Bauen & Modernisieren

Fragen und Antworten zum Thema Keller & Garage

Das Wohnglück-Team gibt Ihnen die richtigen Antworten, Ratschläge und Tipps rund um den wichtigsten Ort der Welt: Ihr Zuhause. Bitte beachten Sie, dass die Vorschläge nur unverbindlich sein können, da unsere Experten die geschilderten Sachverhalte nicht vor Ort überprüfen konnten und sich somit ausschließlich auf Ihre Beschreibung stützen.

Ich würde gern meinen Keller dämmen. Ist dafür zum Beispiel eine Dampfsperre nötig? Wie geht man dabei am besten vor, was können Sie empfehlen?

Voraussetzungen für das Anbringen einer Wärmedämmung auf der Innenseite von Außenwänden (Kellerwänden) sind:

  • Die Außenwand muss trocken und schlagregendicht/wasserdicht sein.
  • Die Dämmstoff-Dicke muss ausreichend sein – nur einige Zentimeter sind absolut ungenügend.
  • Das Dämm-Material muss an jeder Stelle vollflächigen Kontakt mit der Außenwand haben. Hohlstellen sind in jedem Fall zu vermeiden.
  • Die Innendämmung muss auf der Raumseite mit einer sorgfältig ausgeführten Dampfsperre luftdicht abgeschlossen werden.

Am einfachsten lässt sich eine Innendämmung als „Vorsatzschale“ in Leichtbauweise herstellen. Eine Vorsatzschale besteht aus einer zweiten Wand, die von innen her gegen die Außenwand gesetzt wird. Der Aufbau einer bauphysikalisch einwandfreien Vorsatzschale sollte wie folgt geschehen:

Auf die Wände werden 8 cm dicke Holzständer gedübelt. Die Zwischenräume müssen lückenlos mit 8 cm dicken Mineralwolle-Matten oder Polystyrol-Platten ausgefüllt werden. – Eine Dämmstoffdicke von nur 3 cm reicht nicht aus! - Konstruktionsbedingte Ritzen und Fugen, die sich nicht vermeiden lassen, müssen mit Montageschaum ausgefüllt werden.

Ganz gleich, mit welchem Dämm-Material die Innendämmung hergestellt wird, der Dämmstoff  muss an jeder Stelle vollflächigen Kontakt mit dem Untergrund haben. Ein  Luftzwischenraum zwischen Wärmedämmung und Wand muss in jedem Fall vermieden werden. Unebene Wände müssen vor der Montage der Innendämmung mit einem geeigneten Mörtel egalisiert werden. Ein Voranstrich der Wände mit „Kalk-Mineralfarbe“ ist ungeeignet.

Oftmals besteht die Auffassung, das Dämm-Material auf einer Lattung anzubringen, um einen Luftzwischenraum (Hohlraum) zur Entlüftung zu schaffen. Diese Vorstellung ist bauphysikalisch falsch. In einem solchen Hohlraum kann sich leicht Kondenswasser (Tauwasser) bilden, das zu einer Durchfeuchtung von Wand und Innendämmung führen kann.

Besonderes Augenmerk ist auf die Wärmedämmung im Bereich der Fenster zu richten. Damit keine Wärme-/Kältebrücken entstehen, muss die Wärmedämmung auch in der Laibung bis an den Fenster-rahmen geführt werden, selbst wenn in diesem Bereich nur eine geringere Dämmstoffdicke eingebaut werden kann.

Die gesamte Wärmedämmung wird anschließend mit einer Spezialfolie als Dampfsperre verschlossen. Dabei ist zu beachten, dass alle Nähte und die Anschlüsse an den  anschließenden Wänden, an Decke und Fußboden sowie an Fenstern und durchgeführten Rohren  sorgfältig luftdicht abgeschlossen werden. Das muss mit einem Spezial-Klebeband oder mit einem Butyl-Kautschuk-Kleber aus der Kartusche geschehen. Einfaches doppelseitig klebendes Teppichband ist dafür nicht geeignet, weil es nicht alterungsbeständig ist. Dabei ist zu beachten, dass selbstklebende Bänder auf rauem Holz oder auf Putzoberflächen nur kurze Zeit haften. Für diese Anschlüsse gibt es spezielle Kartuschenkleber. Die Abdichtungen können aber auch mechanisch mit einem Kompriband und einer zusätzlichen Anpressleiste dauerhaft  hergestellt werden. Alle Klebestellen müssen absolut staubfrei sein. Rohre und Kabeldurchführungen sind mit Gummimanschetten am sichersten abzudichten. 

Vorsicht beim Befestigen von Regalen und Bildern ! Die Dampfsperr-Folie darf nicht durch Nägel oder Schrauben beschädigt werden. 

Zum Schluss kann die gedämmte Fläche mit Gipskarton–, Gipsfaserplatten oder Profilholz verschlossen werden.        

Wenn die Wärmedämmung der Außenwände dazu beitragen soll, die Raumtemperatur im Keller zu erhöhen oder wenn der gedämmte Keller-Raum geheizt werden soll, ist ein Wärmedämmung der Kellerdecke nicht erforderlich.

Ich würde gerne eine Innenwand, die vor ein paar Jahren von einem Waserschaden betroffen war, und eine bisher nicht betroffene Kellerwand mit einer Antischimmelfarbe bzw. blockenden Deckfarbe bestreichen. Macht beides Sinn und welche Produkte sollten gewählt werden?

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Anstrichtypen von Isolier- und Abdeckfarben:

Wasserverdünnbare Isolierfarben (Dispersionsfarben): Diese Farben decken in vielen Fällen leichte Wasser- und Nikotinflecken mit 2 Anstrichen ab. Je nach Intensität und Alter der Wasserflecken können starke Verschmutzungen durch den Wasseranteil angelöst werden und beim Trocknen wieder an die Oberfläche „durchschlagen“. Schimmelbefall kann man mit diesen Farben nicht zuverlässig abdecken, da der Wasseranteil Schimmelsporen wieder aufleben lässt.

Lösemittelhaltige Isolierfarben (Schnellrenovierfarben): Wenn man starke  Verschmutzungen sicher abdecken möchte, empfiehlt sich eine lösemittelhaltige Isolierfarbe. Mit dieser Farbe erzielen Sie schnell und einfach gute Ergebnisse. Es ist keine spezielle Grundierung oder Vorstreichfarbe erforderlich. Oftmals erreichen Sie bereits mit einem satten Anstrich ein zufriedenstellendes Ergebnis. Die Farbe trocknet schnell und spannungsfrei auf, ohne später abzuplatzen, sie ist scheuerbeständig. Sie lässt sich einfach mit einer kurzflorigen Rolle verstreichen und bildet eine gleichmäßige tuchmatte Oberfläche. Dabei kommt es nach der Anwendung in der Anfangsphase zum Abdunsten der Lösemittel. Das kann zur Geruchsbelästigung führen. Nach Ausdunsten der Lösemittel      verbleibt oftmals noch ein leichter Geruch von Pflanzenölen. Dieser systembedingte Ölgeruch ist in den ersten 14 Tagen wahrnehmbar und klingt mit zunehmender Aushärtung der Pflanzenöle ab. Durch regelmäßige Lüftung kann dieser Zeitraum verkürzt werden. Isolier-/Schnellrenovierfarben gibt es auch in Kleingebinden (5 Liter).

Wir möchten Ihnen empfehlen, sich im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft)  beraten zu lassen.

Schimmelbildung lässt sich durch einen vorbeugenden Anstrich kaum verhindern. Die Ursache für Schimmelbildung ist eine ständige Feuchtigkeitsbelastung, die mit einem Anstrich nicht verhindert werden kann. Das ist nur durch wirksame Lüftung und ausreichende Wärmedämmung möglich.

Sicherlich können Sie mit den oben genannten Anstrichfarben eine Kellerwand streichen, Das ist aber wie mit „Kanonen auf Spatzen schießen“. Wenn die Kellerwand bereits mit Dispersionsfarbe (Binderfarbe) gestrichen wurde, kann das weiter geschehen. Ideal sind Innen-Silikatfarben, allerdings nur auf Kalkanstrichen oder ungestrichenem Putz oder Kalksandstein. Silikat-Farben gehen mit mineralischen Untergründen eine unlösbare Verbindung ein, sie verkieseln mit ihnen. Zusätzlich wird die Wasserdampf-Durchlässigkeit (Atmung) in keiner Weise behindert. 

Wir möchten unseren Garagenboden neu machen. So ein Boden wird ja ziemlich belastet, gibt es eine Bodenfarbe, die das alles aushält?

Die Beschichtung eines Garagen-Fußbodens unterliegt starken Belastungen: Das große Gewicht des Autos lastet immer auf der gleichen Fahrspur. In den Vertiefungen der Reifen wird Sand und Split eingeschleppt, die wie Schmirgel wirken. Weichmacher halten die Reifen elastisch. Aber diese Weichmacher können auch Fußbodenbeschichtungen aufweichen. Autos verlieren Öl und Benzin, und im Winter gelangt Salzwasser (Tausalz) auf den Garagen-Fußboden. 


Die für zementgebundene Fußböden angebotenen „normalen“ Farben sind daher für die Beschichtung von Garagen-Fußböden nicht geeignet, sie halten den oben geschilderten Belastungen nicht stand. Für diesen Zweck gibt es spezielle 2-komp. Kunststoff-Beschichtungen (Epoxidharz), die folgende Eigenschaften haben müssen:

  • mechanisch abriebfest,
  • öl- und benzinfest,
  • salzwasserbeständig, 
  • beständig gegen Weichmacherwanderung

Derartige Beschichtungen erhalten Sie nur im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft).


Bei der Verarbeitung ist zu beachten, dass die beiden Komponenten der Kunststoff-Beschichtung sorgfältig miteinander vermischt werden müssen (Gebrauchsanleitung beachten).  Damit die Beschichtung die späteren Belastungen aushält, sind die Vorarbeiten mit  äußerster Sorgfalt durchzuführen:

  • Neue und noch nicht beschichtete Untergründe sollten sorgfältig von Staub und Schmutz befreit werden. Sie müssen trocken und staubfrei sein. Neu ausgeführte Garagen-Fußböden und Ausbesserungen mit Zementestrich können erst nach einer Abbindezeit von mindestens 28 Tagen beschichtet werden.

  • Verschmutzungen durch Öl, Fett und Gummiabrieb müssen vor der Beschichtung restlos entfernt werden. Die meisten Hersteller von Kunststoff-Beschichtungen bieten dafür geeignete Reiniger an. Ein Heißwasser-Hochdruck-Reiniger kann die Reinigungsarbeiten wirksam unterstützen.

  • Alte vorhandene Anstriche müssen restlos abgeschliffen und der Garagen-Fußboden anschließend sorgfältig entstaubt werden (Staubsauger)
Der Waschkeller hätte neue Farbe an den Wänden verdient. Zu welcher Jahreszeit streicht man am besten den Keller neu?

Den Keller streicht man am besten bei Außentemperaturen zwischen +8°C und +16°C, also im Frühjahr oder Herbst. Bei diesen Temperaturen ist die Luftfeuchtigkeit nicht so hoch. Das bedeutet: Da Sie beim Streichen vermutlich die Kellerfenster öffnen, kann keine zusätzliche Luftfeuchtigkeit eindringen und die Farbe kann schnell abtrocknen.

Ich habe seit ein paar Jahren in den Ecken und Kanten meiner Garage entlang der Betondecke während der Wintermonate und danach Schimmel. Würde es helfen, die Wände mit Kalk zu streichen, um den Schimmel zu vermeiden?

Wenn ein Auto nach einer längeren Fahrt in der Garage abgestellt wird, kühlen sich Motor und Kühler ab, und die in der Garage befindliche Innenluft erwärmt sich. Da warme Luft mehr Feuchtigkeit binden kann als kalte, erhöht sich auch zwangsläufig mit der Erwärmung der Feuchtigkeitsgehalt der Innenluft. Diese durch das Abkühlen des Autos erwärmte Innenluft schlägt sich nun an den umgebenden - in der Regel kalten Bauteilen - (Decke und Wände) als Kondenswasser nieder. Deren ständige Durchfeuchtung führt nach einiger Zeit zur Schimmelbildung.

Zur Abhilfe gibt es zwei Möglichkeiten, die miteinander kombiniert werden sollten:

1. Schaffung einer ausreichenden Lüftung. Der Luftaustausch muss ständig stattfinden, auch dann, wenn das Auto in der Garage abgestellt wurde. In der Regel sind im Garagentor eine Reihe von Lüftungsschlitzen angebracht. Diese reichen aber für eine ausreichende Lüftung – für einen wirksamen ständigen Luftaustausch nicht aus. Um die entstandene Luftfeuchtigkeit abzuführen, ist es erforderlich, ausreichend große Luftöffnungen auch an der Rückseite (und wenn das dort nicht möglich ist, an anderer Stelle) der Garage zu schaffen, damit die erhöhte Luftfeuchtigkeit nach außen abgeführt wird.

2. Verbesserung der Wärmedämmung der Außenwände, zumindest jedoch des Daches. Leider ist es an dieser Stelle nicht möglich, eine genaue Konstruktions-Empfehlung zu geben, da uns der Aufbau Ihres Garagendaches nicht in allen Einzelheiten bekannt ist. Erschwerend kommt noch hinzu, dass es eine große Zahl unterschiedlicher Bauweisen und Typen gibt, so dass es nicht möglich ist, eine generelle Anleitung zum Einbau der Wärmedämmung zu geben.

Nach der „Garagenverordnung“ dürfen in Einzelgaragen nur nicht brennbare oder feuerhemmende Baustoffe verwendet werden, das bedeutet, dass eine nachträglich eingebaute Wärmedämmung nur mit Mineralwolle oder Kalzium-Silikat-Platten hergestellt werden kann. Die Vorschriften der „Garagenverordnung“ wurden von allen Bundesländern in ihre Landesbauordnungen oder andere Bauverordnungen übernommen.

Grundsätzlich kann ein Anstrich mit Kalk oder Silikatfarbe Schimmelbildung erschweren. Diese Anstriche erfordern jedoch einen sauberen mineralischen Untergrund (Putz, Beton usw.). Dispersionsfarbe kann man damit nicht überstreichen.

Ich habe ein teilunterkellertes Haus gekauft. Bei der Sanierung wurden die Außenmauern komplett freigelegt, repariert und mit Schlämme gestrichen. Was mache ich mit der Innenwand des Kellers, die unter dem Haus liegt? Bei uns ist der Grundwasserspiegel sehr hoch, nach starkem Regen riecht der Keller.

Nachdem Sie die im Erdreich liegenden Außenwände des Kellers freigelegt, repariert und mit „Schlämme“ beschichtet haben, gehen wir davon aus, dass in diesem Bereich keine Feuchtigkeit mehr nach Innen gelangen kann. Die von Ihnen geschilderte Problematik wird uns von sehr vielen Lesern vorgelegt. Aufgrund unserer Erfahrung auf diesem Gebiet sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass es sich in den meisten Fällen nicht um eine von außerhalb einwirkende Feuchtigkeit handelt. In der Regel ist die auftretende im Keller Feuchtigkeit „hausgemacht“. Warum das so ist, möchten wir Ihnen nachfolgend erklären:

Eine allgemeine Erscheinung, die in den letzten Jahren besonders nach Sanierungen auftritt, ist die  erhebliche Erwärmung der gesamten Häuser vom Keller bis zum Dachboden durch wirksame Heizungen, verstärkte Wärmedämmung, dicht schließende Fenster und intensivere Nutzung. Diese Erwärmung wirkt sich auch auf den Keller aus. Die „normale“ Raumtemperatur sollte im Keller mit einigen Schwankungen zwischen +8° und 10°C liegen. Es hat sich gezeigt, dass dieser Wert  zum Teil erheblich überschritten wird. Das hat vor allen Dingen eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit zur Folge.

