Bauen & Modernisieren

Fragen und Antworten zum Thema Fassade, Türen und Fenster

Das Wohnglück-Team gibt Ihnen die richtigen Antworten, Ratschläge und Tipps rund um den wichtigsten Ort der Welt: Ihr Zuhause. Bitte beachten Sie, dass die Vorschläge nur unverbindlich sein können, da unsere Experten die geschilderten Sachverhalte nicht vor Ort überprüfen konnten und sich somit ausschließlich auf Ihre Beschreibung stützen.

Wir möchten ein Teil unsere Fenstern komplett mit Rollladenkästen erneuern. Unserer unser Haus steht an einer sehr stark befahrenen Straße. Bekommt man Zuschuß für Lärmschutz. Wenn ja, wo?

Nach unseren Informationen gibt es keine Fördermittel für speziell für Lärmschutz. Es besteht allerdings die Möglichkeit beim Einbau von Rollläden auf das Förderprogramm „Einbruchschutz“ zuzugreifen, in dem deren Einbau mit zinsgünstigen Krediten oder Investitionszuschüssen gefördert wird.

Welche Anforderungen an diese Maßnahmen gestellt werden, können Sie auf der Homepage www.kfw.de der KfW-Bank erfahren.

Wir möchten einige Fenster erneuern. Uns wurde dabei auch angeboten, eine Beschichtung gegen Beschlagen von innen und Nässebildung aufzubringen. Wie sinnvoll ist das?

Das Beschlagen von Fensterscheiben – die Kondenswasserbildung – ist ein physikalischer Vorgang, der durch die Naturgesetze bestimmt wird. Bei einer erhöhten Luftfeuchtigkeit können Fensterscheiben sowohl innen als außen beschlagen. Das bedeutet, dass sich in der Regel auf der gesamten Scheibe ein Feuchtigkeitsschleier über gesamte Oberfläche ausbreitet und die Durchsicht verhindert.

Wenn die Scheiben mit der genannten Beschichtung versehen sind, wird die Bildung von Feuchtigkeitsschleiern verhindert, das Wasser bildet Rinnsale, die auf der Oberfläche herablaufen.

Eine erhöhe Luftfeuchtigkeit in Innenräumen lässt sich nur durch eine gezielte und regelmäßige Lüftung vermeiden. Auf der Außenseite ist das nicht möglich.

Ich möchte die verputzte und gestrichene Hausfassade im Erdgeschoss mit vertikalen Lärchenbrettern verblenden. Ist dafür eine Hinterlüftung erforderlich und gibt es eine Konstruktionsmöglichkeit, wenn die Verblendung nicht mehr als 4 cm auftragen darf?

Um die Fassade Ihres Hauses mit Holz verblenden zu können, ist die Montage einer Lattung erforderlich, auf der die Bretter befestigt werden. Auf diese Weise entsteht ein Hohlraum zwischen Fassadenoberfläche und Holzschalung. 

Bei einem Haus in Holzständerbauweise (Fertighaus) besteht die Fassade in der Regel aus Holzwerkstoff- oder Gipsfaserplatten mit einem Außenputz. Beim Anbringen der Lattung durch Schrauben, wird unweigerlich diese  Gebäudehülle durchbrochen (beschädigt). Da die Holzschalung nicht absolut feuchtigkeitsbeständig und regendicht herzustellen ist, kann Wasser in den Hohlraum eindringen, die Gebäudehülle an den Befestigungspunkten durchfeuchten und zusätzlich zu Fäulnis der hölzernen Lattung und der Rückseite der Holzschalung führen.

Aus diesem Grund muss der durch die Lattung entstandene Hohlraum so beschaffen sein, dass eine Luftzirkulation (Belüftung) entstehen kann, die evt. eingedrungene Feuchtigkeit abtrocknet. Damit diese „Hinterlüftung“ wirksam wird, reicht es nicht aus, nur eine horizontale Lattung anzubringen, auf der die Bretter befestigt werden, Zusätzlich ist eine vertikale Lattung erforderlich, auf der die horizontale Lattung angebracht wird. Diese vertikale Lattung darf nicht durchgehend hergestellt werden, es müssen in ihr ausreichend große Lücken (30 – 50 cm) vorhanden sein, damit die Luft wirksam zirkulieren kann. 

Ob das in Ihrem Fall bei einer gesamten Aufbauhöhe von nur 4 cm möglich ist, möchten wir bezweifeln. Wenn man davon ausgeht, dass die in Aussicht genommenen Lärchenbretter ca. 10 bis 12 mm dick sind, bleiben für die Lattung nur höchstens 3 cm. Das würde bedeuten, dass jede Lattung horizontal wie vertikal nur 1,5 cm dick sein dürfte. Damit ist eine ausreichende Stabilität nicht zu erreichen.

Wichtig ist auch folgender Hinweis: Bevor die Lattung auf der Fassade angebracht wird, muss die gesamt Oberfläche mit einer Folie überspannt werden, die wasserdampf-durchlässig aber wasserabweisend ist. Die offenen Kanten der Fassaden-Verkleidung müssen an allen Seiten mit einem feinen Drahtgitter sorgfältig verschlossen werden, damit kein Ungeziefer (Mäuse usw.) in den Hohlraum eindringen kann.


Zum Schluss noch ein Hinweis:

Von entscheidender Wichtigkeit für die Haltbarkeit der Holzverkleidung ist ein sach- und fachgerechter Anstrich. Lasuranstriche erfüllen diese Bedingung nicht, weil sie zu schnell verwittern und immer wieder erneuert werden müssen. Ein gute Haltbarkeit erreicht man nur mit einem deckenden Anstrich.

Voraussetzung für die Haltbarkeit des Anstrichs ist die sach- und fachgerechte Verarbeitung. Das bedeutet:

  1. Vor der Montage: Grundierung aller Bretter von allen Seiten mit einem Bläueschutzgrund. Bei Nadelholz unbedingt erforderlich!
  2. Anschließend: Erster allseitiger Anstrich – also auch der Rückseite – mit der Holzfarbe. Dabei ist zu beachten, dass ganz besonders das „Hirnholz“, das sind die Schnittkanten der Bretter, ausreichend und mehrfach mit Farbe getränkt werden.
  3. Montage der Holzteile mit rostfreien Nägeln oder Schrauben.
  4. Abschluss mit zwei Deckanstrichen.
An verschiedenen Stellen löst sich die braune Sockelfarbe vom Sockel ab, die Farbschichten lassen sich trocken abbrechen. Kann ich den Sockel einfach überstreichen, oder ist ein Haftgrund erforderlich? Ist es ratsam mit Spachtelmasse auszubessern vor dem Überstreichen?

In vielen Fällen ist die Ursache für solche Anstrichschäden Feuchtigkeit, die an die Oberfläche drängt und die dabei die Farbschichten abplatzen lässt. Die Verwendung von Haftgrund oder Spachtelmasse macht keinen Sinn, wenn nicht genau untersucht wird, welches die Ursache für Feuchtigkeitsschäden ist. Sie kann an Haussockeln aus dem Untergrund kommen, wenn die Feuchtigkeitssperre schadhaft ist, sie kann von außen kommen, wenn Risse im Putz oder in Klinkerfugen vorhanden sind. Oftmals ist die obere Kante von Haussockeln nicht abgeschrägt, so dass Regenwasser stehen bleibt und nicht abfließen kann.

Daneben kann es noch weitere Bauschäden geben, welche das Abplatzen der Sockelfarbe verursachen. Bevor nicht eine genaue Untersuchung durchgeführt wurde, ist ein  Neuanstrich des Haussockels nicht zu empfehlen.

Seit 2010 wohnen wir in unserem massiven Neubau. Nach ca. zwei Jahren zeigten sich erste Risse an zwei Seiten der Fassade., die z. T. bis auf die Innenseite durchgerissen waren, so dass auch die Fliesen im Bad beschädigt waren. Der Generalunternehmer, der Statiker und die beteiligten Firmen waren vor Ort und kamen zu dem Schluss, dass es sich um Setzrisse handelt. Es wurden Gipsmarken gesetzt. 2016 wurden die Innenwände saniert und die zwei Außenwände neu verputzt. Dabei wurde festgestellt, dass auch die dritte Seite mehrere Risse hatte. Diese Seite wurde nun nach zwei Jahren nicht verputzt, sondern die Risse aufgeweitet, mit Acryl ausgeflickt und mit Silikonharzfarbe überstrichen. Ist diese Art der Sanierung richtig und dauerhaft? Hätte nicht doch verputzt werden müssen?

Ohne Ihr Haus und dessen Fassade persönlich gesehen zu haben, ist eine Beurteilung der Rissbildung leider nicht möglich. Wie umfangreich und schwierig dieses Thema ist, können Sie den nachstehenden Aufstellung entnehmen. Fassadenrisse werden in folgende Kategorien eingeteilt:

• Bautechnische und konstruktionsabhängige Risse, das sind u. a. Deckenschubrisse, Fensterbank-Abrisse, Risse an Öffnungen (Fenster/Türen) und Ecken (sogen. Kerbrisse).  Diese Risse werden z. T. als "nicht beruhigbar" oder als "bedingt beruhigbar" eingestuft.

• Baugrundbedingte Risse sind grundsätzlich "nicht beruhigbar".

• Stoß-, Lagerfugen- und Putzgrundrisse werden in der Regel als „bedingt beruhigbar“ beurteilt.
• Putzschalenrisse werden als "beruhigbar" eingestuft und lassen sich gut sanieren.

Grundsätzlich ist eine völlig rissfreie Putzoberfläche nicht bzw. nur bedingt herstellbar. Das gilt besonders für mineralische Außenputze. In der entsprechenden Norm (DIN V 1850) wird daher ausgeführt, dass „vereinzelte Haarrisse“ (nicht größer als 0,2 mm) nicht zu bemängeln sind, da sie die technische Funktion des Putzes nicht beeinträchtigen. Das entscheidende Kriterium zur Frage, ob Risse im Putz hinnehmbar sind, ist demnach nicht das bloße Vorhandensein von Rissen, sondern die Folgen der Risse für die geforderte optische und technische Funktion des Putzes.

Bei sogen. Putzschalenrissen, die nicht größer als 0,2 mm sind und die sich gleichmäßig und netzartig über die Oberfläche ausbreiten, kann man davon ausgehen, dass es sich um "beruhigbare" Putzrisse handelt, die nicht bautechnisch oder konstruktionsbedingt sind. 

Grundsätzlich muss jedoch davon ausgegangen werden, dass die Sanierung von Rissen in Fassaden ein schwieriges und heikles Fachgebiet ist, auf dem oft auch Fachleute scheitern. Nur ein Baufachmann (Architekt-Bauingenieur) kann nach sorgfältiger Prüfung dazu Stellung nehmen und Ihnen helfen, mögliche Forderungen gegenüber dem Bauträger entsprechendes Gewicht zu verleihen. 

Für diese Aufgabe würden wir Ihnen einen „öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen“ empfehlen. Ein solcher Fachmann, der über alle bauphysikalischen und technischen Kenntnisse verfügt, wird Ihnen sicherlich helfen können, die Rissbildung an Ihrem Haus einzuschätzen. Da die Bezeichnung „Sachverständiger“ nicht geschützt ist, sollte man immer einen öffentlich bestellten und vereidigten, d. h., einen bei Gericht zugelassenen Sachverständigen beauftragen.

Anschriften von öffentlich bestellten und vereidigen Sachverständigen erhalten Sie bei der für Ihren Wohnort zuständigen Industrie- und Handelskammer oder im Internet unter: www.svv.ihk.de. Dabei ist es wichtig, dass Sie das Fachgebiet, in dem der Sachverständige tätig sein soll, genau beschreiben, in Ihrem Fall z. B.: Rissbildung in der Fassade.

Natürlich kostet eine derartige Beratung Geld. Die Erfahrungen unserer Leserberatung besagen jedoch ganz eindeutig, dass Schäden durch unqualifizierte Beratung oder laienhafte Arbeit am Ende erheblich teurer ausfallen. 

Außerdem haben Sie nur auf diesem Wege die Chance, eine Forderung auf Behebung der aufgetretenen Schäden und Baumängel und Schadenersatz gegenüber Ihrem Bauträger durchzusetzen. Allein, ohne sachverständigen Beistand, wird Ihnen das kaum gelingen. Möglicherweise können Sie auch auf diese Weise die Kosten des Sachverständigen von Ihrem Bauträger zurück zu erhalten. 

Trotzdem empfiehlt es sich, vor Beauftragung eines Gutachtens die Honorarfrage zu klären.

Vor dem Ablauf der Gewährleistungsfrist ist eine grundsätzliche Klärung der Ursachen für die Rissbildung erforderlich. Dabei sind folgende Gesichtspunkte zu beachten:

• Allgemeine fehlerhafte Bauausführung.

• Nicht tragfähiger bzw. schwieriger Baugrund. (Wurde der vor Baubeginn untersucht?)

• Auswirkung von Erdbeben.  

Wie bereits erwähnt, kann nur ein neutraler Sachverständiger die genauen Schadensursachen herausfinden. Dieser kann Ihnen auch helfen, mögliche Forderungen gegenüber dem Bauträger zu formulieren (siehe oben).

Zum Abschluss möchten wir Ihnen noch folgenden Hinweis geben:

Um eine wetterfeste und optisch einwandfreie Fassade zu bekommen, besteht die Möglichkeit, die schadhaften Hausseiten mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade zu

verkleiden.

Unsere Fensterrahmen nässen stark, tropfen oder gefrieren sogar. Trotz mehrstündiger Sonneneinstrahlung konnten wir am unteren Fensterrahmen nur acht Grad messen, im Wohnzimmer dagegen ohne Heizung 22,6 Grad. Wir vermuten, dass beim Einbau der Fenster die Dämmwirkung der Rahmen zerstört wurde. Lohnt es sich hier einen Sachverständigen einzuschalten?

Grundsätzlich ist zu sagen, dass Fensterrahmen und Isolierglas den gleichen Wärmedämm-Faktor aufweisen sollten. Warum das bei Ihren Fenstern nicht der Fall ist, kann mehrere Ursachen haben:

• Die Rahmen sind grundsätzlich nicht in Ordnung.

• Beim Einbau wurden Fehler gemacht, eine thermische Abkopplung vom Mauerwerk fand nicht statt.

• Beim Einbau der Rollläden wurden Fehler gemacht.

Einzelne falsch gesetzte Schrauben können die Dämmwirkung der kompletten Rahmen nicht so stark herabsetzen.

Müssen Grünbeläge vor einem Neuanstrich der Fassade zu 100% entfernt werden und mit welchem Mittel? Einen Test mit Essig habe ich bereits mit Erfolg durchgeführt. Wie viele Anstriche sind nach Ihrer Meinung erforderlich?

Bei einem Neuanstrich Ihrer Fassade sollten Sie wie folgt vorgehen:

1. Einstreichen der Fassade mit einem Algen-, Moos- und Pilz-Entferner. (Es gibt umweltfreundliche und biologisch abbaubare Qualitäten). Essig ist für diesen Zweck nicht geeignet, da einige Algen- und Pilzgattungen saure Milieus bevorzugen.

2. Vorsichtiges Reinigen: Wärmegedämmte Oberflächen sollten, um Beschädigungen zu vermeiden, nur drucklos gereinigt werden. 

3. Leichtes Abschleifen der Putzoberfläche, damit weit herausragende Putzkörner egalisiert werden. Je glatter eine Oberfläche ist, umso besser kann sie abtrocknen, und auf diese Weise einem Algen- oder Pilzbefall die Lebensgrundlage zu entziehen.

4. Grundieren mit einem Silikonharz-Tiefgrund.

5. Zweimaliger Anstrich mit einer Silikonharz-Fassadenfarbe. Grundsätzlich ist zu sagen: Natürlich bietet der Anstrich mit einer Silikonharz-Fassadenfarbe keine absolute Garantie dafür, dass es zu keinem neuen Befall kommt. Man kann aber davon ausgehen, dass die Möglichkeit eines Neubefalls erheblich verringert wird.

Wir wollen die Fenster unseres Einfamilienhauses auswechseln. Vor Jahren haben wir die Luftschicht im Mauerwerk mit Lavagranulat Hyperlite-S auffüllen lassen. Wie kann das Lavagranulat rings um die Fensterrahmen vor dem Ausbau verfestigt werden, um den Austritt beim Ausbau zu verhindern?

Eine Methode, um das Granulat in Ihrer „Kerndämmung“ zu verfestigen, ist uns leider nicht bekannt. Möglicherweise kann man das Granulat durch Kunststoff-Injektionen so miteinander verkleben, dass es beim Ausbau der alten Fenster nicht herausfließt.

Eine solche Methode ist aber kontraproduktiv, denn die Dämmwirkung des Granulats ist von seiner uneingeschränkten „Rieselfähigkeit“ anhängig. Das Granulat kann seine Dämmwirkung nur dann entfalten, wenn es alle – auch allerkleinste - Hohlräume ungehindert ausfüllen kann.

Schon allein aus diesem Grund wird es nach dem Einbau der neuen Fenster erforderlich sein, das Lavagranulat nachzufüllen. Dazu kommt, dass sich erfahrungsgemäß im Laufe der vergangenen 35 Jahre das Granulat „gesetzt“ hat, und es sind unabhängig von der Fenstermontage Hohlräume entstanden, die bei dieser Gelegenheit „nachgefüllt“ werden können.

Grundsätzlich ist bei älteren Häusern eine gewisse Unsicherheit vorhanden, ob der Luftzwischenraum (Hohlraum) zwischen den Außenwänden tatsächlich in vollem Umfang zu Verfügung steht. Falsch gemauerte Steine, Mörtelbatzen, die aus den Fugen quellen, Stein- und Mörtelreste können den Zwischenraum einengen.

Wenn Sie erreichen möchten, dass alle Wandflächen vollständig und sorgfältig ausgefüllt werden, ist es, um Wärme/Kältebrücken zu vermeiden, erforderlich, eine große Zahl von Einfüll-/Einblasöffnungen anzubringen, besonders über und unter jedem Fenster und über jeder Tür.

Die Qualität der Kerndämmung hängt nicht nur vom Dämm-Material ab, sondern hauptsächlich davon, wie sorgfältig und gründlich diese Arbeiten durchgeführt werden. Nicht oder ungenügend ausgefüllte Hohlräume führen im Lauf der Zeit dazu, dass die Füllung zusammenrutscht und damit ihre Dämmwirkung verliert.

In unserem Treppenhaus sind in der Außenwand 5,88 m2 Glasbausteine eingebaut. Kann ich von außen Isoglasfenster vorsetzen? Was ist dabei zu beachten?

Vermutlich möchten Sie die Wärmedämmung der Glasbausteinwand durch das Vorsetzen eines Isolierglas-Fensters verbessern. Das ist durchaus möglich, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

• Da Glasbausteine eine wesentlich geringere Einbaustärke haben als die Wand dick ist, in die sie eingebaut sind, bleibt in der Regel eine Laibung. In diese Laibung können Sie das Fensterelement mit Isolierglas setzen.

• Dabei ist zu beachten, dass das Isolierglas-Fenster mit der Fassadenoberfläche bündig abschließt.

• Zwischen den Glasbausteinen und dem Isolierglas-Fenster muss ein ausreichend großer Luftzwischenraum vorhanden sein. Dieser trägt zusätzlich zum Isolierglas zur Wärmedämmung bei. Das Fenster sollte keinen direkten Kontakt mit den Glasbausteinen haben. Ein ausreichend großer Luftzwischenraum (mindestens 10 cm tief) sollte unbedingt möglich sein.

• Um die Bildung von Kondenswasser zu vermeiden, sollte der äußere Rahmen (Blendrahmen) des Fensterelementes gegenüber der Wand/Fensterlaibung gut abgedichtet werden, damit keine Außenluft in den Luftzwischenraum gelangen kann. Diese Abdichtung kann man sehr gut mit „Kompriband“ (mit einem vorkomprimierten, imprägnierten Dichtungsband aus geschlossenporigem Schaumstoff) und entsprechenden Deckleisten erreichen. Eine Abdichtung mit Silicon-Dichtmasse ist nicht ratsam.

