Bauen & Modernisieren

Fragen und Antworten zum Thema Neubau & Umbau

Das Wohnglück-Team gibt Ihnen die richtigen Antworten, Ratschläge und Tipps rund um den wichtigsten Ort der Welt: Ihr Zuhause. Bitte beachten Sie, dass die Vorschläge nur unverbindlich sein können, da unsere Experten die geschilderten Sachverhalte nicht vor Ort überprüfen konnten und sich somit ausschließlich auf Ihre Beschreibung stützen.

Was kann ich tun, um mein Schlafzimmer gegen den Schall aus der Nachbarwohnung zu isolieren?

Zur Verbesserung der Schalldämmung empfehlen wir Ihnen, vor die bestehende Wand eine zweite in Trockenbauweise zu setzen – eine sogen. „Vorsatzschale“. Deren Konstruktion müsste, wenn sie ihre Funktion wirksam erfüllen soll, wie folgt durchgeführt werden:

Im Abstand von mindestens 5 cm wird vor der Wand ein Gerüst aus Holzständern von 4 x 6 cm oder besser aus 6 cm breiten Metallprofilen errichtet. Um eine Übertragung von Körperschall zu verhindern, muss diese Konstruktion schalltechnisch von den umgebenden Bauteilen - wie Decke, Wände und Fußboden - abgekoppelt werden. Das wird dadurch erreicht, dass zwischen Ständern und umgebenden Bauteilen jeweils lückenlos ein Streifen Filz (z. B. Rigips-Anschlussdichtung) oder Mineralwolle gelegt wird. Das Ziel muss sein, dass kein Teil der Ständer-Konstruktion an keiner Stelle direkten Kontakt mit Decke, Wänden und Fußboden hat. Eine Befestigung mit wenigen Schrauben erfolgt nur unter der Decke und auf dem Fußboden. 

Zwischen den Ständern werden dann mehrere Lagen Holzweichfaser-Dämmplatten angebracht, bis eine Gesamtdicke von 6 cm erreicht ist. Die Dämmplatten müssen so angebracht werden, dass der Abstand zur Wand an allen Stellen eingehalten wird und so ein Luftzwischenraum von 5 cm hergestellt wird. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Platten absolut lückenlos eingebaut werden, es dürfen keinerlei Ritzen oder Fugen übrig bleiben. Selbst kleinste, nur 1 mm breite Ritzen können die Schalldämmung der gesamten Wand zunichte machen.

Holzweichfaser-Dämmplatten haben aufgrund ihres großen Eigengewichtes sehr gute schalldämmende Eigenschaften. Dämm-Materialien, die zur Wärmedämmung verwendet werden, wie z. B. Polystyrol  (Styropor) oder Mineralwolle, sind sehr leicht und daher zur Schalldämmung nicht geeignet !

Der Abschluss zum Raum wird durch zwei Lagen Gipsfaserplatten, jede 15 mm dick, hergestellt. Dabei sollte die zweite Lage der Platten so verlegt werden, dass sich deren Fugen in der Mitte zwischen den Fugen der ersten Lage befinden. Durch das Gewicht der zwei Lagen Gipsfaserplatten und zusätzlich durch diese Art der Verlegung wird erreicht, dass die Oberfläche nicht wie eine Membran schwingen und Schallwellen weiterleiten kann.

Auch diese beiden Lagen Gipsfaserplatten dürfen nicht dicht an Wände, Decke und Fußboden anschließen. Zwischen ihnen muss umlaufend ein Spalt von 1 cm Breite offen bleiben, der zum Schluss mit elastischer Acryl-Dichtungsmasse (kein Silicon!) verschlossen wird.

Nur die exakte und sorgfältige Ausführung dieser Trennwand in allen Einzelheiten garantiert eine zuverlässige Schalldämmung:

  1. Schalltechnische Abkopplung der Ständer-Konstruktion. 
  2. Verwendung von Holzweichfaser-Dämmplatten als Auskleidung. Dämmstoffe, die zur Wärmedämmung verwendet werden, sind zur Schalldämmung nicht geeignet!
  3. Verwendung von Gipsfaserplatten anstelle von OSB- oder Spanplatten.
  4. Plattendicke von 15 mm.
  5. Versetzte und zweilagige Montage der Platten.
  6. Eine umlaufende offene Fuge.  

Mit diesem Wandaufbau wir zusätzlich eine gute Wärmedämmung erreicht.

Mein Energieberater riet mir, die Heizkörpernischen zu dämmen. Ist das sinnvoll? Und wie funktioniert das?

In vielen älteren Gebäuden befinden sich die Heizkörper in Nischen, sodass die Wand dahinter wesentlich dünner ist als die übrige Außenwand. Der dünne, kaum gedämmte Wandbereich wird vom Heizkörper besonders stark erwärmt. Dadurch geht an dieser Stelle relativ viel Heizenergie nach draußen verloren.

Mit einer Dämmung der Nischen lassen sich diese Wärmeverluste deutlich verringern. Ideal ist es, wenn das Dämm-Material die gesamte Nische ausfüllt. Dafür muss aber der Heizkörper abgebaut und etwas weiter ins Zimmer gerückt werden. Es gibt dafür spezielle Rohrverbindungen, durch welche die Montage erleichtert wird. Man könnte bei dieser Gelegenheit ggf. den alten Rippen-Heizkörper gegen ein flacheres Modell austauschen.

Mit welchem Dämm-Material die Nische gedämmt wird, hängt davon ab, ob der Heizkörper abgebaut werden kann. Ist das der Fall, empfehlen sich Hartschaumplatten, z. B. extrudiertes Polystyrol XPS (Styrodur) mindestens 6 cm dick. Bei der Verwendung von Polyurethan-Hartschaumplatten kann die Dämmstoffdicke auf 4 cm reduziert werden. Weiter ist zu beachten, dass die Dämmstoffdicke so gewählt wird, dass zwischen Dämm-Material und Heizkörper ein ausreichend großer Zwischenraum bleibt, damit die Luft zirkulieren kann. Das Dämm-Material muss ganzflächig ohne Fugen und Ritzen auf dem Untergrund verklebt werden.

Kann der Heizkörper nicht abgenommen werden, sind biegsame Dämmstoffe gefragt (z. B. Dämmtapeten ca. 5 mm dick o. ä.), die in den Zwischenraum zwischen Heizkörper und Wand geschoben werden können. Für diesen Zweck werden Dämmtapeten empfohlen, die mit einer Alufolie beschichtet ist, damit sie die Wärme in den Raum reflektiert. Da eine ausreichende Wärmedämmung immer dicker als mindestens 6 cm sein muss, kann man von dieser Lösung keine große Verbesserung erwarten. Allerdings wird die Wärmestrahlung, die von der Rückseite des Heizkörpers abgestrahlt wird, durch Reflektion in den Raum zurückgeworfen und damit eine geringe Verbesserung der Situation erreicht.

Welche Möglichkeiten gibt es, eine ältere Wohnung von innen zu dämmen?

Am einfachsten lässt sich eine Innendämmung als „Vorsatzschale“ in Leichtbauweise herstellen. Eine Vorsatzschale besteht aus einer zweiten Wand, die von innen her gegen die Außenwand gesetzt wird. Der Aufbau einer bauphysikalisch einwandfreien Vorsatzschale sollte wie folgt geschehen:

Auf die Wände werden 8 cm dicke Holz- oder Metallständer gedübelt. Die Zwischenräume müssen lückenlos mit 8 cm dicken Mineralwolle-Matten ausgefüllt werden. Konstruktionsbedingte Ritzen und Fugen, die sich nicht vermeiden lassen, müssen mit Montageschaum ausgefüllt werden.

Wichtig ist, dass alle Räume – auch Flure, Treppenhäuser, Abstellräume usw. - ausnahmslos mit einer Wärmedämmung ausgerüstet werden. Geschieht das nicht, entsteht innerhalb des Hauses ein Wärme-strom von gedämmten in nicht gedämmte Räume.

Platten aus expandiertem Polystyrol EPS (Styropor)  sind für diesen Zweck nicht sehr gut geeignet, denn dieses Dämm-Material hat bei Temperaturschwankungen ein ausgeprägtes Ausdehnungs- und Schwundverhalten, d. h., es kann sich im Winter bei niedrigen Temperaturen so stark zusammenziehen, dass Spalten und Lücken zwischen den einzelnen Platten und zwischen Platten und Ständern entstehen. Aus diesem Grund schreibt die Euro-Norm bei der Verwendung von Polystyrol-Platten vor, dass bei der Berechnung der Dämmstoffdicke ein Zuschlag von 10% berücksichtigt werden muss. Diese Nachteile sind bei der Verwendung von Mineralwolle nicht zu berücksichtigen.

Verwendung von Holzweichfaser-Dämmplatten 

Wenn eine „ökologische“  Innen-Dämmung gewünscht wird, besteht die Möglichkeit, Holzweichfaser-Dämmplatten anstelle von Mineralwolle einzusetzen.  Wichtig ist jedoch, dass (um eine ausreichende Wärmedämmung zu gewährleisten) bei diesem Dämm-Material eine Gesamt-Dämmstoff-Dicke von 10 cm eingebaut wird. Diese kann dadurch erreicht werden, dass mehrere dünnere Lagen Holzweichfaser-Dämmplatten übereinander angebracht werden.    

Die Verwendung von Holzfaser-Dämmplatten hat im Gegensatz zu anderen Dämmstoffen noch weitere zusätzliche Vorteile:

1. Schutz vor sommerliche Hitze.

2. Sehr gute Schalldämmung..

Ganz gleich, mit welchem Dämm-Material die Innendämmung hergestellt wird, der Dämmstoff  muss an jeder Stelle vollflächigen Kontakt mit dem Untergrund haben. Ein  Luftzwischenraum zwischen Wärmedämmung und Wand muss in jedem Fall vermieden werden. Unebene Wände müssen vor der Montage der Innendämmung mit einem geeigneten Mörtel egalisiert werden. 

