Einbruchschutz: Türen und Fenster richtig sichern
Sicherheit & Komfort

Einbruchschutz: Türen und Fenster richtig sichern

Rund 151.000 Haus- und Wohnungseinbrüche gab es deutschlandweit im Jahr 2016. Wir geben eine Übersicht, wie Sie Einbrechern ihr Handwerk erschweren können

Illustration: Niesen Mediendesign

Vollständig einbruchsichere Häuser gibt es nicht. Aber man kann sich schützen. Der Zeitfaktor spielt nämlich eine wichtige Rolle. Kommt der Einbrecher nach zwei bis fünf Minuten nicht rein, wird der Einbruch meist abgebrochen. Mit aufeinander abgestimmten mechanischen und elektronischen Maßnahmen lassen sich Hindernisse schaffen. ­Polizeiliche Beratungsstellen helfen, die Schwachstellen des Hauses aufzuspüren. 

Illustration: Niesen Mediendesign

Quellen: Kölner Studie, BHE/Polizeipräsidium Köln, Statista

Aufklärung und Prävention

Balkon- und Terrassentüren sind bei Einfamilienhäusern die größten Schwachstellen. Fast die Hälfte aller Einbrüche finden über diesen Weg statt. Die Chancen, das die Diebe gestellt werden, sind gering. Nur knapp 17% aller Einbruchsdelikte wurden 2016 aufgeklärt.

Dabei lassen sich mit einfachen Maßnahmen bereits abschreckende Effekte erzielen. Durch Zeitschaltuhren für Rollläden und die Beleuchtung lässt sich die Anwesenheit der Hausbesitzer vorgaukeln. Briefkasten sollte man während der Abwesenheit immer (vom Nachbarn) leeren lassen. Und naürlich sollte dem Einbrecher das Langfinger-Leben nicht auch noch erleichter werden. Das heißt keinen Sichtschutz schaffen, Aufstiegshilfen (z. B. Mülltonne) wegschließen und außen keine Schlüssel verstecken.

Grafik: Grundsicherung eines Hauses

Mit einer Kombination aus mechanischen und digitalen Abwehrmaßnahmen lässt sich der Einbruchschutz deutlich erhöhen

Illustration: Niesen Mediendesign

Mechanische Sicherung ist unerlässlich

So sinnvoll elektronische Elemente wie eine Alarmanlage oder App-gesteuerte Sensoren, Kameras, Bewegungsmelder und Signalgeber sind - sie ersetzen doch nicht die mechanischen Schutzvorrichtungen.

Denn Ziel sollte es sein, den Einbrecher erst einmal ganz grundstätzlich sein Vorhaben zu erschweren. Je länger der Dieb nämlich braucht, um in das Haus oder die Wohnung zu gelangen, desto eher gibt er auf. Ein mechanisch gut gesichertes Haus ist für Gelegenheitsdiebe kaum zu überwinden und schreckt Profis ab.

Grundsicherung bei Fenstern

Konventionelle Fenster lassen sich in sekundenschnelle aufhebeln, dafür reicht meist schon ein handelsüblicher Schraubenzieher. Drei Viertel aller Fensteraufbrüche finden über diesen Weg statt, das Glas wird dagegegen nur sehr selten eingeschlagen. Wirksamen Schutz versprechen einbruchhemmende Fensterbeschläge, abschließbare Fenstergriffe und -riegel sowie Pilzkopfverriegelungen.

Quellen: Kölner Studie, BHE/Polizeipräsidium Köln, Statista

Illustration: Niesen Mediendesign

Grundsicherung bei Türen

Es darf im System von Türblatt, Zarge, Schloss, Schließblech und Beschlag keine Schwachpunkte geben. Schließbleche und Zargen müssen gut im Mauerwerk verankert sein. Massive Türblätter, Schlösser mit Mehrfachverriegelung und Profilzylinder mit „Ziehschutz“ verhindern den ungebetenen Besuch.

Quellen: Kölner Studie, BHE/Polizeipräsidium Köln, Statista

Illustration: Niesen Mediendesign

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