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Wohnen | Statement

Home Office: 10 Tipps für ein gutes Arbeitszimmer

Eva Brenner

Level: Für Alle

TV-Moderatorin und Wohnglück-Kolumnistin Eva Brenner ist viel unterwegs, arbeitet aber auch sehr gern von Zuhause aus. Wie ihr euer Arbeitszimmer ebenso funktional wie gemütlich gestaltet, erklärt sie mit diesen 10 Tipps.

Eines gleich vorweg: Mein eigenes Arbeitszimmer ist, wenn man es ganz streng nach DIN betrachtet, auch nicht ideal aufgeteilt. Aber wer lebt und arbeitet schon ganz genau so, wie es die Normen idealerweise vorsehen? Ich jedenfalls nicht.

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Trotzdem gibt es natürlich ein paar Grundregeln, die ihr beim Einrichten eines Arbeitszimmers beachten solltet (und an die ich mich so gut es geht auch halte). Hier 10 Tipps von mir, wie ihr ein funktionales Arbeitszimmer einrichtet, ohne dabei auf die Gemütlichkeit zu verzichten.

Der Schreibtisch von Eva Brenner, TV-Star und Kolumnistin bei wohnglück.de
Aufgeräumt, begrünt und mit viel Licht ausgestattet: Das Arbeitszimmer von Eva Brenner ist sowohl funktional als auch gemütlich. © privat

Tipp 1: Die Position des Schreibtisches

Die richtige Position des Schreibtisches ist für mich echt wichtig und wird oft unterschätzt. Ein echtes No-go ist zum Beispiel, mit der Tür im Rücken zu sitzen. Das geht gar nicht! Ich muss immer die Tür im Blick haben, das geht euch bestimmt auch so.

Frontal ist aber auch nicht schön. Direkt vorm Fenster ist man bei Bildschirmarbeit zu sehr vom einfallenden Tageslicht geblendet. Ideal ist es, denn Schreibtisch im 90-Grad-Winkel zum Fenster aufzustellen, so dass das Licht von der Seite einfällt. Wenn ihr dann noch die Tür im Blick habt – perfekt.

Tipp 2: Lieber eine größere Fläche

Ich weiß, der Trend geht eigentlich zu immer kleineren Schreibtischen. Geräte wie Laptop oder Drucker werden ja auch immer kleiner. Der ideale Abstand zum Computerbildschirm liegt aber zwischen 50 und 80 Zentimetern. Entsprechend tief sollte daher auch euer Schreibtisch sein.

Mit ausziehbaren Schreibtischplatten lassen sich eventuelle Platzprobleme lösen. Ich habe auch einen Schreibtisch, bei dem die ganze Platte ausziehbar ist. Das ist gerade dann sehr praktisch, wenn ich mit großen Plänen oder Zeichnungen arbeite.

Tipp 3: Separate Tastatur

Wenn ihr an einem Laptop oder Tablet arbeitet, kann ich euch aus eigenen Erfahrungen eine separate Tastatur nur empfehlen. Die Sitz- oder Schreibposition an einem Laptop oder Tablet ist ja immer ein wenig gedrungen. Ergonomisch ist es wirklich besser, wenn ihr euch noch eine zweite Tastatur anschafft und auf dieser tippt.

Tipp 4: Ein wirklich bequemer Stuhl

Wenn ihr auf eurem Stuhl sitzt und die Füße auf den Boden stellt, dann sollten die Achsen Oberschenkel-Knie-Unterschenkel einen Winkel von 90 Grad ergeben. Das ist die Faustregel für bequemes Sitzen. Wenn euer Stuhl nicht höhenverstellbar ist, könnt ihr das auch über Sitzkissen erreichen. Ja, stimmt, das sieht nicht gerade elegant aus. Aber es geht hier mal nicht um das Design, sondern um Bequemlichkeit – und um die Gesundheit.

Es gibt aufblasbare Sitzauflagen, die die Wirbelsäule auch beim Sitzen zu kleinen Ausgleichsbewegungen reizen. Das regt die Tiefenmuskulatur an. Natürlich gibt es auch schon Bürostühle, die diese Funktion in der Sitzfläche mit integriert haben. Gerade für Heavy User, also alle, die lange sitzen, kann ich das nur empfehlen.

Tipp 5: Nehmt euch Platz zum Stehen

Hier geht es mir darum, euch auch im heimischen Arbeitszimmer öfter zum Stehen zu animieren, um aus der Sitzposition rauszukommen. Das geht am einfachsten, wenn ihr separate Plätze schafft, um zum Beispiel Unterlagen zu sortieren oder Kataloge anzuschauen.