Oftmals besteht die Auffassung, das Dämm-Material auf einer Lattung anzubringen, um einen Luftzwischenraum (Hohlraum) zur Entlüftung zu schaffen. Diese Vorstellung ist bauphysikalisch falsch. In einem solchen Hohlraum kann sich leicht Kondenswasser (Tauwasser) bilden, das zu einer Durchfeuchtung von Wand und Innendämmung führen kann.

Besonderes Augenmerk ist auf die Wärmedämmung im Bereich der Fenster zu richten. Damit keine Wärme-/Kältebrücken entstehen, muss die Wärmedämmung auch in der Laibung bis an den Fenster-rahmen geführt werden, selbst wenn in diesem Bereich nur eine geringere Dämmstoffdicke eingebaut werden kann.

Die gesamte Wärmedämmung wird anschließend mit einer Spezialfolie als Dampfsperre verschlossen. Dabei ist zu beachten, dass alle Nähte und die Anschlüsse an den  anschließenden Wänden, an Decke und Fußboden sowie an Fenstern und durchgeführten Rohren  sorgfältig luftdicht abgeschlossen werden. Das muss mit einem Spezial-Klebeband oder mit einem Butyl-Kautschuk-Kleber aus der Kartusche geschehen. Einfaches doppelseitig klebendes Teppichband ist dafür nicht geeignet, weil es nicht alterungsbeständig ist. Dabei ist zu beachten, dass selbstklebende Bänder auf rauem Holz oder auf Putzoberflächen nur kurze Zeit haften.. Für diese Anschlüsse gibt es spezielle Kartuschenkleber. Die Abdichtungen können aber auch mechanisch mit einem Kompriband und einer zusätzlichen Anpressleiste dauerhaft  hergestellt werden. Alle Klebestellen müssen absolut staubfrei sein. Rohre und Kabeldurchführungen sind mit Gummimanschetten am sichersten abzudichten. 

Vorsicht beim Befestigen von Regalen und Bildern ! Die Dampfsperr-Folie darf nicht durch Nägel oder Schrauben beschädigt werden. 

Zum Schluss kann die gedämmte Fläche mit Gipskarton–, Gipsfaserplatten oder Profilholz verschlossen werden. 

Ich habe ein Wohnung gekauft. Das Haus ist Baujahr 1960 und sehr hellhörig. Was kann ich an Schallschutzmaßnahmen (gerade von oben) vornehmen lassen?

Wenn die Lärmbelästigung von oben kommt, bieten sich zwei Möglichkeiten an, sie einzudämmen. Die beste und wirksamste Möglichkeit ist zweifellos eine ausreichende Trittschall-Dämmung  des Fußbodens im oberen Stockwerk, denn damit wird die Ursache gründlich beseitigt. Kommt diese Lösung nicht infrage, - wenn man z. B. in einem Mehrfamilienhaus wohnt, - bietet sich die Montage einer „abgehängten Decke“ an, - vorausgesetzt, der Raum ist ausreichend hoch. 

Diese abgehängte Decke sollte von der eigentlichen Decke einen Abstand von mindestens 30 cm haben. Mit einer derartigen Konstruktion wird eine wirksame Schalldämmung zum einen durch die „biegeweiche“ Beplankung (Gipskartonplatten) erzielt, die den Luftschall absorbiert, zum anderen noch zusätzlich durch das Dämm-Material, das in den Hohlraum zwischen Decke und Beplankung eingebracht wird. Das Dämm-Material besteht in der Regel aus 10 cm dicken Schallschutz-Mineralwolle-Matten, z B.: Isover Akustik TP 1 Plus oder TP 2 Plus.

Die Unterkonstruktion einer abgehängten Decke, auf der die Beplankung (Gipskartonplatten) verschraubt wird, kann aus Holzlatten  bestehen. Sehr gut eignen sich aber auch spezielle Metallprofile, die leicht mit der Stichsäge abgelängt und mit Profilverbindern auf das gewünschte Maß verlängert werden können. Winkelanker verbinden die längs verlaufenden Profile mit den quer dazu liegenden. 

Diese Unterkonstruktion sollte keinesfalls an den umlaufenden Wänden befestigt werden. Es besteht sonst die Gefahr, dass Geräusche aus den darüber oder daneben liegenden Räumen als Körperschall auf die Deckenkonstruktion übertragen werden. Das hätte zur Folge, dass die abgehängte Decke wie ein Resonanzboden alle Geräusche aus dem Haus verstärken würde. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Decke „frei schwebend“ unter der ursprünglichen Zimmerdecke aufzuhängen. Es gibt verschiedene federnde Abhängersysteme. Besonders praktisch sind sogen. „Nonius-Abhänger“, die eine genaue Höhenjustierung erlauben. Sie sollten im Abstand von ca. 90 cm angebracht werden. 

Um den oben beschriebenen Resonanzeffekt zu vermeiden, sollte die Beplankung biegeweich sein. Dafür eignen sich am besten Gipskartonplatten. Sie werden mit phosphatierten Schnellbauschrauben an der Unterkonstruktion befestigt. Der Abstand der Latten oder Metallprofile richtet sich nach dem Plattenmaß. Es ist unbedingt ratsam, vor der Montage eine Skizze anzufertigen. Die Oberseite der Beplankung sollte flächendeckend mit 10 cm dicken Mineralwollematten ausgelegt werden.

Damit keine Schallbrücken entstehen, darf die Beplankung an keiner Stelle an die umlaufenden Wände stoßen. Es muss ringsherum eine 1 cm breite Fuge offen bleiben, die mit der oben genannten Mineralwolle abgedeckt werden kann. Das Dämm-Material sollte nicht stumpf an die Wände stoßen, sondern ca. 10 cm an ihnen hochgeführt werden.

Als Alternative möchten wir Ihnen noch die Konstruktion einer „Freitragenden Unterdecke“ darstellen, die sich lediglich an den umlaufenden Wänden abstützt:

Hier ist nur ein Abstand von etwa 10 cm unterhalb der ursprünglichen Decke erforderlich. Es wird ringsherum an den Wänden ein U-Profil aus Stahlblech so befestigt, dass die offene Seite zur Raummitte zeigt. Um das U-Profil akustisch von der Wand abzukoppeln, werden vor der Montage Schaumstoff-Dichtbänder so auf das Profil geklebt, dass dieses an keiner Stelle direkten Kontakt mit der Wandoberfläche hat. 

In die offene Seite des Profils werden anschließend Querträger geschoben, welche die gesamte Raumbreite überbrücken. Diese Querträger bestehen aus jeweils zwei U-Profilen, die Rücken an Rücken mit Blechschrauben verbunden sind, so dass quasi ein T-Träger entsteht. 

Bei kleineren Räumen (unter 10 qm) und geringen Wandabständen kann die Höhe der Profile 5 cm betragen, der Abstand von Träger zu Träger 62 cm. In größeren Räumen sollte die Höhe der Profile 12,5 cm und der Abstand der Träger 50 cm betragen. Die Träger werden nach ihrer exakten Ausrichtung gegen Verschieben gesichert, indem sie mit den Wandprofilen durch „Vercrimpern“ oder mit Blechschrauben fest verbunden werden. 

In die auf diese Weise entstandene Rahmenkonstruktion werden in PE-Folie eingeschweißte Mineralwolle-Dämm-Matten oder mehrere Lagen Holzweichfaser-Dämmplatten (Gesamtdicke mindestens 3 cm) eingeschoben. Ganz besonders wichtig ist, dass das Dämm-Material lückenlos eingebaut wird. Als Abschluss werden Gipskartonplatten unter die Rahmen-Konstruktion geschraubt. Auch bei dieser Konstruktion ist zu beachten, dass die abschließenden Gipskartonplatten nicht an die umlaufenden Wände anstoßen dürfen, es muss auch hier zwischen Wand und Platte eine ca. 1 cm breite Fuge offen bleiben.

Abgehängte schalldämmende Decken, bei denen die Abhängehöhe nur 5 cm beträgt können Fachbetriebe (Trockenbau) mit System D 113 der Firma Knauf zu herstellen. Dabei werden die Stahlblechprofile an „entkoppelten“ Direktschwingabhängern unter der Decke befestigt. Die Profile selbst müssen mit Mineralwolle gefüllt werden. Als Dämm-Material werden Spezial-Mineralwolle-matten eingesetzt. Abgeschlossen wird die Konstruktion mit einer schalldämmenden Gipskartonplatte. In Eigenarbeit lassen sich derartige Decken allerdings nicht herstellen.

Ich möchte mir eine Neubau-Eigentumswohnung kaufen. Vom Bauträger fehlen aber noch diverse Unterlagen, so z. B. der Energieausweis, Infos über die Elektroinstallation oder eine Handwerkerliste. Ist so etwas üblich oder kaufe ich vielleicht sogar die "Katze im Sack"?

Seit dem 1. Januar 2018 ist das neue Bauvertragsrecht in Kraft getreten. Ab diesem Zeitpunkt haben Bauherren, die „schlüsselfertig“ ohne eigenen Architekten bauen, Anspruch auf eine präzise Baubeschreibung.
Der Verband Privater Bauherren e. V. listet auf seiner für jeden zugänglichen Homepage www.vpb.de die Pflichten auf, die ein Bauträger gegenüber dem Bauherren zu erfüllen hat:

  • Die Baubeschreibung wird automatisch Inhalt des Bauträgervertrages.
  • Der Notar muss den Vertrag so frühzeitig versenden, dass Sie zur Prüfung mindestens 14 Tage Zeit haben. Der Unternehmer ist verpflichtet dem Verbraucher rechtzeitig vor Abgabe von dessen Vertragserklärung (Vertragsunterzeichnung) eine Baubeschreibung in Textform zur Verfügung zu stellen

Die Baubeschreibung muss u. a. folgende Angaben enthalten:

  • zum Energiestandard (Energieausweis), Brandschutz- und Schallschutzstandard sowie zur Bauphysik
  • eine Beschreibung der Elektroanlage.


