Frau mit Becher und einem Weihnachtsbaum im Hintergrund
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Wohnen | Ratgeber

Weihnachten in Corona-Zeiten: 5 Tipps gegen Einsamkeit & Langeweile

Michael Penquitt

Michael Penquitt

Wer Weihnachten dieses Jahr aus bekannten Corona-Gründen allein verbringt, muss sich deswegen noch lange nicht einsam fühlen. Wenn ihr diese Tipps beherzigt, wird Weihnachten erst recht zum Fest!

Die Corona-Pandemie hält die Welt seit nun fast einem Jahr in Atem. Die notwendig gewordenen Einschränkungen des öffentlichen wie auch des privaten Lebens dürfen gerne lieber früher als später wieder überflüssig werden. So lange das Virus aber noch so gefährlich ist, haben wir kaum eine andere Wahl.

Auf der Terrasse eines modernen Holzhauses stehen zwei bunte Stühle und die Sonne scheint durch Baumkronen.

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Irgendwie ist es zugleich faszinierend zu sehen, wie die unterschiedlichen Jahreszeiten im Licht der Pandemie aussehen. Auch Weihnachten wird in diesem Jahr ganz anders sein als sonst. Manche sagen sogar: besser. Wir möchten überhaupt nicht unter den Tisch fallen lassen, dass nicht wenige das Weihnachtsfest dieses Jahr aus gesundheitlichen Gründen alleine verbringen werden. Andere werden aus Solidarität (und wegen der gesetzlichen Beschränkungen) nur im engsten Familienkreis feiern.

Viele aber werden den Ausnahmezustand zum Anlass nehmen, um endlich ein wirklich besinnliches Weihnachten zu genießen. Wenn wir Glück haben, könnten sich die Hoffnungen auf eine stille, heilige Nacht endlich erfüllen.

Ganz egal, aus welchem Grund ihr Weihnachten alleine oder in ganz kleinem Kreis verbringt: Mit den folgenden Tipps werdet ihr am Ende dieses außerordentlichen Jahres ganz sicher ein schönes und besinnliches Fest verbringen.

1. Weihnachten digital feiern

Wenn schon Pandemie, dann bitte im Jahr 2020. Denn auch wenn die Digitalisierung mancherorts deutlich hinter den Erwartungen hinkt, hat das Digitale schon längst einen festen Platz im Privatleben eingenommen. Das Internet hilft uns schon das ganze Jahr über die Kontaktbeschränkungen hinweg.

Denn wir nutzen die Online-Plattformen nicht nur für die Arbeit und um von der Familie und Freunden auf dem Laufenden gehalten zu werden. Auch virtuelle Spiele- oder Filmabende finden mittlerweile online statt. Wer solche Runden bislang noch nicht veranstaltet hat, dem ist viel Spaß entgangen. Auf ähnliche Weise lassen sich auch die Weihnachtsfeiertage über Skype, Zoom, Whatsapp, Google Hangouts oder andere Kommunikationswege organisieren, sodass ihr nicht alleine bleiben müsst.

In welchem Umfang ihr das tut, bleibt ganz euch überlassen. Ob bloß zur Bescherung oder ob ihr auch gemeinsam das Essen zubereitet und Filme guckt, hängt auch ein wenig davon ab, wie viel Autonomie von der Familie ihr euch bewahren wollt.

2. Esst, was ihr möchtet

Die Zubereitung eines ausgiebigen Festmahls für die ganze Großfamilie gehört für Gastgeber an Weihnachten zu den stressigsten Aufgaben rund ums Fest. Die Weihnachtsgans mit allen Beilagen ist schon aufwändig genug. Im Vergleich zur Tradition unserer polnischen Nachbarn ist das aber ein Zuckerschlecken: Dort sollen es an Heiligabend zwölf unterschiedliche Speisen sein, die den Tisch unter sich begraben.

Wenn aber niemand zu Besuch kommt, fallen auch die Erwartungen geringer aus – um nicht zu sagen: Sie liegen bei null. Ihr könnt kochen, was ihr wollt. Und wenn wir so recht überlegen, müsst ihr nicht einmal kochen! Ihr könnt gleich etwas bestellen. Das Essen kann an Weihnachten 2020 so unkonventionell ausfallen, wie es auch gefällt.

Es geht aber auch genau andersrum: Gerade weil ihr alleine feiert, könnt ihr euch königlich bekochen. Wenn es nicht gleich für alle Verwandten reichen muss, macht die Zubereitung des ersten, zweiten und dritten Gangs gleich viel mehr Spaß. Und zum Nachtisch gibt es keine Diskussionen darüber, wer die letzte Schoko-Kugel mit Pistaziencreme haben darf. Denn die gehört eindeutig euch!