Grundlage für alle Überlegungen ist ein physikalisches Gesetz, welches besagt:
Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte.

Das bedeutet z. B.:
• 0°C warme Luft kann pro m³ 4,8 g Wasser aufnehmen,
• 10°C warme Luft kann pro m³ 9,4 g Wasser aufnehmen,
• 17°C warme Luft kann pro m³ 14,0 g Wasser aufnehmen.

Die warme, mit Feuchtigkeit angereicherte Luft schlägt sich im Keller auf den kalten, nicht wärmegedämmten Außenwänden, dem Fußboden und auf abgestellten Möbeln als Kondensfeuchtigkeit nieder und führt zu einer langsamen Durchfeuchtung, verbunden mit Schimmelbildung (Stockflecken).

Abhilfe ist in vielen Fällen ganz einfach durch regelmäßigen und gründlichen Luftaustausch, besonders während der Heizperiode, zu erreichen.. Das heißt, die mit Feuchtigkeit angereicherte Innenluft muss durch frische trockene Außenluft ersetzt werden. (Grundlage aller Überlegungen ist das oben beschriebene physikalische Gesetz, welches besagt, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit binden kann als kalte. Das bedeutet, dass selbst bei Regenwetter der Feuchtigkeitsgehalt der kalten Außenluft geringer ist als der von wärmerer Innenluft!) Leider befinden sich in den Kellern oft nur wenige und zu kleine Fenster. Öffnen Sie – während der Heizperiode - täglich so viele Fenster und Türen wie möglich, damit es zu einem wirksamen Durchzug kommt und die feuchte Innenluft nach außen transportiert wird. Die beste Wirkung erzielen Sie, wenn Sie mehrere Stunden lang Durchzug machen.  

Im Winter bei Frost sollte täglich 10 – 15 Minuten lang gelüftet werden.
Achtung! Im Sommer, wenn die Außentemperaturen über 18°C liegen und die warme Außenluft mehr Feuchtigkeit gebunden hat, sollte nur morgens früh oder bei kühlem Wetter – also nur bei niedrigen Außentemperaturen – gelüftet werden.

Kellerräume, in denen sich Heizungsanlagen befinden, sollten gegenüber dem übrigen Keller ausreichend gut abgedichtet sein. Da die Raumtemperatur in Heizräumen in der Regel höher liegt als in den anderen Kellerräumen, ist auch hier die Luftfeuchtigkeit höher. Damit diese nicht in den übrigen Keller gelangen und sich dort als Kondenswasser niederschlagen kann, sollte die Tür zum Heizraum nicht nur gut abgedichtet, sondern auch wärmegedämmt sein.

Wenn im Keller Wohn- oder Hobbyräume eingerichtet werden, ist es zusätzlich erforderlich, für eine ausreichende Wärmedämmung des Fußbodens und der Außenwände zu sorgen.

Ich habe eine Doppelgarage die unterkellert ist. Von Zeit zu Zeit habe ich Feuchtigkeit in der Decke. Ist das Schwitzwasser, dass durch Temperaturunterschiede entsteht oder kann das auch vom Auto kommen?

Wir vermuten, dass es sich bei der Feuchtigkeit unter der Garagendecke um Kondenswasserbildung handelt. Es ist nur schwer vorstellbar, dass durch Autos so viel Regenwasser oder durch Schnee und Eis so viel Feuchtigkeit in die Garage eingeschleppt wird, dass diese die Betonfertigdecke durchdringt.

Wir können uns vorstellen, dass der einfachste Weg, die Feuchtigkeitsbildung zu verhindern, darin besteht, dass der Keller ausreichend belüftet wird. Das heißt, wir möchten Ihnen empfehlen, für einen regelmäßigen und gründlichen Luftaustausch der Luft im Keller zu sorgen. Dafür ist es erforderlich an gegenüberliegenden Seiten Fenster zu öffnen. Die beste Wirkung erzielen Sie, wenn Sie täglich mehrere Stunden lang Durchzug machen. 

Im Winter bei Frost sollte täglich 10 – 15 Minuten lang gelüftet werden. Achtung!  Im Sommer, wenn die Außentemperaturen über 18°C liegen und die warme Außenluft mehr Feuchtigkeit gebunden hat, sollte nur morgens früh oder bei kühlem Wetter – also nur bei niedrigen Außentemperaturen – gelüftet werden.
Wenn im Keller keine Fenster vorhanden sind, sollten diese dringend geschaffen werden.

An unserem Kellerabgang blättert die Farbe ab und der Zement kommt um Vorschein. An diesen Stellen wächst eine Masse, die aussieht wie Watte oder Kristalle. Was ist das und was können wir dagegen tun?

Bei der „weißen Masse, die aussieht wie Watte oder Kristalle“ handelt es sich mit Sicherheit um Salzausblühungen (Salpeter). Deren Auftreten ist immer ein Zeichen dafür, dass sich Feuchtigkeit im Mauerwerk befindet. Diese drängt zum Verdunsten an die Außenseite. Bei diesem Vorgang werden Salze, die aus Mörtel und Steinen herausgelöst wurden, an die Oberfläche transportiert, wo sie auskristallisieren.



Es müssen also an irgendeiner Stelle des Kellerabgangs schadhafte Stellen vorliegen, durch die Wasser in das Mauerwerk eindringen kann. Anders sind die Salzausblühungen nicht zu erklären. Solche Stellen können schadhafte Fugen, fehlende oder schadhafte Abdichtungen, schadhafte Regenrinnen o. ä. sein.

Um die Ausblühungen zu verhindern, müssen Sie also versuchen, diese Fehlstelle(n) aufzuspüren und sie abzudichten. Die Salzausblühungen und weiße Schleier lassen sich mit „Zementschleier-Entferner“, „Fluat“ oder verdünnter Salzsäure entfernen. Bei der Verarbeitung dieser Präparate muss mit äußerster Sorgfalt und ausreichenden Schutzmaßnahmen vorgegangen werden (Gummihandschuhe, Schutzbrille, Arbeitskleidung).

Ein Überstreichen mit Farbe ist nur dann sinnvoll, wenn es gelungen ist, die entsprechenden Stellen dauerhaft trocken zu legen. Dabei ist zu beachten, dass eine auf der Außenseite aufgebrachte Feuchtigkeitssperre bauphysikalisch nicht zu vertreten ist.

Würden Sie für den Boden einer Garage einen Estrich legen und betonieren, um anschließen Fliesen zu legen oder empfehlen Sie, die Stellfläche für das Auto mit Pflaster auszulegen?

Wir vertreten die Auffassung, dass der Garagen-Fußboden  eine absolut dichte versiegelte Oberfläche haben muss, weil sie starken Beanspruchungen unterliegt: Das große Gewicht des Autos lastet immer auf der gleichen Fahrspur. In den Vertiefungen der Reifen wird Sand und Split eingeschleppt, die wie Schmirgel wirken. Weichmacher halten die Reifen elastisch. Diese bilden zusammen mit Öl- und Benzinresten eine gefährliche Mischung. Dazu kommt noch im Winter Salzwasser (Tausalz), welches das Eindringen in den Untergrund und die Vermorschung der Betonoberfläche fördern. Die gleiche Gefahr besteht für den Fugenmörtel eines Fliesenbelages. Aus diesem Grund muss der Garagen-Fußboden als Betonplatte  fugenlos ausgeführt werden mit einer glatten versiegelten Oberfläche und einem Gefälle von 2% in Richtung der Einfahrt. Das ist erforderlich, damit eingeschlepptes Wasser ablaufen kann.

Fliesen oder Stein-Pflaster eignen sich also nicht. Dazu kommt noch ein weiterer Gesichtspunkt: Im Einfahrtbereich einer Garage sind Fliesenbeläge durch Frosteinwirkung besonders gefährdet. Selbst wenn „frostbeständige“ Fliesen verlegt werden, besteht die Gefahr, dass sich in den Fugen feine Haar-Risse bilden. Die Risse entstehen durch das unterschiedliche Ausdehnungs- und Schwundverhalten der Fliesen bei Wärme und Kälte. Dieses Verhalten lässt sich durch keine Fugen-Imprägnierung verhindern. Nach dem Kapillar-Gesetz ziehen die Haar-Risse ganz tief Wasser ein, je feiner der Riss ist, umso tiefer. Wenn dann im Winter das Wasser in den feinen Rissen gefriert, erfolgt eine erhebliche Volumenvergrößerung. Das sich bildende Eis entfaltet eine enorme Sprengkraft und treibt die Haar-Risse auseinander. Das Wasser kann noch tiefer eindringen, und  die beschriebene Entwicklung setzt sich weiter fort. Das Ergebnis: Zuerst brechen die Fugen auf, und später platzt der Belag ab.

Wir empfehlen, die Fußboden-Oberfläche der Garage mit einer speziellen 2-Komponenten-Kunststoff-Beschichtung zu versiegeln, die folgende Eigenschaften haben müsste:
•    mechanisch abriebfest,
•    öl- und benzinfest,
•    salzwasserbeständig,
•    beständig gegen Weichmacherwanderung

Derartige Beschichtungen erhalten Sie im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft).
Bei der Verarbeitung ist zu beachten, dass die beiden Komponenten der Kunststoff-Beschichtung sorgfältig miteinander vermischt werden müssen (Gebrauchsanleitung beachten). Damit die Beschichtung die späteren Belastungen aushält, sind die Vorarbeiten mit  äußerster Sorgfalt durchzuführen.

Wodurch entsteht Kondenswasserbildung auf einem Kellerboden aus Zement-Estrich und was kann man dagegen tun?

Die Ursache für die Kondenswasserbildung auf Ihrem Kellerfußboden besteht in der nicht ausreichenden oder nicht vorhandenen Wärmedämmung des Fußbodens. Mit einem wie immer gearteten Anstrich ist dieser Zustand nicht zu beheben. Die einzige Möglichkeit besteht darin, eine bauphysikalisch korrekte Wärmedämmung aufzubauen:

  1. Auf dem sauberen Estrich wird eine starke Polyäthylenfolie ausgelegt, deren Nähte sich mindestens 10 cm überlappen sollten. An den umgebenden Wänden muss die Folie wannenartig hochgezogen und befestigt werden.

  2. Lose(schwimmende)Verlegung von Platten aus extrudiertem Polystyrol XPS (z. B. Styrodur), die mindestens 10 cm dick sein müssen. Die Platten müssen fugenversetzt und ohne Lücken pressgestoßen eingebaut werden. Normales, einfaches, expandiertes Polystyrol EPS (z. B. Styropor) ist für diesen Zweck wegen geringerer Druckfestigkeit nicht geeignet.

Wenn anstelle der genannten Polystyrol-Platten Polyurethanschaum-Platten verwendet werden, kann man die erforderliche Dämmstoff-Dicke auf 6 cm zu reduzieren

  1. Als Träger des eigentlichen Fußbodenbelages werden anschließend ebenfalls lose(schwimmend) Trockenbau-Estrichelemente aus Gipsfaserplatten verlegt. Auf diesen Elementen können danach alle bekannten Fußbodenbeläge verlegt werden, auch Laminat oder Fliesen.

Durch die vorgeschlagenen Wärmedämm-Maßnahmen wird sich das Niveau des Keller-fußbodens je nach verwendetem Dämm-Material um 14 – 10 cm erhöhen. Das lässt sich aber leider nicht vermeiden.

Wie saniert man einen von Schwamm befallenen Keller?

Alle Sanierungsmaßnahmen richten sich nach der Art des Pilz- bzw. Schwammbefalls. Neben dem

  • Echten Hausschwamm (Serpula la-crimans)

können noch folgende Bauholzpilze vorkommen:

  • Brauner Kellerschwamm oder Brauner Warzenschwamm (Coniophora puteana)

  • Weißer Porenschwamm (Fibroporia vailantii, Antrodia sinuosa, Poria placenta).

Um eine wirksame Bekämpfung zu gewährleisten, ist vor Beginn jeder Sanierungsmaßnahme

eine sichere Identifizierung der Pilzart erforderlich. Die ist selbst Fachleuten kaum möglich, da die einzelnen Pilzarten untereinander leicht zu verwechseln sind. Nur durch eine molekular-biologische Bestimmung (DNA-Analyse) in einem Speziallabor kann man sich Gewissheit verschaffen.

Der Echte Hausschwamm ist der gefährlichste Schädling. Er befällt nicht nur Holz sondern auch Mauerwerk. Sein Mycel kann sich meterweit ausbreiten. Es wächst weiter, auch wenn die Feuchtigkeit entzogen wurde. Es kann jahrelange Trockenperioden überstehen. Auch gesundes Holz und Mauerwerk kann befallen werden. Der echte Hausschwamm kann in Reihenhäusern von einem Haus in das nächste wandern, auch in Bereiche, die trocken sind. Er kann Mauerwerk befallen, ohne dass das von außen sichtbar ist. Dieses kann zu einer durchgehenden Vermorschung des Mauerwerks führen, verbunden mit Stabilitätsverlust.

Aufgrund seiner Gefährlichkeit muss der Befall mit Echtem Hausschwamm – in den meisten Bundesländern – der zuständigen Bauaussichtsbehörde gemeldet werden. Sanierungs-maßnamen sind nur durch zertifizierte Fachbetriebe (mit Sachkundenachweis!) erlaubt. Befallenes Baumaterial muss als Sondermüll entsorgt werden. Sanierungsmaßnamen in Eigenarbeit sind in der Regel nicht zugelassen.

Brauner Kellerschwamm, Brauner Warzenschwamm, Weißer Porenschwamm.

Die Bekämpfung dieser Pilzsorten überlässt man am besten gleichfalls einem zertifizierten Fachbetrieb. Bei Eigenarbeit sind folgende Grundsätze zu beachten:

  • Befallenes Holz lässt sich nicht mit Holzschutz-Mitteln sanieren. Es muss restlos entfernt werden, und zwar 50 cm weit nach jeder Seite über die befallene Stelle hinaus.

  • Entfernen alter morscher Putzflächen und neu verputzen mit Luftkalkmörtel.

  • Herabsetzen der Luftfeuchtigkeit durch ständige, ausreichende und wirksame Lüftung des Kellers.

Der Betonboden meiner Garage wird rissig und die Baugewährleistung ist abgelaufen. Wie kann ich den Schaden ohne hohen Aufwand und Kosten beheben?