• Zusätzlich empfehlen wir, das Fensterelement so bauen zu lassen, dass es sich öffnen lässt, damit der Luftzwischenraum gelegentlich gesäubert werden kann. Der zu öffnende Fensterflügel muss ebenfalls mit wirksamen Dichtungen ausgestattet sein.

Wenn die Einbau-Situation die Montage eines Isolierglas-Fensters auf der Außenseite nicht zulässt, empfehlen wir, das Fenster auf der Innenseite vor der Glasbausteinwand einzubauen.

Ich habe im Hausflur drei übereinanderliegende Schlitzfenster mit jeweils 5-6 Glasbausteinen. Sie laufen feucht an und bilden Schimmel. Haben Sie einen Vorschlag?

Um die Bildung von Kondenswasser auf den Glasbausteinen zu vermeiden, empfehlen wir folgende Lösung:

Da Glasbausteine in der Regel eine wesentlich geringere Einbaustärke haben als die Wand dick ist, in die sie eingebaut sind, bleibt nach innen eine Laibung. Vor diese Laibung können Sie eine Glasscheibe in einem Rahmen setzen. Auf diese Weise wird verhindert, dass warme, mit Feuchtigkeit angereicherte Luft auf die kalten Glasbausteine trifft und sich dort Kondenswasser bildet.

Der verglaste Rahmen muss gegenüber der Wand/Fensterlaibung gut abgedichtet werden, damit keine warme Innenluft in den Zwischenraum gelangen kann. Diese Abdichtung kann man sehr gut mit „Kompriband“ (mit einem vorkomprimierten, imprägnierten Dichtungsband aus geschlossenporigem Schaumstoff) und entsprechenden Deckleisten erreichen. Von einer Abdichtung mit Silicon-Dichtmasse raten wir ab, da sich dann das Fensterelement sich öffnen lässt. Das ist aber ratsam, damit der Luftzwischenraum gelegentlich gesäubert werden kann.

An der Schlossseite unserer Hauseingangstür hat sich das Türblatt leicht verzogen, bis ca 3 mm im Schlossbereich. Oben und unten liegt das Türblatt bündig an. Haben Sie einen Rat für uns?

Wir können uns vorstellen, dass die Anbringung eines Stahlprofils auf der gesamten Höhe der Innenseite des äußeren linken Türrahmens dazu beitragen kann, den augenblicklichen Zustand zu verbessern. Natürlich ist unser Vorschlag eine Gratwanderung.

Das Stahlprofil – ein flaches U-Profil – darf nicht zu klobig sein, es muss aber eine genügende Stabilität haben, um das Ausdehnungs- und Schwundverhalten des Holzes auffangen zu können. Eine Befestigung mit Holzschrauben wird nicht ausreichend sein. Stattdessen empfehlen wir sogen. „Schloss-Schrauben“ zu verwenden.

Wir haben in unserem Hausflur sechs übereinander liegende Glasbausteine. Diese sind von innen feucht und bilden Schimmel. Was können wir dagegen tun?

Um die Bildung von Kondenswasser auf den Glasbausteinen zu vermeiden, empfehlen wir folgende Lösung:

Da Glasbausteine in der Regel eine wesentlich geringere Einbaustärke haben als die Wand dick ist, in die sie eingebaut sind, bleibt nach innen eine Laibung. Vor diese Laibung können Sie eine Glasscheibe in einem Rahmen setzen. Auf diese Weise wird verhindert, dass warme mit Feuchtigkeit angereicherte Luft auf die kalten Glasbausteine trifft und sich dort Kondenswasser bildet.

Der verglaste Rahmen muss gegenüber der Wand/Fensterlaibung gut abgedichtet werden, damit keine warme Innenluft in den Zwischenraum gelangen kann. Diese Abdichtung kann man sehr gut mit „Kompriband“ (mit einem vorkomprimierten, imprägnierten Dichtungsband aus geschlossenporigem Schaumstoff) und entsprechenden Deckleisten erreichen. Von einer Abdichtung mit Silicon-Dichtmasse raten wir ab, da sich dann das Fensterelement sich öffnen lässt. Das ist aber ratsam damit der Luftzwischenraum gelegentlich gesäubert werden kann.

An unserem Kellerabgang blättert die Farbe ab und der Zement kommt um Vorschein. An diesen Stellen wächst eine Masse, die aussieht wie Watte oder Kristalle. Was ist das und was können wir dagegen tun?

Bei der „weißen Masse, die aussieht wie Watte oder Kristalle“ handelt es sich mit Sicherheit um Salzausblühungen (Salpeter). Deren Auftreten ist immer ein Zeichen dafür, dass sich Feuchtigkeit im Mauerwerk befindet. Diese drängt zum Verdunsten an die Außenseite. Bei diesem Vorgang werden Salze, die aus Mörtel und Steinen herausgelöst wurden, an die Oberfläche transportiert, wo sie auskristallisieren.



Es müssen also an irgendeiner Stelle des Kellerabgangs schadhafte Stellen vorliegen, durch die Wasser in das Mauerwerk eindringen kann. Anders sind die Salzausblühungen nicht zu erklären. Solche Stellen können schadhafte Fugen, fehlende oder schadhafte Abdichtungen, schadhafte Regenrinnen o. ä. sein.

Um die Ausblühungen zu verhindern, müssen Sie also versuchen, diese Fehlstelle(n) aufzuspüren und sie abzudichten. Die Salzausblühungen und weiße Schleier lassen sich mit „Zementschleier-Entferner“, „Fluat“ oder verdünnter Salzsäure entfernen. Bei der Verarbeitung dieser Präparate muss mit äußerster Sorgfalt und ausreichenden Schutzmaßnahmen vorgegangen werden (Gummihandschuhe, Schutzbrille, Arbeitskleidung).

Ein Überstreichen mit Farbe ist nur dann sinnvoll, wenn es gelungen ist, die entsprechenden Stellen dauerhaft trocken zu legen. Dabei ist zu beachten, dass eine auf der Außenseite aufgebrachte Feuchtigkeitssperre bauphysikalisch nicht zu vertreten ist.

Womit verfugt man Außenwände aus Naturstein?

Zum Verfugen der entsprechenden Außenmauern möchten wir Ihnen „Trassmörtel“ empfehlen. Dieser besteht aus fein gemahlenem „Trass“, Kalk und Zuschlagstoffen (Sand). Trass ist ein feingemahlenes Gestein vulkanischen Ursprungs (z. B. Tuff, Vulkanasche) und besteht überwiegend aus Kieselsäure und Tonerde. Trassmörtel ist ein uralter Baustoff, den die Römer bereits vor 2000 Jahren in Ihren Bauten, Aquädukten und Hafenanlagen verwendet haben. Im Mittelalter gingen Kenntnisse und Erfahrungen mit diesem Baustoff verloren.

Die Eigenschaften von Trass werden als „puzzolanisch“ bezeichnet. Das heißt, in fein verteilter Form bildet Trass mit Kalk positive Eigenschaften:

  • Widerstandsfähiger als Kalk- oder Zementputz,

  • keine Kalkausblühungen am Mauerwerk,

  • geeignet für die Sanierung von feuchtem und salzgeschädigtem Mauerwerk,

  • erhöhte Festigkeit,

  • erhöhte Wasserabdichtung bei ungehinderter Wasserdampf-Durchlässigkeit,

  • geringe Rissneigung durch hohe Elastizität.

Trassmörtel wird zumeist als Mauermörtel und zum Verfugen von Naturstein eingesetzt, darüber hinaus in der Denkmalpflege und bei der Altbausanierung.

Trassmörtel darf nur bei Außentemperaturen über +5°C verarbeitet werden. Da der Mörtel sehr langsam aushärtet, ist er vor Austrocknung und ungünstigen Witterungseinflüssen wie Frost, Zugluft, direkter Sonneneinstrahlung und direkter Schlagregeneinwirkung zu schützen.

Trassmörtel und Fugenkellen in verschiedenen Größen und Ausführungen erhalten Sie in gut sortierten Baumärkten oder im Baustoff-Großhandel.

Was kann man gegen schwarzen Belag auf den Dichtungen der Fenster tun?

Bei dem schwarzen Belag auf den Dichtungen Ihrer Fenster handelt es sich um Schimmel. Das wirksamste Mittel, um Schimmelbelag abzutöten ist reiner Alkohol (z. B. Brennspiritus).

Vermutlich werden Sie auch damit keinen Erfolg haben, wenn die Dichtungen Ihrer Fenster aus Silicon-Dichtmasse bestehen. In der Regel wird dafür „Essig-vernetzte“ Silicon-Dichtmasse eingesetzt. Die verbleibenden Essigrückstände sind ein ideale Nährboden für Schimmel. Daher wird es leider kaum möglich sein, den schwarzen Belag restlos zu entfernen. Die einzige Möglichkeit, eine Verbesserung zu erreichen, ist das Entfernen der befallenen Dichtmasse und eine neue Abdichtung mit Silicon-Dichtmasse welche „neutral-vernetzt“ ist. Diese Typen gibt es vermutlich nur im Fachgroßhandel (Maler-, Tischlerei-Bedarf) oder im Flachglas-Großhandel.

Ist es sinnvoll alte Fenster zu sanieren, anstatt sie durch neue zu ersetzen?

Grundsätzlich kann man alte Fenster sanieren. Ob das allerdings sinnvoll ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab:

  • Zustand und Stabilität der Fensterflügel.

  • Holzart: Fenster aus Lärche, Eiche, Red Cedar, Mahagoni oder Teak sind sicherlich robuster und haltbarer als solche aus Fichte.

  • Zustand der Beschläge: In vielen Fällen lassen sich abgenutzte Beschläge nicht gegen neue austauschen.

  • Verglasung: Der Wärmeverlust bei Fenstern mit Einfach-Verglasung ist allerdings so groß, dass eine Sanierung nicht sinnvoll ist. Nur durch das Auswechseln gegen Fenster mit Isolierverglasung ist eine Einsparung von Heizenergie möglich. (Ausnahme: historische Fenster)

Nur ein versierter Fenster-Fachmann, kann nach gründlicher Untersuchung der Fenster vor Ort eine Empfehlung abgeben. Soweit uns bekannt ist, gibt es nur wenige Fachfirmen, die sich mit der Sanierung alter Fenster befassen.

Wie kann ich ein altes Fenster erhöht und als Sichtschutz an der Terrasse befestigen, ohne ein Fundament zu machen? Möchte auch die Möglichkeit haben, es in 2-3 Jahren, wenn es mir nicht mehr gefällt, abzumontieren.

Da die Fenster sehr schwer sind, wird es nicht einfach sein, eine Möglichkeit zu finden, sie einigermaßen stabil und dazu noch erhöht ohne festes Fundament aufzustellen.Wir möchten Ihnen vorschlagen, aus Dachlatten seitlich an den Fenstern Stützen anzubringen. In Baumärkten gibt es eine Reihe von Beschlägen, mit denen man diese Stützen zusammenbauen und befestigen kann.
Eine Skizze als Montageanleitung senden wir Ihnen gern zu.

An unserem Fertighaus, Baujahr 1984, muss der Außenputz renoviert werden, da er auf der Wetterseite Risse aufweist. Wie kann dieser Verputz fachmännisch repariert werden?

Für die Renovierung Ihrer Fertighaus-Fassade gibt es keine einfache Lösung. Vor einer Sanierung müssten einige Fragen geklärt werden.
Wenn die Risse im Bereich der Plattenstöße liegen, d. h., wenn sie sich im Gesamtbild regelmäßig abzeichnen und in einer Richtung verlaufen, dann ist davon auszugehen, dass die Armierung nicht mehr in Ordnung ist. Holz und Holzwerkstoffe haben ein beträchtliches Ausdehnungs- und Schwundverhalten („Holz arbeitet“). Es ist durchaus vorstellbar, dass die dabei auftretenden Kräfte so groß sind, dass das Armierungsgewebe an den Plattenstößen reißt oder sich löst.
In diesem Fall muss die gesamte Deckschicht, bestehend aus Fassadenfarbe und Struktur-Kunstharzputz entfernt werden, desgl. auch alle losen Teile des Armierungsgewebes.

Die Sanierung sollte danach wie folgt vorgenommen werden.
•    Säubern des Untergrundes durch Schleifen.
•    Grundierung mit lösemittelhaltigem Tiefgrund.
•    Aufbringen eines Armierungsgewebes mit Dispersionskleber.
•    Aufbringen eines Kunstharzputzes (kein mineralisch gebundener Putz!)
•    Deckanstrich mit einer hochwertigen Fassadenfarbe (Kunststoff-Dispersionsfarbe).

Wenn die Risse nur oberflächig im Deckputz auftreten, würden wir folgende Maßnahmen vorschlagen.
•    Auskratzen der Risse und Entfernen von morschem Material an den Rissflanken.
•    Säubern der gesamten Fassadenfläche trocken mit einer Drahtbürste.
•    Grundierung mit lösemittelhaltigem Silikonharz-Tiefgrund.
•    Grundanstrich mit einer Silikonharz-Fassaden-Füllfarbe, dabei „Zuschlämmen“ der Risse.
•    Deckanstrich mit einer Silikonharz-Fassadenfarbe.

Da wir die Fassade Ihres Haus nicht persönlich in Augenschein nehmen können und nur auf die von Ihnen übermittelten Unterlagen angewiesen sind, kann unsere Bewertung, Beurteilung und Beratung nur unverbindlich sein.

Der Zahn der Zeit hat an unseren Kunststofffenstern seine Spuren hinterlassen. Die Profile sind zum Teil rissig und ausgebleicht, eine aufgeklebte Folie löst sich ab. Kann ich unsere Fenster selbst reparieren und wenn ja, wie?

Die verwitterten und unansehnlich gewordenen Oberflächen Ihrer Kunststoff-Fenster lassen sich durch einen Anstrich „auffrischen“. Dazu möchten wir Ihnen folgenden Arbeitsvorschlag machen:

1. Entfernen aller aufgeklebten Folien. Möglicherweise mit Hilfe eines Haartrockners (Föhn) oder eines Heißluftgebläses. Das muss mit äußerster Vorsicht geschehen, damit die Glasscheiben nicht platzen. Sie können den Bereich, in dem gerade gearbeitet wird das Glas mit dicker Pappe oder Sperrholz abdecken.
2. Es müssen sämtlicher Kleber-Reste mit Aceton restlos entfernt werden. Nur dann ist die Haftung der nachfolgenden Anstriche gegeben.
3. Mehrmaliges, gründliches und sorgfältiges Schleifen mit wasserfestem Schleifpapier, Körnung 280 zusammen mit Wasser + Spülmittel.
4. Säubern und Trocknen der Oberfläche.
5. Erster Anstrich mit einer Spezial-Grundfarbe (Primer) für Kunststoff- bzw. Buntmetall-Oberflächen.
6. Zweiter Anstrich mit einem Kunstharz-Vorlack im Farbton des Schlussanstrichs-(keine Vorstreichfarbe!).
7. Schlussanstrich mit einer hochglänzenden oder seidenmatten Kunstharz-Lackfarbe im Farbton der Fensterprofile.

Dabei ist folgendes zu beachten:  Es gibt verschiedene Typen Spezial-Grundfarbe. Sollten Sie ein      2-Komponenten-Material erhalten, müssen Sie Ihre Arbeitsweise so einrichten, dass der nachfolgende Anstrich mit Vorlack innerhalb von 24 h erfolgt.
Verwenden Sie keine wasserverdünnbaren Vor- oder Decklackfarben. Diese haben die Eigenschaft, auch im getrockneten Zustand mit den Gummidichtungen der Fenster zu verkleben.

Die vorgeschlagenen Anstrich-Werkstoffe erhalten Sie vermutlich nicht in Baumärkten. Wenden Sie sich an den Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft).

Sollte man alte Zweischeibenfenster durch Fenster mit Dreifachverglasung ersetzen, die besser gedämmt wären als das umliegende, zweischalige Mauerwerk?

Es ist vom energetischen Standpunkt nicht sinnvoll, die Fenster besser zu dämmen als die umgebenden Wände. Selbst wenn Sie den Luftzwischenraum Ihres zweischaligen Mauerwerks vollständig und fehlerfrei mit Dämm-Material ausgefüllt haben, erreichen Sie damit niemals die Dämmwerte der Fenster. Und da deren Flächen im Verhältnis zur gesamten Fassade gering ist, empfiehlt es sich, beim Zweischeiben-Isolierglas zu bleiben. Wichtige Faktoren, die beim Fenstertausch oftmals nicht bedacht werden, sind die verbesserte Dämmwirkung der Rahmen und die erheblich wirksamerer, luftdichte Abdichtung. Gerade dieser Faktor hat einen wesentlichen Einfluss auf das Raumklima und damit auf die Schimmelbildung.

Wir möchten Ihnen diese Problematik einmal wie folgt darstellen:

In modernen Haushalten bildet sich eine erhebliche Luftfeuchtigkeit (oft 70% und mehr). Diese wird verursacht durch unsere heutige Lebensweise: Tägliches oft mehrmaliges Duschen, Waschen und Trocknen der Wäsche in der Wohnung mit entsprechenden Geräten, sowie die Benutzung einer Geschirr-Spülmaschine. Ganz besonders ungünstig wirken sich Wäschetrockner aus, die im Kondensverfahren arbeiten, da deren gesamte Feuchtigkeit in der Wohnung verbleibt und nicht, wie bei Abluftgeräten, nach außen abgeleitet wird. Grünpflanzen und evt. ein Aquarium sind ebenfalls eine Quelle von Luftfeuchtigkeit. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass jeder Mensch im Laufe des Tages zwei Liter Wasser über die Atmung und die Haut abgibt; bei Haustieren verhält es sich ähnlich. Auf diese Weise können im Laufe eines Tages in einem 4-Personen-Haushalt 12 bis 15 Liter Wasser an die Raumluft abgegeben werden.

Allein durch das Nutzen einer Wohnung werden erhebliche Mengen an Feuchtigkeit an die Raumluft abgegeben. Das kann pro Tag folgende Mengen ergeben:

  • Mensch, pro Person: 1,5 – 2,0 Liter

  • Duschen, Baden, pro Person: 0,5 – 1,0 Liter

  • Kochen: 0,5 – 1,0 Liter

  • Wäsche trocknen (4,5 kg): 1,0 – 1,5 Liter geschleudert

  • desgl.: 2,0 – 3,0 Liter tropfnass

  • Blumen, Topfpflanze, pro Pflanze: 0,5 – 1,0 Liter.

Bei älteren nicht luftdicht schließende Fenstern und Außentüren kannte, ergab sich folgende Situation: Fenster alter Bauart ließen pro Fenster an einem Tag 20 – 30 m³ (!) frische und trockene Außenluft eindringen und sorgten damit für einen selbsttätigen und intensiven Luftaustausch. Das haben Versuche am Fenster-Institut, Rosenheim, ergeben.

Wenn dieser Luftaustausch nicht mehr geschehen kann, bleibt die warme mit Feuchtigkeit gesättigte Luft in der Wohnung und schlägt sich an den kälteren Außenwänden und besonders auch an den Fenstern als Kondenswasser nieder. Diese ständig auf die Wände einwirkende Feuchtigkeit führt zu einer Durchnässung der Tapeten und des Wandputzes und bildet einen idealen Nährboden für die Schimmelbildung.

Die wichtigste und wirksamste Möglichkeit, eine Verbesserung zu erreichen, ist die ganz gründliche Lüftung. Es gibt dazu verschiedene Methoden, die z. T. sehr umstritten sind. Alle Fachleute sind sich jedoch in der Beurteilung ihrer Wirkung einig.

Spaltlüftung

Darunter versteht man die Lüftung durch gekippte Fenster oder Fensterflügel, die mit einem „Lüftungshaken“ nur spaltbreit offen gehalten werden.

