Bauen & Modernisieren

Fragen und Antworten zum Thema Dach

Das Wohnglück-Team gibt Ihnen die richtigen Antworten, Ratschläge und Tipps rund um den wichtigsten Ort der Welt: Ihr Zuhause. Bitte beachten Sie, dass die Vorschläge nur unverbindlich sein können, da unsere Experten die geschilderten Sachverhalte nicht vor Ort überprüfen konnten und sich somit ausschließlich auf Ihre Beschreibung stützen.

Unser Haus ist jetzt mit Dachpappenschindeln gedeckt. Als neue Dacheindeckung würden wir jedoch Ziegel bevorzugen. Wir haben aber Bedenken, dass die Dachunterkonstruktion für das höhere Gewicht nicht ausreichend ist. Gibt es ein Ziegelmaterial, das ein ähnliches Gewicht wie die Schindeln hat bzw. nicht wesentlich schwerer ist? Oder können Sie uns vielleicht weitere Dachdeckungs-Varianten empfehlen?

Da Dachziegel aus gebranntem Ton oder Dachsteine aus Beton hergestellt werden, haben sie alle ein  ungefähres Quadratmeter-Gewicht zwischen 55 – 75 kg. Leichtere Dachbaustoffe aus Ton sind nicht möglich.
Sie müssten durch einen Baufachmann (Architekt/Bau-Ingenieur/Statiker) klären lassen, ob Ihre Dach-Konstruktion eine Ziegeleindeckung tragen kann.
Als Alternative bietet sich eine Eindeckung aus Aluminium Dachelementen an. Deren Gewicht beträgt nur ca. 2,5 kg/qm. Informationen: www.prefa.de.

Worin liegen die wesentlichen Unterschiede (Vor- und Nachteile, Kostenfaktor) einer Konstruktion aus pulverbeschichten Alu-Profilen oder verzinkten, pulverbeschichteten Stahlprofilen?

Immer wieder werden wir um Preise für Baustoffe, Bauelemente usw. gebeten. Bitte, haben  Sie Verständnis dafür, dass wir dazu keine Angaben machen können. Es gibt bundesweit eine derartig große Anzahl verschiedene Anbieter, die alle unterschiedlich kalkulieren, dass es gar nicht möglich wäre, alle Preise zu recherchieren. Dazu kommt noch, dass das gesamte Preisgefüge ständig im Wandel ist. Es ist daher kaum möglich, immer auf dem neusten Stand zu sein. Außerdem müssen wir uns als Kundenmagazin einer Bausparkasse allen Anbietern gegenüber neutral verhalten.

Wir möchten möglichst eine – nach Regen – saubere Glasdachfläche haben. Ein Fachberater für Wintergärten erklärte uns jedoch, dass wir uns den Aufpreis für das Pilkington-Glas lieber sparen sollten: die "Dachreinigung" mit dieser Beschichtung sei aufgrund deren Langzeiterfahrung nicht besser als ohne. Können Sie mir verlässliche Langzeiterfahrungen nennen?

Immer wieder werden wir um Beurteilung, Erfahrungsberichte und Empfehlungen gebeten. Ganz davon abgesehen, dass es uns unmöglich ist, alle am Markt angebotenen Produkte genau zu kennen, ist deren Anwendung oder Einbau jeweils von den örtlichen Verhältnissen abhängig, die uns ebenfalls unbekannt sind. Darüber hinaus dürfen wir als Kundenmagazin einer Bausparkasse nur allgemeine Empfehlungen geben und müssen uns allen Anbietern gegenüber neutral verhalten. Daher können wir zu der von Ihnen erfragten Beurteilung von PILKINGTON-Glas leider keine Stellung nehmen.

Um Ihnen weiterzuhelfen möchten wir Ihnen noch folgenden Hinweis geben. Wir vermuten, dass die negative Beurteilung durch den Fachberater für Wintergärten daran liegt, dass man die unten aufgeführten Einschränkungen nicht beachtet hat.

Bei PILKINGTON Aktiv handelt es sich um ein Flachglas, dessen Oberfläche mit einer zweifach aktiven Beschichtung versehen ist. Nur beide Eigenschaften zusammen verleihen dem Glas die selbstreinigende Funktion der Oberfläche. Diese ist mit Titandioxid pyrolitisch beschichtet. Die Beschichtung wird durch das UV-Licht der Sonne aktiviert. Dadurch wird aktiver Sauerstoff erzeugt, der alle organischen Verschmutzungen wie Baumharze, Vogelkot, Blütenstaub und Blattreste zersetzt. Gleichzeitig bewirkt die Titandioxid-Beschichtung eine Herabsetzung der Oberflächenspannung des Regenwassers, so dass das Abspülen und Ausschwemmen der zersetzten Schmutzpartikel unterstützt wird.

Allerdings sind bei der Funktionsweise von "selbstreinigendem" Glas Einschränkungen zu beachten:

• Ruß, Straßenschutz, Baustaub und ölhaltige Substanzen werden nicht gelöst. Das bedeutet: Es wird nicht jeder Schmutz zersetzt und wasserlöslich gemacht und damit vom Regenwasser abgespült!
• Die Scheiben dürfen nicht mit Silicon-Dichtmasse abgedichtet werden. Es können sich Silikonölschlieren bilden, die sich über Teile der Glasoberfläche ausbreiten und die Funktion der Titandioxydbeschichtung zerstört.
• Ausreichende Dachneigung bei Wintergärten (mindestens 12 – 15%), damit Regenwasser gut ablaufen kann.
• Sonne und Regen müssen das Wintergarten-Dach ungehindert erreichen.
• In längeren Trockenperioden, wie in diesem Sommer, muss das selbstreinigende Glasdach regelmäßig "gewässert" werden, damit die Abbauprodukte der Verschmutzungen abgespült werden.

Manchmal ist der Wasserstand auf meinem Dach so hoch, dass man stellenweise keinen Kies mehr sieht. Welche Folgen kann es haben, wenn über längere Zeit Regenwasser auf dem Dach stehen bleibt?

Nicht Wind und Wetter, weder Regen, Eis und Schnee können die Haltbarkeit von Bitumen-Dachbahnen beeinträchtigen. Allein die Strahlen des Sonnenlichts zersetzen deren Oberfläche und führen so zur Versprödung, zur Verwitterung. Aus diesem Grund werden Bitumen-Dachbahnen mit Kies abgedeckt und schützen so, die Oberflächen vor Sonnenlicht. Ein ähnlicher Effekt wird durch Wasserpfützen und Wasserlachen erreicht. Solange das Dach dicht ist und kein Wasser durchlässt, bietet Feuchtigkeit einen wirksamen Schutz gegen den schädlichen Einfluss des Sonnenlichts.

Die Strangfalzziegel unseres Hauses sind bis auf Stellen unterhalb der Kupferverwahrung des Kamins vermoost. Hat das auf diesem Dach gesammelte Regenwasser negativen Einfluss beim Blumengießen?

Zur Vermeidung von Moosbildung auf Dächern werden seit einigen Jahren Kupferelemente in unterschiedlichster Form angeboten, die auf der Dachoberfläche angebracht werden.

• Das können einfache Blechstreifen sein,
• Folien aber auch gelochte Blechelemente, Gitterfolien (Streckmetall),
• Elemente in Form von Dachziegeln, Biberschwänzen oder Firstziegeln,
• Sowie Firsthauben, die direkt auf dem First befestigt werden.

Die Reinigungswirkung beruht darauf, dass das Regenwasser zusammen mit Bestandteilen der Luft eine chemische Reaktion mit dem Kupfer eingeht. Es bilden sich Kupfersalze, die, im Wasser gelöst, den Grünbewuchs des Daches abtöten.

Die giftigen Kupfersalze werden durch das Regenwasser so stark verdünnt, dass die Wirkung nur über etwa 10 Dachpfannen-Reihen anhält. Die Wirkung der Kupferelemente ist daher von deren Verteilung auf dem Dach abhängig.

Trotz der Verdünnung sollte das Regenwasser von diesem Dach nicht als Gießwasser im Garten verwendet werden, aber man kann es unbedenklich in die Kanalisation ableiten.


Bei der Montage ist zu beachten, dass es bei direktem Kontakt zwischen den Kupferelementen mit Bauteilen aus fremden Metallen (wie Stahl, Zink und Aluminium) zu Wechselwirkungen kommen kann. Die Kupfersalze können elektrochemische Reaktionen auslösen, die z. B. bei Zinkdachrinnen zu Lochfraß führen.

Die Montage von Kupferelementen auf ausreichend geneigten Dächern hat keinen Einfluss auf die Haltbarkeit der Dachsteine oder Dachziegel.

Wir haben vor einigen Jahren zwei Lagen bitumenbeschichtete Dachpappe auf unserem Balkon aufgebracht. Die Oberfläche reißt und es bleibt Wasser in den Vertiefungen stehen. Gibt es eine Möglichkeit, um die Oberfläche der Dachpappe zu glätten?

Nicht Wind und Wetter, weder Regen, Eis und Schnee, können die Haltbarkeit von Bitumen-Dachbahnen beeinträchtigen. Allein die Strahlen des Sonnenlichts zersetzen deren Oberfläche und führen so zur Versprödung, zur Verwitterung. Wasserpfützen und Wasserlachen sind ein wirksamer Schutz gegen den schädlichen Einfluss des Sonnenlichts. Allerdings nur solange das Dach dicht ist und kein Wasser durchlässt.

Ein streichfähiges Material, das die Oberfläche glättet, ist uns nicht bekannt. Es würde bei Erwärmung durch die Sonne erneut reißen.

Wichtig ist, dass die Dachbahnen nicht direkt begangen werden.

Wie kann das Anbringen von Kupferelementen auf dem Dach Moosbildung verhindern?

Zur Vermeidung von Moosbildung auf Dächern werden seit einigen Jahren Kupferelemente in unterschiedlichster Form angeboten, die auf der Dachoberfläche angebracht werden. Das können einfache Blechstreifen sein, aber auch gelochte Blechelemente oder Gitterfolien in Form von Dachziegeln oder Firststeinen, die direkt auf dem First oder an anderen Stellen auf dem Dach befestigt werden.

Die Reinigungswirkung beruht darauf, dass das Regenwasser zusammen mit Bestandteilen der Luft eine chemische Reaktion mit dem Kupfer eingeht. Es bilden sich Kupfersalze, die, im Wasser gelöst, den Grünbewuchs des Daches abtöten. Allerdings ist die Wirkung der Kupferelemente in der Regel begrenzt. Die giftigen Kupfersalze werden durch das Regenwasser so stark verdünnt, dass die Wirkung nur über etwa 10 Dachpfannen-Reihen anhält. Trotzdem sollte das Regenwasser von diesem Dach nicht als Gießwasser im Garten verwendet werden.

Bei der Montage ist zu beachten, dass es bei direktem Kontakt zwischen den Kupferelementen mit Bauteilen aus fremden Metallen (wie Stahl, Zink und Aluminium) zu Wechselwirkungen kommen kann. Die Kupfersalze können elektrochemische Reaktionen auslösen, die z. B. bei Zinkdachrinnen zu Lochfraß führen können.

Wie entsteht Feuchtigkeit im Holz des Dachbodens und was kann man dagegen tun?

Da warme Luft leichter ist als kalte wandert sie ins Obergeschoss und dringt durch die hölzerne Decke in den Dachboden ein. Auf der kalten ungedämmten Unterseite der Dach-Konstruktion schlägt sich die warme mit Feuchtigkeit gesättigte Luft als Kondenswasser nieder. Abhilfe ist nur durch die Verlegung einer Dampfsperre zu erreichen, die vor dem Einbau der Wärmedämmung auf dem Fußboden verlegt wird. Dabei sind einige wichtige bauphysikalische Einzelheiten zu beachten:

  1. An allen umlaufenden Wänden werden Randdämmstreifen aus extrudiertem geschlossen-porigem Polystyrol XPS befestigt.

  2. Bei Holzbalkendecken muss der Fußboden lückenlos mit einer Spezialfolie ausgelegt werden. Die Folie dient als Feuchtigkeits- und Dampfsperre. Ihre Nähte müssen mit Spezial-Klebeband luftdicht verschlossen werden, desgleichen die Anschlüsse der Folie an den Randstreifen. In gleicher Weise müssen alle Bauteile, wie Schornsteine/Kamine, Rohre, Leitungen usw., die durch die Dampfsperre führen, sorgfältig abgedichtet werden. Für diese Abdichtarbeiten sind nur Spezial-Klebebänder oder Butyl-Kautschuk (aus der Kartusche) geeignet; einfache Klebebänder, wie Packband oder doppelseitiges Fußboden-Klebeband, sind ungeeignet, weil sie nicht alterungsbeständig sind. Für Rohre gibt es spezielle Dichtmanschetten.

Bei lückenlosen dichten Betondecken ist diese Feuchtigkeits- und Dampfsperre nicht erforderlich.

  1. Auf der so vorbereiteten Fläche kann anschließend die Wärmedämmung aufgebracht werden. Die Verlegung muss lückenlos und pressgestoßen ausgeführt werden, dabei ist darauf zu achten, dass die Dämmelemente ebenfalls dicht an die Randdämmstreifen anschließen Nicht erreichbare Lücken zwischen Fußboden und Dach müssen vor dem Verlegen des Dämm-Materials mit loser Mineralwolle fest ausgestopft werden.