Ein Garagen-Fußbodens unterliegt starken Belastungen: Das große Gewicht des Autos lastet immer auf der gleichen Fahrspur. In den Vertiefungen der Reifen wird Sand und Split eingeschleppt, die wie Schmirgel wirken. Weichmacher halten die Reifen elastisch. Autos verlieren Öl und Benzin, und im Winter gelangt Salzwasser (Tausalz) auf den Garagen-Fußboden. Diesem Chemie-Cocktail aus Weichmacher, Benzin und Salzwasser sind Beton-Fußböden bei ständiger Punktbelastung in der Regel nicht gewachsen. Dazu kommen im Winter noch mögliche Schäden, wenn Salzwasser in die ersten Haarrisse eingesogen wird, und der Frost sie auseinander sprengt.

Zur Sanierung Ihres Garagen-Fußbodens möchten wir Ihnen folgenden Arbeitsvorschlag machen:

  1. Säubern des gesamten Fußbodens mit einem Heißwasser-Hochdruckreiniger.

  2. Restloses Entfernen aller morschen Estrichteile.

  3. Ausbessern der Fehlstellen mit einem Reparatur-Mörtel.

  4. Nach einer Abbindezeit von mindestens 28 Tagen mehrmalige Beschichtung mit einer Spezial-Kunststoffbeschichtung, dabei handelt es sich in der Regel um ein 2-komp. Epoxidharzsystem.

Die für zementgebundene Fußböden angebotenen „normalen“ Farben sind daher für die Beschichtung von Garagen-Fußböden nicht geeignet, sie halten den oben geschilderten Belastungen nicht stand. Für diesen Zweck gibt es spezielle 2-komp. Kunststoff-Beschichtungen, die folgende Eigenschaften haben müssen:

  • mechanisch abriebfest,

  • öl- und benzinfest,

  • salzwasserbeständig,

  • beständig gegen Weichmacherwanderung.

Derartige Beschichtungen erhalten Sie im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufs-genossenschaft).

Bei der Verarbeitung ist zu beachten, dass die beiden Komponenten der Kunststoff-Beschichtung sorgfältig miteinander vermischt werden müssen (Gebrauchsanleitung beachten). Damit die Beschichtung die späteren Belastungen aushält, sind die Vorarbeiten mit äußerster Sorgfalt durchzuführen. So sollte während der Abbindezeit des Reparatur-Mörtels die Garage nicht benutzt werden.

Was sind Eigenschaften der Kellervariante "Weiße Wanne"? Ist eine Bitumendickschicht an dessen Außenwänden nötig?

„Weiße Wannen“ sind aus Beton mit hohem Wassereindringunswiderstand hergestellt. Das heißt, Wasser darf bis zu einer Tiefe von höchstens 50 mm in den Beton eindringen.

Der Beton wird während des Abbindens warm und kühlt danach wieder ab. Dieser Vorgang kann zu Rissen führen, die nicht größer als 0,2 mm sein dürfen. Während des Abbindens muss der Beton vor dem Austrocknen geschützt werden. Das bedeutet, dass Einbau und Verdichten des Betons mit großer Sorgfalt ausgeführt werden müssen.

Schwachstellen sind Arbeitsfugen und Dehnfugen. Ein erhöhter Wasserdruck bei Hochwasser muss ebenfalls berücksichtigt werden.

Selbst wenn „Weiße Wannen“ aufgrund des hochwertigen WU-Betons keine zusätzliche äußere Abdichtung benötigen, kann es sinnvoll sein, eine Bitumen-Dickbeschichtung vorzunehmen, weil niemand vorhersagen kann, ob sich vorhandene 0,2 mm-Risse vergrößern oder Leckagen an Arbeits- und Dehnfugen auftreten.

Wie dick muss die Mauer einer Garage, die neu an ein haus angebaut wird, ungefähr sein?

Unter der Voraussetzung, dass die Garage unbeheizt bleibt, und dass ein wirksamer Luftwechsel (Lüftung) durch das Garagentor erfolgt, kann die Mauerstärke beispielsweise 24 cm betragen.

Wenn Sie einen Teil der Garage als Werkstatt o. ä. nutzen und wenn das Tor tagsüber geschlossen bleibt, besteht jedoch die Gefahr der Taupunktverlagerung und somit ein Risiko auf feuchte Innenwände und Schimmelbildung. In diesem Fall muss, um das zu verhindern, die Mauerstärke eher 30 cm betragen.

An der Innenwand meiner Garage hat sich Salpeter gebildet. Woran liegt das und kann dieser sich schädlich auf mein Auto auswirken?

Das Auftreten von Salzausblühungen (Salpeter) und weißen Schleiern ist immer ein Zeichen dafür, dass sich Feuchtigkeit im Mauerwerk befindet. Diese drängt zum Verdunsten an die Außenseite. Bei diesem Vorgang werden Salze, die aus Mörtel und Steinen herausgelöst wurden, an die Oberfläche transportiert, wo sie auskristallisieren. Es müssen also an irgendeiner Stelle der Garage schadhafte Stellen vorliegen, durch die Wasser in das Mauerwerk eindringen kann. Anders sind die Salzausblühungen nicht zu erklären.

Diese Salzausblühungen selbst haben keinerlei Einfluss auf die Karosserie Ihres Autos. Schädlich ist allein die Feuchtigkeit. Ohne genaue Kenntnis Ihrer Garage sind wir leider nicht in der Lage, Ihnen Hinweise zu deren Bekämpfung zu geben. Ganz wichtig ist in jedem Fall, dass die Garage ausreichend und ständig belüftet wird, damit die Feuchtigkeit abtransportiert wird.

Der Putz der Innenwand meiner Garage blättert in circa 20-30 cm Höhe aufgrund von Feuchtigkeit ab. Was kann ich tun?

Wir möchten Ihnen empfehlen, den alten morschen Putz zu entfernen und die Garagenwände in diesem Bereich mit einem Luftkalkmörtel oder mit einem Sanierputz abzudecken. Dieser Putz hat die gute Eigenschaft, im Mauerwerk vorhandene Feuchtigkeit auf der Oberfläche gleichmäßig zu verteilen. Das fördert die Verdunstung, ohne dass es zu Salzausblühungen (Salpeter), Schimmelbildung oder zum Abplatzen kommt.

Kann man den Boden einer Außentreppe zum Keller nach starkem Regen etc. entwässern?

Spezielle Anlagen zur Entwässerung einer Keller-Außentreppe sind uns nicht bekannt.

Wir möchten Ihnen vorschlagen das Regenwasser durch einen Sickerschacht abzuleiten. Dazu wird es erforderlich sein, einen ca. 60 – 80 cm tiefen Schacht zu graben und diesen mit sehr grobem Kies auszufüllen. Die obere Abdeckung des Schachtes muss durch einen Gitterrost geschehen.

Kann man Keller aus Natursteinen vollständig abdichten und intensiv nutzen oder dementsprechend sanieren?

Keller aus gemauerten Natursteinen stammen in der Regel aus einer Zeit, in der es noch keine wirksamen und dauerhaften Abdichtungswerkstoffe gab (Bitumen-Anstriche, Bitumen- und Kunststoff-Bahnen). Nur Natursteine hielten einer leichten und andauernden Feuchtigkeitsbelastung stand. Einfache Ziegel vermorschten mit der Zeit, und nur hartgebrannte Klinker und Natursteine blieben fest. Da Klinker durch ihre Herstellung ziemlich teuer waren, wurde auf Natursteine zurückgegriffen, die fast überall mehr oder weniger preiswert zur Verfügung standen. Natursteine wurden unbearbeitet (Bruchsteine) oder behauen verwendet.

Man ging selbstverständlich davon aus, dass es unter diesen Umständen niemals gelingen würde, einen absolut feuchtigkeitsdichten und absolut trockenen Keller zu erstellen. Die Innen-Temperaturen lagen in der damaligen Zeit ganzjährig ohne große Schwankungen im Durchschnitt bei ungefähr +8°C. Die Keller wurden daher nur zum Lagern von solchen Vorräten benutzt, die das vorhandene „Raumklima“ ertragen konnten. Außerdem waren diese Keller durch mehrere unverschlossene Öffnungen immer gut belüftet, so dass es zu keinem Feuchtigkeitsstau kommen konnte.

In den letzten Jahren ist ein erheblicher Wandel in der Nutzung der Keller eingetreten. Es werden dort nicht mehr Kartoffeln oder Kohlen gelagert, man bewahrt dort jetzt hochwertigere Dinge auf, es werden Heizung und Öltanks eingebaut und in vielen Fällen Hobby- oder Werkstatträume eingerichtet.

Die Modernisierung des Lebens hat auch das gesamte Haus erfasst. Durch wirksame Heizungen, verstärkte Wärmedämmung und den Einbau neuer, dicht schließender Fenster ist eine erhebliche Erwärmung des gesamten Hauses vom Dachboden bis zum Keller eingetreten. Diese Änderung des „Binnenklimas“ hat auch erhebliche Folgen für den Keller. Diese stellen sich wie folgt dar:

  1. Erhöhung der Luftfeuchtigkeit. Da, wie bereits oben beschrieben, auch die Luft im Keller wärmer geworden ist und warme Luft mehr Feuchtigkeit binden kann als kalte, tritt auch dort eine erhöhte Luftfeuchtigkeit auf. Die warme, mit Feuchtigkeit gesättigte Luft schlägt sich innen auf den kalten Außenwänden und dem Fußboden als Kondensfeuchtigkeit nieder und führt zu einer langsamen Durchfeuchtung, verbunden mit Salzausblühungen (Salpeter) und Schimmelbildung.

  1. Durchfeuchtung der Außenmauern (durch Eindringen von Feuchtigkeit aus dem Erdreich): Wasser hat immer den Drang, aus einer kalten Umgebung in eine wärmere vorzudringen, d. h. aus dem kalten Erdreich in die wärmere Umgebung des Kellers. Das ist ein Vorgang, der ganz langsam verläuft. Wenn der Temperatur-Unterschied zwischen innen und außen groß genug ist, kann Wasser nicht nur die Fugen meterdicker Mauern, sondern auch Beton durchdringen. Da bei Kellern aus Natursteinen die äußere Feuchtigkeits-Sperre fehlt, wird durch den oben beschriebenen Erwärmungsprozess die Durchfeuchtung der Mauern erheblich gefördert.

Leider gibt es keine Möglichkeiten, die Kellerwände auf der Innenseite gegen von außen eindringende Feuchtigkeit wirksam abzudichten. Der durch die Temperatur-Unterschiede hervorgerufene Wasserdruck in den Kapillaren ist so groß, dass alle bekannten Werkstoffe – auch feuchtigkeitshärtende Kunststoffe - bald wieder abplatzen würden.

Abhilfe ist in nur dadurch zu schaffen, dass man versuchen muss, die Temperatur im Keller so niedrig wie möglich zu halten. (Grundlage aller Überlegungen ist ein physikalisches Gesetz, welches besagt, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit binden kann als kalte. Das bedeutet, dass selbst bei Regenwetter der Feuchtigkeitsgehalt der kalten Außenluft geringer ist als der von wärmerer Innenluft!)

Daher wird es erforderlich sein, den Keller gegenüber dem übrigen Haus durch eine wärmedämmende, dicht schließende Tür abzuschirmen, damit keine warme Luft hineingelangen kann. Ähnliches gilt für eine möglicherweise vorhandene Heizung. Auch dieser Raum sollte von dem übrigen Keller gut abgeschirmt sein.

Ganz besonders wichtig ist die Zufuhr frischer trockener Außenluft durch die Schaffung einer ausreichenden Anzahl von Fenstern oder Öffnungen. Oftmals befinden sich in den Kellern leider nur wenige und zu kleine Fenster. Öffnen Sie möglichst täglich so viele Fenster und (wenn vorhanden) Außentüren wie möglich, damit es zu einem wirksamen Durchzug kommt und die feuchte Innenluft ständig nach außen transportiert wird. Die beste Wirkung erzielen Sie, wenn stundenlang Durchzug gemacht wird.

Im Winter bei Frost sollte täglich 10 – 15 Minuten lang gelüftet werden.

Achtung! Im Sommer, wenn die warme Außenluft mehr Feuchtigkeit gebunden hat, sollte nur morgens früh oder bei schlechtem Wetter – also nur bei niedrigen Außen- temperaturen – gelegentlich gelüftet werden.

Die wirksamste Methode der Trocknung ist das kontrollierte und auf die Jahreszeit eingestellte Lüften.

Sanierungsvorschlag: Sie werden Ihren Naturstein-Keller niemals intensiv, sondern nur als Lager- und Vorratsraum nutzen können. Dadurch wird es ausreichend sein, evtl. vorhandenen alten morschen Putz zu entfernen und die Kellerwände mit einem Luftkalkmörtel oder mit einem Sanierputz zu versehen. Sanierputze haben die gute Eigenschaft, im Mauerwerk vorhandene Feuchtigkeit auf der Oberfläche gleichmäßig zu verteilen. Das fördert die Verdunstung, ohne dass es zu Salzausblühungen (Salpeter), Schimmelbildung oder zum Abplatzen kommt. Auf diese Weise können Sie ohne umfangreiche Sanierungsarbeiten saubere Kellerwände erreichen.

Falls jedoch nur die Fugen zwischen den Steinen saniert werden sollen, müssen diese gut ausgekratzt und anschließend mit einem „Trassputz“ neu ausgefüllt werden. Zum Ausfugen sollte in keinem Fall ein Zementputz verwendet werden, weil dieser zu hart und unelastisch ist und keinen ausreichenden Feuchtigkeitsaustausch zulässt.

Schimmel kann man mit einem Pilzgift (Fungicid) abtöten. Aus gesundheitlichen Gründen ist das jedoch nicht zu empfehlen. Ein weiteres wirksames Mittel ist reiner Alkohol (Brennspiritus), der Pilzsporen ebenfalls zuverlässig abtötet. Allerdings reicht es nicht aus, die befallenen Flächen oder Teile damit nur leicht zu benetzen (einsprühen). Der Alkohol muss satt aufgetragen werden und längere Zeit einwirken. Dabei ist zu beachten, dass dabei Alkoholdämpfe entstehen, die hoch explosiv sind. Aus diesem Grund muss bei offenen Fenstern (Durchzug) gearbeitet werden. Selbstverständlich darf dabei auch nicht geraucht werden (Explosionsgefahr!).

Essig oder Essigreinigern sind zum Abtöten von Schimmelpilzen nicht geeignet. Man erreicht mit ihnen zwar gute Reinigungsergebnisse, sie schaffen jedoch wieder günstige Lebensbedingungen für die überwiegend säureliebenden Schimmelpilze.

Grundsätzlich ist jedoch folgende Tatsache zu beachten: Es gibt kein Mittel, dass Schimmel auf Dauer abtötet. Grundvoraussetzung für eine dauerhafte Neutralisierung ist die Abwesenheit von Feuchtigkeit. Nur in einer ausreichend trockenen Umgebung können Schimmelpilze nicht überleben. In Ihrem Fall wird es vermutlich ausreichen, den mit Schimmel befallenen Wandputz restlos zu entfernen und die Sanierung wie oben beschrieben vorzunehmen.

Wie behebe ich Feutichkeitsschäden im Keller und beuge weiteren vor?

