Einfamilienhäuser in ländlicher Region Deutschlands
© Getty Images/iStockphoto/Ryhor Bruyeu

Kaufen | News

Wohnimmobilien in Deutschland werden deutlich teurer

Eva Dorothée Schmid

Eva Dorothée Schmid

Auch im zweiten Corona-Jahr sind die Immobilienpreise in die Höhe geschossen. Das geht aus den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Vor allem auf dem Land stiegen die Preise für Häuser und Wohnungen. In den Metropolen schwächt sich der Preisanstieg ab.

Wer in Deutschland Wohneigentum kaufen will, der muss dafür immer tiefer in die Tasche greifen. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Preise für Wohnimmobilien 2021 stark an. In den letzten drei Monaten des Jahres 2021 legten die Preise sogar so stark zu wie noch nie seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000.

Sie lagen im 4. Quartal 2021 um durchschnittlich 12,2 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Bereits im 2. Quartal 2021 stiegen die Preise für Wohnimmobilien um 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und im 3. Quartal 2021 lag der Preisanstieg bei 12 Prozent.

Im Jahresdurchschnitt 2021 sind die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland insgesamt um 11 Prozent gegenüber 2020 gestiegen. Im Jahr 2020 betrug der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr noch 7,8 Prozent.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, haben sich Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser zum Jahresende gegenüber dem Vorquartal im Schnitt um 3,1 Prozent verteuert.

Hier gibt es weitere Zahlen und Prognosen zur Immobilienpreisentwicklung.

Vor allem auf dem Land wurden Wohnimmobilien teurer

Besonders stark stiegen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser in dünn besiedelten ländlichen Kreisen mit einem Plus von 15,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Eigentumswohnungen verteuerten sich dort um 13,2 Prozent.

In dichter besiedelten ländlichen Kreisen stiegen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 14,5 Prozent und die Preise für Eigentumswohnungen um 11,2 Prozent.

Lest hier, welche zehn Immobilien 2021 in Deutschland am teuersten waren.

Überdurchschnittlich teurer wurde es auch in den Metropolen

Überdurchschnittlich starke Preissteigerungen verzeichneten auch die Top 7 Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf). Dort erhöhten sich die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser im 4. Quartal 2021 um 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen um 12,7 Prozent.

Vergleicht man die Preise mit denen des Quartals zuvor, dann lässt sich allerdings eine Abschwächung der Dynamik beobachten: Gegenüber dem 3. Quartal stiegen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser in Metropolen um 1,4 Prozent. Für Eigentumswohnungen legten sie nur noch um 0,7 Prozent zu. Im 3. Quartal lag der Preisanstieg gegenüber dem Vorquartal noch bei 3,5 Prozent beziehungsweise 3,8 Prozent.

Experten gehen davon aus, dass sich 2022 der Preisanstieg für Immobilien abschwächen wird.

Das wird dich auch interessieren

Immer informiert

Für unseren kostenlosen Newsletter anmelden