Um den erforderlichen Luftaustausch zu gewährleisten, muss ein gekipptes Fenster stundenlang geöffnet bleiben. Das erhöht während der Heizperiode den Verbrauch an Heizenergie. Es können Bauschäden auftreten, da einzelne Bauteile zu stark auskühlen.

Stoßlüftung

Das ist die einfachste Art der Lüftung. Je nach Erfordernis (hohe Luftfeuchtigkeit oder Schimmelbildung) werden 2 – 3 mal täglich ein oder zwei Fenster weit geöffnet, die Tür bleibt geschlossen. Diese Lüftung garantiert einen kompletten Luftaustausch in dem betreffenden Raum.

Querlüftung

Diese Art zu Lüften ist am wirksamsten. Es werden je nach Erfordernis 2 – 3 mal täglich zwei in einem Raum gegenüberliegende Fenster geöffnet oder es werden in der gesamten Wohnung Fenster und Türen weit aufgemacht (Durchzug). Auf diese Weise wird, besonders im Winter, die gesamte verbrauchte Luft und schädliche Feuchtigkeit abtransportiert.

Das Umweltbundesamt empfiehlt für Stoß- und Querlüftung folgende Lüftungsdauer:

Dezember, Januar, Februar: 4 – 6 Minuten

März, November: 8 – 10 Minuten

April, Oktober: 12 – 15 Minuten

Mai, September: 16 – 20 Minuten

Juni, Juli, August 25 – 30 Minuten (Einschränkung beachten !)

Durch die im Winter kurzen Lüftungszeiten kühlen die Bauteile (Decken, Wände, Fußboden) nicht nennenswert aus, daher ist der Verlust an Heizenergie nur gering.

Achtung! Im Sommer, wenn die Außentemperaturen über 18°C liegen und die warme Außenluft mehr Feuchtigkeit gebunden hat, sollte nur morgens früh oder bei kühlem Wetter – also nur bei niedrigen Außentemperaturen – gelüftet werden.

Wenn Lüftung dazu dienen soll, eine wirksame Abtrocknung von Feuchtigkeit in bewohnten Räumen zu erreichen und damit das Raumklima wesentlich zu verbessern, ist also die „Spaltlüftung“, das Kippen der Fenster, selbst über einen längeren Zeitraum nicht wirksam. Nur mit „Stoßlüftung“, besser noch mit „Querlüftung“, ist eine Verbesserung des Raumklimas und eine Herabsetzung der Luftfeuchtigkeit erreichbar.

Was bei Stoß- oder Querlüftung geschieht, möchten wir Ihnen wie folgt erklären: Grundlage für alle Überlegungen ist ein physikalisches Gesetz, welches besagt:

>Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte.<

Das bedeutet z. B.:

  • 10°C warme Luft kann pro m³ 9,4 g Wasser aufnehmen,

  • 20°C warme Luft kann pro m³ 17,3 g Wasser aufnehmen,

  • 25°C warme Luft kann pro m³ 23,0 g Wasser aufnehmen.

Wenn man davon ausgeht, dass der Rauminhalt eines „normalen“ Raumes ungefähr 40 m³ beträgt, dann werden

  • bei einer Raumtemperatur von 10°C ca. 376 g Wasser gebunden,

  • bei einer Raumtemperatur von 20°C dagegen ca. 692 g Wasser,

  • bei einer Raumtemperatur von 25°C dagegen ca. 920 g. Das ist fast 1Liter Wasser !

Beim Lüften spielt sich folgender Vorgang ab: Kalte Luft mit einem geringen Gehalt an Luftfeuchtigkeit (s. oben) strömt von außen ein und erwärmt sich. Dabei nimmt sie Luftfeuchtigkeit bis zum Sättigungsgrad auf. Durch nicht ausreichende Lüftung (z. B. ein einzelner geöffneter Fensterflügel) verbleibt die warme mit Feuchtigkeit gesättigte Luft im Innenraum, und es geschieht nichts weiter. Ein wirksamer Trocknungsprozess kann nur mit Durchzug in Gang gebracht werden. Dazu ist es erforderlich, dass erwärmte, mit Feuchtigkeit gesättigte Luft wieder nach außen strömt und kalte und trockene Luft nachfließen kann. Nur dadurch wird ein wirksamer Kreislauf in Gang gesetzt.

Dieser Vorgang funktioniert auch bei Nebel oder Regenwetter. Denn selbst bei feuchtem Wetter gilt das oben beschriebene physikalische Gesetz. Kalte Luft hat erheblich weniger Luftfeuchtigkeit (Wasser in Dampfform, kein flüssiges Wasser!) gebunden als warme Luft.

Wie schützt man die Glasscheiben eines Wintergartens vor Kälte?

Die wirksamste Wärmedämmung eines Wintergartens können Sie nur mit Isolierglas erreichen. Durch das Anbringen von Folien wird nur ein Teil der im Raum befindlichen Wärme zurückgehalten. Das Eindringen von äußerer Kälte kann durch Folien nicht verhindert werden. Außerdem ist zu bedenken, dass die für diesen Zweck vorgesehenen Folien mit einer hauchdünnen Metallschicht bedampft sind, so dass Sonnenlicht leicht verändert wird.

Nachstehend übermitteln wir Ihnen einige Bezugsquellen für Fensterfolien:

  • Velken Folientechnik

Bernhard-Otte-Str. 21, 46395 Bocholt

Telefon: (0 28 71) 34 44 007

  • Wifolia, Timm Wittlich

Eisenacher Str. 15, 99819 Marksuhl

Telefon: (03 69 25) 2 79 60

  • Sunex GbR,

Stock 21, 47918 Tönnisvorst

Telefon: (0 21 56) 91 00 106

  • Folienmarkt Online GbR

Fauststr. 98, 51145 Köln

Telefon: (0 22 03) 61 642

Warum beschlagen meine Fenster von außen, obwohl sie gerade neu 3-fach verglast wurden?

Modernes 3-fach Isolierglas kann bei bestimmten Wetterlagen auf der Außenseite beschlagen. Dieser physikalische Effekt ist auf die bessere Wärmedämmung der Fenster zurückzuführen und kein Baumangel.

Wer gerade sein altes Isolier- oder Einfachglas gegen ein modernes Wärmedämmglas ausgetauscht hat, ist oft überrascht, wenn er feststellt, dass seine neuen Scheiben oder Fenster von außen beschlagen.

Die Ursachen dafür möchten wir Ihnen wie folgt erklären:

Scheiben beschlagen, wenn sie kälter sind als die sie umgebende Außenluft und diese Luft mit Feuchtigkeit gesättigt ist. Luft kann nur eine bestimmte Menge an Feuchtigkeit aufnehmen, je wärmer sie ist, desto mehr. Trifft feuchte Luft auf kalte Scheiben, kühlt die Luft ab: Die in der Luft enthaltende Feuchtigkeit kondensiert auf der Scheibe und die Scheibe beschlägt.

Früher konnte bei Fenstern mit Einfachverglasung oder bei Isolierglas mit geringer Wärmedämmung die Innenwärme aus dem Haus auf die Oberfläche der Scheiben gelangen, diese wurden so stark aufgeheizt, dass sich auf der Außenseite keine Kondensfeuchtigkeit bilden konnte. Da die Wärmedämmung moderner Isoliergläser heute erheblich besser ist, kann das nicht mehr geschehen. Man erkauft den Vorteil der sehr guten Wärmedämmung der Fenster mit gelegentlicher Kondenswasser-Bildung auf deren Außenseite.

Wie lässt sich Efeu von der Fassade entfernen?

Die Haftwurzeln von Efeu verkrallen sich derartig fest mit dem Untergrund, dass sie nur mechanisch durch intensives Kratzen, Schaben und Schleifen zu entfernen sind. Es gibt leider keine anderen „Hilfsmittel“, mit denen man die Rückstände der Fassaden-Begrünung beseitigen kann.

Ganz dringend möchten wir vor einem „Abflammen“ der Fassaden-Oberfläche warnen. Ganz davon abgesehen, dass es leicht zu einem Übergreifen der Flammen auf brennbare Bauteile (Fenster, Dachkästen usw.) kommen kann, wird der Fassadenputz durch die hohen Temperaturen angegriffen und vermorscht.

Das mechanische Entfernen sollte sehr sorgfältig und gründlich geschehen, damit alle Reste vollständig von der Fassadenoberfläche entfernt werden. Wenn das nicht geschieht, zeichnen sich Reste auf jedem neuen Anstrich ab, - sie „bluten“ durch.

Leider gibt es auch keinen Isolieranstrich, mit dem man evtl. zurückgebliebene Reste abdecken könnte.

Was lässt sich gegen "Hausbock"-Insekten tun, die Fluglöcher am Dach hinterlassen?

"Hausbock"-Insekten (nicht Holzwürmer) sind nur durch chemische Holzschutzmittel zu bekämpfen.

Der Einsatz von geeigneten Holzschutzmitteln (Holzwurmtod), war lange Zeit in Verruf geraten, weil in ihnen giftige Wirkstoffe enthalten waren, die auch für Mensch und Tier (Wirbeltiere) schädlich waren. Nach dem Verbot dieser Wirkstoffe wurden neue entwickelt, die nur für Insekten schädlich sind. Sie greifen in den Häutungsvorgang der Insekten ein und verhindern damit deren Verpuppung, bevor sich ein vermehrungsfähiger Käfer entwickeln kann. Da bei sachgemäßem Einbringen des Holzschutzmittels sich dieses im Holz anreichert, wirkt es auch vorbeugend gegen einen Neubefall. Dazu ist es erforderlich, das Holzschutzmittel mit einer Injektionsspritze tief die Ausfluglöcher einzubringen. Die Oberfläche wird nicht fleckig. Die Löcher werden nach der Behandlung mit Holzstiften verschlossen. Ein Anstreichen der Holzoberfläche mit dem Holzschutzmittel hat keine Wirkung.

Wie verkleidet man eine Fachwerkfassade vertikal mit Holzplatten?

Die Verkleidung Ihres Fachwerkhauses sollte als vorgehängte hinterlüftete Fassade erfolgen:

Die Konstruktion kann wie folgt vorgenommen werden:

Vor dem Anbringen der hölzernen Tragkonstruktion wird die gesamte Fläche mit einer wasserabweisenden, dampfdiffusionsoffenen Folie (Klima-Membran) überspannt.

Auf die Fassade werden dann anschließend senkrecht Kanthölzer hochkant gedübelt und geschraubt. Die Dicke der Kanthölzer sollte so gewählt werden, dass ein Luftzwischenraum von ca. 2 cm entsteht. Bei direkter Montage dieser Traglattung an unebenen Flächen kann das Ausfluchten am einfachsten durch das Hinterlegen von Holz- oder Sperrholzscheiben geschehen.

Anschließend werden darauf waagerecht im Abstand von jeweils ca. 60 cm die Latten befestigt, welche die abschließende Fassadenverkleidung aus sib. Lärche halten.

Ganz besonders wichtig ist, dass die offenen Kanten dieses Systems oben und unten mit einem feinen Drahtgitter sorgfältig verschlossen werden, damit kein Ungeziefer (Mäuse o. ä.) in die Fassadenverkleidung einwandern kann.

Was kann man tun, wenn Vögel (zB. Spatzen) den Wärmedämmputz des Hauses zerpicken?

Zur Abwehr der Spatzen möchten wir Ihnen folgende Maßnahmen vorschlagen:

  • Sie müssen verhindern, dass die Vögel im Grenzbereich zwischen Wärmedämm-Verbundsystem und der Holz-Konstruktion des Daches in evtl. vorhandenen Lücken und Fugen eindringen können. Dazu schneiden Sie aus feinem Dr ahtgewebe ca. 25 cm breite Streifen und knicken Sie diese in der Mitte um 45°. Diesen Gewebewinkel befestigen Sie lückenlos in dem Winkel, in dem die Wärmedämmung mit der Holz-Konstruktion des Daches zusammenstößt.

  • Löcher, die durch Picken der Vögel entstehen, müssen sofort wieder verschlossen werden.

  • Hängen Sie vor der Fassade Greifvogel-Attrappen auf.

  • Zum Schluss noch ein Hinweis: Je dicker und körniger der Oberflächenputz ist, desto mehr hält er die Vögel auf Distanz.

Wodurch entstehen schwarze Flecken an der Hausfassade?

Die schwarzen Flecken auf Ihrer Fassade werden vermutlich von Pilzen verursacht. Diese zählen wie Algen, Hefen, Moose und Flechten - zu den sogen. Mikro-Organismen, das sind Kleinlebewesen. Als natürlicher Bestandteil unserer Umwelt sind sie überall dort anzutreffen, wo sie die für Wachstum und Vermehrung notwendigen Lebensbedingungen vorfinden. Algen wachsen auf allen möglichen Oberflächen, z. B. auf Verkehrsschildern, Leitplanken, Kunststoff-, Holz- Metall- und Glasoberflächen, aber eben auch auf Dach- und Fassadenflächen von Gebäuden. Sie sind gewissermaßen Lebenskünstler, da sie für ihr Gedeihen nur Sonnenlicht und Wasser brauchen. (Algen und Pilze wachsen nicht nur auf wärmegedämmten Fassaden!!!)

Im Vergleich zu Algen benötigen Pilze kein Licht für ihr Wachstum. Ihre Lebensgrundlagen sind im wesentlichen organische Nährstoffe und Wasser. Oftmals beginnt alles mit einem Algenbewuchs, auf dessen Stoffwechselprodukten („Biofilm“) sich Pilze ansiedeln. Man kann diese beiden Formen des Bewuchses gut nach ihrer Färbung unterscheiden: Algen sind meist grün oder rötlich-braun, Pilze grau bis schwarz.

Die Gründe dafür, dass Mikroorganismen gerade in den letzten Jahren vermehrt auf Fassaden auftreten, sind vielfältig. Es sind immer mehrere Faktoren, die zusammenwirken müssen, damit es zur Algen- und Pilzansiedlung kommt..

Umwelt- und Umgebungsfaktoren:

  • Die allgemeine Klimaerwärmung ergibt günstigere Wachstumsbedingungen; die Winter sind ohne längere Frostperioden wärmer und feuchter geworden.

  • verminderte Verwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft.

  • Ganz davon abgesehen, dass nach neuesten Forschungen Algen durch den Wind über weite Entfernungen zuerst von Baum zu Baum und von dort weiter auf Hausdächer und -Fassaden getragen werden können, wird der Algen- und Pizbefall begünstigt, wenn sich in der näheren Umgebung Gewässer, Feuchtbiotope, landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Bäume und Sträucher befinden. Im ländlichen Raum mit verhältnismäßig sauberer Luft ist die Befallsquote höher als in städtischen Bereichen mit schadstoffreicher Luft. Im ländlichen Raum können Düngemitteleintrag und durch Bodenerosion aufgewirbelte Bodenbestandteile eine Rolle spielen, ganz besonders, wenn diese noch zusätzlich mit organischen Bestandteilen behaftet sind.

  • Ausrichtung des Hauses: Fassaden, deren „Wetterseiten“ durch Schlagregen belastet werden und nur langsam abtrocknen können, und Fassaden, die von großen Bäumen beschattet werden, bieten ideale Wachstumsbedingungen.

Konstruktive Ursachen für die Bildung von Pilzen und Algen:

  • Eine gute Wärmedämmung bedeutet: Die am Tag höheren Oberflächentemperaturen stellen günstige Wachstumsbedingungen dar. In kühlen und klaren Nächten kommt es auf diesen Flächen zur Tauwasserbildung, - die Fassaden-Oberfläche bleibt länger feucht. Im Winter dagegen kann die Wärme aus dem Hausinnern nicht mehr auf die Außenseite gelangen und dazu beitragen, dass Feuchtigkeit abtrocknet, was gleichfalls die Algenbildung fördern kann.

  • Schäden und Mängel in einem Wärmedämm-Verbundsystem wie z. B., Wärme/ Kältebrücken durch Fugen zwischen den Dämmplatten, mangelhaft ausgeführte Abdichtungen an Fensterbänken und anderen Bauteilen. (Der starke Wettbewerb und die Bevorzugung des billigsten Anbieters <Schnäppchen-Mentalität> führt in vielen Fällen dazu, dass wichtige Verarbeitungsvorschriften bei der Montage von Wärmedämm-Verbundsystemen nicht beachtet werden. Oftmals werden in einem Dämmsystem Artikel oder Baustoffe verschiedener Anbieter miteinander verarbeitet – „gemixt“. Das ist nicht zulässig und kann zu erheblichen Schäden führen!)

  • Geringer oder kein Dachüberstand (Regenwasser kann nicht abtropfen und läuft direkt auf der Fassaden-Oberfläche hinab)

  • Unzureichende Wasserableitung über Fensterbänke, von Balkonen und Gebäudeanschlüssen, fehlende Tropfkanten,

  • auskragende Fassadenteile,

  • Raue Putzoberflächen, Oberflächen mit hohem Wasseraufnahmevermögen. (Die Bevorzugung von angeblich „ökologisch wertvollen“ Mineralputzen hat in vielen Fällen dazu geführt, Putzstrukturen mit 4 – 6 mm Korngröße <sogen. Münchner Rauhputz> einzusetzen. Ganz gleich, wie der Putz abgerieben wird, es entstehen 4 – 6 mm tiefe Riefen, in denen Feuchtigkeit nur schwer abtrocknen kann und in denen sich Staub und Schmutz festsetzen. Obwohl Mineralputz in der Regel wasserabweisend ausgerüstet ist, kann diese Eigenschaft nach einiger Zeit nachlassen, so dass der Putz bei Regenwetter durchfeuchtet wird.)

  • Daneben werden kunststoffhaltige oder kunststoffvergütete Anstrichfarben oder Putzsysteme verwendet (Dispersions-Fassadenfarben oder Kunststoff-Putze). Die darin verwendeten Emulgatoren machen diese Beschichtungswerkstoffe wasserquellbar. Auch dadurch wird Feuchtigkeit auf der Fassadenoberfläche gebunden.

  • Kunststoffhaltige Anstrichsysteme sind thermoplastisch. Ihre Oberflächen sind bei höheren Temperaturen weicher als bei niedrigen. Im weichen Zustand ziehen sie Staub und Schmutz an. Dieser Schmutz ist in Verbindung mit Feuchtigkeit ein idealer Nährboden (Biofilm) z. B. für Pilzbewuchs.

  • Der Pilzbefall der Fassadenoberfläche ist nur ein optisches Problem. Der „Biofilm“ ist nicht gefährlich und greift auch nicht die Substanz der Wärmedämmung an.

Um die Ansiedlung von Algen und Pilzen zu verhindern oder zu erschweren, sollten als erste Maßnahmen konstruktive Änderungen durchgeführt werden, die zu einem schnelleren Abtrocknen der Fassadenoberfläche beitragen können:

  1. Wärmedämm-Verbundsysteme sollten nur mit feinkörnigen Putzen (Korngröße 1 mm) beschichtet werden.

  2. Verbreiterung von Dachüberständen,

  3. Einbau neuer ausreichend breiter Fensterbänke,

Ein wirksamer Weg, einer Ansiedlung von Algen und Pilzen auf der Fassade zu begegnen, ist der zweimalige Anstrich mit einer Siliconharz-Fassadenfarbe. Diese hat sehr gute Eigenschaften, welche die Bildung von Mirkoorganismen stark einschränken können:

    • Die Oberfläche dieser Fassadenfarbe ist so beschaffen, dass Regenwasser schlecht anhaftet, abperlt und schnell abtrocknet („Lotus-Effekt“). Dadurch wird dem Bewuchs eine wichtige Nahrungsgrundlage – nämlich Feuchtigkeit - entzogen und zusätzlich dem Anhaften von durch Wind übertragenen Algen und Schmutzteilchen vorgebeugt.

    • Silikonharz-Fassadenfarben und –Putze sind nicht thermoplastisch – also im Sommer nicht weich. Sie laden sich daher nicht elektrostatisch auf (Staub- und Schmutzteilchen werden nicht von der Fassaden-Oberfläche angezogen).

