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Wohnen | Listicle

Nachhaltig leben: 10 Alltagsdinge, die ihr nie mehr kaufen müsst – Teil 2

Michael Penquitt

Klimaschutz geht auch im Kleinen. Wir stellen euch 10 umweltschädliche Alltagsdinge vor, die ihr ohne Mühe durch nachhaltigere Optionen ersetzen könnt.

Über Klima- und Umweltschutz wird so viel diskutiert wie nie zuvor. Es gibt keine Zeit zu verlieren, wenn wir die weltweite Klimaerwärmung und die Zerstörung von Öko-Systemen noch halbwegs begrenzen wollen.

Gleichzeitig ist es nur allzu verständlich, dass sich viele von uns damit schwer tun, gelernte Gewohnheiten und unser klimaschädliches Verhalten einzustellen. Doch besser als nichts zu tun, ist es, kleine, einfache Schritte zu gehen, ohne gleich auf Dinge verzichten zu müssen.

Zehn Produkte, die ihr nie wieder zu kaufen braucht, weil sie umweltschädlich sind, haben wir euch schon präsentiert. Jetzt stellen wir euch zehn weitere Dinge vor, die ihr nie wieder kaufen müsst – einschließlich ihrer nachhaltigen Alternativen.

1. Frischhaltefolie

Frischhaltefolien sind im Haushalt absolut vermeidbar. Um Lebensmittel frisch zu halten, braucht ihr weder Plastik- noch Alufolie. Denn die gehört zu den Einwegprodukten, die nach einmaligem Verwenden weggeworfen werden und nicht in allen Fällen effizient recycelt werden können.

Stattdessen gibt es mittlerweile zahlreiche Hersteller, bei denen ihr Bienenwachstücher kaufen könnt. Im Grunde besteht ein solches Bienenwachstuch lediglich aus einem Baumwolltuch, das mit Bienenwachs beschichtet ist. Das hält Lebensmittel frisch und ihr könnt das Tuch mit lauwarmem Wasser abspülen. Achtet bloß darauf, dass die gekauften Bienenwachstücher keine sonstigen überflüssigen Zusätze beinhalten. Alternativ könnt ihr auch ganz einfach selber Bienenwachstücher herstellen.

2. Pflanzendünger und Pflanzenschutzmittel

Wer im Garten oder auf dem Balkon Pflanzen hat, sie pflegt und hegt, kommt ums Düngen nicht herum. Der Weg führt dann zumeist in den nächsten Baumarkt oder in den Pflanzenfachmarkt. So sehr sie euren Pflanzen helfen, sind viele Dünger aber alles andere als harmlos für die Umwelt. Selbiges gilt für Pflanzenschutzmittel, die vielen Insekten gefährlich werden können. Ihr solltet euch den Weg in den Laden also lieber sparen.

Ihr könnt stattdessen eigenes Pflanzenschutzmittel und Dünger mit einfachen Hausmitteln herstellen. Wie das geht, verraten wir hier:

3. Plastiktüten

Auch wenn ein Verbot der Plastiktüten an der Supermarktkasse bereits beschlossen ist, ist es noch nicht in Kraft getreten. Außerdem betrifft das Verbot nicht die dünnen Plastiktütchen, die beispielsweise in der Gemüseabteilung bereit liegen.

Dabei gibt es deutlich bessere Möglichkeiten, wie ihr euren Einkauf transportieren könnt. Zum Beispiel in Mehrweg-Tragetaschen aus recyceltem Kunststoff. Nach drei Einsätzen ist ihre Umweltbilanz bereits besser als die von herkömmlichen Plastiktüten. Stoffbeutel aus Baumwolle oder Flachs sind auch eine gute Wahl, wenn ihr sie lange behaltet. Mindestens 100 Mal müssen die verwendet werden, bis sie eine bessere Umweltbilanz als Plastiktüten aufweisen.

4. Einweggeschirr aus Plastik

Beim Camping oder Grillen im Park das gute Porzellangeschirr mitschleppen? Nein, das kommt nicht in Frage. Das geht deutlich nachhaltiger. Das Nonplusultra ist natürlich, wenn ihr bei solchen Anlässen richtiges Campinggeschirr dabei habt, erhältlich zum Beispiel bei Globetrotter.

Doch auch das ist nicht immer praktisch. Wenn ihr einen größeren Geburtstag oder eine andere Feier veranstaltet, hat Einweggeschirr seine Berechtigung. Statt aus Plastik kann das aber aus getrockneten Palmblättern bestehen. Dabei wird häufig nicht gleich der ganze Baum gefällt, sondern es werden die Blätter genommen, die ohnehin abfallen.

5. Plastikzahnbürsten

Wie häufig wechselt ihr eure Zahnbürste? Zahnärzte empfehlen, alle zwei bis drei Monate zu einer neuen Zahnbürste zu greifen. Die bestehen in den meisten Fällen aus Plastik und lassen sich schlecht recyceln. Müllberge verursacht ihr dadurch zwar nicht, dafür ist der Umstieg auf die nachhaltige Alternative besonders einfach.