Dafür braucht ihr gar nicht viel, ein kleiner Klapptisch an der Wand oder ein Sideboard reichen dafür schon. Eine Alternative sind auch höhenverstellbare Schreibtische. Die sind allerdings auch etwas teurer. Aber egal, wie ihr es anstellt: Hauptsache, ihr kommt regelmäßig raus aus dem Schreibtischstuhl und arbeitet eine Zeit lang im Stehen.

Tipp 6: Licht, Licht, Licht

Ganz wichtig: Im Home Office ist gutes und vor allem gut platziertes Licht superwichtig. Natürliches Licht ist am besten, aber oft nicht ausreichend. Ohne zusätzliche Leuchte geht es meist nicht. Blendfrei sollte sie sein, lichtdicht an den Seiten und nur nach unten abstrahlen. Das machen viele schon intuitiv richtig. Wenn ihr dazu dann noch ein Raumlicht dazuschalten und dimmen könnt, dann tut ihr euren Augen auf jedem Fall etwas Gutes.

Tipp 7: Ordnung schaffen

Bei den einen ist der Schreibtisch super aufgeräumt, andere bevorzugen das kreative Chaos. Da gibt es meiner Meinung nach kein Richtig oder Falsch. Wichtig für beide Ordnungstypen ist aber die Möglichkeit, Unterlagen gut wegzusortieren. Da helfen kleine Schränke oder Regale, obwohl ich dazusagen muss: Geschlossene Flächen, also Schränke mit Türen, sind mir persönlich lieber als offene Regale. Beide haben aber den Vorteil, dass sie euch zum Aufstehen zwingen, da wären wir wieder bei Tipp 5.

Meiner Erfahrung nach ist eine gewisse Grundordnung auch für die Konzentration wichtig, ist bei mir auch nicht immer gegeben: Dann kommt da noch mal was auf den Stapel, hier geht noch was in die Ablage. Aber immer mal wieder Ausmisten und ganz bewusst Ordnung schaffen, das führt dann doch zu einer Arbeitsatmosphäre, in der man sich einfach besser konzentrieren kann.

Tipp 8: Schöne Büro-Accessoires

Im Home Office seid ihr ja quasi euer eigener Chef. Da könnt ihr euch selbst auch zeigen, wie sehr ihr die Arbeit schätzt. Nehmt für den Kauf von Arbeitsutensilien ruhig etwas mehr Geld in die Hand, das lohnt sich auf jeden Fall. Wenn es zum Beispiel um Stifte geht, dann kauft nur einen oder zwei. Die sollten aber hochwertig sein und in einem schönen Etui liegen. Das erzeugt eine ganz andere Atmosphäre als zehn billige Werbekulis. Oder ihr verstaut diese Kulis in einer edlen Metallbox statt in einem Behälter aus Plastik.

Überhaupt: Ob Stifte, Papier, Blöcke, Locher – Qualität geht hier vor, eure Arbeitsutensilien spiegeln auch die Wertigkeit eurer Arbeit wieder. Dabei muss es nicht zwangsläufig der Füller mit Goldfeder sein, aber es gibt viele tolle Büro-Accessoires, die schlicht, schön und funktional sind.

Tipp 9: Raumduft im Arbeitszimmer

An Raumdüfte fürs Arbeitszimmer denken nur ganz wenige, ich finde das aber richtig toll. In Japan ist das weit verbreitet. Kleine Geräte, so genannte Diffuser, erzeugen einen Wasserdampf, dem man einen Duft beimischt. Zitrone, Minze, Rosmarin und Bergamotte eignen sich besonders gut. So ein Duft sorgt für Frische im Raum und soll auch die Konzentration fördern.

Tipp 10: Pflanzen für die Atmosphäre

Wohnen wird grün! Weshalb ich den neuen Trend liebe, das habe ich in einer früheren Kolumne beschrieben. Pflanzen sorgen auch im Arbeitszimmer gleich im doppelten Sinne für eine gute Atmosphäre. Zum einen wirkt das Grün beruhigend. Zum anderen funktionieren die Pflanzen auch als Luftreiniger. Wie ihr oben sehen könnt, stehen in meinem Arbeitszimmer auch Pflanzen, ich könnte mir das ohne gar nicht mehr vorstellen. Und ein kleiner Strauß Blumen darf auch nicht fehlen, daran erfreue ich mich jeden Tag und das macht das Arbeiten umso leichter.

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