    • Darüber hinaus lässt Siliconharz-Fassadenfarbe eine ungehinderte Wasserdampf-Durchlässigkeit zu, so dass die „Atmung“ der Fassade nicht eingeschränkt wird. Aus diesem Grund übersteht der Anstrich selbst kleine Beschädigungen gut, es erfolgt keine Hinterfeuchtung und damit auch kein Abplatzen von Farbschichten.

    • Natürlich bietet der Anstrich mit einer Siliconharz-Fassadenfarbe keine absolute Garantie dafür, dass es zu keinem neuen Algenbefall kommt. Man kann aber davon ausgehen, dass die Möglichkeit eines Neubefalls erheblich verringert wird.

    • Die Selbstreinigungswirkung von Siliconharz-Fassadenfarbe wird neuerdings noch dadurch verstärkt, dass „photokatalytisch“ wirkende weiße Farbpigmente eingesetzt werden. Diese Farbteilchen, deren Größe im Nanobereich liegt, zersetzen, angeregt durch das Sonnenlicht, angelagerte Schmutzteilchen, so dass diese durch Regenwasser von der Fassadenoberfläche abgespült werden und die Oberfläche länger sauber bleibt.

    • Achten Sie beim Kauf und bei der Verarbeitung von Silikonharz-Fassadenfarbe auf die Qualität! Hochwertige Marken-Siliconharz-Fassadenfarben enthalten als Bindemittel je zur Hälfte mineralähnliches Siliconharz und Polymer(Kunstharz)-Dispersionen.

Mittlerweile gibt es verschiedene verschnittene Qualitäten, bei denen der Anteil an Siliconharz geringer ist. Sie werden z. B. als „siliconharz-verstärkte“ oder „silicon-veredelte“ („Siloxan-veredelte“) Fassadenfarben angeboten. Diese sogen. „Veredelung“ wird als ein besonderer Vorteil dargestellt. Dabei wird einer Fassadenfarbe, deren Bindemittel hauptsächlich aus herkömmlichen Kunstharzen besteht, nur ein geringer Anteil Silikonharz beigefügt. Dadurch werden die besonderen Eigenschaften der Silikonharz-Fassadenfarbe herabgesetzt. Der Selbstreinigungseffekt, das „thermoplastische“ Verhalten und die Wasserdampf-Durchlässigkeit werden erheblich eingeschränkt (Diese Qualitäten werden oft in Baumärkten angeboten). Verwenden Sie daher in Ihrem eigenen Interesse nur Marken-Siliconharz-Fassadenfarben, die Sie im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft) erhalten können.

In den vergangenen Jahren haben einige namhafte Farben-Hersteller Beschichtungswerkstoffe für Wärmedämm-Verbundsysteme entwickelt, die durch eine gezielte Feuchtigkeits-Aufnahme und –Abgabe (Bezeichnung: „hydroaktiv“) die Fassaden-Oberfläche trocken halten und damit dem Algenbewuchs vorbeugen. Diese Werkstoffe sind eine Weiterentwicklung der „Silikat-Farben“, deren hervorragende algen- und pilzabtötende Eigenschaften bereits seit 130 Jahren bekannt sind.

In der Vergangenheit hat man versucht, die Bildung von Mikroorganismen durch den Anstrich mit Fassadenfarben mit „bioziden“ – giftigen – Zusätzen zu verhindern. Es hat sich aber gezeigt, dass diese Zusätze im Laufe der Zeit ihre Wirksamkeit verloren und vom Regenwasser ausgewaschen wurden. Wegen der nicht ausreichenden Stabilität und der damit verbundenen Umweltbelastung ist die Verwendung solcher Fassadenfarben umstritten.

Bei einem Neuanstrich Ihrer Fassade sollte wie folgt vorgegangen werden.

  1. Einstreichen der Fassade mit einem Algen-, Moos- und Pilz-Entferner. (Es gibt umweltfreundliche und biologisch abbaubare Qualitäten).

  2. Vorsichtiges Reinigen mit einem Hochdruck-Reiniger. Hierbei ist zu beachten, dass keine unnötig großen Wassermengen in den Untergrund „gepresst“ werden, um eine unnötig lange Trockenzeit zu vermeiden. Wärmegedämmte Oberflächen sollten, um eine Beschädigung zu vermeiden, nur drucklos gereinigt werden.

  3. Leichtes Abschleifen der Putzoberfläche, damit weit herausragende Putzkörner egalisiert werden.

  4. Grundieren mit einem Siliconharz-Tiefgrund.

  5. Zweimaliger Anstrich mit einer Siliconharz-Fassadenfarbe.

Wie entfernt man Kunststofffarbe von Fensterbänken?

Den auf Ihren Fensterbänken vorhandenen Anstrich können Sie nur mit einem Abbeizer entfernen. In der Regel enthalten die im Markt angebotenen Typen das giftige Dichlormethan.

Wir können Ihnen nachstehend zwei Produkte nennen, die diese Wirkstoffe nicht enthalten ökologisch einwandfrei und nicht gesundheitsschädlich sind:

  • ASUR-Entlacker

Hersteller: Scheidel GmbH & Co. KG

Jahnstraße 38 – 42, 96114 Hirschaid

Telefon: (0 95 43) 84 26 – 0

Bezug über den Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft).

  • Gel Extrem Aktivlöser

Hersteller; FOERG GmbH & Co. KG

Bergäcker 74 - 73669 Lichtenwald

Telefon: (0 71 53) 95 95 – 0

Internet: foerg-hc.de

Bezug direkt ab Hersteller

Nachdem der alte Anstrich restlos entfernt wurde, sollten die Flächen vor dem Neuanstrich mit Nitro-Verdünnung satt abgerieben werden.

Lassen sich Eternit-Fensterbänke mit Aluminium verkleiden?

Sicherlich wird es technisch möglich sein, Eternit-Fensterbänke mit Aluminium zu verkleiden. Allerdings schätzen wir den Aufwand und damit auch die Kosten sehr hoch ein.

Wir möchten Ihnen empfehlen, die Fensterbänke mit einer Wetterschutzfarbe, mit CONSOLAN, zu streichen. Dieser Anstrich hat sich bewährt und ist auch sehr haltbar.

Wir möchten Ihnen folgende Arbeitsschritte vorschlagen:

  1. Feuchtes Abreiben und Säubern,

  2. Nach ausreichender Trockenzeit Grundieren mit farblosem Tiefgrund „lösemittelhaltig“.

  3. Nach einer Trockenzeit von mindestens 8 Tagen 1. Anstrich mit CONSOLAN

  4. 2. Anstrich im Abstand von 3 Tagen.

CONSOLAN-Wetterschutzfarbe hat sich besonders für den Anstrich von asbesthaltigen Untergründen bewährt. Sie erhalten diese Farbe in vielen Baumärkten oder im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft).

Kann man nachträglich Fensterrahmen etc. bei einem bereits gedämmten Haus anbringen?

Nur mit sogen. „Schwerlastdübeln“ ist es möglich, Fensterläden, Markisen usw. an einer Fassade zu befestigen, die mit einem Wärmedämm-Verbundsystem gedämmt wurde. Diese Dübel müssen so lang sein, dass sie durch das Dämm-Material hindurch bis in die massive Fassade reichen und sich dort verankern können. Das äußere Ende wird mit Spezialkappen verschlossen, die zusätzlich gegenüber der Fassadenoberfläche abgedichtet werden müssen.

Alle Hersteller von Wärmedämm-Verbundsystemen haben derartige „Schwerlastdübel“ im Programm. Man kann Sie über den Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufs-genossenschaft) erhalten.

Was kann die Ursache für rotbraune Streifen auf einer hellen Fassade sein?

Die rotbraunen Streifen werden wahrscheinlich von Rot-Algen verursacht.

Algen und Pilze zählen - wie Bakterien, Hefen, Moose und Flechten - zu den sogen. Mikro-organismen, das sind Kleinlebewesen. Als natürlicher Bestandteil unserer Umwelt sind sie überall dort anzutreffen, wo sie die für Wachstum und Vermehrung notwendigen Lebensbedingungen vorfinden. Algen wachsen auf allen möglichen Oberflächen, z. B. auf Verkehrsschildern, Leitplanken, Kunststoff-, Holz- Metall- und Glasoberflächen, aber eben auch auf Dach- und Fassadenflächen von Gebäuden. Sie sind gewissermaßen Lebenskünstler, da sie für ihr Gedeihen nur Sonnenlicht und Wasser brauchen. (Algen und Pilze wachsen nicht nur auf wärmegedämmten Fassaden!!!)

Im Vergleich zu Algen benötigen Pilze kein Licht für ihr Wachstum. Ihre Lebensgrundlagen sind im wesentlichen organische Nährstoffe und Wasser. Oftmals beginnt alles mit einem Algenbewuchs, auf dessen Stoffwechselprodukten („Biofilm“) sich Pilze ansiedeln. Man kann diese beiden Formen des Bewuchses gut nach ihrer Färbung unterscheiden: Algen sind meist grün oder rötlich-braun, Pilze grau bis schwarz.

Die Gründe dafür, dass Mikroorganismen gerade in den letzten Jahren vermehrt auf Fassaden auftreten, sind vielfältig. Es sind immer mehrere Faktoren, die zusammenwirken müssen, damit es zur Algen- und Pilzansiedlung kommt..

Umwelt- und Umgebungsfaktoren:

  • Die allgemeine Klimaerwärmung ergibt günstigere Wachstumsbedingungen; die Winter sind ohne längere Frostperioden wärmer und feuchter geworden.

  • verminderte Verwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft.

  • Ganz davon abgesehen, dass nach neuesten Forschungen Algen durch den Wind über weite Entfernungen zuerst von Baum zu Baum und von dort weiter auf Hausdächer und -Fassaden getragen werden können, wird der Algen- und Pizbefall begünstigt, wenn sich in der näheren Umgebung Gewässer, Feuchtbiotope, landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Bäume und Sträucher befinden. Im ländlichen Raum mit verhältnismäßig sauberer Luft ist die Befallsquote höher als in städtischen Bereichen mit schadstoffreicher Luft. Im ländlichen Raum können Düngemitteleintrag und durch Bodenerosion aufgewirbelte Bodenbestandteile eine Rolle spielen, ganz besonders, wenn diese noch zusätzlich mit organischen Bestandteilen behaftet sind.

  • Ausrichtung des Hauses: Fassaden, deren „Wetterseiten“ durch Schlagregen belastet werden und nur langsam abtrocknen können, und Fassaden, die von großen Bäumen beschattet werden, bieten ideale Wachstumsbedingungen.

Konstruktive Ursachen für die Bildung von Pilzen und Algen:

  • Eine gute Wärmedämmung bedeutet: Die am Tag höheren Oberflächentemperaturen stellen günstige Wachstumsbedingungen dar. In kühlen und klaren Nächten kommt es auf diesen Flächen zur Tauwasserbildung, - die Fassaden-Oberfläche bleibt länger feucht. Im Winter dagegen kann die Wärme aus dem Hausinnern nicht mehr auf die Außenseite gelangen und dazu beitragen, dass Feuchtigkeit abtrocknet, was gleichfalls die Algenbildung fördern kann.

  • Schäden und Mängel in einem Wärmedämm-Verbundsystem wie z. B., Wärme/ Kältebrücken durch Fugen zwischen den Dämmplatten, mangelhaft ausgeführte Abdichtungen an Fensterbänken und anderen Bauteilen. (Der starke Wettbewerb und die Bevorzugung des billigsten Anbieters <Schnäppchen-Mentalität> führt in vielen Fällen dazu, dass wichtige Verarbeitungsvorschriften bei der Montage von Wärmedämm-Verbundsystemen nicht beachtet werden. Oftmals werden in einem Dämmsystem Artikel oder Baustoffe verschiedener Anbieter miteinander verarbeitet – „gemixt“. Das ist nicht zulässig und kann zu erheblichen Schäden führen!)

  • Geringer oder kein Dachüberstand (Regenwasser kann nicht abtropfen und läuft direkt auf der Fassaden-Oberfläche hinab)

  • Unzureichende Wasserableitung über Fensterbänke, von Balkonen und Gebäudeanschlüssen, fehlende Tropfkanten,

  • auskragende Fassadenteile,

  • Anbauten mit unzureichender Wasserableitung (Garagen usw.)

  • Spritzwasserbereich,

  • Raue Putzoberflächen, Oberflächen mit hohem Wasseraufnahmevermögen. (Die Bevorzugung von angeblich „ökologisch wertvollen“ Mineralputzen hat in vielen Fällen dazu geführt, Putzstrukturen mit 4 – 6 mm Korngröße <sogen. Münchner Rauhputz> einzusetzen. Ganz gleich, wie der Putz abgerieben wird, es entstehen 4 – 6 mm tiefe Riefen, in denen Feuchtigkeit nur schwer abtrocknen kann und in denen sich Staub und Schmutz festsetzen. Obwohl Mineralputz in der Regel wasserabweisend ausgerüstet ist, kann diese Eigenschaft nach einiger Zeit nachlassen, so dass der Putz bei Regenwetter durchfeuchtet wird.)

  • Daneben werden kunststoffhaltige oder kunststoffvergütete Anstrichfarben oder Putzsysteme verwendet (Dispersions-Fassadenfarben oder Kunststoff-Putze). Die darin verwendeten Emulgatoren machen diese Beschichtungswerkstoffe wasserquellbar. Auch dadurch wird Feuchtigkeit auf der Fassadenoberfläche gebunden.

  • Kunststoffhaltige Anstrichsysteme sind thermoplastisch. Ihre Oberflächen sind bei höheren Temperaturen weicher als bei niedrigen. Im weichen Zustand ziehen sie Staub und Schmutz an. Dieser Schmutz ist in Verbindung mit Feuchtigkeit ein idealer Nährboden (Biofilm) z. B. für Pilzbewuchs.

Um die Ansiedlung von Algen und Pilzen zu verhindern oder zu erschweren, sollten als erste Maßnahmen konstruktive Änderungen durchgeführt werden, die zu einem schnelleren Abtrocknen der Fassadenoberfläche beitragen können:

  1. Wärmedämm-Verbundsysteme sollten nur mit feinkörnigen Putzen (Korngröße 1 mm) beschichtet werden.

  2. Verbreiterung von Dachüberständen,

  3. Einbau neuer ausreichend breiter Fensterbänke,

  4. Verbesserung der Wasserableitung von Balkonen und Gebäudevorsprüngen,

  5. Beseitigung von harten und festen Belägen im Spritzwasserbereich des Haussockels und Ersetzen durch ausreichend breite, mit grobem Kies belegte Schutzstreifen.

Ein wirksamer Weg, einer Ansiedlung von Algen und Pilzen auf der Fassade zu begegnen, ist der zweimalige Anstrich mit einer Siliconharz-Fassadenfarbe. Diese hat sehr gute Eigenschaften, welche die Bildung von Mirkoorganismen stark einschränken können:

    • Die Oberfläche dieser Fassadenfarbe ist so beschaffen, dass Regenwasser schlecht anhaftet, abperlt und schnell abtrocknet („Lotus-Effekt“). Dadurch wird dem Bewuchs eine wichtige Nahrungsgrundlage – nämlich Feuchtigkeit - entzogen und zusätzlich dem Anhaften von durch Wind übertragenen Algen und Schmutzteilchen vorgebeugt.

    • Silikonharz-Fassadenfarben und –Putze sind nicht thermoplastisch – also im Sommer nicht weich. Sie laden sich daher nicht elektrostatisch auf (Staub- und Schmutzteilchen werden nicht von der Fassaden-Oberfläche angezogen).

    • Darüber hinaus lässt Siliconharz-Fassadenfarbe eine ungehinderte Wasserdampf-Durchlässigkeit zu, so dass die „Atmung“ der Fassade nicht eingeschränkt wird. Aus diesem Grund übersteht der Anstrich selbst kleine Beschädigungen gut, es erfolgt keine Hinterfeuchtung und damit auch kein Abplatzen von Farbschichten.

    • Natürlich bietet der Anstrich mit einer Siliconharz-Fassadenfarbe keine absolute Garantie dafür, dass es zu keinem neuen Algenbefall kommt. Man kann aber davon ausgehen, dass die Möglichkeit eines Neubefalls erheblich verringert wird.

    • Die Selbstreinigungswirkung von Siliconharz-Fassadenfarbe wird neuerdings noch dadurch verstärkt, dass „photokatalytisch“ wirkende weiße Farbpigmente eingesetzt werden. Diese Farbteilchen, deren Größe im Nanobereich liegt, zersetzen, angeregt durch das Sonnenlicht, angelagerte Schmutzteilchen, so dass diese durch Regenwasser von der Fassadenoberfläche abgespült werden und die Oberfläche länger sauber bleibt.

    • Achten Sie beim Kauf und bei der Verarbeitung von Silikonharz-Fassadenfarbe auf die Qualität! Hochwertige Marken-Siliconharz-Fassadenfarben enthalten als Bindemittel je zur Hälfte mineralähnliches Siliconharz und Polymer(Kunstharz)-Dispersionen.

Mittlerweile gibt es verschiedene verschnittene Qualitäten, bei denen der Anteil an Siliconharz geringer ist. Sie werden z. B. als „siliconharz-verstärkte“ oder „silicon-veredelte“ („Siloxan-veredelte“) Fassadenfarben angeboten. Diese sogen. „Veredelung“ wird als ein besonderer Vorteil dargestellt. Dabei wird einer Fassadenfarbe, deren Bindemittel hauptsächlich aus herkömmlichen Kunstharzen besteht, nur ein geringer Anteil Silikonharz beigefügt. Dadurch werden die besonderen Eigenschaften der Silikonharz-Fassadenfarbe herabgesetzt. Der Selbstreinigungseffekt, das „thermoplastische“ Verhalten und die Wasserdampf-Durchlässigkeit werden erheblich eingeschränkt (Diese Qualitäten werden oft in Baumärkten angeboten). Verwenden Sie daher in Ihrem eigenen Interesse nur Marken-Siliconharz-Fassadenfarben, die Sie im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft) erhalten können.

In der Vergangenheit hat man versucht, die Bildung von Mikroorganismen durch den Anstrich mit Fassadenfarben mit „bioziden“ – giftigen – Zusätzen zu verhindern. Es hat sich aber gezeigt, dass diese Zusätze im Laufe der Zeit ihre Wirksamkeit verloren und vom Regenwasser ausgewaschen wurden. Wegen der nicht ausreichenden Stabilität und der damit verbundenen Umweltbelastung ist die Verwendung solcher Fassadenfarben umstritten.

Bei einem Neuanstrich Ihrer Fassade sollten Sie wie folgt vorgehen:

  1. Einstreichen der Fassade mit einem Algen-, Moos- und Pilz-Entferner. (Es gibt umweltfreundliche und biologisch abbaubare Qualitäten).

  2. Vorsichtiges Reinigen mit einem Hochdruck-Reiniger. Hierbei ist zu beachten, dass keine unnötig großen Wassermengen in den Untergrund „gepresst“ werden, um eine unnötig lange Trockenzeit zu vermeiden. Wärmegedämmte Oberflächen sollten, um eine Beschädigung zu vermeiden, nur drucklos gereinigt werden.

  3. Leichtes Abschleifen der Putzoberfläche, damit weit herausragende Putzkörner egalisiert werden.

  4. Grundieren mit einem Siliconharz-Tiefgrund.

  5. Zweimaliger Anstrich mit einer Siliconharz-Fassadenfarbe

Wie wirksam ist ein Sonnenschutzglas?

Ein wirksamer Sonnenschutz ist nur dann möglich, wenn die Wärmestrahlung der Sonne bereits auf der Außenseite der Fensterscheibe zurückgeworfen oder reflektiert wird. Das ist am effektivsten mit einem Sonnenschutzglas zu erreichen, einem Isolierglas, dessen äußere Scheibe auf der Innenseite mit einer hauchdünnen Schicht in der Regel aus Silber bedampft ist. Diese Schicht reflektiert die auf das Glas auftreffende langwellige Wärmestrahlung der Sonne. 50 bis 80% der Sonnenenergie können auf diese Weise reflektiert werden, eine Reduzierung der Innenraumtemperatur um 5°C. wird in der Regel erreicht.

