Gartengestaltung: Baumschnitt ohne Leiter
Gartenpflege

Gartengestaltung: Baumschnitt ohne Leiter

Den Apfel- oder Kirschbaum zu schneiden kann ganz schön mühsam sein ... Wir geben die richtigen Tipps und zeigen praktische Helfer

Foto: Stihl

Für viele Hausbesitzer ist die Arbeit im eigenen Garten reinste Erholung. Wenn man dann effektive Geräte zur Verfügung hat, machen auch schwierige Aufgaben Spaß. Zum Beispiel wenn es draum geht, die Bäume auszulichten. 

Von der Astschere bis zur Kettensäge

Wer Astscheren, Sägen und Kettensägen mit passender Teleskopstange anschafft, kann auch höhere Bäume in Windeseile schneiden. Ein echter Klassiker ist die handbetriebene „­Giraffe“. Ihre Scheren bewegen sich per Seilzug und schaffen, je nach Qualität, zwei bis vier Zentimeter dicke Äste.
Bei dickeren Ästen muss man sägen. Zum Beispiel per Astsäge, die auf eine Ausziehstange gesteckt wird. Ihre Zähne fressen sich durch den Druck, den man über die Stange auf das Holz legen kann, ziemlich mühelos voran. Noch einfacher geht es mit Kettensägen. Aber sie erfordern Übung. Diese Geräte sind schwer, man sollte mit Trage­gürtel arbeiten, um nicht abzurutschen. Zudem muss man seine Kraft richtig einschätzen: Um die Werkzeuge in großen Höhen noch ausbalancieren zu können, braucht es starke Arme und gut trainierte Bauchmuskeln. 

Ein Hochentaster (hier von Stihl, ab 500 Euro) bringt die Kettensäge in die Krone Foto: Stihl

Höhere Sicherheit durch Baumschnitt ohne Leiter

Baumschnitt ohne Leiter verhindert Unfälle: Das Terrain unter Bäumen ist oft zu uneben, dass eine Leiter dort sicher stehen kann. Aber Sägearbeiten über Kopf sind auch nicht ohne: Wer das zum ersten Mal macht, stellt sich oft direkt unter den Ast, den er schneiden möchte. Das kann böse enden: Äste fallen oft schneller, als man denkt. Deswegen wichtig: Abstand halten zu dem Bereich, über den der Ast wächst. Und selbstverständlich sollte man nicht vergessen, einen Helm zu tragen.  Übrigens: Die Baumschnittzeit endet im März. Dann beginnt die Brutzeit unserer Gartenvögel

5 Tipps für den Baumschnitt ohne Leiter

• Je schwerer das Gerät, desto ­geringer  ist die echte Arbeitshöhe
• Geräte mit Motor sollte man erst in niedriger Höhe ausprobieren
• Helm nicht vergessen – Äste fallen schneller, als man springen kann
• Abstand halten – nie dort schneiden, wo man gerade steht
• Dicke Äste in zehn Zentimeter Abstand zum Stamm schneiden – und dann noch ein zweites Mal nah dran

Bäume und Hecken schneiden: Helfer in großer Höhe

Wer hohe Bäume im Garten hat, braucht gute Scheren. Und am besten solche, die eine Leiter überflüssig machen. Wir zeigen 8 unentbehrliche und praktische Geräte für den richtigen Schnitt

Der richtige Baumschnitt: so geht’s

Angst vor dicken Brettern? Gar nicht nötig. Lebendes Holz zu schneiden, ist gar nicht so schwer. Ein paar einfach Regeln helfen weiter:

• 
geschnitten wird, so lange die Bäume in Ruhe sind, also nachdem das Laub gefallen ist und bevor wieder die ersten Knospen anschwellen
 kleinere Äste können direkt am Ansatz gekappt werden. Dickere Aste, die mit ihrem Gewicht beim Fallen Rinde mitreißen könnten, werden in zwei Etappen gekürzt: Etwa zehn Zentimeter vor dem Ansatz, und dann erst direkt dort, wo sie aus dem Stamm oder dem anderen Ast kommen.
 beim Winterschnitt geht es einfach ums Auslichten: Abgestorbene Äste sollen entfernt werden, außerdem kommen Äste weg, die andere Äste kreuzen, zum Beispiel, weil sie senkrecht nach oben wachsen.
 beim Schneiden auch daran denken, wie der Baum danach wächst. jeder Schnitt ist ein Ansprorn, neue Äste zu bilden. Je stärker das Gehölz geschnitten wird, desto stärker tritt es nach.
 Äste immer ganz entfernen und nicht nur auf halber strecke - dann entstehen dort neue, krüppelnde Verzweigungen.
 nie mehr als ein Drittel der Äste in einem Winter abschneiden, eher weniger
 die meisten Gärtner raten heute vom verschließen der Wunden ab: Der Baum kann das selbst - und es ist wie beim Menschen, an der frischen Luft heilen Winden am besten.
 kleinere Äste können sofort gehäckselt und dann aus Mulch auf Wege oder sogar direkt auf Beeten ausgebracht werden. Der Vorteil: Wenn sie verrotten, machen sie sandigen Boden fetter, klebriger. Dazu am besten Hornspäne mit dazustreuen, damit es während des Abbaus keinen Stickstoffmangel im Boden gibt.
 große Äste kann man zersägen und entweder als Baumaterial im Garten verwenden - zum Beispiel als Drainageschicht im Hochbeet. Oder nach zwei Jahren Trocknung im Ofen verfeuern. 

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