Feuchtigkeitsschäden im Keller sind schwer zu beheben. Da das Erdreich den Keller von allen Seiten umgibt, ist die Ursache schwer zu ermitteln. Um die Stelle zu finden, an der Wasser eindringt, reicht es meist nicht aus, die feuchte Stelle zu lokalisieren. In der Regel sucht Wasser sich nicht den kürzesten, sondern immer den einfachsten Weg. Das Leck kann weit entfernt von der Stelle des Eindringens liegen. Sind die Kellerwände erst einmal durchfeuchtet, hilft es nicht, nur Symptome zu bekämpfen. Bevor irgendwelche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden, müssen die Ursachen gesucht werden, sonst tritt der Schaden immer wieder auf.

Feuchtigkeit kann durch eine fehlende oder beschädigte Sockelabdichtung von außen in das Mauerwerk eindringen. Nicht ausreichende Dachüberstände und mangelhafter Spritzwasserschutz können noch dazu kommen, besonders wenn die ans Haus anschließenden Flächen durch Pflaster oder Plattenbeläge versiegelt sind und kein ausreichendes Gefälle haben, so dass Regenwasser nicht zügig abfließen kann. Schadhafte Dachrinnen und Fallrohre können die Feuchtigkeitsbelastung noch verstärken. Feuchtigkeit im Keller kann auch durch Bäume verursacht werden, deren Wurzeln ins Mauerwerk wuchern oder Kanalrohre sprengen.

Aufsteigende Feuchtigkeit“. In der Regel verfügen alle in den vergangenen 70 – 80 Jahren erstellten Bauwerke im Fundamentbereich über eine sogen. „Horizontalsperre“. Das ist gewöhnlich eine waagerecht eingebrachte bitumierte Sperrschicht, die verhindern soll, dass in den Kapillaren (Poren) von Mauersteinen und Mörtel Feuchtigkeit aus dem Untergrund aufgenommen wird und nach oben weiter transportiert wird (kapillarer Feuchtetransport). In älteren Häusern kann sich die Sperrschicht im Laufe der Zeit zersetzt haben.

Seitlich eindringende Feuchtigkeit“. Während die „Horizontalsperre“ das Eindringen von Feuchtigkeit am Fuß des Fundaments verhindert, muss die Kellerwand zusätzlich auf der Außenseite in voller Breite und Höhe gegen seitlich aus dem umgebenden Erdreich eindringende Feuchtigkeit geschützt werden. Diese sogen. „Vertikalsperre“ besteht in der Regel aus mehreren Bitumen- (Schwarz-)Anstrichen, aus kunststoffmodifizierten Dickbeschichtungen oder aus aufgeklebten Abdichtfolien. Das war bei älteren Häusern noch nicht der Fall. Die vor 40 Jahren und früher angewandten einfachen Bitumen- und Teeranstriche haben sich im Laufe der Zeit zersetzt und damit ihre Funktion verloren.

Salzbildung – Mauersalpeter“. Diese Erscheinungen treten sehr oft bei älteren Häusern auf, die im Laufe ihres Bestehens unterschiedlich genutzt und umgebaut wurden. In früheren Zeiten, in denen es keine geregelte Abwasserableitung und Kanalisation gab, bei Viehhaltung im Haus oder in unmittelbarer Nähe, versickerten große Mengen Schmutzwasser aus Fäkalien, aus Abfall- und Dunggruben im Erdreich. Der in den Ausscheidungen von Mensch und Tier enthaltene Harnstoff wird durch das Enzym Uriase mithilfe von Bakterien in Ammoniak und weiter in Nitrit umgewandelt. Diese Bestandteile sind dann in der Bodenfeuchtigkeit gelöst. Da Wasser immer den Drang hat, aus kalten in wärmere Bereiche vorzudringen, wird die Feuchtigkeit des Erdreichs durch poröse Ziegel und durch den Fugenmörtel aufgesaugt und an die wärmere Oberfläche transportiert. Dort kristallisieren die im Wasser gelösten Salze als Mauersalpeter aus.

Kondenswasser-Bildung“. Eine allgemeine Problematik, die in den letzten Jahren immer stärker auftritt, ist die erhebliche Erwärmung der gesamten Häuser vom Keller bis zum Dach durch wirksame Heizungen, verstärkte Wärmedämmung, dicht schließende Fenster und intensivere Nutzung. Diese Erwärmung wirkt sich auch auf den Keller aus. Zusätzlich wird diese Entwicklung gefördert, wenn nachträglich Heizungsanlagen eingebaut wurden oder wenn im Keller, obwohl das ursprünglich nicht geplant war, später beheizte Hauswirtschafts- Hobby- und Wohnräume eingerichtet wurden. Die „normale“ Raumtemperatur im Keller sollte mit einigen Schwankungen zwischen +8° und 10°C liegen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass dieser Wert, besonders nach den beschriebenen Veränderungen, zum Teil erheblich überschritten wird. Das hat verschiedene Erscheinungen zur Folge, wie z. B. eine erhebliche Veränderung des Raumklimas im Keller, da warme Luft mehr Feuchtigkeit binden kann als kalte. Die warme mit Feuchtigkeit gesättigte Luft schlägt sich auf den kalten Außenwänden und dem Keller-Fußboden als Kondensfeuchtigkeit nieder und führt im Laufe der Zeit zu einer langsamen Durchfeuchtung, verbunden mit Schimmelbildung oder Abplatzen des Putzes.

Diesen Kondenswasser-Effekt kann man ganz einfach erklären:

Wenn man im Sommer bei warmen Wetter in einem Biergarten einen Krug gut gekühltes Bier trinkt, dann läuft an der Oberfläche Wasser herunter, Wasser kein Bier, denn der Krug oder das Bierglas ist ja nicht undicht. Auf der kalten Oberfläche des Bierkruges hat sich Kondenswasser gebildet, da in der umgebenden warmen Luft Luftfeuchtigkeit gebunden ist.

Um die Feuchtigkeit im Keller wirksam bekämpfen zu können, ist es erforderlich, eine genaue und fachgerechte „Bauzustandsanalyse“ durchzuführen. Dazu muss das Objekt (Keller und Haus) eingehend untersucht werden. Dabei sind folgende Einzelheiten zu überprüfen und zu beachten:

  • Grundwasserstand, wasserführende Schichten,

 

  • Lage der geschädigten Mauer im Terrain und Art des umgebenden Erdreiches,

  • Lage und Zustand einer evtl. vorhandenen Drainage,

  • Tiefe und Ausbildung des Fundaments,

  • Erhaltungszustand der Vertikalsperre.

Um diese Details zu überprüfen, wird es erforderlich sein, eine Probegrabung durchzuführen und die Kellerwand ein Stück weit freizulegen.

Weiter muss untersucht werden:

  • der Mauerwerkszustand, -aufbau und -material, z. B. Ziegelmauerwerk ein- oder zweischalig,

  • ob das Mauerwerk aus behauenen Natursteinen oder aus Bruchsteinen besteht,

  • der Wasser- und Salzgehalt der Wand.

Diese Details lassen sich nur durch ausreichend große Probebohrungen ermitteln. Die entnommenen Proben werden in einem Baustofflabor auf ihren Feuchtigkeits- und Salzgehalt untersucht. Feuchtigkeitsmessungen auf der Wandoberfläche sagen nichts über den Zustand im Innern der Mauer aus.

Die Wahl der Sanierungsmaßnahmen richtet sich auch nach

  • den klimatischen Bedingungen der geschädigten Innenräume,

  • dem Anspruch an die Sanierung und spätere Nutzung der Innenräume.

Das heißt, bei den geplanten Maßnahmen ist zu berücksichtigen, ob sich z. B. Wohnräume im Keller befinden oder ob der Keller nur zur Vorratshaltung genutzt werden soll.

Erst nachdem die Ergebnisse dieser Prüfung vorliegen, kann überlegt werden, welche Methode der Mauertrockenlegung den besten Erfolg verspricht, bzw. ob die angebotene Methode ein erfolgversprechendes Ergebnis hervorbringen kann.

Die oben beschriebene fachgerechte „Bauzustandsanalyse“ sollte nur durch einen versierten Baufachmann (Bausachverständigen) durchgeführt werden. Da die Berufsbezeichnung „Bausachverständiger“ nicht gesetzlich geschützt ist, empfiehlt es sich, einen „zertifizierten, öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen“ mit der Prüfung zu beauftragen. Anschriften von Sachverständigen erhalten Sie bei der für Sie zuständigen Industrie- und Handelskammer, möglicherweise auch in den "Gelben Seiten".

Es ist ratsam, zuerst einmal telefonisch die Aufgabenstellung und die Honorarfrage abzuklären. Jedoch lohnt es sich in jedem Fall, die Kosten für eine solche „Bauzustandsanalyse“ auszugeben. Die Erfahrungen unserer Leserberatung besagen ganz eindeutig, dass Schäden durch unqualifizierte Beratung am Ende erheblich teurer ausfallen werden. Ein Verfahren zur Mauertrockenlegung kostet meistens so viel Geld, dass man durch die vorherige Beratung durch einen unabhängigen Fachmann nur sparen kann.

Laienhafte „Basteleien“ und Ratschläge von „guten Freunden“ führen letztendlich nur zu einer Verschlechterung der Situation. Das gleiche gilt auch für Angebote vieler Firmen, die „Trockenlegungen“ anbieten. Mit geschickt gehandhabten Messgeräten kann man jedes gewünschte Ergebnis vorgaukeln. Nur ein Fachmann, der alle erforderlichen bauphysikalischen und technischen Kenntnisse besitzt, kann Ihnen wirklich weiterhelfen.

Sanierungsmaßnahmen:

Nachdem hier die verschiedenen Arten von Feuchtigkeitsschäden dargestellt worden sind, möchten wir Ihnen anschließend einige Möglichkeiten der Sanierung beschreiben.

Sockelabdichtung + Spritzwasserableitung“

Eine fehlerhafte Abdichtung des Haussockels kann verschiedene Ursachen haben: Mechanische Beschädigung, ungeeignete Wahl des Sockelputzes usw. Die Sanierung richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten. Sie sollte jedoch in jedem Fall mit einem wasserbeständigen Zementmörtel der Klasse P III ausgeführt werden. Möglicherweise kann im erdberührten Bereich ein zusätzlich abdichtender Bitumenschutzanstrich aufgebracht werden. Besonders wichtig ist, dass Regenwasser vom Haussockel weg abgeleitet wird. Pflaster, Plattenbeläge, Betonplatten, die direkt an den Haussockel stoßen, sollten ein ausreichendes Gefälle haben, damit Regenwasser zügig ablaufen kann. Wenn möglich, ist es ratsam, einen ca. 60 – 80 cm breiten Streifen zu schaffen, der keine geschlossene Oberfläche hat und der statt dessen mit grobem Kies belegt ist. Auf diese Weise wird die Spritzwasserbildung verhindert, und das Regenwasser kann versickern.

Ein ausreichend breiter Dachüberstand kann zusätzlich dabei helfen, dass die Regenwasser-Belastung des Haussockels herabgesetzt wird. Das gleiche gilt für intakte, ausreichend große und saubere Dachrinnen und Fallrohre. Feuchtigkeitsschäden, verursacht von schadhaften Dachrinnen und Fallrohren, werden oftmals unterschätzt.

Aufsteigende Feuchtigkeit“

Bei einer nicht vorhandenen oder beschädigten „Horizontalsperre“ können die unten beschriebenen Sanierungsverfahren eingesetzt werden. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass alle Maßnahmen gegen „aufsteigende Feuchtigkeit“ nur dann sinnvoll und erfolgreich sind, wenn sichergestellt ist, dass das Mauerwerk gegen „seitlich eindringende Feuchtigkeit“ mit einer „Vertikalsperre“ ausreichend geschützt ist. Ohne funktionierende „Vertikalsperre“ ist jede Maßnahme gegen „aufsteigende Feuchtigkeit“ sinnlos.

Mechanische horizontale Wanddurchtrennungen. Hier gibt es zwei Verfahren:

  1. Schrittweises Durchtrennen des Mauerwerks mit einer Spezialsäge und Einschieben einer Sperrschicht aus Bitumen oder Kunststoff.

  2. Einpressen oder Einschlagen von geriffelten Edelstahlblechen in die Mauer.

Beim Einsatz einer diamantbestückten Spezialsäge lassen sich auch Natursteinwände durchtrennen. Am einfachsten ist der Einsatz bei Ziegelmauerwerk, wo eine durchgehende Lagerfuge das Einbringen einer Sperrschicht erleichtert. Das ist jedoch nur bei einschaligem Mauerwerk möglich.

Bei beiden Methoden ist die Baustatik des gesamten Gebäudes zu beachten und die Frage, ob das Objekt überhaupt für ein Durchtrennen geeignet ist, und wenn ja, in welchen Schnittlängen das Mauerwerk geöffnet werden darf.

Injektionsverfahren

Bei diesem Verfahren wird die fragliche Mauer mit einer Spezial-Kunststoff-Flüssigkeit oder mit heißem, geschmolzenen Paraffin „geimpft“. Dadurch soll erreicht werden, dass die feuchtigkeitsführenden Poren verstopft werden und eine Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit entsteht. Mit diesem Verfahren kann also nur eine Horizontalsperre erzielt werden. Eine Vertikalsperre gegen seitlich eindringende Feuchtigkeit ist mit dem Injektionsverfahren nicht zu erreichen.

Es gibt eine große Zahl von Injektionsverfahren. Diese müssen auf den Durchfeuchtungsgrad und die Größe der Poren des Mauerwerks genau abgestimmt werden. Dazu ist es erforderlich, dass ein Baufachmann (Bausachverständiger) durch Probebohrungen eine genaue Analyse vornimmt. Feuchtemessungen auf der Wandoberfläche sind absolut untauglich. Sie geben keine Auskunft über die Situation innerhalb der Mauer.

Nach den Ergebnissen der Bohrproben kann der Typ des Injektionsmittels – porenverstopfend/wasserabweisend - ermittelt werden und ob es drucklos oder unter Druck eingebracht werden muss. Zusätzlich muss geklärt werden, ob vorbereitende Maßnahmen, wie Verfestigung oder Trocknung des Mauerwerks, notwendig sind.

Eine wichtige Informationsquelle sind die Merkblätter der

Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege eV., Edelsbergstraße 8, 80686 München, Telefon: (0 89) 57 86 97 27,

e-mail: wta@wta.de, Internet: www.wta.de.

Diese Merkblätter sind ein anerkanntes Regelwerk der Bautechnik. Im Merkblatt 4-4-96/D, „Mauerwerksinjektionen gegen kapillare Feuchtigkeit“ werden Hinweise für erforderliche Voruntersuchungen gegeben, um die jeweilige Schadensursache zu ermitteln und bautechnische Fehler aufzudecken. Das Merkblatt erläutert die Wirkungsweisen der Injektionsmittel und deren anwendungstechnische Grundsätze. Weiter werden die erforderlichen flankierenden Maßnahmen und die Qualitätskontrolle des jeweils angewandten Injektionsverfahrens beschrieben.

