Außenleuchten: 10 Tipps für ein Lichtkonzept
Gartenplanung

Außenleuchten: 10 Tipps für ein Lichtkonzept

Bodenspots und Wegeleuchten sind ideal bei der Beleuchtung für den Garten. Die neue Technik 
minimiert den Stromverbrauch der Außenbeleuchtung – und schont so den Geldbeutel

Foto: ©Geraldas_stock.adobe.com

Bei Lust auf Licht lässt sich diese kabellose Solarleuchte ganz einfach aufstellen Foto: Steinel

Fragt man Gartenarchitekten, dann ist ein Garten ohne durchdachtes Beleuchtungskonzept nur verschenktes Terrain. Im Sommer lassen sich laue Nächte mit dem richtigen Licht ganz wunderbar verlängern. Und im Winter ist es nur ein paar Stunden lang hell. Ansonsten herrscht ohne Lampen Finsternis vor den Fens­tern. Jeder Blick nach draußen lässt empfindliche Gemüter dann ein bisschen beklommen zurück.

Licht richtig setzen

Aber kaum steht eine Lampe in Sichtweite, schon ist dieser Eindruck wie verwandelt. Leben kommt in die Dunkelheit. Vielleicht schaukelt ihr Schein auf den kleinen Wellen im Gartenteich. Oder die Lichtstrahlen spielen in den Blättern eines Baumes mit dem Nachtwind um die Wette. Wer zufällig nach draußen schaut, kann sich jetzt gar nicht mehr sattsehen. Nach der ers­ten Leuchte wird für echte Gartenfans die Auswahl und das Setzen der Lichter oft genauso wichtig wie das der Stauden im Blumenbeet.

10 Tipps für ein überzeugendes Lichtkonzept

Tipp 1

Lichter entlang von Wegen und Treppen sehen freundlich aus und sorgen für mehr Trittsicherheit. Außerdem fallen ungebetene Gäste rechtzeitig auf

Tipp 2

Weniger ist mehr: Die Lichter sollten nicht den ganzen Garten ausleuchten, sondern sanfte Brücken zwischen dem hellen Haus und dem dunklen Hintergrund schaffen. Wie Hecken und Rasenflächen bei Tageslicht gliedern sie den Garten

Tipp 3

Bodeneinbaustrahler sorgen für schöne Effekte, ohne im Weg zu stehen, zum Beispiel, wenn der Rasen gemäht oder die Terrasse geschrubbt werden muss

Tipp 4

Doppelstrahler zaubern an Mauern aus Stein oder an Holzpaneelen ­wundervolle Effekte. Wer die passende Stelle finden möchte, bindet zwei ­Taschenlampen zusammen und klebt sie mit Panzerband fest

Tipp 5

Bei der Beleuchtung der Terrasse sind Wandleuchten mit Dimmer sinnvoll. Damit die Gäste nicht auf eine schwarze Wand schauen, sollten die Lichtquellen an der Wand immer weniger hell strahlen als die nächste Leuchte im Garten

Tipp 6

Um Bäume auszuleuchten, kann man einen Spot in den Wipfel hängen. Oder man bringt schmale Lichtkegel darunter an

Tipp 7

Spießstrahler mit Fotozellen sind eine schöne Spielerei für Entscheidungsschwache: Sie lassen sich nach Lust und Laune umstecken, zum Beispiel in das Beet, das gerade am schönsten blüht

Tipp 8

Achten Sie darauf, eine Lampe mit hochwertigen Reflektoren zu kaufen. So wird das Licht noch gezielter auf das gewünschte Objekt gelenkt, und ­die Lichtverschmutzung, unter der Pflanzen und Tiere leiden, wird reduziert

Tipp 9

Um Einbrecher abzuschrecken, gibt es besonders grelle Strahler mit Bewegungssensoren. Sie sollten so platziert werden, dass sie nicht von winkenden Ästen ausgelöst werden können

Tipp 10

Erdkabel können zum Schutz vor Spaten und Nagerzähnen noch zusätzlich in Rohre verlegt werden. Aber kein Metall, das vergiftet den Boden, wenn es rostet

Goldene Regel: mehr dunkle als helle Flächen

Besonders spannend sind Lichtakzente neben Wasserflächen, unter großen Pflanzen, an Gartenmauern oder neben Wegen. Besonders raffiniert wirken wasserdicht konstruierte Spots, die in den Boden der Terrasse oder im Rasen eingelassen sind. Aber Vorsicht: Die wichtigste Regel für die Gartenbeleuchtung lautet, dass die dunklen Flächen die hellen immer klar überwiegen sollen – sonst hat das Ensemble schnell den Charme eines Fußballstadions bei Flutlicht.

Licht, das Linien formt: Egal ob Mondparade ... Foto: Fotolia

... oder Doppelleuchte: die Symetrie macht's Foto: Lutec

Erst die Beleuchtung, dann die Pflanzen

Die meisten Experten empfehlen für die Einbaulichter draußen heute LED-Lampen. Bei weißem Licht kann man so genau bestimmen, ob es eher warm oder kühl wirken soll. Ihr Stromverbrauch ist niedrig, ihre Lebensdauer extrem hoch: Eine einzige LED-Lampe leuchtet etwa 50.000 Stunden.

Wer ein Haus neu bezieht, sollte erst die Beleuchtung, dann die Pflanzen planen. Zwar gibt es immer mehr kabellose Solarleuchten, aber gerade bei den eleganten, versteckt angebrachten Spots kommt man um Erdkabel kaum herum. Und die müssen „spaten­sicher“, also mindestens 60 Zenti­meter tief, verlegt werden.

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