Zur Verpflichtung eine Handwerkerliste auszuhändigen, konnten wir keine Angaben finden. Wenn man aber berücksichtigt, dass bereits in der Baubeschreibung über die nachfolgend aufgeführten Details informiert werden muss, dann lassen sich sicherlich die einzelnen Gewerke bestimmten Betrieben zuordnen:

  • Allgemeine Beschreibung der herzustellenden Wohnung und der Bauweise
  • Angaben zur Beschreibung der Bau-Konstruktion aller wesentlichen Gewerke.
  • Beschreibung des Innenausbaus (Maler, Tischler, Fußboden-Leger) und Beschreibung der gebäudetechnischen Anlagen: Heizungsanlage, Sanitär-Installation, Elektroanlage.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Angaben helfen können. Bitte beachten Sie, dass alle Angaben unverbindlich sind, da wir nach dem Rechtsberatungsgesetz keine juristischen Auskünfte geben dürfen. 

In ihrer Zeitschrift schreiben Sie: "Der Wärmeentzug aus dem Raum erfolgt über die Heizflächen, die in dieser Zeit besser als Kühlflächen bezeichnet werden." Das kann doch nicht gesund sein, wenn ich ständig auf einem kalten Fußboden laufe. Bekanntlich steigt warme Luft nach oben und kalte bleibt am Boden; heißt also, bis ich einen kühlen Kopf habe, hat meine Frau Eisblöcke an den Füßen. Wir planen gerade einen Neubau, genau mit einer solchen Wärmepumpen-Klima-Anlage. Gibt es noch andere/bessere Vorschläge dazu, den Raum mit einer solchen Anlage zu kühlen?

Ihre Vision von "Eisblöcken an den Füßen" wäre nicht nur für Ihre Frau, sondern auch für Ihre Wohnung und Haus von Übel. Bei der Einrichtung und bei der Programmierung einer kombinierten Fußbodenheizung und Kühlung muss ein wichtiges bauphysikalisches Gesetz beachtet werden: Warme Luft bindet erheblich mehr Feuchtigkeit als kalte.

Das bedeutet, wenn der Temperaturunterschied zwischen Raumluft und Fußboden-Oberfläche zu groß ist, bildet sich auf dem Fußboden Kondens-/Schwitzwasser. Dieses würde in den Untergrund einziehen und neben Schimmelbildung erhebliche Bauschäden verursachen. Das heißt, die Anlage kann nur dann problemlos funktionieren, wenn die entsprechende Steuerung vorhanden ist.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf Fußbodenbeläge:

Mit Fliesen wird eine höhere Kühlleistung erreicht als mit Teppichboden, Parkett oder Laminat. Eine Alternative sind auch Vinyl-/Design-Fußbodenbeläge.

Wir wollen unser deckenhoch gefliestes Bad sanieren. Können auf den Fliesen Putze aufgetragen werden? Wie können wir auch in Zukunft Probleme mit Schimmelbildung vermeiden?

Zur Verbesserung des Raumklimas in Ihrem Bad empfiehlt es sich, die Wasserdampf-Aufnahmefähigkeit der Wände und der Decke – die oftmals als „Atmung“ bezeichnet wird – zu verbessern. Das bedeutet, diese Flächen müssen in den Zustand versetzt werden, bei hoher Luftfeuchtigkeit einen Teil davon aufzunehmen, um sie später wieder abgeben zu können. Daher sollten die mit Fliesen belegten Flächen auf ein Mindestmaß reduziert und nur auf die Teile beschränkt werden, die unmittelbar im Spritzwasserbereich liegen.

Von den freiliegenden Decken- und Wandflächen müssen alle Wandbeschichtungen. Raufasertapeten, Dispersions- (Binder-) Farben oder Latexanstriche restlos und rückstandsfrei bis auf den Putz entfernt werden. Stattdessen empfehlen wir einen Anstrich mit Innen-Silikatfarbe. Diese hat die gute Eigenschaft, den Vorgang der Wasserdampf-Durchlässigkeit (Atmung) der oberen Putzschichten von Wänden und Decken – im Gegensatz zu anderen Farben – in keiner Weise zu behindern. Ihr Bindemittel besteht aus Wasserglas. Dieses geht mit den Kalk- und Zementbestandteilen des Putzes eine feste chemische Verbindung ein, es verkieselt. Da Silikatfarben kaum organische Bestandteile enthalten, sind sie ökologisch unbedenklich. Aufgrund ihrer Zusammensetzung sind sie stark alkalisch und behindern aus diesem Grund die Bildung von Schimmel. Silikatfarben lassen sich immer wieder mit dem gleichen Werkstoff überstreichen.

Bitte beachten Sie zur Verarbeitung von Silikatfarben folgenden Hinweis: Das Bindemittel dieser Farbe besteht aus Wasserglas, das ätzend auf alle glasierten Oberflächen wie Kacheln, Fliesen, Glas und Spiegel wirkt. (Das ist auch der Grund dafür, dass sich Silikatfarbe so intensiv mit dem Kalk oder Zement des Untergrundes verbindet).  Alle glasierten Oberflächen sollten daher vor der Verarbeitung sorgfältig mit Folie wasserfest abgedeckt werden. Evt. Fleckenmüssen sofort noch im nassen Zustand mit viel Wasser entfernt werden. Eingetrocknete Flecken hinterlassen Ätzspuren, die später nicht mehr zu beseitigen sind!

Für die als überflüssig angesehenen Fliesenflächen, gibt es leider keine Lösung. Zwar gibt es einen Hersteller, der Putze anbietet, die auf Fliesen haften. Da es sich hierbei aber um Kunststoffputze handelt, kann eine Wasserdampf-Aufnahme nicht stattfinden. Wir möchten daher empfehlen, die überflüssigen Fliesen abzuschlagen und den Untergrund mit einem Kalkputz zu egalisieren. Zementputze eignen sich nicht, da deren Wasserdampf-Aufnahmefähigkeit eingeschränkt ist.

Wenn Ihnen der Aufwand, alte Anstriche und Fliesen zu entfernen, zu groß ist, können wir Ihnen folgende Alternative anbieten: Die Verkleidung dieser Flächen mit ca. 2 cm dicken Kalzium-Silikat-Platten.

Kalzium-Silikat-Platten sind ein neu entwickeltes Ausbau-Material, das nicht nur zur Wärmedämmung eingesetzt wird. Diese Platten sind unbrennbar (Brandklasse A1), leicht von Gewicht, zug- und druckfest. Sie sind formstabil und unterliegen keinen Ausdehnungs-schwankungen. Sie haben eine mikroporöse Struktur, d. h., es sind unendlich viele kleine Luftblasen in diesem Material eingeschlossen.

Kalzium-Silikat-Platten bestehen überwiegend aus Kalk und feinem Sand mit geringen Zelluloseanteilen. Sie sind daher als ökologisch unbedenklich einzustufen. Sie sind abweisend gegen Wasser in flüssiger Form. Trotzdem haben sie eine sehr gute Wasserdampf-Aufnahme-Fähigkeit, so dass die „Atmung“ der Wände, auf denen Kalzium-Silikat-Platten angebracht werden, in keiner Weise behindert wird. Aus diesem Grund wirken sie als „Feuchtigkeits-Puffer“. Sie können im Raum befindliche überschüssige Luftfeuchtigkeit aufnehmen und diese später bei wechselndem Raumklima und vernünftiger Lüftung dosiert wieder an die Raumluft abgeben.

Kalzium-Silikat-Platten behalten bei diesem Vorgang der „Feuchtigkeits-Abpufferung“ stets eine trockene Oberfläche. Dadurch werden die Wachstumsbedingungen für Schimmelpilze stark eingeschränkt. Unterstützt wird dieser Effekt zusätzlich durch die Alkalität der Platten. Sie können ihre guten Eigenschaften aber nur dann entfalten, wenn ihre Oberfläche ebenfalls diffusionsoffen (d. h. atmungsaktiv) gestaltet wird. Als Anstrich sind daher Innen-Silikatfarben zu empfehlen, da diese ebenfalls eine ungehinderte Wasserdampf-Durchlässigkeit zulassen. Außerdem gehen Silikatfarben mit den Kalkbestandteilen der Platten eine chemische Verbindung ein, sie verkieseln mit ihnen. Innen-Silikatfarben lassen sich mit dem gleichen Material immer wieder überstreichen (siehe oben!).

Kalzium-Silikat-Platten müssen direkt auf dem Untergrund verklebt werden. Die Montage auf einer Lattung, um einen Luftzwischenraum zu schaffen, ist bauphysikalisch nicht in Ordnung und fördert die Bildung von Kondenswasser Zwischenraum.

Wir überlegen, einen beheizten Wintergarten an das Haus anzubauen, der früher oder später auch gewerblich genutzt werden soll. Sind für diese Zweckverwendung spezielle Richtlinien zur Vermeidung von Lärm-und Geruchsimmissionen, aber auch zum Brandschutz zu beachten?

Für direkt an Wohngebäude angebaute „Glashäuser“ oder Wintergärten, die für Wohnzwecke genutzt werden, braucht man eine Baugenehmigung, erst recht, wenn der Anbau gewerblich genutzt werden soll.

Wintergärten unterliegen wie andere Gebäudeteile auch den Bauvorschriften des Bundes sowie der jeweiligen Bundesländer und den speziellen Ortsatzungen der Gemeinden. Da in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Bauordnungen gelten und die Vorschriften auch von den örtlichen Gegebenheiten und der Lage des Grundstücks abhängen, können wir Ihnen nur allgemeine Hinweise geben.

Einschränkungen können z. B. bestehen bezüglich der Baugrenzen, des Bauvolumens, der Gestaltung, der Dachneigung, der Materialwahl u. ä. Daneben gelten Vorschriften der Standsicherheit, des vorbeugenden Brandschutzes (Sicherheitsabstand zum Nachbargrundstück), des Wärmeschutzes, Sicherheitsvorschriften für die Bedachung des Glasanbaus usw. Für die Erteilung einer Baugenehmigung muss eine „vorlageberechtigte Person“ (je nach Bundesland sind das Architekten, Bau-Ingenieure und Meister einiger Bauberufe) ein Bauantrag eingereicht werden. Vordrucke erhalten Sie in Fachgeschäften für Bürobedarf oder direkt bei der Baubehörde. Das Genehmigungsverfahren ist gebührenpflichtig.