Erlauben Sie an dieser Stelle noch einen Hinweis zum Thema: „Selber machen“:

In Baumärkten werden eine Vielzahl von Werkstoffen angeboten, die eine erfolgreiche Mauertrocken-legung versprechen. Die Sanierung feuchter Mauern verlangt aber mehr als viele Hersteller versprechen können. So ist es nicht damit getan, ein Abdichtmittel samt Trichter oder einen Sack Sanierputz zu kaufen. Abgesehen davon, dass man erst feststellen muss, welcher Werkstoff geeignet ist, um die Schäden zu beseitigen, verlangt die Verarbeitung der einzelnen Produkte oft mehr Kenntnisse als es die Verarbeitungsanleitung beschreibt. Werden die speziellen Werkstoffe, die nicht gerade billig sind, nicht sach- und fachgerecht angewendet, hat die Sanierungsmaßnahme keinen Erfolg und die Investition war umsonst. Es gibt keine Universal-Werkstoffe, mit denen man „Aufsteigende Feuchtigkeit“ bekämpfen kann. Nach den Erkenntnissen namhafter Baufachleute sind z. B. drucklose Mauerwerks-Injektionen, d. h., das Einfüllen von Injektionsflüssigkeiten mit Trichtern, in den meisten Fällen wirkungslos. Wir möchten Ihnen dringend raten, die Schadensanalyse (siehe oben!) durch einen Fachmann vornehmen zu lassen. Das gleiche gilt für die anschließenden Sanierungsarbeiten, bei denen Sie jedoch möglicherweise durch eigene Mithilfe tätig sein können.

Seitlich eindringende Feuchtigkeit“

Vor Feuchtigkeit, die aus dem Erdreich in die Kellerwände eindringen kann, schützt eine sogen. „Vertikalsperre“. Die Wahl des richtigen Abdichtungssystems hängt von der Art der Wasserbeanspruchung ab. Erst das richtige Einordnen und Erkennen ermöglicht eine dauerhaft funktionsfähige Bauwerksabdichtung. Die DIN 18 195 unterscheidet die Wasserbeanspruchung nach folgenden „Lastfällen“:

  1. Bodenfeuchte ist im Erdreich kapillar gebundenes Wasser. Durch Kapillarkräfte kann es auch gegen die Schwerkraft durch nicht geschützte Mauern drängen. Bodenfeuchte ist immer als Mindestbeanspruchung im Erdreich vorhanden. Dieser geringste Lastfall kann nur dann angenommen werden, wenn Baugelände und Verfüllmaterial aus nicht bindigem Boden bestehen und Oberflächen- und Regenwasser bis zum freien Grundwasserstand absickern können.

  2. Nicht stauendes Sickerwasser erfordert die gleiche Abdichtung wie der Lastfall Bodenfeuchte. Um der Feuchtigkeitsbelastung auf Dauer standzuhalten, muss im Wand- und Bodenbereich ein Drainagesystem nach DIN 4095 eingebaut werden. Dieses besteht aus einer nach verbindlichen Einbauvorschriften gelegten Ringdrainage und aus Drainage-Elementen im Wandbereich (Drainageplatten), die zugleich als Schutzschicht der Abdichtung dienen.

  3. Zeitweise aufstauendes Sickerwasser übt einen hydrostatischen Druck auf die Abdichtung aus. Durch bindigen Boden kann Wasser nicht schnell genug zum Grundwasser absickern und staut sich von unten nach oben.

  4. Von außen drückendes Wasser stellt die größte Beanspruchung für die Abdichtung dar.

Für alle hier beschriebenen Lastfälle gibt es wirksame Abdichtungssysteme in Form von mehr-schichtige Dickanstriche oder Abdichtungsfolien.

Wenn die sorgfältige Untersuchung des Bauwerks Schäden in der „Vertikalsperre“ festgestellt und den „Lastfall“ nach der oben aufgeführten Tabelle ermittelt hat, kann an die Sanierung gegangen werden. Dazu ist es erforderlich, die Außenmauern bis zur Sohle freizulegen. Anschließend muss die Fläche mit einem Hochdruck-Reiniger gründlich gesäubert und mögliche Putzschäden ausgebessert werden. Danach wird eine neue Sperrschicht aus kunststoffmodifizierter Bitumendickbeschichtung (KMB) nach Herstellervorschrift aufgebracht. Die Dicke der Schicht beträgt je nach „Lastfall“ 3 oder 4 mm.

Zusätzlich ist zu prüfen, ob eine im Außenbereich vorhandene Drainage funktionstüchtig ist oder ob die Einrichtung einer neuen Drainage sinnvoll ist.

Oftmals wird auch über eine Abdichtung der Kellerwände auf der Innenseite nachgedacht. Von einem derartigen Sperranstrich, der mit einem feuchtigkeits-härtenden Kunststoff ausgeführt wird, möchten wir dringend abraten. Bei einer großflächigen Anwendung kann man die Wand so stark abdichten, dass sich die darin befindliche Feuchtigkeit neue Wege sucht und in andere Wandteile zieht, die bisher noch trocken waren. Man kann mit dieser Methode die Feuchtigkeit über die gesamte Höhe der Wand bis unter die Decke treiben. Es besteht dann die Gefahr, dass durch die sich daraus ergebende dauernde Durchfeuchtung das Mauerwerk und der Mörtel morsch werden und ihre Standfestigkeit einbüßen.

Salzbildung-Mauersalpeter“

Eine Sanierung ist allein mit dem Einbringen einer horizontalen Feuchtigkeitssperre nicht zu erreichen. Die in der Feuchtigkeit gelösten Salze (siehe oben) sind oftmals so aggressiv, dass die im Injektionsverfahren eingebrachten Kunststoff-Lösungen zerstört werden. Nur mit einem geeigneten Putz- und Schichtmaterial kann das Auskristallisieren der Salze unwirksam gemacht werden. Für diesen Zweck haben sich spezielle Sanierputze besonders gut bewährt. Um die dafür geeignete Type zu finden, ist es erforderlich, die Salzbelastung durch eine chemische Analyse des Mauerwerks zu bestimmen. Diese Untersuchung kann nicht auf der Wand- oder Putzoberfläche geschehen. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen, müssen Bohrkerne aus der Wand entnommen werden.

Bei Wand- oder Mauerteilen, die früher an Viehställe oder Dunggruben grenzten oder sogar ein Teil von ihnen waren, kann die Verseuchung des Mauerwerks mit Nitrit so groß sein, dass Salzbildung und die damit verbundene Feuchtigkeit überhaupt nicht zu bekämpfen sind und eine Sanierung unmöglich ist.

Kondenswasser-Bildung“

Nach Auswertung der vielen Anfragen an unsere Leserberatung zum Thema „Feuchtigkeit im Keller“ müssen wir feststellen, dass Kondenswasser-Bildung am weitaus häufigsten für Feuchtigkeitsschäden in Kellern verantwortlich ist. In der Regel wird das nicht erkannt, und in vielen Fällen wird eine von außen eindringende Feuchtigkeit als Ursache angenommen. Abhilfe ist in vielen Fällen ganz einfach durch regelmäßigen und gründlichen Luftaustausch, besonders während der Heizperiode, zu erreichen. Das heißt, die mit Feuchtigkeit angereicherte Innenluft muss durch frische trockene Außenluft ersetzt werden. (Grundlage aller Überlegungen ist ein physikalisches Gesetz, welches besagt, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit binden kann als kalte. Das bedeutet, dass selbst bei Regenwetter der Feuchtigkeitsgehalt der kalten Außenluft geringer ist als der von wärmerer Innenluft!) Leider befinden sich in den Kellern oft nur wenige und zu kleine Fenster. Öffnen Sie – während der Heizperiode - täglich so viele Fenster und Türen wie möglich, damit es zu einem wirksamen Durchzug kommt und die feuchte Innenluft nach außen transportiert wird. Die beste Wirkung erzielen Sie, wenn Sie mehrere Stunden lang Durchzug machen.

Im Winter bei Frost sollte täglich 10 – 15 Minuten lang gelüftet werden.

Achtung! Im Sommer, wenn die Außentemperaturen über 18°C liegen und die warme Außenluft mehr Feuchtigkeit gebunden hat, sollte nur morgens früh oder bei kühlem Wetter – also nur bei niedrigen Außentemperaturen – gelüftet werden.

Kellerräume, in denen sich Heizungsanlagen befinden, sollten gegenüber dem übrigen Keller ausreichend gut abgedichtet sein. Da die Raumtemperatur in Heizräumen in der Regel höher liegt als in den anderen Kellerräumen, ist auch die Luftfeuchtigkeit höher. Damit diese nicht in den übrigen Keller gelangen und sich dort als Kondenswasser niederschlagen kann, sollte die Tür zum Heizraum nicht nur gut abgedichtet, sondern auch wärmegedämmt sein.

Am häufigsten tritt im Keller „Kondenswasser-Bildung“ auf, wenn sich dort beheizte Hauswirtschafts-Hobby- und Wohnräume befinden. In Räumen, in denen Menschen sich aufhalten oder wohnen, entsteht eine z. T. hohe Luftfeuchtigkeit (bis zu 70%). Die Ursachen dafür liegen schon allein darin, dass jeder Mensch im Laufe des Tages 2 Liter Flüssigkeit über Atmung und Haut abgibt. Dazu kommt noch die Luftfeuchtigkeit, die sich beim Waschen, Duschen, Kochen und Wäschetrocknen bildet. Allein die Beheizung der Räume führt zu einer Erhöhung der Luftfeuchtigkeit. Denn warme Luft kann erheblich mehr Feuchtigkeit binden als kalte (10° C warme Luft kann pro m³ ca. 9 g Wasser, 20° C warme Luft dagegen ca. 17 g Wasser aufnehmen).

Wenn nun die Außenwände und der Fußboden des Kellers über keine ausreichende Wärmedämmung verfügen, schlägt sich die erhöhte Luftfeuchtigkeit als Kondenswasser auf den kalten Bauteilen nieder, und es kommt zu einer dauernden Durchfeuchtung, die zum Abplatzen des Wandputzes und zur Schimmelbildung führt.

Um das zu verhindern, muss dafür gesorgt werden, dass alle Außenwände und die Fußböden mit einer ausreichenden Wärmedämmung versehen werden. Mit einigen Zentimetern Polystyrol ist das allerdings nicht zu erreichen. Hier sind Dämmstoff-Dicken von mindestens 6 – 8 cm erforderlich, die bauphysikalisch korrekt mit einer funktionierenden Dampfsperre eingebaut werden müssen. Aber auch in diesen Räumen ist zusätzlich ein ausreichender und ständiger Luftaustausch durch regelmäßige Lüftung erforderlich.

Wie erzeuge ich ein angenehmes Klima im Keller, um diesen zu nutzen?

Wenn in Kellerräumen ein Büro und ein Hobbyraum eingerichtet werden soll, dann müssen diese auch beheizbar sein, wenn man sie sinnvoll nutzen möchte. Zusätzlich ist noch folgendes zu bedenken:

Kellerräumen, in denen sich Menschen in ständig oder teilweise aufhalten können (Wohnräume, Hobbyraum, Büro, Werkstatt, Fitnessraum, Partykeller usw.), müssen nach den Vorschriften der Bauordnung eines Mindest-Raumhöhe von 2,20 m haben.

Weitere Voraussetzungen sind:

  1. Wirksame Lüftungsmöglichkeiten durch mehrere ausreichend große Fenster, die sich vollständig öffnen lassen (lt. Bauordnung muss die Fensterfläche 10% der Fußbodenfläche betragen).

  2. Eine ausreichende Wärmedämmung.

Wir möchten Ihnen diese Voraussetzungen wie folgt erklären:

Zu 1: In Räumen, in denen Menschen sich aufhalten oder wohnen, entsteht eine z. T. hohe Luftfeuchtigkeit (bis zu 70%). Die Ursachen dafür liegen schon allein darin, dass jeder Mensch im Laufe des Tages 2 Liter Flüssigkeit über Atmung und Haut abgibt. Dazu kommt noch die Luftfeuchtigkeit, die sich beim Duschen, Kochen, Waschen und Wäschetrocknen bildet.

Allein die Beheizung der Räume führt zu einer Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, da warme Luft erheblich mehr Feuchtigkeit binden kann als kalte. (10° C warme Luft kann pro m³ ca. 9 g. Wasser, 20° C warme Luft dagegen ca. 17 g. Wasser aufnehmen. Das bedeutet: in einem ca. 30 m³ großen Raum können 510 g = ½ Liter Wasser in der Raumluft gebunden werden).

Um von vornherein Schimmelbildung zu verhindern, ist es erforderlich, die Luftfeuchtigkeit abzusenken. Das ist mit ganz einfachen Maßnahmen zu erreichen, durch regelmäßiges und gründliches Lüften.

In den bewohnten Räumen sollte zweimal am Tag ein völliger Luftaustausch, besonders während der Heizperiode, erfolgen. Das heißt, die mit Feuchtigkeit angereicherte Luft muss durch frische trockene Außenluft ersetzt werden. Dazu ist es erforderlich, alle Fenster und Türen für jeweils 12 – 15 Minuten weit zu öffnen. Gekippte Fenster bewirken keine ausreichende Lüftung. - Oft befinden sich leider in den Kellern nur wenige und zu kleine Fenster. Öffnen Sie möglichst täglich – während der Heizperiode - so viele Fenster und Türen wie möglich, damit es zu einem wirksamen Durchzug kommt und die feuchte Innenluft nach außen transportiert wird.

Diese Art der Lüftung ist für den gesamten Keller erforderlich, nicht nur für die bewohnten Räume.

Achtung! Im Sommer, wenn die warme Außenluft mehr Feuchtigkeit gebunden hat, sollte nur morgens früh – bei niedrigen Außentemperaturen - gelegentlich gelüftet werden.

Die wirksamste Methode der Trocknung ist das kontrollierte und auf die Jahreszeit abgestellte Lüften!

Generell möchten wir Ihnen empfehlen, ein „Hygrometer“ anzuschaffen. Diese Luftfeuchtigkeits-Messer erhalten Sie relativ preiswert beim Optiker oder im Versandhandel. Beachten Sie jedoch, dass nur elektronische Geräte zuverlässig arbeiten. Eine Untersuchung der Zeitschrift „test“ hat ergeben, dass man sich auf die Angaben von Zeigerinstrumenten nur dann verlassen kann, wenn sie geeicht sind (Gebrauchsanweisung beachten!).

Durch den Gebrauch eines Hygrometers haben Sie die Möglichkeit, laufend die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Keller zu kontrollieren und Ihr Lüftungsverhalten danach einzurichten. Die Luftfeuchtigkeit sollte im Normalfall 50 – 55% betragen. Das Hygrometer sollte an zentraler Stelle hängen, wo es ins Auge fällt. In Räumen, die von Feuchtigkeit oder Schimmel befallen sind, sollte regelmäßig gemessen werden.

Zu 2: Genau so wichtig wie der wirksame Luftaustausch ist eine ausreichende Wärmedämmung der Außenwände und des Fußbodens. Ganz abgesehen, davon, dass dadurch Heizkosten gespart werden, verhindert eine ausreichende Wärmedämmung die Bildung vom Schimmel. Es muss verhindert werden, dass warme mit Feuchtigkeit angereicherte Luft sich als Kondenswasser auf den Wänden und dem Fußboden niederschlägt.

Wie finde ich die Ursache für Feuchtigkeit in meinem Keller?