  2. Weiter ist darauf zu achten, dass das Dämm-Material auch an evt. vorhandenen Zwischen-wänden lückenlos anschließt. Besondere Sorgfalt ist auf die Innenkante des Daches zu verwenden. Auch hier muss das Dämm-Material bis in die äußerste Ecke lückenlos eingebaut werden. Zum Schluss müssen nicht zu vermeidende Lücken, Fugen und Durchlässe von Rohrleitungen mit Montageschaum ausgefüllt werden.

  3. Bei der Wahl des Dämm-Materials gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Einfaches expandiertes Polystyrol EPS (z. B. Styropor) oder Mineralwollematten. Wenn der Fußboden begangen werden soll, empfiehlt es sich, ein Dämm-Material einzusetzen, das druckfest ist, wie z. B. extrudiertes Polystyrol XPS (z. B. Styrodur), druckfeste Mineralwolle-matten oder Holzweichfaser-Dämmplatten.

Das Dämm-Material wird in diesem Fall zum Schluss mit lose(schwimmend) verlegten wasserfesten Span-, OSB-Platten oder Trockenbau-Estrichelementen abgedeckt. Bei Span- oder OSB-Platten sollten Verlegequalitäten mit Nut und Feder verwendet werden, deren Fugen verleimt werden müssen.

Darüber hinaus gibt es im Baustoff-Großhandel eine Vielzahl von begehbaren Fußboden-Elementen, die mit unterschiedlichsten Dämm-Materialien für diesen Zweck entwickelt wurden.

Beim Einsatz von Dämm-Material im Dachboden sollten Sie bedenken, dass nur Mineralwolle nichtbrennbar ist und der höchsten Brandschutzklasse angehört. Alle anderen Dämmstoffe sind nur „schwer entflammbar“.

  1. Dabei ist es ganz wichtig zu beachten, dass eine ausreichende Dämmstoff-Dicke eingebaut wird. Die Energie-Einsparverordnung (EnEv) schreibt vor, dass der U-Wert der gesamten Geschossdecke 0,30 W(m²K) nicht überschreiten darf. Das bedeutet, dass die Dämmstoff-Dicke in jedem Fall mindestens 16 – 18 cm betragen muss. Wenn das nicht geschieht, liegt anschließend der „Taupunkt“ in der Decken-Konstruktion, was erhebliche Bauschäden nach sich ziehen könnte.

Auf meinem Dach (Betondachsteine) bildet sich immer mehr Grünbelag und Moos. Was kann ich dagegen tun? Habe von "Kupferziegeln" gehört, die das verhindern, Können Sie mir darüber Auskunft geben?

Zur Vermeidung von Moosbildung auf Dächern  werden seit einigen Jahren Kupferelemente in unterschiedlichster Form angeboten, die auf der Dachoberfläche angebracht werden, zum Beispiel:

• einfache Blechstreifen
• Folien aber auch gelochte Blechelemente, Gitterfolien (Streckmetall),
• Elemente in Form von Dachziegeln, Biberschwänzen oder Firstziegeln,
• Firsthauben, die direkt auf dem First befestigt werden

Die Reinigungswirkung beruht darauf, dass das Regenwasser zusammen mit Bestandteilen der Luft eine chemische Reaktion mit dem Kupfer eingeht. Es bilden sich Kupfersalze, die, im Wasser gelöst, den Grünbewuchs des Daches abtöten. Die giftigen Kupfersalze werden durch das Regenwasser so stark verdünnt, dass die Wirkung nur über etwa 10 Dachpfannen-Reihen anhält. Die Wirkung der Kupferelemente ist daher von deren Verteilung auf dem Dach abhängig. Trotz der Verdünnung sollte das Regenwasser von diesem Dach nicht als Gießwasser im Garten verwendet werden, aber man kann es unbedenklich in die Kanalisation ableiten.
Bei der Montage ist zu beachten, dass es bei direktem Kontakt zwischen den Kupferelementen mit Bauteilen aus fremden Metallen (wie Stahl, Zink und Aluminium) zu Wechselwirkungen kommen kann. Die Kupfersalze können elektrochemische Reaktionen auslösen, die z. B. bei Zinkdachrinnen zu Lochfraß führen. Die Montage von Kupferelementen auf ausreichend geneigten Dächern hat keinen Einfluss auf die Haltbarkeit der Dachsteine oder Dachziegel.

Wie lässt sich das Dach eines alten Hauses nachträglich dämmen?

Bei vielen älteren Dächern ist keine Unterspannbahn vorhanden. Wenn solche Dächer von innen gedämmt werden sollen, kann das Dämm-Material anstelle der Unterspannbahn durch eine Lage Holzweichfaser-Dämmplatten (20 mm dick), die gegen Feuchtigkeit imprägniert sind, geschützt werden. Der Einbau muss daher vor dem Einbringen des Dämm-Materials erfolgen.

  1. Direkt unter die Ziegel, an die Dachlatten anstoßend, müssen links und rechts an die Sparren (Dachbalken), in Längsrichtung von oben nach unten, Dachlatten genagelt werden.

  2. Diese Latten dienen zur Befestigung einer Lage imprägnierter Holzweichfaser-Dämmplatten. Durch deren Einbau wird erreicht, dass die Wärmedämmung gegen möglicherweise eindringendes Regenwasser oder Schnee geschützt wird. Gleichzeitig wird damit zwischen den Ziegeln und der Holzweichfaser-Dämmplatte ein Luftzwischenraum geschaffen, in welchem eingedrungene Feuchtigkeit abtrocknen kann.

Anschließend kann der Einbau der eigentlichen Wärmedämmung aus Mineralwolle erfolgen, die eine Dicke von mindestens 18 cm haben sollte. Beim Zuschneiden des Dämm-Materials ist darauf zu achten, dass ca. 1 cm in der Breite zugegeben wird, damit die Matten stramm zwischen den Sparren sitzen und offene Fugen vermieden werden. Wenn die Tiefe der Sparren nicht groß genug ist, um Dämm-Material in dieser Dicke „unterzubringen“, müssen sie mit Holzlatten hoch genug „aufgedoppelt“ werden. Es besteht auch die Möglichkeit, durch eine zweite Dämmschicht, die unter den Sparren angebracht wird, die erforderliche Dämmstoffdicke herzustellen.

Polystyrol-Hartschaumplatten sind zur Wärmedämmung eines Daches nicht so gut geeignet. Sie sind einerseits zu starr, um sich den Bewegungen der hölzernen Dach-Konstruktion anpassen zu können. Andererseits hat dieses Dämm-Material ein sehr großes Ausdehnungs- und Schwundverhalten, d. h., es dehnt sich bei Wärme stark aus und zieht sich bei Kälte in gleicher Weise zusammen. Es könnte daher im Anschlussbereich zur Bildung von offenen Fugen kommen, wodurch die Dämmwirkung der gesamten Wärmedämmung herabgesetzt würde. Weiterhin ist zu bedenken, dass Polystyrol - im Gegensatz zur „unbrennbar“ eingestuften Mineralwolle - lediglich der Brandschutzklasse B1 = „schwer entflammbar“ angehört.

Auf der Raumseite muss die Wärmedämmung mit einer diffusionsoffenen Dampfbremse („Klima-Membran“) luftdicht abgeschlossen werden. Diese auch „Klima-Membran“ genannte Spezialfolie sperrt Wasser in flüssiger Form zuverlässig ab. Sie kann jedoch ihren Diffusionswiderstand („Atmung“) ändern, so dass je nach Temperatur mehr oder weniger Wasserdampf durchgelassen wird.

Das heißt, im kalten Winter soll die Folie vor allem als Sperre wirken und keinen Wasserdampf durchlassen. Im Sommer nimmt der Diffusionswiderstand der Folie ab. So kann eventuell eingedrungene Feuchtigkeit während des Sommers als Wasserdampf aus der Dach-Konstruktion entweichen.

Obwohl die Dampfbremse Wasserdampf durchlassen kann, muss sie, um ihren Zweck zu erfüllen, absolut luftdicht eingebaut werden. Beim Anbringen der „Klima-Membran“ sollten Sie daher auf folgende Einzelheiten achten:

Die Nähte und die Anschlüsse an Wänden, Kaminen, durchgeführten Rohren und Leitungen, an Dachflächenfenstern usw. müssen sorgfältig luftdicht mit einem Spezial-Klebeband oder mit Butyl-Kautschuk verschlossen werden. Einfaches doppelseitiges Klebeband, Teppich-Klebeband o. Ä. ist dafür ungeeignet, weil es nicht alterungsbeständig ist. Dabei ist zu beachten, dass selbstklebende Bänder auf rauem Holz und Putzoberflächen nur kurze Zeit haften. Für diese Anschlüsse gibt es spezielle Kartuschenkleber. Diese Anschlüsse können aber auch mechanisch mit einem Kompriband und einer zusätzlichen Anpressleiste dauerhaft hergestellt werden. Alle Klebestellen müssen absolut staubfrei sein. Rohre und Kabeldurchführungen sind mit Gummimanschetten am sichersten abzudichten.

Da sich die hölzernen Sparren der Dachkonstruktion je nach Temperatur ausdehnen, schwinden oder verdrehen, sollte man die Dampfbremse niemals stramm über die Sparren spannen, sondern in einer kleinen Schlaufe durchhängen lassen. Auf diese Weise kann das Material die Bewegungen der Sparren auffangen, ohne dass die abgeklebten Nähte, Anschlüsse und die Befestigungspunkte ausreißen.

Zum Schluss kann die gesamte Konstruktion mit Gipskartonplatten oder Profilholz verschlossen werden. Auf diese Weise erhalten Sie eine ökologische Wärmedämmung.

Was sollte man über eine nachträgliche Dachbeschichtung wissen?

Alle zementhaltigen Baustoffe, wie Putze, Beton und auch Beton-Dachpfannen besitzen eine natürliche Alkalität. Der durch die starke Umweltverschmutzung saure Regen neutralisiert diese Alkalität. Die Betonmatrix der Baustoffe verliert an Festikeit. Es tritt eine Vermorschung und Verwitterung ein. Dieser Vorgang ist oft bei älteren Beton-Dachsteinen zu beobachten, die noch keine zusätzliche Beschichtung aufweisen. Ihre Oberfläche wird rauh, und in den entstandenen Vertiefungen setzen sich zuerst Algen, Flechten und später Moos fest. Die Moospolster saugen sich mit Regenwasser voll. Es kann an diesen Stellen zu einer Durchfeuchtung des Dachsteins kommen, verbunden mit möglichen Forstschäden.

Ob es generell sinnvoll ist, ein Dach zu beschichten, lässt sich aus der Ferne ohne genaue Ortskenntnis nicht beantworten. In der Regel kann man allerdings davon ausgehen, dass der Zeitpunkt einer Grundsanierung oder Neu-Eindeckung des Daches dadurch um bis zu 10 Jahre hinausgeschoben werden kann, vorausgesetzt, die Substanz der Beton-Dachsteine ist noch nicht allzu sehr geschädigt.

Durch eine spezielle Beschichtung können die oben beschriebenen Vorgänge der Verwitterung aufgehalten werden. Namhafte Farbenhersteller liefern entsprechende Werkstoffe dafür. Alle diese Dach-Beschichtungen sind wasserverdünnbar, also umweltfreundlich. Eine Verwendung von Schutzmasken ist in der Regel nicht erforderlich. Man kann daher davon ausgehen, dass es sich um eine bewährte und erprobte Technik handelt – vorausgesetzt, die nachstehend aufgeführten Werkstoffe werden fachgerecht und sorgfältig verarbeitet.

  • Disboroof-Dachfarbe Hersteller: Caparol

  • Consolan-Dachfarbe Hersteller: ICI Desowag

  • Delta-Roofcoat Hersteller: Dörken AG.

Diese Produkte werden in der Regel durch den Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft) vertrieben.

Die Bezeichnung „Nanobeschichtung“ ist ein Fantasiebegriff, eine Marketinglüge..

Um ein Dach dauerhaft zu schützen, sollten zuerst alle Abschlüsse an Kaminen und Schornsteinen, an Dunstrohren, Antennen, Erkern, Dachfenstern, Mauern usw. sorgfältig überprüft und, wenn nötig, ausgebessert werden. Anschließend muss die gesamte Dachfläche mit einem Hochdruck-Reiniger vorsichtig, aber gründlich gesäubert werden. Bevor die eigentliche Beschichtung aufgebracht wird, erfolgt in der Regel ein Voranstrich mit einer Spezialgrundierung. Danach wird die Schluss- beschichtung in mindestens zwei Arbeitsgängen aufgetragen, meistens in einem „airless“ (=luftlosen) Spritzverfahren. Dieses Verfahren erzeugt keinen Farbnebel und ermöglicht das Aufbringen größerer Farbmengen, so dass eine ausreichende Schichtdicke erreicht wird.