Zusammen mit dem Bauantrag müssen in der Regel folgende Anlagen eingereicht werden:
•    Flurkartenausschnitt (erhältlich beim Katasteramt), aus dem die Lage des Baugrundstücks, der benachbarten Grundstücke sowie die Lage des geplanten Wintergartens ersichtlich sind (Lageplan).
•    Bauzeichnung: Grundriss, Schnitt, Vorder- und Seitenansicht des Wintergartens und seine Anbindung an das Wohngebäude mit Maßangaben im Maßstab 1 : 100 oder 1 : 50.
•    Nachweis der Standsicherheit (Statik); hier ist im Allgemeinen ausreichend, die Querschnitte der tragenden Konstruktionsteile in die Bauzeichnung einzutragen.
•    Baubeschreibung, d. h. eine kurze Darstellung der Baumaßnahme, sofern die Angaben noch nicht in den Plänen enthalten sind, z. B. Materialien, Baustoffe und geschätzte Baukosten.
•    Nachweis des Wärmeschutzes (siehe Wärmeschutzverordnung) für beheizbare Glashäuser/Wintergärten, die als ständiger Aufenthaltsraum geeignet sind.
•    Nachweis einer ausreichenden Be- und Entlüftung.
•    Bei gewerblicher Nutzung ist ein Nachweis von Fluchtwegen erforderlich.

Wir haben noch keinerlei Bauerfahrung und würden deshalb gern wissen: Sollten wir in jedem Fall zwei Architekten anhören? Kann der Architekt uns genau sagen, was das Haus am Ende kostet? Hat ein Architekt schon seine "fertigen" Planunterlagen , nach denen er geht und möchte gar nichts anderes bauen? Gibt es dazu so etwas wie eine Anleitung?

Für Ihr Problem, den richtigen Architekten und einen passenden Entwurf für die geplanten Neubauten zu finden, gibt es leider kein Patentrezept.
Es empfiehlt sich im Vorfeld, eine umfassende Eigeninitiative zu entwickeln. Halten Sie am Wochenende nach schönen, neu gebauten Häusern Ausschau. Die stolzen Besitzer geben meist gern Auskunft. Erkundigen Sie sich im Kreis Ihrer Freunde und Bekannten. Mundpropaganda hilft oftmals; - ein zufriedener Bauherr empfiehlt seinen Architekten weiter.
In ein Gespräch mit einem Architekten sollten Sie nicht unvorbereitet gehen. Bei Sondierungsgesprächen sollten Sie erkunden, ob der betreffende Architekt bereits vergleichbare Objekte betreut hat. Es wäre sehr gut, wenn er Ihnen Referenzobjekte nachweisen könnte. Daneben gibt es eine große Anzahl von Zeitschriften, die sich mit dem Thema Bauen beschäftigen. In der Fülle von Bildern und Zeichnungen werden Sie viele Anregungen finden.  Außerdem sollten Sie ganz genaue Vorstellungen für den zur Verfügung stehenden Kostenrahmen haben.

Wenn Sie in dieser Weise gut vorbereitet das Gespräch mit einem Architekten suchen, können Sie Ihre Wünsche und Vorstellungen so effektiv übermitteln, dass er eine Basis für einen unverbindlichen Vorentwurf hat. So lässt sich feststellen, ob der Planer Ihre Vorstellungen umsetzt. Ihre Ideen und Vorstellungen sollten Sie offen mit dem Architekten diskutieren und anschließend genau festschreiben. Ein guter Planer nimmt die Wünsche nicht nur einfach hin, er zeigt Alternativen auf und eröffnet dem Bauherrn neue Perspektiven. Viele Architekten nehmen einen Fragebogen zur Hilfe. Ein solcher Vorentwurf ist – in der Regel – allerdings mit Kosten verbunden. Das ist zu bedenken, um vor späteren Überraschungen gefeit zu sein. Die Überraschung liegt in einem stillschweigend zustande gekommenen Architektenvertrag. Diesen müssen Sie immer in Betracht ziehen, wenn Sie auf der Suche nach ersten Informationen einen Architekten bitten, Ihnen Vorschläge zu machen. Sie verbinden mit einer solchen Bitte zumeist die Vorstellung, dass dies noch nichts kostet, zumal Sie die Gelegenheit nutzen möchten, um sich einen ersten Eindruck von dem Architekten zu verschaffen. Über ein Honorar wird dabei meist gar nicht gesprochen. -  Tatsächlich sind viele Architekten auch bereit, in gewissem Umfang kostenlose Leistungen zu erbringen, um für sich zu werben und sich für den zu erteilenden Auftrag zu empfehlen. Man bezeichnet das als kostenlose Akquisition, - im Gegensatz zur kostenpflichtigen Tätigkeit aufgrund eines geschlossenen Vertrages. Aber die Grenze ist fließend. Sie ist vor allem umkämpft, wenn Sie sich nach den ersten in Anspruch genommenen Diensten gegen den Architekten entscheiden und dann von ihm eine Rechnung erhalten.
Aus diesem Grund sollten Sie sich umfassend über das Rechtsgebiet der Architektenverträge und der Honorar-Ordnung informieren.

Ein Haus nach den eigenen Vorstellungen zu bauen, ist eine riesige Herausforderung. Denn in aller Regel verfügen Bauherrn über keinerlei Erfahrung, wenn es um die Planung und später an den Bau des Traumhauses geht. Hilfe nicht nur bei der Gestaltung, sondern auch bei der Steuerung der Bauarbeiten und der Termin- und Kostenkontrolle bieten Architekten an. Doch wie findet man den Architekten oder die Architektin, der die eigenen Träume in die Tat umsetzen kann? Und welches Honorar wird für deren Leistung berechnet? Damit guter Rat weder bei der Planung noch bei der abschließenden Rechnung teuer zu stehen kommt, sollten sich Bauherrn gründlich auf die Zusammenarbeit mit einem Architekten vorbereiten und per Vertrag ein festes Fundament für das gemeinsame Projekt legen. Wie das zu erreichen ist, erfahren Sie in diesen Ratgebern:

„Planen und Bauen mit dem Architekten“.
Versandservice Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)
Postfach 11 16, 59930  Olsberg
e-mail: versandservice@vzbv.de

„Richtig bauen: Ausführung, Neubau und Umbau"
STIFTUNG WARENTEST, Vertrieb,
Postfach 81 06 60, 70523 Stuttgart
www.test.de/buecher

Eine gute Organisation und konsequente Kontrolle der Baustelle von Anfang an helfen Pannen vorzubeugen. Das Buch begleitet Bauherrn, von der Baustellen-Einrichtung über die Kontrolle der einzelnen Schritte bis hin zu Fertigstellung. Eine umfassende Darstellung des Vertragsrechts (Architekten-Vertrag, Honorarordnung) hilft unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Mit den Checklisten für alle Gewerke und zahlreiche Vorlagen für Ihre Arbeit behalten Sie stets einen Überblick

Das A + O für eine wirkungsvolle und zufriedenstellende Zusammenarbeit mit einem Architekten ist die gründliche Vorbereitung Ihrerseits. Es lassen sich nur dann Zeit und Kosten sparen und Ärger vermeiden, wenn Sie Ihre Vorstellungen über Gestaltung und Kosten so genau wie möglich vermitteln können. Je mehr Sie selbst gedankliche Vorarbeiten leisten, je besser Sie sich – auch durch die empfohlene Lektüre – vorbereiten, desto mehr Kosten können Sie sparen.

Darf man einen Neubau ohne Wärmedämm-Verbundsystem errichten?

Selbstverständlich können Sie Ihren Neubau ohne Wärmedämm-Verbundsystem nach den geltenden Vorschriften der Energie-Einsparverordnung errichten lassen,. Es gibt mehrere Baustoffe, mit denen das möglich ist:

  • Poroton Leichtziegel mit Polystyrol-Füllung

  • Leichtbeton Hohlblocksteine mit Polystyrol-Füllung

  • Porenbeton (Gasbeton).

Ihr Architekt kann für jeden Baustoff die erforderliche Wanddicke errechnen.

Weiter besteht die Möglichkeit einer „zweischaligen“ Bauweise. Dabei wird auf die massive tragende Innenwand eine Wärmedämmung aus Mineralwolle-Matten aufgebracht, die nach außen durch eine gemauerte „Außenschale“ abgeschlossen wird.

Gibt es Anbieter, die nachträglich behindertengerechte Aufzüge in ein fertiges Haus bauen?

Nachstehend übermitteln und wir Ihnen eine Liste von Herstellern, die Senkrecht-Aufzüge und Lifte besonders zum nachträglichen Einbau anbieten. Wir möchten Ihnen empfehlen, Informationsmaterial direkt anzufordern.

Vitaroll GmbH.

In der Bain 8 - 55270 Zornheim

Telefon: (1 80) 5 44 51 77 (0,12 €/Min.)

F A X : (0 61 36) 92 51 53

e-mail: info@vitaroll.de

Internet: www.vitarolle.de

PERFEKTA-LIFT GmbH

Halskestraße 3 - 40880 Ratingen

Telefon: (0 21 02) 29 99 18

F A X : (0 21 02) 59 79 74

e-mail: perfektalifte@aol.com

Internet: www.perfektalifte.de

Liftkomplett Vertiebs- und Service GmbH.

Josef-Haamann-Str. 5 - 96896 Freudenberg/Main

Telefon: (0 93 75) 92 99 66 – 0

FAX : (0 93 75) 92 99 66 – 66

E-mail: info@liftkomplett.de

Internet: www.liftkomplett.de

Schumacher Aufzüge GmbH.

Weißer Str. 153 - 50999 Köln-Rodenkirchen

Telefon: (02 21) 80 04 70 – 0

FAX . (02 21) 80 04 70 – 70

E-mail: info@schumacher-aufzuege.de

Internet: www.schumacher-aufzuege.de

Schönau Maschinenfabrik GmbH.