3. Weihnachtspulli ist ein Muss

Büroangestellte, Studierende sowie Schülerinnen und Schüler kennen es schon: Wer zu Hause bleibt, kann sich anziehen, wie es ihm oder ihr beliebt – zumindest von der Brust abwärts, sofern ihr andere Menschen digital dazugeschaltet habt. Ihr könnt also theoretisch auch drei Tage lang in derselben Kombination aus Jogginghose und Pulli verbringen, ohne dass es jemandem auffällt.

Wir möchten uns dennoch für eine etwas festlichere oder zumindest weihnachtlichere Garderobe aussprechen. Neben all der Weihnachtsdeko, die hoffentlich schon seit Wochen euer Zuhause schmückt, und den Weihnachtsliedern (zu denen kommen wir noch gleich) ist der Weihnachtspulli das Element, das euch endgültig in Weihnachtsstimmung versetzt. Die Wahl der Hose bleibt optional.

4. Corona-konform Bescherung feiern

Auch in Sachen Bescherung macht ihr euch das größte Geschenk, wenn ihr euch nicht mit aller Macht an die Rituale vergangener Jahre klammert. Zwei Alternativen stehen euch offen. Zum einen könnt ihr ganz auf Geschenke verzichten oder nur ganz kleine Geschenke im engsten Kreis austauschen. Also zu der liebevollen Geste zurückkehren, die die Bescherung einst war. Zum anderen könnt ihr die Bescherung im selben Umfang durchführen wie immer – nur dass sie dieses Mal digital stattfindet.

Dafür solltet ihr rechtzeitig die Geschenke an Freunde und Familie verschicken und euch zu einer bestimmten Uhrzeit an Heiligabend am Computer verabreden. Vielleicht möchtet ihr sogar digitale Einladungen verschicken, die ihr vorher selbst gestaltet.

Kostenlos gelingt das mit den Tools von Google Workspace wie Google Docs. Noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten habt ihr mit dem E-Card-Generator von Adobe Spark. Und wenn es richtig professionell sein soll, hilft euch das Angebot von Paperless Post, wo ihr vorgestaltete digitale Karten findet – das kostet euch allerdings etwas. Auch einem digitalen Geschenkeraten, wie es in vielen Familien üblich ist, steht dann nichts mehr im Weg.

Auch wenn ihr Weihnachten dieses Jahr mit euren Liebsten nicht unter einem Dach feiern könnt: Dank des Internets bleibt ihr nicht ganz allein. © Getty Images

5. Ihr wählt das Programm

Keine Kompromisse! Wer Weihnachten alleine verbringt, herrscht auch über das übrige Feiertagsprogramm. Denn in welchem Haus versammelt sich an den freien Tagen die Familie nicht üblicherweise irgendwann vor dem Fernseher? Spätestens dann gehen die Diskussionen los, wer was (nicht) gucken möchte. Ob "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", "Kevin – Allein zu Haus" oder "Tatsächlich Liebe": Ihr bestimmt dieses Mal, was läuft.

Selbstverständlich gilt diese Entscheidungsfreiheit nicht nur für die Filmunterhaltung. Ihr könnt den Hörspielen und den Weihnachtsliedern lauschen, die euch gefallen, im Rest der Familie aber möglicherweise verpönt sind. Dann sind auch "Last Christmas" von Wham und Mariah Careys "All I Want for Christmas" erlaubt.

Und wenn es sich doch wieder ausgeträllert hat, bleibt, wie schon erwähnt, immer noch die Möglichkeit, digital mit Freunden und Familie zusammenzukommen und Spiele zu spielen. Das können zum einen klassische Spiele sein, für die ihr nicht gemeinsam in einem echten Raum sein müsst. Dazu zählen zum Beispiel Scharade, "Wer bin ich?" oder auch "Stadt, Land, Fluss". Zum anderen sind im Zuge der Pandemie unzählige Online Escape Games entstanden, deren Lösung ihr teils in stundenlangem Teamwork errätselt.

Wenn euch solche Spiele gefallen, ist der Weg zu Multiplayer-Videospielen nicht mehr weit. Besonders großen Anklang hat dieses Jahr das Spiel Among Us gefunden, das ähnlich funktioniert wie die Gesellschaftsspiel-Klassiker Mafia und "Die Werwölfe von Düsterwald". Dort steuert ihr kleine Astronauten und müsst euch am Ende jeder Runde beraten, wer wohl der Verräter unter euch ist, der die ganze Mission torpediert.

Und wie verbringt ihr Weihnachten 2020? Schreibt uns eure Pläne bei Facebook in die Kommentare unter diesen Beitrag. Wir freuen uns auf eure Ideen und wünschen euch allen frohe Festtage, bleibt gesund.

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