Wie lege ich einen Gartenteich an?
Gartenplanung

Wie lege ich einen Gartenteich an?

Ein Paradies für Menschen, Pflanzen und Tiere: die wichtigsten Infos zum Thema Gartenteich bauen und Gartenteich gestalten

Foto: imago/blickwinkel

Die puristische Edelstahl-Stele mit integrierter Pumpe bringt das Wasser in formal gestalteten Gärten in Bewegung Foto: Oase

Egal, ob kleiner Bachlauf oder ein richtiger Teich mit Fischen und Pflanzen – Wasser fasziniert und entspannt. Und ein Teich ist dabei nicht nur die ideale Ruhe- und Wohlfühloase für Menschen, sondern auch ein Klein-Biotop für Pflanzen und Tiere. Frösche, Kröten, Lurche und Libellen finden hier ein Zuhause; Schilfrohr, Sumpf-Schwertlilie und natürlich Seerosen gedeihen prächtig.

Licht oder Schatten? 5 Sonnenstunden pro Sommertag sind ideal

Die Anlage eines Teiches ist im Grundsatz gar nicht so schwer. Am Anfang gilt es, die Fragen nach Standort und Größe zu klären. Für Teiche, die viele Tiere anlocken sollen, ist ein etwas ruhigerer Platz im Garten besser geeignet. Umgekehrt gilt: Wer sich am Anblick erfreuen und das plätschern genießen möchte, verlegt den Teich lieber in die Nähe der Terrasse.

Wichtig ist, dass der Standort möglichst eben ist, Gefälle ist Gift bei der Anlage eines Gartenteiches. Und auf die richtige Mischung aus Sonne und Schatten kommt es an. Die Wasserpflanzen benötigen ausreichend Sonne, auf der anderen Seirte sollte sich das Wasser auch nicht zu stark erwärmen, um das 
Algenwachstum nicht unnötig zu fördern. Als Faustregel gilt: Etwa fünf Sonnenstunden pro Sommertag sind ideal. Bei Bäumen und Sträuchern ist darauf zu achten, dass sie nicht in unmittelbarer Teichnähe stehen. Sonst können die Wurzeln den Teich beschädigen, auch Laub und Pollen gelangen so schneller in den Teich.

Matten aus Kokosgewebe verhindern, dass das Pflanzsubstrat schon bei leichtem Gefälle auf den Teichboden abrutscht Foto: Oase

An steilen Übergängen zwischen den einzelnen Zonen setzt man die Wasserpflanzen in Taschen aus haltbarem Jutegewebe Foto: Oase

Körbe aus Kunststoff geben den Wasserpflanzen einen festen Stand und helfen bei der gezielten Gestaltung des Teiches Foto: Oase

Je größer, desto besser

Bei der Größe des Teiches gilt der Grundsatz: Je größer, desto besser. Zum einen können sich Pflanzen unterschiedlicher Art in großen Teichen ausbreiten, ohne dass die Wasserfläche gleich zuwuchert. Zum anderen stellt sich bei größeren Teichen schneller ein ökologisches Gleichgewicht ein, ohne dass der Gartenbesitzer viel eingreifen muss.

Aber auch wer nur wenig Platz hat, braucht auf seinen Wassergarten nicht zu verzichten. Selbst aus einer alten Wanne lässt sich ein Miniteich gestalten. Für Teiche bis zu einem Volumen von etwa 2.500 Litern und einer Wasseroberfläche bis etwa fünf Quadratmetern sind in der Regel fertige Kunststoffbecken erste Wahl; sie sind sehr robust und lassen sich schnell und einfach einbauen. Die Teichgrube wird den Maßen der Kunststoffschale genau angepasst; Zwischenräume werden nach Einsetzen der Schale mit Sand und Erde aufgefüllt. 

In einem Teich mit mindestens drei unterschiedlichen Tiefenzonen fühlen sich Pflanzen und Tiere wohl. Teichfilter und -belüfter sorgen für eine optimale Wasserqualität Illustration: Oase

3 Zonen, 3 Wassertiefen

Alternativ kann ein Teich auch mittels Teichfolie angelegt werden, das ist dann aber wesentlich aufwendiger. Aber: Die Materialkosten sind wesentlich geringer, und der Teich lässt sich flexibel und individuell gestalten. Die Folien gibt es nicht mehr nur aus PVC, sondern auch aus anderen umweltfreundlicheren und weichmacher
freien Kunststoffen. Ein Unterlegvlies 
schützt die Folie vor Beschädigungen durch Wurzeln oder Steine.

Idealerweise hat ein Teich drei Zonen mit unterschiedlichen Wassertiefen. Ans Ufer schließt sich eine etwa zehn bis 20 Zentimeter tiefe Sumpfzone an. Darauf folgt die rund 40 bis 50 Zentimeter tiefe Flachwasserzone. Die Tiefwasserzone in der Mitte 
ist mindes-
tens 80 Zentimeter tief. Hier gedeihen Seerosen, und Fische können „eisfrei“ überwintern.

Nicht zu viel Pflanzen pflanzen

Bei der Bepflanzung gilt: Weniger ist mehr. Wasserpflanzen breiten sich schnell aus, so dass ganz von allein eine üppige -Vegetation im und am Teich entsteht. Etwa ein Drittel der Wasseroberfläche bleibt am besten ganz frei von Pflanzen.

Technische Hilfsmittel sind in einem naturnah angelegten Teich nicht erforderlich. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann das Wasser mit einem Filter klar halten. Auch eine Pumpe wollen viele nicht missen: Schließlich ist Wasser noch entspannender, wenn es plätschert.

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