10 Tipps für Bauherren: So vermeiden Sie Stress beim Hausbau
Neubauplanung

10 Tipps für Bauherren: So vermeiden Sie Stress beim Hausbau

"Hätte ich das nur vorher gewusst!" - jeder Bauherr kennt diesen Ärger. Unsere 10 Tipps ✓ helfen, unnötigen Stress beim Hausbau ✘ zu vermeiden.

Foto: Schwörer Haus

Das sind unsere 10 (Grund-)Regeln für Bauherren

1. Stress vermeiden durch Absprache mit dem Partner

Das klingt banal – ist es aber nicht. Experten berichten es immer wieder: ein Haus zu bauen ist für viele Partnerschaften eine echte Prüfung, schließlich gibt es ja zwei "Bauherren". Da hilft es enorm, wenn beide klar äußern, welche Wünsche sie ans neue Zuhause haben.

Um danach die Zuständigkeiten zu klären: Wer übernimmt die Kommunikation mit dem Architekten oder der Baufirma, wer kümmert sich um die Finanzierung, wer erledigt den Papierkram? Und wie wird der andere über den Stand der Dinge informiert? Wichtig auch: inmitten der Aufregungen auch mal die Ruhe für ein Wellness-Wochenende zu finden.

Wer die 10 wichtigsten Regeln für Bauherren und den eigenen Hausbau beachtet, hat auf der eigenen Baustelle immer viel Grund zur Freude. Foto: Schwörer Haus

2. Viele Musterhäuser anschauen

Pläne zu zeichnen ist wunderbar, 3-D-Animationen am Computer oder die immer beliebter werdenden Virtual Reality-Rundgänge simulieren tolle Wohnräume – aber nichts geht über den sinnlichen Eindruck eines Raumes, eines Hauses, in dem man steht.

Selbst wenn Sie gar nicht neu bauen wollen, hilft der Besuch in Musterhäusern, die eigenen Wohnbedürfnisse besser kennenzulernen. In einem Musterhaus lässt sich erleben, wie groß ein Wohnzimmer von 30 Quadratmetern tatsächlich ist, welche Fußbodenbeläge einem die liebsten sind, welche Wandfarben und Fliesen das neue Zuhause schmücken sollen. Manche Musterhäuser sind so gelungen, dass sie eine kostenlose Einrichtungsberatung darstellen. 

Auch der Besuch der Musterhaus-Parks von Fertighaus-Anbietern lohnt sich. Hier bekommen Sie als Bauherr auch ein Gefühl für die Kosten von einzelnen Gewerken und nehmen vielleicht von so manch kostspieliger Variante Abstand.

3. Sparen Sie sich den Ärger, lassen Sie sich Zeit!

Die meisten Bauvorhaben dauern länger als gedacht. Die Planung braucht noch Zeit, die Bank hat weiteren Klärungsbedarf, es liegen nicht alle Kos­tenvoranschläge vor. Wer jetzt schon die Mietwohnung gekündigt hat oder unbedingt Weihnachten im neuen Zuhause feiern will, kann in unan­genehme Bedrängnis kommen.

So entstehen schlechte Kompromisse oder Pfusch unter Zeitdruck. Und womöglich muss man in ein Haus einziehen, in dem noch die Handwerker arbeiten. Unser Tipp: Planen Sie deswegen mit einem großzügigen Zeitpuffer.

4. Vertrauen Sie als Bauherr auf Experten!

Jedes Bauvorhaben, ob Neubau oder Sanierung, ist eine hochkomplexe Aufgabe. Und es gibt immer mehrere Lösungen für eine Aufgabe. Sie sind zwar der Bauherr, aber es eine enorme Hilfe, wenn ein Fachmann – ein Bauberater, Gutachter oder Architekt – Sie berät, die Kommunikation mit Handwerkern oder dem Bauträger übernimmt und die Bauausführung überprüft.

Ja, das kostet Geld, aber es ist sehr gut investiert. Denn schon die Anwesenheit des Experten sorgt für mehr Präzision in der Bauausführung. Und wenn es wirklich mal Ärger gibt, weiß Ihr Berater, wie man souverän damit umgeht.

