Obstgarten anlegen: Lösungen für kleine Gärten
Gartenplanung

Obstgarten anlegen: Lösungen für kleine Gärten

In Gärten mit begrenztem Raum sind Obstbäume eine gute Idee. Von ihnen gibt es nicht nur viele platzsparende Sorten. Sie bringen auch Leben in den Garten

Foto: FloraPress

20.000 Apfelsorten gibt es weltweit. Alexander der Große brachte die ersten Äpfel aus China nach Europa

Sie blühen im Frühling, im Sommer tragen sie Früchte, und je älter sie werden, desto schöner wird ihre Rinde. Erst wenn man einen Obstbaum gepflanzt hat, ist man in seinem Garten angekommen. Wie gut, dass gerade die Früchte tragenden Großpflanzen auch in Klein zu haben sind – passend zum aktuellen Trend der kleinen Gärten.

Kleine Halbstammbäume

Bei veredelten Obstgehölzen, wie Apfelbäumen oder Mirabellen, heißt das Stichwort Buschbaum. Halbstammbäume bleiben klein, weil ihr wurzeltragender Teil, die so ge­nannte Unterlage, vergleichsweise schwachwüchsig ist. Die Spezialisten in den Baumschulen können zusätzlich mit der Schere dafür sorgen, dass die Bäume eine besonders schmale Form entwickeln, zum Beispiel indem sie als Säule wachsen oder flach an einem Spalier. 

Spalier selbst machen

Illustration: FloraPress

Spalier selbst machen

Für die schmalste Form des Baums braucht man keinen Gärtner
Spaliere baut man am besten aus dünnen Holzleisten mit etwa zehn Zentimeter Abstand zur Wand. Das Bäumchen kommt in einem Abstand von 40 Zentimetern in die Erde. Dann werden die Seitentriebe um ein Drittel eingekürzt.
Im Juli kürzt man alle Seitentriebe auf vier Blätter ein, den Trieb nach oben auf Höhe des späteren Spaliers. Im Frühling (zweites Jahr) erst wird das Bäumchen in Spalierform gebogen: ein Fächer für Pfirsiche und Aprikosen (rechts), eine waagerechte Form für Äpfel und Birnen. Immer im Frühjahr werden die großen Äste in Form gebracht – Wassertriebe und überalterte Triebe entfernt, zu lange Triebe eingekürzt.

Größere, süßere Früchte

Die klein gehaltenen Obstbäume haben einen großen Vorteil für Naschkatzen: Sie stecken mehr Energie in die Früchte, tragen daher früher und entwickeln oft größere, süßere Früchte. Solche Halbstämme gibt es von fast allen gängigen Obstsorten: Äpfeln und Birnen, Süßkirschen, Pflaumen und Mirabellen. Solche Bäume müssen dann allerdings ihr Leben lang stark beschnitten werden, um diese Form zu halten.

Galerie: 6 ideale Obstbaum-Sorten für kleine Gärten

Klein, aber fruchtig: Diese Obstbäume wachsen eher schüchtern, lassen genug Licht für andere
Pflanzen übrig und machen uns einmal im Jahr glücklich und pappsatt

Wasserschosse entfernen

Andere Halbstämme brauchen die Schere auch, aber nicht so intensiv. Vor allem die so genannten Wasserschosse – Triebe, die nach oben und nicht zur Seite wachsen – sollten einmal im Jahr im späten Winter oder auch nach der Ernte entfernt werden. Dazu eignet sich am besten eine scharfe Rosenschere. Die Obstbäume gehören schließlich zu den Rosengewächsen.

Das Zierapfelbäumchen ist mit Stauden unterpflanzt. So lockt man bestäubende Bienen an. Das steigert den Ertrag Foto: FloraPress

Be­sonders kleine ­Obstbäume kann man auch im Topf halten. Hier eine Nektarine. Da ist jedoch die Schere im Dauereinsatz Foto: FloraPress

Die Kirschpflaume wird für ihre saftigen Früchte geschätzt. Sie prunkt als Hecke im Frühling mit weißen Blüten Foto: FloraPress

Bei anderen, in alten Zeiten in Gärten weit verbreiteten Gehölzen weiß man heute oft gar nicht mehr, dass ihre Früchte auch essbar sind. Auch bei ihnen finden sich klein bleibende Kandidaten. Zum Beispiel die Mispel: Der kleine Baum hat eine interessante Wuchsform mit leicht zu Boden hängenden Zweigen. Die behaarten Früchte sehen aus wie zu groß geratene Johannisbeeren, gehören aber zum Kernobst.
Auch Mispeln sind typische Rosengewächse: Sie lieben kalkarme Lehmböden wie die Königin der Blumen und die meisten Obstbäume.

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