wärmepumpe neben einem Einfamilienhaus
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Modernisieren | Ratgeber

Eine Wärmepumpe als Klimaanlage nutzen: So geht's

Deborah Hucht

Level: Für Fortgeschrittene

Wärmen, wenn es draußen kalt ist – und kühlen, wenn die Sonne brennt. So könnt ihr eure Wärmempumpe als Klimaanlage nutzen.

Ihr seid auf der Suche nach einer neuen Heizung, weil ihr baut oder euren Altbau renoviert? Dann kommt ihr meist um eine Wärmepumpenheizung nicht herum. Diese funktioniert im Prinzip so: Die Wärmepumpe entzieht der Umwelt Energie und hebt sie auf ein Level an, um euer Haus zu heizen. Cool: Manche Geräte könnt ihr an warmen Tagen auch als Klimaanlage nutzen.

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So funktioniert eine Split-Wärmepumpe

Eine Split-Wärmepumpe besteht aus zwei Teilen – daher auch der Name. Außerhalb des Hauses stellt ihr ein Bauteil auf, das den Ventilator, den Verdampfer, den Verdichter und das Expansionsventil enthält. Im Haus selbst steht dann nur der Teil mit dem Verflüssiger, der Regelung, der Umwälzpumpe und der Sicherheitstechnik.

Über den Ventilator saugt das Split-Klimagerät Luft an und verdampft sie über ein Kältemittel. Durch den Verdichter wird dann der Dampf ins Haus geleitet. Dort wird der Dampf zu Flüssigkeit umgewandelt und fließt ins Heizungswasser – das dann die gewünschte Temperatur annimmt. Das Kältemittel fließt durch den Druckabfall zurück nach draußen. Hier startet der Kreislauf dann von vorn.

Das leistet eine Monoblock-Wärmepumpe

Wie bei Klimaanlagen auch, unterscheidet man Split-Geräte und Monoblock- oder auch Kompaktwärmepumpen. Diese vereinen die für die Energiegewinnung nötige Technik in nur einem Gerät. Es gibt sie für die Innen- und Außeninstallation. Im Gegensatz zum Split-Gerät zirkuliert nur Wasser im Monoblock – und kein Kältemittel.

Als größter Nachteil einer kompakten Wärmepumpe gilt der Lärm. Während beim Split-Gerät das Ansaugen der Luft sowie die Umwälzung außerhalb der Außenwand passieren, findet dieser Prozess beim Monoblock-Gerät innen statt. Ihr solltet also einen schallisolierten Heizungsraum haben. Oder dieser sollte fern von Wohn- und Schlafräumen liegen.

Active Cooling

Eine Wärmepumpe funktioniert ganz ähnlich wie ein Kühlschrank. Nur, dass nicht alle warme Luft nach außen gestoßen wird. Die Luft wird vielmehr von draußen aufgeheizt. Allerdings: Manche Geräte – richtig aufgerüstet – funktionierten in beide Richtungen. Das nennt sich dann "Active Cooling", auch als reversibler Betrieb einer Wärmepumpe bezeichnet. Mithilfe eines zweiten Expansionsventils und eines Vier-Wege-Ventils können solche Geräte Temperaturen von um die 20 Grad Celsius im Innenraum eures Hauses oder der Wohnung schaffen.

Passive Cooling

Die passive Kühlung, auch "Passive Cooling", ist die zweite Variante, eine Wärmepumpe als Klimaanlage zu nutzen. Hierbei zieht die Heizungsanlage die Wärme aus dem Haus ab und überträgt sie aufs Grundwasser oder mithilfe von Sole auf den Erdboden – je nachdem, nach welchem Prinzip sie funktioniert. Während des Vorgangs wird kein Strom verbraucht. Die Kühlleistung der passiven Kühlung liegt deshalb auch weit unter der der aktiven Variante.

Bei beiden Versionen gilt: Die Raumluft wird nicht einfach abgezogen wie bei einer Klimaanlage. Vielmehr wird das Wasser in den Heizkörpern und Heizungsrohren getauscht. Dabei ist wichtig, dass keine Kältebrücken in eurem Haus oder in der Wohnung entstehen – sonst drohen Schäden durch Feuchtigkeit oder sogar Schimmel.

Wärmepumpe als Klimaanlage verwenden: Das ist wichtig

Wer mithilfe von Active Cooling oder Passive Cooling Haus oder Wohnung im Sommer kühlt, wohnt wesentlich energieeffizienter als diejenigen unter euch, die auf andere Klimaanlagen setzen. Eines solltet ihr im Hinterkopf behalten: Entscheidet euch vor dem Einbau eurer Wärmepumpen-Heizung, ob ihr diese auch als Klimaanlage nutzen wollt. Eine Nachrüstung kann euch sehr viel Geld kosten.

Apropos Preis: Eine Wärmepumpe liegt bei etwa 10.000 bis 20.000 Euro, je nach Technik und Größe der Heizungsanlage.

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