5. Termine vorbereiten!

Gespräche mit der Bank, mit dem Haushersteller, Architekten, Bauleiter oder Handwerker sollten von Ihnen als Bauherren sorgfältig geplant werden. Am besten formulieren Sie alle Punkte und Fragen schriftlich. In der Vorbereitung können auch strittige Punkte zwischen den Partnern geklärt werden. Außerdem fallen einem die wirklich wichtigen Dinge oft erst ein, wenn das Gespräch schon wieder beendet ist.

6. Rechtzeitig bemustern!

200 bis 300 Entscheidungen sind beim Bau eines Hauses zu treffen, nicht ganz so viele sind es bei einer Sanierung. Wer einmal das Bemusterungszentrum eines großen Hausherstellers besucht hat, weiß, was er dort alles vorfindet: vom Dachziegel über den Verblendklinker bis zum Türdrücker und der Bad-Armatur.

Selten ist sofort eindeutig, welches die richtige Wahl ist, und noch seltener sind sich beide Partner gleich über alles einig. Deswegen unser Tipp für Bauherren: frühzeitig mit der Auswahl beginnen, alle Details zu notieren und mit Fotos zu dokumentieren. Um schließlich entspannt die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Beim Hausbau verlangt jedes Ausstattungsdetail eine Entscheidung - und dafür müssen die Bauherren Zeit einplanen - siehe auch Regeln Nr. 6 und 7. Foto: Schwörer Haus

7. Achten Sie auf die Details!

Steckdosen, Schalter, Türdrücker oder Treppengeländer scheinen auf den ers­ten Blick langweilig – aber man sieht sie jeden Tag oder fasst sie sogar mehrmals täglich an. Gerade solche Details, falsch ausgewählt, können sich über Jahre immer wieder als Ärgernis in die Aufmerksamkeit drängen. Oder einem bei der richtigen Auswahl sehr viel Freude bereiten. 

8. Lassen Sie dem Partner Raum!

Es ist normal, dass auch Menschen, die sich über vieles einig sind, beim Wohnen unterschiedliche Geschmäcker haben. Dem liegen unterschiedliche Bedürfnisse an Komfort, Sicherheit oder Repräsentation zugrunde. Je besser das neue Zuhause diesen Bedürfnissen entspricht, umso wohler fühlt man sich.

Deswegen raten erfahrene Paartherapeuten, dass beide Partner ihre Vorstellungen ins Bauen und Einrichten einbringen – und nicht immer ist ein Kompromiss die richtige Wahl. Stattdessen sollte jeder auch einen Bereich haben, in dem er ganz für sich allein entscheiden kann. Lassen Sie sich überraschen, was dabei herauskommt!

9. Führen Sie ein Bautagebuch!

Je besser ein Bauvorhaben dokumentiert wird, umso leichter lassen sich Verabredungen nachvollziehen, können Fehler moniert und Gewährleistungen eingefordert werden. Das vermeidet ggf. auch viel Stress, wenn Sie später einen (Gewährleistungs-)Anspruch durchsetzen wollen.

Einer der wichtigsten Tipps lautet daher: Schauen Sie als Bauherr möglichst täglich auf der Baustelle vorbei, machen Sie Fotos, heben Sie E-Mails auf und schreiben Sie in kritischen Situationen ein Gesprächs­protokoll. Neue Abmachungen oder Änderungen sollten Sie sich gegenzeichnen lassen.

Vom Keller bis zum Dach: jeder Baufortschritt sollte gründlich dokumentier werden Foto: Schwörer Haus

10. Bleiben Sie als Bauherr gelassen!

Beim Bauen passieren Fehler. Das ist normal und nicht schon ein Grund zur Aufregung. Wichtig ist, dass diese Fehler rechtzeitig behoben werden. Das ist die Aufgabe des Experten, der die Bauausführung überprüft. Wichtig ist aber auch, positiv gestimmt zu bleiben. Wer auf der Baustelle jeden Arbeitsschritt hinterfragt oder gar Streitgespräche und damit viel Ärger vom Zaun bricht, bringt nur die Handwerker gegen sich auf. Ein kooperativer Umgang bewirkt da viel mehr. Mit guter Laune arbeitet sich’s einfach besser.

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