Die Silberbeschichtung lässt das Sonnenlicht - bis auf die Wärmestrahlung - nahezu vollkommen durch. Der Spektralbereich des Lichtes bleibt unverändert erhalten und zeigt keine Beeinträchtigung der Farben im Innenraum. Die Silberbeschichtung ist entspiegelt, sie ist hauchdünn und etwa 2000mal dünner als ein Haar.

Ob die Wirkung von Sonnenschutzglas als ausreichend empfunden wird, hängt von vielen Faktoren ab. Bei großen Glasflächen wie im Wintergarten oder bei Glasfronten sind die Anforderungen und Erwartungen in der Regel höher als bei kleineren Fenstern im Wohnungsbau. Eine perfekte Lösung gibt es praktisch nicht. Vielen ist die Wirkung nicht ausreichend, zumal ein Schutz vor Blendung nicht gegeben ist. So kann es durchaus sinnvoll sein, innen vor den Fenstern zusätzlich Vorhänge, Rollos oder Jalousetten anzubringen.

Welche Typen von Fassadenfarben gibt es?

Bei den herkömmlichen „normalen“ Fassadenfarben ist die getrocknete Farbschicht thermoplastisch, d. h. bei niedrigen Temperaturen hart und unelastisch, bei Wärme weich. In diesem Zustand werden verstärkt Staub und Schmutz angezogen. Dazu kommt noch, dass der getrocknete Farbfilm bei Nässe aufquillt und damit das Abtrocknen der Oberfläche verzögert wird. Je mehr Schichten übereinandergestrichen werden, desto geringer ist die Wasserdampf-Durchlässigkeit (Atmung) der Fassade.

Im Gegensatz dazu sind Siliconharz-Fassadenfarben nicht thermoplastisch. Ihre Farbschicht verändert sich nicht bei Wärme und Kälte. Sie ist auch nicht wasserquellbar. Diese Eigenschaften bewirken, dass auf ihrer tuchmatten Oberfläche Schmutzpartikel nicht anhaften, Regenwasser perlt sofort ab und nimmt den Schmutz mit sich fort (Lotus-Effekt). Dadurch entsteht ein gewisser Selbstreinigungs-Effekt. Aufgrund dieser Eigenschaften wird zusätzlich die Entwicklung von Algen stark erschwert oder gar verhindert

Siliconharz-Fassadenfarben wurden bereits vor 40 Jahren entwickelt. Wegen ihrer guten Eigenschaften haben sie sich überall durchgesetzt. Die Selbstreinigungswirkung von Siliconharz-Fassadenfarbe wird neuerdings noch dadurch verstärkt, dass „photokatalytisch“ wirkende weiße Farbpigmente eingesetzt werden. Diese Farbteilchen, deren Größe im Nanobereich liegt, zersetzen, angeregt durch das Sonnenlicht, angelagerte Schmutzteilchen, so dass diese durch Regenwasser von der Fassadenoberfläche abgespült werden und die Oberfläche länger bleibt.

Generell bilden Siliconharz-Fassadenfarben so gut wie kein Hindernis bei der Wasserdampf-Durchlässigkeit, sie lassen die ungehinderte „Atmung“ der Fassade zu. Aus diesem Grund übersteht der Anstrich selbst kleine Beschädigungen gut, es erfolgt in der Regel keine Hinterfeuchtung und damit auch kein Abplatzen von Farbschichten.

Bei einem Anstrich der kompletten Fassadenseite ist noch folgendes zu beachten:

Nur der Bereich der Verschmutzung muss mit einem lösemittelhaltigen Tiefgrund mehrmals satt vorgestrichen werden (siehe Leserberatung vom 18. 11.), auf den anderen Fassaden-flächen muss ein wasserverdünnbarer Silikonharz-Tiefgrund verwendet werden.

Hochwertige Marken-Siliconharz-Fassadenfarben enthalten als Bindemittel je zur Hälfte mineralähnliches Siliconharz und Polymer(Kunstharz)-Dispersionen.

Mittlerweile gibt es verschiedene verschnittene Qualitäten, bei denen der Anteil an Siliconharz geringer ist. Sie werden z. B. als „siliconharz-verstärkte“ oder „silicon-veredelte“ („Siloxan-veredelte“) Fassadenfarben angeboten. Diese sogen. „Veredelung“ wird als ein besonderer Vorteil dargestellt. Dabei wird einer Fassadenfarbe, deren Bindemittel hauptsächlich aus herkömmlichen Kunstharzen besteht, nur ein geringer Anteil Silikonharz beigefügt. Dadurch werden die besonderen Eigenschaften der Silikonharz-Fassadenfarbe herabgesetzt. Der Selbstreinigungseffekt, das „thermoplastische“ Verhalten und die Wasserdampf-Durchlässigkeit werden erheblich eingeschränkt. (Diese Qualitäten werden oft in Baumärkten angeboten). Verwenden Sie daher in Ihrem eigenen Interesse nur Marken-Siliconharz-Fassadenfarben, die Sie im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft) erhalten können.

(Wie) lässt sich eine Fachwerkfassade abdichten?

Eine Fachwerk-Fassade unterscheidet sich ganz wesentlich von allen anderen bekannten Fassadentypen. Wegen des unterschiedlichen Verhaltens der Holzständer und der Ausmauerung der Gefache wird es im Grenzbereich immer offene Fugen geben, in die Regenwasser einzieht. Eine vollständige Abdichtung der Fugen, eine absolut „regendichte“ Fachwerkfassade, ist nicht herstellbar.

Die eingedrungene Feuchtigkeit wird z. T. als Wasserdampf von der Ausmauerung der Gefache aufgenommen und je nach Temperatur und Jahreszeit nach innen oder an die Außenluft abgegeben. Dieser Vorgang bewirkt, dass die Holzständer nicht dauernd feucht bleiben, sondern abtrocknen können, was deren Haltbarkeit erheblich begünstigt. Diese Pufferwirkung der Gefache ist aber nur gegeben, wenn sie mit einem für Wasserdampf aufnahmefähigen Baustoff ausgemauert sind, wie z. B. Lehm, Leichtton-Mörtel, nur leicht gebrannte Ziegel, oder Kalksandsteine. Zement im Putz- oder Fugenmörtel behindert die Wasserdampf-Aufnahmefähigkeit, außerdem sind Zementputze hart und spröde. Sie können die „Bewegung“ der Fachwerk-Konstruktion nicht auffangen. Aus diesem Grund sollten nur Kalk- oder Trassputze an Fachwerkfassaden verwendet werden.

Neben der Regenfeuchtigkeit spielt noch ein weiterer Effekt eine große Rolle: Feuchtigkeit hat immer den Drang, von der kälteren auf die wärmere Seite eines Bauteils zu wandern. So erfolgt im Winter in den Kapillaren der Feuchtigkeits-Transport in Form von Wasserdampf von außen nach innen. Dieser Vorgang sollte durch keinerlei Ausbaumaßnahmen eingeschränkt oder behindert werden, da andernfalls die Feuchtigkeit im Gefach verbleibt und die Holzständer angreift.

Kapillarität ist ein physikalischer Effekt. Er bezeichnet den Aufbau von einem Flüssigkeitsdruck in sehr feinen Röhren oder Haargefäßen (Kapillaren) gegen die Schwerkraft. So bewirkt der Kapillardruck z. B. das Aufsteigen der Pflanzensäfte von den Wurzeln bis in die Blätter von Pflanzen und Bäumen, sowie die Wirkungsweise von Dochten in Petroleumlampen oder Kerzen. Je kleiner die Kapillaren sind, desto größer ist der Druck. Dazu kommt noch ein zweiter physikalischer Effekt: Wasser hat immer den Drang, aus einer kalten Umgebung (Außenwand) in ein wärmeres Umfeld zu gelangen. Wenn die Temperaturunterschiede groß genug sind, baut sich ein so starker Kapillardruck auf, dass Wasser in der Lage ist, z. B. selbst meterdicke Betonwände zu durchdringen, eine Fachwerkwand ist also nichts dagegen.

Die Fugen zwischen Holz + Gefachen müssen in der Lage sein, den oben beschriebenen Feuchtigkeitsaustausch zu unterstützen. Schließen Sie die offenen Fugen mit einem Kalk- oder Trassputz alle anderen Baustoffe sind ungeeignet.

Folgende Baustoffe dürfen bei der Sanierung von Fachwerk-Fassaden grundsätzlich nicht verwendet werden:

  • Zement

  • Folien jeder Art (z. B. sogen. „Klimamembranen“, Dampfbremsen usw.)

  • Montageschaum

  • Silicon-Dichtmassen

  • Acryl-Dichtmassen

  • „Kompriband“ (vorkomprimiertes, imprägniertes Dichtungsband aus geschlossenporigem Schaumstoff)

  • Gipskarton- + Gipsfaserplatten, Spanplatten, OSB-Platten sollten nicht auf den Innenseiten der Außenwände eingesetzt werden.

Quellen:

  1. Seminarbesuch 1992 im Deutschen Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege, Propstei Johannesberg, Fulda,

  2. Kongressbesuch „Denkmal 2000“, Leipzig, Vortrag Prof. Dr. Ing. Hans Peter Leimer, Wolfenbüttel,

  3. „Altbau ´01“ Fachtagung für Altbau- und Denkmalpraxis 2001, Hamm, Vortrag Dipl. Ing. Reiner Klopfer.

  4. Kongressbesuch „Denkmal 2004“, Leipzig, Vortrag Dipl.-Ing. Wulf Eckermann, BAUKLIMA Potsdam.

  5. „ausbau + fassade“ Sonderheft Innendämmung 2009, Seiten 14 –18.

Wie baut man eine Fachwerkfassade inklusive Wärmedämmung auf?

Eine Fachwerkfassade unterscheidet sich ganz wesentlich von allen anderen bekannten Fassadentypen. Wegen des unterschiedlichen Ausdehnungs- und Schwundverhaltens der Holzständer gegenüber den Ausmauerungen der Gefache treten im Gegensatz zur massiven Bauweise erhebliche Scherkräfte auf. In einer Fachwerkfassade ist immer „Bewegung“. Es ist grundsätzlich auf eine ungehinderte Wasserdampf-Durchlässigkeit (Atmung) der gesamten Konstruktion zu achten, um Feuchtigkeits-Schäden der Holzständer zu vermeiden. Diese Wasserdampf-Durchlässigkeit findet in dieser Form nur bei Fachwerkfassaden statt, im Gegensatz zur massiven Bauweise, von der diese Erscheinung zwar immer behauptet wird aber tatsächlich nicht stattfindet.

Soll die Wärmedämmung der Fachwerkfassade verbessert werden, ist man in der Regel bemüht, geeignete Dämm-Maßnahmen auf der Innenseite anzubringen, um das schmückende Aussehen der Fassade nicht zu verändern. In vielen Fällen, wie z. B. bei schlechtem Erhaltungszustand, hoher Schlagregenbelastung und wenn eine Wärmedämmung von Innen nicht angebracht werden kann, wird es erforderlich sein, eine Fachwerkfassade zu verkleiden. Es gibt nur wenige Verfahren, die den besonderen Eigenschaften des Fachwerks gerecht werden und folgende Bedingungen erfüllen:

  1. Ungehinderte kapillare Wasserdampf-Durchlässigkeit (Atmung) von innen nach außen und umgekehrt.

  2. Aufnahme und Ableitung der Bewegungskräfte.

Diese Forderungen an eine äußere Wärmedämmung werden am sichersten durch eine „vorgehängte hinterlüftete Fassade“ erfüllt. Für deren Aufbau ist folgende Arbeitsweise vorzuschlagen:

  1. Auf den Untergrund werden im Abstand der Breite des Dämm-Materials Kanthölzer geschraubt oder gedübelt. Die Höhe dieser Hölzer richtet sich nach der Dicke der Wärmedämmung. Je nach Ausbildung der Hinterlüftung (siehe unten) sollten 2 – 3 cm zugegeben werden.

  2. Zwischen die Kanthölzern werden Mineralwollematten geklemmt und mit dem Untergrund verdübelt (Tellerdübel). Die Wärmedämmung muss pressgestoßen lückenlos und ohne jede Fuge eingebaut werden. Damit diese Forderung erfüllt werden kann, sollte der Abstand zwischen den Kanthölzern 0,5 cm kleiner sein, als die Mineralwolle-Matten breit sind.

Polystyrol-Platten sind ungeeignet, da sie einerseits zu starr sind, um sich den Bewegungen der Konstruktion anpassen zu können, andererseits hat dieses Dämm-Material bei Temperaturschwankungen ein ausgeprägtes Ausdehnungs- und Schwundverhalten, d. h., es kann sich im Winter bei niedrigen Temperaturen so stark zusammenziehen, dass Spalten und Lücken zwischen den einzelnen Platten entstehen.

Die Dicke des Dämm-Materials muss von einem Baufachmann (Architekt-Bauingenieur) unter Berücksichtigung des bestehenden Wandaufbaus berechnet werden. Sie muss so gewählt werden, dass der „Taupunkt“ – nach Durchführung der Arbeiten - nicht in der Fassaden-konstruktion liegt.

  1. Anschließend wird die gesamte Fläche mit einer wasserabweisenden, dampfdiffusionsoffenen Folie (Klimamembran) überspannt. Die Nähte müssen luftdicht verklebt werden.

  2. Danach kann die Montage der Lattung erfolgen, welche die äußere Fassadenhaut tragen soll. Diese kann aus einer Verbretterung oder aus Fassadenplatten bestehen. Hierbei ist zu beachten, dass zwischen Wärmedämmung und Außenhaut ein Luftzwischenraum von 2 - 3 cm Tiefe geschaffen wird, der durch eine wirksame Hinterlüftung einen ausreichenden Luftaustausch gewährleistet. Dieser Luftzwischenraum kann auf verschiedene Weise hergestellt werden: Durch eine größere Dimensionierung der Kanthölzer (siehe oben) oder durch eine Konterlattung mit sich rechtwinklig kreuzenden Latten, die mit entsprechenden Lücken eine durchgängige Belüftung gewährleisten. – Der Luftzwischenraum sollte im Sockel- und Dachbereich durch ein feinmaschiges Drahtgitter abgeschlossen werden, damit kein Ungeziefer, Mäuse usw. hineingelangen kann.

  3. Die Fassade kann anschließend nach außen in vielfältiger Weise abgeschlossen werden, z. B. durch

Holz. Hier sind die verschiedensten Formen der Verbretterung z. B. als Stülp- oder Deckelschalung möglich.

Fassadenplatten gibt es beim Baustoff- oder Bedachungsgroßhandel in einer sehr großen Auswahl unterschiedlichster Farben und Formen.

Wie reinigt man eine Fassade?

Um die Oberfläche eine Fassade rückstandslos reinigen (abwaschen) zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  1. Die Oberfläche muss absolut glatt sein, ohne jede Struktur.

  2. Der Anstrich mit einer scheuerfesten Farbe.

Zu 2: Nur seidenglänzende Latexfarben sind absolut scheuerfest. Sie haben allerdings den Nachteil, dass aufgrund des hohen Bindemittelanteils die Wasserdampf-Durchlässigkeit (Atmung) stark eingeschränkt ist.

Nur eine absolut glatte Putzoberfläche, mit einer seidenglänzenden Latexfarbe gestrichen, lässt sich daher rückstandslos reinigen. Es wird nach unserer Erfahrung kaum möglich sein, Ihre Fassaden-Oberfläche in diesen Zustand zu versetzen.

Wodurch entstehen Flecken an der Hauswand?

Ohne eine Begutachtung vor Ort ist dies schlecht zu beurteilen. Möglicherweise sind die Flecken durch Kunststoff-Teller der Dübel, mit denen das Dämm-Material befestigt wurde, hervorgerufen worden. Die Metallschäfte der Dübel sind gute Wärmeleiter. Sie übertragen die Wärme aus dem Untergrund, von der gedämmten Fassade, an die Oberfläche. Das hat zur Folge, dass der Dübelteller gegenüber der Umgebung ganz leicht erwärmt wird. Die durch Regen und Tau benetzte Fassadenoberfläche trocknet in diesen Bereichen schneller ab. Dadurch fehlt in diesen Bereichen die Feuchtigkeit, welche Algen zum Wachstum benötigen. Und da Sie vermutlich auf der übrigen Fassade ein Problem mit Schwarzfärbung durch Algen haben, fallen diese Stellen optisch auf. Unterstützt wird der hier beschriebene Effekt noch dadurch, dass vor 20 Jahren erheblich geringere Dämmstoffdicken als heute eingebaut wurden. Der Wärmetransport in den Dübelschäften muss daher nur kurze Wege zurücklegen.

Leider gibt es keine Möglichkeit, die Wärmedämmung der Dübelteller nachträglich zu verbessern. Man kann nur versuchen, durch geeignete Anstriche und ggf. Korrekturen am Haus, den Algenbewuchs zu vermeiden.


Wir möchten Ihnen die gesamte „Algenproblematik“ wie folgt darstellen:

Algen und Pilze zählen - wie Bakterien, Hefen, Moose und Flechten - zu den sogen. Mikro-organismen, das sind Kleinlebewesen. Als natürlicher Bestandteil unserer Umwelt sind sie überall dort anzutreffen, wo sie die für Wachstum und Vermehrung notwendigen Lebensbedingungen vorfinden. Algen wachsen auf allen möglichen Oberflächen, z. B. auf Verkehrsschildern, Leitplanken, Kunststoff-, Holz- Metall- und Glasoberflächen, aber eben auch auf Dach- und Fassadenflächen von Gebäuden. Sie sind gewissermaßen Lebenskünstler, da sie für ihr Gedeihen nur Sonnenlicht und Wasser brauchen.


Im Vergleich zu Algen benötigen Pilze kein Licht für ihr Wachstum. Ihre Lebensgrundlagen sind im wesentlichen organische Nährstoffe und Wasser. Oftmals beginnt alles mit einem Algenbewuchs, auf dessen Stoffwechselprodukten („Biofilm“) sich Pilze ansiedeln. Man kann diese beiden Formen des Bewuchses gut nach ihrer Färbung unterscheiden: Algen sind meist grün oder rötlich-braun, Pilze grau bis schwarz.


Die Gründe dafür, dass Mikroorganismen gerade in den letzten Jahren vermehrt auf Fassaden auftreten, sind vielfältig. Es sind immer mehrere Faktoren, die zusammenwirken müssen, damit es zur Algen- und Pilzansiedlung kommt..

Umwelt- und Umgebungsfaktoren:

  • Die allgemeine Klimaerwärmung ergibt günstigere Wachstumsbedingungen; die Winter sind ohne längere Frostperioden wärmer und feuchter geworden.

  • verminderte Verwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft.

  • Ganz davon abgesehen, dass nach neuesten Forschungen Algen durch den Wind über weite Entfernungen zuerst von Baum zu Baum und von dort weiter auf Hausdächer und -Fassaden getragen werden können, wird der Algen- und Pizbefall begünstigt, wenn sich in der näheren Umgebung Gewässer, Feuchtbiotope, landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Bäume und Sträucher befinden. Im ländlichen Raum mit verhältnismäßig sauberer Luft ist die Befallsquote höher als in städtischen Bereichen mit schadstoffreicher Luft. Im ländlichen Raum können Düngemitteleintrag und durch Bodenerosion aufgewirbelte Bodenbestandteile eine Rolle spielen, ganz besonders, wenn diese noch zusätzlich mit organischen Bestandteilen behaftet sind.

  • Ausrichtung des Hauses: Fassaden, deren „Wetterseiten“ durch Schlagregen belastet werden und nur langsam abtrocknen können, und Fassaden, die von großen Bäumen beschattet werden, bieten ideale Wachstumsbedingungen.


