Kleine Wespenkunde: Welche Arten stechen, welche nicht?
Gartenpflege

Kleine Wespenkunde: Welche Arten stechen, welche nicht?

Wespe ist nicht gleich Wespe. Es gibt aggressive Arten - und ziemlich friedliche. Aber wie lassen sie sich unterscheiden? Und was hilft, wenn die Wespe zugestochen hat?

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Alles Wespen sind aggressiv? Von wegen! Vor allem auf Kuchen und Grill-Wurst machen überhaupt nur zwei der in Deutschland heimischen, schwarz-gelb geringelten Arten Jagd: Die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. Sie bekommen im August und September Heißhunger auf unser Essen. Dabei lassen sie sich auch von wedelnden Händen wenig stören - und stechen sofort, wenn man sie bei der Jagd auf dem Menschenteller aus Versehen quetscht oder verschluckt.

Klicken Sie sich durch unsere Wespengalerie und lernen sie die aufdringlichen von ihren schüchternen Verwandten zu unterscheiden. 

Galerie: Stechende Wespen, harmlose Wespen

Das hilft gegen Insektenstiche

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Das hilft gegen Insektenstiche

Was tun, wenn’s juckt und brennt? Echte Hausmittel - und (gefährliche) Mythen

Nach einem Wespenstich in den Finger der erste Impuls: Den malträtierten Finger in den Mund nehmen und lutschen. Das fühlt sich tatsächlich besser an, denn die Spucke kühlt die gereizte Stelle.

Die Behauptung allerdings, die Spucke würde auch Substanzen enthalten, die die Proteine des Insektengifts zerlegen und so unschädlich machen, ist ein moderner Mythos. Im Speichel sind zwar so genannte Verdauungsenzyme enthalten, allerdings nur für Zucker - und selbst wenn das anders wäre: Um zu den Molekülen aus dem Wespenstachel oder dem Mückensauger vorzudringen, müsste er erst einmal durch die Haut kommen.

Der gleiche Einwand verbannt das Hausmittel Zwiebel in den Bereich der Mythen. Zwar enthalten die Speicherorgane tatsächlich Stoffe, die Entzündungen im Körper herunterregulieren können - aber eben nur, wenn sie dorthin kommen. Die menschliche Haut ist wasserabweisend - und diese Stoffe sind wasserlöslich. Zwiebelsaft trinken gegen Halsentzündungen? Prima Idee. Zwiebel auf den Mückenstich auflegen? Das kann man besser bleiben lassen.

Ohnehin sollten Insektenstiche erst einmal genau betrachtet werden, bevor man daran herumdoktert. Die meisten Stichkanäle schließen sich sehr schnell. Aber manche Stiche haben an der Einstichstelle eine millimetergroße Wundfläche. Manche Wespenstiche, die Bisse von Bremsen - oder wenn eine Kriebelmücke zugestochen hat. In diesem Fall kann aus einem kleinen Stich schnell eine große Infektion mit Blutvergiftung werden. Solche Bisse müssen sorgfältig gekühlt und vor allem steril behandelt werden.  

Medizinische Profis kühlen deswegen mit einem Umschlag aus Mullkompressen, die vorher in kalter Octenisept-Lösung getränkt wurden. Wenn die Lösung auf der Haut verdunstet, kühlt das einerseits, andererseits desinfiziert dieser Stoff eine mögliche Wunde.

Bei geschlossenen Stichen hilft der Stoff Dimetinden. Er ist zum Beispiel in Fenistil enthalten und wirkt als Signalstoff gegen das körpereigene Alarmmolekül Histamin. Wir der Alarm unterbrochen, geht die Schwellung zurück und das Jucken wird besser.

Eine ähnliche, allerdings deutlich schwächere Wirkung hat Nachtkerzenöl. Manchmal wird auch Wachholderöl bei Mückenstichen empfohlen. Das ist keine gute Idee: Dieses Öl fördert die Durchblutung und verstärkt so die Symptome.

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