Die Beschichtung von Dächern wird in der Regel von Betrieben durchgeführt, die sich als „Bautenschützer, Isolierbetriebe“ usw. bezeichnen. Das Dachdecker-Handwerk hat oftmals keine Beziehung zur Farbe und stuft die Ausführung solcher Beschichtungen als „fachfremd“ ein (man möchte natürlich lieber eine neue Dacheindeckung verkaufen). Für einen Hausbesitzer ist es oft schwierig, die Qualität und Seriosität eines Beschichtungsbetriebes zu beurteilen, zumal oftmals Werkstoffe kleinerer oder ausländischer Hersteller verarbeitet werden. Sicherheit geben Ihnen jedoch Betriebe, die einer Gütegemeinschaft angeschlossen sind:

  • Gütegemeinschaft Reinigung und Beschichtung von Dachpfannen und Dacheindeckungen e. V.

Burger Landstraße 23 a, 35745 Herborn, Telefon: 0 800/1 44 55 44

E-mail: info@gueda.de Internet: www.gueda.de

Die angeschlossenen Betriebe haben sich verpflichtet, Dachbeschichtungen nach RAL – GAZ 536 auszuführen.

Bevor Sie einem anderen Betrieb einen Auftrag zur Dachbeschichtung geben, empfehlen wir, sich Referenz-Objekte in der Nähe nennen zu lassen. Diese Objekte sollten Sie vor Auftragserteilung besichtigen und mit dem jeweiligen Hauseigentümer in einen Erfahrungsaustausch treten. Vor sogen. „Fliegenden Kolonnen“, die von Haus zu Haus ziehen möchten wir Sie ausdrücklich warnen. Vorsicht ist auch geboten, wenn größere An- oder Vorauszahlungen verlangt werden oder wenn Bezahlung ohne Rechnung/Quittung und ohne Mehrwert-Steuer angeboten wird.

Was kann man tun wenn sich die Unterspannbahn des Daches zersetzt und somit das Dämm-Material nicht vor Witterung etc. geschützt ist?

Bei vielen älteren Dächern hat sich die Unterspannbahn (Aufsparrenfolie) zersetzt und kann das einzubringende Dämm-Material nicht ausreichend vor eindringender Feuchtigkeit und Flugschnee schützen. Wenn solche Dächer von innen gedämmt werden sollen, kann das Dämm-Material anstelle der Unterspannbahn durch eine Lage Holzweichfaser-Dämmplatten (20 mm dick), die gegen Feuchtigkeit imprägniert sind, geschützt werden. Der Einbau muss daher vor dem Einbringen des Dämm-Materials erfolgen.

  1. Direkt unter die Ziegel, an die Dachlatten anstoßend, müssen links und rechts an die Sparren (Dachbalken), in Längsrichtung von oben nach unten, Dachlatten genagelt werden.

  2. Diese Latten dienen zur Befestigung einer Lage imprägnierter Holzweichfaser-Dämmplatten. Durch deren Einbau wird erreicht, dass die Wärmedämmung ausreichend geschützt wird. Gleichzeitig wird damit zwischen den Ziegeln und der Holzweichfaser-Dämmplatte ein Luftzwischenraum geschaffen, in welchem eingedrungene Feuchtigkeit abtrocknen kann.

An wen wendet man sich für die Planung einer Sanierung des Daches?

Wir möchten Ihnen empfehlen, einen Architekten mit der Betreuung Ihrer Dachsanierung zu beauftragen. Der Architekt kann dabei folgende Aufgaben übernehmen:

  • Prüfung der Statik und des Zustandes des Dachstuhls,

  • Berechnung der Wärmedämmung,

  • Anfertigung einer Ausschreibung um den günstigsten Anbieter zu finden,

  • Koordinierung der einzelnen Gewerke wie: Zimmermann, Dachdecker, Klempner/Spengler,

  • Überwachung der Bauarbeiten,

  • Auskunft über Fördergelder.

Anschriften von Architekten in Ihrer Nähe können Sie von der für Ihr Bundesland zuständigen Architekten-Kammer erhalten. Es wird freilich nicht einfach sein, aus einer übermittelten Adressenliste den Architekten zu finden, der Ihre Vorstellungen umsetzen kann und zuverlässig arbeitet. Sicherlich werden Sie vorab einige klärende Telefongespräche führen müssen und bei anschließenden persönlichen Treffen einige Büros in die engere Wahl nehmen. Bei Sondierungsgesprächen sollten Sie erkunden, ob der betreffende Architekt bereits vergleichbare Objekte betreut hat. Es wäre sehr gut, wenn er Ihnen Referenzobjekte nachweisen könnte.

In ein Gespräch mit einem Architekten sollten Sie nicht unvorbereitet gehen. Alles, was Sie selbst an Plänen und Zeichnungen, sollte im Gespräch vorliegen. Wenn Sie in dieser Weise gut vorbereitet das Gespräch mit einem Architekten suchen, können Sie Ihre Wünsche und Vorstellungen so effektiv übermitteln, dass er eine Basis für einen unverbindlichen Vorentwurf hat. So lässt sich feststellen, ob der Planer Ihre Vorstellungen umsetzen kann. Ihre Ideen und Vorstellungen sollten Sie offen mit dem Architekten diskutieren und anschließend genau festschreiben. Ein guter Planer nimmt die Wünsche nicht nur einfach hin, er zeigt Alternativen auf und eröffnet dem Bauherrn neue Perspektiven. Viele Architekten nehmen einen Fragebogen zur Hilfe.

Ein solcher Vorentwurf ist allerdings mit Kosten verbunden. Das ist zu bedenken, um vor späteren Überraschungen gefeit zu sein. Die Überraschung liegt in einem stillschweigend zustande gekommenen Architektenvertrag. Diesen müssen Sie immer in Betracht ziehen, wenn Sie auf der Suche nach ersten Informationen einen Architekten bitten, sich Ihr Haus anzusehen und Sie zunächst zu Möglichkeiten der Sanierung zu beraten oder Ihnen eine grobe Einschätzung der Kosten Ihres Vorhabens zu geben. Sie verbinden mit einer solchen Bitte zumeist die Vorstellung, dass dies noch nichts kostet, zumal Sie die Gelegenheit nutzen möchten, um sich einen ersten Eindruck von dem Architekten zu verschaffen. Über ein Honorar wird dabei meist gar nicht gesprochen. - Tatsächlich sind viele Architekten auch bereit, in gewissem Umfang kostenlose Leistungen zu erbringen, um für sich zu werben und sich für den zu erteilenden Auftrag zu empfehlen. Man bezeichnet das als kostenlose Akquisition, - im Gegensatz zur kostenpflichtigen Tätigkeit aufgrund eines geschlossenen Vertrages. Aber die Grenze ist fließend. Sie ist vor allem umkämpft, wenn Sie sich nach den ersten in Anspruch genommenen Diensten gegen den Architekten entscheiden und dann von ihm eine Rechnung erhalten.

Das A + O für eine wirkungsvolle und zufriedenstellende Zusammenarbeit mit einem Architekten ist die gründliche Vorbereitung Ihrerseits. Es lassen sich nur dann Zeit und Kosten sparen und Ärger vermeiden, wenn Sie Ihre Vorstellungen über Gestaltung und Kosten so genau wie möglich vermitteln können.

Ist es sinnvoll, sein Dach beschichten zu lassen?

Alle zementhaltigen Baustoffe, wie Putze, Beton und auch Beton-Dachpfannen besitzen eine natürliche Alkalität. Der durch die starke Umweltverschmutzung saure Regen neutralisiert diese Alkalität. Die Betonmatrix der Baustoffe verliert an Festigkeit. Es tritt eine Vermorschung und Verwitterung ein. Dieser Vorgang ist oft bei älteren Beton-Dachsteinen zu beobachten, die noch keine zusätzliche Beschichtung aufweisen. Ihre Oberfläche wird rauh, und in den entstandenen Vertiefungen setzen sich zuerst Algen, Flechten und später Moos fest. Die Moospolster saugen sich mit Regenwasser voll. Es kann an diesen Stellen zu einer Durchfeuchtung des Dachsteins kommen, verbunden mit möglichen Forstschäden.

Ob es generell sinnvoll ist, ein Dach zu beschichten, lässt sich aus der Ferne ohne genaue Ortskenntnis nicht beantworten. In der Regel kann man allerdings davon ausgehen, dass der Zeitpunkt einer Grundsanierung oder Neu-Eindeckung des Daches dadurch um bis zu 10 Jahre hinausgeschoben werden kann, vorausgesetzt, die Substanz der Beton-Dachsteine ist noch nicht allzu sehr geschädigt.

Durch eine spezielle Beschichtung können die oben beschriebenen Vorgänge der Verwitterung aufgehalten werden. Namhafte Farbenhersteller liefern entsprechende Werkstoffe dafür. Man kann daher davon ausgehen, dass es sich um eine bewährte und erprobte Technik handelt – vorausgesetzt, die Werkstoffe werden fachgerecht und sorgfältig verarbeitet.

Um ein Dach dauerhaft zu schützen, sollten zuerst alle Abschlüsse an Kaminen und Schornsteinen, an Dunstrohren, Antennen, Erkern, Dachfenstern, Mauern usw. sorgfältig überprüft und, wenn nötig, ausgebessert werden. Anschließend muss die gesamte Dachfläche mit einem Hochdruck-Reiniger vorsichtig, aber gründlich gesäubert werden. Bevor die eigentliche Beschichtung aufgebracht wird, erfolgt in der Regel ein Voranstrich mit einer Spezialgrundierung. Danach wird die eigentliche Beschichtung in oftmals zwei Arbeitsgängen aufgetragen, meistens in einem „airless“ (=luftlosen) Spritzverfahren. Dieses Verfahren erzeugt keinen Farbnebel und ermöglicht das Aufbringen größerer Farbmengen, so dass eine ausreichende Schichtdicke erreicht wird.

Die Beschichtung von Dächern wird in der Regel von Betrieben durchgeführt, die sich als „Bautenschützer, Isolierbetriebe“ usw. bezeichnen. Das Dachdecker-Handwerk hat oftmals keine Beziehung zur Farbe und stuft die Ausführung solcher Beschichtungen als „fachfremd“ ein (man möchte natürlich lieber eine neue Dacheindeckung verkaufen).

Für einen Hausbesitzer ist es oft schwierig, die Qualität und Seriosität eines Beschichtungsbetriebes zu beurteilen, zumal oftmals Werkstoffe kleinerer oder ausländischer Hersteller verarbeitet werden. Daher empfehlen wir vor Erteilung eines Auftrages, sich Referenz-Objekte in der Nähe nennen zu lassen. Diese Objekte sollten Sie vor Auftragserteilung besichtigen und mit dem jeweiligen Hauseigentümer in einen Erfahrungsaustausch treten.

Es fällt auf, dass im Ihnen vorliegenden Angebot für die eigentliche Beschichtung keine qm-Preise genannt werden, so dass die Vergleichbarkeit mit anderen Angeboten schwer ist. Die Gewährleistung nach BGB bedeutet, dass die Verjährungsfrist lt. § 634a nF 5 Jahre beträgt. Die Verjährungsfrist nach VOB beträgt dagegen nur 2 Jahre.

Wie schützt man die Wärmedämmung des Daches vor äußeren Einflüssen?

Die Wärmedämmung Ihres Daches oder des Dachbodens muss davor geschützt werden, dass Regenwasser oder Flugschnee durch Sturm oder Unwetter unter die Dachziegel getrieben werden und gegebenenfalls der Fußboden des Kriechbodens nass wird. Wenn dann das darunterliegende Dämm-Material feucht wird, verliert es schlagartig seine Dämmwirkung. Außerdem ist Feuchtigkeit, die nur schwer abtrocknen kann, eine Gefahr für alle verbauten Hölzer.

Diesen Schutz vor von außen eindringender Feuchtigkeit wird in der Regel durch eine „Unterspannbahn“ - eine Spezialfolie - erreicht, die vor dem Annageln der Dachlatten über die Sparren gespannt wird. Diese Folie muss diffusionsoffen sein, sie muss die Fähigkeit haben, evt. eingedrungene Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf durchzulassen (diffundieren zulassen). Die Feuchtigkeit sammelt sich dann auf der Oberfläche der Unterspannbahn und kann nicht mehr zurück in die Dach-Konstruktion. Sie schlägt sich auf der Unterseite der Dacheindeckung als Kondenswasser nieder und wird vom Luftstrom, der zwischen Unterspannbahn und Eindeckung herrscht, abgetrocknet.

Die Unterspannbahn muss alterungs- und UV-beständig sein. Zusätzlich ist es erforderlich, mit ihr eine ausreichende Winddichtigkeit herzustellen, um ein Auskühlen des Dämm-Materials durch einen ständigen äußeren kalten Luftstrom zu verhindern.

Aus diesem Grund müssen alle Nähte und Anschlüsse der Unterspannbahn an Schornsteinen, Rohren und Wänden „winddicht“ mit Spezial-Klebeband oder Kartuschen-Kleber (Butyl-Kautschuk) verklebt werden. Aufgrund Ihrer Schilderung gehen wir davon aus, dass das bei Ihnen nicht der Fall ist. Die einzige Möglichkeit, eine gewisse Winddichtigkeit zu erreichen, wird sein zu versuchen, die Nähte und Anschlüsse der Folie nachträglich zu verkleben. Das kann zusätzlich zu dem oben aufgeführten Klebeband oder Kartuschenkleber auch Montageschaum sein, mit dem man Distanzleisten usw. verkleben kann.