Um die Feuchtigkeit im Keller wirksam bekämpfen zu können, ist es erforderlich, eine genaue und fachgerechte „Bauzustandsanalyse“ durchzuführen. Dazu muss das Objekt (Keller und Haus) eingehend untersucht werden. Dabei sind folgende Einzelheiten zu überprüfen und zu beachten:

  • Grundwasserstand, wasserführende Schichten,

 

  • Lage der geschädigten Mauer im Terrain und Art des umgebenden Erdreiches,

  • Lage und Zustand einer evtl. vorhandenen Drainage,

  • Tiefe und Ausbildung des Fundaments,

  • Erhaltungszustand der Vertikalsperre.

Um diese Details zu überprüfen, wird es erforderlich sein, eine Probegrabung durchzuführen und die Kellerwand ein Stück weit freizulegen.

Weiter muss untersucht werden:

  • der Mauerwerkszustand, -aufbau und -material, z. B. Ziegelmauerwerk ein- oder zweischalig,

  • oder ob der Keller aus Beton besteht,

  • der Wasser- und Salzgehalt der Wand.

Diese Details lassen sich nur durch ausreichend große Probebohrungen ermitteln. Die entnommenen Proben werden in einem Baustofflabor auf ihren Feuchtigkeits- und Salzgehalt untersucht. Feuchtigkeitsmessungen auf der Wandoberfläche sagen nichts über den Zustand im Innern der Mauer aus.

Die Wahl der Sanierungsmaßnahmen richtet sich auch nach

  • den klimatischen Bedingungen der geschädigten Innenräume,

  • dem Anspruch an die Sanierung und spätere Nutzung der Innenräume.

Das heißt, bei den geplanten Maßnahmen ist zu berücksichtigen, ob sich z. B. Wohnräume im Keller befinden oder ob der Keller nur zur Vorratshaltung genutzt werden soll.

Erst nachdem die Ergebnisse dieser Prüfung vorliegen, kann überlegt werden, welche Methode der Mauertrockenlegung den besten Erfolg verspricht, bzw. ob die angebotene Methode ein erfolgversprechendes Ergebnis hervorbringen kann.

Die oben beschriebene fachgerechte „Bauzustandsanalyse“ sollte nur durch einen versierten Baufachmann (Bausachverständigen) durchgeführt werden. Da die Berufsbezeichnung „Bausachverständiger“ nicht gesetzlich geschützt ist, empfiehlt es sich, einen „zertifizierten, öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen“ mit der Prüfung zu beauftragen. Anschriften von Sachverständigen erhalten Sie bei der für Sie zuständigen Industrie- und Handelskammer, möglicherweise auch in den "Gelben Seiten".

Es ist ratsam, zuerst einmal telefonisch die Aufgabenstellung und die Honorarfrage abzuklären. Jedoch lohnt es sich in jedem Fall, die Kosten für eine solche „Bauzustandsanalyse“ auszugeben. Die Erfahrungen unserer Leserberatung besagen ganz eindeutig, dass Schäden durch unqualifizierte Beratung am Ende erheblich teurer ausfallen werden. Ein Verfahren zur Mauertrockenlegung kostet meistens so viel Geld, dass man durch die vorherige Beratung durch einen unabhängigen Fachmann nur sparen kann.

Laienhafte „Basteleien“ und Ratschläge von „guten Freunden“ führen letztendlich nur zu einer Verschlechterung der Situation. Das gleiche gilt auch für Angebote vieler Firmen, die „Trockenlegungen“ anbieten. Mit geschickt gehandhabten Messgeräten kann man jedes gewünschte Ergebnis vorgaukeln. Nur ein Fachmann, der alle erforderlichen bauphysikalischen und technischen Kenntnisse besitzt, kann Ihnen wirklich weiterhelfen.

Welche Kellervariante ist wasserdicht sowie langlebig und eignet sich dementsprechend bei Häusern in unmittelbarer Nähe zu Flüssen etc.?

Selbst Baufachleute können sich nicht darüber einigen, welcher Kellertype sie den Vorzug geben sollen. Unstreitig ist, dass bei Fertigkellern die einzelnen vorfabrizierten Betonelementen sehr sorgfältig gegeneinander abgedichtet werden müssen, ganz besonders dann wenn sie in Flussnähe verbaut werden um das Eindringen von Grundwasser zu verhindern. Die Qualität eines Fertigkellers hängt also davon ab, wie sorgfältig die Abdichtungen ausgeführt worden sind. Das heißt, das Fehler-Risiko ist bei dieser Keller-Bauweise höher einzuschätzen.

Wie lassen sich Risse zwischen Garagen- und Hauswand verschließen?

Gern möchten wir Ihnen eine konkrete Antwort auf Ihre Anfrage geben. Ohne genaue Kenntnis Ihres Hauses, Ihrer Garage und des Baugrundes ist das leider nicht möglich. Meist handelt es sich bei großen Rissen jedoch um Bautechnische und konstruktionsabhängige Risse und in den Ecken um sogen. Kerbrisse.

Mögliche Schadensursachen: Verformung durch Druck- und Zugspannung, Dehnung und Setzung, fehlende Bewegungsfugen oder Anschlussprobleme. Diese Risse werden als „nicht beruhigbar“ eingestuft.

Zusätzlich gehen wir von Baugrundbedingten Rissen aus.

Mögliche Schadensursachen: Mangelhaft ausgeführte oder nicht ausreichende Fundamente, Bewegung des Baugrundes oder Erschütterungen. Diese Risse werden ebenfalls als „nicht beruhigbar“ eingestuft.

„Nicht beruhigbare“ Risse lassen sich nicht dauerhaft verschließen. Hier sind gravierende Baumängel die Ursache.

Sie können versuchen, die Risse mit einem „Reparatur-Mörtel“ auszufüllen. Vor Beginn der Arbeiten ist zu klären, ob der Putz in der Umgebung des Risses locker ist. Wenn das der Fall ist, muss der Putz flächig so weit abgeschlagen werden, bis alle lockeren Mörtelteile in der Umgebung des Risses vom Mauerwerk entfernt sind. Danach wird der Riss mit dem Reparaturmörtel verschlossen. Tauchen derartige Risse später an der gleichen Stelle oder in der näheren Umgebung wieder auf, muss man möglicherweise einen Fachmann beauftragen, der über spezielle Dübel (sogen. Packer) ein spezielles Dichtungsmittel in den Riss presst.

Wir warnen dringend vor der Verwendung von Silkon- oder Acryl-Dichtmassen. Bei allen Silicon-Dichtmassen ist darauf zu achten, dass sie nicht überstreichbar sind und dass auf allen Flächen, die vielleicht unbeabsichtigt damit verschmiert wurden, niemals wieder Farbe, Putz oder Kleber haftet. Silicon-Dichtmassen sind grundsätzlich nicht „reversibel“, d. h. nicht durch ein Lösemittel aufzulösen und zu entfernen. Acryl-Dichtmassen werden hart und verspröden im Laufe der Zeit.

Das einzige wirksame Mittel, die Risse dauerhaft verschwinden zu lassen, besteht darin, die geschädigten Wandteile als vorgehängte hinterlüftete Fassade mit Fassadenplatten zu behängen.

Feuchte Betonwände im Keller. Wie entsteht das Problem, wie kann man es verhindern und lassen sich besonders betroffene Stellen abdichten?

Wenn der Keller nicht intensiv sondern nur als Lager- und Vorratsraum genutzt wird, ist es ausreichend, den alten morschen Putz zu entfernen und die Kellerwände mit einem Luftkalkmörtel oder mit einem Sanierputz abzudecken. Dieser Putz hat die gute Eigenschaft, im Mauerwerk vorhandene Feuchtigkeit auf der Oberfläche gleichmäßig zu verteilen. Das fördert die Verdunstung, ohne dass es zu Salzausblühungen (Salpeter), Schimmelbildung oder zum Abplatzen kommt. Auf diese Weise können Sie ohne umfangreiche Sanierungsarbeiten saubere Kellerwände erreichen.

Nach Auswertung der vielen Anfragen an unsere Leserberatung zum Thema „Feuchtigkeit im Keller“ müssen wir feststellen, dass Kondenswasser-Bildung am weitaus häufigsten für Feuchtigkeitsschäden in Kellern verantwortlich ist. In der Regel wird das nicht erkannt, und in vielen Fällen wird eine schadhafte Isolierung und damit von außen eindringende Feuchtigkeit als Ursache angenommen.

In der Regel sollte die Raumtemperatur im Keller zwischen +8° und 10°C liegen. Das ist in vielen Fällen nicht der Fall, ganz besonders dann wenn im Keller Partyräume, eine Werkstatt oder ein Spielzimmer eingerichtet wurden. Je höher die Raumtemperatur ist, desto mehr Feuchtigkeit kann die Raumluft aufnehmen. Diese erhöhte Luftfeuchtigkeit schlägt sich als Kondenswasser auf den nicht ausreichend wärmegedämmten Außenwänden nieder und führt zur ständigen Durchfeuchtung des Wandputzes verbunden mit Salzausblühungen.

Abhilfe ist in vielen Fällen ganz einfach durch regelmäßigen und gründlichen Luftaustausch, besonders während der Heizperiode, zu erreichen. Das heißt, die mit Feuchtigkeit angereicherte Innenluft muss durch frische trockene Außenluft ersetzt werden. (Grundlage aller Überlegungen ist ein physikalisches Gesetz, welches besagt, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit binden kann als kalte. Das bedeutet, dass selbst bei Regenwetter der Feuchtigkeitsgehalt der kalten Außenluft geringer ist als der von wärmerer Innenluft!) Leider befinden sich in den Kellern oft nur wenige und zu kleine Fenster. Öffnen Sie – während der Heizperiode - täglich so viele Fenster und Türen wie möglich, damit es zu einem wirksamen Durchzug kommt und die feuchte Innenluft nach außen transportiert wird. Die beste Wirkung erzielen Sie, wenn Sie mehrere Stunden lang Durchzug machen.

Im Winter bei Frost sollte täglich 10 – 15 Minuten lang gelüftet werden.

Achtung! Im Sommer, wenn die Außentemperaturen über 18°C liegen und die warme Außenluft mehr Feuchtigkeit gebunden hat, sollte nur morgens früh oder bei kühlem Wetter – also nur bei niedrigen Außentemperaturen – gelüftet werden.

Im Betonboden meiner Garage ist ein Riss entstanden. Wodurch kann das passiert sein und wie kann man Abhilfe schaffen?

Gern möchten wir Ihnen eine konkrete Antwort auf Ihre nach der Ursache für die Rissbildung Ihres Garagen-Fußbodens geben. Ohne genaue Kenntnis der Örtlichkeit und des Bauablaufs ist das leider nicht möglich. Es ist jedoch sicher, dass der Riss geschlossen werden muss, um Feuchtigkeits- und Frostschäden zu verhindern. Möglicherweise kann schon mit einer zweifachen Kunststoff-Beschichtung das Problem gelöst werden, vorausgesetzt im Fußboden findet keine „Bewegung“ mehr statt und die Armierung wurde ausreichend ausgeführt.

Es ist überhaupt sinnvoll, den „blanken“ Beton-Fußboden einer Garage zu beschichten. Dieser unterliegt starken Belastungen: Das große Gewicht des Autos lastet immer auf der gleichen Fahrspur. In den Vertiefungen der Reifen wird Sand und Split eingeschleppt, die wie Schmirgel wirken. Weichmacher halten die Reifen elastisch. Diese Mischung aus Weichmacher, Öl und Benzin, und im Winter Salzwasser (Tausalz) ergibt eine aggressive Mischung, der kein Beton-Fußboden standhält.

Die für zementgebundene Fußböden angebotenen „normalen“ Farben sind daher für die Beschichtung von Garagen-Fußböden nicht geeignet, sie halten den oben geschilderten Belastungen nicht stand. Für diesen Zweck gibt es spezielle 2-komp. Kunststoff-Beschichtungen, die folgende Eigenschaften haben müssen:

  • mechanisch abriebfest,

  • öl- und benzinfest,

  • salzwasserbeständig,

  • beständig gegen Weichmacherwanderung.

Derartige Beschichtungen erhalten Sie im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufs-genossenschaft).

Bei der Verarbeitung ist zu beachten, dass die beiden Komponenten der Kunststoff-Beschichtung sorgfältig miteinander vermischt werden müssen (Gebrauchsanleitung beachten). Damit die Beschichtung die späteren Belastungen aushält, sind die Vorarbeiten mit äußerster Sorgfalt durchzuführen:

  • Neue und noch nicht beschichtete Untergründe sollten sorgfältig von Staub und Schmutz befreit werden. Sie müssen trocken und staubfrei sein. Neu ausgeführte Garagen-Fußböden können erst nach einer Abbindezeit von mindestens 28 Tagen beschichtet werden.

  • Verschmutzungen durch Öl, Fett und Gummiabrieb müssen vor der Beschichtung restlos entfernt werden. Die meisten Hersteller von Kunststoff-Beschichtungen bieten dafür geeignete Reiniger an. Ein Heißwasser-Hochdruck-Reiniger kann die Reinigungsarbeiten wirksam unterstützen.

Es empfiehlt sich, den Rissbereich vor Beginn der Beschichtung zweimal satt mit der Kunststoff-Mischung zu tränken. Die Beschichtung selbst sollte in zwei Lagen erfolgen.

Wie isoliert man eine Kellerdecke von unten?

Es ist durchaus sinnvoll und auch möglich, auf der Unterseite der Kellerdecke eine Wärmedämmung anzubringen. Allerdings ist dieses Verfahren bauphysikalisch unvollkommen und nicht ganz korrekt, da wichtige Bauteile dabei nicht in die Wärmedämmung einbezogen werden können. Das sind z. B. die Seitenflanken der Kellerdecke, die ringsherum in den umlaufenden Außenwänden aufliegen. An diesen Stellen kann auch nach erfolgter Dämmung der Kellerdecke immer noch Wärme aus den darüber liegenden Räumen in das umgebende Mauerwerk abfließen. Das gleiche gilt für die Stellen, wo Mauern innerhalb des Kellers stehen, da deren Berührungsflächen ebenfalls ungedämmt bleiben.

umlaufenden Außenwänden aufliegen. An diesen Stellen kann auch nach erfolgter Dämmung der Kellerdecke immer noch Wärme aus den darüber liegenden Räumen in das umgebende Mauerwerk abfließen. Das gleiche gilt für die Stellen, wo Mauern innerhalb des Kellers stehen, da deren Berührungsflächen ebenfalls ungedämmt bleiben.

Trotzdem empfiehlt es sich, 8 cm dicke Platten aus extrudiertem Polystyrol XPS (z. B. Styrodur) von unten unter die Decke zu kleben. In einigen Kellern ist allerdings der Abstand der Kellerfenster von der Decke so gering, dass zumindest in diesem Bereich eine geringere Dämmstoff-Dicke eingebaut werden muss. Das Anbringen der Platten ist leicht auszuführen. Wichtig ist, dass Sie die Platten „pressgestoßen“ verkleben und keine Lücken lassen. Sollte es sich aus baulichen Gründen nicht vermeiden lassen, dass Lücken oder Fugen offen bleiben, müssen diese mit Montageschaum geschlossen werden.

Diese harten Platten haben eine ganz glatte Oberfläche, die Sie anschließend mit einer Dispersionsfarbe streichen können. Wenn Sie ihnen ein verbessertes Aussehen geben möchten, können Sie die Oberfläche satt mit einer Füllfarbe streichen und die noch feuchte Farbe mit einer Strukturwalze bearbeiten.

