Baustelle bei der Sanierung eines Altbaus.
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Fördergelder bei Bau oder Sanierung: Neue Zuschüsse in Milliardenhöhe

Dirc Kalweit

Gute Nachrichten für alle, die 2020 noch bauen oder sanieren wollen: Die Mittel für die entsprechenden Förderprogramme werden bis zum Jahresende aufgestockt.

Die Mittel für die Gebäudeförderprogramme beim Bauen und Sanieren wurden im Jahr 2020 rege in Anspruch genommen. Damit die Töpfe auch bis Ende des Jahres noch voll sind, beschloss der Haushaltsausschuss der Bundesregierung jetzt eine milliardenschwere Aufstockung.

Sprunghafter Anstieg von Investitionen in Energieeffizienz

Anfang 2020 hatte die Bundesregierung zur Umsetzung ihrer Klimaschutzziele die Programme zur Gebäudeförderung umfangreich novelliert. Zu diesen Programmen zählen unter anderem "Energieeffizient Bauen und Sanieren" (EBS) der KfW-Bankengruppe und "Heizen mit Erneuerbaren Energien" des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

"Die Verbesserung der Förderkonditionen hat in den vergangenen Monaten ihr Ziel erreicht", so das BAFA und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in einer gemeinsamen Presseerklärung. Denn dadurch wurde "im Gebäudesektor ein sprunghafter Anstieg von Investitionen in Energieeffizienz und die Nutzung Erneuerbarer Energien ausgelöst."

Gebäudeförderprogramme: Milliarden an abgerufenen Fördergeldern

Wie erfolgreich die Förderprogramme in den vergangenen Monaten waren, belegten die Ministerien jetzt anhand von konkreten Zahlen. Beim Programm "Heizen mit Erneuerbaren Energien" rechnet das BAFA für 2020 mit einer Verdreifachung der Anträge. Waren es 2019 noch rund 76.000, so gehen die Experten von bis zu 240.000 Anträgen in 2020 aus.

Für die Maßnahmen zum "Energieeffizient Bauen und Sanieren" wurden von der KfW im ersten Halbjahr 2020 Kredite und Zuschüsse in Höhe von insgesamt 14,5 Milliarden Euro zugesagt. In der Folge zog das nach KfW-Berechnungen Investitionen im Umfang von bis zu 38,5 Milliarden Euro nach sich.

Gebäudeförderprogramme auch Konjunkturpaket

Damit diese Programm auch in den kommenden Monaten "vollumfänglich weitergeführt" werden könne, hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen, weitere 2,2 Milliarden an Fördergeldern bereitzustellen. Dabei betonen die Verantwortlichen von BAFA und BMWi auch die konjunkturstützende Wirkung der Gebäudeförderung. In der noch andauernden COVID 19-Pandemie würden die Maßnahmen auch zahlreiche Arbeitsplätze in Mittelstand, Bauindustrie und Handwerk sichern.

Allerdings gelten die erwähnten Programme in dieser Form nur noch in diesem Jahr. Für 2021 ist eine Zusammenführung der bestehenden Fördermaßnahmen in der neuen „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) geplant.

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