Was lässt sich gegen "Hausbock"-Insekten tun, die Fluglöcher am Dach hinterlassen?

"Hausbock"-Insekten (nicht Holzwürmer) sind nur durch chemische Holzschutzmittel zu bekämpfen.

Der Einsatz von geeigneten Holzschutzmitteln (Holzwurmtod), war lange Zeit in Verruf geraten, weil in ihnen giftige Wirkstoffe enthalten waren, die auch für Mensch und Tier (Wirbeltiere) schädlich waren. Nach dem Verbot dieser Wirkstoffe wurden neue entwickelt, die nur für Insekten schädlich sind. Sie greifen in den Häutungsvorgang der Insekten ein und verhindern damit deren Verpuppung, bevor sich ein vermehrungsfähiger Käfer entwickeln kann. Da bei sachgemäßem Einbringen des Holzschutzmittels sich dieses im Holz anreichert, wirkt es auch vorbeugend gegen einen Neubefall. Dazu ist es erforderlich, das Holzschutzmittel mit einer Injektionsspritze tief die Ausfluglöcher einzubringen. Die Oberfläche wird nicht fleckig. Die Löcher werden nach der Behandlung mit Holzstiften verschlossen. Ein Anstreichen der Holzoberfläche mit dem Holzschutzmittel hat keine Wirkung.

Wie entstehen Bläue- oder Schimmelpilze auf Holz im Bereich des Daches und was kann man gegen sie tun?

Vor allem Nadelholz, das im Außenbereich verarbeitet wird, sollte immer zuerst mit einem farblosen Bläueschutzgrund gestrichen werden, der die Ausbreitung von Bläuepilzen im Holz verhindert. Diese Bläuepilze sind an sich völlig harmlos und zerstören das Holz nicht. Sie bilden jedoch unter Einwirkung von Feuchtigkeit im Laufe der Zeit hässliche schwarzblaue Verfärbungen, die sich über die ganze Länge eines Nadelholzteils hinziehen können. Sie sind also zunächst nur ein optisches Problem.

Bläuepilze befallen nicht nur einheimische Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer, Tanne und Lärche, sondern auch importierte Hölzer wie Douglasie/Oregon Pine, Southern Pine, Pitch Pine, Western Hemlock, Redwood, Western Red Cedar und Yellow Cedar. Besonders anfällig ist Kiefern-(Splint)holz. Die Schnittstellen der Bäume werden bereits im Walde mit Bläuepilzen infiziert. Beim Verarbeiten im Sägewerk werden die Sporen durch Säge- und Hobelmesser über jedes einzelne Stück Holz verteilt und breiten sich über dessen gesamte Länge aus.

Besonders wenn anschließend das Holz im Außenbereich verbaut worden ist, dehnt sich unter Feuchtigkeitseinwirkung der Pilzbefall weiter aus. Auch bei lackierten oder lasierten Hölzern tritt eine schädigende Wirkung des Bläuepilzes auf, wenn erneut Feuchtigkeit, z. B. durch kleine Fehlstellen, aufgenommen wird. Dann durchbrechen Myzel und Fruchtkörper den Anstrich. Solche Fehlstellen sind in Ihrem Fall z. B. die Holzfasern, die bei sägerauem Holz die Bildung einer glatten Oberfläche verhindern. Jede hochstehende Holzfaser durchbricht den Anstrichfilm. Dadurch entstehen neue Eintrittsöffnungen für mehr Feuchtigkeit, so dass sich unterhalb des Anstrichfilms im Holz Blaufäule bilden kann, die sich schnell ausbreitet und das Holz intensiv färbt. Das ist auch eine Erklärung für die punktförmig Ausbreitung der Verfärbung.

Diese unschöne Entwicklung kann durch die rechtzeitige, gründliche, allseitige und ausreichende (mindestens 120 ml/m²) Grundierung vor der Montage mit einem Bläueschutzgrund verhindert werden. Das ist ganz besonders wichtig, wenn wasserverdünnbare Farben und Lasuren verwendet werden sollen, da andernfalls das Wasser aus diesen Farben das weitere Wachstum des Bläuepilzes fördern würde. Nachträglich ist eine Verbesserung der Situation nicht mehr möglich.

Anstrichfarben auf Basis pflanzlicher Öle (z. B. Leinöl/Standöl), sogen. „Biofarben“, sind ungeeignet für Holzteile, welche der Witterung ausgesetzt sind. Untersuchungen, die bereits seit über 40 Jahren bekannt sind, haben ergeben, dass getrocknete Anstrichfilme von Farben auf Basis pflanzlicher Öle einen idealen Nährboden für holzzerstörende Bakterien bilden. Diese Erkenntnis ist leider in der allgemeinen „Bio-Euphorie“ untergegangen.

Das bedeutet, dass die oben beschriebene Bläuefärbung durch diesen Effekt möglicherweise noch zusätzlich verschlechtert wurde.

Eine Verbesserung der Situation ist – wie gesagt – kaum möglich. Selbst wenn Sie das Holz mit einer deckenden Farbe streichen, kann der Bläuepilz – immer dort wo Feuchtigkeit eindringt – weiter wachsen. Wir möchten Ihnen empfehlen, bei dem gleichen Lasurtyp zu bleiben und einen dunkleren Farbton wählen, bei dem die Verfärbung nicht so stark auffällt.

Wie baut man ein neues Dach für einen Wintergarten?

Für den Aufbau eines neuen Daches möchten wir Ihnen folgende Hinweise geben.

  • Nachdem gegebenenfalls das vorherige Material entfernt wurde, müssen auch sämtliche Profile und Schrauben beseitigt werden, so dass eine glatte Balkenoberfläche entsteht.

  • Darauf werden imprägnierte Spanplatten oder OSB-Platten verschraubt.

  • Als Dachhaut werden danach zwei Lagen Dachfolie darauf verlegt.

  • Um die Wärmedämmung von 16 cm Dicke unterzubringen müssen die Balken auf der Unterseite um 4 cm „aufgedoppelt“ werden.

  • Danach können Mineralwolle-Matten, 16 cm dick, fest zwischen die Balken geklemmt werden. Es dürfen keine Zwischenräume, Lücken usw. frei bleiben. Wenn diese nicht mit loser Mineralwolle ausgestopft werden können, müssen sie mit Montageschaum ausgefüllt werden.

  • Anschließend erfolgt auf der Innenseite das Anbringen einer Dampfsperre (Spezialfolie). BBei der Montage sollten Sie auf folgende Einzelheiten achten:

Die Nähte und die Anschlüsse an Wänden, Kaminen, durchgeführten Rohren und Leitungen, an Dachflächenfenstern usw. müssen sorgfältig luftdicht mit einem Spezial-Klebeband oder mit Butyl-Kautschuk verschlossen werden. Einfaches doppelseitiges Klebeband, Teppich-Klebeband o. Ä. ist dafür ungeeignet, weil es nicht alterungsbeständig ist. Dabei ist zu beachten, dass selbstklebende Bänder auf rauem Holz und Putzoberflächen nur kurze Zeit haften. Für diese Anschlüsse gibt es spezielle Kartuschenkleber, sie können aber auch mechanisch mit einem Kompriband und einer zusätzlichen Anpressleiste dauerhaft hergestellt werden. Alle Klebestellen müssen absolut staubfrei sein. Rohre und Kabeldurchführungen sind mit Gummimanschetten am sichersten abzudichten. Die Befestigung unter den Balken kann durch Nageln oder Klemmern erfolgen aber es muss immer eine dünne Leiste darunter gelegt werden.

  • Zum Schluss kann die Raumseite mit Gipskartonplatten oder Profilholz verschlossen werden.

Platten aus expandiertem Polystyrol EPS (Styropor) sind zur Wärmedämmung eines Daches nicht so gut geeignet. Sie sind einerseits zu starr, um sich den Bewegungen der hölzernen Dach-Konstruktion anpassen zu können. Andererseits hat dieses Dämm-Material ein sehr großes Ausdehnungs- und Schwundverhalten, d. h., es dehnt sich bei Wärme stark aus und zieht sich bei Kälte in gleicher Weise zusammen. Es könnte daher im Anschlussbereich zur Bildung von offenen Fugen kommen, wodurch die Dämmwirkung der gesamten Wärmedämmung herabgesetzt würde. Aus diesem Grund schreibt die Euro-Norm vor dass bei der Berechnung der Dämmstoffdicke ein Zuschlag 10% berücksichtigt werden muss. Sie müsste dann in Ihrem Fall 18 cm betragen.

Erlauben Sie uns zum Schluss noch folgenden Hinweis:

Dämmstoffe, die gut gegen Wärmeverluste im Winter schützen, halten nicht in gleicher Weise die sommerliche Hitze ab, die durch die Sonneneinstrahlung aufs Dach entsteht. Das liegt daran, dass die gebräuchlichsten Dämmstoffe wie

  • Polystyrol, Styrodur,

  • Mineralwolle

zu leicht sind. Durch die in den Poren dieser Dämm-Materialien eingeschlossene Luft erfolgt zwar eine gute Dämpfung der Temperatur, für den sommerlichen Wärmeschutz ist jedoch zusätzlich eine gute Wärmespeicherfähigkeit erforderlich. Diese bewirkt eine zeitliche Verschiebung des Wärmedurchgangs ins Gebäudeinnere von bis zu 10 Stunden. Auf diese Weise können die hohen Mittagstemperaturen erst in den kühlen Abendstunden stark abgeschwächt in die Innenräume vordringen. Dieser Effekt wird durch „schwere“ Dämmstoffe wie

  • Holzweichfaser-Dämmplatten,

  • Presskork-Platten

wirksam erreicht.

Um eine optimale Abschirmung sowohl gegen winterliche Kälte als auch gegen sommerliche Wärme zu erreichen, ist es erforderlich, zwischen den Balken statt Mineralwolle die Holzweichfaser-Dämmplatten in einer Gesamtstärke von 16 cm einzubauen. Das kann am einfachsten dadurch geschehen, dass mehrere Lagen übereinander montiert werden. Alle Teile müssen lückenlos und pressgestoßen eingebaut werden. Nicht zu vermeidende Fugen und Ritzen müssen mit Montageschaum ausgefüllt werden (siehe oben)…

Wie bildet sich Moos auf dem Dach und was lässt sich dagegen tun?

Die Grünbildung auf Dächern, Fassaden, Mauerabdeckungen usw. ist je nach Standpunkt für den einen ein sichtbarer Ausdruck dafür, dass die Natur die von Menschen geschaffenen Lebensräume in die Umwelt einbezieht. Für andere ist dies eher eine Störung des persönlichen Sauberkeitsempfindens. Problematisch wird es, wenn zu dieser Auffassung noch Unsicherheiten kommen, ob die Grünbildung Bauteile schädigt oder einen Einfluss auf deren Lebensdauer bzw. Haltbarkeit hat.

Algen und Pilze zählen - wie Bakterien, Hefen, Moose und Flechten - zu den sogen. Mikro-organismen, das sind Kleinlebewesen. Als natürlicher Bestandteil unserer Umwelt sind sie überall dort anzutreffen, wo sie die für Wachstum und Vermehrung notwendigen die notwendigen Lebensbedingungen vorfinden. Algen wachsen auf allen möglichen Oberflächen, z. B. auf Verkehrsschildern, Leitplanken, Kunststoff-, Holz- Metall- und Glasoberflächen, aber eben auch auf Dach- und Fassadenflächen von Gebäuden. Sie sind gewissermaßen Lebenskünstler, da sie für Ihr Gedeihen nur Sonnenlicht und Wasser benötigen.

Ganz davon abgesehen, dass nach neusten Forschungen Algen durch den Wind über weite Entfernungen zuerst von Baum zu Baum und von dort weiter auf Hausdächer und -Fassaden getragen werden können, wird der Algen- und Pizbefall begünstigt, wenn sich in der näheren Umgebung Gewässer, Feuchtbiotope, landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Bäume und Sträucher befinden. Selbst häufiges Rasenmähen in Hausnähe kann bei geringen Gebäudehöhen zu organischen Ablagerungen auf dem Dach führen. Im ländlichen Raum mit verhältnismäßig sauberer Luft ist die Befallsquote höher als in städtischen Bereichen mit schadstoffreicher Industrieluft. Im ländlichen Raum können Düngemitteleintrag und durch Bodenerosion aufgewirbelte Bodenbestandteile eine Rolle spielen, ganz besonders wenn diese noch zusätzlich mit organischen Bestandteilen behaftet sind.

Die Grünbildung wird zusätzlich durch konstruktive Eigenarten des Gebäudes beeinflusst. Die Erfahrung zeigt: Je steiler ein Dach und je höher ein Gebäude ist, umso geringer ist die Ansiedlung von Algen. Schleppgauben und flach geneigte Dachflächen weisen allgemein eher Bewuchs auf als steilere Dachflächen. Das gilt ganz besonders für Flachdächer, die ein ausreichendes Gefälle haben sollten.

Wenn der Wasserablauf durch Mörtelreste, abgesprengte Ziegelteile und unsachgemäß ausgeführte Metall-Aufkantungen behindert wird, kommt es an diesen Stellen zuerst zur Bildung von Algen und Moosen. Die Luft aus Dunstrohren und Wrasenabzügen kann organische Bestandteile mit sich führen, so dass sich regelrechte Algenkränze um das Rohr auf der Dachfläche bilden können.