Ottensener Straße 68 - 22526 Hamburg-Eidelstedt

Telefon: (0 40) 54 00 96 – 0

FAX: (0 40) 54 00 96 – 66

E-mail: info@schoenau-gmbh.de

Internet: www.schoenau-gmbh.de

OSMA-Aufzüge

Albert Schenk GmbH & Co. KG

Postfach 337 - 49023 Osnabrück

Telefon: (05 41) 58 46 – 0

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Die Übermittlung von Adressen und Liefernachweisen erfolgt ohne jede Gewähr. Sie erfolgt völlig neutral, ohne jede Bevorzugung oder Empfehlung. Die Übermittlung von Adressen bedeutet nicht, dass wir die Produkte oder Dienstleistungen des jeweiligen Herstellers oder Anbieters in irgendeiner Form bewerten und herausstellen oder dass wir sie geprüft hätten.

Inwiefern gelten die Vorschriften der EnEv für denkmalgeschützte Häuser?

Die Energie-Einsparverordnung 2002 (EnEv) stellt hohe Anforderungen an den Wärmeschutz bei neu zu errichtenden Wohngebäuden. Der Gesetzgeber verlangt jedoch nicht, bestehende Gebäude an diesen Standard anzupassen (Bestandsschutz), da dies zur Folge hätte, dass der weitaus größte Teil des Wohnungsbaubestandes zwangsweise unter einem erheblichen und auch kaum zumutbaren Aufwand nachgerüstet werden müsste. Das beträfe nicht nur den kaum wärmegedämmten Baubestand der 1950er und 1960er Jahre, sondern auch stuckverzierte Gründerzeitgebäude, Fachwerkhäuser und Baudenkmäler. So werden in den §§ 16 + 17der Energie-Einsparverordnung 2002 (EnEv) Ausnahmen für Baudenkmäler oder besonders erhaltenswerte Bausubstanz zugelassen.

Bei Baudenkmäler und besonders erhaltenswerten Gebäuden dürfen die Eigentümer von den Anforderungen der Energie-Einsparverordnung 2009 (EnEV) abweichen, wenn die geforderten Maßnahmen das Erscheinungsbild beeinträchtigen würden oder wenn der Aufwand dafür unverhältnismäßig hoch wäre.

Wer kann mich (vor Ort) bezüglich möglicher Beheizungs- und Wasserversorgungsmethoden bei meinem Haus beraten?

Sicherlich wird ein unabhängiger Energieberater Sie beraten können, auf welche Weise Sie Ihr Haus beheizen und mit Warmwasser versorgen können.

Viele Eigentümer verlassen sich auf den Rat ihrer Heizungsfirma, ihres Maurers, Malers/Putzers, Fensterbauers oder vertrauen guten Freunden und Kollegen. Allerdings haben die wenigsten davon ein umfassendes Konzept. Sie sehen nur ihr eigenes Gewerk und nicht das Haus als Ganzes. Zudem sind viele ortsansässige Handwerker auf ein bestimmtes Produkt oder einen bestimmten Hersteller eingeschworen.

Deshalb ist es ganz wichtig, eine neutrale, umfassende Beratung über sämtliche auf dem Markt befindliche Produkte und innovative Lösungen zu bekommen. Längst nicht alle „Energieberater im Handwerk“ sind vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zertifiziert oder sind in der „Dena-Liste“ der Deutschen Energiespar-Agentur (www.energie-effizienz-experten.de) aufgeführt.

Denn leider ist die Bezeichnung „Energieberater“ nicht geschützt und auch nicht an spezielle Qualifikationen gebunden. Jedermann kann sich „Energieberater“ nennen. Das hat zur Folge, dass eine große Zahl von Scharlatanen Hausbesitzern Qualifikationen vorgaukelt, die nicht vorhanden sind. Sie erstellen Sanierungsprogramme, die wertlos sind und kassieren dafür große Honorare, die durch nichts gerechtfertigt sind. Neutrale und unabhängige Energieberater haben in der Regel ein technisches Studium absolviert, oftmals sind es aber auch Handwerksmeister, Techniker oder Schornsteinfeger mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation. Genauso wichtig wie die Ausbildung ist die in der Praxis erworbene Erfahrung, wie das komplexe System „H a u s“ funktioniert.

Der Energieberater muss unabhängig und neutral gegenüber Unternehmen sein, die Produkte wie Heizungen, Wärmepumpen, Solaranlagen, Fenster oder Dämmsysteme herstellen oder anbieten.

Relative Sicherheit gibt Ihnen die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) herausgegebene Beraterliste. Darüber hinaus gibt es die „Dena-Liste“ der Deutschen Energiespar-Agentur (Dena). (www.energie-effizienz-experten.de). Wer auf einer dieser Listen aufgeführt ist, muss unabhängig sein und einen Lehrgang für Energieberatung absolviert haben.

Seit dem 01. Juni 2013 gewährt die KfW-Bank nur dann Kredite und Zinszuschüsse, wenn für die Planung oder die Begleitung einer energetischen Maßnahme ein bei der KfW-Bank zertifizierter Energieberater tätig wird. Es werden nur noch Energieberater akzeptiert, die in der Datenbank www.energie-effizienz-experten.de aufgeführt sind.

Sanierungen, die ein Experte begleitet, der nicht in der Datenbank aufgeführt ist, werden nicht mehr gefördert.

Allerdings verrät auch die Experten-Listen nicht, ob der Energieberater z. B. ein Architekt ist und sich daher besonders für Planungsaufgaben eignet, oder ob es sich um einen Heizungsfachmann handelt, der auf Haustechnik spezialisiert ist. Aus diesem Grund sollten Sie mit dem in Aussicht genommenen Energieberater ein unverbindliches Vorgespräch führen. Fragen Sie ihn nach seiner Qualifizierung, nach Referenzen und Arbeitsschwerpunkten, bevor Sie ihn mit der Untersuchung Ihres Hauses beauftragen.

Nachdem der durch die KfW-Bank zertifizierte Energieberater Ihr Haus genau untersucht hat, bekommen Sie einen Bericht. Darin wird der „Ist-Zustand“ des kompletten Hauses ausführlich analysiert. Der Energieberater schlägt mehrere Varianten für eine Heizungsanlage und eine Warmwasser-Verssorgung vor und rechnet Kosten und die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Varianten durch. Zusätzlich gibt er Ihnen Auskunft darüber, welche Fördermittel Sie erhalten können. Diese Beratung ist absolut unverbindlich. sie verpflichtet Sie zu nichts und lässt Ihnen jeden Spielraum. Sie können freiwillig entscheiden, ob und welche Maßnahmen Sie durchführen möchten.

Was viele Bauherren nicht wissen: Der Energieberater kann nicht nur Maßnahmen empfehlen, er kann – die entsprechende Qualifikation vorausgesetzt – zusätzlich die fachgerechte Ausführung der Modernisierungsmaßnahmen überwachen. Auf diese Weise können Fehler, die immer wieder auftreten, noch während der Bauphase behoben werden.

Nur die von der KfW-Bank zertifizierten Energieberatern durchgeführte „Vor-Ort-Beratung“ wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gefördert. Die ausführliche Beratung kann für ein Einfamilienhaus bis zu 750 € kosten, jedoch übernimmt das Bafa davon 400 €, bei Häusern mit drei Wohnungen 360 €.

Alle Zuschüsse beantragt der Berater. Sie werden an ihn gezahlt, und er gibt die Zuschüsse an Sie weiter. Auf der Abrechnung der Beratungskosten muss der Zuschuss für den Auftraggeber sichtbar und nachprüfbar aufgeführt werden.

Die Anschrift des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle lautet:

Frankfurter Straße 29 – 31, 65760 Eschborn/Ts., Telefon: (0 61 96) 9 08 – 0

internet: www.bafa.de

Ist es überhaupt möglich, den Bau eines Hauses selbst durchzuführen und zu finanzieren? An wen kann man sich bezüglich der Planung und Auswahl von Material etc. wenden?

Sicherlich gibt es „Selbstbau-Häuser“ oder „Bausatzhäuser“ die Ihren Preisvorstellungen entsprechen. Entscheidend bei Ihrer Planung ist jedoch Ihr Grundstück und damit die Herstellung einer geeigneten Bodenplatte, auf der das Haus stehen soll. Um das zu erreichen werden Sie sicherlich die Hilfe eines Bausachverständigen in Anspruch nehmen müssen. Wie wir die Situation beurteilen, wird die Herstellung der Bodenplatte erhebliche Summen kosten.

Nachstehend übermitteln wir Ihnen die Anschriften von Haus- oder Bausatzanbietern, bei denen Sie genauerer Informationen einholen können:

Baumaterial: Porenbeton, Leichtbeton:

  • YTONG Bausatzhaus Süd GmbH.

Rheinstr. 110, 77866 Rheinau-Freistett

Telefon (0 74 33) 90 97 90

  • Baustein Bausatzhaus-MV De

Wolfgang Karst

Zirzipanenweg 8, 17033 Neubrandenburg

Telefon: (03 95) 56 38 362

Baumaterial: Schalungssteine

  • Isorast-Produkte GmbH.

Postfach 11 61, 65219 Taunusstein-Hambach

Telefon. (0 61 28) 9 52 60

  • HTM Bausatzhaus GmbH

Graf-Zeppelin-Str. 9, 72525 Münsingen

Telefon: (0 7381) 9 30 90

  • MAGU Bausystem GmbH.

Im Dreiangel 2, 78183 Hüfingen

Telefon: (07 71) 9 22 50

Holzbau, Fertighausbau

  • Hagemann Hans Ingenieur. GmbH.

Mörikestr. 2, 69429 Walsbrunn

Telefon: (0 62 74) 92 86 40

  • B & S Selbstbausysteme GmbH. & Co. KG.

Lüssweg 10, 86971 Peiting

Telefon: (0 88 69) 9 31 21

Wie baut man eine Fachwerkfassade inklusive Wärmedämmung auf?

Eine Fachwerkfassade unterscheidet sich ganz wesentlich von allen anderen bekannten Fassadentypen. Wegen des unterschiedlichen Ausdehnungs- und Schwundverhaltens der Holzständer gegenüber den Ausmauerungen der Gefache treten im Gegensatz zur massiven Bauweise erhebliche Scherkräfte auf. In einer Fachwerkfassade ist immer „Bewegung“. Es ist grundsätzlich auf eine ungehinderte Wasserdampf-Durchlässigkeit (Atmung) der gesamten Konstruktion zu achten, um Feuchtigkeits-Schäden der Holzständer zu vermeiden. Diese Wasserdampf-Durchlässigkeit findet in dieser Form nur bei Fachwerkfassaden statt, im Gegensatz zur massiven Bauweise, von der diese Erscheinung zwar immer behauptet wird aber tatsächlich nicht stattfindet.