Konstruktive Ursachen für die Bildung von Pilzen und Algen:

  • Eine gute Wärmedämmung bedeutet: Die am Tag höheren Oberflächentemperaturen stellen günstige Wachstumsbedingungen dar. In kühlen und klaren Nächten kommt es auf diesen Flächen zur Tauwasserbildung, - die Fassaden-Oberfläche bleibt länger feucht. Im Winter dagegen kann die Wärme aus dem Hausinnern nicht mehr auf die Außenseite gelangen und dazu beitragen, dass Feuchtigkeit abtrocknet, was gleichfalls die Algenbildung fördern kann.

  • Schäden und Mängel in einem Wärmedämm-Verbundsystem, wie z. B. Wärme/ Kältebrücken durch Fugen zwischen den Dämmplatten, mangelhaft ausgeführte Abdichtungen an Fensterbänken und anderen Bauteilen. (Der starke Wettbewerb und die Bevorzugung des billigsten Anbieters <Schnäppchen-Mentalität> führt in vielen Fällen dazu, dass wichtige Verarbeitungsvorschriften bei der Montage von Wärmedämm-Verbundsystemen nicht beachtet werden. Oftmals werden in einem Dämmsystem Artikel oder Baustoffe verschiedener Anbieter miteinander verarbeitet – „gemixt“. Das ist nicht zulässig und kann zu erheblichen Schäden führen!)

  • Geringer oder kein Dachüberstand (Regenwasser kann nicht abtropfen und läuft direkt auf der Fassaden-Oberfläche hinab)

  • Unzureichende Wasserableitung über Fensterbänke, von Balkonen und Gebäudeanschlüssen, fehlende Tropfkanten,

  • auskragende Fassadenteile,

  • Anbauten mit unzureichender Wasserableitung (Garagen usw.)

  • Spritzwasserbereich,

  • Raue Putzoberflächen, Oberflächen mit hohem Wasseraufnahmevermögen. (Die Bevorzugung von angeblich „ökologisch wertvollen“ Mineralputzen hat in vielen Fällen dazu geführt, Putzstrukturen mit 4 – 6 mm Korngröße <sogen. Münchner Rauhputz> einzusetzen. Ganz gleich, wie der Putz abgerieben wird, es entstehen 4 – 6 mm tiefe Riefen, in denen Feuchtigkeit nur schwer abtrocknen kann und in denen sich Staub und Schmutz festsetzen. Obwohl Mineralputz in der Regel wasserabweisend ausgerüstet ist, kann diese Eigenschaft nach einiger Zeit nachlassen, so dass der Putz bei Regenwetter durchfeuchtet wird.)

  • Daneben werden kunststoffhaltige oder kunststoffvergütete Anstrichfarben oder Putzsysteme verwendet (Dispersions-Fassadenfarben oder Kunststoff-Putze). Die darin verwendeten Emulgatoren machen diese Beschichtungswerkstoffe wasserquellbar. Auch dadurch wird Feuchtigkeit auf der Fassadenoberfläche gebunden.

  • Kunststoffhaltige Anstrichsysteme sind thermoplastisch. Ihre Oberflächen sind bei höheren Temperaturen weicher als bei niedrigen. Im weichen Zustand ziehen sie Staub und Schmutz an. Dieser Schmutz ist in Verbindung mit Feuchtigkeit ein idealer Nährboden (Biofilm) z. B. für Pilzbewuchs.


Um die Ansiedlung von Algen und Pilzen zu verhindern oder zu erschweren, sollten als erste Maßnahmen konstruktive Änderungen durchgeführt werden, die zu einem schnelleren Abtrocknen der Fassadenoberfläche beitragen können:

  1. Wärmedämm-Verbundsysteme sollten nur mit feinkörnigen Putzen (Korngröße 1 mm) beschichtet werden.

  2. Verbreiterung von Dachüberständen,

  3. Einbau neuer ausreichend breiter Fensterbänke,

  4. Verbesserung der Wasserableitung von Balkonen und Gebäudevorsprüngen,

  5. Beseitigung von harten und festen Belägen im Spritzwasserbereich des Haussockels und Ersetzen durch ausreichend breite, mit grobem Kies belegte Schutzstreifen.


Eine ganz besondere Bedeutung hat ein Neu-Anstrich, durch den ein Algen-/Pilzbefall für die Zukunft verhindert oder eingeschränkt werden kann. Um hier das richtige Anstrichmaterial vorzuschlagen, müsste die Zusammensetzung des vorhandenen Strukturputzes bekannt sein. Eine vollständige Glättung der vorhandenen Struktur ist leider nicht möglich. Man kann nur versuchen, mit einer „Fassaden-Füllfarbe“ eine Verbesserung zu erreichen.

Wir möchten Ihnen hier zwei Anstrich-Techniken vorschlagen:


Die Fassade ist mit einem mineralischen Deckputz beschichtet:

In diesem Fall sollte der Neu-Anstrich mit einer „Silikat“-Farbe erfolgen. Die Silikatfarben-Technik ist über hundert Jahre alt. Ihr Bindemittel besteht aus Wasserglas. Dieses geht mit den Kalk- und Zementbestandteilen des Putzes eine feste chemische Verbindung ein, es verkieselt. Daraus ergibt sich die gute Eigenschaft, dass der Vorgang der Wasserdampf-Durchlässigkeit („Atmung“) der Wände - im Gegensatz zu anderen Farben - in keiner Weise behindert wird. Da Silikatfarben kaum organische Bestandteile enthalten, sind sie ökologisch unbedenklich.

Aufgrund ihrer Alkalität wird das Wachstum von Algen und Pilzen erschwert.


Die Fassade ist mit einem Kunststoff-/Kunstharz-Putz beschichtet:

Ein wirksamer Weg, einer Ansiedlung von Algen und Pilzen auf der Fassade zu begegnen, ist in diesem Fall der zweimalige Anstrich mit einer Siliconharz-Fassadenfarbe. Diese hat sehr gute Eigenschaften, welche die Bildung von Mirkoorganismen stark einschränken können:

    • Die Oberfläche dieser Fassadenfarbe ist so beschaffen, dass Regenwasser schlecht anhaftet, gut abperlt und schnell abtrocknet („Lotus-Effekt“). Dadurch wird dem Bewuchs eine wichtige Nahrungsgrundlage – nämlich Feuchtigkeit - entzogen und zusätzlich dem Anhaften von durch Wind übertragenen Algen und Schmutzteilchen vorgebeugt.

    • Silikonharz-Fassadenfarben und –Putze sind nicht thermoplastisch – also im Sommer nicht weich. Sie laden sich daher nicht elektrostatisch auf (Staub- und Schmutzteilchen werden nicht von der Fassaden-Oberfläche angezogen).

    • Darüber hinaus lässt Siliconharz-Fassadenfarbe eine ungehinderte Wasserdampf-Durchlässigkeit zu, so dass die „Atmung“ der Fassade nicht eingeschränkt wird. Aus diesem Grund übersteht der Anstrich selbst kleine Beschädigungen gut, es erfolgt keine Hinterfeuchtung und damit auch kein Abplatzen von Farbschichten.

    • Natürlich bietet der Anstrich mit einer Siliconharz-Fassadenfarbe keine absolute Garantie dafür, dass es zu keinem neuen Algenbefall kommt. Man kann aber davon ausgehen, dass die Möglichkeit eines Neubefalls erheblich verringert wird.

    • Die Selbstreinigungswirkung von Siliconharz-Fassadenfarbe wird neuerdings noch dadurch verstärkt, dass „photokatalytisch“ wirkende weiße Farbpigmente eingesetzt werden. Diese Farbteilchen, deren Größe im Nanobereich liegt, zersetzen, angeregt durch das Sonnenlicht, angelagerte Schmutzteilchen, so dass diese durch Regenwasser von der Fassadenoberfläche abgespült werden und die Oberfläche länger sauber bleibt.

    • Achten Sie beim Kauf und bei der Verarbeitung von Silikonharz-Fassadenfarbe auf die Qualität! Hochwertige Marken-Siliconharz-Fassadenfarben enthalten als Bindemittel je zur Hälfte mineralähnliches Siliconharz und Polymer(Kunstharz)-Dispersionen.

Mittlerweile gibt es verschiedene verschnittene Qualitäten, bei denen der Anteil an Siliconharz geringer ist. Sie werden z. B. als „siliconharz-verstärkte“ oder „silicon-veredelte“ („Siloxan-veredelte“) Fassadenfarben angeboten. Diese sogen. „Veredelung“ wird als ein besonderer Vorteil dargestellt. Dabei wird einer Fassadenfarbe, deren Bindemittel hauptsächlich aus herkömmlichen Kunstharzen besteht, nur ein geringer Anteil Silikonharz beigefügt. Dadurch werden die besonderen Eigenschaften der Silikonharz-Fassadenfarbe herabgesetzt. Der Selbstreinigungseffekt, das „thermoplastische“ Verhalten und die Wasserdampf-Durchlässigkeit werden erheblich eingeschränkt (Diese Qualitäten werden oft in Baumärkten angeboten). Verwenden Sie daher in Ihrem eigenen Interesse nur Marken-Siliconharz-Fassadenfarben, die Sie im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft) erhalten können.


Bei einem Neuanstrich Ihrer Fassade sollten Sie wie folgt vorgehen:

  1. Einstreichen der Fassade mit einem Algen-, Moos- und Pilz-Entferner. (Es gibt umweltfreundliche und biologisch abbaubare Qualitäten).

  2. Vorsichtiges Reinigen drucklos mit Wasser. Hierbei ist zu beachten, dass keine unnötig großen Wassermengen in den Untergrund „gepresst“ werden, um eine unnötig lange Trockenzeit zu vermeiden.

  3. Leichtes Abschleifen der Putzoberfläche, damit weit herausragende Putzkörner egalisiert werden.

  4. Grundieren mit einem zum Deckanstrich passenden Tiefgrund.

  5. 1. Anstrich mit einer zum System passenden „Fassaden-Füllfarbe“.

  6. Schlussanstrich mit Silikat- oder Siliconharz-Fassadenfarbe


In der Vergangenheit hat man versucht, die Bildung von Mikroorganismen durch den Anstrich mit Fassadenfarben mit „bioziden“ – giftigen – Zusätzen zu verhindern. Es hat sich aber gezeigt, dass diese Zusätze im Laufe der Zeit ihre Wirksamkeit verloren und vom Regenwasser ausgewaschen wurden. Wegen der nicht ausreichenden Stabilität und der damit verbundenen Umweltbelastung ist die Verwendung solcher Fassadenfarben umstritten.

Wie lassen sich Risse zwischen Garagen- und Hauswand verschließen?

Gern möchten wir Ihnen eine konkrete Antwort auf Ihre Anfrage geben. Ohne genaue Kenntnis Ihres Hauses, Ihrer Garage und des Baugrundes ist das leider nicht möglich. Meist handelt es sich bei großen Rissen jedoch um Bautechnische und konstruktionsabhängige Risse und in den Ecken um sogen. Kerbrisse.

Mögliche Schadensursachen: Verformung durch Druck- und Zugspannung, Dehnung und Setzung, fehlende Bewegungsfugen oder Anschlussprobleme. Diese Risse werden als „nicht beruhigbar“ eingestuft.

Zusätzlich gehen wir von Baugrundbedingten Rissen aus.

Mögliche Schadensursachen: Mangelhaft ausgeführte oder nicht ausreichende Fundamente, Bewegung des Baugrundes oder Erschütterungen. Diese Risse werden ebenfalls als „nicht beruhigbar“ eingestuft.

„Nicht beruhigbare“ Risse lassen sich nicht dauerhaft verschließen. Hier sind gravierende Baumängel die Ursache.

Sie können versuchen, die Risse mit einem „Reparatur-Mörtel“ auszufüllen. Vor Beginn der Arbeiten ist zu klären, ob der Putz in der Umgebung des Risses locker ist. Wenn das der Fall ist, muss der Putz flächig so weit abgeschlagen werden, bis alle lockeren Mörtelteile in der Umgebung des Risses vom Mauerwerk entfernt sind. Danach wird der Riss mit dem Reparaturmörtel verschlossen. Tauchen derartige Risse später an der gleichen Stelle oder in der näheren Umgebung wieder auf, muss man möglicherweise einen Fachmann beauftragen, der über spezielle Dübel (sogen. Packer) ein spezielles Dichtungsmittel in den Riss presst.

Wir warnen dringend vor der Verwendung von Silkon- oder Acryl-Dichtmassen. Bei allen Silicon-Dichtmassen ist darauf zu achten, dass sie nicht überstreichbar sind und dass auf allen Flächen, die vielleicht unbeabsichtigt damit verschmiert wurden, niemals wieder Farbe, Putz oder Kleber haftet. Silicon-Dichtmassen sind grundsätzlich nicht „reversibel“, d. h. nicht durch ein Lösemittel aufzulösen und zu entfernen. Acryl-Dichtmassen werden hart und verspröden im Laufe der Zeit.

Das einzige wirksame Mittel, die Risse dauerhaft verschwinden zu lassen, besteht darin, die geschädigten Wandteile als vorgehängte hinterlüftete Fassade mit Fassadenplatten zu behängen.

Wo findet man platzsparende, altersgerechte Türen?

Als „Raumspar-Tür“ möchten wir Ihnen eine Falttür empfehlen. In allen Baumärkten gibt es ein großes Angebot – oftmals allerdings nur auf Bestellung.

Direkt an den Endverbraucher liefert folgender Hersteller:

  • Marley Deutschland GmbH.

Adolf-Oesterheld-Str. 28

31515 W u n s t o r f

Telefon: (0 50 31) 53-0

Internet: www.marley.de

Wie bringt man nachträglich eine Markise an? Können Probleme mit der bestehenden Wärmedämmung oder Schimmelbildung entstehen?

Das Anbringen von Klingeln, Schildern, Lampen, Bewegungsmeldern, Rohrschellen, Markisen usw. auf einem Wärmedämm-Verbundsystem sollte grundsätzlich vor Beginn der Dämmarbeiten geplant werden. Das nachträgliche Anbringen würde zu erheblichen Schäden des Dämmystems führen. Das Durchdringen der Putz- und Armierungsschicht durch jede Art von Schrauben, Dübeln oder Befestigungselementen ist eine schwerwiegende Beschädigung des geschlossenen Dämmsystems. Ganz gleich, ob die Befestigung nur in der Dämmschicht (Polystyrol/Mineralwolle) erfolgen oder bis in das darunter liegende Mauerwerk reichen würde, - an diesen Stellen kann Feuchtigkeit in das geschlossene System eindringen, was mit schwerwiegenden Folgen verbunden ist. Es können sich Wassertaschen unter der Armierung bilden, die Feuchtigkeit kann bis zum Untergrund durchwandern und zwischen Dämm-Material und Fassade gelangen, was zur Folge hat, dass sich an diesen Stellen das ganze System ablöst. Ob Spezialdübel sowie überlange Schrauben mit speziellen Abdeckkappen das dauerhafte Eindringen von Feuchtigkeit verhindern können, ist fraglich.

Ein weiteres Problem ist der Anpressdruck, mit dem die Unterlagen schwerer Bauteile (Lampen, Markisen usw.) auf den Untergrund einwirken, so dass der Deckputz und das darunter liegende Dämm-Material beschädigt werden können.

Physikalisch kann man das Eindringen von Feuchtigkeit damit erklären, dass Wasser immer den Drang hat, aus einer kälteren Umgebung (äußere Oberfläche der Außendämmung) in eine wärmere Umgebung (massive Hauswand) zu wandern. Durch den Temperaturunterschied wird ein ganz erheblicher Kapillardruck erzeugt, der bewirkt, dass an den beschädigten Stellen Feuchtigkeit begierig eingesaugt und weitertransportiert wird. Aus diesem Grund muss jede Beschädigung des Wärmedämm-Verbundsystems vermieden werden.

Für die Befestigung größerer und schwererer Teile in einem Wärmedämm-Verbundsystem, wie z. B. Markisen gibt es spezielle Befestigungs-Klötze und Rondelle aus EPS, expandiertem Polystyrol. Allerdings müssen die Befestigungspunkte bereits vor der Montage des Systems festgelegt werden. An diesen Stellen werden die Befestigungselemente mit dem Untergrund verklebt und in die Wärmedämmung integriert. Ihre Kanten und Fugen werden mit einem speziellen Dichtkleber gegen das umgebende Dämm-Material abgedichtet. Anschließend erfolgt dann, zusammen mit dem gesamten System, die Armierung und der Deckputz. Nur diese Methode garantiert eine zuverlässige und dauerhafte Befestigung ohne Gefahr für die Wärmedämmung.

Für die nachträgliche Verankerung großer Bauteile im Wärmedämm-Verbundsystem gibt es neuerdings spezielle „Fischer-Thermax-Dübel“, die bis in die massiven Wand reichen und sich dort verankern. Bei diesen Dübeln wird der Wärmefluss in der Gewindestange durch einen besonderen Kunststoff-Konus unterbrochen. In wie weit diese Dübel in der Lage sind, Markisen zu tragen und wie der Anpressdruck auf den Deckputz und das Dämm-Material aufgefangen werden kann, können wir nicht beurteilen.

Wie ist Algenbefall an der Hausfassade vorzubeugen und zu bekämpfen?

Algen und Pilze zählen - wie Bakterien, Hefen, Moose und Flechten - zu den sogen. Mikro-organismen, das sind Kleinlebewesen. Als natürlicher Bestandteil unserer Umwelt sind sie überall dort anzutreffen, wo sie die für Wachstum und Vermehrung notwendigen Lebensbedingungen vorfinden. Algen wachsen auf allen möglichen Oberflächen, z. B. auf Verkehrsschildern, Leitplanken, Kunststoff-, Holz- Metall- und Glasoberflächen, aber eben auch auf Dach- und Fassadenflächen von Gebäuden. Sie sind gewissermaßen Lebenskünstler, da sie für ihr Gedeihen nur Sonnenlicht und Wasser brauchen. (Algen und Pilze wachsen nicht nur auf wärmegedämmten Fassaden!!!)

Im Vergleich zu Algen benötigen Pilze kein Licht für ihr Wachstum. Ihre Lebensgrundlagen sind im wesentlichen organische Nährstoffe und Wasser. Oftmals beginnt alles mit einem Algenbewuchs, auf dessen Stoffwechselprodukten („Biofilm“) sich Pilze ansiedeln. Man kann diese beiden Formen des Bewuchses gut nach ihrer Färbung unterscheiden: Algen sind meist grün oder rötlich-braun, Pilze grau bis schwarz.

Die Gründe dafür, dass Mikroorganismen gerade in den letzten Jahren vermehrt auf Fassaden auftreten, sind vielfältig. Es sind immer mehrere Faktoren, die zusammenwirken müssen, damit es zur Algen- und Pilzansiedlung kommt..

Umwelt- und Umgebungsfaktoren:

  • Die allgemeine Klimaerwärmung ergibt günstigere Wachstumsbedingungen; die Winter sind ohne längere Frostperioden wärmer und feuchter geworden.

  • verminderte Verwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft.

  • Ganz davon abgesehen, dass nach neuesten Forschungen Algen durch den Wind über weite Entfernungen zuerst von Baum zu Baum und von dort weiter auf Hausdächer und -Fassaden getragen werden können, wird der Algen- und Pizbefall begünstigt, wenn sich in der näheren Umgebung Gewässer, Feuchtbiotope, landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Bäume und Sträucher befinden. Im ländlichen Raum mit verhältnismäßig sauberer Luft ist die Befallsquote höher als in städtischen Bereichen mit schadstoffreicher Luft. Im ländlichen Raum können Düngemitteleintrag und durch Bodenerosion aufgewirbelte Bodenbestandteile eine Rolle spielen, ganz besonders, wenn diese noch zusätzlich mit organischen Bestandteilen behaftet sind.

  • Ausrichtung des Hauses: Fassaden, deren „Wetterseiten“ durch Schlagregen belastet werden und nur langsam abtrocknen können.

