Neubauplanung

Wände und Dämmung

Ziegel oder Porenbeton, vorgehängte Fassade oder WDVS – beim Wandaufbau und dessen Dämmung gibt es reichlich Wahlmöglichkeiten

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Bei der Neubauplanung wichtig zu beachten: die Dämmung Foto: Superingo - Fotolia

Haufig ist beim Hausbau von den eigenen vier Wanden die Rede. Nimmt man die Innenwände einmal aus, braucht ein Eigenheim tatsächlich derer nur vier. Doch ganz so einfach ist die Sache dann doch nicht, denn allein beim Wandaufbau gibt es diverse Moglichkeiten. Bei der Errichtung eines Massivhauses konnen Bauherren mittlerweile allein bei Ziegeln unter einer Vielzahl wahlen, weil diese ungefüllt oder mit unterschiedlichen Materialien (Perlite, Mineralwolle etc.) verfüllt und so auch mit sehr variablen Wärmedämmwerten angeboten werden. Da so keine zusätzliche Dämmung nötig ist, sind sie für viele Bauherren der massive Wandaufbau ihrer Wahl.

Im Fall von Porenbeton oder Kalksandstein ist eine zusätzlich und im Regelfall von außen angebrachte Wärmedämmung unbedingt erforderlich. Auch hierbei gibt es – wie könnte es anders sein – viele verschiedene Möglichkeiten. Das klassische Wärmedämmverbundsystem, kurz WDVS genannt, wird mittlerweile durchaus kontrovers diskutiert. Ein Grund ist die erhöhte Brandgefahr, die vom verwendeten Polystyrol ausgehen soll. Dieses wurde aufgrund niedriger Kosten und guter Dämmeigenschaften in rund 70 Prozent der WDV-Systeme in Deutschland benutzt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich bei einem WDVS für ein System entscheiden, das nicht brennbare Dämmstoffe (Klassifizierung A) verwendet, wie im Fall von Glas- oder Steinwolle.
Eine andere Möglichkeit sind Platten aus Phenolharz oder Polyurethan. Sie bieten eine schlanke, effektive Konstruktion, sind aber auch 15 bis 20 Prozent teurer als Mineralwolle. Wer auf nachwachsende Rohstoffe setzen möchte, verwendet Kork oder auch Hanf.

Warm eingepackt: Außenwand-Dämmung ist die effektivste Sparmaßnahme Foto: Kara - Fotolia

Beim Dämmen muss sauber gearbeitet werden, damit keine Kältebrücken enststehen Foto: Ursa

Eine vollkommen andere Version der Dämmung ist die vorgehängte hinterlüftete Fassade, kurz VHF genannt. Hier sind Witterungsschicht und Dämmung durch eine Hinterlüftung baulich getrennt. Der Dämmstoff wird direkt an der Außenwand des Hauses angebracht. Durch die Lüftung bleibt die Dämmung trocken, und die volle Dämmwirkung wird gesichert. Geringe Feuchtigkeit kann nach außen trocknen, was einen guten Schutz gegen Schimmel bedeutet.

Großer Vorteil der VHF sind die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten, die von Putzoptik bis zur Klinkerfassade (Riemchen) reichen. Selbst Schiefer, Kunststoff oder Naturstein können als Abschluss der Fassade angebracht werden. Als Dämm-Material stehen Mineralfasern ebenso zur Verfügung wie Polystyrol, Polyurethan oder Naturfasern. Die Dicke der Dämmung darf man selbst bestimmen oder seinen Energiesparzielen anpassen.
In jedem Fall sollte man bei der Dämmung nicht geizen, denn die Fassade ist – energetisch gesehen – eine echte Schwachstelle des Hauses. Über die ­Außenwand können bis zu 40 Prozent der Heizwärme verloren gehen.

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