Mobile Häuser, mobiles Haus auf einem Berg umbgeben von Natur
Neubauplanung

Mobile Häuser

Mobile Domizile gelten noch als Ausnahmeerscheinung, treffen aber zweifelsohne den Puls der Zeit

Mobile Häuser, mobiles Haus auf einem Berg umbgeben von Natur Foto: Ecocapsule

Mobile Häuser, steht im Garten, Glashaus umgeben von einem Holzgerüst

FinCube Foto: Fincube

Mobile Häuser, offene Küche aus hellem Holz, die in den Wohnbereich übergeht, moderne schwarze Lampe, ein schwarzer Stuhl an dem Esstisch inklusive Herd

FinCube mit moderner Inneneinrichutng Foto: Fincube

Per Kran, Tieflader, Bahn oder Schiff kommen sie an jeden gewünschten Einsatzort. Und dort bleiben sie, wachsen oder ziehen wieder um – eben wie das Leben so spielt. Mobile Häuser. Ein Grundstück von etwa 200 Quadratmeter Fläche mit Anschlüssen reicht ihnen, vielleicht nicht einmal gekauft, sondern gepachtet oder geleast. Wohnraum ist in vielen Städten knapp. Da kommen die Minis gerade recht, können sie doch kleinste Lücken füllen.

Die flexiblen Bauten dienen nicht nur als vollwertiger Lebensraum für moderne Nomaden, die der Job oder die Liebe in eine andere Stadt verschlägt. Sie bieten sich auch als unkomplizierte Wohnraumerweiterung an – auf ein bestehendes Flachdach oder in den Garten gesetzt. Der Bedürfnisse gibt es viele. Da kann Oma auf das Grundstück ihrer Kinder ziehen, bleibt im eigenen Heim autark und ist dennoch ihrer Familie nah. Oder Existenzgründer richten sich im heimischen Garten ein abgeschlossenes Büro ein. Ideal auch für selbständige Mütter oder Väter, die trotz abgeschiedener Arbeitsstatt für die Kinder immer erreichbar sein wollen.

Mobile Häuser, mobiles Haus wird mit einem Kran auf einem Grundstück abgesetzt

FlyingSpaces: Hier ist der Name Programm Foto: Schwörer

Modulhauskonzept FlyingSpaces

Zukunftsvisionäre, mutige Architekten, aber auch Fertighaushersteller wagen sich an den Bau solch kleiner Eigenheime. Sie schaffen höchst modernen Wohnraum, sowohl optisch als auch funktionell. Die meisten Winzlinge lassen sich ganz nach eigenem Zeit- und Lebensplan verändern, unkompliziert aufstocken, erweitern oder auch wieder zurückbauen.

„FlyingSpaces“ nennt SchwörerHaus sein Modulhauskonzept, dessen kleinstes Modell schon für 30.000 Euro zu haben ist. Mit ihren fliegenden Bauten spielen die findigen Schwaben nun sogar Zukunftsmusik: In einem Forschungsprojekt demonstrieren sie, wie sich zukunftsfähige Gebäude, neue Mobilitätskonzepte und eine -intelligente Energieversorgung nachhaltig miteinander verbinden lassen.

Mobile Häuser, mobiles Glashaus am Kran wird auf Hausdach gesetzt

Medienpräsent aufgestellt auf einem Hochhausflachdach Foto: Coodo

Mobile Häuser, Aussenansicht, kleines Haus aus Glas im Grünen

Das Bungalow Coodo kostet in der Basisversion 17.000 Euro Foto: Coodo

Loft Cube und Fincube

Das Aktivhaus B10 erzeugt doppelt so viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen, wie es selbst verbraucht, und speist mit dem Überschuss zwei Elektroautos sowie das benachbarte Museum in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung. Professor Werner Sobek hat den innovativen Bau auf Basis der FlyingSpaces geplant, mit einem durchdachten Energiekonzept und einer selbst lernenden Gebäudesteuerung (Smart Grid) ausgestattet.

Zur Avantgarde deutscher Designer, die sich etwas traut, zählt zweifelsfrei auch Werner Aisslinger. Der Berliner, der permanent neue Technologien und Materialien für seine Arbeiten auslotet, erschafft mit seinem Loft Cube einen futuristischen Wohncontainer.
Medienpräsent aufgestellt auf einem Hochhausflachdach, tritt der Gestalter mit seinem eigenwilligen Ausflug in die Architektur eine Welle los. Sein ökologischer Nachfolger, der Fincube, wird in Südtirol in Niedrigenergiebauweise produziert. Das mobile Loft aus Holz und Glas verbindet Nachhaltigkeit mit exklusivem Design. Das hat seinen Preis: 150.000 Euro.

Mobile Häuser, mobiles Haus auf einem Berg umbgeben von Natur

Herrliche Aussichten im "Wohnei" von Ecocapsule Foto: Ecocapsule

Mobiles Haus, Innenansicht, Schlafkabine und Küchenzeile in weißen und hellbraunen Tönen

Neuartiges Innendesign bei Ecocapsule Foto: Ecocapsule

Coodo und Ecocaspule

Gerade einmal auf eine Summe von 17.000 Euro Kaufpreis kommt die sparsamste Version der Firma LTG (Lofts to go). Die Brandenburger taufen ihre Bungalows „coodo“. Das moderne, offene Design und der weitgehende Verzicht auf Trennwände scheinen jeden verfügbaren Quadratmeter gefühlt zu verdoppeln.
Die markante Gebäudehülle besteht aus Glasfaserbeton auf verzinktem Stahlskelett. Das macht sie korrosionsfrei und wasserbeständig.

Winzig, mobil und auf das autarke Leben ausgelegt ist Ecocapsule, das visionäre Wohn-Ei von Nice Architects. Die Slowaken bringen auf 4,48 mal 2,40 mal 2,48 Meter Fläche Wohnraum für zwei Personen inklusive Dusche und WC unter. Dank Solaranlage und Windturbine versorgt sich die Ökokapsel selbst.
Und übers Dach aufgefangenes Regenwasser wird bei Ecocapsule sogar zu Trinkwasser aufbereitet. 50 der spacigen Knutschkugeln sollen laut Hersteller zum Stückpreis von 79.900 Euro entstehen.

Entdecken Sie unser Wohnglück-Magazin Ihr Ratgeber rund ums Eigenheim

Entdecken Sie unser Wohnglück-Magazin

Ob Sie eine Immobilie bauen, kaufen, renovieren oder finanzieren möchten – im Ratgeber Wohnglück finden Sie wertvolle Infos, Neues, Tipps, Anleitungen und vieles mehr rund um den wichtigsten Ort der Welt.
Mehr über unser Magazin

Unser Newsletter: Tipps, Trends & News in Ihrem Postfach

Bleiben Sie informiert: Wir präsentieren Ihnen regelmäßig
die neuesten Tipps, Trends & Neuigkeiten rund um die Bereiche Bauen und Wohnen.