Auch die Lage des Daches kann eine Ursache für Algenbildung sein: Reine Nordlagen der Dachflächen, Verschattung durch Dachversetzung und Gauben sowie die Hanglage des Gebäudes.

Auf Dächern bilden sich zuerst Algen und Flechten. Dadurch wird an den befallenen Stellen das Ablaufen von Regenwasser behindert. Schmutzpartikel und abgestorbene Blätter setzen sich fest, und es kommt im Laufe der Zeit zur Bildung von Moos. Diese Entwicklung wird noch beschleunigt, wenn der Untergrund rau ist. Dazu kommt noch, dass auch Dachgeschosse heute in der Regel eine gute Wärmedämmung haben. Diese verhindert, dass Wärme aus dem Innern des Hauses dazu beitragen kann, die Regenfeuchtigkeit schneller abtrocknen zu lassen.

Wir vermuten, dass im Gegensatz zu Ihren Nachbarn, Ihr Dachgeschoss besser wärme-gedämmt ist.

Eine Schädigung der Dacheindeckung durch Algen, Flechten und Moosbelag ist bei gebrannten Dachziegeln und modernen beschichteten Beton-Dachsteinen nicht möglich. Anders sieht das jedoch bei älteren, unbeschichteten Beton-Dachsteinen aus. Bei diesen Werkstoffen kann eine Vorschädigung durch „sauren Regen“ vorliegen. Dieser neutralisiert die natürliche Alkalität aller zementhaltigen Baustoffe. Die Betonmatrix wird „karbonisiert“ (d. h., es erfolgt eine Umwandlung von Calciumhydroxd zu Calciumcarbonat, - der Aushärtungs-Prozess wird chemisch rückgängig gemacht). Dadurch tritt eine Vermorschung und Verwitterung ein. Die Oberfläche der Dachsteine wird rau, und in den entstandenen Vertiefungen setzen sich Algen, Flechten und später Moose fest. Wenn sich diese Moospolster mit Regen-Feuchtigkeit vollsaugen, kann es an diesen Stellen zu einer Durchfeuchtung des Dachsteins kommen, verbunden mit möglichen Frostschäden.

Durch eine spezielle Beschichtung können die oben beschriebenen Vorgänge der Verwitterung aufgehalten werden. Namhafte Farbenhersteller liefern entsprechende Werkstoffe dafür. Man kann daher davon ausgehen, dass es sich um eine bewährte und erprobte Technik handelt – vorausgesetzt, die Werkstoffe werden fachgerecht und sorgfältig verarbeitet.

Ob es generell sinnvoll ist, ein Dach zu beschichten, lässt sich aus der Ferne ohne genaue Ortskenntnis nicht beantworten. In der Regel kann man allerdings davon ausgehen, dass der Zeitpunkt einer Grundsanierung oder Neu-Eindeckung des Daches bis zu 10 Jahre hinausge-schoben werden kann, vorausgesetzt die Substanz der Beton-Dachsteine ist noch nicht allzu sehr geschädigt.

Entfernen lassen sich Algen, Flechten und Moose nur mechanisch durch Abkratzen oder durch vorsichtigen Gebrauch eines Hochdruck-Reinigers. Das sollte allerdings nur in Extremfällen geschehen, denn jede Begehung des Daches durch Laien kann zu Schäden und Unfällen führen. Veralgte Flächen kann man mit einem Algenentferner reinigen. Es gibt umweltfreundliche und biologisch abbaubare Produkte.

Zur Vermeidung von Algenbildung auf Dächern werden seit einigen Jahren Kupferelemente in unterschiedlichster Form angeboten, die auf der Dachoberfläche angebracht werden. Das können einfache Blechstreifen sein, aber auch gelochte Blechelemente oder Gitterfolien in Form von Dachziegeln oder Firststeinen, die direkt auf dem First oder an anderen Stellen auf dem Dach befestigt werden.

Die Reinigungswirkung beruht darauf, dass das Regenwasser zusammen mit Bestandteilen der Luft eine chemische Reaktion mit dem Kupfer eingeht. Es bilden sich Kupfersalze, die, im Wasser gelöst, den Grünbewuchs des Daches abtöten. Allerdings ist die Wirkung der Kupferelemente in der Regel begrenzt. Die giftigen Kupfersalze werden durch das Regenwasser so stark verdünnt, dass die Wirkung nur über etwa 10 Dachpfannen-Reihen anhält. Trotzdem sollte das Regenwasser von diesem Dach nicht als Gießwasser im Garten verwendet werden.

Bei der Montage ist zu beachten, dass es zwischen den Kupferelementen und Bauteilen aus fremden Metallen (wie Stahl, Zink und Aluminium) zu Wechselwirkungen kommen kann. Die Kupfersalze können elektrochemische Reaktionen auslösen, die z. B. bei Zinkdachrinnen zu Lochfraß führen können.

Die Montage von Kupferelementen auf ausreichend geneigten Betondachstein-Dächern hat keinen Einfluss auf die Haltbarkeit der Dachsteine, auch nicht auf die langjährige Garantie, die manche Hersteller geben.

Was lässt sich gegen Moosbildung auf Ziegeln tun?

Die Grünbildung – Algen, Flechten, Moose - auf Dächern, Fassaden, Mauerabdeckungen usw. ist je nach Standpunkt für den einen ein sichtbarer Ausdruck dafür, dass die Natur die von Menschen geschaffenen Lebensräume in die Umwelt einbezieht. Für andere ist dies eher eine Störung des persönlichen Sauberkeitsempfindens. Problematisch wird es, wenn zu dieser Auffassung noch Unsicherheiten kommen, ob die Grünbildung Bauteile schädigt oder einen Einfluss auf deren Lebensdauer bzw. Haltbarkeit hat.

Voraussetzung für die Moosbildung ist die Bildung eines „Biofilmes“ durch die Ansiedlung von Algen und Pilzen. Diese zählen - wie Bakterien, Hefen, Moose und Flechten - zu den sogen. Mikroorganismen, das sind Kleinlebewesen. Als natürlicher Bestandteil unserer Umwelt sind sie überall dort anzutreffen, wo sie die für Wachstum und Vermehrung notwendigen die notwendigen Lebensbedingungen vorfinden. Algen wachsen auf allen möglichen – glatten und rauen - Oberflächen, z. B. auf Verkehrsschildern, Leitplanken, Kunststoff-, Holz- Metall- und Glasoberflächen, aber eben auch auf Dach- und Fassadenflächen von Gebäuden. Sie sind gewissermaßen Lebenskünstler, da sie für Ihr Gedeihen nur Sonnenlicht und Wasser benötigen.

Ganz davon abgesehen, dass nach neusten Forschungen Algen durch den Wind über weite Entfernungen zuerst von Baum zu Baum und von dort weiter auf Hausdächer und -Fassaden getragen werden können, wird der Algen- und Pizbefall begünstigt, wenn sich in der näheren Umgebung Gewässer, Feuchtbiotope, landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Bäume und Sträucher befinden. Selbst häufiges Rasenmähen in Hausnähe kann bei geringen Gebäudehöhen zu organischen Ablagerungen auf dem Dach führen. Im ländlichen Raum mit verhältnismäßig sauberer Luft ist die Befallsquote höher als in städtischen Bereichen mit schadstoffreicher Industrieluft. Im ländlichen Raum können Düngemitteleintrag und durch Bodenerosion aufgewirbelte Bodenbestandteile eine Rolle spielen, ganz besonders wenn diese noch zusätzlich mit organischen Bestandteilen behaftet sind.

Die Grünbildung generell wird zusätzlich durch konstruktive Eigenarten des Gebäudes beeinflusst. Die Erfahrung zeigt: Je steiler ein Dach und je höher ein Gebäude ist, umso geringer ist die Ansiedlung von Algen. Schleppgauben und flach geneigte Dachflächen weisen allgemein eher Bewuchs auf als steilere Dachflächen. Das gilt ganz besonders für Flachdächer, die ein ausreichendes Gefälle haben sollten.

Wenn der Wasserablauf durch Mörtelreste, abgesprengte Ziegelteile und unsachgemäß ausgeführte Metall-Aufkantungen behindert wird, kommt es an diesen Stellen zuerst zur Bildung von Algen und Moosen. Die Luft aus Dunstrohren und Wrasenabzügen kann organische Bestandteile mit sich führen, so dass sich regelrechte Algenkränze um das Rohr auf der Dachfläche bilden können.

Auch die Lage des Daches kann eine Ursache für Algenbildung sein: Reine Nordlagen der Dachflächen, Verschattung durch Dachversetzung, Gauben und große Bäume sowie die Hanglage des Gebäudes.

Auf Dächern bilden sich zuerst Algen und Flechten, ein sogen. „Biofilm“. Dadurch wird an den befallenen Stellen das Ablaufen von Regenwasser behindert. Schmutzpartikel und abgestorbene Blätter setzen sich fest, und es kommt im Laufe der Zeit zur Bildung von Moos. Dazu kommt noch, dass auch Dachgeschosse heute in der Regel eine gute Wärmedämmung haben. Diese verhindert, dass Wärme aus dem Innern des Hauses dazu beitragen kann, die Regenfeuchtigkeit schneller abtrocknen zu lassen, die Dacheindeckung bleibt länger feucht.

Eine Schädigung der Dacheindeckung durch Algen, Flechten und Moosbelag ist bei gebrannten Dachziegeln und modernen beschichteten Beton-Dachsteinen nicht möglich.

Entfernen lassen sich Algen, Flechten und Moose nur mechanisch durch Abkratzen oder durch vorsichtigen Gebrauch eines Hochdruck-Reinigers. Das sollte allerdings nur in Extremfällen geschehen, denn jede Begehung des Daches durch Laien kann zu Schäden und Unfällen führen. Veralgte Flächen kann man mit einem Algenentferner reinigen. Es gibt umweltfreundliche und biologisch abbaubare Produkte.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass es keine Dachziegel oder andere Bedachungen gibt, die eine Moosbildung verhindern. Auch bei glasierten Dachziegeln wird es im Laufe der Zeit – möglicherweise etwas später – zur Grünbildung kommen, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen: Feuchtigkeit, ungünstige Lage, geringe Dachneigung und wirksame Wärmedämmung.

Zur Vermeidung von Algenbildung auf Dächern werden seit einigen Jahren Kupferelemente in unterschiedlichster Form angeboten, die auf der Dachoberfläche angebracht werden. Das können einfache Blechstreifen sein, aber auch gelochte Blechelemente oder Gitterfolien in Form von Dachziegeln oder Firststeinen, die direkt auf dem First oder an anderen Stellen auf dem Dach befestigt werden.

Die Reinigungswirkung beruht darauf, dass das Regenwasser zusammen mit Bestandteilen der Luft eine chemische Reaktion mit dem Kupfer eingeht. Es bilden sich Kupfersalze, die, im Wasser gelöst, den Grünbewuchs des Daches abtöten. Allerdings ist die Wirkung der Kupferelemente in der Regel begrenzt. Die giftigen Kupfersalze werden durch das Regenwasser so stark verdünnt, dass die Wirkung nur über etwa 10 Dachpfannen-Reihen anhält. Trotzdem sollte das Regenwasser von diesem Dach nicht als Gießwasser im Garten verwendet werden.

Bei der Montage ist zu beachten, dass es zwischen den Kupferelementen und Bauteilen aus fremden Metallen (wie Stahl, Zink und Aluminium) zu Wechselwirkungen kommen kann. Die Kupfersalze können elektrochemische Reaktionen auslösen, die z. B. bei Zinkdachrinnen zu Lochfraß führen können.

Die Montage von Kupferelementen auf ausreichend geneigten Betondachstein-Dächern hat keinen Einfluss auf die Haltbarkeit der Dachsteine, auch nicht auf die langjährige Garantie, die manche Hersteller geben.

Wie vermeidet man Moosbildung auf dem Dach?

Zur Vermeidung von Moosbildung auf Dächern werden seit einigen Jahren Kupferelemente in unterschiedlichster Form angeboten, die auf der Dachoberfläche angebracht werden. Das können einfache Blechstreifen sein, aber auch gelochte Blechelemente oder Gitterfolien in Form von Dachziegeln oder Firststeinen, die direkt auf dem First oder an anderen Stellen auf dem Dach befestigt werden.

Die Reinigungswirkung beruht darauf, dass das Regenwasser zusammen mit Bestandteilen der Luft eine chemische Reaktion mit dem Kupfer eingeht. Es bilden sich Kupfersalze, die, im Wasser gelöst, den Grünbewuchs des Daches abtöten. Allerdings ist die Wirkung der Kupferelemente in der Regel begrenzt. Die giftigen Kupfersalze werden durch das Regenwasser so stark verdünnt, dass die Wirkung nur über etwa 10 Dachpfannen-Reihen anhält. Trotzdem sollte das Regenwasser von diesem Dach nicht als Gießwasser im Garten verwendet werden.

Bei der Montage ist zu beachten, dass es zwischen den Kupferelementen und Bauteilen aus fremden Metallen (wie Stahl, Zink und Aluminium) zu Wechselwirkungen kommen kann. Die Kupfersalze können elektrochemische Reaktionen auslösen, die z. B. bei Zinkdachrinnen zu Lochfraß führen können.

