Rohr bricht
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Wohnen | News

In Deutschland platzen die Rohre: Wasserschäden so teuer wie nie

Katharina Schneider

Katharina Schneider

Für Wasserschäden mussten die Versicherer 2019 so viel Geld auszahlen wie noch nie. Über drei Milliarden Euro kosteten im vergangenen Jahr Rohrbruch und Co. – aber: Es gibt große regionale Unterschiede.

Wasserschäden waren für Versicherer im Jahr 2019 so teuer wie nie. Mehr als drei Milliarden Euro haben Wohngebäudeversicherungen im vergangenen Jahr für Schäden and Wasserleitungen ausgegeben, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) meldet. Der Hauptgrund für einen Wasserschaden sind menschliche Fehler. Installations- und Montagefehler verursachten den Großteil der Schäden.

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Trauriger Spitzenreiter bei den Wasserschäden ist die Stadt Köln. Der Indexwert sei hier mit 204 mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt mit 100, heißt es vom GDV. Überhaupt gibt es große regionale Unterschiede bei der Häufigkeit von Wasserschäden. So hätten die Versicherer in vielen westdeutschen Städten wie Krefeld, Karlsruhe oder Mannheim überdurchschnittlich viele Schäden verzeichnet, während im Osten kein Stadt- oder Landkreis über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt.

Wasserschaden-Statistik: Je älter ein Gebäude, umso anfälliger

Am wenigsten Wasserschäden gibt es offenbar im brandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz (Indexwert 40) und in den Landkreisen Spree-Neiße und Elbe-Elster (je Indexwert von 45), die auch beide in Brandenburg liegen.

"Nach der Wiedervereinigung sind in Ostdeutschland viele Gebäude saniert worden. Dies dürfte einer der Gründe sein, warum die Schäden im Westen erheblich häufiger sind als im Osten", sagt Oliver Hauner vom GDV dazu.

Grafik, die zeigt, dass die Gefahr eines Wasserschadens mit dem Gebäudealter zunimmt
© GDV

Insgesamt habe es 2019 in Deutschland rund 1,1 Millionen Leitungswasserschäden gegeben, heißt es vom GDV. Die Gesamtkosten liegen dabei bei rund 3,1 Milliarden Euro. Die Versicherer müssen für einen Schaden immer mehr bezahlen. Der durchschnittliche Schaden kostete sie im vergangenen Jahr 2.881 Euro – das sind sieben Prozent mehr als noch im Jahr zuvor.

Am anfälligsten für Leitungswasserschäden sind Geräte und Bauteile sowie Dichtungen und Verbindungen. Sie sind je für rund ein Viertel der Schäden verantwortlich. 20 Prozent der Wasserschäden entstehen durch Rohrbruch. Bei 18 Prozent liegt es an den Armaturen. Schläuche sind laut GDV in elf Prozent der Fälle die Schuldigen. In nur zwei Prozent liegt die Ursache an der Anlage.

Infografik
© GDV

Um einen Wasserschaden zu vermeiden, sei die regelmäßige Wartung der Heizungs- und Sanitäranlage wichtig, sagt Hauner. Was ihr tun könnt, wenn ihr selbst doch einen Wasserschaden bei euch habt, könnt ihr hier lesen:

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