Nur mit Kerzen beleuchtete Wohnung
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Earth Hour 2020: Warum am 28. März überall die Lichter ausgehen

Eva Dorothée Schmid

Am 28. März 2020 werden weltweit an vielen Orten für eine Stunde die Lichter ausgehen, denn der WWF ruft zur Earth Hour auf. Was es damit auf sich hat und wie ihr mitmachen könnt, erklären wir hier.

Wenn ihr am Samstag, dem 28. März 2020, zwischen 20.30 und 21.30 Uhr zum Fenster hinausschaut, könnte es sein, dass es hinter den Fensterscheiben eurer Nachbarn deutlich dunkler ist als sonst. Das hat einen Grund: Dann findet wieder einmal die Earth Hour statt.

Earth Hour – was hat es damit auf sich?

Die Earth Hour ist die größte globale Klima- und Umweltschutzaktion weltweit. Sie findet jährlich statt und wurde von der Natur- und Umweltschutzorganisationen WWF ins Leben gerufen. Die Idee dahinter ist einfach: Einmal im Jahr schalten Millionen Menschen auf der ganzen Welt für eine Stunde das Licht aus. Auch viele tausend Städte machen mit und hüllen ihre bekanntesten Bauwerke in Dunkelheit.

Ziel ist es, gemeinsam ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz zu setzen. Mit der Aktion soll gezeigt werden, dass wir uns besser um unseren Planeten kümmern müssen. Daher kommt auch der Name Earth Hour. Es ist die Stunde der Erde.

Begonnen hat alles 2007 in Sydney. Mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte nahmen am 31. März 2007 an der ersten Earth Hour teil und schalteten zu Hause für eine Stunde das Licht aus, um ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen.

Welche Städte machen bei der Earth Hour mit?

2019 gingen in über 7.000 Städten auf allen Kontinenten die Lichter aus. Allein in Deutschland nahmen fast 400 Städte teil. Dunkel wurden zum Beispiel der Kölner Dom, die Frankfurter Skyline und das Hamburger Rathaus.

Mehr als 350 deutsche Städte unterstützen die Earth Hour 2020, indem sie die Beleuchtung an Sehenswürdigkeiten und offiziellen Gebäuden ausschalten. Die Straßenbeleuchtung bleibt übrigens aus Sicherheitsgründen an. Die Netzbetreiber sind über die Aktion informiert und können sich auf die Lastschwankung im Stromnetz einstellen.

So könnt ihr bei der Earth Hour selbst aktiv werden

Normalerweise finden zur Earth Hour auch Publikumsveranstaltungen statt. Diese wurden in diesem Jahr allerdings aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Aber dennoch kann jeder mitmachen.

Der einfachste Weg, an der Earth Hour teilzunehmen: Am Samstag, um 20.30 Uhr, schaltet ihr in eurem Zuhause das Licht für eine Stunde lang aus: 60 Minuten Dunkelheit – damit anderen ein Licht aufgeht. Die dunkle Stunde könnt ihr nutzen, um mal so richtig zur Ruhe zu kommen.

Um euer Engagement für den Planeten sichtbarer zu machen, könnt ihr zur Earth Hour ein Selfie oder Video von euch im Dunkeln, gemeinsam mit dem Hashtag #EarthHour auf Twitter, Instagram, Facebook oder TikTok posten. Für besonders Kreative: Schreibt eure Botschaft für den Planeten mit Licht in die Luft und postet dieses Werk unter besagtem Hashtag.

Um Lichtgraffiti zu machen, braucht ihr nicht viel: Nur ein Handy oder einen Fotoapparat, bei dem ihr die Belichtungsdauer einstellen könnt, und eine Lichtquelle, zum Beispiel eine Kerze, ein LED-Licht, eine Taschenlampe oder ein Handy.

Zudem bietet der WWF statt der Veranstaltungen ein bundesweites Facebook-Event, bei dem ihr euch auf digitale Art und Weise mit all den Menschen vernetzen könnt, die bei der Earth Hour dabei sind.

Tipps zum nachhaltigeren Leben

Am 28. März ein Zeichen zu setzen ist sinnvoll und gut. Viel besser ist es allerdings, wenn sich jeder bemüht, im Alltag ein wenig nachhaltiger zu leben.

Für die ersten Schritte braucht ihr kein Experte und keine Expertin zu sein. Den besten Einstieg in den Umweltschutz findet ihr, wenn ihr einige Alltagsprodukte durch nachhaltige Alternativen ersetzt. Wir stellen euch fünf umweltfreundliche Alltagsprodukte vor, für die ihr nichts weiter tun müsst, als sie zu kaufen und sie zu nutzen.

Ihr wollt generell weniger Strom verbrauchen und damit weniger CO2 verursachen? Wir geben Tipps zum Stromsparen und zum Co2-Einsparen.

Und für alle, die demnächst ein Haus bauen wollen: Versucht doch, auf nachhaltige Baumaterialien zu achten. Welches Material wie nachhaltig ist, das erklären wir in dem Artikel "Welches Baumaterial am klimafreundlichsten ist". Und hier findet ihr einen Überblick über ökologische Dämmmaterialien.

Alle Artikel zum Thema Nachhaltigkeit rund ums Wohnen und Bauen findet ihr auf folgender Seite:

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