Konstruktive Ursachen für die Bildung von Pilzen und Algen:

  • Eine gute Wärmedämmung bedeutet: Die am Tag höheren Oberflächentemperaturen stellen günstige Wachstumsbedingungen dar. In kühlen und klaren Nächten kommt es auf diesen Flächen zur Tauwasserbildung, - die Fassaden-Oberfläche bleibt länger feucht. Im Winter dagegen kann die Wärme aus dem Hausinnern nicht mehr auf die Außenseite gelangen und dazu beitragen, dass Feuchtigkeit abtrocknet, was gleichfalls die Algenbildung fördern kann.

  • Geringer oder kein Dachüberstand (Regenwasser kann nicht abtropfen und läuft direkt auf der Fassaden-Oberfläche hinab)

  • Unzureichende Wasserableitung über Fensterbänke, von Balkonen und Gebäudeanschlüssen, fehlende Tropfkanten,

  • auskragende Fassadenteile,

  • Anbauten mit unzureichender Wasserableitung (Garagen usw.)

  • Spritzwasserbereich,

  • Raue Putzoberflächen, Oberflächen mit hohem Wasseraufnahmevermögen. (Die Bevorzugung von angeblich „ökologisch wertvollen“ Mineralputzen hat in vielen Fällen dazu geführt, Putzstrukturen mit 4 – 6 mm Korngröße <sogen. Münchner Rauhputz> einzusetzen. Ganz gleich, wie der Putz abgerieben wird, es entstehen 4 – 6 mm tiefe Riefen, in denen Feuchtigkeit nur schwer abtrocknen kann und in denen sich Staub und Schmutz festsetzen. Obwohl Mineralputz in der Regel wasserabweisend ausgerüstet ist, kann diese Eigenschaft nach einiger Zeit nachlassen, so dass der Putz bei Regenwetter durchfeuchtet wird.)

  • Daneben werden kunststoffhaltige oder kunststoffvergütete Anstrichfarben oder Putzsysteme verwendet (Dispersions-Fassadenfarben oder Kunststoff-Putze). Die darin verwendeten Emulgatoren machen diese Beschichtungswerkstoffe wasserquellbar. Auch dadurch wird Feuchtigkeit auf der Fassadenoberfläche gebunden.

  • Kunststoffhaltige Anstrichsysteme sind thermoplastisch. Ihre Oberflächen sind bei höheren Temperaturen weicher als bei niedrigen. Im weichen Zustand ziehen sie Staub und Schmutz an. Dieser Schmutz ist in Verbindung mit Feuchtigkeit ein idealer Nährboden (Biofilm) z. B. für Pilzbewuchs.

Um die Ansiedlung von Algen und Pilzen zu verhindern oder zu erschweren, sollten als erste Maßnahmen konstruktive Änderungen durchgeführt werden, die zu einem schnelleren Abtrocknen der Fassadenoberfläche beitragen können:

  1. Wärmedämm-Verbundsysteme sollten nur mit feinkörnigen Putzen (Korngröße 1 mm) beschichtet werden.

  2. Verbreiterung von Dachüberständen,

  3. Einbau neuer ausreichend breiter Fensterbänke,

  4. Verbesserung der Wasserableitung von Balkonen und Gebäudevorsprüngen,

Ein wirksamer Weg, einer Ansiedlung von Algen und Pilzen auf der Fassade zu begegnen, ist der zweimalige Anstrich mit einer Siliconharz-Fassadenfarbe. Diese hat sehr gute Eigenschaften, welche die Bildung von Mirkoorganismen stark einschränken können:

    • Die Oberfläche dieser Fassadenfarbe ist so beschaffen, dass Regenwasser schlecht anhaftet, abperlt und schnell abtrocknet („Lotus-Effekt“). Dadurch wird dem Bewuchs eine wichtige Nahrungsgrundlage – nämlich Feuchtigkeit - entzogen und zusätzlich dem Anhaften von durch Wind übertragenen Algen und Schmutzteilchen vorgebeugt.

    • Silikonharz-Fassadenfarben und –Putze sind nicht thermoplastisch – also im Sommer nicht weich. Sie laden sich daher nicht elektrostatisch auf (Staub- und Schmutzteilchen werden nicht von der Fassaden-Oberfläche angezogen).

    • Darüber hinaus lässt Siliconharz-Fassadenfarbe eine ungehinderte Wasserdampf-Durchlässigkeit zu, so dass die „Atmung“ der Fassade nicht eingeschränkt wird. Aus diesem Grund übersteht der Anstrich selbst kleine Beschädigungen gut, es erfolgt keine Hinterfeuchtung und damit auch kein Abplatzen von Farbschichten.

    • Natürlich bietet der Anstrich mit einer Siliconharz-Fassadenfarbe keine absolute Garantie dafür, dass es zu keinem neuen Algenbefall kommt. Man kann aber davon ausgehen, dass die Möglichkeit eines Neubefalls erheblich verringert wird.

    • Die Selbstreinigungswirkung von Siliconharz-Fassadenfarbe wird neuerdings noch dadurch verstärkt, dass „photokatalytisch“ wirkende weiße Farbpigmente eingesetzt werden. Diese Farbteilchen, deren Größe im Nanobereich liegt, zersetzen, angeregt durch das Sonnenlicht, angelagerte Schmutzteilchen, so dass diese durch Regenwasser von der Fassadenoberfläche abgespült werden und die Oberfläche länger sauber bleibt.

    • Achten Sie beim Kauf und bei der Verarbeitung von Silikonharz-Fassadenfarbe auf die Qualität! Hochwertige Marken-Siliconharz-Fassadenfarben enthalten als Bindemittel je zur Hälfte mineralähnliches Siliconharz und Polymer(Kunstharz)-Dispersionen.

Mittlerweile gibt es verschiedene verschnittene Qualitäten, bei denen der Anteil an Siliconharz geringer ist. Sie werden z. B. als „siliconharz-verstärkte“ oder „silicon-veredelte“ („Siloxan-veredelte“) Fassadenfarben angeboten. Diese sogen. „Veredelung“ wird als ein besonderer Vorteil dargestellt. Dabei wird einer Fassadenfarbe, deren Bindemittel hauptsächlich aus herkömmlichen Kunstharzen besteht, nur ein geringer Anteil Silikonharz beigefügt. Dadurch werden die besonderen Eigenschaften der Silikonharz-Fassadenfarbe herabgesetzt. Der Selbstreinigungseffekt, das „thermoplastische“ Verhalten und die Wasserdampf-Durchlässigkeit werden erheblich eingeschränkt (Diese Qualitäten werden oft in Baumärkten angeboten). Verwenden Sie daher in Ihrem eigenen Interesse nur Marken-Siliconharz-Fassadenfarben, die Sie im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft) erhalten können.

In der Vergangenheit hat man versucht, die Bildung von Mikroorganismen durch den Anstrich mit Fassadenfarben mit „bioziden“ – giftigen – Zusätzen zu verhindern. Es hat sich aber gezeigt, dass diese Zusätze im Laufe der Zeit ihre Wirksamkeit verloren und vom Regenwasser ausgewaschen wurden. Wegen der nicht ausreichenden Stabilität und der damit verbundenen Umweltbelastung ist die Verwendung solcher Fassadenfarben umstritten.

Bei einem Neuanstrich Ihrer Fassade sollten Sie wie folgt vorgehen:

  1. Einstreichen der Fassade mit einem Algen-, Moos- und Pilz-Entferner. (Es gibt umweltfreundliche und biologisch abbaubare Qualitäten).

  2. Vorsichtiges Reinigen mit einem Hochdruck-Reiniger. Hierbei ist zu beachten, dass keine unnötig großen Wassermengen in den Untergrund „gepresst“ werden, um eine unnötig lange Trockenzeit zu vermeiden. Wärmegedämmte Oberflächen sollten, um eine Beschädigung zu vermeiden, nur drucklos gereinigt werden.

  3. Leichtes Abschleifen der Putzoberfläche, damit weit herausragende Putzkörner egalisiert werden.

  4. Grundieren mit einem Siliconharz-Tiefgrund.

  5. Zweimaliger Anstrich mit einer Siliconharz-Fassadenfarbe.

Was ist beim Kauf von Farbe für die Hausfassade zu beachten?

Bei den herkömmlichen „normalen“ Fassadenfarben ist die getrocknete Farbschicht thermoplastisch, d. h. bei niedrigen Temperaturen hart und unelastisch, bei Wärme weich. In diesem Zustand werden verstärkt Staub und Schmutz angezogen. Dazu kommt noch, dass der getrocknete Farbfilm bei Nässe aufquillt und damit das Abtrocknen der Oberfläche verzögert wird. Je mehr Schichten übereinandergestrichen werden, desto geringer ist die Wasserdampf-Durchlässigkeit (Atmung) der Fassade.

Im Gegensatz dazu sind Siliconharz-Fassadenfarben nicht thermoplastisch. Ihre Farbschicht verändert sich nicht bei Wärme und Kälte. Sie ist auch nicht wasserquellbar. Diese Eigenschaften bewirken, dass auf ihrer Oberfläche Schmutzpartikel nicht anhaften, Regenwasser perlt sofort ab und nimmt den Schmutz mit sich fort (Lotus-Effekt). Dadurch entsteht ein gewisser Selbstreinigungs-Effekt. Aufgrund dieser Eigenschaften wird zusätzlich die Entwicklung von Algen stark erschwert oder gar verhindert.

Generell bilden Siliconharz-Fassadenfarben so gut wie kein Hindernis bei der Wasserdampf-Durchlässigkeit, sie lassen die ungehinderte „Atmung“ der Fassade zu. Aus diesem Grund übersteht der Anstrich selbst kleine Beschädigungen gut, es erfolgt in der Regel keine Hinterfeuchtung und damit auch kein Abplatzen von Farbschichten.

Hochwertige Marken-Siliconharz-Fassadenfarben enthalten als Bindemittel je zur Hälfte mineralähnliches Siliconharz und Polymer(Kunstharz)-Dispersionen.

Mittlerweile gibt es verschiedene verschnittene Qualitäten, bei denen der Anteil an Siliconharz geringer ist. Sie werden z. B. als „siliconharz-verstärkte“ oder „silicon-veredelte“ („Siloxan-veredelte“) Fassadenfarben angeboten. Diese sogen. „Veredelung“ wird als ein besonderer Vorteil dargestellt. Dabei wird einer Fassadenfarbe, deren Bindemittel hauptsächlich aus herkömmlichen Kunstharzen besteht, nur ein geringer Anteil Silikonharz beigefügt. Dadurch werden die besonderen Eigenschaften der Silikonharz-Fassadenfarbe herabgesetzt. Der Selbstreinigungseffekt, das „thermoplastische“ Verhalten und die Wasserdampf-Durchlässigkeit werden erheblich eingeschränkt. (Diese Qualitäten werden oft in Baumärkten angeboten). Verwenden Sie daher in Ihrem eigenen Interesse nur Marken-Siliconharz-Fassadenfarben, die Sie im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft) erhalten können. Dort erhalten Sie auch weitere Angaben über Verbrauch, Preis und Anstrichaufbau.

Lassen sich Haustüren aus Holz anstreichen?

Wenn Sie sehr sorgfältig arbeiten und die vorgeschlagenen Farben verwenden, wird es möglich sein, Ihre Haustür mit einem dauerhaften Anstrich zu versehen. Dazu möchten wir Ihnen folgenden Arbeitsvorschlag machen:

  1. Gründliches und sorgfältiges Schleifen der Oberfläche mit Schleifpapier, Körnung 120, die Profilleisten müssen mit Stahlwolle oder Schleifvlies behandelt werden.

  2. Abstauben der Oberfläche mit einem Staubtuch.

  3. Erster Anstrich mit einem Spezial-Haftgrund im Farbton weiß oder grau. Schon bei diesem Anstrich muss auf eine ausreichende Kantenabdeckung geachtet werden.

  4. Zweiter Anstrich mit einem „Kunstharz-Vorlack“ im Farbton des Deckanstriches (keine Vorstreichfarbe!).

  5. Schlussanstrich mit einer hochglänzenden oder seidenmatten Kunstharz-Lackfarbe im gewünschten Farbton.

Dabei ist folgendes zu beachten: Es gibt verschiedene Typen Spezial-Grundfarbe. Sollten Sie ein 2-komp.-Material erhalten, müssen Sie Ihre Arbeitsweise so einrichten, dass der nach-folgende Anstrich innerhalb von 24 h erfolgt.

Verwenden Sie keine wasserverdünnbaren Vor- oder Decklackfarben. Diese trocknen nicht hart genug durch.

Die vorgeschlagenen Anstrich-Werkstoffe erhalten Sie vermutlich nicht in Baumärkten. Wenden Sie sich an den Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft).

Welche Optionen gibt es zum Sonnenschutz, abseits Rolladen und Jalousien?

Wir möchten Ihnen empfehlen sich in dieser Frage vom

  • Bundesverband Rolladen + Sonnenschutz e. V. (BRS)

Hopmannstraße 2 – 53177 B o n n

Telefon: (02 28) 95 210 – 0

Fax: (02 28) 95 210 – 10

E-mail: info@rs-fachverband.de

Internet: www.rs-fachverband.de

beraten zu lassen, der Ihnen möglicherweise zusätzlich einen Kontakt zu der zuständigen Innung vermitteln kann.

„Intelligentes Fensterglas“, das sich bei Sonneneinstrahlung von selbst verdunkelt, kann keinen wirksamen Sonnenschutz bieten, denn dunkle Gläser heizen sich auf.

Zur dieser Frage möchten wir Ihnen des Weiteren folgende Lösungen vorschlagen:

  1. Austausch des vorhandenen Isolierglases gegen ein Sonnenschutzglas.

  2. Verdunklung durch auf der Innenseite angebrachte Schräg-Rollos, -Faltstores oder Innen-Jalousien.

Die Wirkung eines Sonnenschutzglases möchten wir Ihnen wie folgt erklären:

Ein wirksamer Sonnenschutz ist also nur dann möglich, wenn die Wärmestrahlung der Sonne bereits auf der Außenseite der Fensterscheibe zurückgeworfen oder reflektiert wird. Das ist am effektivsten mit einem Sonnenschutzglas zu erreichen, einem Isolierglas, dessen äußere Scheibe auf der Innenseite mit einer hauchdünnen Schicht in der Regel aus Silber bedampft ist. Diese Schicht reflektiert die auf das Glas auftreffende langwellige Wärmestrahlung der Sonne. 50 bis 80% der Sonnenenergie können auf diese Weise reflektiert werden, eine Reduzierung der Innenraumtemperatur um 5°C. wird in der Regel erreicht.

Die Silberbeschichtung lässt das Sonnenlicht - bis auf die Wärmestrahlung - nahezu vollkommen durch. Der Spektralbereich des Lichtes bleibt unverändert erhalten und zeigt keine Beeinträchtigung der Farben im Innenraum. Die Silberbeschichtung ist entspiegelt, sie ist hauchdünn und etwa 2000mal dünner als ein Haar.

Ob die Wirkung von Sonnenschutzglas als ausreichend empfunden wird, hängt von vielen Faktoren ab. Bei großen Glasflächen wie im Wintergarten oder bei Glasfronten sind die Anforderungen und Erwartungen in der Regel höher als bei kleineren Fenstern im Wohnungsbau. Eine perfekte Lösung gibt es praktisch nicht. Vielen ist die Wirkung nicht ausreichend, zumal ein Schutz vor Blendung nicht gegeben ist. So kann es durchaus sinnvoll sein, innen vor den Fenstern zusätzlich Rollos, Faltstores oder Jalousetten anzubringen.

An den Rahmen meiner Kunststoff Fenster sind gelbe Flecken entstanden. Wodurch kann das passiert sein und lässt es sich beheben?

Gern möchten wir Ihnen eine konkrete Antwort auf Ihre Anfrage geben. Ohne genaue Kenntnis der Flecken, deren Eindringtiefe, Größe und Aussehen ist das leider nicht möglich.

Kunststoff-Fenster bestehen aus Hart-PVC. Dieser Werkstoff – ganz gleich um welches Fabrikat es sich handelt - reagiert stark mit Bitumen (Teer), Montageschaum, Dichtungsmassen, spez. Farben usw. Oftmals reichen schon die schmutzigen Hände von Handwerkern aus, um bleibende Spuren zu hinterlassen.

Wir gehen davon aus, dass Ihre Reinigungsmaßnahmen bisher nicht erfolgreich waren, deshalb ist anzunehmen, dass sich die Verschmutzung intensiv mit der Kunststoff-Oberfläche verbunden hat, so dass eine Beseitigung nicht möglich ist.

Der Straßenlärm ist durch meine Fenster deutlich bemerkbar. Gibt es Möglichkeiten eine Schalldämmung in den Rolladenkästen anzubringen?

Gern möchten wir Ihnen eine konkrete Antwort auf Ihre Anfrage geben. Ohne genaue Kenntnis Ihrer Rolladen-Kästen können wir Ihnen daher nur allgemeine Hinweise geben.

Wir möchten Ihnen empfehlen, bei vollständig aufgewickeltem Rolladen festzustellen, ob noch Spielraum vorhanden ist, um auf die Außen- und Innenverkleidung von der Innenseite her eine zusätzliche Schalldämmung aufzubringen. Das ist am wirksamsten durch eine Auskleidung mit geschlossen-porigem Zellgummi zu erreichen. Wenn dafür nicht genügend Platz vorhanden ist kann eine Auskleidung mit Bleifolie(Dachdecker) helfen.

Daneben gibt es in Baumärkten flexible Wärmedämm- und Schallschutzplatten „Roka-Thermo-Flex“ zum nachträglichen Einbau in Rolladen-Kästen.

Zusätzlich können Sie Liefernachweise und technische Unterlagen bei verschiedenen Herstellern direkt anfordern, deren Anschriften wir Ihnen nachstehend aufführen:

  • BOSIG GmbH

Brunnenstraße 75 – 77, 73333 Gingen/Filz

Telefon: (0 71 62) 40 99 - 0

FA X: (0 71 62) 40 99 – 202

Liefernachweis unter:

internet: www.rolaflex.de

E-mail: info@bosig.de


  • BECK + HEUN GmbH.

Zentrale Waldernbach

Steinstraße 4 - 35794 Mengerskirchen

Telefon: (0 64 76) 91 32 – 0

F A X : (0 64 76) 91 32 – 30

e-mail: info@beck-heun.de

internet: www.roka-thermo-flex.de


  • RIEGER SCHALLSCHUTZ

Röntgenstraße 10 - 70736 Fellbach

Telefon: (07 11) 95 79 08 – 0

F A X : (07 11) 58 35 41

internet: www.riegerschallschutz.de

Wie kann man Fensterscheiben abdecken oder blickdichter machen?

Da Anstrichfarben auf Glas nicht beständig sind, möchten wir Ihnen empfehlen, auf den Scheiben selbstklebende Folie anzubringen. Es gibt transparente Folien mit einer feinstrukturieren „gehämmerten“ Optik, welche die vorhandenen Milchglasscheiben noch weniger „durchsichtig“ machen. Solle Ihnen das aber nicht ausreichend sein, bleibt es Ihnen unbenommen, eine weiße oder andersfarbige undurchsichtige Folie zu verwenden.

Die Auenleisten an meinen Kunststofffenstern lösen sich aufgrund von Wärmeausdehnung. Wie sind sie wieder anzubringen?

Gern möchten wir Ihnen eine konkrete Antwort auf diese Frage geben. Ohne genaue Angaben ist das leider nicht möglich. Wir können Ihnen nur allgemein darstellen, was beim Einbau von Kunststoff-Fenstern zu beachten ist. Wir beziehen und dabei auf das „MONTAGEHANDBUCH KUNSTSTOFF- FENSTER UND TÜREN“ der Gütegemeinschaft Kunststoff-Fenstersysteme.

Alle am Kunststoff-Fenster verwendeten Bauteile (Leisten) müssen aus dem gleichen Kunststoff hergestellt sein wie das Fenster (S. 15). Abdichtungsprofile müssen mit einem geeigneten Kupplungssystem (Noppen) auf dem äußeren Fensterrahmen festklemmt werden. (S. 42 Abb. 27)) Nur diese Art der Befestigung erlaubt eine nicht starre Verbindung, die das Ausdehnungs- und Schwundverhalten bei Wärme/Kälte auffangen kann.