Soll die Wärmedämmung der Fachwerkfassade verbessert werden, ist man in der Regel bemüht, geeignete Dämm-Maßnahmen auf der Innenseite anzubringen, um das schmückende Aussehen der Fassade nicht zu verändern. In vielen Fällen, wie z. B. bei schlechtem Erhaltungszustand, hoher Schlagregenbelastung und wenn eine Wärmedämmung von Innen nicht angebracht werden kann, wird es erforderlich sein, eine Fachwerkfassade zu verkleiden. Es gibt nur wenige Verfahren, die den besonderen Eigenschaften des Fachwerks gerecht werden und folgende Bedingungen erfüllen:

  1. Ungehinderte kapillare Wasserdampf-Durchlässigkeit (Atmung) von innen nach außen und umgekehrt.

  2. Aufnahme und Ableitung der Bewegungskräfte.

Diese Forderungen an eine äußere Wärmedämmung werden am sichersten durch eine „vorgehängte hinterlüftete Fassade“ erfüllt. Für deren Aufbau ist folgende Arbeitsweise vorzuschlagen:

  1. Auf den Untergrund werden im Abstand der Breite des Dämm-Materials Kanthölzer geschraubt oder gedübelt. Die Höhe dieser Hölzer richtet sich nach der Dicke der Wärmedämmung. Je nach Ausbildung der Hinterlüftung (siehe unten) sollten 2 – 3 cm zugegeben werden.

  2. Zwischen die Kanthölzern werden Mineralwollematten geklemmt und mit dem Untergrund verdübelt (Tellerdübel). Die Wärmedämmung muss pressgestoßen lückenlos und ohne jede Fuge eingebaut werden. Damit diese Forderung erfüllt werden kann, sollte der Abstand zwischen den Kanthölzern 0,5 cm kleiner sein, als die Mineralwolle-Matten breit sind.

Polystyrol-Platten sind ungeeignet, da sie einerseits zu starr sind, um sich den Bewegungen der Konstruktion anpassen zu können, andererseits hat dieses Dämm-Material bei Temperaturschwankungen ein ausgeprägtes Ausdehnungs- und Schwundverhalten, d. h., es kann sich im Winter bei niedrigen Temperaturen so stark zusammenziehen, dass Spalten und Lücken zwischen den einzelnen Platten entstehen.

Die Dicke des Dämm-Materials muss von einem Baufachmann (Architekt-Bauingenieur) unter Berücksichtigung des bestehenden Wandaufbaus berechnet werden. Sie muss so gewählt werden, dass der „Taupunkt“ – nach Durchführung der Arbeiten - nicht in der Fassaden-konstruktion liegt.

  1. Anschließend wird die gesamte Fläche mit einer wasserabweisenden, dampfdiffusionsoffenen Folie (Klimamembran) überspannt. Die Nähte müssen luftdicht verklebt werden.

  2. Danach kann die Montage der Lattung erfolgen, welche die äußere Fassadenhaut tragen soll. Diese kann aus einer Verbretterung oder aus Fassadenplatten bestehen. Hierbei ist zu beachten, dass zwischen Wärmedämmung und Außenhaut ein Luftzwischenraum von 2 - 3 cm Tiefe geschaffen wird, der durch eine wirksame Hinterlüftung einen ausreichenden Luftaustausch gewährleistet. Dieser Luftzwischenraum kann auf verschiedene Weise hergestellt werden: Durch eine größere Dimensionierung der Kanthölzer (siehe oben) oder durch eine Konterlattung mit sich rechtwinklig kreuzenden Latten, die mit entsprechenden Lücken eine durchgängige Belüftung gewährleisten. – Der Luftzwischenraum sollte im Sockel- und Dachbereich durch ein feinmaschiges Drahtgitter abgeschlossen werden, damit kein Ungeziefer, Mäuse usw. hineingelangen kann.

  3. Die Fassade kann anschließend nach außen in vielfältiger Weise abgeschlossen werden, z. B. durch

Holz. Hier sind die verschiedensten Formen der Verbretterung z. B. als Stülp- oder Deckelschalung möglich.

Fassadenplatten gibt es beim Baustoff- oder Bedachungsgroßhandel in einer sehr großen Auswahl unterschiedlichster Farben und Formen.

Wie lässt sich eine Treppe aus Betonwerksteinplatten neu gestalten?

Die einzige Möglichkeit, das Aussehen des Fußbodens Ihrer Treppe zu verbessern, ist, ihn mit einem Vinyl-Fußbodenbelag zu bekleben. Dieser Fußbodenbelag wird in vielen verschiedenen Dessins und Farben angeboten. Der Belag ist strapazierfähig, trotzdem relativ dünn und trägt nicht stark auf. Allerdings erfordert er, bedingt durch die geringe Dicke, einen absolut glatten Untergrund. Das bedeutet, dass die vorhandenen Betonwerksteinplatten absolut plan verlegt sein müssen. Hervorstehende Fugen oder Ecken würden sich sonst im Vinylbelag abzeichnen. Vermutlich wird es erforderlich sein, in jedem Fall die Fugen mit einer Spezialspachtelmasse zu egalisieren und auszufüllen.

Wie plant und setzt man die Sanierung eines Fertighauses um?

Besonders bei der Sanierung älterer Fertighäuser ist große Sorgfalt geboten, und es sollte immer auf die spezielle hersteller-bezogene Konstruktion des Hauses geachtet werden, die bei jedem Hersteller und oftmals bei jedem Typ verschieden ist. Massive Eingriffe in die Substanz, der Einbau oder die Verwendung fremder (moderner !?) Baumaterialien oder Werkstoffe können gefährliche Auswirkungen auf das Haus haben.

Sanierungsmaßnahmen oder Reparaturen sollten daher nur von Handwerksbetrieben durchgeführt werden, die sich mit den speziellen bauphysikalischen Eigenschaften von Fertighäusern auskennen. Da alle Fertighaus-Hersteller Service- und Kundendienst-Abteilungen unterhalten, empfiehlt es sich, den ursprünglichen Hersteller mit der Sanierung oder Reparatur zu beauftragen. Falls jedoch dieser nicht mehr existiert, sind auch die meisten anderen Fertighaus-Hersteller in der Lage, die erforderlichen Arbeiten sachgerecht auszuführen.

Darüber hinaus kann Ihnen der

  • Bundesverband Deutscher Fertigbau, BDF

Flutgraben 2, 53604 Bad Honnef

Telefon: (0 22 24) 93 77 – 0

F A X : (0 22 24) 93 77 - 77

Internet: www.bdf-ev.de

E-Mail : info@bdf-ev.de

qualifizierte Fachkräfte oder Betriebe nachweisen. Dazu gehört z. B. als Service-Betrieb das Tochterunternehmen eines großen Fertighaus-Herstellers. Dort hat man sich besonders auf die Sanierung und den Umbau von Fertighäusern spezialisiert:

  • ok Bauservice GmbH

An den Flachsrotten 2 - 31020 Salzhemmendorf

Telefon: (0 51 53) 80 37 – 0

Internet: www.ok-bauservice.de

E-Mail : info@ok-bauservice.de

ok-Bauservice GmbH verfügt über Niederlassungen in der gesamten Bundesrepublik.

Ein weiteres Unternehmen hat sich besonders auf die Sanierung von Fertighäusern spezialisiert, die mit Formaldehyd belastet sind:

  • renopan AG

Maarweg 32 - 53691 Rheinbreitbach

Telefon. (0 22 24) 96 00 3 – 0

FAX: (0 22 24) 96 00 3 – 29

Internet: www.renopan.de

E-mail: renovieren@renopan.de

Bin ich als Hauskäufer direkt verpflichtet das Haus weiterhin energetisch zu sanieren?

Grundsätzlich müssen lt. Energie-Einsparverordnung (EnEV) bei Hauskäufen Verbesserungen der Wärmedämmung und an der Heizungsanlage erst 2 Jahre nach einem Eigentümerwechsel durchgeführt werden.

Der Gesetzgeber verlangt jedoch nicht, bestehende Gebäude an den neusten Standard der EnEV anzupassen (Bestandsschutz), da dies zur Folge hätte, dass der weitaus größte Teil des Wohnungsbaubestandes zwangsweise unter einem erheblichen und auch kaum zumutbaren Aufwand nachgerüstet werden müsste. Das beträfe nicht nur den kaum wärmegedämmten Baubestand der 1950er und 1960er Jahre, sondern auch stuckverzierte Gründerzeitgebäude, Fachwerkhäuser und Baudenkmäler.

Der Gesetzgeber verlangt lediglich, dass bei Änderungen oder Instandsetzungen an der Gebäudehülle, beim Austausch ganzer Bauteile (z. B. Fenster) oder wenn über 20% des Putzes der Fassade erneuert werden, sinnvolle ökonomische und technische Verbesserungen im Wärmeschutz vorgenommen werden. Das heißt, es werden in der Regel Anpassungen erst dann erforderlich, wenn Bauteile ohnehin ersetzt oder verändert werden, so dass die Verbesserung der Wärmedämmung möglichst geringe (zusätzliche) Aufwendungen mit sich bringt. Im § 4, Abs. 3 des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) ist der Grundsatz festgeschrieben, dass Maßnahmen im Gebäudebestand in der Weise sinnvoll sein sollen, dass damit sowohl eine wesentliche Reduzierung von Wärmeverlusten erreicht wird als auch eine Amortisation in einer angemessenen Frist. Das heißt, dass die durch die Wärmedämmung erzielten Energie-Einsparungen wirtschaftlich sein müssen. Im § 11 der Heizkosten-Verordnung ist festgelegt, dass eine Wirtschaftlichkeit nur bei einer Amortisation innerhalb von 10 Jahren gegeben ist. Experten vertreten die Auffassung, dass es kaum Maßnahmen gibt, die sich innerhalb von 10 Jahren rechnen.

