Eva Brenner im Spiegel als Coco Chanel

Wohnen | Statement

Eva Brenner: An diesen Orten hole ich mir Inspiration für mein Zuhause

Eva Brenner

Eva Brenner lässt sich gerne von neu eröffneten Cafés, Hotels oder Restaurants inspirieren. In ihrer Kolumne erzählt sie, welche Orte sie beeindruckt haben und was man daraus für das eigene Zuhause lernen kann.

Ich gehe gerne in neu eröffnete Cafés, Hotels oder Restaurants und schaue mir die Einrichtung an. Welche Materialien werden da verwendet? In meiner Heimatstadt Düsseldorf aber auch auf Reisen. Kürzlich war ich in Freiburg den ganzen Tag in Läden unterwegs und habe geschaut, was gibt es Neues, welche Sachen werden angeboten, wie wird das angeboten. Das sind ja die Sachen, die meine Kunden mit zu sich nach Hause nehmen.

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Was mir sehr gut gefallen hat, ist beispielsweise das 2018 eröffnete Hotel Ruby Coco in Düsseldorf. Das liegt ein bisschen versteckt in der Steinstraße. Das findet man nicht zufällig. Da geht man durch einen Hinterhof nach oben, dann nochmal zwei Etagen hoch und dann ist da ein ganz cooler Barbereich mit einem Innenhof und ein Frühstücksraum, der auch tagsüber auch Work-Space ist. Der hat mich sehr inspiriert. Das Zusammenspiel der Materialien hat mich dort begeistert, dass es alles so kommunikativ ist, so charmant gemacht unter dem Thema Coco Chanel. Coco taucht da ganz dezent mit einem Augenzwinkern auf. Das Thema Mode wurde dort charmant und mit einem Augenzwinkern umgesetzt.

Man findet dort im Eingangsbereich einen besonderen Spiegel. Wenn man sich geschickt davor positioniert, erscheint man in der eleganten Silhouette von Coco Chanel.

Ich mag Sachen, die einen gewissen Witz mit sich bringen, wo jemand um die Ecke gedacht hat.

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Auch das Restaurant The Paris Club oben im 25hours Hotel in Düsseldorf finde ich wahnsinnig schick. Das ist ein französisch ausgerichtetes Restaurant mit Blick auf die Stadt. Das Restaurant wurde im Stil der französischen 1940 er Jahre – allerdings modern interpretiert eingerichtet. Dort dominieren viel Samt, massive Metallelemente, Statement-Leuchten und warme Farben.

Es gibt Räume, die faszinieren mich, weil das Zusammenspiel aus Licht, Farbe, Materialien und die Räumlichkeit selbst von der Architektur her perfekt ist. Es gibt so Orte, wo man einfach nur denkt, das ist perfekt gelöst. Ein solcher Ort ist The Paris Club für mich.

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Licht ist ganz wichtig

Was mir bei wirklich gelungener Innenarchitektur immer wieder bewusst wird: Licht ist das A und O. Mit Licht könnt ihr einen Raum in Szene setzen. Ihr könnt noch so ein gutes Raumkonzept haben, wenn die Lichtstimmung nicht funktioniert, dann könnt ihr den ganzen Raum vergessen.

Das ist zu Hause natürlich nicht so einfach umzusetzen, vor allem wenn man in einer Mietwohnung lebt. Wenn man ein Haus neu baut oder es das eigene ist, dann klopft man eher mal die Wände auf und setzt ein paar Wandleuchten dazu. Das geht in der Mietwohnung natürlich nicht so einfach.

Aber ihr könnt über atmosphärische Leuchten, das kann beispielsweise eine Tischlampe oder eine Stehleuchte sein, eine indirekte Beleuchtung schaffen. Das könnt ihr auch in der Mietwohnung hinbekommen.

Textilien prägen die Atmosphäre

Neben Licht sind auch Textilien ganz wichtig. Ich arbeite selbst viel mit Textilien, je nachdem, welche Atmosphäre ich haben möchte. Die mit Samt bezogenen Stühle und Sofas in The Paris Club sorgen beispielsweise für mondäne Eleganz. Und Samt schluckt auch Schall.

Die Akustik eines Raumes gehört für mich unbedingt dazu, wenn es darum geht, sich dort wohlzufühlen. Mit schweren Vorhängen könnt ihr die Akustik dämpfen. Sie schaffen eine Atmosphäre, wo man sich fallen lassen kann. Anders als leichte Stoffe, die für eine kühle Atmosphäre sorgen.

Teppiche werden oft zu klein gewählt. Ein Mini-Teppich unterm Couchtisch lässt einen Raum schnell unproportioniert und karg erscheinen. Mein Tipp: Große Teppiche! Die machen oft den Unterschied aus.

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Echte Materialien statt Imitate

Und dann bin ich ja ein Fan von echten Materialien. Es gibt inzwischen ja Designböden, die aussehen wie Holz, Stein oder Fliesen. Oder Fliesen und Laminat, die wie Holz wirken. Ich mag diese Imitate nicht besonders gerne, auch wenn sie oft günstiger und pflegeleichter sind als das Original. Sofern es das Budget hergibt, bin ich ein großer Verfechter von echten authentischen Materialien. Die haben immer noch ihren ganz eigenen Charme und wirken wertiger. Außerdem sind sie oft nachhaltiger und ökologischer als die Kunststoffalternativen.

Zum Abschluss noch ein Tipp für Fans unserer Kolumnistin: Hier findet ihr die Übersichtsseite mit allen Wohnglück-Kolumnen von Eva Brenner.

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