Selbstverständlich kann man eine Kellerdecke mit „normalem“ expandiertem Polystyrol EPS (z. B. Styropor) dämmen. Wir empfehlen jedoch extrudiertes Polystyrol (Styrodur) aus folgenden Gründen:

In Kellerräumen tritt nicht selten eine erhöhte Luftfeuchtigkeit auf. Um sicher zu gehen, dass in die Wärmedämmung keine Feuchtigkeit einzieht, empfiehlt es sich, ein Dämm-Material einzusetzen, welches aufgrund seiner Struktur sehr viel geschlossener und homogener ist als „normales“ Polystyrol. Das ist bei extrudiertem Polystyrol (Styrodur) der Fall.

Dazu kommt noch ein weiterer Gesichtspunkt: Da Kellerräume besonders in älteren Häusern niedriger sind als Wohnräume, kann eine Deckenverkleidung aus „normalem“ Polystyrol leicht beschädigt werden. Hier zeigt sich ein weiterer Vorteil von extrudiertem Polystyrol (Styrodur), weil es eine sehr viel härtere und festere Oberfläche hat, so dass Eindruckstellen vermieden werden können.

In Räumen in denen sich die Heizung oder das Heizöllager befindet, dürfen nur unbrennbare Dämmstoffe verwendet werden wie z. B. Kalzium-Silikat-Platten oder Mineralwolle-Platten. Einige Hersteller haben spezielle Mineralwolle-Platten für die Wärmedämmung von Kellerdecken entwickelt (z. B. Rockwoll Planarock). Diese Dämmstoffe können ebenfalls geklebt werden. Nur wenn der Untergrund eine ungenügende Festigkeit aufweist, müssen die Platten zusätzlich mit Tellerdübeln (siehe unten !) gesichert werden.

Ein Problem beim Anbringen von Dämm-Material sind Leitungen und Rohre unter der Kellerdecke. Wenn man elektrische Leitungen nicht entfernen und neu verlegen kann oder möchte, besteht die Möglichkeit, schmale Rinnen in das Dämm-Material zu schneiden, welche die Leitungen aufnehmen. Allerdings sollte die Tiefe dieser Rinnen nicht größer als ein Drittel der Dämmstoffdicke sein. Größere Aussparungen im Dämm-Material führen zu Wärme-/Kältebrücken. Schwieriger gestaltet sich die Wärmedämmung wenn dickere Gas-, Wasser- und Abwasser-Rohre integriert werden müssen. Hier kann man oftmals nur Kästen um diese Rohre bauen und sie mit Dämm-Material ausfüllen. Dazu können Montageschaum oder Mineralwolle-Flocken verwendet werden. Dabei sollten Sie jedoch beachten, dass sich ausgehärteter Montageschaum nur schwer wieder entfernen lässt, wenn an einer Leitung Reparaturen ausgeführt werden müssen. Dieses Problem gibt es bei Mineralwolle-Flocken nicht. Allerdings müssen die Flocken sehr sorgfältig verarbeitet werden. Jeder Hohlraum muss vollständig ausgestopft werden, damit keine Lücken offen bleiben.

Beim Verkleben von Dämm-Material unter Kellerdecken kann es in alten Häusern zu Problemen kommen. Decken und Wände sind in der Regel nur gekalkt, in vielen Fällen mehrmals. Diese Schichten neigen zum Abblättern. Wenn die vorhandenen gekalkten Flächen zusätzlich mit Dispersionsfarbe (Binderfarbe) renoviert wurden, ist ein Untergrund entstanden, der eine ungenügende Festigkeit aufweist. Schon bei der geringsten Belastung platzen die Anstrichschichten ab.

Um auf diesem Untergrund Dämmplatten verkleben zu können, müssen die vorhandenen Kalk- und Anstrichschichten mit einem Spachtel abgestoßen und die Fläche anschließend mit einer Drahtbürste abgerieben werden. Danach sollte der Untergrund mit einem Tiefgrund gefestigt werden. Nach einer Trockenzeit von einigen Tagen, wird das Dämm-Material verklebt. Wenn bei den beschriebenen Vorarbeiten festgestellt wurde, dass auch der darunter liegende Putz morsch ist, empfiehlt es sich, die Dämmplatten zusätzlich mit Tellerdübeln zu sichern. Diese Dübel werden auch bei der Wärmedämmung von Fassaden verwendet. Man erhält sie um Farben- Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft).

Was tun gegen Schimmelbildung unter Lagerpaletten im Keller?

Die Schimmelbildung unter der Lagerpalette hat vermutlich zwei Ursachen:

  1. Zu hohe Luftfeuchtigkeit im Keller

  2. Zu dichte Lagerung über dem Keller-Fußboden.

Zu 1: Die großflächige Ausbreitung von Schimmel ist ein Hinweis darauf, dass die Feuchtigkeit in Ihrem Keller zu hoch ist. Sie kann unter der Palette nicht abtrocknen. Bei vielen Anfragen an unsere Leserberatung geht es darum, dass Feuchtigkeit im Keller auftritt. Nach Auswertung dieser Anfragen müssen wir feststellen, dass Kondenswasser-Bildung am weitaus häufigsten für Feuchtigkeitsschäden in Kellern verantwortlich ist. In der Regel wird das nicht erkannt, und in vielen Fällen wird fälschlicherweise eine von außen eindringende Feuchtigkeit als Ursache angenommen. Abhilfe ist ganz einfach durch regelmäßigen und gründlichen Luftaustausch (Lüftung), besonders während der Heizperiode, zu erreichen. Das heißt, die mit Feuchtigkeit angereicherte Innenluft muss durch frische trockene Außenluft ersetzt werden. (Grundlage aller Überlegungen ist ein physikalisches Gesetz, welches besagt, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit binden kann als kalte. Das bedeutet, dass selbst bei Regenwetter der Feuchtigkeitsgehalt der kalten Außenluft geringer ist als der von wärmerer Innenluft!)

Leider befinden sich in den Kellern oft nur wenige und zu kleine Fenster. Öffnen Sie täglich so viele Fenster und Türen wie möglich, damit es zu einem wirksamen Durchzug kommt und die feuchte Innenluft nach außen transportiert wird. Die beste Wirkung erzielen Sie, wenn Sie mehrere Stunden lang oder ständig Durchzug machen.

Im Winter bei Frost sollte täglich 10 – 15 Minuten lang gelüftet werden.

Achtung! Im Sommer, wenn die Außentemperaturen über 18°C liegen und die warme Außenluft mehr Feuchtigkeit gebunden hat, sollte nur morgens früh oder bei kühlem Wetter – also nur bei niedrigen Außentemperaturen – gelüftet werden.

Zu 2: Damit der Austausch von Feuchtigkeit auch unter der Palette stattfindet, muss sichergestellt werden, dass auch dort die Luft ausreichend zirkulieren kann, das heißt, die Palette muss mindestens ca. 30 cm Abstand vom Fußboden haben.

Mein alter Keller hat einen schwarzen Altanstrich an Wänden und Abdichtungen. Was ist das und muss ich ihn bei einer Sarnierung der Abdichtungen durch eine Bitumendickschicht vorher entfernen?

Schon vor 100 Jahren wurden bitumöse Dünnschicht-Anstriche erfunden, wie z. B. Intertol I (Hersteller Sika). Möglicherweise wurden Ihre Kellerabdichtungen und Wände mit einem ähnlichen Anstrich versehen. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen, den vorhandenen Schwarzanstrich, nach vorheriger Säuberung mit einem Hochdruckreiniger, noch einmal mit einem oder zwei Bitumen-Anstrichen zu versehen. Inertol I können Sie im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft) erhalten.

Wie entstehen "Salpeterausblühungen" an Kellerwänden und sind sie vermeidbar?

Eine allgemeine Problematik, die in den letzten Jahren immer stärker auftritt, ist die erhebliche Erwärmung der gesamten Häuser vom Keller bis zum Dach durch wirksame Heizungen, verstärkte Wärmedämmung, dicht schließende Fenster und intensivere Nutzung. Diese Erwärmung wirkt sich auch auf den Keller aus. Zusätzlich wird diese Entwicklung gefördert, wenn nachträglich Heizungsanlagen eingebaut wurden oder wenn im Keller, obwohl das ursprünglich nicht geplant war, später beheizte Hauswirtschafts- Hobby- und Wohnräume eingerichtet wurden. Die „normale“ Raumtemperatur im Keller sollte mit einigen Schwankungen zwischen +8° und 10°C liegen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass dieser Wert, besonders nach den beschriebenen Veränderungen, zum Teil erheblich überschritten wird. Das hat verschiedene Erscheinungen zur Folge, wie z. B. eine erhebliche Veränderung des Raumklimas im Keller, da warme Luft mehr Feuchtigkeit binden kann als kalte. Die warme mit Feuchtigkeit gesättigte Luft schlägt sich auf den kalten nicht gedämmten Außenwänden als Kondensfeuchtigkeit nieder und führt im Laufe der Zeit zu einer langsamen Durchfeuchtung, verbunden mit Schimmelbildung oder Abplatzen des Putzes (Salpeter-ausblühungen).

Abhilfe ist in vielen Fällen ganz einfach durch regelmäßigen und gründlichen Luftaustausch, besonders während der Heizperiode, zu erreichen. Das heißt, die mit Feuchtigkeit angereicherte Innenluft muss durch frische trockene Außenluft ersetzt werden. (Grundlage aller Überlegungen ist ein physikalisches Gesetz, welches besagt, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit binden kann als kalte. Das bedeutet, dass selbst bei Regenwetter der Feuchtigkeitsgehalt der kalten Außenluft geringer ist als der von wärmerer Innenluft!) Leider befinden sich in den Kellern oft nur wenige und zu kleine Fenster. Öffnen Sie – während der Heizperiode - täglich so viele Fenster und Türen wie möglich, damit es zu einem wirksamen Durchzug kommt und die feuchte Innenluft nach außen transportiert wird. Die beste Wirkung erzielen Sie, wenn Sie täglich mehrere Stunden lang Durchzug machen.

Im Winter bei Frost sollte täglich 10 – 15 Minuten lang gelüftet werden.

Achtung! Im Sommer, wenn die Außentemperaturen über 18°C liegen und die warme Außenluft mehr Feuchtigkeit gebunden hat, sollte nur morgens früh oder bei kühlem Wetter – also nur bei niedrigen Außentemperaturen – gelüftet werden.

Wenn sie den Keller intensiv benutzen und heizen möchten, ist es erforderlich, die Innenseiten der Außenwände mit einer wirksamen Wärmedämmung zu versehen.

Die Schwelle zu meiner Garage hat sich angehoben. Mit welchem Material kann ich den Höhenunterschied ausgleichen?

Die „Schwelle“ Ihrer Garage ist sehr starken Belastungen ausgesetzt, denn:

  • • Das große Gewicht des Autos lastet immer auf der gleichen Fahrspur. Häufig ist es so, dass das Betonpflaster der Spur gegenüber der Umgebung eingesackt ist.
  • • In den Vertiefungen der Reifen wird Sand und Split eingeschleppt, die wie Schmirgel wirken.
  • • Weichmacher halten die Reifen elastisch. Diese Weichmacher verbinden sich mit Öl-und Benzinresten und bilden im Winter mit Salzwasser (Tausalz) eine gefährliche Mischung, die in selbst allerfeinste Fugen und Risse eindringt und bei Frost eine starke Sprengwirkung entfaltet.

Bei einer Sanierung der Garagen-Einfahrt empfehlen wir, wie folgt vorzugehen:

  • • Entfernung aller morschen Putz- oder Betonreste.
  • • Grobe Entrostung der freigelegten Eisenteile. Ein zusätzlicher Rostschutz ist nicht erforderlich, da eine intakte Putz- oder Betonbeschichtung einen idealen Korrosions-schutz bietet.
  • • Ausbesseren der Schwelle mit Zementmörtel der höchsten Güteklasse. Eine Armierung ist nicht erforderlich. Dabei ist zu beachten, dass die Fuge zwischen Schwelle und Garagen-Fußboden offen bleibt.


Nach einer Abbindezeit von mindestens 28 Tagen kann die Schwelle mit einer spezielle 2-komp. Kunststoff-Beschichtung 3mal versiegelt werden, die folgende Eigenschaften haben muss:

  • • mechanisch abriebfest,
  • • öl- und benzinfest,
  • • salzwasserbeständig,
  • • beständig gegen Weichmacherwanderung.


Die für zementgebundene Fußböden angebotenen „normalen“ Farben sind daher für die Beschichtung von Garagen-Fußböden nicht geeignet, sie halten den oben geschilderten Belastungen nicht stand. Derartige Beschichtungen erhalten Sie im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft).

Bei der Verarbeitung ist zu beachten, dass die beiden Komponenten der Kunststoff-Beschichtung sorgfältig miteinander vermischt werden müssen (Gebrauchsanleitung beachten). Damit die Beschichtung die späteren Belastungen aushält, sind die Vorarbeiten mit äußerster Sorgfalt durchzuführen:

Nach ausreichender Durchhärtung empfiehlt es sich, die Fuge zwischen Garagen-Fußboden und Schwelle mit einer Silicon-Dichtmasse zu schließen. Dafür kommen nur „neutral vernetzte“ Dichtmassen infrage, „säure-vernetzte“ (Essiggeruch) Typen sind nicht geeignet.

Kann man eigentlich eine Stahlbeton-Fertiggarage auch dämmen? Im letzten Winter waren die Temperaturen bei Frost in der Garage oft noch niedriger als draußen.

Das ist möglich, wird aber wenig Effekt haben. Jede Wärmedämmung ist nämlich passiv. Das heißt, sie benötigt eine fremde Wärmequelle, um ihre Dämmwirkung entfalten zu können. Fehlt diese, wird die Temperatur in der unbeheizten Garage trotz Wärmedämmung sehr schnell die Außentemperatur annehmen.

Mein Garagenboden aus Beton ist ziemlich angefressen von Salzwasser und Schmutz. Was empfehlen Sie als beständigen Anstrich?

Die Beschichtung eines Garagenfußbodens unterliegt starken Beanspruchungen: Das Gewicht des Autos lastet immer auf der gleichen Fahrspur, Sand und Split wirken wie Schmirgel, Weichmacher aus den Reifen greifen die Fußbodenbeschichtung an, Öl, Benzin und Tausalz können auf den Boden gelangen.

Die für zementgebundene Fußböden angebotenen normalen Farben halten diesen Belastungen nicht stand. Sie sollten stattdessen eine spezielle Zweikomponenten-Epoxid-Kunststoffbeschichtung verwenden, die Sie in der Regel nur im Farbenfach- oder Großhandel erhalten.

Wir haben eine Garage, die nicht frostsicher ist. Wir möchten sie deshalb dämmen und dafür innen Styroporplatten mit einer speziellen Nut-Feder-Verbindung verwenden. Ist das eine geeignete Möglichkeit?

Zum Ausbau von Garagen dürfen nur Baustoffe verwendet werden, die unbrennbar sind. Da Polystyrol (also Styropor) nur als schwer entflammbar eingestuft ist, sollten Sie zur Dämmung stattdessen unbrennbare Mineralwolleplatten verwenden. Diese Platten werden auf den Untergrund geklebt und gedübelt. Anschließend wird die Fläche mit einem Armierungsputz überzogen, in den ein Armierungsgewebe aus Glasfaser eingearbeitet wird. Das verhindert, dass sich später im Deckputz die Stöße der Dämmplatten abzeichnen. Die Dicke der Dämmschicht muss von einem Fachmann berechnet werden.

