Roboter in Menschengestalt mäht den Rasen
Gartenpflege

Rasenmähroboter: Modelle, Preise und ein Leistungsrechner

Jeden Samstag wieder: Rasenmähen ist für viele keine Freude. Also warum nicht delegieren? Für und Wider der neuen Mähroboter inklusive aktueller Modellübersicht

Foto: Getty Images

Es gibt sie für Sonnen- und für Regenwetter. Für kleine Gärten, für verwinkelte Gärten und für parkähnliche Rasenflächen oder Sportplätze. Manche von ihnen finden von ganz allein die Grenze zwischen Rasen und Restgarten – und fast alle finden heute allein zurück zu ihrer Ladestation. Das Angebot an Mährobotern für den heimischen Garten ist inzwischen fast so umfangreich wie das an Gartenscheren. Allein 2018 kommen einige Dutzend neue Modelle heraus.

Diese Flut liegt wahrscheinlich in der gefühlten Not der Kundschaft begründet: Nichts nervt viele Garteneigner so sehr wie die wöchentlich anstehende Mahd. Das Glück der Mähroboterbesitzer macht da schon neidisch: Wenn ihr Wochenende beginnt, ist der Rasen bereits gemäht.

Mähroboter 2018: Elf aktuelle Modelle im Portrait

Mähroboter: Vor- und Nachteile

Die Vorteile der kleinen Helfer: Weil sie häufig mähen und weil sie das Schnittgut fein zerkleinert als nährenden Mulch zwischen den Grashalmen liegen lassen, wächst der Rasen besonders dicht und teppichartig. Und weil sie leiser sind als ein herkömmlicher Rasenmäher, dürfen sie theoretisch sogar nachts mähen.
Die Nachteile der meisten Modelle: Sie kosten so viel wie mehrere Rasenmäher zusammen. Sie brauchen in der Regel einen Grenzdraht, um das Ende des Rasens zu finden, und dort an den Kanten lassen sie dann mitunter trotzdem die letzten Büschel stehen.

Also muss bei ordnungsliebenden Gemütern zumindest der Rasenkantenschneider zur Unterstützung herhalten. Und Insekten, Igel oder andere Nützlinge werden durch die ständige Gefahr, überfahren zu werden, stärker beeinträchtigt als bei konventionellen Mähern.

So berechnen Sie die wahre Leistung des Mähroboters

Eine wichtige Kennzahl für Mähroboter ist die so genannte Flächenleistung, zum Beispiel 300, 600 oder 1200 Quadratmeter. Das ist die Rasenfläche, für die der Roboter technisch ausgelegt ist, je nachdem, wie schnell er fährt und wie oft er zur Ladestation zurückfahren muss. Aber Vorsicht: Nur weil da genauso viel Quadratmeter stehen wie Ihre Rasenfläche groß ist, heißt das nicht, dass der Roboter der Aufgabe in Ihrem Garten gewachsen ist.

Denn die meisten Hersteller geben die Flächenleistung nur als theoretische Größe an - für den theoretischen Fall, dass der Roboter jeden Tag fast ununterbrochen mäht. Die meisten Familien möchten ihren Rasen aber während der Woche auch benutzen, dann bleibt der Roboter besser in der Garage. Außerdem ist es nicht anzuraten, den Roboter nachts laufen zu lassen. Dann sind zu viele Tiere unterwegs, die der Mäher überfahren könnte. Und nicht alle Mäher können weiterarbeiten, wenn es regnet, die im Sommer in Ihrer Gegend übliche Niederschlagsmenge verkürzt also die Wochenarbeitszeit des kleinen Helfers auch noch mal.

Vor dem Kauf sollten Sie also genau überlegen, wie lange der Roboter in Ihrem Garten arbeiten soll und kann. An welchen Tagen? Für wie viele Stunden? An wie vielen Tagen regnet es bei Ihnen erfahrungsgemäß? Aus dieser echten Arbeitszeit ergibt sich die tatsächliche Mähleistung des Gerätes nach folgender Formel:

×
÷
=
tatsächliche Flächenleistung

Beispielrechnung

Die meisten Roboter in Familiengärten laufen realistisch gesehen etwa 40 Stunden pro Woche - nur Wochentags, und nur von 6 bis 14 Uhr, wenn niemand zu Hause ist. Die meisten Hersteller rechnen aber mit etwa 120 Stunden pro Woche.

