baustoffe

Petersstraße 3 - 60313 Frankfurt/Main

Telefon: (0 69) 15 62 51 15

Internet: www.weinzierl.com

E-mail: info@weinzierl.com

Sicherlich kann der

  • Unternehmensverband Historische Baustoffe e. V.

Dreihäusle 3 - 78112 St. Georgen

Telefon: (0 77 24) 35 89

Internet: www.historische-baustoffe.de

E-mail: verband@historische-baustoffe.de

Ihnen weitere Anbieter nachweisen.

Bitte beachten Sie, dass elektrisches Installationsmaterial nur dann eingebaut werden darf, wenn die gültigen Vorschriften eingehalten werden. Das bedeutet z. B. dass Steckdosen grundsätzlich Schutzkontakte haben müssen. Das ist natürlich bei historischen Steckdosen nicht der Fall.

Sie sollten sich daher bei einem zugelassenen Elektromeister genau informieren, welche Vorschriften eingehalten werden müssen, ob z. B. der Stromversorger die elektrische Anlage abnehmen muss. Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Gebäudeversicherung, die bei der Erteilung der Police davon ausgeht, dass die elektrische Anlage nach den derzeit gültigen Vorschriften installiert wurde. Andernfalls müssen Sie im Schadensfall mit erheblichen Abschlägen rechnen.

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