Kamerafahrzeug von Apple Maps
© Shutterstock

Wohnen | News

"Look around": Warum Apple aktuell Häuser und Straßen fotografiert

Eva Dorothée Schmid

Wie vor gut zehn Jahren Google, fährt aktuell nun Apple mit Fahrzeugen durch deutsche Städte und fotografiert Häuser. Damit soll Apples Kartendienst verbessert und eine Funktion wie "Google Street View" unterstützt werden.

Es könnte sein, dass ihr in diesen Wochen weiße Subaru Impreza durch die Straßen fahren seht, die auf dem Dach eine Panorama-Kamera montiert haben. Es handelt sich dabei um Fahrzeuge, die im Auftrag von Apple durch Deutschland fahren und dort Vermessungsfahrten und Bilderfassungen machen, um den Kartendienst "Apple Maps" deutlich zu verbessern.

Mann und Frau beim Renovieren sitzen auf dem Boden

Ist dein Zuhause reif für eine Modernisierung?

Mit dem digitalen Modernisierungscheck erfährst du mehr über die Schwachstellen deines Eigenheims.

Jetzt mehr erfahren

Vor mehr als zehn Jahren waren solche Fahrzeuge schon einmal im Auftrag des Internet-Giganten Google unterwegs. Die Aufnahmen nutzte Google für den Dienst "Google Street View", der 360-Grad-Ansichten aus der Straßenperspektive darstellt. Die Aufnahmen werden aber seit Jahren nicht mehr aktualisiert, die rechtliche Lage ist schwierig.

Apple fährt bis zum 10. Oktober 2020 durch Deutschland

Apple ist nach eigenen Angaben seit Juni und bis zum 10. Oktober 2020 auf deutschen Straßen unterwegs. Wann die Fahrzeuge wo genau fahren, das geht aus einer Detailübersicht hervor.

Die auf den Fahrzeugen montierten Kameras lösen alle fünf Meter automatisch aus und sorgen so für eine vollständige Aufnahme der Umgebung. Sie können nicht zu beliebigen Zeiten fahren, sondern müssen die Sonneneinstrahlung berücksichtigen. Die Aufnahmen seien nur von 30 Grad Sonnenstand morgens bis 30 Grad Sonnenstand abends möglich.

Apple will damit seinen Kartendienst "Apple Maps" verbessern und die Funktion "Look Around" unterstützen. Diese ähnelt Googles "Street View". Sie beschränkt sich bisher aber auf ausgewählte US-Metropolen wie New York City, Washington DC, Los Angeles und San Francisco. Wann und ob sie in Deutschland ausgerollt wird, steht aktuell (noch) nicht fest.

Widerspruch gegen Veröffentlichung der Aufnahmen ist möglich

Google stieß seinerzeit auf heftige Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und musste es Bürgern ermöglichen, dass ihre Häuser verpixelt werden. Viele Hausbesitzer fürchteten, dass Diebe die Aufnahmen nutzen könnten, um Häuser auszukundschaften.

Apple ist um die Beruhigung der Bürger bemüht. Der Konzern versichert, dass Gesichter und Autokennzeichen gepixelt werden. Wer aber ganz sicher sein will, der kann die Verpixelung von Gesichtern, Kennzeichen oder auch seines Hauses bei Apple direkt beantragen. Dazu muss er sich per Mail an den Konzern wenden: MapsImageCollection@apple.com.

Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern stellt auf seiner Website ein Widerspruchsformular bereit, das ihr nutzen und an die genannte E-Mail-Adresse schicken könnt, wenn ihr nicht wollt, dass Apple Fotos von eurem Haus veröffentlicht, beziehungsweise wenn ihr den Konzern auffordern wollt, bereits gefertigte Aufnahmen auch in den Rohdaten zu löschen.

Lies noch mehr…

Der Schutz Deiner Daten ist uns wichtig

Wir verwenden Cookies, um die Website optimal zu gestalten. Durch die Nutzung der Website stimmst Du grundsätzlich der Verwendung von Cookies zu (Websitefunktionalitäten, anonymisiertes Nutzerverhalten usw.). Sofern Du zustimmst, teilen wir zudem Informationen anonymisiert mit Werbepartnern. Du kannst unter „Weitere Optionen“ selbst entscheiden, welche Cookie-Kategorie Du wählen möchtest:

Weitere Optionen