Wohnwand mit modernen, indirekt beleuchteten Hängeelementen.
© www.huelsta.com

Wohnen | Statement

Wohnwand: Die moderne Form des Wohnzimmerschranks

Eva Brenner

Eva Brenner

Die klassische Wohnwand macht heute modularen Systemen Platz. Einrichtungsexpertin und Wohnglück-Kolumnistin Eva Brenner zeigt, wie sie sich die moderne Variante des Wohnzimmerschranks vorstellt.

Die klassische Wohnwand von früher, das war meist eine ausladende Kombination aus Schränken und Vitrinen. "Gelsenkirchener Barock" ist da so ein Stichwort. In den 1950er-Jahren wurde dann die Nussbaum-Variante der Wohnwand zum Klassiker. Aber auch hier galt: Groß und zusammenhängend musste es sein.

Die modulare Wohnwand

Heute ist die moderne Form des Wohnzimmerschranks modular. Und dabei immer noch funktional. Ein schönes Beispiel dafür sind TV-Möbel. Im Idealfall verschwinden so auch Boxen und Anschlüsse. Die Wohnwand wird auch hier zu einer Einheit, ist dabei aber ganz unaufdringlich.

Wohnwand mit modularen TV-Möbeln.
Moderne TV-Möbel verstecken Kabel und Anschlüsse, bieten gleichzeitig aber auch zusätzlichen Stauraum. © Spectral Audio Möbel GmbH

Das Prinzip der frei hängenden Elemente lässt sich dabei fast beliebig fortsetzen. Ob Schrankelemente oder Lowboards und/oder Sideboards, das Schwebende gibt der modernen Wohnwand im Gegensatz zu den Modellen unserer Großeltern etwas ganz Leichtes.

Wohnwand mit modernen, indirekt beleuchteten Hängeelementen.
Die indirekte Beleuchtung verstärkt den Eindruck, dass die Boards hier über allem schweben. © www.huelsta.com

Reduktion auch bei der Wohnwand

Und das entspricht ja auch den Wohnvorstellungen von heute. Es geht ja darum, sich zu reduzieren. Und wir brauchen auch weniger. Früher mussten Platten und CDs untergebracht werden, heute wird gestreamt. Videorekorder, DVDs, gar Kassetten – benötigen wir alles nicht mehr.

Außerdem beherbergte der Wohnzimmerschrank früher immer noch Unmengen von Geschirr, Gläsern und Besteck – eben die guten, teuren "Sonntags"-Sachen. Auch das ist nicht mehr notwendig.

Klar, wenn ihr in den einschlägigen Möbelhäusern guckt, dann findet ihr auch noch die klassische Wohnwand mit eingebauter Glasvitrine. Aber wenn es denn noch die große Lösung sein soll, dann ist die als solche ganz unauffällig integriert.

In eine Zwischenwand integrierte Wohnwand mit Regalen.
Mehr Integration geht nicht: Eine Wohnwand in der Wand. © www.huelsta.com

Hier geht es dann eher darum, mit Strukturen und Oberfläche zu arbeiten, als möglichst viel unterbringen zu können. Die Wohnwand soll sich möglichst in den Raum einfügen und ihn eben nicht beherrschen.

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Wohnwand als moderner Klassiker

Die Idee der modularen Elemente gibt es schon länger. Ihr kennt sicher auch diverse Möbel, die heute schon als Klassiker gelten und bei denen es schon vor Jahrzehnten darum ging zu zeigen, dass weniger eben doch mehr ist. Dieses Einrichtungssystem stammt aus den 1960er-Jahren – und ist heute immer noch zeitgemäß.

Sideboard in Weiss des Schweizer Herstellers USM Haller.
Schlicht, weiß, modular. Schon in den 1960er-Jahren war die modulare Einrichtungsidee populär. © USM Haller

Sideboards, Lowboards und Regale als Schrankersatz

Möglichst viel Platz im Schrank zu haben, das ist also gar nicht mehr das Ziel. Wenn ihr nicht mehr soviel unterbringen müsst, dann reicht auch die Stellfläche von Sideboards und Regalen. Zumal ihr hier auch ganz toll mit der Optik spielen könnt.

Sideboard mit Fronten aus Wiener Geflecht.
Sideboards sind nicht nur funktional, sie bieten auch eine Menge an optischen Möglichkeiten. © www.fronteriors.co

Ob ganz schlicht, im Boho-Stil oder auch als Mid-Century-Möbel – ihr habt so viel mehr Kombinationsmöglichkeiten als mit einem herkömmlichen Wohnzimmerschrank.

Sideboard im Mid-Century-Stil
Die gute alte Zeit, modern interpretiert wie bei diesem Sideboard im Mid-Century-Stil. © www.furnified.com

Oder wie wäre es einfach mal mit einer Holzbank? Auch hier geht es wieder ums Reduzierte, aber das muss ja keineswegs langweilig sein.

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Und natürlich könnt ihr das auch mit Regalen lösen. Die bieten Platz, lassen sich gleichzeitig aber auch optisch wunderbar in ein Raumkonzept einbinden:

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Was tun mit der freien Wandfläche?

Wenn so eine Wohnwand nicht mehr die ganze Wandfläche einnimmt, dann gibt es Menschen, denen fehlt dann etwas. Wenn euch so eine nackte Wand stört, dann könnt ihr das mit großformatigen Bildern lösen.

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Die klassische Stauraum-Lösung

Zum Schluss dann doch noch zwei Gegenbeispiele. Hier gibt es noch die Unterschränke, Platz für den Fernseher und Leuchten, die den Wohnzimmerschrank inszenieren. Das ist auch – gerade beim Landhausstil – völlig in Ordnung.

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Auch moderne Möbelanbieter haben das natürlich noch im Programm. Aber diese wuchtige, kompakte Form von früher, die wird doch immer mehr aufgelöst.

Modulare Wohnwand von Hülsta aus der Reihe Tetrim.
Dank verschiedener Farben und Oberflächen passen auch die modularen Wohnwände zu (fast) jedem Geschmack. © www.huelsta.com

Natürlich können wir uns nicht alle nur auf das Wesentliche reduzieren. Der eine oder andere von uns braucht einfach ein gewisses Maß an Stauraum. Aber wie gezeigt, könnt ihr den Trend, manches einfach wegzulassen, auch in der oft vereinfachten Formensprache mitgehen.

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Unser abschließender Tipp: Ihr braucht noch ein paar Anregungen für die Gestaltung der Küchenrückwand? Oder fragt euch, ob so ein spezielles Farbkonzept wie Colour Blocking, Blush und Greige zu euch passt? Dann schaut doch gern auch in die weiteren Kolumnen unserer Autorin Eva Brenner. Ihr findet diese in unserer großen Übersicht:

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