Zahnbürsten aus Bambusholz findet ihr mittlerweile in beinahe jeder Drogerie, häufig habt ihr sogar die Wahl zwischen unterschiedlichen Marken. In Deutschland ist die Firma Hydrophil einer der Vorreiter und bemüht sich sehr darum, den Herstellungsprozess möglichst transparent und fair zu gestalten. Probiert am besten aus, welche Holzzahnbürsten euch am besten liegen.

6. Flüssigseife

Welchen Vorteil eine Seife am Stück gegenüber Flüssigseife hat? Ihr könnt sie komplett verpackungsfrei kaufen! Der Plastikmüll bleibt euch und der Umwelt erspart. Dass Stückseife unhygienischer sein soll, ist übrigens ein Mythos. Wenn ihr eine geeignete Seifenschale habt, auf der die Seife nicht im Wasser liegt und gut trocknen kann, bleibt ihr von Keimen verschont. Außerdem ist feste Seife günstiger als Flüssigseife.

7. Shampoo und Haarspülung

Shampoos und Haarspülungen sind, zumindest in der Form, in der sie in vielen Drogerien angeboten werden, echte Umweltsünden. Zu viel Verpackungsmüll und auf der unendlich langen Liste an Inhaltsstoffen verstecken sich hinter kryptischen Begriffen Mikroplastik sowie andere Schadstoffe. Die geraten nicht nur ins Abwasser, sondern auch in euren Körper.

Natürlich gibt es auch hier bessere, weil umweltfreundliche und gesündere Optionen. Reformhäuser, Unverpackt-Läden und sogar manch eine Drogerie bieten auch Shampoos und Haarspülungen am Stück und ohne Verpackung an. Die beinhalten in vielen Fällen ausschließlich natürliche Stoffe. Manchmal braucht der Körper erst einige Wochen, um sich umzugewöhnen – schließlich sind eure Haare und Kopfhaut an Silikone und synthetische Tenside gewohnt. Gebt ihnen Zeit, es wird sich lohnen.

8. Plastikstrohhalme

Strohhalme aus Plastik wirken nicht gerade, als gehörten sie zu den großen Problemen dieser Welt. Und doch sind sie ab 2021 auf Betreiben der EU verboten. Wer wissen will warum, findet im Internet nicht wenige Videos von Meeresbewohnern, denen unter großen Schmerzen Plastikstrohhalme aus der Nase entfernt werden.

"Aber wie soll ich mein Getränk dann trinken?" Die Antwort auf diese Frage erübrigt sich. Wenn ihr dennoch aus sonstigen Gründen einen Halm braucht, durch den ihr eure Getränke saugen könnt, greift am besten zu Strohhalmen aus Glas oder Edelstahl. Die lassen sich leicht abwaschen und können bis in die Unendlichkeit immer und immer wieder verwendet werden.

9. Geschenkpapier

Geschenke zu verpacken, ist immer eine fummelige Bastelarbeit, die nicht jedem liegt. Darüber hinaus geht dafür unnötig viel Verpackungsmaterial drauf. Wer mal nach einem Kindergeburtstag die Wohnung aufgeräumt hat oder sich das Massaker angeguckt hat, das die Familie nach der Weihnachtsbescherung hinterlässt, weiß wovon wir sprechen.

Die japanische Furoshiki-Technik ist in jeglicher Hinsicht besser. Dafür wickelt ihr die Geschenke in dafür eigens vorgesehene Furoshiki-Tüchern ein und verknotet sie am Ende. Richtig gemacht geben die Geschenke beim Verschenken ordentlich was her. Und: Die Tücher können als Geschenkverpackung immer weiterverschenkt werden.

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10. Papierservietten

Ein weiteres Produkt, das nach einmaliger Benutzung weggeworfen wird, ist die herkömmliche Papierserviette. Die deutlich schönere Wahl sind Stoffservietten, die zwar teurer sind, dafür aber deutlich edler wirken und nicht nur bei besonderen Anlässen auf den Tisch kommen können. Nach dem Essen kommen sie einfach in die Wäsche und können über viele Jahre lang benutzt werden. Servietten aus Baumwolle oder Leinen bekommt ihr in jedem gut sortierten Einrichtungsgeschäft.

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Noch mehr Tipps für ein nachhaltiges Zuhause

Nachhaltigkeit und Umweltschutz zieht langsam in jeden Raum des eigenen Zuhauses ein. Wir verraten euch beispielsweise, wie ihr Plastikmüll in der Küche vermeidet. Auch ein Zero Waste Badezimmer ist möglich. Und wenn ihr keine Lust mehr auf all die giftigen Reinigungsmittel aus der Drogerie habt: Die meisten Putzmittel lassen sich schnell und einfach aus ganz gewöhnlichen Hausmitteln herstellen.

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