Smart Home

Licht, Luft, Logik

Mit digitaler Unterstützung lassen sich für Fenster, Markisen und Rollläden Szenarien abspeichern. Die erhöhen nicht nur den Komfort, sondern helfen in manchen Fällen sogar, bares Geld zu sparen

Foto: Velux

„Netatmo“ misst neben der Nieder­schlagsmenge auch Temperatur, CO2-Gehalt und Luftfeuchtigkeit Foto: Netatmo

Hand aufs Herz: Wer dreht, wenn er das Fenster zum Lüften auf Kipp stellt, auch die Heizung runter? Na? Eben. Dabei geht das ganz automatisch. Fast jeder Anbieter von Smart-Home-Produkten hat diese Funktion mit im Programm. Es braucht dafür nämlich nur einen Fensterkontakt, eine (meist mit dem Internet verbundene) zentrale Steuer­einheit und ein intelligentes Heizungsthermostat. Wird das Fenster geöffnet, ­registriert das der Kontakt und meldet es der Steuereinheit. Die sendet ein Signal an das Thermostat, und dieses regelt wiederum, um wie viel (vom Nutzer vorab definierte) Grad die Temperatur abgesenkt wird. Wird das Fenster geschlossen, geht die Heiztemperatur automatisch wieder nach oben – das alles natürlich drahtlos.

Das ist nur ein Beispiel dafür, wie Smart-Home-Geräte heutzutage nicht nur den Komfort erhöhen, sondern sogar helfen, Energie und damit Geld zu sparen. Und diese Szenarien lassen sich dank des modularen Aufbaus der einzelnen Komponenten sehr oft noch beliebig erweitern. So werden zum Beispiel Rollläden und Markisen fast schon standardmäßig über eine App gesteuert. Richtig smart wird das Ganze aber erst, sobald noch ­zusätzliche Informationen hinzukommen. Das können die jeweiligen Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond sein, an die die Steuerung angepasst wird. Oder der Nutzer stellt sein ganz individuelles ­Tagesprogramm ein.

Somfys Gerät misst die Schwingungen des Windes an Markisen – und fährt diese bei Bedarf ein Foto: Somfy

Automatisches Lüften bei schlechter Luft

Noch schlauer wird die Sache, wenn das Wetter mit ins Spiel kommt. Bei einigen Smart-Home-Systemen ist eine Wetterstation integriert, die den Wind oder die Niederschlagsmenge kontrolliert – und ­automatisch Maßnahmen ergreift. Pustet es zu heftig, wird beispielsweise die Markise eingeholt. Gleiches gilt, wenn sich der angekündigte Schauer doch zum Platzregen entwickelt.

Aber nicht nur außen wird gemessen und entsprechend (gegen-)gesteuert. Auch im Rauminneren gibt es Parameter, die beim Erreichen einer bestimmten Grenze das Smart Home zur Aktion veranlassen. So gibt es unter anderem Sensoren, die den Gehalt von Kohlendioxid in der Raumluft messen. Ist der CO2-Wert zu hoch, öffnet die Steuereinheit per Motor das Fenster – und schließt es natürlich auch wieder. Auch bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit reagieren solche Systeme und beugen so unter anderem der Schimmelbildung vor.

Aufwendige Verkabelungen entfallen

Apropos Motor: In vielen Fällen können bereits vorhandene Schalter für die Steuerung von Rollläden und Jalousien durch intelligente Taster problemlos ausgetauscht werden. Aufwendige Verkabelungen entfallen, trotzdem lassen sich die smarten Funktionen nutzen. Und für Skeptiker bleibt natürlich immer noch die gute alte Steuerung per Hand erhalten.

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