Wer sich angesichts dieser Argumente gegen eine Wärmedämmung entscheidet, musste bislang die Baubehörden nicht fürchten. Kontrollen werde es vermutlich nur in Ausnahmefällen geben, vermuten Baufachleute. Bislang sei kein einziger Fall bekannt geworden, bei dem zuständige Baubehörden eine Kontrolle durchgeführt oder Strafen verhängt hätten. Die Ämter verweisen auf einen Mangel an Fachpersonal.

Wieso sind Lindan und PCB in Holzteilen eines Wohnobjekts schädlich? Wie kann man ihren Anteil feststellen?

Lindan wurde in den 1970/1980er Jahren in Holzschutzanstrichen eingesetzt.

Der Anwendungsbereich von PCB war sehr viel größer:

  • Kondensatoren und Motoren in Waschmaschinen, Wäscheschleudern und Leuchtstoffröhren,

  • Weichmacher in Lack-, Dispersionsfarben, Holzpolituren, Fußbodenbeschichtungen, Fugen-Dichtungsmassen und Kitten.

Das tückische an PCB liegt darin, dass viele Materialien PCB aus Primärquellen oder der Raumluft aufnehmen, es speichern und nach der Entfernung der Primärquellen weiter PCB an die Raumluft abgeben können. Dadurch werden z. B. Möbel, Fußbodenbeläge, Wand- und Deckenverkleidungen, Anstriche und Tapeten verseucht. Die Herstellung von PCB wurde ab 1983 eingestellt.

Nur ein Baubiologe oder ein speziell ausgebildeter Architekt kann den Zustand Ihres Hauses analysieren und mögliche Sanierungs- oder Umbaumaßnahmen vorschlagen. Durch eine Fernberatung ist das leider nicht möglich.

Wo finde ich genaue Beratung für einen (altersbedingten) Umbau meines Wohnobjekts?

In über 130 Städten und Gemeinden gibt es Beratungsstellen für „Wohnungsanpassung“, d. h. für behinderten- und altersgerechtes Wohnen, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Aber auch wenn keine solche Beratungsstelle in Ihrer Nähe ist, können Ihnen weiterhelfen:

  • das Sozialamt Ihrer Gemeinde oder Ihres Landkreises,

  • das Wohnungsamt Ihrer Gemeinde oder Ihres Landkreise,

  • eine Sozialstation in Ihrer Gemeinde.

Adressen von Wohnberatungsstellen in Bundesländern und umfassende Informationen können Sie anfordern vom:

Sozialwissenschaftlichen

Forschungs- und Beratungsinstitut

Behrenskamp 5 E - 33611 Bielefeld

Telefon: (05 21) 98 25 56 64

internet www.wohnungsanpassung.de

Darüber hinaus geben noch weitere bundesweit tätige Institutionen Informationen zur „Wohnungsanpassung“ und behinderten- und altersgerechtes Wohnen an. (Sie bieten allerdings keine persönliche Wohnberatung an):

Bundesministerium

für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen

Robert-Schumann-Platz 1 - B o n n

Telefon: (02 28) 3 00 – 0

F A X : (02 28) 3 00 - 34 28

Arbeitsgemeinschaft Wohnberatung e. V. (AGW)

Postfach 70 05 - 53070 B o n n

Telefon: (02 28) 26 40 11

internet: www.agw.de

Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)

-Wilhelmine-Lübke-Stiftung e. V.-

An der Pauluskirche 3 - 50677 K ö l n

Telefon: (02 21) 93 18 47 – 0

internet: www.kda.de/wohnen

Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung

Stiftung Hospital – c/o Wohnberatungsstelle

Hospitalstraße 35 – 37, 66606 St. Wendel

Telefon: (0 68 51) 8 90 81 82

F A X : (0 68 51) 8 90 85 55

e-mail: info@wohnungsanpassung.de

Für den altersgerechten bzw. barrierefreien Umbau können Sie sowohl Fördergelder als auch zinverbilligte Kredite erhalten.

Altersgerechtes Umbauen das bedeutet:

Barrierereduzierender oder –entfernender Umbau, z. B. Stufen zur Eingangstür überbrücken, beidseitige Handläufe, Aufzug einbauen, Türöffnungen verbreitern, Wohnungsgrundriss anpassen, Schwellen abbauen, Anpassung oder Einbau von Bädern, mit dem Ziel, eine selbstbestimmte und unabhängige Lebensführung, unabhängig vom Alter und ohne jede Einschränkung, in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.

Bei allen Umbauten sind technische Mindestanforderungen einzuhalten. Eine Tür muss z. B. nach der Erweiterung mindestens 80 cm breit sein, ein Waschtisch mindestens 50 cm tief und ein Türdrücker in einer Höhe zwischen 85 + 105 cm angebracht sein. Der Architekt oder das beauftragte Handwerks-Unternehmen muss bestätigen, dass die Anforderungen erfüllt werden.

Antragsberechtigt sind private Eigentümer von 1- und 2-Familienhäusern bzw. Eigentumswohnungen, Wohneigentümergemeinschaften sowie Mieter.

Kreditkonditionen:

Darlehen bis zu 50.000 € pro Wohneinheit, Laufzeit 30 Jahre, Zinsbindung 10 Jahre, effektiver Jahres-zins von 2,47 bis 3,09%, genaue Zinssätze unter: www.kfw.de.

Fördermittel:

Der Zuschuss beträgt 8% der Umbaukosten, maximal 4.000 € pro Wohnung. Erreicht das Gebäude den Standard „Altersgerechtes Haus“ beträgt der Zuschuss 10% oder maximal 5.000 €

Ausführliche Informationen zum Förderprogramm unter www.kfw.de,

oder am Info-Telefon: 0800/5 39 90 02.

Beachten Sie bitte, dass Fördermittel, Zuschüsse und Zinsverbilligungen niemals nachträglich gewährt werden. Alle Anträge müssen vor Beginn der jeweiligen Maßnahme gestellt werden.

Einige Fördermittel sind an die Bedingung geknüpft, dass die Arbeiten von Fachleuten aus-geführt werden. Ein entsprechender Nachweis (Handwerker-Rechnung) ist der Förderstelle vorzulegen.

Ist das eine Frage?

Scheinbar. Und ja, das ist eine Antwort.

Bester Tester
Wie kann ich ein Harfengitter im offenen Treppenhaus sanieren, ohne dass der Rest des Hauses zu sehr verdreckt?

Die einfachste Methode, Schleifstaub zu vermeiden, ist das „Nass-Schleifen“ mit wasserfestem Schleifpapier. Man faltet es und taucht es vor dem Gebrauch in einen Eimer mit Wasser und Spülmittel. Nach Beendigung der Schleifarbeiten muss der Untergrund mit klarem Wasser und Spülmittel abgewaschen und getrocknet werden. Danach wird der Untergrund mit weißem Haftgrund gestrichen.

Dann erfolgt die eigentliche Lackierung – am besten mit einem runden Pinsel.

Wir suchen einen Architektenverband, der sich auf die Sanierung von Altbauten zu barrierefreien Wohnungen spezialisiert hat.

Bei der großen Zahl von Architekten ist es kaum möglich, Fachleute auszuweisen, die sich auf diese Aufgabe spezialisiert haben. Zudem wird es nicht leicht sein, ein kleines Büro zu finden, das auf so individuelles Bauen eingestellt ist. In jedem Fall kann Ihnen die für Ihre Region zuständige Architektenkammer bei der Suche weiterhelfen. Daneben gibt es in über 130 Städten und Gemeinden Beratungsstellen für „Wohnungsanpassung”, d.h. für behinderten- oder altersgerechtes Wohnen. Adressen dieser Wohnungsberatungsstellen und umfassende Informationen gibt es beim Sozialwissenschaftlichen Forschungs- und Beratungsinstitut in Bielefeld und online unter www.wohnungsanpassung.de.

Welche Möglichkeiten bestehen, mit geringen finanziellen Mitteln einen wirksamen Schutz vor dem Lärm einer angrenzenden Straße zu bauen?

Das sagen unsere Experten: In Frage kommen zum einen Hecken, deren Schallschutzwirkung aber oft überschätzt wird. Die Hecken müssen ausreichend hoch und bis zum Boden belaubt sein, die Pflanzung sollte auf mindestens 50 Metern Länge erfolgen. Wirksamer sind Lärmschutzwände. Diese brauchen nicht breiter als eine Garteneinfriedung zu sein, sollten aber unbedingt eine ausreichende Höhe haben. Absorbierende Wände mit einer rauen Oberfläche halten den Schall besser ab als reflektierende Wände aus glatten Materialien. Eine einfache Möglichkeit zum Selbstbau bieten zum Beispiel aufeinandergetürmte und mit Erde gefüllte Betonringe, die man anschließend mit Sträuchern bepflanzen kann. Bevor Sie eine Lärmschutzwand errichten, sollten Sie aber beim Bauamt nachfragen, ob dafür eine Genehmigung erforderlich ist.

Wir suchen für die Schalldämmung der Wand zwischen den Kinderzimmern eine Lösung. Haben Sie einen Vorschlag?

Sie können vor die bestehende Wand eine zweite in Trockenbauweise setzen - eine sogenannte Vorsatzschale. Dazu wird im Abstand von fünf Zentimetern vor der Wand ein Gerüst aus Holzständern oder Metallprofilen errichtet, das schalltechnisch von den umgebenden Bauteilen komplett abgekoppelt sein muss. Zwischen die Ständerkonstruktion und die Wand, die Decke sowie den Fußboden wird jeweils ein Streifen Filz oder Mineralwolle gelegt. Das mit nur wenigen Schrauben unter der Decke und auf dem Fußboden befestigte Gerüst wird lückenlos mit bis zu sechs Zentimeter starken Holzweichfaser-Dämmplatten ausgekleidet. Der Abschluss zum Raum wird durch zwei Lagen Gipsfaserplatten hergestellt. Auch diese dürfen nicht dicht an die Wände, die Decke und den Fußboden anschließen. Daher muss ein Spalt von etwa einem Zentimeter offen bleiben, der mit elastischer Acryl-Dichtungsmasse (kein Silicon!) verschlossen wird.

