Online-Bautagebuch: November 2017

Ortgangziegel mit Innensteg?

Diesmal im Blog: Man glaubt gar nicht wie viele verschiedene Optionen man allein beim Thema Dachpfanne hat. Es gibt so unzählig viele Dachpfannen, -farben und Möglichkeiten…Wahnsinn.

Foto: Mona

Hallo zusammen,

im letzten Artikel hatte ich euch bereits von den Rohbauarbeiten im Außenbereich erzählt. Der gesamte Eingangsbereich wurde inzwischen abgerissen und eine Bautür eingebaut.

Aktuell warten wir darauf, dass die neuen Fundamente für den Eingangsbereich hergestellt werden. Der neue Windfang wird etwas größer als der alte: Auf diese Weise können wir eine deutlich größere, zum Haus passende Hauseingangstür realisieren und gewinnen eine kleine Garderobennische dazu. Die Feuchtigkeits- und Schimmelprobleme des ursprünglichen Vorbaus gehören dank der komplett neuen Konstruktion schon bald der Vergangenheit an.

Erst wenn diese Arbeiten durchgeführt worden sind, können wir das Gerüst für die Dach- und Fassadensanierung stellen. Langsam werden wir schon etwas nervös, da sich die Temperaturen in den nächsten Tagen nach unten bewegen sollen und Rohbauarbeiten unter 5 Grad Außentemperatur ohne mehr oder weniger aufwändige Zusatzmaßnahmen nicht mehr vernünftig wären.  

Die Überreste des Windfangs im Baucontainer. Das marode Mauerwerk war nicht mehr zu retten. Foto: Mona

Neben den ganzen neuen Öffnungen, wird auch noch eine Türöffnung zwischen Badezimmer und unserem zukünftigen Schlafzimmer zugemauert. Hier mussten wir zunächst schnell einen Tischler aktivieren, um die alte Tür auszubauen und zu retten. Aller Voraussicht nach erfolgt das Zumauern nun in der kommenden Woche.

Nach den Rohbauarbeiten im Hausinneren ging es auch schon im Außenbereich weiter. Der gesamte Eingangsbereich mit der Hauseingangstür ist nun weg und anstelle dessen wurde eine Baustellentür eingebaut. Das alte Eingangsbauwerk wurde, wir vermuten es war in den 20er Jahren, in sehr einfacher Bauweise errichtet und war nicht nur oberflächlich betrachtet mittlerweile stark in die Jahre gekommen. Wir sind froh, dass wir uns dazu entschlossen haben, ihn komplett abzureißen und neu zu bauen. So können wir dort später auch eine Fußbodenheizung einrichten, die dem Schimmel- und Feuchtigkeitsproblem in dem kalten Raum entgegenwirkt. Im alten Windfang lagen die Fliesen einfach im Sand mit etwas Mörtel dazwischen, ohne jegliche Abdichtung…

Ortgangziegel mit Innensteg oder mit Außensteg?

Wir haben die erneute Wartezeit genutzt und immer wieder Touren durch Hamburg gemacht, um verschiedene Dachpfannen in unserer Umgebung zu bemustern. Nichts ist anschaulicher als sich bereits realisierte Bauvorhaben anzusehen :-) Man glaubt gar nicht wie viele verschiedene Optionen man allein beim Thema Dachpfanne hat. Es gibt so unzählig viele Dachpfannen, -farben und Möglichkeiten…Wahnsinn. Soll es eine Beton- oder Tonpfanne werden? Welche Form soll die Pfanne haben: Hohlziegel oder Hohlfalzziegel, Flachdach-Pfanne oder Doppelmuldenpfalz-Ziegel? Und wie soll der Ortgang aussehen? Soll es ein Ortgangziegel mit Innensteg oder mit Außensteg sein, das heißt, soll die Pfanne am Rand des Daches ein wenig überstehen oder soll die letzte Dachpfanne den Ortgang lediglich einrahmen? Am Anfang denkt man „Dachpfanne ist Dachpfanne“, aber dann merkt man schnell, dass es eine unglaublich große Bandbreite an Gestaltungsoptionen gibt.

Für uns stand relativ früh fest, dass die Dachpfanne in jedem Fall matt und nicht glänzend ausgeführt werden soll. Auch wenn die glänzende Beschichtung der Dachpfanne für längere Zeit verhindert, dass das Dach grün und mit Moos bedeckt wird, mögen wir eine matte Pfanne für unser altes Haus lieber. Gleiches gilt für die Form: Von Anfang an wussten wir, dass wir eine Hohlfalzpfanne nehmen werden. Für uns war wichtig, dass das Dach die traditionelle Optik wahrt und zum Charakter des Hauses passt.

Wir haben ganz schön lange hin und her überlegt. Was es letztendlich geworden ist, berichte ich euch sobald unsere Dachdeckerarbeiten losgehen… Ich hoffe ganz bald!

Ich wünsche euch eine schöne kurze Woche!

Liebe Grüße,

Eure Mona

Hallo, ich bin Mona. Zusammen mit meinem Mann Christoph lebe ich in der wunderschönen Stadt Hamburg. Uns beide verbindet das gemeinsame Interesse für Architektur, Interior Design und liebevoll restaurierte Altbauten. Im vergangenen Jahr haben wir uns endlich unseren Traum vom eigenen Altbau mit kleinem Garten erfüllt - über 100 Jahre alt, stark renovierungsbedürftig! In den kommenden Monaten berichten wir hier von unserem Abenteuer Baustelle mit all seinen Höhen und Tiefen und werden euch regelmäßig auf dem Laufenden halten.

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