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Fernweh in Zeiten von Corona: Strandkörbe aktuell beliebt wie nie

Michael Penquitt

Der Sommerurlaub steht dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie auf der Kippe. Viele Menschen wappnen sich offenbar schon für einen Urlaub im eigenen Garten. Ganz besonders bekommen das Strandkorbhersteller zu spüren.

Den reisebegeisterten deutschen Urlaubern steht ein ungewöhnlicher Sommer bevor. Niemand kann zum jetzigen Zeitpunkt sagen, wie lange die wegen der Corona-Pandemie verabschiedeten Ausgangs- und Reisebeschränkungen gültig bleiben. Die Bewegungsfreiheit in Deutschland ist stark eingeschränkt, teilweise dürfen Ländergrenzen nicht ohne triftigen Grund überschritten werden, von Reisen ins Ausland ganz zu schweigen.

Das bedeutet auch: An Strandkörben gibt es dieses Jahr keinen Bedarf. Denn wenn die Touristen an den Stränden der Nord- und Ostsee ausbleiben, hat sich das Geschäft erledigt. Das war jedenfalls die große Sorge der norddeutschen Strandkorbhersteller. Stattdessen wurde die Krise für sie zum wirtschaftlichen Segen.

Womit die Unternehmen nicht gerechnet haben: Wer nicht in den Urlaub kann, holt sich den Urlaub nach Hause. Derzeit findet sich das Symbol der Nord- und Ostseestrände offenbar vermehrt in heimischen Gärten und auf Balkonen wieder. Kay Gosebeck, Gründer der Strandkorbmanufaktur Buxtehude ist im Gespräch mit dem NDR überwältigt: "Bei uns ist Land unter, wir werden erschlagen mit Aufträgen."

Ein Stück Urlaub für den eigenen Garten

Seit 16 Jahren verkauft Gosebeck Strandkörbe, eine so große Nachfrage wie jetzt habe er noch nicht erlebt. Die Website seines Unternehmens verzeichne fast 4.000 Klicks am Tag. Am Telefon höre er von jedem zweiten Kunden: "Der Urlaub ist abgesagt und stattdessen möchten wir einen Strandkorb im Garten haben oder auf dem Balkon."

Das Ladengeschäft musste Gosebeck, wie viele andere Einzelhändler auch, vor einigen Wochen schließen. "Für uns ging an dem Montag eine Welt unter. März, April, Mai, das sind die drei Monate, wo wir 50 Prozent unseres Jahresumsatzes fahren", so der Hersteller gegenüber NDR.de weiter. Der Schock hielt nur kurz an, schon am nächsten Tag seien die Online-Aufträge in die Höhe geschossen. Ein Großteil der 50 Beschäftigten müsse seitdem Überstunden einlegen. Der März sei so doch noch zum besten Monat seit Firmengründung geworden.

Mehr Ideen für den eigenen Garten

Ob der Strandkorb jetzt zum neuen Trend-Möbelstück für den Garten wird? Das wird sich noch zeigen, aber eines steht fest: Ein Nachmittag im schützenden Strandkorb füllt die Kraftreserven schnell auf. Wer aus seinem grünen Paradies noch mehr herausholen möchte, für den haben wir auch darüber hinaus zahlreiche Tipps und Hilfestellungen für den heimischen Garten:

Hinweis der Redaktion:

Die COVID 19-Pandemie stellt uns alle gemeinsam vor große Herausforderungen. In einem Newsticker informiert die Bundesregierung über aktuelle Maßnahmen und Entwicklungen. Passt bitte auf euch und eure Mitmenschen auf! Alles Gute und bleibt gesund! Euer Wohnglück-Team

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