Daraus ergibt sich folgende Beispielrechung
Die Flächenleistung Ihres Mähroboters ist mit 1.300 Quadratmetern angegeben. Der Hersteller des Roboters gibt an, dass diese Fläche in 120 Stunden gemäht wird. Sie können den Roboter aber realistisch gesehen nur an rund 40 Stunden in der Woche einsetzen.

Übertragen auf die Formel
1.300 x 40 : 120 = 433. Die tatsächliche Flächenleistung des Mähroboters entspricht pro Woche realistisch gerechnet also nur 433 statt den angegebenen 1.300 Quadratmetern.

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Frage zum Thema Gärten & Pflanzen Unser Rasen muss auf einer Fläche von 300 m² erneuert werden. Wir wollen dabei Rollrasen verwenden. Was ist dabei zu beachten?

Zur Verlegung von Rollrasen können wir Ihnen folgende Hinweise geben:

Auswahl der Rasensorten
Die Wahl der richtigen Rasensorte muss gut überlegt sein. Abhängig von der Verwendung, der Bodenqualität, den Lichtverhältnissen (Schatten!) und dem Pflegeaufwand gibt es verschiedene Rasenqualitäten:
• Zierrasen: Ist wenig belastbar und erfordert viel zeitaufwendige Pflege.
• Sport- und Spielrasen: Ist strapazierfähig, auf ihm können Familien mit Kindern und Hunden toben.
• Schattenrasen: Wächst auch ohne viel Licht und ist widerstandsfähiger gegen Moos und Unkraut.

Vorbereitung:
• Der vorhandene Altrasen wird mit der Schaufel flach abgetragen.
• Die nun freie Fläche wird durch Umgraben tiefgründig gelockert. Bei diesem Arbeitsgang müssen Steine und Wurzelreste sorgfältig entfernt werden. Dabei ist besonders auf die Wurzelfortsätze von Giersch, Schachtelhalm, Quecke oder Huflattich zu achten.
• Bei schweren, lehmhaltigen Böden empfiehlt es sich, Sand einzuarbeiten (1 - 3 m³ pro 100 m²), um die Drainagefähigkeit zu verbessern. Bei leichten sandigen Böden empfiehlt es sich, Humus (Kompost vom Grünschnitt-Sammelplatz) einzuarbeiten.
• Danach wird der Boden so lange abgeharkt, bis eine ebene Fläche ohne Bodenwellen oder Senken entstanden ist. Um Unebenheiten auszugleichen, kann die Fläche mit einem 3 m langen Brett abgezogen werden.
• Abschließend erfolgt die Verdichtung der planierten Fläche mit einer Walze oder durch Festtreten mithilfe von Trittbrettern.
• Die Fläche sollte nun nach Möglichkeit ein bis zwei Wochen ruhen und öfter gewässert werden. Der Boden setzt sich, und eventuelle Unebenheiten können noch nachträglich ausgebessert werden.
Verlegen des Rollrasens:
• Der Fertigrasen muss gleich am Tag der Lieferung verlegt werden.
• Es empfiehlt sich, vor der Verlegung "Starterdünger" einzuarbeiten. Er wird mit der Hand gleichmäßig verstreut und anschließend oberflächlich eingeharkt.
• Der so vorbereitete Boden muss unmittelbar vor dem Verlegen noch einmal 1 - 2 cm tief geharkt werden.
• Die Verlegung sollte nach Möglichkeit an einer geraden Kante beginnen. Die einzelnen Bahnen müssen nahtlos aneinander und kreuzweise versetzt verlegt werden. Überlappungen können mit einem langen Messer mit Wellenschliff gekürzt werden.
• Um Trittspuren zu vermeiden, empfiehlt es sich, auf dem bereits verlegten Rassen Bretter auszulegen.
• Die fertig verlegte Fläche wird zum Schluss vorsichtig diagonal zu den Kanten  angewalzt, damit der Rasen einen guten Kontakt zum Erdreich bekommt.
• Nach Fertigstellung der Rasenfläche muss bis zum Anwachsen eine ausgiebige und durchdringende Wässerung erfolgen (ca. 15 - 20 Liter pro m²). Rollrasen und Erdreich müssen immer feucht sein.
• Nach rund 2 - 4 Wochen sind (je nach Witterung) die Rasensonden mit dem Erdreich verwachsen. In diesem Fall kann die Bewässerung langsam auf ein normales Maß zurück gefahren werden. In der Regel reichen nun bei Trockenheit wöchentlich  1 - 2 reichliche Bewässerungen aus.

Die Preise für Rollrasen sind sehr verschieden, so dass wir leider keine brauchbaren Angaben machen können.

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