Junge Frau am Schreibtisch im Homeoffice
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Homeoffice während Corona: Große Unterschiede zwischen Ost und West

Katharina Schneider

Katharina Schneider

Die Corona-Krise hat auf viele Bereiche unseres Lebens Einfluss. Wie groß der auf Wohnen, Kommunikation und Arbeit ist, hat nun eine Studie untersucht. Wir stellen euch die fünf spannendsten Erkenntnisse vor.

Es gibt wohl keinen Bereich des Lebens, der durch die Corona-Krise unberührt bleibt. Eine Studie hat nun den Einfluss der Pandemie auf das Wohnen, die Kommunikation mit unseren Mitmenschen und die Arbeit untersucht. Für die Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des Immobilienkonzern Vonovia durchgeführt hat, wurden im Oktober 2020 mehr als 2.500 Menschen in Deutschland befragt.

Wir zeigen euch die fünf spannendsten Ergebnisse.

1. Im Westen dürfen mehr Menschen im Homeoffice arbeiten

Während der Pandemie sollten Kontakte so weit es geht vermieden werden – das gilt natürlich auch fürs Büro. Deshalb arbeiten viele Menschen nun im Homeoffice. Große Unterschiede für die Möglichkeit, den Job von zu Hause zu erledigen, gibt es bezüglich des Wohnorts.

So liegt der Anteil der Befragten ohne Homeoffice-Option in dichtbesiedelten Gegenden nur bei 14,9 Prozent. In Gegenden mit geringer Bevölkerungsdichte (weniger als 150 Einwohner pro Quadratkilometer) hingegen bei 34,4 Prozent. Auch zwischen Ost- und Westdeutschland existiert die Homeoffice-Kluft. Während im Westen nur 22,5 Prozent der Befragten nicht von zu Hause arbeiten darf, gilt dies im Osten für ganze 35 Prozent.

2. Die meisten haben Möglichkeit zum Arbeiten von zu Hause

Im bundesweiten Durchschnitt haben aber doch die meisten die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Nur rund ein Viertel (25,4 Prozent) der Arbeitnehmer, deren Job es zulässt, dürfen nicht von zu Hause aus arbeiten, zeigt die Vonovia-Studie. 14,5 Prozent der Befragten gaben an, in Ausnahmefällen im Homeoffice arbeiten zu können. Der Anteil derer, die die Homeoffice-Möglichkeit mehrmals die Woche nutzen können, ist genauso hoch. 38,4 Prozent der Befragten bekommen von ihrem Arbeitgeber keine Beschränkungen auferlegt, wie oft sie vom heimischen Schreibtisch aus arbeiten.

3. Vonovia-Studie: Kaum Umzugspläne durch Corona

Die meisten Deutschen sind offenbar auch während der Pandemie mit ihrer Wohnsituation zufrieden. 94 Prozent der Befragten hat derzeit keine Umzugspläne. Die große Mehrheit der Befragten (78 Prozent) stellt durch die Krise auch keine veränderten Ansprüche an den Wohnraum. 6,6 Prozent wünschen sich allerdings einen Garten, 3,1 Prozent einen Balkon.

Und etwa sieben Prozent wünschen sich laut Vonovia-Studie grundsätzlich mehr Wohnfläche. Trotzdem haben viele offenbar noch keine konkreten Umzugspläne, denn nur 1,6 Prozent der Befragten gaben an, Corona-bedingt nach einem neuen Zuhause mit Balkon oder Garten zu suchen. Auch die oft beschworene Stadtflucht scheint durch die Krise nicht so groß zu sein. Nur 3,3 Prozent schauen sich laut Vonovia-Studie nach einer neuen Wohnung in ländlicheren Gebieten um.

4. Familien wünschen sich häufiger mehr Wohnfläche und Garten

Befragte mit Kindern wünschen sich rund doppelt so häufig mehr Wohnfläche (10,5 Prozent gegenüber 5,2 Prozent) als Befragte ohne Kinder. Ein ähnliches Verhältnis ergibt sich beim Wunsch nach einem Garten (10,4 Prozent gegenüber sechs Prozent). Eine andere Wohnsituation wünschen sich außerdem jüngere Befragte eher als ältere.

In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen gaben 54,4 Prozent an, dass sich durch die Krise nichts an ihren Wohnansprüchen verändert habe. In der Altersgruppe ab 65 Jahren sind es ganze 90,8 Prozent.

5. Vonovia-Studie: Telefonieren hat Hochkonjunktur

Während der Pandemie gilt: physische Kontakte so gut es geht reduzieren. Statt dem persönlichen Treffen mit Freunden und Familie greift der Großteil der Befragten auf das Telefon zurück. 46,5 Prozent gaben an, häufiger zu telefonieren als vor der Krise. Besonders jüngere Menschen unter 30 telefonieren durch die Pandemie mehr (60,1 Prozent). In der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen nutzen nur 36,7 Prozent das Telefon mehr als zuvor.

Rund ein Drittel (30,7 Prozent) der Befragten nutzen Messenger und Chats häufiger als zuvor. Auch diese Art der Kommunikation wird während der Krise verstärkt von Jüngeren genutzt. Bei den Befragten unter 30 nutzt fast die Hälfte (49,3 Prozent) Messenger und Chats mehr als zuvor, bei der Altersgruppe über 65 ist es lediglich rund ein Viertel (25,3 Prozent).

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