Wir sind 2001 in unser schlüsselfertig errichtetes Haus eingezogen. Seither hatten wir einige Schäden. Was müssen wir beachten, falls nach Verstreichen der Gewährleistungspflicht weitere Mängel auftauchen?

Sie sollten Ihr Haus vor Verstreichen der Gewährleistungsfrist von einem Baufachmann überprüfen lassen. Er wird Ihnen helfen, offensichtliche und möglicherweise auch versteckte Mängel an Ihrem Haus ausfindig zu machen, damit diese gegenüber der Baufirma rechtzeitig und richtig geltend gemacht werden können. Da die Bezeichnung Sachverständiger nicht geschützt ist, sollte man immer einen öffentlich bestellten und vereidigten - das heißt einen bei Gericht zugelassenen - Sachverständigen beauftragen. Adressen erhalten Sie bei der örtlichen Industrie- und Handelskammer.

In unserem Wochenendhaus macht sich Schimmel breit. Wie lässt sich der entfernen?

Schimmel lässt sich zum einen mit Pilzgift (Fungizid) entfernen, was aber aus gesundheitlichen Gründen nicht empfehlenswert ist. Auch reiner Alkohol (Brennspiritus) tötet Pilzsporen zuverlässig ab. Der Alkohol muss dafür satt aufgetragen werden und längere Zeit einwirken.

Da dabei hochexplosive Alkoholdämpfe entstehen können, darf nur bei weit geöffneten Fenstern gearbeitet werden. Essig oder Essigreiniger sind, anders als oft angenommen, nicht zum Abtöten von Schimmelpilzen geeignet. Kein Mittel hilft allerdings auf Dauer.

Grundvoraussetzung für eine dauerhafte Neutralisierung ist die Abwesenheit von Feuchtigkeit.

In unserem ausgebauten Dachgeschoss ist das Dach oberhalb des bewohnten Bereichs bereits gedämmt. Nun möchten wir auch die gemauerten Seitenwände im Kniestock noch isolieren. Wie gehen wir hierbei am besten vor?

Die Abseiten des ausgebauten Dachgeschosses können Sie ganz einfach mit 20 Zentimeter dicken Matten aus Mineralwolle dämmen. Diese werden verklebt und sollten zusätzlich mit Tellerdübeln gesichert werden. Der Einbau muss möglichst pressgestoßen, also ohne Fugen und Ritzen, erfolgen. Wenn sich Fugen nicht vermeiden lassen, müssen diese mit Montageschaum ausgefüllt werden. Da das Dämmmaterial auf der kalten Seite eingebaut wird, ist eine Dampfsperre nicht erforderlich. Von der Verwendung von Styropor raten wir ab, da dieses Material lediglich schwer entflammbar ist. Mineralwolle dagegen ist unbrennbar und bietet damit eine zusätzliche Sicherheit.

Unser Haus hat ein Flachdach mit Fünf-Zentimeter-Korkdämmung. Im Sommer ist es sehr warm, im Winter sehr kalt. Können wir die Dämmung auch von innen verbessern?

Grundsätzlich ist eine Innendämmung durchaus sinnvoll. Zu beachten ist, dass die gebräuchlichsten "leichten" Dämmstoffe, die gut gegen Wärmeverluste im Winter schützen, nicht gleichermaßen die sommerliche Hitze abhalten. Dafür ist auch eine gute Wärmespeicherfähigkeit erforderlich, wie sie zum Beispiel Holzweichfaserdämmplatten haben. Die Dämmstoffdicke muss von einem Fachmann berechnet werden. Mit Sicherheit werden Sie einige Lagen übereinander montieren müssen.

Der Vorbesitzer unserer Wohnung war starker Raucher. Wie ist es möglich, die Nikotinspuren dauerhaft zu beseitigen?

Nikotin ist geruchlos und verfliegt. Was als Nikotingeruch bezeichnet wird, ist das Kondensat aus dem Tabakrauch. Dieser Teer schlägt sich auf Decke, Wänden, Fußböden und Möbeln nieder und dringt in Ritzen und Fugen ein. Ein Überstreichen mit wasserverdünnbaren Farben reicht meist nicht aus. Empfehlenswert sind daher Wandanstriche mit einer lösemittelhaltigen „Schnell-Renovierfarbe“.

Tapeten und Teppichböden sollte man entfernen. Problemzonen sind häufig Fußleisten und Türbekleidungen. Sie streicht man am besten mit lösemittelhaltiger Lackfarbe und achtet darauf, dass Ritzen und Fugen mit der Farbe abgedeckt oder ausgestrichen werden.

Wir möchten unser Wohnzimmer neu tapezieren und eine Schalldämmung an der Wand zum Nachbarn anbringen. Was eignet sich hierfür am besten?

Um die Schalldämmung zu verbessern, können Sie vor die bestehende Wand eine zweite in Trockenbauweise setzen, eine so genannte Vorsatzschale. Das ist relativ aufwendig und benötigt Platz. Im Abstand von mindestens fünf Zentimetern von der Wand wird ein Gerüst aus sechs Zentimeter breiten Holzständern oder Metallprofilen errichtet.

Damit die Konstruktion schalltechnisch komplett abgetrennt ist, wird zwischen den Ständern und den umgebenden Bauteilen lückenlos ein Streifen Filz oder Mineralwolle gelegt. Kein Teil der Konstruktion darf direkten Kontakt mit Wänden, Decken und Fußböden haben. Zwischen den Ständern werden mehrere Lagen Holzfaser-Dämmplatten mit einer Gesamtdickee von sechs Zentimetern lückenlos angebracht.

Zum Schluss wird die gesamte Konstruktion mit zwei Gipskartonplatten (jeweils 15 Millimeter stark) abgeschlossen. Sie werden versetzt montiert und dürfen keinen Kontakt mit Wänden, Fußboden und Decke haben.

Wir wohnen in einem Reihenhaus und hören aus dem Nachbarhaus jeden Schritt auf der Treppe, die direkt an der Wand montiert ist. Wie lässt sich Abhilfe schaffen?

Das beim Begehen der Treppe erzeugte Geräusch wird als "Körperschall" durch die Trennwand weitergeleitet und wie bei einem Resonanzkörper oft noch verstärkt. Nur wenn es gelingt, die Treppe von der Hauswand abzukoppeln, lässt sich der Effekt beseitigen. Dazu müsste die Treppe so umgebaut werden, dass zwischen der wandseitigen Treppenwange und der Trennwand ein Abstand von mindestens drei Zentimetern hergestellt wird. Die Treppenwange darf keinerlei Kontakt mit der Wand haben, auch nicht durch Schrauben oder andere Befestigungen. Von dieser Maßnahme profitiert allerdings immer nur der jeweilige Nachbar.

In meinem Haus ist eine 35 Jahre alte Treppe aus Terrazzomarmor. Ich würde sie gern mit einer neuen Oberfläche versehen. Können Sie mir dafür etwas empfehlen?

Alte Terrazzoböden sind über Jahrzehnte mit großen Mengen unterschiedlichster Fußbodenpflegemittel behandelt worden. Davon ist, weil der Boden sehr porös ist, viel in den Untergrund gewandert, wo es sich abgelagert hat. Dies verträgt sich nicht mit einem neuen Anstrich. Die einzige Möglichkeit, den Terrazzofußboden aufzufrischen, besteht daher darin, ihn abzuschleifen und neu zu versiegeln. Solche Arbeiten führen Fachbetriebe aus.

Unser Baugrundstück liegt nicht weit von einer relativ stark befahrenen Straße. Damit wir nicht den ganzen Krach - vor allem von den Lkws - ins Haus bekommen, wurde uns geraten, das Haus aus Beton zu bauen, weil dieser schwere Baustoff die besten Schallschutzeigenschaften hat. Wir können uns aber nur schwer mit diesem Gedanken anfreunden, hätten lieber mit herkömmlichen Bausteinen gebaut. Gibt es keine Bausteine, die ebenfalls schalldämmend wirken?

Bis vor wenigen Jahren ging man tatsächlich davon aus, dass das Gewicht eines Baustoffs maßgeblich dafür ist, wie viel Schall durch eine Wand dringen kann. Neuere Untersuchungen kommen aber zu anderen Ergebnissen. Zum Beispiel halten die gebräuchlichen 30 oder 36,5 cm dicken Plansteine aus Porenbeton bei einschaliger Bauweise den Lärm besser ab. Und das, obwohl Porenbeton zu 80 % aus Luft besteht. Die Millionen winziger mit Luft gefüllter Poren sorgen dafür, dass der Schall optimal gedämmt wird. Auch die Innenwände mit weniger dicken Steinen dämmen den Luftschall zufriedenstellend.

Wir werden in Kürze mit dem Rohbau beginnen. Die Ausführung erfolgt mit Bimssteinen. Ist es tatsächlich möglich, diese Steine zu "kleben" statt herkömmlich zu mauern?

Die Dicke der Mörtelfugen hat keinen Einfluss auf die Stabilität des Mauerwerks. Die Fugen sind bei Steinen erforderlich, deren Abmessungen große Toleranzen aufweisen. Das Mörtelbett dient in diesem Fall nur dazu, die unterschiedlichen Größen und Dicken auszugleichen. Seit es möglich ist, Mauerwerkstoffe wie zum Beispiel Planziegel herzustellen, die nur noch ganz geringe Maßtoleranzen aufweisen, können die Steine im "Dünnbettverfahren" oder durch "Kleben" absolut stabil miteinander verbunden werden.

Ich möchte die Außenfassade meines Hauses mit Wänden aus gestampftem Lehm erneuern. Wo finde ich Firmen, die sich damit auskennen?

Häuser aus gestampftem Lehm wurden bis Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut. Das Wissen über diese Technik ist seitdem mehr und mehr verloren gegangen, so dass nur noch wenige Handwerker in der Lage sind, sachgerechte Reparatur- und Sanierungsarbeiten vorzunehmen. Adressen und weitere Informationen erhalten Sie beim Dachverband Lehm, Postfach 1172, 99409 Weimar, Tel. (03643) 77 83 49, www.dachverband-lehm.de.

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