Die Montage von Kupferelementen auf ausreichend geneigten Betondachstein-Dächern hat keinen Einfluss auf die Haltbarkeit der Dachsteine, auch nicht auf die langjährige Garantie, die manche Hersteller geben. Über einen zusätzlichen Blitzschutz geben die Anbieter keine Hinweise.

Wie sollte ein Dach richtig saniert werden?

In jedem Dach ist ständig „Bewegung“. Ganz davon abgesehen, dass die Holz-Konstruktion ein starkes Ausdehnungs- und Schwundverhalten hat, wirken weitere Kräfte, wie z. B. Sturm, Unwetter und Schneelast auf die Dacheindeckung ein. Im Gegensatz zur „Dachhaut“ eines mit Bitumenbahnen belegten Flachdaches hat ein mit Ziegeln, Dachsteinen, Schindeln oder Dachplatten gedecktes Dach eine große Zahl von Fugen. Diese Kleinteiligkeit hat den Vorteil, dass die Eindeckung sich elastisch – wie das Schuppenkleid eines Fisches - an die „Bewegungen“ der Dachkonstruktion anpasst. Allerdings um den Preis, dass nicht alle Fugen absolut dicht sind und dass Regenwasser oder Flugschnee bei Sturm und Unwetter unter die Bedachung eingetrieben werden können.

Sowohl die Wärmedämmung als auch die Holz-Konstruktion eines Daches müssen vor Feuchtigkeit geschützt werden. Wenn das Dämm-Material feucht wird, verliert es schlagartig seine Dämmwirkung. Außerdem ist Feuchtigkeit, die nur schwer abtrocknen kann, eine Gefahr für alle verbauten Hölzer.

Ein Schutz vor von außen eindringender Feuchtigkeit wird in der Regel durch eine „Unterspannbahn“ - eine Spezialfolie - erreicht, die vor dem Annageln der Dachlatten über die Sparren gespannt wird. Das ist allerdings nur bei der Neu-Eindeckung des Daches möglich.

Bei vielen älteren Dächern ist jedoch keine Unterspannbahn vorhanden. Wenn solche Dächer von innen neu gedämmt werden sollen, muss ebenfalls eine „Feuchtigkeitssperre“ eingebaut werden. Das kann – wie Ihnen angeboten – dadurch geschehen, dass eine Folie jeweils von Innen zwischen den einzelnen Sparren so eingebaut werden, dass Feuchtigkeit nicht in die Wärmedämmung eindringen kann. Diese Methode setzt eine sorgfältige und zuverlässige Verarbeitung voraus.

Daneben gibt es noch folgende Alternative:

Das Dämm-Material kann anstelle der Unterspannbahn durch eine Lage Holzweichfaser-Dämmplatten (20 mm dick), die gegen Feuchtigkeit imprägniert sind, geschützt werden. Der Einbau muss daher vor dem Einbringen des Dämm-Materials erfolgen.

  1. Direkt unter die Ziegel, an die Dachlatten anstoßend, müssen links und rechts an die Sparren (Dachbalken), in Längsrichtung von oben nach unten, Dachlatten genagelt werden.

  2. Diese Latten dienen zur Befestigung einer Lage imprägnierter Holzweichfaser-Dämmplatten . Durch deren Einbau wird erreicht, dass die Wärmedämmung gegen möglicherweise eindringendes Regenwasser oder Schnee geschützt wird. Gleichzeitig wird damit zwischen den Ziegeln und der Holzweichfaser-Dämmplatte ein Luftzwischenraum geschaffen, in welchem eingedrungene Feuchtigkeit abtrocknen kann.

Immer wieder werden wir um die Beurteilung von Preisangeboten oder um Auskünfte über Preise von handwerklichen Arbeiten gebeten. Leider können wir diesen Wünschen nicht nachkommen, und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Der Umfang und damit auch der Preis einer handwerklichen Arbeit richtet sich ganz nach den örtlichen Verhältnissen, d. h. nach der vor Ort bestehenden Bausituation und dem daraus resultierenden Umfang der erforderlichen Leistung. Da uns die örtliche Situation nicht bekannt ist, sind wir auch nicht in der Lage, Angebot und Preise richtig einzuschätzen.

  2. Als Kundenmagazin einer Bausparkasse dürfen wir allein schon aus Gründen des Wettbewerbs keinerlei Preisinformationen oder Beurteilungen über Preise und Leistungen abgeben. Wir müssen und in derartigen Fällen ganz neutral verhalten.

Die Farbe meiner Wellplatten verblasst und lässt sich im vom Dach abfließenden Wasser wiederfinden, welches ich als Gießwasser nutze. Sind die Platten noch dicht und wird das Wasser schädlich?

Bitumen-Wellplatten bestehen aus einem „Gerüst“ aus Glasvlies oder synthetischen Fasern, das von beiden Seiten mit „Bitumen“ beschichtet ist. Die Oberseite ist mit wetterfestem mineralischem Granulat oder mit einer Farbe auf Acrylbasis beschichtet.

Bitumen wird durch Destillation aus Erdöl gewonnen. Bitumen ist in Wasser praktisch unlöslich. Bitumen und Baustoffe daraus werden eingesetzt, um Bauteile gegen Wasser zu schützen.

Bitumen ist thermoplastisch, es ist bei Wärme weich und bei Kälte hart. Durch Beimischung von Kunststoffen werden sogen. Elastomer- oder Plastomer-Bitumen hergestellt, die eine bessere Wärme-/Kältestabilität bewirken.

Bitumen, das dauerhaft der Witterung und den ultravioletten Strahlen der Sonne ausgesetzt ist, kann aufgrund von Oxydationsvorgängen verspröden. Aus diesem Grund wird die Oberfläche mit einem mineralischen Granulat und/oder mit einem Farbauftrag geschützt.

Bitumen-Wellplatten sollten nur auf Dächern verbaut werden, deren Neigung größer als 15%

(=15 cm auf 1 m Länge) ist, damit die Oberfläche immer leicht abtrocknen kann, was für die Haltbarkeit der Granulat- oder Farbbeschichtung wichtig ist.

  • Das Abplatzen der Farbbeschichtung ist nicht in Ordnung. Sie ist nur so zu erklären, dass das Gefälle der Dächer geringer ist als 15%, und damit die Oberflächenbeschichtung einer stärkeren Feuchtigkeitsbelastung unterliegt. Wenn Sie die abgeschwemmten Farbpartikel aussieben, können Sie das das Wasser unbedenklich zum Gießen verwenden.

  • Die Haltbarkeit der Platten ist neben der Zusammensetzung des Bitumens ebenfalls von der Dachneigung und der Haltbarkeit der Beschichtung abhängig. Allerdings wird es sehr lange dauern, bis die Wellplatten undicht werden.

Meine Dachsteine sind jetzt 30 Jahre alt. Ist die Haltbarkeit länger, wenn man sie mit einer Beschichtung versieht?

Alle zementhaltigen Baustoffe, wie Putze, Beton und auch Beton-Dachpfannen besitzen eine natürliche Alkalität. Der durch die starke Umweltverschmutzung saure Regen neutralisiert diese Alkalität. Die Betonmatrix der Baustoffe verliert an Festikeit. Es tritt eine Vermorschung und Verwitterung ein. Dieser Vorgang ist oft bei älteren Beton-Dachsteinen zu beobachten, die noch keine zusätzliche Beschichtung aufweisen. Ihre Oberfläche wird rauh, und in den entstandenen Vertiefungen setzen sich zuerst Algen, Flechten und später Moos fest. Die Moospolster saugen sich mit Regenwasser voll. Es kann an diesen Stellen zu einer Durchfeuchtung des Dachsteins kommen, verbunden mit möglichen Frostschäden.

Ob es generell sinnvoll ist, ein Dach zu beschichten, lässt sich aus der Ferne ohne genaue Ortskenntnis nicht beantworten. In der Regel kann man allerdings davon ausgehen, dass der Zeitpunkt einer Grundsanierung oder Neu-Eindeckung des Daches dadurch um bis zu 10 Jahre hinausgeschoben werden kann, vorausgesetzt, die Substanz der Beton-Dachsteine ist noch nicht allzu sehr geschädigt.

Durch eine spezielle Beschichtung können die oben beschriebenen Vorgänge der Verwitterung aufgehalten werden. Namhafte Farbenhersteller liefern entsprechende Werkstoffe dafür. Man kann daher davon ausgehen, dass es sich um eine bewährte und erprobte Technik handelt – vorausgesetzt, die Werkstoffe werden fachgerecht und sorgfältig verarbeitet.

Um ein Dach dauerhaft zu schützen, sollten zuerst alle Abschlüsse an Kaminen und Schornsteinen, an Dunstrohren, Antennen, Erkern, Dachfenstern, Mauern usw. sorgfältig überprüft und, wenn nötig, ausgebessert werden. Anschließend muss die gesamte Dachfläche mit einem Hochdruck-Reiniger vorsichtig, aber gründlich gesäubert werden. Bevor die eigentliche Beschichtung aufgebracht wird, erfolgt in der Regel ein Voranstrich mit einer Spezialgrundierung. Danach wird die eigentliche Beschichtung in mindestens zwei Arbeitsgängen aufgetragen, meistens in einem „airless“ (=luftlosen) Spritzverfahren. Dieses Verfahren erzeugt keinen Farbnebel und ermöglicht das Aufbringen größerer Farbmengen, so dass eine ausreichende Schichtdicke erreicht wird.

Die Beschichtung von Dächern wird in der Regel von Betrieben durchgeführt, die sich als „Bautenschützer, Isolierbetriebe“ usw. bezeichnen. Das Dachdecker-Handwerk hat oftmals keine Beziehung zur Farbe und stuft die Ausführung solcher Beschichtungen als „fachfremd“ ein (man möchte natürlich lieber eine neue Dacheindeckung verkaufen).

In gleicher Weise sind auch Hinweise auf die angebliche Kondenswasser-Bildung zu beurteilen. Eine Verdunstung von Feuchtigkeit durch die Dachpfanne hindurch (in der Regel fälschlicherweise als „Atmung“ bezeichnet) findet nicht statt. Auftretendes Kondenswasser kann nur durch eine wirksame „Hinterlüftung“ beseitigt werden. Bei einem Dach, das eine ausreichende Wärmedämmung besitzt findet eine Kondenswasser-Bildung kaum statt.

Für einen Hausbesitzer ist es oft schwierig, die Qualität und Seriosität eines Beschichtungsbetriebes zu beurteilen, zumal oftmals Werkstoffe kleinerer oder ausländischer Hersteller verarbeitet werden. Daher empfehlen wir vor Vergabe eines Auftrags zur Dachbeschichtung, sich Referenz-Objekte in der Nähe nennen zu lassen. Diese Objekte sollten Sie vor Auftragserteilung besichtigen und mit dem jeweiligen Hauseigentümer in einen Erfahrungsaustausch treten. Vor sogen. „Fliegenden Kolonnen“, die von Haus zu Haus ziehen möchten wir Sie ausdrücklich warnen. Vorsicht ist auch geboten, wenn größere An- oder Vorauszahlungen verlangt werden oder wenn Bezahlung ohne Rechnung/Quittung und ohne Mehrwert-Steuer angeboten wird.

Beim Dachbodenausbau haben wir Korklaminat verlegt, das den Schall schlecht isoliert. Kann man den Fußboden besser isolieren, ohne ihn herauszureißen?

Folgende Maßnahmen bringen eine Verbesserung – auch ohne den Fußboden vorher herauszunehmen: Auf dem Untergrund werden Spezial-Mineralwollmatten oder Holzweichfaserdämmplatten schwimmend verlegt. Darauf werden Trockenbau-Estrichelemente lose im Kreuzverband verlegt. Diese dürfen keinen Kontakt zu den umlaufenden Wänden haben. Der Abstand wird mit Mineralwolle ausgestopft.

Darauf können nun alle gebräuchlichen Fußbodenbeläge aufgebracht werden – ebenfalls mit Abstand zu den Wänden.

Beim Dachbodenausbau haben wir Korklaminat verlegt, das den Schall schlecht isoliert. Kann man den Fußboden besser isolieren, ohne ihn herauszureißen?

Folgende Maßnahmen bringen eine Verbesserung – auch ohne den Fußboden vorher herauszunehmen: Auf dem Untergrund werden Spezial-Mineralwollmatten oder Holzweichfaserdämmplatten schwimmend verlegt. Darauf werden Trockenbau-Estrichelemente lose im Kreuzverband verlegt. Diese dürfen keinen Kontakt zu den umlaufenden Wänden haben. Der Abstand wird mit Mineralwolle ausgestopft.

Darauf können nun alle gebräuchlichen Fußbodenbeläge aufgebracht werden – ebenfalls mit Abstand zu den Wänden.

Wenn es stark regnet, tröpfelt es durch die Garagendecke. Zudem bleibt im hinteren Teil oft Wasser oben stehen. Mit Bitumenmasse wurde das Dach schon erfolglos abgedichtet. Was kann ich selbst dagegen tun?