Ich habe ein altes Haus mit einem Keller aus Ziegeln gekauft. Momentan fällt die alte Farbe mit Putz von den Wänden und der Decke. Was kann ich tun, damit der Kellerraum und die Treppe wieder ordentlich aussehen?

Dank wirksamer Heizungen, einer verbesserten Dämmung und dicht schließender Fenster haben sich die meisten Häuser in den letzten Jahren erheblich erwärmt - das gilt auch für die Keller. Da aber warme Luft mehr Feuchtigkeit binden kann als kalte, tritt eine erhöhte Luftfeuchtigkeit auf, die sich im Keller auf den kalten Außenwänden und dem Fußboden als Kondensfeuchtigkeit niederschlägt und zu einer langsamen Durchfeuchtung und in der Folge zum Abplatzen des Putzes führt. Abhilfe ist in vielen Fällen nur durch regelmäßiges und gründliches Lüften zu schaffen, besonders während der Heizperiode. Wenn Sie den Keller nicht als Wohn- oder Hobbyraum nutzen wollen, ist eine relativ einfache Sanierung möglich. Entfernen Sie den alten, morschen Putz und bringen Sie einen Luftkalkmörtel oder Sanierputz auf. Dieser Putz verteilt die im Mauerwerk vorhandene Feuchtigkeit gleichmäßig auf der Oberfläche, was die Verdunstung fördert.

Ich möchte im Keller einen Wohnraum einrichten und die Wände verschalen. Nun habe ich gehört, dafür sei eine Horizontalsperre im Fundament erforderlich. Was ist damit genau gemeint?

Unter einer Horizontalsperre ver-steht man eine Sperrschicht, die in ganzer Breite und Länge in die Fundamentmauern eingebaut wird und das Aufsteigen von Feuchtigkeit in den Mauern verhindert. In der Regel besteht diese Sperr-schicht aus einer Lage Bitumendichtbahn. Schäden an der Sperre oder ihr vollständiges Fehlen kann man daran erkennen, dass die aus dem Untergrund stammende Feuchtigkeit in den Kellerwänden nach oben steigt und diese oftmals völlig durchfeuchtet.

Der Betonfußboden in meiner Garage ist mit Betonfarbe gestrichen. Da diese Farbe immer mehr abblättert, möchte ich sie durch etwas anderes ersetzen. Die Frage ist nur: wodurch?

Eine einfache Betonfarbe ist für den Anstrich von Garagenfußböden nicht geeignet. Eine haltbare Beschichtung müsste abrieb- und ölfest sowie beständig gegen die Weichmacher in den Reifen sein. Nur Spezialkunststoff-beschichtungen, die Sie im Farbenfachgroßhandel erhalten, sind diesen Anforderungen gewachsen. Bevor Sie die Beschichtung aufbringen, müssen Sie alte Farbreste, Motoröl und Reifenabrieb vollständig entfernen.

Ich möchte eine zwei bis zehn Zentimeter breite Fuge zwischen äußerem Mauerwerk und dem Betonboden über der Waschküche abdichten. Es wurde schon mehrmals mit Fugenmasse versucht, aber stets gibt es neue Risse. Haben Sie einen Vorschlag?

Es gibt keine Dichtungsmasse, mit der Sie eine so breite Fuge sicher und dauerhaft abdichten können. Sie können die Fuge aber mit heißem Asphalt aus-gießen, den Sie im Baustoff- oder Dachdecker-Großhandel erhalten. Vorher müssen Sie alle nicht fest sitzenden Mörtel- oder Betonreste entfernen. Die Unterseite müssen Sie außerdem abdichten, damit der Asphalt nicht in die Waschküche läuft.

Wir möchten unsere gekalkten Kellerwände neu streichen. Ist das möglich und wenn ja, mit welcher Farbe?

Alte Kalkanstriche können immer wieder mit Weißkalk überstrichen werden. Vor einem Neuanstrich sollten Sie lose sitzende Stellen zunächst gründlich mit Spachtel und Drahtbürste entfernen. Wenn man andere Farben wie zum Beispiel Binder- oder Dispersionsfarben verwenden möchte, müssen die alten Kalkschichten grundsätzlich restlos entfernt werden.

Wir möchten unseren Keller als zusätzlichen Wohnraum einrichten. Reicht es, wenn wir dafür die Wände von innen isolieren?

Die Grundvoraussetzung dafür, dass sich Menschen dauerhaft in Kellerräumen aufhalten können, ist eine vollständige Isolierung gegen Feuchtigkeit, die von außen eindringen kann. Es muss sowohl im Fundament eine Horizontalsperre als auch auf der Außenseite der Kellermauern eine Vertikalabdichtung vorhanden sein. Andernfalls können die Kellerräume nicht bewohnt werden, da immer mit eindringender Feuchtigkeit zu rechnen ist. Weitere Voraussetzungen sind wirksame Lüftungsmöglichkeiten durch genügend große Fenster sowie eine ausreichende Wärmedämmung der Wände und des Fußbodens.

Wir haben vor drei Jahren den Keller saniert. Nun schinmmeln einige Sachen. Woran kann das liegen, und was können wir tun?

Die hohe Luftfeuchtigkeit in Ihrem Keller dürfte damit zu tun haben, dass es dort zu warm ist. Dieses Phänomen tritt immer häufiger auf; es liegt u. a. an verstärkter Wärmedämmung, dichten Fenstern und intensiverer Nutzung. In der Folge erhöht sich auch die Luftfeuchtigkeit, denn warme Luft kannerheblich mehr Feuchtigkeit binden als kalte. Auf den kalten Außenwänden und dem kalten Fußboden des Kellers sowie auf allen dort gelagerten Dingen schlägt sich die feuchte Luft als Kondensfeuchtigkeit nieder. Das führt zu einer langsamen Durchfeuchtung verbunden mit Schimmelbildung. Abhilfe ist durch regelmäßigen Luftaustausch, besonders während der Heizperiode, zu erreichen. Im Winter bei Frost sollte täglich mindestens 10 bis 15 Minuten gelüftet werden.

Wir möchten unsere Garage renovieren. Ist es möglich, den Boden mit Fliesen zu belegen?

Mit Fliesen, die im Industriebereich verwendet werden, können Sie grundsätzlich auch einen Garagenboden auslegen. Dafür muss der Untergrund absolut fest und fehlerfrei sein und ein Gefälle von mindestens zwei Zentimetern haben, damit Wasser ablaufen kann. Um eine ausreichende Haftung des Fliesenklebers zu erreichen, müssen Altanstriche restlos entfernt werden. Das Hauptproblem aber sind die Fugen. Sie müssen beständig sein gegen Salz- und Tauwasser sowie gegen Benzin und Öl. Wir empfehlen aus diesem Grund fugenlose Kunststoffbeschichtungen.

Das Stahlblech-Tor unserer Fertiggarage benötigt dringend einen neuen Anstrich. Welche Farbe eignet sich dafür?

Garagentore sind schwierige Anstrichuntergründe. Sie dehnen sich im Sommer sehr stark aus, im Winter dagegen zieht sich das Tor weit zusammen. Der Anstrich muss also sehr elastisch sein. Hinzu kommt, dass sich die Farbe auf verzinktem Stahlblech nur schlecht „verankern“ kann. Sie sollten den alten Anstrich mit einem Schleifgerät bzw. einem Schleifaufsatz für die Bohrmaschine restlos entfernen und mit einer Spezialgrundierung für NE-Metalle (Zinkprimer) vorstreichen. Danach streichen Sie das Tor zweimal mit einer hochelastischen Deckfarbe (Wetterschutzfarbe).

Unsere Garage ist mit Platten gedeckt, die vermutlich Asbestzement enthalten. Wir möchten diese nun ersetzen. Was ist dabei zu beachten?

Viele Hausbesitzer sind sich der Gefahr, die von asbesthaltigen Bauteilen ausgeht, nicht bewusst. Die feinen Asbestfasern, die beim Bearbeiten freigesetzt werden und mit der Atemluft als feinster Staub in die Lunge geraten können, sind gesundheitsgefährdend. Abbruch, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten unterliegen daher strengen gesetzlichen Vorschriften. Insbesondere der Umgang mit Asbestprodukten in Eigenarbeit ist verboten. Er ist nur Unternehmen gestattet, die eine Zulassung für so genannte „ASI-Arbeiten“ besitzen. Seit 1993 besteht ein Herstellungs- und Verwendungsverbot für asbesthaltige Produkte; eine Übersicht über die Umstellungszeitpunkte für verschiedene Produkte finden Sie unter www.faserzement.info/faq/home_faq.html

Wir haben neu gebaut. Wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit im Keller sein, und wie kann man sie senken?

In der Regel sollte die Luftfeuchtigkeit im Keller 50 bis 55 Prozent betragen. Eine Herabsetzung der Baufeuchtigkeit ist ganz einfach durch regelmäßigen und gründlichen Luftaustausch, vor allem während der Heizperiode, zu erreichen. Öffnen Sie täglich so viele Fenster und Türen wie möglich. Im Winter bei Frost sollte täglich zehn bis 15 Minuten gelüftet werden. Achtung: Im Sommer empfiehlt es sich, nur morgens früh oder bei kühlem Wetter zu lüften. Bei Außentemperaturen über 18 Grad Celsius hat die warme Außenluft nämlich mehr Feuchtigkeit gebunden, die auf den kühlen Flächen im Keller kondensiert.

Mein Keller ist nicht isoliert und wird nicht beheizt. Ist es energetisch sinnvoll, die alten Fenster mit Einfachverglasung gegen neue mit Isolierglas auszutauschen?

Solange der Keller nicht bewohnt und beheizt wird, ist der Austausch der Fenster nicht sinnvoll. Die ideale Raumtemperatur für einen Keller, der nur als Vorratsraum benutzt wird, liegt bei acht bis zehn Grad. Bei höheren Temperaturen steigt die Luftfeuchtigkeit, und es kommt zu Schwitzwasserbildung. Deshalb ist es auch sinnvoll, die Heizungsrohre zu isolieren und den Heizungsraum gegenüber dem restlichen Keller gut abzudichten. Empfehlenswert ist es außerdem, an der Unterseite der Kellerdecke eine Wärmedämmung anzubringen. Das sorgt für mehr Fußwärme im Erdgeschoss.

Ich habe ein altes Haus mit einem Keller aus Ziegeln. Momentan fällt die alte Farbe mit Putz von den Wänden und der Decke. Was kann ich dagegen tun?

Durch wirksame Heizungen, eine verbesserte Dämmung und dichte Fenster haben sich die meisten Häuser erheblich erwärmt - auch die Keller. Da aber warme Luft mehr Feuchtigkeit binden kann als kalte, tritt eine erhöhte Luftfeuchtigkeit auf, die sich im Keller auf den kalten Außenwänden und dem Fußboden niederschlägt und zu einer langsamen Durchfeuchtung und in der Folge zum Abplatzen des Putzes führt. Abhilfe ist oft nur durch regelmäßiges und gründliches Lüften zu schaffen, besonders während der Heizperiode. Wenn Sie den Keller nicht als Wohnraum nutzen, ist eine relativ einfache Sanierung möglich. Entfernen Sie den alten, morschen Putz und bringen Sie einen Luftkalkmörtel oder Sanierputz auf. Dieser verteilt die Feuchtigkeit im Mauerwerk gleichmäßig auf die Oberfläche, was die Verdunstung fördert.

Wir haben bei einer gemauerten Garage (Bimsstein) einen Riss genau im Mörtelbett, der um die halbe Garage verläuft. Ist so etwas zu beseitigen?

Dauerhaft wohl nicht. Womöglich ist das unterschiedliche Ausdehnungs- und Schwundverhalten der Betondecke bei Wärme und Kälte Ursache des Risses. Vielleicht ist die erste Steinreihe als Verblendung der Seiten der Betondecke ausgeführt, die Verblendersteine machen so die Bewegung der Platte mit. Diese liegt selbst auf der zweiten Reihe auf und schiebt sich darauf hin und her.

In unserer 40 Jahre alten, nicht isolierten Garage blättert der Putz an den Längsseiten ab. Woran liegt das?

Da Sie nicht von Putzschäden an der Außenseite Ihrer Garage berichten, vermuten wir, dass die Ursache für das Abblättern des Innenputzes die nicht ausreichende Belüftung der Garage ist. Lüftungsschlitze im Garagentor reichen nicht. Um einen wirksamen Luftaustausch zu erreichen, müssen für die Luftzirkulation an anderer Stelle ausreichend große Öffnungen geschaffen werden.

Im vergangenen Sommer habe ich die Holzdecke meines Carports mit weißer Wetterschutzfarbe (Kunstharzdispersion) gestrichen. Nun bilden sich bräunliche Flecken. Leider habe ich auf einen Isolieranstrich verzichtet. Ist es möglich, diesen nachträglich noch aufzubringen?

Leider gibt es keine Möglichkeit, die bräunlichen Flecken nach träglich mit einer Isolierfarbe abzudecken. Allerdings ist Folgen des vorstellbar: Der deckende Anstrich wird nur im Bereich der Flecken bis auf das blanke Holz entfernt. Die Stellen werden mit Schleifpapier sauber geschliffen.

Eine Isolierfarbe wird nur in diesem Bereich zweimalig aufgetragen. Anschließend sollte ein deckender Anstrich durch die Wetterschutz farbe nur an den ausgebesserten Stellen sowie final ein weiterer Anstrich über die gesamte Fläche erfolgen.

In meiner Doppelgarage bildet sich in den Ecken, vorwiegend an der Decke, Schimmel. Wie lässt sich das verhindern?

Die Schimmelbildung ist ein Zeichen dafür, dass sich an den betroffenen Stellen ständig ein Feuchtigkeitsschleier bildet. Wenn das beim Fahren aufgeheizte Auto in der kalten Garage abgestellt wird, gibt es die Wärme an die Raumluft ab. Damit erhöht sich auch die Luftfeuchtigkeit, und die erwärmte feuchte Luft schlägt sich an den kalten Innenwänden als Kondenswasser nieder. Die ständige Durchfeuchtung des Untergrunds ist ein idealer Nährboden für Schimmel. Abhilfe lässt sich nur durch eine ständige Be- und Entlüftung der Garage schaffen. Diese muss über große Öffnungen wie zum Beispiel Fenster erfolgen; einige kleine Lüftungsöffnungen reichen dafür nicht aus. Eine solche ständige Lüftung ist übrigens auch gut für Ihr Auto.

Wie kann ich am besten ein etwa zehn mal dreißig Zentimeter großes und fünf Zentimeter tiefes Loch im Kellerestrich schließen?

Das Loch im Estrich des Kellers können Sie am einfachsten mit Zementmörtel verschließen. Es gibt in Baumärkten fertige Trockenmischungen, denen Sie nur noch Wasser beimengen müssen. Eventuell müssen Sie nacheinander zwei Schichten einbringen. Um vollständig auszuhärten, benötigt Zementmörtel 28 Tage.

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