Gartenplanung

Das Hochbeet

Ohne Bücken und (meistens) ohne Schnecken: Im Hochbeet gärtnert es sich einfach viel entspannter als im Rest des Gartens. Damit sich die Pflanzen darin wohlfühlen, gilt es nur ein paar einfache Tricks zu beachten

Foto: Patrizia Tilly

Salate und Kohl­rabi werden so nah an der Sonne besonders saftig Foto: Patrizia Tilly

Es ist nur ein Meterchen näher an der Sonne. Nicht viel – aber für viele Pflanzen entscheidend. Ursprünglich wurden Hochbeete erfunden, um anspruchsvollen Gemüsepflanzen den nötigen Energievorsprung aus Licht und Wärme zu verschaffen. Heute sind sie für viele Gemüsegärtner vor allem eines: eine Wohltat für den Rücken. Denn ohne sich bücken zu müssen, zupft sich Unkraut einfach so im Vorbeigehen, und neue Erde wird mal eben ausgestreut. Und ganz nebenbei lassen sich Salat und andere Schneckenleibspeisen einfach mit einem Schneckenzaun am Beetrand abschirmen.

Hochbeete sollten mindestens 80, besser 100 Zentimeter hoch und etwa zwei Meter breit sein. Damit sich von einer Seite aus die gesamte Fläche bequem erreichen lässt, empfiehlt sich eine Breite von etwa 70 Zentimetern. Wer von beiden Seiten an das Beet kommt, kann dieses Maß getrost verdoppeln.Das Material muss widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit sein und sollte nichts in die Erde abgeben, was den Pflanzen schaden könnte. Rostende Metallteile, Holzlasuren oder Beschichtungen aus Teer sind beim Hochbeet tabu. Traditionell bewährte Materialien sind unbehandeltes Lärchenholz und Trockenmauern aus Natursteinen. Wer Kunststoffe oder witterungsfeste Metalle verwenden möchte, der muss auf ausreichenden Wasserabzug im Bodenbereich achten, damit sich im Beet nicht Feuchtigkeit und Bodenschimmel sammeln. Gegebenenfalls werden selbst zusätzliche Löcher gebohrt.

Ein Boden aus Grünschnitt sorgt dafür, dass sich das Wasser nicht staut Foto: Juwel

Schichtweiser Aufbau

Stabiler Volierendraht als Unterlage fürs Beet hilft gegen Wühlmäuse. Darauf kommen als Lüftungsschicht grober Kies, Blähton oder zerkleinerte Tonscherben, außerdem grob zerkleinerter Baum- und Strauchschnitt, etwa 30 Zentimeter hoch. Danach erst die Erde: etwa 40 ­Zentimeter Gartenboden, bei sandigem Boden mit Bentonit und Urgesteinsmehl wasserspeichernder, bei lehmigem Boden mit grobem Kies wasserdurchlässiger gemacht. Die obersten zwei Handbreit sind für gut abgelagerten Kompost reserviert.

Ein guter Platz fürs Hochbeet ist immer die Nord-Süd-Achse des Gartens, vor allem in Südrichtung lose von Bäumen oder Hecken umstanden. So bekommen die Beetbewohner den gesamten Lauf der Sonne mit, ohne dem Klima ungeschützt ausgesetzt zu sein. Neben Gemüse wachsen vor allem auch Kräuter sehr gern in der Wärme des erhöhten Plätzchens. Und besonders hübsch machen es rankende Bewohner wie Bohnen oder manche Erdbeersorten: Sie nutzen die Seitenwände für einen grünen Wasserfall.

Leser fragen, Experten antworten

Frage zum Thema Gärten & Pflanzen Ist Regenwasser, das über eine Kupferdachrinne abgeleitet wird, zur Gartenbewässerung geeignet?

Das Regenwasser lässt sich unbedenklich verwenden. Die Kontaktzeit mit dem Metall der Dachrinne ist so gering, dass eine Anreicherung von Metall-Ionen nicht nachweisbar ist. Auch die Schmutzschicht in den Dachrinnen setzt den Kontakt von Regenwasser und Kupfer herab. Anders sieht es bei Dächern mit Kupferelementen zur Algen- und Moosbekämpfung aus. Hier sollte das Regenwasser nicht als Gießwasser im Garten genutzt werden.

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