Mit Sicherheit ist die Dachhaut Ihrer Garage defekt. Und möglicherweise hat das Garagendach kein ausreichendes Gefälle. Es sollten hier möglichst zwei Prozent sein. Darüber hinaus scheint auch die Entwässerung nicht zu funktionieren. Abhilfe sollten Sie jedoch nicht selbst schaffen, sondern es einem Fachmann überlassen.

Ein Dachdecker wäre der passende Ansprechpartner – es sei denn, es liegen sogar noch schwerere Baumängel vor.

An meinem Haus befindet sich eine Zinndachrinne, die ersetzt werden muss. Sind Dachrinnen aus Kunststoff eine gute Alternative?

Gegen Kunststoffdachrinnen ist nichts einzuwenden, vorausgesetzt, sie werden fachgerecht verarbeitet – und es werden hochwertige Qualitäten verwendet. Eine Beratung im Fachhandel ist hier zu empfehlen. Kunststoffrinnen bestehen in der Regel aus einer Hart-PVC-Mischung.

Sie können nicht einfach nur zusammengesteckt werden, da sie bei Wärme und Kälte Ausdehnungspotential und Schwundverhalten haben. Das muss bei der Verarbeitung durch Ausgleichsstücke berücksichtigt werden. Zudem müssen die Nähte sorgfältig verklebt werden.

Wir haben seit 1980 auf unserem Haus ein Bitumendach und sind damit sehr zufrieden. In den letzten Jahren hat sich sehr viel Moos gebildet. Wie lässt sich dieses fachmännisch entfernen?

Es gibt eine alte Dachdeckerregel, die lautet: „Nur ein feuchtes Pappdach ist ein gutes Pappdach.“ Das bedeutet, die Oberfläche von Bitumen(Papp-)dächern wird nicht durch Regen, Eis und Schnee verwittert, dafür sorgen einzig und allein die UV-Strahlen der Sonne. Sie zersetzen die Bitumenschicht, vermorschen sie und machen sie spröde.

Solange Regenwasser oder auch Moos die Oberfläche abdeckt, wird dies die Verwitterung aufhalten. Es ist daher aus technischen Gründen gar nicht erforderlich, das Moos vom Dach zu entfernen. Allerdings mit einer Ausnahme: Sowie sich im Moospolster Pflanzen und kleine Baumableger (zum Beispiel von Birken) verwurzeln, muss das Moos entfernt werden, da ihre Wurzeln die Bitumenoberfläche angreifen.

Beim Dachbodenausbau haben wir Korklaminat verlegt, das den Schall schlecht isoliert. Kann man den Fußboden besser isolieren, ohne ihn herauszureißen?

Folgende Maßnahmen bringen eine Verbesserung – auch ohne den Fußboden vorher herauszunehmen: Auf dem Untergrund werden Spezial-Mineralwollmatten oder Holzweichfaserdämmplatten schwimmend verlegt. Darauf werden Trockenbau-Estrichelemente lose im Kreuzverband verlegt. Diese dürffen keinen Kontakt zu den umlaufenden Wänden haben. Der Abstand wird mit Mineralwolle ausgestopft.

Darauf können nun alle gebräuchlichen Fußbodenbeläge aufgebracht werden – ebenfalls mit Abstand zu den Wänden.

Mein Dach aus Welleternit ist mit Moos und Flechten bewachsen. Ich möchte es abspritzen und neu streichen. Ist das möglich?

Zur Beschichtung von Welleternit liefern Farbenhersteller Werkstoffe mit dazugehörigen Grundierungen. Fragen Sie im Farbenfachhandel. Bei der Säuberung müssen Sie die Gefahr durch frei werdende Asbestfasern beachten. Da diese gesundheitsgefährdend sind, dürfen Arbeiten an asbesthaltigen Baustoffen nur von zugelassenen Fachbetrieben durchgeführt werden.

Unser Reihenhausnachbar hat vor mehreren Jahren mit unserem Einverständnis wilden Wein gepflanzt, der jetzt auch aufs Dach wächst. Können dadurch Schäden entstehen?

Sie sollten das Dach möglichst von Bewuchs freihalten. Im Winter kann es sonst zur Bildung von Eis- und Schneepolstern kommen, wodurch bei Tauwetter der zügige Ablauf des Wassers behindert würde. Dieses könnte dann unter die Dachziegel laufen. Zudem besteht die Gefahr, dass Pflanzentriebe zwischen die Ziegel dringen und diese anheben. Achten Sie auch besonders darauf, dass die Regenrinnen nicht zuwachsen, damit das Wasser ungehindert ablaufen kann. Eine Abdeckung der Rinnen mit Drahtgittern ist nicht ausreichend, da die feinen Triebe durch die Maschen hindurchwachsen.

Unser Dach hat in einigen Bereichen Pfannen aus Glas. Das einfallende Licht hat im Laufe der Zeit die Unterspannbahn zersetzt. Wir möchten das Dach nun ausbauen. Ist es dabei erforderlich, eine neue Unterspannbahn einzubauen?

Sie sollten die zersetzten Teile nach Möglichkeit ausbessern. Die Unterspannbahn hat die Aufgabe, das Dach vor dem Eindringen von Regenwasser und Flugschnee zu schützen. Zusätzlich soll eine möglichst große Luftdichtheit erreicht werden, da auskühlende Luftströme die Wirksamkeit der Wärmedämmung herabsetzen. Sollten Sie die Glaspfannen ohnehin auswechseln, können Sie über den schadhaften Bereichen neue Stücke einkleben. Verwenden Sie dazu Klebebänder oder Kartuschenkleber, wie er zur Montage von Dampfsperren verwendet wird.

An meinem Kamin bilden sich bräunliche Ausblühungen, und der Putz blättert ab. Ich möchte ihn nun neu verputzen lassen. Wie lässt sich gewährleisten, dass die Probleme anschließend nicht wieder auftauchen?

Die bräunliche Verfärbung deutet darauf hin, dass Ihr Schornstein versottet ist. Das bedeutet, dass Verbrennungsrückstände durch Kondenswasser aufgelöst werden, in die Ummantelung ziehen und den Putz verfärben oder zum Abplatzen bringen. Damit eine Sanierung durchgeführt werden kann, müsste zunächst der für Sie zuständige Schornsteinfeger den Schornstein überprüfen und Reparaturmaßnahmen vorschlagen. Erst nach Ausführung der Sanierung (und einer anschließenden ausreichenden Abtrocknungszeit) ist es sinnvoll, den schadhaften Putz zu erneuern.

Weil um unser Haus herum viel Laub anfällt, habe ich ein Laubfanggitter anbringen lassen. Das Ergebnis ist, dass nun das Regenwasser über das Gitter schießt und im Winter sogar Eiszapfen an der Dachrinne hingen. Was kann man da machen?

Gitter gleich welcher Art halten - über der Dachrinne angebracht - Schmutz, Moos und Blätter zurück, durch all dies verstopfen sie aber auch. Das Gleiche geschieht bei Frost durch Eis und Schnee. Laubfanggitter können daher nur dann ihren Zweck erfüllen, wenn sie regelmäßig gereinigt werden - ebenso wie dies bei einer offenen Regenrinne der Fall ist.

Ich habe von Dachplatten aus Kupfer gelesen, die Dachziegel dauerhaft von Moos und Algen befreien. Funktioniert das wirklich?

Es gibt solche Kupferelemente, die direkt auf dem First oder an anderen Stellen auf dem Dach befestigt werden. Die Reinigungswirkung beruht darauf, dass das Regenwasser zusammen mit Bestandteilen der Luft eine chemische Reaktion mit dem Kupfer eingeht. Es bilden sich Kupfersalze, die, im Wasser gelöst, den Grünbewuchs des Dachs abtöten. Allerdings werden die giftigen Kupfersalze durch das Regenwasser so stark verdünnt, dass die Reinigungswirkung nur über etwa zehn Dachpfannenreihen anhält. Bei der Montage ist zu beachten, dass es bei einem direkten Kontakt zwischen Kupferelementen und Bauteilen aus fremden Metallen wie Zink oder Aluminium zu chemischen Reaktionen kommen kann, die bei Zinkdachrinnen zum Beispiel Lochfraß auslösen können.

Auf unserem Dach mit Betonpfannen haben sich Moose und Flechten festgesetzt. Ein Anbieter hat uns zur Reinigung eine Firstabdeckung aus Kupferelementen vorgeschlagen. Kann das funktionieren?

Solche Kupferelemente fürs Dach werden in unterschiedlichster Form angeboten. Ihre Reinigungswirkung beruht darauf, dass Regenwasser zusammen mit Bestandteilen der Luft eine chemische Reaktion mit dem Kupfer eingeht. Es bilden sich Kupfersalze, die, im Wasser gelöst, den Grünbewuchs des Dachs abtöten.

Allerdings werden die giftigen Kupfersalze durch das Regenwasser so stark verdünnt, dass die Wirkung nur über etwa zehn Dachreihen anhält. Das Regenwasser von einem Dach mit Kupferelementen sollte nicht als Gießwasser im Garten verwendet werden.

Auf der Innenseite unseres verklinkerten Dachgiebels ist Feuchtigkeit eingedrungen. Wie kann das sein, und was lässt sich dagegen tun?

Klinkerfassaden können im Laufe der Zeit porös und somit wasserdurchlässig werden. Deshalb empfiehlt es sich, die Oberfläche der Hausfassade von Zeit zu Zeit mit einer farblosen Imprägnierung auf Basis von Silikonharzen oder Siloxanen zu schützen und abzudichten. Solche Fassadenimprägnierungen werden in der Regel von Malerbetrieben durchgeführt. Allerdings wittern auch diese Imprägnierungen im Laufe der Zeit ab. Sie sollten daher in Abständen von jeweils sechs bis zehn Jahren wiederholt und erneuert werden.

In unserem Dach sind alle Schrägen mit Echtholz-Eichenpaneelen verkleidet. Diese sind im Laufe der Zeit sehr dunkel geworden. Wie können wir sie wieder aufhellen?

Das Nachdunkeln von Naturholzflächen ist ein natürlicher Prozess, der sich durch keinerlei Maßnahmen aufhalten oder rückgängig machen lässt.

Ein Anstrich mit einem farblosem Lack oder einer Lasur fördert das Nachdunkeln noch zusätzlich. Eine Alternative besteht darin, die Verkleidung mit einem deckenden weißen Anstrich aufzuhellen.

Unsere Dachziegel aus Beton sind von Algen und Flechten befallen. Ein Dachdecker hat uns angeboten, die Ziegel zu reinigen und sie anschließend zu versiegeln und zu beschichten. Ist so eine Beschichtung sinnvoll?

In der Regel kann man davon ausgehen, dass eine Neueindeckung durch eine Beschichtung um bis zu zehn Jahre hinausgeschoben werden kann, sofern die Substanz der Dachsteine noch nicht zu sehr geschädigt ist. Namhafte Hersteller liefern Werkstoffe für eine spezielle Beschichtung, mit der die Verwitterung aufgehalten werden kann - eine bewährte Technik, bei der sich die sorgfältige Verarbeitung durch einen Fachbetrieb empfiehlt.

Ich möchte unser Dach ausbauen und dämmen. Im Moment schaue ich direkt auf die Ziegel. Ist ein Schutz der Dämmung erforderlich?

Die Wärmedämmung muss unbedingt vor Regenwasser oder Flugschnee geschützt werden, beides kann sonst unter die Dachziegel getrieben werden. Wenn das Dämmmaterial feucht wird, verliert es schlagartig seine Dämmwirkung. Feuchtigkeit, die nur schwer abtrocknen kann, ist außerdem eine Gefahr für die Hölzer. Man schützt die Dämmung meist durch eine Unterspannbahn, eine Spezialfolie, die vor dem Annageln der Dachlatten über die Sparren gelegt wird. Bei vielen älteren Häusern fehlt sie. Will man diese Dächer dämmen, aber nicht neu eindecken, kann man das Dämmmaterial auch durch Holzweichfaserdämmplatten schützen, die gegen Feuchtigkeit imprägniert sind.

Unser Pultdachhaus hat eine Eterniteindeckung. Wir möchten das Dach jetzt dämmen und die Eindeckung mit Trapezblech erneuern. Der Dachdecker rät uns allerdings davon ab, weil er meint, dass sich an der Unterseite Feuchtigkeit aus dem Haus absetzen könnte. Sehen Sie das auch so?

Da Sie ohnehin die Wärmedämmung des Daches verbessern möchten, spricht grundsätzlich nichts gegen die Verwendung von Trapezblech. Voraussetzung ist eine ausreichende Wärmedämmung und eine luftdichte Dampfsperre, die das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert. Allerdings ist noch ein ganz anderer Aspekt zu bedenken: die ausreichende Erdung. Da sich die geschlossene Metallfläche stark aufladen kann, ist eine ausreichende, wirksame Ableitung unbedingt erforderlich.

Im Studio unterm Dach unseres Reiheneckhauses herrschen im Sommer tropische Temperaturen. Der Giebel ist ab einer Simshöhe von 80 cm verglast, die oberen dreieckigen Fenster sind kaum zu reinigen und bei starkem Wind hört man auch deutliche Geräusche.Licht- und Windschutz durch außenliegende Rollläden erscheinen uns zu aufwendig, sodass wir überlegen, ob wir die dreieckigen Fenster einfach zumauern lassen sollen. Gibt es vielleicht auch eine einfachere Lösung?