Alle Werkstoffe dehnen sich bei Wärme aus bzw. verkürzen sich bei abnehmenden Temperaturen. Dazu kommt, dass sich dunkle Fensterprofile im Gegensatz zu weißen bei Sonneneinstrahlung bis zu 75°C aufheizen. (S. 57) Das hat eine starke Belastung der einzelnen Bauteile zu Folge, d. h. in den Fenstern ist immer „Bewegung“.

Die Fugen zwischen Profil und Putz der Fensterlaibung müssen mit einem Kompriband abgedichtet werden (S. 42). Die Verwendung von Holzleisten wäre schon allein aus Gründen des unterschiedlichen Ausdehnungs- und Schwundverhaltens nicht in Ordnung, denn Kunststoffe dehnen sich bei Wärmeeinwirkung 15mal stärker aus als Holz (S.57).

Mein Haus hat einen alten Anstrich aus Silikonharz-Fassadenfarbe. Kann über diese ein neuer Putz aufgetragen werden?

Gern möchten wir Ihnen eine konkrete Antwort auf diese Frage geben. Ohne genaue Kenntnis Ihres Hauses und der Fassade ist uns das leider nicht möglich. In der Annahme, dass der mineralische Deckputz mit einem Egalisierungsanstrich aus Silikonharz-Fassadenfarbe abgedeckt wurde, ist ein erneuter Putzauftrag nicht möglich.

Wir empfehlen, die fraglichen Putzflächen zweimal im richtigen Farbton zu streichen, vorausgesetzt es wird ebenfalls Silikonharz-Fassadenfarbe verwendet.

Siliconharz-Fassadenfarben wurden bereits vor 40 Jahren entwickelt. Wegen ihrer guten Eigenschaften haben sie sich überall durchgesetzt.

Bei den herkömmlichen „normalen“ Fassadenfarben ist die getrocknete Farbschicht thermoplastisch, d. h. bei niedrigen Temperaturen hart und unelastisch, bei Wärme weich. In diesem Zustand werden verstärkt Staub und Schmutz angezogen. Dazu kommt noch, dass der getrocknete Farbfilm bei Nässe aufquillt und damit das Abtrocknen der Oberfläche verzögert wird. Je mehr Schichten übereinander gestrichen werden, desto geringer ist die Wasserdampf-Durchlässigkeit (Atmung) der Fassade.

Im Gegensatz dazu sind Siliconharz-Fassadenfarben nicht thermoplastisch. Ihre Farbschicht verändert sich nicht bei Wärme und Kälte. Sie ist auch nicht wasserquellbar. Diese Eigenschaften bewirken, dass auf ihrer Oberfläche Schmutzpartikel nicht anhaften, Regenwasser perlt sofort ab und nimmt den Schmutz mit sich fort (Lotus-Effekt). Dadurch entsteht ein gewisser Selbstreinigungs-Effekt. Aufgrund dieser Eigenschaften wird zusätzlich die Entwicklung von Algen stark erschwert oder gar verhindert

Generell bilden Siliconharz-Fassadenfarben so gut wie kein Hindernis bei der Wasserdampf-Durchlässigkeit, sie lassen die ungehinderte „Atmung“ der Fassade zu. Aus diesem Grund übersteht der Anstrich selbst kleine Beschädigungen gut, es erfolgt in der Regel keine Hinterfeuchtung und damit auch kein Abplatzen von Farbschichten.

Hochwertige Marken-Siliconharz-Fassadenfarben enthalten als Bindemittel je zur Hälfte mineralähnliches Siliconharz und Polymer(Kunstharz)-Dispersionen.

Mittlerweile gibt es verschiedene verschnittene Qualitäten, bei denen der Anteil an Siliconharz geringer ist. Sie werden z. B. als „siliconharz-verstärkte“ oder „silicon-veredelte“ („Siloxan-veredelte“) Fassadenfarben angeboten. Diese sogen. „Veredelung“ wird als ein besonderer Vorteil dargestellt. Dabei wird einer Fassadenfarbe, deren Bindemittel hauptsächlich aus herkömmlichen Kunstharzen besteht, nur ein geringer Anteil Silikonharz beigefügt. Dadurch werden die besonderen Eigenschaften der Silikonharz-Fassadenfarbe herabgesetzt. Der Selbstreinigungseffekt, das „thermoplastische“ Verhalten und die Wasserdampf-Durchlässigkeit werden erheblich eingeschränkt. (Diese Qualitäten erhält man oft in Baumärkten). Es sollten daher nur Marken-Siliconharz-Fassadenfarben verarbeitet wie sie im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft) angeboten werden.

Kann man neue Kunststoff-Fenster in alte Blendrahmen einsetzen?

Gern möchten wir Ihnen eine konkrete Antwort auf Ihre Anfrage geben. Ohne genaue Kenntnis der vorhandenen Fenster und des Zustandes der Blendrahmen ist das leider nicht möglich.

Grundsätzlich ist es durchaus möglich, beim Einbau neuer Kunststoff-Fenster die alten vorhandenen Blendrahmen zu erhalten. Der Vorteil ist, dass unschöne Stemmarbeiten und das Einputzen der neuen Rahmen entfällt, was ja beides mit viel Schmutz und Kosten verbunden wäre.

Allerdings ist dabei zu bedenken, dass bei dieser Methode die Blendrahmen (alt und neu zusammengenommen) etwas breiter ausfallen als normal, was insgesamt die Größe der Fensterscheiben etwas nachteilig beeinflusst. Weiter ist noch zu beachten, dass die Reste des alten hölzernen Blendrahmens ganz in Kunststoff „eingepackt“ würden. Damit diese hölzernen Bauteile nicht verfaulen, müssten sie von allen Seiten, außen und innen, sehr sorgfältig gegen eindringende Feuchtigkeit abgedichtet werden. Eine Garantie für einen andauernden Erhalt der alten hölzernen Blendrahmen kann Ihnen daher niemand geben. Es kommt auf die sorgfältige Arbeitsweise an.

Kann man Klinkersteine anstreichen?

Von einem Anstrich ihrer Klinker möchten wir Ihnen dringend abraten. Es besteht die Gefahr, dass im Laufe der Zeit Anstrichschäden auftreten, die nicht zu beheben sind. Wir möchten das wie folgt begründen:

Jeder Klinker-Stein ist ein Unikat, es gibt keinen einzigen Stein der dem anderen gleicht. Das kann jeder Laie schon rein äußerlich an den unterschiedlichen Farben erkennen. Das bedeutet, dass sich jeder Stein in seinem Ausdehnungs- und Schwundverhalten bei Wärme/Kälte anders verhält. Dadurch bilden sich im Grenzbereich zwischen Fugenmörtel und Klinkern feine Haarrisse, die mit dem Auge kaum zu erkennen sind. Dazu kommt, dass die Oberfläche von jedem Stein anders beschaffen ist. Bei einigen Steinen ist sie glänzend und glatt bei anderen rau. Das unterschiedliche „Farbenspiel“ macht Klinker-Fassaden gerade reizvoll.

Dieser unterschiedlichen Oberflächenstruktur verbunden mit der Haarriss-Bildung ist kein Anstrich gewachsen. Die feine Haarriss-Bildung zeichnet sich im Laufe der Zeit auf dem Anstrich ab. Die Risse saugen das Regenwasser auf, das auf die Fassade trifft, und nach dem Kapillargesetz wird das Wasser umso tiefer eingesaugt, je feiner die Risse sind.

Kapillarität ist ein physikalischer Effekt. Er bezeichnet den Aufbau von einem Flüssigkeitsdruck in sehr feinen Röhren oder Haargefäßen (Kapillaren) gegen die Schwerkraft. So bewirkt der Kapillardruck z. B. das Aufsteigen der Pflanzensäfte von den Wurzeln bis in die Blätter und auch die Wirkungsweise von Dochten in Petroleumlampen oder Kerzen.

Hinzu kommt noch ein zweiter Effekt: Wasser hat immer den Drang, aus einer kalten Umgebung (z. B. Außenseite der Fassade) in ein wärmeres Umfeld (Innenseite der Fassade) zu gelangen. Wenn im Winter die Temperaturunterschiede groß genug sind, baut sich ein so großer Kapillardruck auf, dass Wasser in der Lage ist, selbst meterdicke Betonwände zu durchdringen. Bei Ziegelmauerwerk kann das sehr schnell gehen, ganz besonders, wenn eine ausreichende Wärmedämmung fehlt.

Wenn im Winter das in die Risse eingedrungene Wasser gefriert, erfolgt eine erhebliche Volumenvergrößerung. Das sich bildende Eis entfaltet eine enorme Sprengkraft und treibt die Haarrisse auseinander. Das Wasser kann noch tiefer eindringen und die beschriebene Entwicklung setzt sich weiter fort.

Auf diese Weise erfolgt eine Vermorschung des Fugenmörtels. Die Frostschäden können sich auch auf die Klinker ausdehnen, da sie durch den Farbanstrich nicht in der Lage sind, einen Teil der eingedrungenen Feuchtigkeit nach außen wieder abzugeben. Die Feuchtigkeit sammelt sich im Mauerwerk und drängt aufgrund des Temperaturgefälles (siehe oben) nach innen. Dazu kommt noch ein weiterer Effekt, auf glatten glänzenden Klinkern konnte der Anstrich nicht stark genug haften und platzt bei Hinterfeuchtung aus den Fugen ab. Auf rauen Steinoberflächen konnte sich der Anstrich so gut verankern, dass er kaum zu entfernen ist. Das Resultat: Eine scheckige Fassade mit abgeplatzten und festsitzenden Farb-Partien.

Sicherlich werden Maler einwenden, dass Fassadenfarben „atmen“ könnten, dass sie diffusionsoffen seien. Das ist in der Tat so, - nur bezieht sich diese Eigenschaft auf Wasserdampf, nicht auf Wasser in flüssiger Form.

Die einzige Möglichkeit, Klinkerfassaden zu schützen besteht darin, sie mit einer farblosen Imprägnierung zu „hydrophobieren“, d. h. wasserabweisend zu machen. Die Produkte auf der Basis von Silikonharzen oder Siloxanen kleiden die Kapillare wasserabweisend aus, ohne sie zu verstopfen und die Wasserdampf-Durchlässigkeit einzuschränken. Im Baustoff-Großhandel, im Farbenfach- oder Großhandel (oder Maler-Einkaufsgenossenschaft) gibt es bewährte Produkte zu kaufen. In Baumärkten werden diese Produkte in der Regel nicht geführt. Allerdings ist die Lebensdauer solcher Imprägnierungen nicht unbegrenzt. Nach 8 bis 10 Jahren wird es erforderlich sein, sie zu wiederholen.

Was kann ich gegen die Vergrauung meiner Außenfassade im Bereich der Rolladen-Kästen tun?

Die Vergrauung Ihrer Fassade im Bereich der Rolladen-Kästen ist ein ganz typisches Zeichen für eine sogenannte Wärme-/Kältebrücke. Die Wärmedämmung der Fassade ist in diesem eng begrenzten Bereich herabgesetzt. Dazu kommt, dass vermutlich warme Luft aus dem Innenbereich in die Rolladen-Kästen eindringt. Das führt dazu, dass dieser Bereich im Winter wärmer ist als die übrige Fassade. Die Folge davon ist, dass sich Kondenswasser bildet, das während der Heizperiode nur schwer abtrocknen kann. Diese feuchten Stellen sind ein idealer Nährboden von Algen- oder Pilzbildung, verbunden mit Grau- oder Schwarzfärbung.

Da es bisher keine verbindliche Norm für Rolladenkästen gab und alle verschieden gearbeitet sind, gibt es leider kein Patentrezept zur Verbesserung der Wärmedämmung.

Wir möchten Ihnen empfehlen, bei vollständig aufgewickeltem Rolladen festzustellen, ob noch Spielraum vorhanden ist, um auf die Außen- und Innenverkleidung von der Innenseite her eine zusätzliche Wärmedämmung aufzubringen. Als Dämm-Material eignet sich am besten eine Platte aus Polyurethan-Hartschaum, der einen um 50% höheren Dämmwert hat als z. B. Polystyrol.

Eine kombinierte Wärme- und Schalldämmung ist durch eine Auskleidung mit geschlossen-porigem Zellgummi zu erreichen. Daneben gibt es in Baumärkten flexible Wärmedämm- und Schallschutzplatten „Roka-Thermo-Flex“ zum nachträglichen Einbau in Rolladen-Kästen.

Ganz wichtig ist, festzustellen, ob noch Hohlräume, Fugen und Ritzen vorhanden sind. Diese sollten mit Montageschaum abgedichtet werden. Bei dessen Verarbeitung ist zu bedenken, dass der Schaum beim Trocknen nachtreibt und dass fehlerhaft verarbeitetes Material sowie Flecken nur sehr schwer zu entfernen sind. Ein großer Wärmeverlust tritt an den Löchern auf, durch welche die Gurte laufen. Daher sollte man diese Löcher wenn möglich gut abdichten.

Wärmedämm- und Abdichtungssysteme zum nachträglichen Einbau in Rolladen-Kästen werden in einigen Baumärkten angeboten. Darüber hinaus können Sie Liefernachweise und technische Unterlagen bei verschiedenen Herstellern direkt anfordern, deren Anschriften wir Ihnen nachstehend aufführen:

  • BOSIG GmbH

Brunnenstraße 75 – 77, 73333 Gingen/Filz

Telefon: (0 71 62) 40 99 - 0

FA X: (0 71 62) 40 99 – 202

Liefernachweis unter:

internet: www.rolaflex.de E-mail: info@bosig.de

  • BECK + HEUN GmbH.

Zentrale Waldernbach

Steinstraße 4 - 35794 Mengerskirchen

Telefon: (0 64 76) 91 32 – 0

F A X : (0 64 76) 91 32 – 30

e-mail: info@beck-heun.de

internet: www.roka-thermo-flex.de

  • RIEGER SCHALLSCHUTZ

Röntgenstraße 10 - 70736 Fellbach

Telefon: (07 11) 95 79 08 – 0

F A X : (07 11) 58 35 41

internet: www.riegerschallschutz.de

  • Selit Dämmtechnik GmbH.

Selitstraße 2 - 55234 Erben-Büdenheim

Telefon: (0 67 31) 96 70 – 0

Internet: www-selit.de

Wenn im Winter die Temperatur draußen auf null oder darunter geht, werden die Fensterscheiben in unserer Wohnung nass. Manchmal läuft richtig das Wasser herunter, obwohl wir im Raum eine Luftfeuchtigkeit von nur 40-50 % haben. Die Fenster wurden 1994 in unser Neubau eingebaut, sind die Fenster nicht in Ordnung?

In modernen Haushalten bildet sich eine erhebliche Luftfeuchtigkeit (oft 70 % und mehr). Diese wird verursacht durch unsere heutige Lebensweise: Tägliches oft mehrmaliges duschen, waschen und trocknen der Wäsche in der Wohnung mit  entsprechenden Geräten, sowie die Benutzung einer Geschirr Spülmaschine.

Ganz besonders ungünstig wirken sich Wäschetrockner aus, die im Kondensverfahren arbeiten, da deren gesamte Feuchtigkeit in der Wohnung verbleibt und nicht wie bei Abluftgeräten, nach außen abgeleitet wird. Grünpflanzen und evtl. ein Aquarium sind ebenfalls eine Quelle von Luftfeuchtigkeit. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass jeder Mensch im Laufe des Tages zwei Liter Wasser über die Atmung und die Haut abgibt; bei Haustieren verhält es sich ähnlich. Auf diese Weise können im Laufe eines Tages in einem 4-Personen-Haushalt 12 bis 15 Liter Wasser an die Raumluft abgegeben werden.
 
Nun kommen Ihre Fenster ins Spiel. Bereits 1994 wurden Fenster hergestellt, die mehrfach gefalzt und mit Gummidichtungen ausgerüstet waren, so dass sie luftdicht abschließen. Bevor man luftdicht schließende Fenster und Außentüren kannte, ergab sich folgende Situation: Fenster alter Bauart - ohne Dichtungen – ließen pro Fenster an einem Tag  20 – 30 m³ (!) frische und trockene Außenluft eindringen und sorgten damit für einen selbsttätigen und intensiven Luftaustausch. Das haben Versuche am Fenster-Institut Rosenheim ergeben. Wenn das nicht mehr geschehen kann, bleibt die warme mit Feuchtigkeit gesättigte Luft in der Wohnung und schlägt sich an den kälteren Außenwänden und besonders auch an den Fenstern als Kondenswasser nieder.
 
Die wichtigste und wirksamste Möglichkeit, eine Verbesserung zu erreichen, ist die ganz gründliche Totallüftung, während der Heizperiode mindestens zweimal am Tag, möglichst morgens und abends. Alle Fenster und Türen sollten jeweils für mindestens 10 – 15 Minuten weit geöffnet werden, damit es zu einem deutlichen Luftaustausch in der gesamten Wohnung kommt (Durchzug!). Die sogenannte Stoßlüftung durch nur kurzzeitiges Öffnen einzelner Fenster oder die Lüftung durch gekippte Fenster reicht nicht aus.
Grundlage dieser Empfehlung ist ein physikalisches Gesetz, welches besagt, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte.

Das bedeutet z.B.:
    •    10°C warme Luft kann pro m³   9,4 g Wasser aufnehmen
    •    20°C warme Luft kann pro m³ 17,3 g Wasser aufnehmen

Wenn nun beim intensiven Lüften (Durchzug) kalte Außenluft in die Wohnung einströmt und sich erwärmt, kann sie eine erhebliche Menge Feuchtigkeit aufnehmen und diese im Luftstrom nach außen transportieren. Das geschieht aber nur bei Durchzug, da nur in dann die Möglichkeit gegeben ist, dass die warme Luft in ausreichender Menge nach außen gelangt. Dieser Vorgang funktioniert auch bei Nebel oder Regenwetter. Denn selbst bei feuchtem Wetter gilt das oben beschriebene physikalische Gesetz. Kalte Luft hat erheblich weniger Luftfeuchtigkeit (Wasser in Dampfform, kein flüssiges Wasser!) gebunden als warme Luft. Diese nur zweimalige intensive Lüftung verursacht keine anhaltende Auskühlung der Wohnung, da ja nur die Luft ausgetauscht wird. Die eigentlichen Speicher der Wärme sind neben den Heizkörpern die umgebenden Bauteile (Fußboden, Decke und Wände) und die Möbel. Es entstehen daher keine zusätzlichen Heizkosten.
 
Es ist unwahrscheinlich, dass sich bei einer Luftfeuchtigkeit von 40-50% Kondensfeuchtigkeit auf den Fensterscheiben bildet. Wir vermuten, dass Ihr Luftfeuchtigkeits-Messer, Ihr Hygrometer falsche Werte angibt. Wir möchten Ihnen daher empfehlen, ein neues „Hygrometer“ anzuschaffen. Diese Geräte erhalten Sie relativ preiswert beim Optiker oder im Versandhandel. Beachten Sie jedoch, dass nur elektronische Geräte zuverlässig arbeiten. Eine Untersuchung der Zeitschrift „test“ hat ergeben, dass man sich auf die Angaben von Zeigerinstrumenten nur dann verlassen kann, wenn sie geeicht sind (Gebrauchsanweisung beachten!).

Durch den Gebrauch eines Hygrometers haben Sie die Möglichkeit, laufend die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung zu kontrollieren und Ihr Lüftungsverhalten danach einzurichten. Die Luftfeuchtigkeit sollte im Normalfall 50 – 55% betragen. Das Hygrometer sollte an zentraler Stelle in der Wohnung hängen, wo es ins Auge fällt. In Räumen, die von Feuchtigkeit oder Schimmel befallen sind, sollte regelmäßig gemessen werden. Das Instrument sollte nicht direkt am Fenster, hinter einem Vorhang, in der Sonne oder direkt über der Heizung aufgehängt werden!

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