Da Sie durch das Zumauern der dreieckigen Fenster im Giebel das äußere Bild Ihres Hauses verändern, brauchen Sie eine Genehmigung der Unteren Bauaufsichtsbehörde, evtl. auch die Zustimmung Ihrer Nachbarn.

Als Alternative bietet sich eine Verglasung mit Wärmeschutzglas an. Dieses lässt die Wärme im Sommer nicht ins Haus, im Winter bleibt die Heizungswärme im Raum. Dieses Wärmeschutzglas ist dicker als die üblichen Isoliergläser, es muss geprüft werden, ob es in Ihre Fenster eingebaut werden kann.

Es gibt auch dreieckige Rollläden für Fenster - fragen Sie in einem Fachbetrieb für Rollläden und Markisen danach.

Auf unserem vor zehn Jahren neu eindeckten Dach bildet sich Moos. Wird das Dach dadurch geschädigt, und wie kann man es säubern?

Die Grünbildung auf Dächern ist für viele eine Störung des persönlichen Sauberkeitsempfindens. Eine Schädigung der Dacheindeckung durch Algen, Flechten und Moosbelag ist bei gebrannten Dachziegeln und modernen beschichteten Beton-Dachsteinen nicht möglich. Entfernen lässt sich der Grünbelag nur mechanisch durch Abkratzen oder durch den vorsichtigen Gebrauch eines Hochdruckreinigers. Das sollte allerdings nur geschehen, wenn es unbedingt nötig ist, da jede Begehung des Daches durch Laien zu Schäden und Unfällen führen kann.

Wir haben einen Bungalow mit Flachdach. Die Kiesel der Bitumenpappe auf dem Dach sind inzwischen abgewittert. Sollten wir diese Kiesel ersetzen?

Die Verwitterung der Dachbahn geschieht hauptsächlich durch das ultraviolette Sonnenlicht, das die Bitumendeckschicht angreift. Kiesel bieten einen guten Schutz gegen diesen Vorgang. Zusätzlich tragen sie dazu bei, dass die Oberfläche nach Regenfällen langsamer abtrocknet. Das ist ein zusätzlicher Schutz. Sie könnten deshalb versuchen, die Dachoberfläche mit feinen Kieseln abzustreuen.

Bringen Sie aber nur eine hauchdünne Schicht auf, damit sich nicht zusammen mit verrotteten Blättern eine Humusschicht bildet, in der sich aus Flugsamen Pflanzen ansiedeln. Kontrollieren Sie das Dach regelmäßig auf Pflanzenwuchs.

Wir bauen gerade ein altes Haus um, dessen Dachgebälk aus den 50ern leicht mit Holzwürmern befallen ist. Auch die Holzbalken an den Decken, die bestehen bleiben sollen, sind befallen. Sogar die Holzmöbel meiner Großmutter, die bisher in dem Haus wohnte, haben Holzwürmer. Nun gibt es geteilte Meinungen. Die einen sagen, man soll nichts machen, weil auch neue Balken wieder befallen werden. Die anderen empfehlen Behandlung mit Gift. Wir wollen aber kein Gift und auch keine Holzwürmer - gibt es da eine Lösung? Heißluftbehandlung geht nicht, weil das Haus im Moment total entkernt und offen ist.

Das Vertrackte beim Holzbockbefall ist, dass man von außen nicht erkennen kann, wie weit das Holz innen schon zerfressen ist. Das Holz kann äußerlich intakt erscheinen und innen dennoch fast total ausgehöhlt sein. Die tragende Funktion ist dann nicht mehr gegeben. Damit Ihnen das Dach nicht im wahrsten Sinne des Wortes über dem Kopf zusammenbricht, müssen Sie einen Fachmann für Schädlingsbekämpfung einschalten, der prüfen kann, wie weit das Gebälk noch in Ordnung ist.

Statt Gift kann das Holz - auch neue Balken - mit einer Lösung mit Borsalz auf pflanzlicher Basis behandelt werden, was nach DIN 68800 für tragende Holzteile zugelassen ist. Sie sollten dieses Mittel jedoch erst einsetzen, wenn Sie den Fachmann konsultiert haben. Es gibt auch noch andere Methoden, den Holzbock zu bekämpfen - fragen Sie mal einen Restaurator, der auf Gebäuderenovierung spezialisiert ist.

Auf unserem Dach sitzen ständig Tauben, die auch unsere Terrasse verschmutzen. Was lässt sich dagegen tun?

Um die Tauben von Ihrem Dachfirst fernzuhalten, können Sie zweierlei tun: Sie bringen dort Edelstahlspitzen an, die in Kunststoffbänder eingebettet sind und mit einem Spezialkleber befestigt werden können. Zusätzlich sollten Sie Kunststoff-Attrappen von Rabenkrähen aufstellen, die sich im Wind bewegen und die Tauben verscheuchen.

Wir nutzen unseren Dachboden zum Wäschetrocknen. Nachdem wir ihn isoliert haben, ist es selbst bei Minustemperaturen auch ohne Heizung immer etwa zehn Grad warm. Dafür bildet sich jetzt Schimmel. Hilft es, wenn ich die Dachflächen mit Rigips verkleide?

Schimmel kann sich nur dort bilden, wo ständig Feuchtigkeit herrscht. Es gibt nur eine Möglichkeit, diesen Zustand zu ändern: lüften. Wenn Sie intensiv lüften, nachdem die Wäsche getrocknet ist, können Sie die Luftfeuchtigkeit schnell und zuverlässig herabsetzen. Damit es auf dem Dachboden zu einem kompletten Luftaustausch kommt, sollten Sie etwa 20 Minuten Durchzug machen. Wenn die warme, mit Feuchtigkeit gesättigte Luft wieder nach außen strömen und kalte, trockene Luft nachfließen kann, kommt ein wirksamer Kreislauf und Trocknungsprozess in Gang. Die kurze, intensive Lüftung verursacht keine anhaltende Auskühlung des Dachbodens, so dass Ihnen kaum zusätzliche Heizkosten entstehen werden.

Unser Deckenaufbau im Dachgeschoss sieht so aus: Holzbalken, Holzdecke (Nut- und Federbretter), 150 mm Isolierwolle mit Alukaschierung. Darauf eine Spanplatte im unbewohnten Dachboden. An der Unterseite der Spanplatte zeigt sich jetzt Schimmel. Was haben wir falsch gemacht? Wir wollen den Dachboden jetzt ausbauen - der Schimmel allerdings lässt uns zögern.

Sie haben nichts falsch gemacht. Schimmel entsteht durch Kondenswasser und dieses wiederum durch den Temperaturunterschied zwischen gedämmter Holzdecke und kaltem Dachboden. Bevor Sie das Dach ausbauen, stellen Sie die Spanplatten hoch und lassen Sie sie trocknen. Sobald das Dachgeschoss gedämmt ist, wird es keinen Schimmel im Fußbodenbereich mehr geben. Falls Sie wieder Spanplatten oder Dielen verlegen wollen: keine Folie einbringen, sondern eine dicke Filzschicht auf die Balken nageln, damit Knarrgeräusche vermieden werden.

In unserer Dachwohnung haben wir einen Zwischenboden eingezogen. Die offen liegenden Balken wurden verkleidet. Der Zugang erfolgt über eine Ruck-Zuck-Treppe. Ist der Einbau einer zusätzlichen Belüftung nötig?

Sie sollten unbedingt darauf achten, für eine ausreichende Be- und Entlüftung zu sorgen. Einige kleine Öffnungen sind dafür nicht ausreichend. Am besten sind Fenster, die so angebracht werden, dass Durchzug möglich ist, damit man dann in regelmäßigen Abständen für einen kompletten Luftaustausch im Dachgeschoss sorgen kann.

Wir wollen unser Dachgeschoss zu einer kleinen Wohnung für unsere Tochter ausbauen, müssen aber das Dach wegen des nahe gelegenen Flughafens gut gegen Schall dämmen. Genügt eine sehr dicke Wärmedämmung oder muss man noch andere Maßnahmen ergreifen?

Gut, dass Sie von vornherein an den Schallschutz des Daches denken. Bei einem geneigten Dach sollte eine Vollsparrendämmung aus Mineralfaserdämmstoffen, mindestens 12 cm dick (besser volle Sparrendicke), vorgesehen werden, damit genügt man den Anforderungen für Wärme- und Schalldämmung. Die untere Verkleidung der Dachschräge sollte aus schwerem Material bestehen. Das können dicke Gipskartonplatten sein oder zwei dünne Gipskartonplatten, die man aufeinander montiert. Das können auch schwere Platten mit einer dicken Holzverkleidung sein. Wichtig ist nur das Gewicht! Im Handel sind auch Schallschutzfenster für Dachschrägen.

Wir möchten unser Haus neu eindecken lassen, und unser Dachdeckermeister bietet uns Ziegel mit dem "Lotuseffekt" an; er sagt, dann würden die Ziegel nicht so schnell verschmutzen. Was, bitte, ist der Lotuseffekt?

Forscher haben sich mit den Blättern der indischen Lotuspflanze beschäftigt, auf deren Blättern weder Schmutz noch Wasser Halt finden. Und zwar nicht, weil die Blätter besonders glatt sind, im Gegenteil. Sie haben eine so strukturierte Oberfläche, dass der Schmutz nur lose liegen bleibt und die Regentropfen, die auf dieser Oberfläche ihre Kugelform behalten, die Schmutzpartikel einfach mitreißen.

Dieses Prinzip wurde nun auf Tonziegel übertragen, die feine Struktur eingebrannt (es gibt auch Fassadenfarben mit diesem Effekt). So spült der Regen Staub und anderen Schmutz ab, es siedeln sich auch kaum Moos oder Flechten an.

Unser Haus ist mit Dachplatten aus Eternit gedeckt, und nach 20 Jahren sind diese "Berliner Wellen" sehr unansehnlich geworden. Kann man mit einer Neubeschichtung etwas ausrichten, oder ist eine Neudeckung des Daches notwendig?

Wenn das Dach neu beschichtet wird, muss das eine Fachfirma machen. Das Wasser, das für die Reinigung der alten Eternitziegel benutzt wird, darf nicht auf den Erdboden gelangen. Außerdem ist eine Genehmigung der Unteren Bauaufsichtsbehörde notwendig, denn in einigen Bundesländern ist eine Bearbeitung von alten Eternitplatten verboten. Eine Neueindeckung ist vermutlich sinnvoller, weil Eternit seit etwa sechs Jahren asbestfrei hergestellt wird. Die alte "Berliner Welle" muss dann allerdings auf eine Sondermülldeponie - und das kostet!

Unser Dach fängt an, zu bemoosen. Ist es sinnvoll, nach einer Reinigung die Zementpfannen zu versiegeln? Und was kostet das?

Wenn Sie Moos und Algen auf dem Dach stören, macht es schon Sinn, nach einer Reinigung des Daches die Fläche so zu versiegeln, dass sich Moos oder Algen nicht so schnell wieder festsetzen. Die Frage ist allerdings, ob das notwendig ist. Moos und Algen schaden nämlich den Dachpfannen in keiner Weise. Über die Kosten können wir keine Auskunft geben, wir raten Ihnen dringend, mehr als einen Kostenvoranschlag einzuholen.

Unser Haus ist mit einem Eternitdach gedeckt. Können wir das auf dem Dach gesammelte Regenwasser zur Gartenbewässerung nutzen, oder kann Asbest in die Regentonne gelangen?

Dacheindeckungen mit Platten aus Asbestzement, wie sie bis in die 80er Jahre hinein verwendet wurden, stellen grundsätzlich ein Gesundheitsrisiko dar, da Asbestfasern als feinster Staub eingeatmet werden können. Auch durch Regenwasser können Asbestfasern aus der mittlerweile angewitterten Dachoberfläche herausgelöst werden und in die Regentonne gelangen. Wenn nun diese Fasern mit dem Gießwasser im Garten verteilt werden, besteht die Gefahr, dass sie nach dem Abtrocknen mit dem Wind in der Umgebung verteilt werden und so auch in die Atemluft gelangen. Wir empfehlen Ihnen daher, das gesammelte Regenwasser von Ihrem Eternitdach nicht zum Blumengießen zu verwenden.

"Für mein Hausdach mit Frankfurter Pfanne wurde mir eine Reinigung von Moos und Flechten inklusive einer anschließenden Versiegelung angeboten. Können Sie mir sagen, ob ein solches Verfahren wirksam ist?"

Alle zementhaltigen Baustoffe, also auch Beton-Dachpfannen, besitzen eine natürliche Alkalität, die durch den sauren Regen allmählich neutralisiert wird. Es tritt eine Verwitterung ein, die Oberfläche der Dachsteine wird rau, und in den entstandenen Vertiefungen setzen sich zuerst Algen und Flechten, später Moos fest. Durch eine spezielle Beschichtung kann der oben beschriebene Vorgang der Verwitterung aufgehalten werden. Namhafte Farbenhersteller liefern die Werkstoffe dafür. Die Beschichtung wird in der Regel nicht vom Dachdecker, sondern von besonderen Betrieben durchgeführt, die Sie unter den Begriffen "Bautenschutz" oder "Isolierbetriebe" finden.

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